+++Börsen-Ticker+++ - Dow Jones schliesst im Minus

Nach zwei Tagen mit schweren Einbussen haben die Verkäufe an der New Yorker Börse nachgelassen. Dennoch geht der Dow Jones mit einem leichten Minus aus dem Handel.
26.02.2020 22:30
Trübes Wetter vor der Börse in New York.
Trübes Wetter vor der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:15

An der Wall Street hat der Dow Jones am Mittwoch nachgegeben. Der US-Leitindex verlor 0,5 Prozent auf 26'957,59 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,2 Prozent auf 8980,78 Punkte vor und der breit gefasste S&P 500 büßte 0,4 Prozent auf 3116,42 Punkte ein. Zur Titelübersicht des Dow Jones geht es hier.

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17:45

Händler erklärten, die Anleger hätten die tieferen Notierungen für einen Wiedereinstieg genutzt. Für eine Entwarnung sei es aber noch viel zu früh, denn die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie auf die Wirtschaft könnten beträchtlich sein, sagte ein Experte. Der SMI notierte nach Börsenschluss 10'513 Punkte bei einem Plus von 0,3 Prozent.

Deutliche Kursgewinne verbuchten Alcon. Die Aktien des Augenheilkonzerns kletterten nach dem Jahresabschluss und positiven Broker-Kommentaren um 7,0 Prozent. Adecco profitierten vom Gewinnsprung im Jahr 2019 sowie der Ankündigung eines Aktienrückkaufs und legten 2,1 Prozent zu.

Auf den Verkaufszetteln standen dagegen vor allem Finanzwerte. Credit Suisse verloren 1,4 Prozent, der Versicherer Swiss Life 0,8 Prozent. Händler erklärten, die von vielen Anlegern im Verlauf des Jahres erwarteten Zinssenkungen von grossen Notenbanken könnten Banken und Versicherer Erträge kosten.

Bei den Nebenwerten verbuchten der Verpackungshersteller SIG und die Nahrungsmittelfirma Orior deutlich höhere Kurse, nachdem beide Gesellschaften ihre Jahresabschlüsse vorgelegt hatten.

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16:00

Die Verunsicherung über die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie verhinderte Börsianern zufolge aber grössere Kursgewinne. Die Leitindizes Dow Jones (+1,1 Prozent), Nasdaq (+1,5 Prozent) und S&P 500 (+1 Prozent) starten am Mittwoch alle im Plus.

"Es ist unklar, ob diese Krise in Wochen oder Monaten überwunden sein wird", sagte Finanzprofessor Chester Spatt von der Carnegie Mellon University. Sowohl die Produktion als auch die Nachfrage könnte von der Epidemie beeinträchtigt werden. Das Ausmass der Störungen lasse sich bislang nicht abschätzen.

Vor diesem Hintergrund verloren die Aktien von Weibo 4,6 Prozent. Wegen schwindender Werbeeinnahmen als Folge der Virus-Krise warnte der chinesische Twitter-Rivale vor einem Umsatzrückgang im laufenden Quartal um bis zu 20 Prozent.

Die Titel von Moderna setzten trotz durchwachsener Quartalsergebnisse ihren Höhenflug fort und verteuerten sich um 23 Prozent auf 29,91 Dollar. Damit summiert sich das Plus seit Wochenbeginn auf mehr als 50 Prozent. Die Biotechfirma hatte eine erste Charge eines Coronavirus-Impfstoffs für geplante Tests ausgeliefert. Im abgelaufenen Quartal fiel der Umsatz überraschend stark auf 14,1 Millionen Dollar. Der Verlust fiel mit 0,37 Dollar je Aktie aber geringer aus als befürchtet.

Die Papiere von Walt Disney verbilligten sich dagegen um ein Prozent. Auslöser der Verkäufe war der überraschende Abgang des Firmenchefs Bob Iger. Einige Analysten bezweifelten, dass sein designierter Nachfolger Bob Chapek die notwendige Erfahrung besitze, um den Unterhaltungskonzern zu leiten. Chapek war bislang Chef der Freizeitpark-Sparte.

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14:55

Allerdings ist angesichts der internationalen Ausbreitung des Coronavirus keine richtige Entspannung angesagt, wie eher vorsichtige Gewinne zeigen. Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial knapp eine Stunde vor Handelsbeginn ein halbes Prozent höher auf 27'226 Punkte.

