+++Börsen-Ticker+++ - Dow Jones klettert dritten Tag in Folge auf Rekordhoch

Die Rekordjagd an der Wall Street geht am Mittwoch mit angezogener Handbremse weiter.
04.10.2017 22:30
An der Wall Street in New York gehts seit Tagen nur aufwärts.
An der Wall Street in New York gehts seit Tagen nur aufwärts.
Bild: Pixabay

22:30

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legt 0,1 Prozent auf 22'661 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P 500 rückt ebenfalls 0,1 Prozent auf 2537 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöht sich um 0,04 Prozent auf 6534 Punkten. Alle drei Indizes markieren damit neue Höchststände. "Der Markt arbeitet sich in Erwartung der nahenden Bilanzsaison und in der Hoffnung auf eine US-Steuerreform langsam nach oben", sagt Rick Meckler, Chef des Vermögensverwalters Liberty View.

Positiv kam am Markt zudem an, dass US-Aussenminister Rex Tillerson einen Medienbericht über angebliche Rücktrittsgedanken zurückgewiesen hat. "Ich habe niemals in Erwägung gezogen, diesen Posten zu verlassen", sagte der Chefdiplomat auf einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz in Washington. Er stehe weiter fest hinter Präsident Donald Trump. Der Sender NBC hatte berichtet, Vizepräsident Mike Pence und andere Spitzenvertreter der Regierung hätten Tillerson im Juli überreden müssen, im Amt zu bleiben. Der Aussenminister habe wegen wachsender Spannungen mit Trump über einen Rücktritt nachgedacht. Auch habe er Trump einen "Trottel" genannt, hiess es.

Bei den Einzelwerten verlieh die Zulassung eines Nachahmerpräparats zur Behandlung von Multiple Sklerose Mylan-Aktien Flügel. Die Titel schiessen mehr als 16 Prozent in die Höhe, nachdem die US-Behörde FDA die Generika-Version von Copaxone, einem milliardenschweren Umsatzbringer des Rivalen Teva, zugelassen hat.

Die Aktien von Apple geben 0,6 Prozent nach. Ein Steuerfall des iPhone-Konzerns geht nun an den Europäischen Gerichtshof.

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17:45

Die Schweizer Börse hat nach Tagen steigender Kurse eine Pause eingelegt. Die angespannte Lage in Spanien habe die Investoren vorsichtiger gemacht.  "Eigentlich stehen die Ampeln auf Grün, aber wegen der ungewissen Entwicklung in Katalonien halten sich die Anleger lieber zurück", sagt ein Börsianer. Die Kaufbereitschaft habe merklich nachgelassen. Im Sog der fester startenden Wall Street machte der SMI zwischenzeitliche Verluste wett und notiert zum Börsenschluss mit 9284 Punkten unverändert zum Vortag. Kurz nach Börseneröffnung war der Leitindex noch auf ein Jahreshoch gestiegen.

In Spanien eskaliert der Machtkampf zwischen Madrider Zentral- und katalanischer Regionalregierung. König Felipe VI bezog am Dienstagabend in einem für das Staatsoberhaupt aussergewöhnlichen Schritt Stellung im Streit über die Unabhängigkeit Kataloniens und warf der Regionalregierung vor, den sozialen Frieden zu bedrohen und systematisch Gesetze zu missachten. Nur Stunden später kündigte der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont an, die Proklamation der Unabhängigkeit sei eine Frage von Tagen.

In der Schweiz stand Händlern zufolge EFG International im Mittelpunkt. Die Aktien steigen um 2,6 Prozent. Bei dem Vermögensverwalter gibt Joachim Straehle nach nicht einmal drei Jahren als Konzernchef seine Funktion bereits wieder ab. Einer mit der Sache vertrauten Person zufolge könnten gesundheitliche Probleme des knapp 60-Jährigen eine Rolle bei der Entscheidung gespielt haben. Nachfolger von Straehle wird Finanzchef Giorgio Pradelli. 

