+++Börsen-Ticker+++ - An der Wall Street gehts wieder vorwärts

Die Jagd nach vermeintlichen Schnäppchen und nach Rohstoff-Aktien haben die US-Börsen am Dienstag angetrieben.
22.08.2017 22:30
Die Wall Street hat am Dienstag einen sehr guten Tag eingezogen.
Die Wall Street hat am Dienstag einen sehr guten Tag eingezogen.
Bild: freeimages.com

22:30

Anleger würden vermehrt auf solche Papiere setzen, die im Zuge des jüngsten Abschwungs deutlich an Wert verloren hätten, sagen Händler. Zudem verteuerten sich die Preise etwa für Kupfer, Zink und Nickel weiter und liessen damit auch die Kurse entsprechender Unternehmen steigen.

Allerdings gebe es im Vorfeld des am Donnerstag beginnenden Zentralbankertreffens in Jackson Hole auch eine gewisse Zurückhaltung. "Viele Anleger warten ab, was US-Notenbankchefin Janet Yellen dort sagen wird", erklärt Lindsey Bell vom Analysehaus CFRA Research. Vor allem mögliche Aussagen zur Inflation würden mit Spannung verfolgt, um eine Idee zu bekommen, wie sich die Fed mit Blick auf eine weitere Zinsanhebung positioniere. Auch EZB-Präsident Mario Draghi wird in Jackson Hole sprechen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst 0,9 Prozent fester bei 21’899 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legt 1,0 Prozent zu auf 2452 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq klettert um 1,4 Prozent auf 6297 Stellen.

Händler führen die Kursanstiege auch darauf zurück, dass es am Dienstag keine neuen Nachrichten zu Querelen im Weissen Haus und keine Verschärfung der Spannungen zwischen den USA und Nordkorea gab. Beide Themen hatten die Börsen zuletzt belastet. "Der Markt konzentriert sich deshalb richtigerweise auf die soliden Fundamentaldaten", sagt Brent Schutte, Investment-Stratege bei der Northwestern Mutual Wealth Management Company. "Solange die Inflation moderat bleibt, werden die Börsen nach meiner Ansicht weiter steigen."

Unter den Einzelwerten verlieren Coty 9,4 Prozent. Der Parfüm- und Kosmetik-Hersteller hat für das abgelaufene Quartal überraschend einen Verlust ausgewiesen.

Papiere von Fiat Chrysler konnten Verluste aus dem frühen Handel wettmachen und stiegen leicht an. Der chinesische Autobauer Great Wall Motor hat erklärt, Fiat Chrysler nicht wegen eines möglichen Einstiegs kontaktiert zu haben. Am Montag hatte das Interesse der Chinesen an dem Rivalen dessen Aktienkurs bereits m knapp 7 Prozent in die Höhe getrieben.

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17:40

Die Schweizer Börse hat am Dienstag auf breiter Front zugelegt. Viele Anleger erachteten die tieferen Kurse als Einstiegsgelegenheit und griffen vor allem bei zuletzt stärker unter die Räder geratenen Aktien beherzt zu. Vor dem alljährlichen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming in der zweiten Wochenhälfte wollten sie sich aber nicht voll engagieren. Von dem Treffen erhoffen sie sich Hinweise auf die künftige Geldpolitik in den USA und in der Euro-Zone.

Der SMI steigt bis Börsenschluss um 0,9 Prozent auf 8964 Punkte. Am Montag hatte er nach anfänglicher Schwäche 0,1 Prozent höher geschlossen. Unsicherheit über die US-Wirtschaftspolitik und die schwelende Nordkorea-Krise hatten die Anlagebereitschaft gedämpft.

Getragen wurde der Anstieg vor allem von den als krisensicher geltenden und schwergewichtigen Pharmatiteln Novartis und Roche mit einem Kursgewinn von 0,9 und 1,1 Prozent.

Die Aktien der Banken hinken tendenziell eher etwas hinter dem Markt her. Credit Suisse, Julius Bär, Vontobel legen zwischen 0,6 und 1,0 zu, UBS sind unverändert. Mit dem Rückenwind guter Ergebnisse legen die Titel der Luzerner Kantonalbank und der Liechtensteiner VP Bank jeweils 1,2 Prozent zu.

Die Anteile zyklischer Firmen zeigen sich mehrheitlich fester. Die Aktien des Luxusgüterherstellers Richemont steigen um 1,4 Prozent und die Titel des Uhrenkonzerns Swatch um 0,6 Prozent. Im Juli stiegen die Uhrenexporte um 3,6 Prozent.

