+++Börsen-Ticker+++ - Dow fester - Stresstest-Zuversicht bei Banken

Nach dem Rückschlag vom Vortag haben sich die Anleger an der Wall Street zur Wochenmitte wieder in Kauflaune gezeigt.
28.06.2017 22:51
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Bild: Bloomberg

22:45

Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 0,68 Prozent bei 21 454,61 Punkten und machte damit sein halbprozentiges Vortagesminus mehr als wett. Damit nähert sich der US-Leitindex wieder seiner in der Vorwoche erreichten Bestmarke von 21 535 Punkten.

Der marktbreite S&P-500-Index stieg am Mittwoch um 0,88 Prozent auf 2440,69 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,44 Prozent auf 5753,03 Punkte aufwärts, nachdem er am Dienstag um rund 1,8 Prozent abgesackt war. Dabei hatte die Anlegerskepsis über das aktuell recht hohe Bewertungsniveau der Technologiewerte belastet.

Bankenaktien profitierten von der Zuversicht der Anleger, dass die US-Geldhäuser auch den zweiten, breiter angelegten Teil der jährlichen Stresstests bestanden haben.

So gewannen die Aktien von JPMorgan und Goldman Sachs 2 beziehungsweise 1,3 Prozent und gehörten damit zu den Top-Werten im Dow. Die Papiere der Bank of America legten um 2,6 Prozent zu, jene der Citigroup befestigten sich um rund 1,5 Prozent.

Gut erholt von den deutlichen Vortagesverlusten präsentierten sich auch einige Technologie-Schwergewichte. So stiegen die Titel von Amazon um 1,4 Prozent, jene von Apple verteuerten sich um rund 1,5 Prozent. Facebook -Anteilsscheine rückten um 1,8 Prozent vor.

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17:30

Die Schweizer Börse hat sich am Mittwoch leicht abgeschwächt Dass der Markt nicht stärker abrutschte, war dem Index-Schwergewicht Nestle geschuldet.

Der SMI gab 0,04 Proznt auf 9070 Punkte nach. Die Nestle-Aktien stiegen um 1,1 Prozent.

Die ebenfalls schwergewichtigen Pharmawerte Novartis und Roche ermässigten sich um 0,9 beziehungsweise 0,4 Prozent. Die Idorsia-Aktien zogen weitere 4,8 Prozent an.

Bei den Finanzwerten stachen die Aktien der Grossbank UBS mit einem Kursgewinn von 1,6 Prozent heraus. Julius Bär verloren 0,2 Prozent vor und Credit Suisse stiegen um 0,4 Prozent.

Die schwache US-Devise trübe die Aussichten für die Exportindustrie, sagten Händler. Zudem hinterfragten manche Anleger das hohe Kursniveau der US-Technologiewerte. Auch die Verschiebung der Abstimmung über die Gesundheitsreform im US-Senat verunsichere die Anleger. Ausserdem äusserten sich die Anleger verunsichert über die Geldpolitik der EZB.

Dass sich das Umfeld kurzfristig ändert, glaubten Händler nicht. "Es gibt mit Ausnahmen von Spezialsituationen wie Nestle keinen guten Grund zu kaufen", sagte ein Börsianer. Erst bei noch stärker fallenden Kurse dürften die Anleger wieder zugreifen.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

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15:45

Die US-Börsen sind am Mittwoch mit Kursaufschlägen in den Handel gestartet. Der Ausverkauf bei Technologieaktien sei abgeebbt, sagten Marktteilnehmer. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete 0,5 Prozent im Plus bei 21.423 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann ebenfalls 0,5 Prozent auf 2431 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,3 Prozent auf 6161 Stellen zu. Am Vortag hatten die Technologiewerte die Wall Street noch nach unten gezogen. Investoren hatten sich gesorgt, dass die Bewertungen in dem Sektor zu hoch sein könnten.

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13:20

EUR und USD zum Franken auf Mehrmonatshochs: Der Euro hat sich am Mittwoch in der Nähe seines höchsten Standes seit einem Jahr gehalten und auch der Franken notiert zum US-Dollar so fest wie zuletzt im August 2016. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1365 US-Dollar. Zuvor war sie mit 1,1388 Dollar auf den höchsten Stand seit dem Brexit-Votum vor gut einem Jahr gestiegen.

Der US-Dollar legte zum Franken ebenfalls weiter zu. Er stieg über die Marke von 0,96 CHF und geht am Mittag bei 0,9604 CHF um. Der Euro stieg gegenüber dem Franken im Verlauf des Morgens etwas an. Die Gemeinschaftswährung kostet am Mittwoch-Mittag 1,0915 CHF.

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12:50

Die Schweizer Börse hat sich am Mittwoch seitwärts bewegt. Dass der Markt den anderen europäische Handelsplätze nicht ins Minus folgte, ist dem Index-Schwergewicht Nestle geschuldet.

