+++Börsen-Ticker+++ - Dow-Anstieg scheitert an 26 000 Punkten

Die Wall Street hat sich am Donnerstag gut erholt von ihrem Vortagesverlust präsentiert.
21.03.2019 21:46
Blick auf die Börse an der Wall Street in New York.
Blick auf die Börse an der Wall Street in New York.
Bild: Pixabay

21:45

Beflügelt von rasanten Kursgewinnen der beiden Technologie-Schwergewichte Apple und Microsoft stieg der Dow Jones Industrial letztlich um 0,84 Prozent auf 25 962,51 Punkte. Im Verlauf übersprang der Leitindex mehrmals die vielbeachtete Marke von 26 000 Punkten, allerdings jeweils nur kurzzeitig.

Der marktbreite S&P 500 gewann 1,09 Prozent auf 2854,88 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 1,52 Prozent auf 7493,27 Zähler zu.

Unter den Einzelwerten fielen Biogen-Aktien mit einem Kurssturz von fast 30 Prozent besonders negativ auf. Der US-Pharmakonzern erlitt einen schweren Rückschlag bei seiner Alzheimer-Forschung. Das Unternehmen und sein Forschungspartner Eisai haben ihre Phase-III-Studien mit dem Medikamentenkandidaten Aducanumab gestoppt. Das Mittel galt bisher als die grösste Hoffnung der Branche. Zusätzlichen Abwärtsdruck erhielten die Biogen-Titel von negativen Analystenkommentaren in Reaktion auf die Nachricht.

Um knapp 10 Prozent nach oben ging es hingegen für die Anteilsscheine von Micron Technology . Der Chipkonzern hatte mit seinem zweiten Quartal die Erwartungen am Markt übertroffen und geht von einer Erholung im Speicherchip-Markt aus. Dies mildere die Sorgen wegen einer schwächeren Nachfrage nach Smartphones und nachlassender Investitionen von Datencenter-Firmen etwas ab, sagten Händler.

Die Apple-Papiere verteuerten sich um 3,7 Prozent auf gut 195 Dollar und waren damit Spitzenreiter im Dow. Sie profitierten unter anderem von mehreren positiven Analystenkommentaren.

Der traditionsreiche Jeans-Hersteller Levi Strauss (Levi's) ist bei seiner Rückkehr an die Börse auf grosses Anlegerinteresse gestossen. Der erste Kurs lag am Donnerstag bei 22,22 Dollar und damit gut 30 Prozent über dem Ausgabepreis von 17 Dollar. In der Spitze schossen die Aktien gar um 36 Prozent in die Höhe. Der Schlusskurs lag bei 22,41 Dollar und damit 32 Prozent höher.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag die Vortagesverluste weiter ausgebaut.  Der Leitindex SMI sank um 0,1 Prozent auf 9454 Punkte. Nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank gewannen die Konjunkturpessimisten die Oberhand. Angesichts der unsicheren Wirtschaftsaussichten will die Fed dieses Jahr die die Zinsen nicht mehr anheben. Auch in der Schweiz und in Grossbritannien ist vorerst kein Ende der lockeren Geldpolitik in Sicht.

Wie bereits am Vortag wurde die Verliererliste von den Bankaktien abgeführt. Die Anteile der UBS sanken um 1,6 Prozent. Die Analysten von JP Morgan und Barclays senkten ihre Kursziele, nachdem sich UBS-Chef Sergio Ermotti am Vortag angesichts eines schwachen Jahresstars pessimistischer zu den Gewinnzielen für das laufende Jahr geäussert hatte. Die Titel von Rivale Credit Suisse fielen um 2 Prozent, die des Vermögensverwalters Julius Bär gaben 1,7 Prozent nach.

Ebenfalls im Angebot waren Titel konjunktursensitiver Firmen wie dem Elektrotechnikkonzern ABB und dem Uhrenhersteller Swatch sowie von Versicherern wie Swiss Life und Swiss Re.

Am breiten Markt sackten die Aktien des Solarindustrie-Ausrüsters Meyer Burger nach der Bekanntgabe eines Jahresverlusts und Plänen zu einer Kapitalerhöhung um 3,6 Prozent ab. Dagegen griffen die Anleger zu den Titeln von Metall Zug; sie stiegen um 2,2 Prozent.

