+++Börsen-Ticker+++ - Dow erklimmt Rekord - Tech-Werte fallen weiter

Die Standardwerte an der Wall Street haben am Montag ihre Rekordjagd wieder aufgenommen.
03.07.2017 22:53
Die Trader an der Wall Street freuen sich.
Die Trader an der Wall Street freuen sich.
Bild: Bloomberg

20:00

Angetrieben vom weiter steigenden Ölpreis und guten Stimmungsdaten aus der US-Industrie erreichte der Leitindex Dow Jones Industrial im Tagesverlauf eine Bestmarke bei 21 562 Punkten, liess dann aber einen Teil seiner Gewinne wieder liegen. Letztlich beendete er den verkürzten Handel 0,61 Prozent höher bei 21 479,27 Zählern. Vor dem Unabhängigkeitstag in den USA ertönten die Schlussglocken bereits um 19 Uhr europäischer Zeit.

Zu den marktbreiten Favoriten der Anleger gehörten am Montag die Finanzwerte: Goldman Sachs führten den Dow mit einem Plus von 2,4 Prozent an, während weitere Branchenwerte wie JPMorgan , Bank of America oder Citigroup Aufschläge zwischen 1,4 und 2,1 Prozent verbuchten. 

Zu den weiteren Favoriten im Dow zählten Ölwerte wie Chevron und ExxonMobil mit Aufschlägen von 1,9 und 1,7 Prozent. Sie profitierten damit vom gestiegenen Ölpreis, der auch marktbreit als zusätzliche Stütze bei Aktien angesehen wurde.

Den ausführlichen US-Bericht lesen Sie hier.

+++

17:45

Am ersten Handelstag im zweiten Halbjahr steigt der SMI wieder auf über 9000 Punkte. Am besten lagen die beiden Grossbanken im Rennen.

Die Schweizer Börse ist mit Kursgewinnen auf breiter Front ins zweite Halbjahr gestartet. Gefragt waren vor allem Finanzwerte. Auch der zum Semesterstart üblicherweise erhöhte Investitionsbedarf ermutigte die Anleger zu Käufen von Beteiligungspapieren.

Der SMI schliesst mit einem deutlichen Plus von 1,2 Prozent bei 9010 Punkten. Die Grossbanken UBS (+3,4 Prozent) und Credit Suisse (+3,3 Prozent) führen das Feld an. Vom guten Umfeld für Finanzaktien profitieren genauso Julius Bär (+2,8 Prozent), Swiss Re (+1,7 Prozent), Swiss Life (+2,8 Prozent) und Zurich (+2 Prozent). Auch die Zykliker ABB (+1,2 Prozent) und LafargeHolcim (+2,7 Prozent) erfahren deutliche Steigerungen.

Die Aktien von Nestlé rückten 0,3 Prozent vor. Mit Kursgewinnen von rund einem Prozent hinkten dafür die die beiden anderen als krisensicher geltenden Indexschwergewichte Novartis und Roche dem Markt hinterher. Die einzige SMI-Aktie im Minus ist Geberit, die allerdings nur um 0,05 Prozent nachlässt (zu den Schlusskursen an der Schweizer Börse).

Das Geschäft verlief allerdings in ruhigen Bahnen, die Umsätze waren unterdurchschnittlich. Am Tag vor Unabhängigkeits-Feiertag in den USA schliesst die Wall Street früher als üblich.

+++

16:10

Das ist der tiefste Stand seit Mitte Mai. Auch Silber, das wegen seines geringeren Wertes gerne als "Gold des kleinen Mannes" bezeichnet wird, gab im Wert weiter nach. Prozentual war der Rückgang sogar stärker als bei Gold.

Seit einigen Wochen geben die Preise für die Edelmetalle Gold und Silber im Trend nach, verstärkt in der vergangenen Woche. Auslöser sind vor allem Spekulationen auf eine absehbar straffere Geldpolitik in mehreren Ländern und Regionen, darunter der Euroraum und Grossbritannien. An den Kapitalmärkten sind die Zinsen deshalb schon spürbar gestiegen, was zinslose Anlagen wie Gold unattraktiver werden lässt. Am Montag lastete zudem die gute Börsenstimmung auf Gold, das auch als "Krisenwährung" bezeichnet wird.

+++

16:03

Das Auf und Ab am Ölmarkt geht weiter – die Preise legen nach dem Rücksetzer am Morgen wieder zu. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um rund ein Prozent auf 49,30 Dollar je Barrel (159 Liter) und kostet damit wieder so viel wie Anfang Juni.

Als ein Grund für den Preisanstieg gilt der Rückgang der US-Ölproduktion im April. Zudem war die Zahl der Ölbohrungen vorige Woche gesunken.

