+++Börsen-Ticker+++ - Dow Jones schwächelt - Sorge um «Shutdown»

Die Anleger an der Wall Street haben nach der jüngsten Rekordjagd einen Gang zurückgeschaltet.
18.01.2018 22:45
Trader in der Börse an der Wallstreet in New York.
Trader in der Börse an der Wallstreet in New York.
Bild: Bloomberg

22:43

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hatte zwar zu Handelsbeginn am Donnerstag eine Bestmarke bei gut 26 153 Punkten erreicht, drehte dann aber schnell ins Minus. Die Investoren blickten etwas besorgt nach Washington: Einen Tag vor Fristablauf hat sich dort die Diskussion um einen möglichen Regierungs-Stillstand ("Government Shutdown") zugespitzt. Ein Erfolg für die Versuche der regierenden Republikaner, kurz vor Schluss noch eine Übergangslösung für zunächst vier Wochen hinzubekommen, erschien zuletzt immer fraglicher.

Der Dow verlor am Ende 0,37 Prozent auf 26 017,81 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab um 0,16 Prozent auf 2798,03 Punkte nach. Für den Auswahlindex der Technologiewerte, den Nasdaq 100 , ging es hingegen um 0,02 Prozent auf 6811,38 Punkte nach oben.

Den ausführlichen Schlussbericht der US-Börse lesen Sie hier.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag leicht zugelegt. Gute Konjunkturdaten aus China und den USA stimmten die Anleger zuversichtlich, sagten Händler.

Der SMI stieg um 0,1 Prozent auf 9453 Zähler. Der Konjunkturbericht der US-Notenbank motivierte die Anleger zu Käufen, hiess es. Im sogenannten "Beige Book" hiess es, die weltgrösste Volkswirtschaft sei in den vergangenen Wochen weiter gewachsen und die Inflation habe leicht bis moderat zugelegt. Experten erwarten daher von der Fed eine Zinserhöhung im März.

Die Zins- und Konjunkturhoffnungen kamen vor allem Finanz- und konjunkturzyklischen Titeln zugute. Die Geberit-Aktien schnellten 6,5 Prozent hoch. Bei den Banken stiegen die Anteile der Grossbank Credit Suisse um 1,4 Prozent und die der UBS um 1,6 Prozent.

Bei den Pharmawerten hielt der Abwärtstrend der Vortage an. Die Aktien von Novartis büssten 0,4 Prozent ein. Die Roche-Scheine gaben geringfügig nach.

Den aus führlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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16:55

Boeing fallen um 2,3 Prozent auf 323,23 Dollar an das Dow-Jones-Ende. Sie geben damit einen Teil ihres fast fünfprozentigen Gewinns vom Mittwoch nach einer Kaufempfehlung wieder ab. Konkurrent Airbus liegen aktuell 0,8 Prozent im Plus. Hier feiern die Anleger den Grossauftrag für den Riesen-Jumbo A380.

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15:49

Die Wall Street hat am Donnerstag ihr Rekordniveau behauptet. Der Dow Jones kletterte um 0,1 Prozent auf ein frisches Allzeithoch von 26'153 Punkten. Der S&P500 und die Nasdaq begannen kaum verändert bei 7291 beziehungsweise 2799 Zählern. Damit blieben auch sie in der Nähe ihrer zuletzt erreichten Bestmarken.

Eine kleine Korrektur sei zwar angebracht, aber die Unternehmensgewinne sprudelten weiter - und somit habe die Weltleitbörse noch Aufwärtspotenzial, sagte ein Börsianer in Frankfurt. Auch die gute Konjunktur erhöhe die Kauflaune der Investoren. Allerdings dämpften einige Statistiken die Stimmung etwas. So erhielt der Wohnungsbau in den USA im Dezember überraschend einen Dämpfer. Der Konjunkturindex der Fed von Philadelphia für Januar fiel niedriger als erwartet aus.

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15:05

Alcoa weiten im vorbörslichen US-Handel ihre Verluste aus und verlieren acht Prozent. Der Aluminium-Produzent rutschte im vierten Quartal tiefer in die roten Zahlen.

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12:45

Am Schweizer Aktienmarkt hat die zur Eröffnung noch freundliche Stimmung im weiteren Verlauf wieder etwas nachgelassen. Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 12 Uhr 0,03% höher bei 9'442,92 Punkten. Den Kursverlauf drückten vor allem die drei Indexschwergewichte Nestlé, Novartis und Roche, die im Verlaufe des Vormittaghandels ins Minus rutschten.