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16:49

Die Verhaftung des brasilianischen Ex-Präsidenten Michel Temer wegen angeblicher Korruption löst einen Ausverkauf an der dortigen Börse aus. Der Leitindex des Aktienmarkts in Sao Paolo fiel am Donnerstag um bis zu 2,1 Prozent. Brasilianische Anleihen flogen ebenfalls aus den Depots. Dies trieb die Rendite der zehnjährigen Titel auf 8,93 von 8,72 Prozent. Zur Währung des Landes legte der Dollar 1,4 Prozent auf 3,8284 Real zu.

Die Behörden werfen Temer Bestechung im Zusammenhang mit dem Bau des Atomkraftwerks Angra 3 vor. Der Politiker hat dies stets zurückgewiesen. Er war zwischen 2016 und 2018 Staatspräsident und davor sechs Jahre Stellvertreter seiner Vorgängerin Dilma Rousseff.

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15:45

Die Wall Street hat nach ihrem moderaten Vortagesverlust am Donnerstag wieder etwas Auftrieb erhalten.  Kehrtwende in den USA: Der Dow Jones Industrial steigt nach der negativen Eröffnung um 0,25 Prozent auf 25 811,19 Punkte. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,38 Prozent auf 2834,99 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,58 Prozent auf 7423,47 Zähler zu.

Weiterhin für Gesprächsstoff sorgen die geldpolitischen Entscheidungen der Notenbank, die dem Dow am Mittwoch nur kurz Auftrieb verliehen hatten. Die Fed stellt ihre Ende 2015 begonnene geldpolitische Straffung vorerst ein. In diesem Jahr wird sie ihren Leitzins voraussichtlich nicht mehr anheben, im kommenden Jahr allenfalls noch einmal. Zudem will die Notenbank den im Herbst 2017 begonnenen Abbau ihrer billionenschweren Bilanz stoppen.

Experten werteten die Massnahmen skeptisch. Die Nachricht über das Ausbleiben von Zinserhöhungen sei bereits in den Kursen berücksichtigt, schrieb Marktstratege Lee Ferridge vom Analysehaus State Street Global Markets. Insofern falle es schwer, die Ankündigung der Fed so zu sehen, dass das Feuer am Aktienmarkt neu entfacht werde.

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15:15

Der Dow-Jones-Index startete 0,3 Prozent schwächer bei 25'681 Punkten in den Handel. Der S&P 500 verlor 0,2 Prozent, der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 0,3 Prozent nach.

Im Rampenlicht standen die Titel von Biogen mit einem Kurssturz von 27 Prozent. Der Biotechkonzern erlitt einen herben Rückschlag in der Alzheimerforschung. Biogen und sein japanischer Partner Eisai stoppten zwei wichtige klinische Studien der Phase III mit einem Mittel zur Behandlung von Alzheimer, das nicht die gewünschte Wirkung gezeigt habe.

Im Fokus standen auch die Titel von Boeing, nachdem Manager des Airbus-Rivalen vor den US-Senat zitiert wurden. Sie sollten sich zu den beiden Flugzeugabstürzen des neuen Boeing-Typs 737 MAX äussern, bei denen insgesamt 346 Menschen ums Leben kamen.

"Der grösste Angstfaktor am Markt ist, wie stark der Abschwung am Ende ausfällt", sagte Ökonom Peter Cardillo vom Brokerhaus Spartan Capital Securities. "Bislang haben die Fed-Notenbanker das Fenster offengehalten für eine weitere mögliche Zinsanhebung. Was sie jetzt angekündigt haben, hat Investoren ziemlich verschreckt."

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13:07

Steigende Zinsen in Norwegen geben der norwegischen Krone Auftrieb. Der Euro verbilligt sich im Gegenzug um mehr als ein Prozent auf 9,588 Kronen, der Dollar gibt 0,7 Prozent auf 8,44 Kronen nach. Damit steuert die Krone auf den größten Tagesgewinn seit Dezember 2017 zu. Die Währungshüter in Oslo entschieden, den Schlüsselsatz um einen viertel Prozentpunkt auf 1,0 Prozent zu erhöhen. Zugleich signalisierten sie, die Zügel im Jahresverlauf weiter anziehen zu wollen.

