+++Börsen-Ticker+++ - Dow erstmals über 25'000 - Trump spricht schon von 30'000

An der Wall Street geht der Gipfelsturm weiter: Die grossen Indizes markierten am Donnerstag neue Bestmarken.
04.01.2018 22:34
Trader an der Wall Street: Die Kurse erklimmen Rekordhöhen.
Trader an der Wall Street: Die Kurse erklimmen Rekordhöhen.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow Jones schloss 0,6 Prozent höher auf 25'075 Punkten und notierte damit erstmals über der 25'000-Punkte-Marke. US-Präsident Donald Trump schraubte die Erwartungen umgehend noch höher: "Ich glaube, unsere neue Nummer ist 30'000." Der S&P500 legte 0,4 Prozent auf 2723 Zähler zu. Der Nasdaq-Composite stieg um 0,2 Prozent auf 7077 Punkte.

Der Dow hatte erst vor knapp einem Jahr die Hürde von 20'000 Punkten genommen - wenige Tage nach der Amtseinführung von Trump, der damals milliardenschwere Konjunkturprogramme und eine Deregulierung der Banken angekündigt hatte.

Unterstützt wurde die gute Stimmung am Donnerstag vom überraschend starken Stellenzuwachs in der US-Privatwirtschaft. Gebremst wurde der Dow allerdings durch Intel. Die Titel des Chip-Weltmarktführers fielen um 1,8 Prozent, nachdem sie am Mittwoch schon 3,4 Prozent verloren hatten. Ein von Intel seit Jahren verkaufter Mikroprozessor hat eine Sicherheitslücke, die es Hackern ermöglichen kann, Passwörter auszulesen.

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17:30

Der Aufwärtstrend an der Schweizer Börse hält an. Der SMI stieg am zweiten Tag im neuen Jahr erstmals seit August 2015 wieder über die mehr psychologisch als technisch wichtige Marke von 9500 Punkten bis auf 9520 Zähler.

Zuletzt notierte der SMI  um 0,3 Prozent höher auf 9509 Zählern. Das Rekordhoch von 9548 Punkten stammt vom 4. Juni 2007. Der umfassende SPI erreichte dagegen bei 10'893 Zählern einen neuen Höchststand.

Die Konjunkturhoffnungen heizten die Nachfrage vor allem nach Aktien zyklischer Firmen an. Von den 20 Bluechips notierten 17 fester. Dabei reihten sich die Titel des Zementherstellers LafargeHolcim, des Personalvermittlers Adecco, der Bauchemiefirma Sika und des Inspektionskonzerns SGS mit Kursgewinnen von einem Prozent und mehr in die Spitzengruppe. Aktien der Banken Credit Suisse, Julius Bär und UBS legten zu. Gefragt waren auch die Versicherer Swiss Life, Swiss Re und Zurich.

Ein wenig gebremst wurde der Anstieg durch die Kursschwäche der als wenig konjunktursensitiv geltenden Schwergewichte Novartis und Nestle sowie des Pharmazulieferers Lonza.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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16:04

Der Euro steigt auf 1,2086 Dollar und notiert damit so hoch wie zuletzt Anfang September. Die psychologisch und technisch wichtige 1,21-Dollar-Marke rückt damit immer näher. Über 1,21 Dollar hat die Gemeinschaftswährung zuletzt am ersten Handelstag 2015 gelegen. Danach ging es mit dem Euro im Zuge des Beginns der EZB-Anleihekäufe rasant nach unten.

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15:36

Der Dow Jones stieg um 0,5 Prozent auf über 25'042 Punkte und notierte damit erstmals über der 25'000-Punkte-Marke. "Wir nehmen diese wichtigen Hürden immer zügiger", sagte ein Händler. Der S&P500 legte 0,4 Prozent auf die neue Rekordmarke von mehr als 2722 Zähler zu. Der Nasdaq-Composite stieg um 0,5 Prozent auf 7098 Punkte.

Unterstützt wurde die gute Stimmung vom überraschend starken Stellenzuwachs in der US-Privatwirtschaft. Dem Personaldienstleister ADP zufolge stellten die Firmen mit insgesamt 250'000 Mitarbeitern mehr Personal ein als erwartet. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von nur 190'000 gerechnet. Es war der größte monatliche Zuwachs seit März.