"Die Stimmung hat sich gedreht, und ich denke, die Preise werden für einige Zeit noch anziehen", sagte ein Händler. Ob das allerdings nachhaltig sei, bleibe abzuwarten. Seit Jahresbeginn hat Brent 14 Prozent nachgegeben. Denn trotz der Beschlüsse der Opec für die Förderbremse und der zuletzt rückläufigen US-Förderung bleibt das Überangebot am Markt bestehen. "Bei der gegenwärtigen Produktionsmenge wird es der OPEC nicht mehr gelingen, den Lagerüberhang bis zum Jahresende vollständig abzubauen", schrieben die Analysten der Commerzbank. Vom Rückgang der Ölbohrungen in der vergangenen Woche in den USA auf eine Trendwende zu schliessen, sei zu früh.

+++

15:45

Die US-Börsen sind mit Kursgewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Wegen des bevorstehenden Feiertags dürfte der Handel allerdings mau ausfallen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,4 Prozent im Plus bei 21.443 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,5 Prozent auf 2435 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 0,3 Prozent auf 6159 Stellen. Bei den Einzelwerten war Tesla gefragt, nachdem der Elektroautobauer angekündigt hat, das Model 3 am 28. Juli an die ersten 30 Kunden zu übergeben. Die Aktie legte 1,6 Prozent zu. Der neue Wagen soll den Weg in die Massenproduktion ebnen.

Bank of America-Aktien gewannen 1,2 Prozent. Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway zog eine Option zum Kauf von 700 Millionen Aktien der Bank und stieg damit zum grössten Aktionär auf.

+++

14:16

Die Ölpreise rutschen wieder etwas ab. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete im Mittagshandel 48,64 US-Dollar. Das waren 14 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 4 Cent auf 46,00 Dollar.

Die Kursausschläge hielten sich in engen Grenzen. Zuletzt hatte sich am Ölmarkt ein Trendwende angedeutet. Seit anderthalb Wochen legten die Ölpreise in der Tendenz zu. Ein Indiz für einen Stimmungsumschwung sieht die Commerzbank in den deutlichen Kursgewinnen am Freitag. Diese seien zustande gekommen, obwohl die Opec-Produktion im Juni deutlich gestiegen sei.

+++

12:40

Für den Schweizer Aktienmarkt ist der Start in die zweite Jahreshälfte geglückt. Nach einem freundlichen Start baut der Leitindex SMI seine Gewinne bis zum Mittag noch etwas aus und nimmt die 9'000er-Marke ins Visier. In dem aktuellen Umfeld sorgen laut Händler vor allem die Banken für Rückenwind. Sie profitieren von den zuletzt angezogenen Renditen an den Bondmärkten. Auslöser dafür wiederum waren Zentralbanken wie die EZB, die Bank of England und auch die kanadische Notenbank, die allesamt eine weniger expansive Geldpolitik anzustreben scheinen. Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 12.10 Uhr 0,76% höher bei 8'974,34 Punkten und damit knapp unter dem bisherigen Tageshoch bei 8'980,21 Zählern.

Mit überdurchschnittlichen Kursgewinnen stehen nach wie vor die Aktien von Dufry (+1,3%) im Fokus.

Von den drei Schwergewichten bewegen sich Roche (+0,8%) und Novartis (+0,5%) und Nestlé (unverändert) kommen unterschiedliche Signale.

Den ausführlichen Mittagsbörsen-Bericht lesen Sie hier.

+++

12:15

Die Zulassung des neuen Models 3 von Tesla gibt den Aktien des Eletroautobauers Auftrieb. Sie steigen an der Wall Street im vorbörslichen Handel um drei Prozent auf 372,25 Dollar. Firmenchef Elon Musk twitterte, Tesla werde ab Dezember voraussichtlich jeden Monat 20.000 Fahrzeuge des Modells 3 herstellen.

+++

10:15

Der Schweizer Aktienmarkt knüpft mit dem Start ins zweite Semester 2017 an den Trend der ersten sechs Monate an und legt zu.   Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 09.30 Uhr 0,58% höher bei 8'958,59 Punkten.

Zu den grössten Gewinnern zählen erneut die Anteilsscheine der beiden Grossbanken Credit Suisse (+1,7%) und UBS (+1,5%). Die Aktien von Dufry (+0,7%) geben innerhalb der ersten halben Handelsstunde einen Teil ihres anfänglichen Gewinns wieder zwar ab, steigen aber immer noch stärker als der Markt.

Im breiten Markt machten auf Nachrichtenseite vor allem die Industriekonzerne Schweiter (+1,9%) und Rieter (+3,2%) von sich reden. Die deutlichsten Kurszuwächse verzeichnen aber die Aktien von Wisekey (+17,5%) und dem Neuling Idorsia (+7,7%).