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12:47

Die Ölpreise sind am Donnerstag nach deutlichen Gewinnen vom Vortag gesunken. Am Morgen hatten die Preise noch im Fahrtwind der Fed-Entscheidung und einem überraschenden Rückgang der US-Ölreserven zugelegt, ab Mittag kam es dann zu einer leichten Gegenbewegung. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 68,12 US-Dollar. Das waren 38 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 44 Cent auf 59,79 Dollar.

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11:40

Der Schweizer Aktienmarkt setzt am Donnerstag seinen Konsolidierungskurs vom Vortag weiter fort. Die Zinsentscheidung des Fed am Mittwoch und der SNB am Donnerstagmorgen sorgten für eine gewisse Unsicherheit. Gegen 11:40 Uhr gibt der Swiss Market Index (SMI) allerdings noch um 0,25 Prozent nach auf 9'40 Punkte. Seine früheren Verluste, die ihn kurzzeitig unter die 9'400er Marke gedrückt hatten, hat er mittlerweile grösstenteils aufgeholt.

Zu den klaren Verlierern der anhaltenden Niedrig- bis Negativzinspolitik gehören die Finanzinstitute. Entsprechend stellen CS, UBS, Julius Bär, Zurich und die Swiss Re mit Abgaben zwischen 1,8 und 0,7 Prozent die grössten Verlierer. Gerade die Bankaktien setzen damit ihre schwache Vortagestendenz weiter fort.

Dichtauf folgen die SGS-Aktien mit -1,5 Prozent. Goldman Sachs hat Rating und Kursziel gekappt. Viele der positiven Aspekte seien bereits im Kurs enthalten.

Mit Kühne+Nagel (-1,0%), Schindler, Geberit (beide -0,7%) und auch LafargeHolcim (-0,5%) fallen noch weitere Zykliker überdurchschnittlich zurück. Dass sich LafargeHolcim dabei etwas besser halten, wird am Markt einerseits mit den Zahlen von Konkurrent HeidelbergCement erklärt. Eine Kurszielerhöhung durch die Deutsche Bank sei eine weitere mögliche Stütze.

Gegen den Trend zulegen können vor allem Halbleiter- und Technologiewerte wie AMS (+1,4%), Logitech und Temenos (beide +0,4%). Im breiten Markt fallen U-blox (+1,8%) und VAT (+0,9%) als weitere Branchenvertreter positiv auf. Händler verweisen auf Vorgaben aus Asien. Dort hatten Technologiewerte hoffnungsvoll auf die jüngsten Angaben vom US-Chiphersteller Micron reagiert.

Kursgewinne von 0,7 Prozent bei Schwergewicht Nestlé stützen den Markt nach unten ab. Mit jeweils -0,2 Prozent fallen zudem die beiden Pharmaschwergewichte Roche und Novartis etwas weniger als der Gesamtmarkt.

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10:33

Die Bankaktien sind auch am Donnerstag wenig gefragt und setzen den Abwärtstrend vom Vortag fort. Auch in den USA hatten die Bankaktien zur Schwäche geneigt.  Die Papiere der Grossbanken Credit Suisse (-1,9%) und UBS (-1,8%) sowie des Vermögensverwalters Julius Bär (-1,5) Prozent führen die Verlierer an der schwächeren Schweizer Börse an. Der SMI verliert 0,4 Prozent.

Am Mittwoch hatten negative Aussagen von UBS-Chef Sergio Ermotti zum Geschäftsgang im ersten Quartal für lange Gesichter bei Aktionären und für kräftige Kursabschläge bei den Bankaktien gesorgt.

Am Vorabend hatte die Fed signalisiert, dass es im laufenden Jahr keine weitere Zinserhöhung in USA geben wird. Ausserdem will die Notenbank das Abschmelzen ihrer billionenschweren Bilanz stoppen.

Die SNB rüttelt ihrerseits nicht an den Zinsen und setzt die lockere Geldpolitik fort. Die SNB habe ein "sehr dovishes Signal an die Märkte" gegeben und schwenke damit auf den Kurs der Fed und EZB ein, die jeweils ebenfalls zurückhaltende Vorlagen geliefert hätten. "Mit einer Leitzinserhöhung ist mithin auf absehbarer Zeit in der Schweiz nicht zu rechnen", sagte Daniel Hartmann, Chefökonom bei der Bantleon Bank.