Am breiten Markt stechen die Aktien von Orior mit einem Kursgewinn von 5,6 Prozent hervor. Der Fleischverarbeiter hat im ersten Halbjahr besser als erwartet gearbeitet.

Eine optimistische Prognose lässt die Papiere der Schraubenhandelsfirma Bossard um 3 Prozent steigen.

Dagegen brechen die Papiere von Huber+Suhner nach Vorlage der Zwischenbilanz um fast 10 Prozent ein. Bei dem Kabelspezialisten habe die Profitabilität nicht mit dem starken Wachstum mithalten können. Daher wollen Analysten ihre Schätzungen überprüfen. (lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Dienstag.)

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15:45

Die Jagd nach vermeintlichen Schnäppchen treibt die US-Börsen am Dienstag an. Anleger würden vermehrt auf solche Papiere setzen, die im Zuge des jüngsten Abschwungs deutlich an Wert verloren hätten, sagen Händler. Allerdings gebe es im Vorfeld des am Donnerstag beginnenden Zentralbankertreffens in Jackson Hole auch eine gewisse Zurückhaltung. "Viele Anleger warten ab, was US-Notenbankchefin Janet Yellen dort sagen wird", sagt Lindsey Bell vom Analysehaus CFRA Research. Vor allem mögliche Aussagen zur Inflation würden mit Spannung verfolgt, um eine Idee zu bekommen, wie sich die Fed mit Blick auf eine weitere Zinsanhebung positioniere. Auch EZB-Präsident Mario Draghi wird in Jackson Hole sprechen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 0,3 Prozent fester bei 21'764 Punkten. Auch der breiter gefasste S&P 500 legt um 0,3 Prozent zu auf 2435 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq klettert um 0,5 Prozent auf 6242 Stellen.

Unter den Einzelwerten verlieren Coty rund 10 Prozent. Der Parfüm- und Kosmetik-Hersteller hat für das abgelaufene Quartal überraschend einen Verlust ausgewiesen. Abwärts gehts auch mit Papieren von Fiat Chrysler, die 1 Prozent verlieren. Der chinesische Autobauer Great Wall Motor hat erklärt, Fiat Chrysler nicht wegen eines möglichen Einstiegs kontaktiert zu haben. Am Montag hatte noch das Interesse der Chinesen an dem Rivalen dessen Aktien um knapp 7 Prozent in die Höhe getrieben.

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14:00

Der Kurs des Euro hat am Dienstag seine kräftigen Vortagesgewinne wieder abgegeben und ist unter 1,18 Dollar gefallen. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1751 Dollar gehandelt und damit gut ein halbes Prozent unter dem Niveau am Morgen. Auch gegenüber dem Franken schwächelte der Euro etwas und gab auf 1,1353 nach 1,1377 im frühen Handel nach. Der Dollar zog indes auf 0,9661 nach zuvor 0,9640 Franken an.

Die britische Bank HSBC sieht den Franken zum Euro in den kommenden Wochen auf einem Stand von 1,12:

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12:45

Der Schweizer Aktienmarkt präsentiert sich am Dienstagmittag freundlich. Der Schwung aus der Eröffnungsphase ist allerdings abhanden gekommen. Einen gewissen Anteil daran hat die gemäss Börsenkapitalisierung wichtigste Aktie Nestlé, die ihre frühen Gewinne zu einem grossen Teil eingebüsst hat. Wie zudem ein Händler anmerkte, sei die übergeordnete Stimmung auch eher von Vorsicht geprägt.

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 12 Uhr 0,56 Prozent auf 8'933,97 Punkte, das Hoch aus dem frühen Handel liegt etwa 25 Punkte höher. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legt 0,58 Prozent auf 1'426,09 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,54 Prozent auf 10'187,48 zu. Von den 30 wichtigsten Titeln stehen 28 im Plus und zwei im Minus.

Auf dem ersten Platz stehen nun Sonova (+1,6 Prozent), die ihre frühen Gewinne noch etwas ausgebaut und damit Lonza (+1,4 Prozent) von der Spitzenposition verdrängt haben. Auch seit Jahresbeginn gehören die beiden Titel zu den "Outperformern" an der SIX. Neben Lonza ist mit Clariant (+1,3 Prozent) eine weitere Chemieaktie ganz vorne mit dabei. Nachgefragt werden zudem Pharmawerte wie Roche (+1,0 Prozent), Vifor (+1,0 Prozent) und Novartis sowie Swisscom (+0,7 Prozent). Die genannten Titel besitzen eher defensive Eigenschaften. Das gleiche gilt allerdings auch für Nestlé, die mittlerweile jedoch nur noch 0,2 Prozent im Plus stehen.