Den ausführlichen Bericht zur Börseneröffnung lesen Sie hier.

+++

09:10

Die Schweizer Börse startet mit schönen Gewinnen ins zweite Halbjahr. Der Swiss Market Index steigt im frühen Handel um 0,5 Prozent auf 8950 Punkte. Alle 20 SMI-Aktien liegen im Plus. Die Aktie der Credit Suisse ist mit einem Gewinn von 1,6 Prozent die beste SMI-Aktie. Konkurrentin UBS legt 0,9 Prozent zu. Die beiden Aktien hatten in der Vorwoche gegen den insgesamt schwächeren Markttrend zulegen können. Sie profitierten von einer insgesamt guten Stimmung gegenüber dem Bankensektor.

Im breiten Markt stechen mitunter die Aktien von Dufry (plus 1,4 Prozent) hervor. Am Markt wird auf mögliche Bewegungen im chinesischen Duty-Free-Markt verwiesen, die auch den Schweizer Konzern betreffen könnten. Höhere Kurse gibt es bei den Maschinenbauern Reiter und Schweiter (beide plus 1,5 Prozent). Rieter übernimmt das Textilmaschinengeschäft von Schweiter für 124,2 Millionen Franken. Auch der Bauausstatter Arbonia (plus 1,4 Prozent) profitiert von einem Verkauf. Die aus der Condecta Gruppe, der Anbieterin von Schnellmontagekränen, Raumsystemen und Kunststoff-Sanitärtoiletten bestehende Division Industriedienstleistungen soll verkauft werden. Die Aktie von Wisekey steigt nach der Bekanntgabe der Ersthalbjahreszahlen um 7 Prozent.

Der Messtechnikhersteller Landis+Gyr will noch im dritten Quartal an die Börse. Die derzeitigen Aktionäre, der angeschlagene japanische Technologiekonzern Toshiba und die staatsnahe Innovation Network Corporation of Japan, würden beim Börsengang voraussichtlich ihre gesamten Anteile veräussern.

+++

08:30

Die Börsen in Asien haben den Handel beendet und sich zum Wochenauftakt uneinheitlich gezeigt. In Japan schloss der Nikkei am Montag 0,1 Prozent im Plus bei 20'055 Punkten, gestützt von einem Konjunkturbericht der japanischen Notenbank. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans ging dagegen etwas zurück, die Börse in Shanghai lag unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen verlor 0,4 Prozent.

+++

08:10

Der Swiss Market Index wird am Montag vorbörslich minim, das heisst 0,09 Prozent, höher indiziert. Die Aktie von Adecco legt mit 0,48 Prozent am deutlichsten zu. Viele Konjunkturdaten halten Anleger zu Wochenbeginn auf Trab. Auf dem Terminplan stehen unter anderem die Barometer für die Stimmung der Einkaufsmanager aus Deutschland und den USA. Unabhängig davon schließt die Wall Street vorzeitig um 19.00 Uhr MESZ - wegen des US-Unabhängigkeitstages am Dienstag.

An der Wall Street schloss der Dow Jones am Freitag 0,3 Prozent höher bei 21.349 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 0,2 Prozent auf 2423 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich dagegen um 0,1 Prozent auf 6140 Punkte.

+++

07:25

Der Euro steigt am Montagmorgen bis auf 1,0957 Franken. Das ist der höchste Stand seit dem 10. Mai. Damit setzt der Euro seinen Höhenflug fort, nachdem sich in den letzten Wochen der Eindruck verfestigt hat, dass die Europäische Zentralbank wohl nicht mehr lange an ihrer ultralockeren Geldpolitik festhalten wird. 

+++

07:22

Die Ölpreise haben am Montag an ihre Kursgewinne aus der vergangenen Woche angeknüpft. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 48,88 US-Dollar. Das waren 0,23 Prozent mehr als am Freitag. 

+++

06:30

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag am Montagvormittag 0,27 Prozent leicht im Plus bei 20'088 Punkten. Der jüngste Tankan-Bericht der japanischen Notenbank zeigte eine bessere Stimmung in den Industriebetrieben, was sich aber auf den Aktienmarkt kaum auswirkte. Auch die Stadtratswahl in Tokio, bei der die Liberaldemokraten von Ministerpräsident Shinzo Abe eine historische Niederlage erfuhren, dürfte nach Einschätzung von Analysten kaum Einfluss auf die Märkte haben. 

Der Euro zeigte sich wenig verändert. Ein Euro wurde mit 1,1417 Dollar bewertet. Der Dollar wurde mit 112,25 Yen gehandelt. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0948 und zum Dollar mit 0,9587.

(cash/AWP/Reuters)