Der SMI notierte mit 9074 Punkten praktisch auf dem Vortagsniveau.

Negative Vorgaben aus den USA und aus Fernost sowie der nachgebende Dollar trübten die Stimmung, hiess es am Markt. 

Die Nestle-Aktien stiegen um 1,6 Prozent. Das SMI-Schwergewicht bewahrten den Index damit praktisch im Alleingang vor dem Abrutschen.

Die ebenfalls schwergewichtigen Pharmawerte Novartis und Roche ermässigten sich um jeweils 0,6 Prozent. Die Anteile von Idorsia zogen weitere 2,2 Prozent an. 

Bei den Finanzwerten stachen die Aktien der Grossbank UBS mit einem Kursgewinn von 1,2 Prozent heraus. Julius Bär rückten 0,7 Prozent vor und Credit Suisse machten anfängliche Einbussen nahezu wett.

Den ausführlichen Mittagsbörsenbericht lesen Sie hier. 

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11:06

Steigende US-Vorräte haben die Ölpreise am Mittwoch belastet. Die Nordseesorte Brent notierte bis zu 0,9 Prozent tiefer bei 46,25 Dollar je Barrel. Nachfolgend die vom American Petroleum Institute (API) ermittelten US-Öllagerbestände vom Mittwoch.

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10:36

Grosser GAM-Aktionär trennt sich von den Papieren. Jetzt ist bekannt, um wen es sich handelt: Investor Rudolf Bohli. Die Aktie gibt nach. Mehr dazu lesen Sie hier.

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10:20

Der Schweizer Aktienmarkt ist zur Wochenmitte kaum verändert in den Handel gestartet. Nestlé stehen dabei den dritten Tag in Folge im Rampenlicht. 

Am Dienstag nach Börsenschluss hatte der Konzern sein Strategie-Papier veröffentlicht. Demnach soll ein Aktienrückkaufprogramm kommende Woche starten. Ein grosser Teil der Transaktionen dürfte allerdings auf die Jahre 2019 und 2020 fallen. Damit wolle der Konzern genügend Geld frei halten für mögliche Zukäufe. Die Aktie legt 1,3 Prozent zu.

Die anderen beiden Schwergewichte, Novartis (-0,3%) und Roche (-0,2%) erweisen sich eher als Hemmschuhe für den Markt.

Besonders deutliche Abgaben verzeichnen vor allem Zykliker wie ABB (-1,6%), LafargeHolcim (-1,1%) und Sika (-1,0%).

Den ausführlichen Bericht zur Börseneröffnung lesen Sie hier.

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10:10

Die Aktien des Vermögensverwalters GAM haben den Handel am Mittwoch mit hohen Kursverlusten aufgenommen. Vorbörslich wurde bekannt, dass sich ein Aktionär von einem grösseren Aktienpaket getrennt haben soll. Wer der Verkäufer ist und vom wem die Valoren erworben worden sind, ist nicht bekannt.

Bis um 10.10 Uhr verlieren die GAM-Valoren 5,5% auf 12,85 CHF, während der Gesamtmarkt (SPI) 0,23% tiefer steht. Umgesetzt sind bis zu diesem Zeitpunkt rund mit rund 650'000 Aktien mehr als das gesamte Handelsvolumen an einem durchschnittlichen Handelstag.

Gemäss der Nachrichtenagentur Reuters hat vorbörslich ein Investor ein Paket von 4,73 Mio Aktien entsprechend 3% der ausstehenden Valoren platziert. Die Valoren sollen über die Credit Suisse als federführende Bank zum Preis von 13,15 CHF verkauft worden sein. GAM wollte auf Anfrage von AWP die Meldung nicht kommentieren.

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09:15

Der SMI fällt nach Handelsbegin leicht auf 9070 Punkte (-0,03 Prozent). Das Hauptthema am Markt ist erneut die weitere Zukunft von Nestlé (+1,3 Prozent). Am Dienstag nach Börsenschluss hatte der Konzern sein Strategie-Papier veröffentlicht. Demnach soll das Aktienrückkaufprogramm am 4. Juli starten. Ein grosser Teil der Transaktionen dürfte allerdings auf die Jahre 2019 und 2020 fallen. Damit wolle der Konzern genügend Geld frei halten für mögliche Zukäufe.

Analysten zeigen sich in ihren ersten Kommentaren vor allem überrascht - so schnell habe er nicht mit einer Reaktion von Nestlé gerechnet, heisst es vom Bernstein-Analysten. Grundsätzlich seien die Pläne zwar zu begrüssen, den meisten Experten fehlt jedoch eine Aussage über die Zukunft der L'Oréal-Beteiligung.

 

 

Unter den Blue Chips gibt es neben Nestlé und UBS (+0,25 Prozent) keine weiteren Gewinner. Das Gegenstück bilden unter den SMI-Werten die Aktien von Zyklikern wie ABB (-1,3 Prozent) Die Papiere von Adecco (-0,5 Prozent) und LafargeHolcim (-1 Prozent) folgen dichtauf.