Auch Zykliker wie LafargeHolcim (+1,0 Prozent), ABB (+0,9 Prozent), Adecco (+0,6 Prozent) und Richemont (+1,2 Prozent) stehen auf den Einkaufszetteln. Die Avancen bei Richemont dürften mit den am Berichtstag veröffentlichten Uhrenexportdaten im Zusammenhang stehen, die eine weitere Erholung für die zuletzt arg gebeutelte Branche zeigte. Dass die Aktie der Branchennachbarin Swatch (+0,4 Prozent) nicht mithalten kann, wird im Handel auf den Nachfragerückgang bei preiswerten Uhren zurückgeführt. Dieses Preissegment gilt als Paradedisziplin des Bieler Konzerns.

Das Schlusslicht bildet bei den Blue Chips UBS mit -0,3 Prozent. Die CS-Papiere (+0,6%) notieren am Berichtstag unauffällig. Die Musik spielt ganz klar am breiten Markt, wo die Aktien diverser Titel nach der Zahlenvorlage im Blick sind. Dabei schwingen Orior (+5,3 Prozent) oben aus. Der Nahrungsmittelhersteller hat im ersten Semester dank einer Akquisition mehr umgesetzt und dabei den Gewinn stärker als von Analysten erwartet gesteigert.

Auch die Titel von Bossard (+3,0 Prozent), der VP Bank (+1,8 Prozent) und der Luzerner KB (+0,9 Prozent) schneiden nach Zahlen gut ab, während es für Schlatter (-1,8 Prozent) und insbesondere für Huber+Suhner (-7,6 Prozent) nach unten geht. Das in der elektrischen und optischen Verbindungstechnik aktive Unternehmen hat zwar beim Umsatz kräftig zugelegt, auf der Ergebnisseite wurden die Schätzungen allerdings recht deutlich verfehlt.

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11:55

Der europäische Leitindex EuroStoxx-50 stieg gegen Ende des Vormittags um 0,43 Prozent auf 3438,35 Punkte. Etwas Rückenwind kam vom schwächeren Euro. Am Montag hatte der starke Anstieg des Euro die Börsen noch belastet, denn eine starke Währung erschwert den Export.

Viele Marktakteure sind allerdings nach wie vor zurückhaltend. Ulrich Wortberg von der Helaba begründete seine Vorsicht mit saisonalen Mustern an den Aktienbörsen: "Während das erste Halbjahr traditionell gut für den Dax läuft, steht das dritte Quartal im Zeichen nachgebender Notierungen", schrieb der Stratege in einem Marktkommentar.

Daran störten sich die Anleger zunächst aber nicht: Auch die anderen europäischen Indizes legten am Dienstag wieder den Vorwärtsgang ein. So stieg der französische CAC-40-Index um 0,38 Prozent auf 5106,78 Punkte und der britische FTSE 100 stieg um 0,65 Prozent auf 7366,31 Zähler. Der deutsche Dax kletterte 0,6 Prozent auf 12'140 Punkte.

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11:15

Mit Käufen haben Anleger am Dienstag die Ergebnisse der beiden Minengesellschaften Antofagasta und BHP Billiton honoriert. Die Aktien der chilenischen Antofagasta stiegen in London um 4,6 Prozent auf 998 Pence, die Titel der britisch-australischen BHP legten 3,7 Prozent auf 1416 Pence zu. Damit führten die beiden Werte die Gewinnerliste im britischen Auswahlindex "Footsie" an.  

"Es kommt gut an bei Anlegern, dass die Minenkonzerne einen Teil ihrer Schulden abgebaut haben und stabile Gewinne erzielen", sagte Analyst Jasper Lawler vom Brokerhaus London Capital Group. Die Preise für Industriemetalle sind zudem seit Wochen im Aufwind, vor allem weil Anleger auf einen anhaltenden Bauboom in China wetten. Kupfer erklomm den höchsten Stand seit knapp drei Jahren und Nickel, das für die Stahlherstellung benötigt wird, kostete so viel wie zuletzt im Dezember. 