Damit würde der US-Leitindex einen erneuten Stabilisierungsversuch starten, nachdem dies am Vortag nur eine kurze Erscheinung war. Zuvor hatten sich in Europa die Leitbörsen am Mittwoch deutlich von ihren zeitweise schweren Verlusten erholt. Allerdings waren die Märkte an den beiden Vortagen auch schon deutlich gefallen. Seit Freitag hat der Dow bereits 6,6 Prozent an Wert eingebüsst. Ein Tief seit Ende Oktober war die Folge.

Für Gesprächsstoff sorgt neuerdings die Virus-Ausbreitung auch in Europa und den USA. Die US-Gesundheitsbehörde CDC äusserte sich besorgt. "Es ist weniger eine Frage, ob das noch geschehen wird, sondern eher eine Frage, wann genau das geschehen wird und wie viele Menschen in diesem Land schwer krank sein werden", sagte die Leiterin der CDC-Abteilung für Immunisierung und Atemwegserkrankungen, Nancy Messonnier. Gespannt wird nun auf später angesetzte Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Virusthema gewartet.

Anleger fürchten vor diesen Hintergründen mehr und mehr die wirtschaftlichen Folgen durch die internationalen Massnahmen zur Eindämmung. "Die Märkte haben in den vergangenen Tagen bereits damit begonnen, ein entsprechend negatives Szenario einzupreisen", kommentierte Anlagestratege Chris-Oliver Schickentanz von der Commerzbank. Mittelfristig sieht er zwar neue Einstiegschancen, die Stimmung sei aber auch noch nicht negativ genug, um weitere Ausverkaufswellen auszuschliessen.

Auf Unternehmensseite machten am Mittwoch vor allem personelle Entscheidungen Schlagzeilen. So tritt Bob Iger mit sofortiger Wirkung als Chef des US-Unterhaltungsriesen Disney zurück. Nach dem Start eines eigenen Streamingdienstes sah dieser den optimalen Zeitpunkt gekommen, um den Staffelstab zu übergeben. Zum Nachfolger wurde der mit Bob Chapek ein Manager aus eigenen Reihen ernannt. Die Aktie gab aber dennoch vorbörslich 1,4 Prozent nach.

Auch bei Salesforce gibt es ein Stühlerücken an der Konzernspitze, das bei Anlegern vorbörslich mit 1,3-prozentigen Kursverlusten schlecht aufgenommen wurde. Beim SAP -Konkurrenten trat der Co-Chef Keith Block zurück, der Softwarekonzern soll künftig alleine von Marc Benioff geführt werden. Ein gut verlaufenes viertes Quartal wurde damit für die Papiere nicht zur Stütze.

Die laufende Berichtssaison sorgte im Nebenwertebereich nochmals für Gesprächsstoff. Der Baumarktkonzern Lowe's enttäuschte mit seiner Umsatzentwicklung im vierten Quartal, die Papiere rückten vor dem Börsenstart aber dennoch um 1,3 Prozent vor. Noch dynamischer ging es nach Quartalszahlen bei Office Depot zu, wie ein Kurssprung um 8 Prozent zeigte.

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13:25

Die Futures  der US-Indizes sind zwei Stunden vor Börseneröffnung leicht im Plus. Der breite S&P 500 und der Nasdaq legen je 0,2 Prozent zu. Der Dow Jones verbleibt unverändert bei 27'125 Punkten.

Die Aktien des Pharmaherstellers Gilead Sciences gewinnen vorbörslich 1,9 Prozent. Ein Wirkstoff des US-Pharmakonzerns Gilead Sciences ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation womöglich das einzige derzeit verfügbare Mittel, das gegen den Coronavirus hilft.

Diese Substanz ist vielleicht das einzige Mittel gegen Corona

Zu den vorbörslichen Verlierern gehört Mastercard mit minus 1,2 Prozent. Der US-Kreditkartenriese Mastercard reagierte am Dienstag mit einer Umsatzwarnung auf erhöhte Unsicherheiten wegen des Coronavirus.

Mastercard gibt Umsatzwarnung wegen Coronavirus heraus

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13:15

Die Sorge vor den Folgen der Coronavirus-Krise hat die Ölpreise auch am Mittwoch auf Talfahrt geschickt. Nur am Morgen konnten sich die Notierungen zeitweise etwas stabilisieren, bevor sie im Vormittagshandel an die Verluste der vergangenen Handelstage anknüpften. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 53,82 US-Dollar (-1,9 Prozent).  Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel um 1,5 Prozent auf 49,20 Dollar.