Damit blieben auch die Ertragsaussichten für die Banken gedämpft, heisst es am Markt. "Wie sollen die Banken Geld verdienen, wenn die Zinsen bei Null sind und die Anleger sich daher zurückhalten. Und die Phase der ultratiefen oder gar negativen Zinsen dauert ja auf ewige Zeit an", sagt ein Händler.

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09:46

Die Aktien des Solarindustrie-Ausrüsters Meyer Burger sind am Donnerstag nach der Bekanntgabe eines Jahresverlusts und Plänen zu einer Kapitalerhöhung auf Talfahrt gegangen. Die Titel brachen 7,6 Prozent auf 0,60 Franken ein.

Das Unternehmen schloss das vergangene Jahr wegen Wertberichtigungen erneut mit Verlust ab: Der Fehlbetrag belief sich auf 59,4 Millionen Franken. Auf Stufe Betriebsergebnis erzielte Meyer Burger 1,8 Millionen Franken Gewinn und sieht das Transformationsprogramm mit weiteren Kostensenkungen auf Kurs. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft mit Oxford PV beteiligt sich die Firma mit bis zu 18,8 Prozent an dem britischen Unternehmen und will dazu das Kapital um bis zu zehn Prozent erhöhen.

Durch die Partnerschaft mit Oxford PV dürfte Meyer Burger seine Spitzenposition im Bereich Zellbeschichtung ausbauen, erklärte ZKB-Analyst Richard Frei. (

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09:15

Der SMI fällt weiter zurück, nachdem er schon gestern im Minus schloss. Bei den SMI-Aktien trifft es vor allem die Bankentitel, nachdem UBS-Chef Sergio Ermotti von einem schlechten ersten Quartal berichtet hat.  Der SMI fällt nach dem Handelsbeginn um ein halbes Prozent auf 9414 Punkte. Stark trifft es die Banken, nachdem sich die UBS (-1,7 Prozent) bzw. ihr CEO Sergio Ermotti angesichts eines schwachen Jahresstars pessimistischer zu den Gewinnzielen für das laufende Jahr geäussert hatte. Credit Suisse (-1,7 Prozent) und Julius Bär (-1,3 Prozent) trifft dies an der Börse auch. 

Auch die Vorgaben sich nicht besonders gut. So hat die Wall Street am Ende im Minus geschlossen und auch in Asien haben die meisten Börsen bisher keine klare Richtung gefunden. In Japan bleibt der Markt wegen eines Feiertages ganz geschlossen.

Zur Rose: Angst vor einem Übergangsjahr

Auslöser für diese eher unruhigen Märkte ist die US-Notenbank Fed. Die US-Währungshüter hatten am Vorabend wie erwartet die Zinsen nicht verändert. Dagegen haben sie aber ihre Projektionen für weitere Zinsschritte im laufenden Jahr klar gekappt. Neu gehen sie von keiner weiteren Erhöhung aus. Hier waren Volkswirte im Vorfeld uneins, ob sie ihre Schätzungen nicht nur auf eine weitere senkt. Vor allem die Begründung sorge für Unsicherheit. So haben die Notenbanker eine sich abschwächende Wirtschaft als Hauptgrund genannt. Vor diesem Hintergrund dürften Investoren umso gespannter am Morgen auf die SNB warten und wie sie das wirtschaftliche Umfeld einschätzt.

Nach dem Zinsentscheid des Fed und vor allem den gekappten Projektionen des Fed sollten Investoren den Finanzsektor im Blick behalten. In den USA waren am Mittwoch die Renditen der zehnjährigen Treasuries auf den tiefsten Stand seit einem Jahr abgesunken.

Im SMI deutlicher fallen unter den 20-SMI-Titel auch die SGS-Aktien (-1,8 Prozent). Goldman Sachs hat Rating und Kursziel gekappt. Viele der positiven Aspekte seien bereits im Kurs enthalten.

Zu den wenigen Gewinnern am breiten Markt zählen Halbleiter- und Technologiewerte wie AMS (+0,6 Prozent), Temenos (+0,2 Prozent) und VAT (+0,1 Prozent), die Händler verweisen auf die Branchenvorgaben aus Asien. Der Chiphersteller Micron habe dort mit seinen jüngsten Aussagen für Hoffnung gesorgt.

Die Aktie von Solarspezialist Meyer Burger hingegen fällt nach Zahlen um fast 7 Prozent.  Bei Zur Rose sorgt die Zahlenvorlage für einen Kursrückgang von 4,3 Prozent. 