Credit Suisse (-0,5 Prozent) hatten wie UBS an den vorangegangenen beiden Handelstagen von einer insgesamt guten Stimmung im Bankensektor profitiert. Dabei hatte die Staatsrettung zweier italienischer Regionalbanken gestützt. Abwärts geht es auch für die beiden anderen Schwergewichte Novartis (-0,7 Prozent) und Roche (-0,4 Prozent). Zum Vergleich: Novartis hatten alleine in der vergangenen Woche Kursgewinne von etwas mehr als 7 Prozent verbucht. Zum gestrigen Schlusskurs haben sie davon im bisherigen Wochenverlauf 1 Prozent wieder abgegeben.

Noch deutlicher fallen im breiten Markt die Aktien des Vermögensverwalters GAM (-3,7 Prozent). Im Handel heisst es, bei dem Unternehmen sei ein Aktionär ausgestiegen und das Paket von etwa 3 Prozent sei zu einem Preis von 13,15 CHF platziert worden (Schlusskurs Dienstag: 13,60 CHF).

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08:40

Am Devisenmarkt haben Spekulationen auf ein mögliches Ende der EZB-Geldflut den Euro weiter angetrieben. Die Gemeinschaftswährung legte am Mittwoch 0,3 Prozent zu auf 1,1366 Dollar und notierte damit so hoch wie seit Juni 2016 nicht mehr. EZB-Chef Mario Draghi hatte sich am Vortag optimistisch zur Konjunktur geäußert, was am Markt als eine gewachsene Bereitschaft der Europäischen Zentralbank zur Straffung der Geldpolitik gedeutet wurde.

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08:35

Nach schwachen Vorgaben von der Wall Street haben am Mittwoch die Aktienmärkte in Fernost mehrheitlich nachgegeben. Anleger zeigten sich verunsichert von der Entscheidung der Republikaner im US-Senat, ihre Abstimmung über einen Rückbau der Gesundheitsreform von Ex-Präsident Barack Obama zu verschieben. Das Vorhaben gilt unter Investoren auch als Hinweis dafür, ob Obamas Nachfolger Donald Trump in der Lage ist, die mit Spannung erwartete Steuerreform umzusetzen.

 

 

In Tokio büßte der Nikkei-Index 0,47 Prozent auf 20.130 Punkte ein. Insbesondere Technologiewerte lagen wie zuvor bereits in den USA im Minus. Auch an vielen anderen Börsen in der Region gaben die Kurse nach. Der MSCI-Index asiatischer Werte ohne Japan notierte rund 0,3 Prozent im Minus. Gegen den Trend zogen die Kurse in Australien an. Höhere Rohstoffpreise kamen vor allem Bergbaukonzernen zugute.

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08:20

Der SMI geht um 0,2 Prozent auf 9071 Punkte zurück. Die Banken und Zykliker lassen ziwschen 0,5 und 0,6 Prozent nach (zu den vorbörslichen SMI-Kursen). Einzig Nestlé hält den Rückgang des Leitindex' etwas: Nachdem die Konzernführung ein Aktienrückkaufprogramm lanciert hat, steigt die Aktie um 1,4 Prozent. Die Aktien der GAM Holding wurden vorbörslich um 3,4 Prozent tiefer indiziert. Bei dem Vermögensverwalter ist ein Aktionär ausgestiegen.

Nestlé nimmt US-Investor Wind aus den Segeln

Pläne von Nestlé provozieren unterschiedlichste Reaktionen

Die Vorgaben aus den USA sind eher schlecht: An der Wall Street trübte ein Kursrutsch bei Technologiewerten die Stimmung. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging 0,5 Prozent tiefer bei rund 21.311 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,8 Prozent auf 2419 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 1,6 Prozent auf rund 6147 Stellen.

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07:30

Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 46,54 US-Dollar und damit 11 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 19 Cent auf 44,05 Dollar.

 

 

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06:45

Der Standardwerte-Index Nikkei mit den 225 führenden Werten stieg anfangs um 0,2 Prozent auf 20'181 Punkte, drehte dann aber ins Minus. Aktuell liegt der Leitindex mit 20'156 Punkten um 0,3 Prozent im Minus. Gefragt waren zunächst vor allem Banken und Versicherer. Technologiewerte lagen dagegen nach schwachen Vorgaben aus den USA im Minus.

Der Euro legte im fernöstlichen Handel zum Dollar zu. Die europäische Einheitswährung kostete 1,1348 Dollar, nachdem EZB-Chef Mario Draghi angedeutet hat, dass die Tage der extrem lockeren Geldpolitik in Europa gezählt sind. Zum Yen fiel die US-Währung auf 112,08 Yen. Der Schweizer Franken notierte bei 0,9597 Franken je Dollar.

(cash/Reuters/AWP)