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12:30

Nach der weltbesten Performance im Jahr 2019 stehen griechische Aktien im Februar vor einer der schwächsten Entwicklungen überhaupt. Der Benchmark-ASE-Index ist in diesem Monat um mehr als 8% gefallen und steht vor dem stärksten Rückgang seit Mai 2018. Anleger fliehen aus riskanten Vermögenswerten, da die Befürchtungen hinsichtlich der Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs zunehmen. 

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11:50

Der Ausverkauf an den weltweiten Börsen ist noch nicht beendet. Auch in der Schweiz nimmt der Verkaufsdruck zur Wochenmitte im Handelsverlauf nochmals zu und schickte den Leitindex SMI um bis zu 2 Prozent nach unten. Mittlerweile hat er diese Abgaben aber wieder etwas eingedämmt. Dennoch: Die Dynamik, mit der es abwärts gehe, sei erschreckend, kommentiert ein Händler.

Offenbar hätten doch noch viele Investoren auf ihre Aktienbestände vertraut. Mittlerweile sei die Panik aber auch bei ihnen angekommen, wie die Kurse zeigten. Vor allem stellten sich viele Marktteilnehmer die Frage, welche Produktions- und Lieferketten als nächstes betroffen sein könnten. Vor diesem Hintergrund sei auch das konjunkturelle Ausmass kaum zu überblicken. Mittlerweile ist das Coronavirus auch in der Schweiz und Europa angekommen. "Das Virus droht die erhoffte Erholung der Weltwirtschaft im Keim zu ersticken," kommentierte ein weiterer Händler. Und die Notenbanken, die als Feuerlöscher bereitstehen, verfügten auch nur noch über begrenzte Möglichkeiten.

Der SMI fällt um 0,9 Prozent zurück auf 10'386 Punkte. Der SLI, in dem die 30 wichtigsten Werte enthalten sind, verliert 1,2 Prozent auf 1580 und der umfassende SPI ebenfalls um 1,2 Prozent auf 12'513 Zähler. 

Die anhaltend hohe Nervosität zeigt sich auch beim Volatilitätsindex VSMI, der aktuell noch ein Plus von 10 Prozent auf 23,13 Punkte aufweist. Am Vormittag war er kurzzeitig bis auf 25,7 Punkte gestiegen, den höchsten Stand seit Ende 2018.

Unter den Blue Chips gewinnen lediglich Alcon (+4,5 Prozent) und Adecco (+0,2 Prozent) nach Zahlen hinzu. Die ehemalige Novartis-Tochter hat 2019 weitestgehend im Rahmen der Erwartungen abgeschnitten. Für 2020 stellte die Gesellschaft anziehende Umsätze mit PanOptix in Aussicht, was an sich die Gemüter beruhigen sollte, erklärten Analysten. Im Vorfeld der Zahlen hatten sich die Aktien zuletzt etwas schwer getan und machten nun einen Teil dieser Verluste wieder wett, heisst es von Händlerseite.

Adecco meint es gut mit den Aktionären

Der Personaldienstleister Adecco hat 2019 zwar weniger Umsatz erzielte, unter dem Strich aber deutlich mehr verdient. Laut Analysten habe sich der Konzern in einem insgesamt schwierigen Umfeld gut geschlagen. Gut kommen insbesondere die Gewinnentwicklung und das neu angekündigte Aktienrückkauf-Programm an, während die Zukunft eher als schwierig eingeschätzt wird.

Unter den grössten Verlieren finden sich vor allem jene Werte, die trotz des aktuellen Ausverkaufs bislang noch eine positive Jahresbilanz aufgewiesen, bzw. aufgewiesen haben. Neben Sonova (-2,5 Prozent), Lonza (-2,2 Prozent) und Roche (-1,9 Prozent) galt dies bis Handelsstart auch für Partners Group (-2,5 Prozent). Deren Jahresbilanz ist allerdings mit den aktuellen Abgaben leicht ins Minus gedreht.

Aus der Finanzbranche fallen zudem noch Julius Bär, Swiss Life, CS, Zurich, UBS und die Swiss Re mit überdurchschnittlichen Abgaben zwischen 1,1 und 2,6 Prozent auf. Der Versicherer Swiss Life wird an diesem Freitag über den Geschäftsverlauf 2019 Bericht erstatten. Belastend für die Branche dürften aber auch Befürchtungen sein, dass die EZB ihre Zinsen wegen des sich ausbreitenden Coronavirus möglicherweise senken könnte. Dies gehe derzeit aus den Bewegungen an den Geldmarkt-Futures hervor, kommentierte ein Börsianer.