Im Fokus liegen unter den Blue Chips Geberit, die mit +5,4% die mit Abstand grössten Kursavancen verzeichnen. Das Sanitärtechnikunternehmen hat mit den Umsatzzahlen für 2017 die Konsenserwartungen leicht übertroffen. Auch UBS liegen mit +1,6% gut im Rennen. Für die Valoren haben die Analysten der Credit Suisse das Anlagerating auf "Outperform" angehoben. Aber auch die CS-Titel erhalten verstärkten Zuspruch und legen 1,0% zu.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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11:25

Die umstrittene Digitalwährung Bitcoin hat ihren heftigen Kurssturz der vergangenen beiden Tage zunächst gestoppt. Am Donnerstagvormittag kostete ein Bitcoin auf grossen Handelsbörsen wie Bitstamp oder Bitfinex rund 11 200 US-Dollar. Seit Dienstag war die Kryptowährung um bis zu 35 Prozent auf unter 10 000 Dollar abgestürzt. Seit dem Rekordhoch von Mitte Dezember bei fast 20 000 Dollar hatte der Bitcoin zwischenzeitlich gut die Hälfte seines Werts eingebüsst. Anderen Digitalwährungen wie Ether oder Ripple war es zuletzt ähnlich ergangen.

Auslöser des jüngsten Kurssturzes waren Befürchtungen, dass insbesondere asiatische Länder wie China oder Südkorea verstärkt gegen Digitalwährungen vorgehen könnten. In Asien sind die neuartigen Computerwährungen besonders beliebt. Japan etwa gilt als besondere Hochburg. Doch nicht nur in Asien, auch in westlichen Industrieländern werden Rufe nach staatlichen Eingriffen bis hin zu Verboten immer lauter. Das hat für ein heftiges Beben an den digitalen Handelsplätzen gesorgt.

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10:00

Dank der steigenden Nachfrage nach Bitcoin florieren die Geschäfte beim weltgrössten Chip-Auftragsfertiger TSMC. Anleger deckten sich am Donnerstag mit Aktien des taiwanischen Konzerns ein und trieben den Kurs um bis zu 3,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 250,00 Taiwan-Dollar nach oben. TSMC baut unter anderem Mikrochips, die für das Herstellen der Kryptowährung notwendig sind. Während früher für das sogenannte Mining handelsübliche PCs ausreichten, schaffen dies mittlerweile nur noch Hochleistungsrechner.

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09:47

Ein starker Anstieg des Umsatzes und Auftragseingangs hat die Anleger nach den Aktien von Meyer Burger greifen lassen. Der Titel des Zulieferers der Solarindustrie kletterte am Donnerstag in einem festeren Markt um 3,1 Prozent auf 2,135 Franken. Kurzzeitig stieg der Kurs gar auf 2,21 Franken - der höchste Stand seit Mitte Oktober 2015.

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09:15

Der Swiss Market Index startet positiv in den heutigen Handel. Speziell gesucht sind die Titel von Geberit und UBS. Der Swiss Market Index (SMI) legt zum Börsenstart um 0,5 Prozent auf 9489 Punkte zu. 

Spitzenreiter unter den Blue Chips ist Geberit mit einer Avance von 4,3 Prozent. Das Sanitärtechnikunternehmen veröffentlichte die Umsatzzahlen für 2017, die die Konsenserwartungen leicht übertrafen. Ausserdem bestätigte die Gesellschaft die früher gemachte Guidance bezüglich der EBITDA-Marge für 2017. Das Resultat sei besser als befürchtet ausgefallen, kommentieren dazu die Analysten der UBS.

Auffällig zeigen sich noch UBS, die um 1,3 Prozent höher taxiert werden. Hier haben die Analysten das Anlagerating auf "Outperform" angehoben. Aber auch CS (+0,6 Prozent) werden nachgefragt.

Gestützt wird der SMI auch durch die zuletzt gebeutelten Genussscheine von Roche (+0,4 Prozent), die am Vortag noch mit -1,1 Prozent aus dem Handel gegangen waren. Hier hat das Brokerhaus Liberum die Kaufempfehlung bekräftigt. Nestlé (+0,1 Prozent) und Novartis (+0,5 Prozent) stützen ebenfalls.

Galenica verlieren 0,2 Prozent, nachdem der Apothekenkonzern mit seinen Umsatzzahlen 2017 eine Punktlandung auf die Erwartungen hinlegte. Das Unternehmen, das im April 2017 nach der Aufspaltung an die Börse gegangen war, bestätigt auch die bisherige Dividendenpolitik.

Erste Indikationen auf den Geschäftsabschluss lieferte Meyer Burger mit der Bekanntgabe einer Steigerung des Auftragseingangs um 23 Prozent (Aktie + 1,7 Prozent). Der Solarzulieferer rechnet wie bereits früher angekündigt aufgrund ausserordentlicher Aufwendungen mit einem Verlust für 2017.