Die Aktien des Rivalen Julius Bär büssen 1 Prozent ein, die der Bank Vontobel notieren 0,4 Prozent tiefer. Bei den Grossbanken steigen die Anteile der Credit Suisse um 0,2 Prozent, während die der UBS 0,5 Prozent nachgaben. Meist auf der Verliererseite zu finden sind Versicherungstitel.

Mehrheitlich schwächer sind die Anteile zyklischer Firmen: Adecco, Lafarge-Holcim und Richemont geben nach. Die Lonza-Titel dagegen legen 1,6 Prozent zu. Der Pharmazulieferer übernimmt vom britischen Pharmakonzern Shire eine Fabrik in den USA.

Am breiten Markt schnellen die Titel von KTM Industries 10,4 Prozent auf 6,24 Franken hoch. Vontobel hob die Empfehlung für den österreichischen Motorrad-Hersteller auf "Buy" von "Hold" an, das Kursziel lautet 8,70 Franken.

Die Cosmo-Aktien legen 4 Prozent zu. Der Arzneimittelhersteller hat mit der Firma Olympus eine exklusive Vereinbarung zum gemeinsamen Vertrieb des Mittels Eleview in den USA abgeschlossen. Die Substanz wird vor allem bei der Entfernung komplexer Polypen eingesetzt. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Mittwoch.)

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16:00

Die Wall Street setzt am Mittwoch ihre Rekordjagd fort, der Dow Jones arbeite sich in Trippelschritten weiter vor. Er steigt zur Eröffnung um 0,1 Prozent auf 22'662 Punkte und markiert damit den dritten Tag in Folge ein Rekordhoch. Nasdaq und S&P 500 sind mit 6517 und 2532 Zählern jeweils nur wenige Punkte von ihren Bestmarken entfernt.

Bei den Einzelwerten gibt es einige Bewegung. Zu den Verlierern gehört PepsiCo mit einem Minus von 2,3 Prozent. Der Getränkekonzern (Pepsi, Gatorade) kappte seine Umsatzprognose fürs Gesamtjahr.

Die Anteilsscheine von Apple geben 0,5 Prozent nach. Ein Steuerfall des iPhone-Konzern geht nun an den Europäischen Gerichtshof.

Amazon-Aktien legen trotz einer Steuernachzahlung 0,2 Prozent zu. Der Onlinehändler muss in der Europäischen Union rund 250 Millionen Euro Steuern nachzahlen.

Das Papier der Pharmafirma Mylan klettert um fast 19 Prozent. Die US-Behörde FDA hat ein Nachahmerpräparat zur Behandlung von Multiple Sklerose zugelassen. Im Gegenzug gerieten die in den USA gelisteten Aktien des Konkurrenten Teva in Bedrängnis. Sie büssen mehr als 12 Prozent ein. Ein wichtiger Umsatzbringer der Israelis ist das MS-Mittel Copaxone.

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12:55

Der Schweizer Aktienmarkt gönnt sich am Mittwoch eine kleine Verschnaufpause und tendiert etwas leichter. Der SMI hat vier Handelstage in Folge mit zum Teil deutlichen Kursgewinnen und neuen Jahreshöchstständen hinter sich. Am Morgen wurde der Rekord erneut kurz um einen Punkt überboten, seither schwankt der Schweizer Leitindex in einem engen Handelsband von 20 Punkten um den Schluss vom Dienstag. Das mittlerweile erreichte Niveau habe die Gefahr von Gewinnmitnahmen erhöht, heisst es im Handel.

Gleichzeitig mangelt es am Berichtstag an Impulsen. Positive Daten zur Unternehmensstimmung in der Euro-Zone bewegten kaum. Am Nachmittag folgen noch die entsprechenden Einkaufsmanager-Indizes aus den USA. Und frischen Schwung könnten auch die ADP-Arbeitsmarktdaten bringen, die einen Vorgeschmack auf den viel beachteten monatlichen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung am Freitag geben dürften.