Zum ausführlichen Mittags-Report geht's hier

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11:25

Die Ausbreitung des Coronavirus über China hinaus sorgt an den europäischen Aktienmärkte am Mittwoch weiter für Turbulenzen. Die Börsen kamen im Laufe des Morgens erneut schwer unter Druck, erholten sich dann aber wieder etwas. Im Tief war der EuroStoxx um fast 3 Prozent abgerutscht, zuletzt verlor der Eurozonen-Leitindex dann 1,5 Prozent auf 3518,64 Punkte.

Immer mehr Unternehmen warnen derzeit vor den Auswirkungen des Virus vor allem im China-Geschäft. Anleger fürchten aber mittlerweile eine noch intensivere Krise wegen einer zunehmenden internationalen Ausbreitung, unter anderem in Europa. Sie hatten die Risiken lange Zeit ignoriert und preisen sie nun verstärkt in die Kurse ein. War der EuroStoxx kürzlich noch auf einem Zwölfjahreshoch angekommen, steht er plötzlich auf einem Tief seit Oktober.

Chefvolkswirt Jürgen Michels von der BayernLB geht davon aus, dass im ersten Halbjahr 2020 diverse Länder in eine leichte Rezession abrutschen werden. Für das französische Börsenbarometer Cac 40 ging es vor dem Hintergrund am Mittwoch um 1,2 Prozent auf 5609,97 Punkte abwärts. Der Londoner FTSE 100 verlor gut 1 Prozent auf 6944,74 Punkte. Der deutsche Dax steht 1,4 Prozent im Minus.

Besonders vom Virus gezeichnet bleibt Italien, wo Mailand mit seinen rund 1,3 Millionen Einwohnern lahmgelegt ist. Der Leitindex FTSE MIB steuert dort auf den fünften Verlusttag in Folge zu. Allerdings liess die Intensität der Verluste am Mittwoch nach, der MIB schlug sich im europäischen Vergleich mit einem Abschlag von 0,6 Prozent sogar noch recht gut.

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10:55

Auch der Schweizer Franken geht mit 1,0614 Franken (-0,06 Prozent) weiterhin knapp über der Marke von 1,06 um. Der US-Dollar kostet kaum verändert 0,9746 Franken (-0,11 Prozent).

Die Coronavirus-Krise bleibt das beherrschende Thema am Devisenmarkt. Nach Einschätzung des Devisenexperten Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank wird der Euro derzeit wieder verstärkt als sicherer Anlagehafen gesehen. Er habe etwas von der jüngsten Zuspitzung der Virus-Krise profitiert.

Das neuartige Coronavirus breitet sich derzeit immer stärker aus und bedroht internationale Lieferketten. Leuchtmann weist aber darauf hin, dass die EZB die Rolle des Euro als vergleichsweise sicherer Anlage schnell beenden kann. "Würde sie andeuten, dass Corona ihr geldpolitisches Stillhalten gefährdet, wäre der Euro als sicherer Hafen diskreditiert", sagte der Commerzbank-Experte.

Neue Daten zur Konsumlaune in Frankreich konnten dem Handel mit dem Euro keine neue Richtung geben. Die französischen Verbraucher haben sich vom Ausbruch des Coronavirus bislang nicht aus der Ruhe bringen lassen. Ein vom Statistikamt Insee berechneter Indexwert für das Verbrauchervertrauen im Februar verharrte auf 104 Punkten, während Analysten einen leichten Rückgang erwartet hatten.

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10:20

Die aktuelle cash-Umfrage zur weiteren Entwicklung des SMI

Wo steht der SMI Mitte Jahr?

Die Ausbreitung des Coronavirus' hat die Märkte abstürzen lassen. Wie wird sich dies Ihrer Meinung nach bis Mitte Jahr auf den Schweizer Aktienmarkt auswirken? 

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10:00

Die Futures der US-Indizes können die Gewinne vom Mittwochmorgen nicht halten. Die Terminkontrakte auf den Dow Jones stehen 0,6 tiefer.  Der Nasdaq verliert 0,6 Prozent und der breite S&P 500 steht 0,5 Prozent im Minus.

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10:00

Der Coronavirus-Ausbruch in Norditalien setzt der Mailänder Börse weiter zu. Der Leitindex FTSE MIB gibt 1 Prozent nach. Am Montag war er 5,4 Prozent abgerutscht und hatte damit den größten Tagesverlust seit dreieinhalb Jahren eingefahren, als die Kurse am Tag nach dem Brexit-Referendum im Juni 2016 abgestürzt waren.