Temenos, die 1,5 Prozent einbüssen, leiden unter einer Rückstufung durch Goldman Sachs. Die Analysten der US-Investmentbank raten bei einem nach oben revidierten Kursziel neu zum Verkauf (bisher Hold) der Aktien. Die Experten begründen die Rückstufung damit, dass die Titel trotz fundamental positiven Aussichten für das Unternehmen inzwischen hoch bewertet sind.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,37 Prozent zu. Im gestrigen Handel verlor der Leitindex 0,3 Prozent. Sämtliche SMI-Werte notieren im Plus, am stärksten legen dabei UBS (+1,4 Prozent) und Geberit (+1,0 Prozent) zu. Während die UBS von einer Kaufempfehlung durch die CS profitiert, legte Geberit Umsatzahlen zum Gesamtjahr 2017 vor.

An der Wall Street hatte der Dow-Jones-Index 1,3 Prozent höher bei 26.115 Punkten geschlossen - das Marktbarometer ging damit erstmals über der Schwelle von 26.000 Punkten aus dem Handel. Der S&P-500 rückte um 0,9 Prozent, der Nasdaq um ein Prozent vor.

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08:09

Auch in Asien wurde der positive Trend aus den USA zunächst aufgenommen: Der Nikkei 225 kletterte erstmals seit 1991 wieder über 24 000 Punkte und der Hongkonger Hang Seng erreichte abermals einen Höchststand. Ähnlich wie im Dow am Dienstag kam es dann jedoch zu Gewinnmitnahmen, die das Chartbild etwas trüben.

Am Handelsende ging der Nikkei 225 am Donnerstag mit einem Abschlag von 0,44 Prozent auf 23 763,37 Punkte aus dem Handel. In China legte der CSI 300 , der die 300 wichtigsten Werte aus Festland-China umfasst, um 0,5 Prozent auf 4271,42 Punkte zu. Am Markt war mit Spannung auf neue Wachstumszahlen aus China gewartet worden. Die zur Schlussglocke ein robustes Wachstum zeigten. Der Hongkonger Hang Seng legte zuletzt um 0,22 Prozent zu.

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07:50

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag zunächst kaum bewegt. Am Morgen kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 69,30 US-Dollar. Das waren acht Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar fiel ebenfalls geringfügig um zwei Cent auf 63,95 Dollar.

Lesen Sie dazu auch: Wird Benzin noch teurer?

Seit Dienstag haben sich die Ölpreise von ihren dreijährigen Höchstständen wieder etwas entfernt. Auch am Ölmarkt würden die Bäume nicht in den Himmel wachsen, heisst es in einem Kommentar von Experten der Commerzbank. Ohnehin rechtfertige das wirtschaftliche Umfeld nicht das erhöhte Preisniveau. Die Fachleute verweisen vor allem auf den erwarteten weiteren Anstieg der amerikanischen Rohölförderung. Vermutlich werde bald die Marke von 10 Millionen Barrel je Tag überschritten.

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07:40

Der Euro hat sich am Donnerstag nach Kursverlusten am Vortag bei der Marke von 1,22 US-Dollar stabilisiert. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,2198 Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Zum Franken verteidigt der Euro mit aktuell 1,1760 CHF in etwa sein Niveau vom Vortag. Der US-Dollar kann dagegen seit dem späten Mittwochabend zum Franken wieder leicht anziehen auf 0,9642 CHF.

Trotz seiner jüngsten Verluste notiert der Euro weiterhin auf erhöhtem Niveau. In der Nacht auf Mittwoch hatte er mit mehr als 1,23 Dollar den höchsten Stand seit Ende 2014 erreicht. Gedämpft wurde der jüngste Höhenflug jedoch von der EZB. Mehrere ranghohe Notenbanker äusserten sich tendenziell besorgt über die rasche Euro-Aufwertung. Zudem wurden Spekulationen über eine rasche geldpolitische Wende im Euroraum gedämpft.

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06:35

Der japanische Nikkei erreichte im frühen Handel 24.084,42 Punkte, am späten Nachmittag notierte er jedoch 0,7 Prozent tiefer bei 23.856 Zählern.Der breiter aufgestellte Topix legte 0,2 Prozent auf 1894 Zähler zu. Der MSCI-Index für Asien/Pazifik unter Ausschluss Japans kletterte um 0,25 Prozent nach oben. Mit Spannung warteten Anleger auf Daten zum chinesischen Wirtschaftswachstum, die für 08.00 Uhr MEZ angekündigt waren.

Der Euro notierte kaum verändert bei 1,2188 Dollar. Der Dollar wurde mit 111,31 Yen gehandelt. Der Schweizer Franken wurde im Vergleich zum Dollar mit 0,9655 und zum Euro mit 1,1760 bewertet.

(cash/AWP/Reuters)