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10:15

Die Schweizer Börse legt am Dienstag zu. Viele Anleger erachteten die tieferen Kurse als günstige Einstiegschance, sagten Händler. Vor dem alljährlichen Notenbanker-Treffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming in der zweiten Wochenhälfte wollten sie sich aber trotzdem nicht voll engagieren. Von dem Treffen erhoffen sie sich Hinweise auf die künftige Geldpolitik.

Der SMI legte um 0,6 Prozent auf 8936 Punkte zu. Am Montag hatte er nach anfänglicher Schwäche um 0,1 Prozent höher geschlossen. Unsicherheit über die US-Wirtschaftspolitik und die schwelenden Nordkorea-Krise hatten die Anlagebereitschaft gedämpft.

Ob die anfänglichen Gewinne aber gehalten werden könnten, hänge stark davon ab, ob Anschlusskäufe einsetzen, sagte ein Händler. "Sollten aber einmal mehr die Anschlusskäufe ausbleiben, könnte das die Bären dazu motivieren, im weiteren Wochenverlauf eine neue Attacke zu starten", sagte ein Händler.

Getragen wurde der Anstieg vor allem von den als krisensicher geltenden und schwergewichtigen Pharmatiteln Novartis und Roche mit einem Kursgewinn von 0,7 und 0,9 Prozent. Mit den Aktien des Pharmazulieferers Lonza, des Nahrungsmittelriesen Nestlé, des Duft- und Aromaherstellers Givaudan und des Telekomkonzerns Swisscom waren weitere defensive Werte gefragt. Sie gewannen ein bis zwei Prozent.

Die Aktien der Banken Credit Suisse und UBS rückten um 0,2 respektive um 0,7 Prozent vor. Die Assekuranzwerte tendierten meist freundlich. Swiss Re gewannen 0,6 Prozent.

Die Anteile zyklischer Firmen zeigten sich mehrheitlich ebenfalls fester. Die Aktien des Luxusgüterherstellers Richemont stiegen um 1,2 Prozent und die Titel des Uhrenkonzerns Swatch wurden um 0,5 Prozent höher gehandelt. Im Juli stiegen die Uhrenexporte um 3,6 Prozent. Das ist zwar etwas weniger stark als die Zürcher Kantonalbank (ZKB) mit 5,4 Prozent erwartet hat. Aber es ist der dritte Monat hintereinander mit steigenden Exporten und zeigt nach Einschätzung der Oberzolldirektion, dass sich die Erholung fortsetzt.

Am breiten Markt stachen die Aktien von Orior mit einem Kursgewinn von 4,7 Prozent hervor. Der Fleischverarbeiter hat im ersten Halbjahr besser als erwartet gearbeitet. Auch die Liechtensteiner VP Bank und die Schraubenhandelsfirma Bossard schnitten besser als erwartet ab und äusserten sich positiv zu den weiteren Aussichten, was den Aktien Auftrieb verlieh.

Dagegen brachen die Papiere von Huber+Suhner nach Vorlage der Zwischenbilanz um fünf Prozent ein. Bei dem Kabelspezialisten habe die Profitabilität nicht mit dem starken Wachstum mithalten können. Daher wollen Analysten ihre Schätzungen überprüfen. 

Ein Blick auf diesen Tweet zeigt, dass die Anlager-Stimmung in ganz Europa gut ist.

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09:15

Der Swiss Market Index (SMI) legt unmittelbar nach Börseneröffnung um 0,8 Prozent auf 8955 Punkte zu.

Swatch (+0,7 Prozent) und Richemont (+0,9 Prozent) legen beide zu, allerdings in etwa auf Höhe des Gesamtmarktes. Die Schweizer Uhrenexporte haben sich im Juli weiter erholt, wenn auch das Wachstumstempo etwas hinter den letzten beiden Monaten zurückgeblieben ist. Beide Titel haben sich im bisherigen Jahresverlauf deutlich besser als der Gesamtmarkt entwickelt. Anleger würden auf eine anhaltende Erholung bei den Uhrenverkäufen spekulieren, hiess es dazu im Handel, die positiven Daten dürften damit weitestgehend bereits eingepreist sein.

Die Schwergewichte Nestlé (+0,5 Prozent) und Novartis (+0,7 Prozent) knüpfen an die Gewinne vom Vortag an. Auch die Roche-"Bons" (+0,8 Prozent) legen zu, zum Wochenbeginn hatten sie den Gesamtmarkt noch zurückgebunden.