Gebremst wurde der Dow allerdings durch Intel. Die Titel des Chip-Weltmarktführers fielen um vier Prozent, nachdem sie am Mittwoch schon 3,4 Prozent verloren hatten. Ein von Intel seit Jahren verkaufter Mikroprozessor hat eine Sicherheitslücke, die es Hackern ermöglichen kann, Passwörter auszulesen. Auch Chips des Rivalen AMD bergen laut Experten Risiken. AMD setzten aber ihren Aufwärtstrend vom fort und gewannen sechs Prozent, nachdem sie am Mittwoch schon 5,2 Prozent gewonnen hatten.

Abwärts ging es auch mit Tesla: Der Elektroauto-Pionier enttäuschte Anleger mit seinen Absatzzahlen und weiteren Verzögerungen bei der Fertigung seines Hoffnungsträgers Model 3. Die Aktien verloren zwei Prozent.

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15:27

Kurz vor Handelsbeginn an der Wall Street liegt der Dax 1,6 Prozent im Plus bei 13'181 Punkte. Die US-Futures signalisieren Kursgewinne in New York von 0,4 Prozent. Der Dow Jones könnte erstmals über die Marke von 25'000 Zähler steigen. Nach den ADP-Zahlen haben die Aktienkurse kontinuierlich zugelegt. Der Euro verharrt bei 1,2065 Dollar.

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13:56

Die Ölpreise haben am Donnerstagmittag einen Teil ihrer Gewinne aus dem frühen Handel abgegeben. Wegen der Iran-Krise bleiben sie dennoch auf einem hohen Niveau. Im Vergleich zum Vortag stieg der Barrelpreis (159 Liter) der Nordseesorte Brent um 13 Cent auf 67,97 Dollar. Brent-Öl stieg am Morgen zeitweise bis auf 68,27 Dollar und war damit so teuer wie seit 2015 nicht mehr. Die amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar kam zuletzt auf einen Preis von 61,93 Dollar und war damit 30 Cent teurer als am Vortag.

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12:45

Die kurz nach Handelsstart erstmals seit August 2015 überschrittene Marke von 9'500 Punkten hat der Leitindex SMI im Verlauf des Vormittags wieder preisgegeben. Angesichts der starken Vorgaben aus Übersee präsentiere sich die Stimmung der Investoren insgesamt aber gut, hiess es am Markt. Der Swiss Market Index (SMI) steht um 12.00 Uhr 0,06% höher bei 9'484,48 Punkten, wobei der SMI kurz nach Handelsbeginn ein Mehrjahreshoch von 9'515 Punkten markiert hat.

Kursaufschläge gibt es im SMI/SLI vor allem für zyklische Titel und Finanzwerte. Die stärksten Gewinne entfallen dabei auf die Aktien des Zementherstellers LafargeHolcim (+1,6%) sowie des Personalvermittlers Adecco (+1,2%), zudem ziehen auch die Aktien des Liftbauers Schindler (+0,8%) und des Warenprüfkonzerns SGS (+0,7%) deutlich an.

Bei Bankenwerten legen vor allem die Titel der Privatbank Julius Bär (+1,2%) und des Asset Managers Partners Group (+0,7%) zu, aber auch die Grossbankenwerte CS (+0,7%) und UBS (+0,6%) notieren deutlich im Plus.

Belastet wird der Gesamtmarkt auf der Gegenseite vor allem von Abgaben der SMI-Schwergewichte Nestlé (-0,4%) und Novartis (-0,5%), während sich Roche (+0,04%) knapp im Plus halten.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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11:27

Die Hoffnung auf ein anhaltendes Wachstum der Weltwirtschaft versetzt Aktienanleger in Kauflaune. Dax und EuroStoxx50 stiegen am Donnerstag um jeweils ein Prozent auf 13'102 und 3546 Punkte. Damit steuern beide Indizes auf die stärkste Jahresauftaktwoche seit 2013 zu. Der MSCI-Weltindex markierte mit 521,40 Zählern sogar den sechsten Tag in Folge ein Rekordhoch.

"Funken des Rekordrauschs an der Wall Street springen auf das Frankfurter Börsenparkett über", sagte Timo Emden, Deutschland-Chef des Online-Brokers DailyFX. Der US-Standardwerteindex Dow Jones hatte am Mittwoch mit 24.941,92 Zählern eine neue Bestmarke gesetzt.

Kopfzerbrechen bereiteten Börsianer die am Mittwochabend veröffentlichten Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung. Die Rabobank-Experten interpretierten die Mitschriften als Hinweis auf zwei statt der von der US-Notenbank offiziell signalisierten drei Zinserhöhungen 2018. Diese Einschätzung sei aber verfrüht, sagte Analyst Dirk Gojny von der Essener National-Bank. Schliesslich seien die Auswirkungen der US-Steuerreform in den Konjunkturprognosen der Notenbanker noch nicht berücksichtigt, weil Details zum Zeitpunkt der Fed-Sitzung noch nicht bekannt waren. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, gab einen Teil seiner Gewinne vom Mittwoch wieder ab und verlor 0,2 Prozent. Der Euro verteuerte sich im Gegenzug auf 1,2041 Dollar.