 

 

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08:30

Anleger in Asien haben nach dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Donnerstag Vorsicht walten lassen. Zwar werde die Zinspause für 2019 positiv bewertet, sagten Analysten. Die Gründe dafür riefen jedoch Besorgnis hervor. "Die Fed versucht, eine weiche Landung zu bewerkstelligen. Am Markt kommt jedoch an, dass sich die Situation sehr schnell ziemlich abgeschwächt hat", sagte Greg McKenna, Marktstratege beim Handelshaus McKenna Macro. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,25 Prozent. An der Börse in Japan wurde wegen eines Feiertags nicht gehandelt. In China lagen die Börsen bis zu 0,5 Prozent höher.

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08:25

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag nach deutlichen Gewinnen vom Vortag nur wenig bewegt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 68,63 US-Dollar. Das waren 13 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel hingegen geringfügig um zwei Cent auf 60,21 Dollar.

Am Mittwoch waren die Ölpreise nach einem überraschenden Rückgang der US-Ölreserven kräftig gestiegen. Das amerikanische Energieministerium hatte einen deutlichen Rückgang der Rohölbestände in der vergangenen Wochen gemeldet. Es war der stärkste Rückgang seit Juli 2018.

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08:06

Der Swiss Market Inex (SMI) wird von der Bank Julius Bär vorbörslich bei 9445 Punkten (-0,2 Prozent) berechnet. Angesichts der trüberen Konjunkturbeurteilung der US-Notenbank Fed dürften Anleger am Schweizer Aktienmarkt zunächst die Füsse stillhalten. Die Fed will dieses Jahr die Zinsen nicht mehr erhöhen. Die US-Börsen hatten darauf gemischt reagiert.

Das grösste Minus verzeichnen Credit Suisse (-0,8 Prozent), Julius Bär (-0,6 Prozent) und UBS (-0,9 Prozent). Die Bankaktien standen schon am Mittwoch unter Druck, weil sich UBS-Chef Sergio Ermotti angesichts eines schwachen Jahresstars pessimistischer zu den Gewinnzielen für das laufende Jahr geäussert hatte.

Die drei Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche stehen vorbörslich nur knapp im Minus. SGS werden mit Dividendenabschlag (-1,8 Prozent) gehandelt. Am breiten Markt fallen AMS (+0,4 Prozent), Aryzta (+0,2 Prozent), Comet (+0,9 Prozent), Inficon (+1,2 Prozent), Temenos (+0,4 Prozent), VAT (+1,7 Prozent) gegen den Trend positiv auf. Im Laufe des Tages werden zahlreiche US-Konjunkturdaten veröffentlicht, wie unter anderem die Frühindikatoren, das Verbrauchervertrauen und der Philly-Fed-Konjunkturindex.

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07:40

Der Euro hat am Donnerstag die starken Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar vom Vorabend nach geldpolitischen Beschlüssen der US-Notenbank Fed gehalten. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1419 US-Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am späten Vorabend. Die Entscheidung hatte den US-Dollar belastet, was sich auch gegenüber dem Franken zeigt. Aktuell kostet ein US-Dollar 0,9916 Franken und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Derweil hält der Euro zum Franken bei 1,1322 in etwa sein Niveau vom Vortag.

Am Vorabend hatten die US-Währungshüter signalisiert, dass es im laufenden Jahr keine weitere Zinserhöhung in USA geben wird. Ausserdem will die Notenbank das Abschmelzen ihrer billionenschweren Bilanz stoppen.

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06:40

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor 0,25 Prozent. An der Börse in Japan wurde wegen eines Feiertags nicht gehandelt. "Die Fed versucht, eine weiche Landung zu bewerkstelligen. Am Markt kommt jedoch an, dass sich die Situation sehr schnell ziemlich abgeschwächt hat", sagte Greg McKenna, Marktstratege bei McKenna Macro. Die Fed will in diesem Jahr wegen der unsicheren Konjunkturaussichten die Füsse stillhalten und dieses Jahr die Zinsen nicht mehr erhöhen.

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06:36

Der Euro notierte im fernöstlichen Devisenhandel etwas höher bei 1,1423 Dollar. Zur japanischen Währung lag die US-Devise etwas niedriger bei 110,46 Yen.