Die Musik spielt am Dienstag ganz klar im breiten Markt, wo nach Zahlen unter anderem die Aktien der Luzerner KB (+0,9 Prozent) sowie der VP Bank (+ 2,4 Prozent), die Industriewerte Schlatter (Kurs unverändert), Huber+Suhner (-3,5 Prozent) und Bossard (+1,9 Prozent) und die Titel des Nahrungsmittel-Herstellers Orior (+4,4 Prozent) unter Beobachtung stehen.

Mit einem Plus von 2,3 Prozent fallen Straumann auf. Für den Titel des Zahnimplantateherstellers liegen positive Analystenkommentare nach der Zahlenvorlage in der Vorwoche und der Bekanntgabe einer Übernahme vor. Bei Kepler Cheuvreux rechnet man damit, dass Straumann dank dem Zukauf von ClearCorrect in den nächsten zehn Jahren im zweistelligen Wachstumsbereich bleiben werde und erhöht das Rating auf "Hold". Bei Jefferies wurden nach der Übernahme die Gewinnschätzungen und das Kursziel erhöht.

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08:15

Asiens Börsen haben sich am Dienstag freundlich gezeigt, nachdem das politische Chaos in Washington und die Nordkorea-Krise die Kurse zunächst nicht weiter belasteten. Am besten lief es in Hongkong, wo der Hang-Seng-Index im späten Handel um annähernd 1 Prozent zulegte. Insgesamt war der Handel allerdings dünn.

Unterstützung in unsicherer Zeit kam vom Yen, der sich etwas abschwächte. Das erleichtert japanischen Firmen den Export. Der Nikkei 225 schloss letztlich kaum verändert bei 19 383,84 Punkten. An den Vortagen hatten die Kurse noch deutlich nachgegeben.

Die Nordkorea-Krise rückte etwas in den Hintergrund. Auch aus der Trump-Regierung kamen keine neuen Hiobsbotschaften. Die Anleger konzentrieren sich nun auf die Zentralbankkonferenz im amerikanischen Ort Jackson Hole, die von Donnerstag bis Samstag läuft. Es nehmen unter anderem die Chefs der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank teil, Janet Yellen und Mario Draghi.

Vor diesem Hintergrund zeigten sich auch die Aktienmärkte in Australien und Südkorea von ihrer freundlichen Seite und gewannen im späten Dienstagshandel jeweils gut 0,4 Prozent. Der chinesische CSI 300 , in dem die wichtigsten Werte des Festlands gelistet sind, legte ähnlich stark zu.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,2 Prozent zu. Im gestrigen Handel schloss der Leitindex um 0,1 Prozent höher bei 8884 Zählern.

Kursrelevante Unternehmensnews von SMI-Firmen liegen heute keine vor. Alle SMI-Titel notieren in der Spanne zwischen plus 0,1 bis 0,3 Prozent. Einzig die Swiss Life können mit plus 0,6 Prozent etwas stärker zulegen.

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07:30

Die Ölpreise sind am Dienstag im frühen Handel leicht gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Morgen 51,81 Dollar. Das waren 15 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Oktober stieg um 18 Cent auf 47,71 Dollar.

Am Montag hatten die Ölpreise bis zum Abend wieder deutlich nachgegeben. Jüngsten Daten des Ölkartells Opec zufolge wurden die selbst auferlegten Förderbeschränkungen zuletzt zu einem etwas geringeren Grad eingehalten. Laut Kuwaits Ölminister Issam Almarzooq soll im November über eine mögliche Verlängerung beziehungsweise über das Ende der Beschränkungen diskutiert werden.

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06:40

Der Nikkei legte um 0,1 Prozent auf 19.406 Punkte zu. Der breiter aufgestellte Topix stand bei 1597 Zählern, was ebenfalls einen Zuwachs von 0,1 Prozent entspricht. Aktienstratege Isao Kubo von Nissay Asset Management sagte, die Stimmung sei nervös. Ein Grund ist der Konflikt mit Nordkorea. Am Montag hatten der südliche Nachbar und die USA ihre Militärübungen begonnen.

Anleger hielten sich aber auch zurück, weil führende Notenbanker in dieser in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming zusammenkommen. Dabei wird etwa Fed-Chefin Janet Yellen eine Rede halten. Für Freitag ist ein Auftritt von EZB-Präsident Mario Draghi vorgesehen. Insidern zufolge wird er dabei aber keine Kursänderung ankündigen.

An den Devisenmärkten konnte der Dollar zulegen. Im Vergleich zur japanischen Währung kostete er 109,26 Yen. Der Euro verbilligte sich auf 1,1803 Dollar.

(cash/AWP/Reuters)