Der SMI verliert gegen Mittag Uhr 0,2% auf 9267 Punkte. Der 30 Aktien umfassende und noch stärker gekappte SLI notiert 0,3% tiefer bei 1485 Punkten und der breite SPI büsst 0,1% auf 10'582 ein. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 15 im Minus, 12 im Plus und 3 unverändert.

Ein Grossteil der Verlierer unter den Bluechips sind Finanzwerte. So sind Swiss Life (-1,4%), Zurich (-1,3) und Swiss Re (-1,2%) deutlich belastet, aber auch die Bankenwerte UBS (-1,3%) und Julius Bär (-1,0%) tendieren klar tiefer. Credit Suisse (-0,3% auf 15,43 Franken) schneiden hingegen etwas besser ab, nachdem Société Générale das Kursziel um 2 auf 18,50 Franken angehoben und die Kaufempfehlung für die Grossbankentitel bestätigt hat. Nachdem CS bereits im September gut liefen, tendierten sie im frühen Handel zunächst fester und erreichten ein neues Jahreshoch bei 15,61 Franken.

Für Kühne+Nagel (-0,7% auf 179,40 Franken) zog derweil J.P. Morgan das Kursziel nach oben nach (160 Franken), bestätigte aber das Rating "Underweight". Der zuständige Analyst hält die Bewertung der Aktie derzeit für mehr als ausgereizt: Die hohe Bewertung reflektiere die Ambitionen des Logistikers bei den Erträgen, widerspiegle aber nicht die potenziellen M&A-Risiken. Gleichzeitig bestätigt Bernstein die Einstufung "Market Perform" bei neu höherem Kursziel von 181 Franken.

Die grössten Gewinner unter den SMI/SLI-Titeln sind dagegen Vifor Pharma (+1,7%), die ihren seit Ende August starken Lauf damit weiter fortsetzen. Auch Lonza (+0,9%) verbuchen Gewinne, nachdem der Kauf einer Fabrik vom britischen Arzneimittelhersteller Shire in den USA gemeldet wurde. Analysten sprechen von einem guten Schritt, da die bestehenden klinischen Anlagen sehr hoch ausgelastet seien.

Zu den Gewinnern gehören zudem noch die schwergewichtigen Nestlé (+0,4%), die massgeblich daran beteiligt sind, dass der SMI nicht weiter zurückfällt. Für Novartis (+0,1%) und Roche (-0,2%), wo die Bewegungen moderater ausfallen, hob die Deutsche Bank jeweils das Kursziel leicht an, bestätigte aber für beide Pharma-Schwergewichte die Empfehlung "Hold".

Am breiten Markt stechen KTM Industries (+12%) mit einem satten Kursplus heraus, nachdem die Bank Vontobel das Rating für die österreichische Fahrzeuggruppe auf "Buy" von "Hold" angehoben hat. Der zuständige Analyst macht einen klaren Sinneswandel in der Unternehmensleitung aus, mit einem nun stärkeren Fokus auf der Cash-Generierung.

Cosmo (+3,4%) tendieren fester. Im Technologieunternehmen Olympus America wurde ein Vermarktungspartner für das Mittel Eleview gefunden. Auch mit EFG International (+1,8%) geht es nach oben: Hier kommt es zu einem Führungswechsel. Bei der Bank ersetzt Giorgio Pradelli ab 2018 CEO Joachim Straehle, der nach der Integration der in den 1MBD-Skandal verwickelten Tessiner Bank BSI nun zurücktritt.