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09:15

Der Schweizer Aktienmarkt startet am Donnerstag erneut positiv in den Handelstag. Er profitiert von guten Vorgabven aus Fernost und den USA. Der Swiss Market Index steht nach Handelseröffnung 0,33 Prozent höher bei 9510 Punkten. Der Rekord des SMI aus dem Jahr 2007 liegt bei 9548 Punkten.

An der Wall Street hatte sich die Rekordjagd am Vorabend fortgesetzt, wobei vor allem gute Konjunkturzahlen aus den USA für gute Stimmung unter den Investoren sorgten. Auch die asiatischen Börsen haben in der Nacht auf Donnerstag nach guten Wirtschaftsdaten aus China mehrheitlich zugelegt, vor allem der japanische Nikkei-Index hat das neue Jahr mit einem sehr deutlichen Anstieg begonnen.

Klare Avancen zeigen einige zyklische Werte wie ABB (plus 0,7 Prozent) und die bereits am Vortag festen Adecco (plus 0,9 Prozent) sowie die Titel des Bauchemiekonzerns Sika (plus 0,4 Prozent).

Bei den Grossbankenwerten präsentieren CS (plus 0,9 Prozent) fester als die UBS (plus 0,3 Prozent). Auch die Versicherer Swiss Re und Zurich (je plus 0,2 Prozent) zeigen sich im Marktschnitt. Die Deutsche Bank hat in einer Sektorstudie das Zurich-Rating trotz einem angehobenen Kursziel auf "Hold" belassen. Insgesamt seien Versicherer für das laufende Jahr aber gut positioniert, meinen die Experten des deutschen Finanzinstituts.

Bei den Pharmatiteln legen Novartis (plus 0,2 Prozent) zu. Der Pharmakonzern hat vorbörslich die Gewährung "Therapiedurchbruch"-Status für das Anämie-Medikament Promacta durch die US-Gesundheitsbehörde FDA vermeldet. Das Aktienresearch von Bernstein lobt zudem in einer Pharmastudie Novartis als einen "Top Pick" - das Unternehmen verfüge etwa über eine volle Pipeline, einen neuen sympathischen CEO und sei vernünftig bewertet. Die Bewertung bleibt bei "Outperform".

Ebenfalls weiterhin mit "Outperform" stuft Bernstein die Roche-Genussscheine (plus 0,4 Prozent) ein, dies allerdings mit "gemischten Gefühlen": Roche sei zwar eines der besten Forschungsunternehmen, allerdings wiegen für die Analysten die Risiken durch Biosimilars schwer. Die Pipeline des Pharmakonzerns müsse deshalb noch mehr liefern als bisher.

Avancen gibt es für die Titel von Vifor Pharma (plus 0,2 Prozent). Die Europäischen Behörden haben das Zulassungsgesuch des Gemeinschaftsunternehmens Vifor Fresenius und ChemoCentryx für das Nierenmedikament Avacopan nun zur Prüfung zugelassen, wie das Unternehmen am Morgen mitteilte.

Im Plus notieren vorbörslich zudem die Aktien des Stromzählerproduzenten Landis+Gyr (0,2 Prozent). Dieser hat am Morgen einen Auftrag aus den USA vermeldet, der etwa die Lieferung von 450'000 FOKUS AX-SD-Stromzählern und rund 326'000 Zwei-Wege-Gasmodulen einschliesst.

Die Aktie vom AMS verliert 0,5 Prozent. Hier der Grund dazu: 

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09:00

An den asiatischen Börsen ist der Handel beendet, die Stimmung ist angesichts von Rekordkursen an der Wall Street und guten globalen Wirtschaftsperspektiven weiter gut. Der japanische Nikkei 225 legte um satte 3,26 Prozent auf 23 506,33 Punkte zu, wobei in der Sektorbetrachtung die Energie- und IT-Branchen mit Aufschlägen von mehr als 4 Prozent die grössten Kursgewinne einfuhren. Der Leitindex verbuchte so gleich zu Jahresbeginn den grössten Tagesgewinn seit 2016. Er stieg auf den höchsten Stand seit Anfang der 1990er-Jahre und knüpfte nahtlos an das positive Jahr 2017 an. Dieses hatte er mit einem Plus von 19 Prozent beendet - es war das sechste Jahr mit einem Plus in Folge.