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09:55

Die Aktien der Pharmaunternehmen Alcon steigen nach Bekanntgabe der Jahreszahlen um 5,5 Prozent. Mit den Zahlen hat Alcon die Erwartungen der Finanzgemeinde mehr oder weniger erfüllt.

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09:45

Die Futures der US-Indizes stehen am Mittwochmorgen höher. Die Terminkontrakte auf den Dow Jones stehen 0,1 höher.  Der Nasdaq und der breite S&P 500 stehen 0,2 Prozent im Plus.

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09:30

Die Digitalwährung Bitcoin gibt erneut deutlich nach. Der Kurs der Bitcoin verliert 2,5 Prozent und steht bei 9111 Dollar.

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09:10

Am Schweizer Aktienmarkt dürften die Kurse auch zur Wochenmitte zunächst weiter nachgegeben. Sie würden damit den Vorgaben aus Übersee folgen. Nachdem die US-Regierung am Dienstag gewarnt hatte, dass sich die Bürger darauf einstellen sollten, dass das Coronavirus über kurz oder lang auch die USA erreichen dürfte, ging der Ausverkauf an der Wall Street weiter und setzte damit den Ton für die Börsen in Asien.

"Die Aktienmärkte befinden sich nach wie vor in einer Art Aufholjagd", kommentiert ein Händler. "Andere Anlageklassen wie Bonds und Gold haben seit Wochen Warnsignale ausgesendet." Schon seit Wochen befinden sich der Goldpreis und die Kurse an den Bondmärkten im Aufwärtstrend. In den USA hat dies zu rekordtiefen Renditen bei den zehnjährigen Treasuries geführt. Hierzulande befindet sich der Schweizer Franken seit Wochen unter Aufwertungsdruck. Erst am Dienstag war der Euro erneut unter die Marke von 1,06 Franken gerutscht.

Der SMI gibt um weitere 0,5 Prozent nach auf 10'426 Punkte. 18 der 20 SMI-Titel geben nach. Bislang hat der Leitindex in den vergangenen vier Handelstagen mehr als 7 Prozent eingebüsst.

Bei Temenos (+0,8 Prozent) sorgt eine Kaufempfehlung von MainFirst für Unterstützung. Die strukturellen Treiber für den Bankensoftware-Hersteller seien intakter denn je und das Wachstum dürfte sich weiter beschleunigen, heisst es in dem Kommentar. Mit der Durchdringung von Nordamerika eröffne sich Temenos einen Markt, auf den weltweit rund 50 Prozent der IT-Ausgaben im Bankensektor entfallen würden.

Im Rahmen der Erwartungen hat laut ersten Analystenkommentaren auch die ehemalige Novartis-Tochter Alcon (+3,0 Prozent) abgeschnitten. Für 2020 stellte die Gesellschaft anziehende Umsätze mit PanOptix in Aussicht, was an sich die Gemüter beruhigen sollte, so etwa der erste UBS-Kommentar. Die Aktien waren bis zum Beginn des jüngsten Ausverkaufs recht gut gelaufen, so dass Gewinnmitnahmen denkbar sind.

Neben diesen beiden Blue Chips haben sich vor allem Vertreter der hinteren Reihen am Mittwochmorgen mit Zahlen zu Wort gemeldet. Neben Georg Fischer (-1,8 Prozent) berichteten noch EFG (+2,4 Prozent), Allreal (-0,2 Prozent), Orior (+0,2 Prozent) und Zehnder (+0,0 Prozent) über den Geschäftsverlauf 2019.

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08:15

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch nach ihrer Talfahrt der vergangenen Handelstage erst einmal stabilisiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 54,74 US-Dollar (-0,2 Prozent). Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI sinkt um 0,2 Prozent auf 49,80 Dollar.

Zuletzt hatte die jüngste Zuspitzung der Coronavirus-Krise die Ölpreise stark belastet. Seit vergangenen Donnerstag sind die Preis für US-Öl und für Brent-Öl um jeweils mehr als acht Prozent eingebrochen. Die Virus-Krise wird am Markt zunehmend als Belastung für die Weltwirtschaft eingeschätzt, die zu einer geringeren Nachfrage nach Rohöl führen könnte.