Ebenfalls für Gesprächsstoff sorgen Landis+Gyr (+1,7%), nachdem der Grossaktionär Dan Och den Abbau seiner Beteiligung unter die meldepflichtige Schwelle von 3% gemeldet hat. Damit dürfte mit dem jüngsten Abgabedruck nun fertig sein, heisst es im Handel. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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11:30

Ein Analyst der Credit Suisse kritisiert den Schweizer Zementkonzern Lafarge-Holcim ungewöhnlich deutlich. Der Experte wirft dem Weltmarktführer vor, kursrelevante Informationen zum Geschäftsverlauf nur einer beschränkten Zahl von Analysten vorgelegt zu haben. "Wir sind in vielen Punkten enttäuscht", heisst es im "Investment Daily" der CS vom Mittwoch.

Nach einem Treffen von Finanzchef Ron Wirahadiraksa mit Analysten Ende September in London war die Lafarge-Holcim-Aktie eingebrochen. Einem der Teilnehmer zufolge hatte der Finanzchef bezüglich dem Umfeld in Schlüsselmärkten einen vorsichtigen Ton angeschlagen. Ein Lafarge-Holcim-Sprecher erklärte, bei dem Anlass sei nichts gesagt worden, was nicht auch schon vorher bekannt gewesen wäre.

Der Analyst des Vermögensverwaltungsgeschäfts der Credit Suisse stuft Lafarge-Holcim auf "Sell" von "Buy" zurück. Neben den Zweifeln an der Informationspolitik sei auch unklar, ob der am 1. September angetretene neue Konzernchef Jan Jenisch an den bisherigen Zielen festhalte.

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10:20

"Wir haben nach dem Anstieg auf ein neues Zwei-Jahre-Hoch eine Atempause verdient", sagt ein Händler. Die Kaufbereitschaft der Anleger werde zudem durch die angespannte Lage in Spanien gedämpft. Auch habe der Dollar etwas an Schwung verloren.

Der SMI notiert mit 9272 Punkten 0,1 Prozent tiefer. Am Dienstag war der Leitindex um 0,5 Prozent gestiegen.

Kursbewegende Impulse werden am Nachmittag von der Konjunkturseite erwartet. In den USA werden die Daten des privaten Arbeitsvermittlers ADP veröffentlicht und einen Vorgeschmack auf die amtlichen Arbeitsmarktdaten am Freitag geben. Von Reuters befragte Ökonomen rechnen mit einem Stellenzuwachs von 172'000 im September nach 237'000 im August.

Im Fokus der Anleger stehe EFG International, erklären Händler. Konzernchef Joachim Straehle gibt seine Funktion bei dem Vermögensverwalter zum Jahresende überraschend ab. Die Aktie drehte nach einer schwächeren Eröffnung in die Gewinnzone und notiert um 1,7 Prozent höher. Nachfolger von Straehle werde der gegenwärtige Finanzchef Giorgio Pradelli. Die Integration der 2016 übernommenen Privatbank BSI sei auf Kurs und dürfte bis zum Jahresende abgeschlossen werden. "Wir begrüssen die Ernennung von Giorgio Pradelli, den wir bereits seit einigen Jahren kennen, zum neuen CEO", kommentier Vontobel-Analyst Andreas Venditti.

Die Aktien der Rivalen Julius Bär und Vontobel schwächen sich ab. Bei den Grossbanken sind die Aktien der Credit Suisse um 0,1 Prozent tiefer, die der UBS sinken um 0,8 Prozent. Die Versicherer sind um rund 1 Prozent schwächer.

Bei den Schwergewichten notieren die Anteile des Lebensmittelriesen Nestlé um 0,4 Prozent im Plus. Pharmatitel Novartis legt 0,1 Prozent zu und Roche sind unverändert.

Uneinheitlich entwickeln sich die Anteilscheine zyklischer Firmen: ABB und Geberit sind etwas leichter, Lafarge-Holcim und Clariant legen wenig zu.  Swatch verlieren 0,4 Prozent.