An den anderen wichtigen Märkten in Asien, wo schon seit einigen Tagen gehandelt wird, ging es am Donnerstag weiter nach oben. Der chinesische CSI 300 , der die 300 wichtigsten Werte aus Festland-China umfasst, kletterte um 0,42 Prozent auf 4128,81 Punkte. Mit dem dritten freundlichen Handelstag baute er sein Plus in diesem noch jungen Börsenjahr auf fast 2,5 Prozent aus.

Davon mitgetragen verbuchte auch der Hongkonger Hang Seng am Donnerstag ein weiteres Kursplus. Kurz vor Schluss stand er ein halbes Prozent höher bei 30 713,26 Punkten. Jahresübergreifend steuert er so auf den achten freundlichen Handelstag in Folge zu. Er bewegt sich weiter auf seinem höchsten Niveau seit 2007, als er bei knapp 32 000 Punkten seinen bisherigen Rekord geschrieben hatte.

In Australien blieb das Marktumfeld wie schon an den vergangenen Handelstagen zögerlicher. Der Leitindex ASX legte in Sydney nur knapp um 0,11 Prozent auf 6077,08 Punkte zu.

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08:10

Der Swiss Market Index wird im vorbörslichen Handel am Donnerstag 0,25 Prozent höher bei 9502 punkten indiziert. Der Rekord des SMI aus dem Jahr 2007 liegt bei 9548 Punkten. Die deutlichsten Avancen verzeichnen Sika (0,9 Prozent) und Novartis (0,5 Prozent). Am breiteren Markt legen Vifor (0,9 Prozent) und Landis+Gyr (1,2 Prozent) zu.

Investoren beschäftigten sich zunächst mit der Nachlese der am Mittwochabend veröffentlichten Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung. Die US-Notenbanker hätten sich darin nicht so pessimistisch wie von einigen befürchtet über den konjunkturellen Nutzen der US-Steuerreform geäussert, sagte Masafumi Yamamoto, Chef-Devisenstratege des Brokerhauses Mizuho. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, behauptete seine Gewinne vom Mittwoch weitgehend und notierte bei 92,091 Zählern.

Daneben richten Börsianer ihre Aufmerksamkeit auf die US-Beschäftigtenzahlen der privaten Arbeitsagentur ADP. Sie geben einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag, die für die Fed-Geldpolitik wichtig sind. 

An der Wall Street hatten die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland etwas zugelegt. Der Dow Jones beendete die Sitzung am Mittwoch 0,4 Prozent und der Nasdaq 0,8 Prozent höher. Der S&P 500 stieg um 0,6 Prozent.

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07:20

Die politische Krise im Iran treibt die Ölpreise weiter an. Am Donnerstag bauten die Preise im frühen Handel ihre deutlichen Gewinne vom Mittwoch aus - der für die Weltwirtschaft wichtige Rohstoff ist damit so teuer wie seit 2015 nicht mehr und läuft auf ein Hoch seit Ende 2014 zu. Jüngster Kurstreiber ist die Protestwelle im wichtigen Ölförderland Iran.

So kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März zuletzt 68,12 Dollar und damit 28 Cent mehr als am Mittwoch. Im Vergleich zum Tiefstand des vergangenen Jahres aus dem Sommer von 44,35 Dollar beträgt der Anstieg damit schon etwas mehr als 50 Prozent. Anfang 2016 hatte ein Barrel der Sorte Brent zeitweise sogar weniger als 30 Dollar gekostet.

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06:30

Gute Arbeitsmarktdaten aus Deutschland sowie positive Zahlen von der US-Industrie und den chinesischen Dienstleistern ermutigten die Anleger in Asien. Kräftig legte vor allem die Tokioter Börse zu, die an ihrem ersten Handelstag im neuen Jahr noch Nachholbedarf hatte. Der japanische Leitindex Nikkei klettert 3 Prozent auf 23'443 Punkte. Exportwerte wie der Autobauer Honda waren mit einem Aufschlag von 2,5 Prozent besonders gefragt.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans notierte 0,1 Prozent höher und robbte sich weiter an sein Allzeithoch vom Jahr 2007 heran. Die chinesische Börse in Shanghai und der Markt in Hongkong lagen je rund 0,4 Prozent höher.

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Der Euro bewegte sich am Devisenmarkt in Fernost kaum. Er trat bei 1,2015 Dollar auf der Stelle. Zum Franken notiert der Euro 0,5 Prozent höher bei 1,1755, der Dollar liegt kaum verändert bei 97,77 Rappen.

(cash/AWP/Reuters)