Dabei gilt der Weltmarkt für Rohöl bereits jetzt als überversorgt. Auf der Angebotsseite steht die Frage im Raum, wie das Ölkartell Opec und die in der Opec+ zusammengefassten verbündeten Förderstaaten auf die befürchtete Nachfrageschwäche reagieren werden. Derzeit wird eine weitere Kürzung der Fördermenge zur Stützung der Ölpreise diskutiert. In der kommenden Woche treffen sich die Staaten der Opec+, um über die Frage zu beraten.

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08:05

Wie startet die Schweizer Börse am Mittwoch in den Tag? Die vorbörslichen Kurse lassen nichts Gutes erahnen. Der SMI notiert laut vorbörslichen Daten von Julius Bär 0,7 Prozent im Minus. Adecco ist nach der Präsentation seiner Jahreszahlen mit +0,7 Prozent der einzige SMI-Titel im Plus. Zu den grossen Verlierern gehört Alcon mit minus 2,2 Prozent.

Der breite Markt gibt vorbörslich ebenfalls um 0,7 Prozent nach. Georg Fischer vermag mit seinen Jahreszahlen nicht zu überzeugen. Die Aktien stehen vorbörslich 2,2 Prozent im Minus.

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05:55

Wachsende Bedenken, dass infolge des Virus die Olympischen Spiele in Tokio abgesagt werden könnten, lasteten auf den Anlegern.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,9 Prozent tiefer bei 22'393 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1 Prozent und lag bei 1602 Punkten. Die Aktien der größten japanischen Werbeagentur Dentsu rutschen den sechsten Tage in Folge auf ein Sieben-Jahres-Tief ab. Das Unternehmen ist in die Planung und den Betrieb des Events involviert.

Die Börse in China hingegen zeigte sich zunächst nicht so pessimistisch: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die Epidemie in China ihren Höhepunkt erreicht habe. Aber die Sorge, dass sich die Ausbreitung des Virus in anderen Ländern beschleunigt, dürfte die Investoren auf Trab halten. "Was wir sehen, ist, dass die Aktienmärkte aufholen", sagte Michael McCarthy, Chefmarktstratege bei CMC Markets in Sydney. "Andere Vermögensmärkte geben seit Wochen Warnsignale. Ein korrigierender Auftrieb bei Aktien ist möglich, aber wir haben immer noch eine Menge Abwärtsdynamik."

Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen trat auf der Stelle. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,1 Prozent.

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05:50

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,3 Prozent auf 110,46 Yen und legte 0,1 Prozent auf 7,0190 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9771 Franken. Parallel dazu fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,0866 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0620 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,2988 Dollar.

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05:45

An den US-Börsen hat sich am Dienstag die Talfahrt weiter fortgesetzt. Die Sorgen über die Ausbreitung des Coronavirus und die Folgen für die Weltwirtschaft verunsichern die Anleger immer stärker. Bereits am Vortag hatte es daher international heftige Verwerfungen an den Börsen gegeben. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hatte mehr als 1000 Punkte verloren.

Nun beendete der wichtige Wall-Street-Index den Tag mit einem weiteren Abschlag von 3,15 Prozent oder knapp 900 Punkten auf 27'081,36 Zähler. Damit ist wieder auf dem Punktestand angekommen, den er zuletzt Ende Oktober hatte. Kurzzeitig war der Dow sogar wieder unter die Marke von 27'000 Punkten gesackt.

Der marktbreite S&P 500 sank am Dienstag um 3,03 Prozent auf 3128,21 Punkte. Der technologielastige Nasdaq-100-Index verlor 2,70 Prozent auf 8834,87 Zähler. Dagegen waren Staatsanleihen als "sichere Häfen" erneut stark gefragt und zogen kräftig an. Die Rendite für zehnjährige US-Bonds, die als weltweit wichtigster Schuldtitel gelten, fiel auf ein Rekordtief von 1,3055 Prozent. Zugleich gab der US-Dollar zum Euro nach.

Grösster Verlierer im 30 Werte umfassenden Dow war American Express mit minus 5,7 Prozent und auch Visa gaben mit minus 5,2 Prozent deutlich nach. Wegen der Unsicherheit über die Auswirkungen des Coronavirus hatte Wettbewerber Mastercard sein Umsatzziel für das laufende Quartal gesenkt. Die Aktien des Kreditkarten-Giganten fielen im S&P 100 um 6,7 Prozent. Um 5,5 Prozent ging es für die Papiere des Warenhausbetreibers Macy's abwärts, der ebenfalls Zahlen vorgelegt hatte.

(cash/AWP/Reuters)