Am breiten Markt klettern die Titel von KTM Industries um 9,4 Prozent auf 6,18 Franken. Vontobel stufte den Anteil des Zweiradherstellers auf "Buy" von "Hold" und das Kursziel auf 8,70 von 5,50 Franken hoch.

Die Papiere von Cosmo Pharmaceuticals legen 2,9 Prozent zu. Der Arzneimittelhersteller hat mit Olympus eine exklusive Vereinbarung zum gemeinsamen Vertrieb von Eleview in den USA abgeschlossen. Eleview sei vor allem für die Entfernung komplexer Polypen geeignet.

Die Aktien von Orascom setzt den Höhenflug der vergangenen Sitzungen um 7,4 Prozent fort.

Gewinnmitnahmen drücken Dormakaba um 2,9 Prozent. 

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09:06

Der SMI geht mit einem Minus von 0,1 Prozent bei 9273 Punkten in den Handel und legt eine Verschnaufpause ein. Der Schweizer Leitindex hatte zuvor vier Handelstage in Folge mit zum Teil deutlichen Kursgewinnen hinter sich und schloss am Vorabend auf einem Jahreshoch. Dies habe die Gefahr von Gewinnmitnahmen erhöht, heisst es im Handel.

Abgesehen davon mangelt es am Berichtstag an Impulsen; Unternehmensnachrichten sind Mangelware. Im Verlauf des Vormittags werden in Europa diverse Einkaufsmanager-Indizes publiziert und am Nachmittag folgen entsprechende Daten aus den USA. Das Hauptereignis sind jedoch die Publikation der Arbeitsmarktdaten des Dienstleisters ADP, die einen Vorgeschmack auf den monatlichen Arbeitsmarktbericht vom Freitag geben dürften.

Für die Pharmaschwergewichte Novartis (Aktie unverändert) und Roche (-0,5%) hat die Deutsche Bank jeweils das Kursziel leicht angehoben, die Empfehlung "Hold" für beide Titel aber bestätigt. Den beiden Titeln vermag der Schritt keinen Auftrieb zu verleihen.

Für die Aktie der Credit Suisse (+0,7%) haben die Analysten der Société Générale ihr Kursziel um zwei auf 18,50 CHF angehoben haben und die Kaufempfehlung bestätigt haben. Und für Kühne+Nagel (+0,1%) hat Bernstein ebenfalls das Kursziel deutlich erhöht.

Der Warenprüf- und Inspektionskonzern SGS (-0,1%) hat derweil erneut zwei kleine Akquisitionen getätigt; diesmal geht es um australische Firmen, die Kurse in Führungs- und Organisations-Trainings anbieten. Am breiten Markt stechen Cosmo mit einem Kursplus von 1,9% heraus. Das Pharmaunternehmen hat mit dem Technologieunternehmen Olympus America einen Vermarktungspartner für sein Mittel Eleview gefunden.

Und mit EFG International geht es um 0,5% nach oben; die Bank erhält mit Giorgio Pradelli ab 2018 einen neuen Firmenchef.

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08:22

Mittlerweile sind die Aktienmärkte in Asien geschlossen. Die Rekordjagd der Börsianer in den USA hat am Mittwoch auch Anleger in Asien in Kauflaune gebracht. "Weltweit stehen die Zeichen auf Wirtschaftswachstum. Das zieht Aktien nach oben", sagte Marktanalyst Greg McKenna beim Brokerhaus AxiTrader in Sydney. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio kletterte zeitweise auf ein Zwei-Jahres-Hoch von 20.689 Punkten, aus dem Handel ging er mit einem Kursgewinn von 0,1 Prozent auf 20.626 Zähler. Der Index der Börse in Hongkong erklomm im Handelsverlauf ebenfalls den höchsten Stand seit Mai 2015.

In Tokio standen die Aktien von Japan Display auf der Beliebtheitsskala ganz oben, sie schossen um 24 Prozent in die Höhe. Der Wirtschaftszeitung "Nikkei" zufolge hat das Unternehmen eine Methode entwickelt, kostengünstige Bildschirme der neuen OLED-Technologie in Massenfertigung zu produzieren. Die Börsen auf dem chinesischen Festland bleiben wegen Feiertagen für den Rest der Woche geschlossen.

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Indikatoren der Bank Julius Bär leicht tiefer bei 9279 Punkten gehandelt. In den letzten Handelstagen konnte der Leitindex deutliche Gewinne verbuchen. Sämtliche SMI-Einzeltitel notieren in der Region von -0,1 Prozent.

Die grössten Verschiebungen gibt es am breiten Markt, wo Cosmo (+1,7%), EFG und Landis+Gyr (je +1%) deutlich zulegen. Beim Vermögensverwalter kommt es überraschend zu einem CEO-Wechsel.

Auf der Konjunkturseite geben in den USA die Daten des privaten Arbeitsvermittlers ADP einen Vorgeschmack auf die amtlichen Arbeitsmarktdaten am Freitag. Von Reuters befragte Ökonomen rechnen mit einem Stellenzuwachs von 172.000 im September nach 237.000 im August.

An der Wall Street legte der Dow-Jones-Index um 0,4 Prozent auf 22.641 Punkte zu, der S&P 500 stieg um 0,2 Prozent auf 2534 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq machte ebenfalls Boden gut und kletterte um 0,2 Prozent auf 6531 Stellen. Der EuroStoxx50 rückte um 0,1 Prozent vor.

Der Optimismus an der Börse machte sich auch in Tokio breit: Der 225 Werte umfassende Leitindex Nikkei stieg auf ein neues Zwei-Jahres-Hoch von knapp 20.670 Punkten.

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07:39

Die Preise für Rohöl stehen am Mittwoch erneut unter Druck. Die Nordseesorte Brent notiert bei 55,73 Dollar (-0,5 Prozent). Die Sorte WTI kostet derzeit 50,10 Dollar (-0,6 Prozent). Vor rund einer Woche stand der Preis noch zwei Dollar höher.

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07:01

Am Devisenmarkt gerät der Dollar unter Druck. Der Euro gewinnt zum Dollar derzeit 0,3 Prozent auf 1,1767. Der Schweizer Franken notiert bei rund 0,9723 Franken je Dollar und bei 1,1442 Franken je Euro. Zum Yen verliert der Dollar um 0,2 Prozent auf 112,6245 Yen. Auslöser war ein Bericht der Internetseite Politico, wonach US-Finanzminister Steven Mnuchin für den Chefposten bei der US-Notenbank (Fed) den Fed-Gouverneur Jerome Powell bevorzugt. Powell gilt eher als Verfechter einer weniger straffen Geldpolitik - im Gegensatz zu dem früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh, der ebenfalls als Kandidat im Gespräch ist.

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06:34

In Tokio stieg der Leitindex Nikkei auf ein neues Zwei-Jahres-Hoch von knapp 20.670 Punkten. Später lag er noch 0,2 Prozent im Plus bei 20.659 Zählern. Der MSCI-Index für Aktien ausserhalb Japans legte 0,3 Prozent zu. Die Handelsumsätze dürften diese Woche in Asien gering bleiben, weil die Märkte in China und Südkorea feiertagsbedingt geschlossen sind. In New York hatten die wichtigen Indizes am Dienstag auf Höchstständen geschlossen.

In Tokio standen Japan Display im Rampenlicht, die 26,7 Prozent in die Höhe schossen. Der Wirtschaftszeitung "Nikkei" zufolge hat das Unternehmen eine Methode entwickelt, kostengünstige Bildschirme der neuen OLED-Technologie in Massenfertigung zu produzieren. Autowerte wie Toyota und Mazda gewannen bis zu 0,3 Prozent. Hintergrund war der starke Branchenabsatz auf dem US-Automarkt im September.

(cash/AWP/Reuters)