+++Börsen-Ticker+++ - Dow Jones setzt Serie leichter Einbussen fort

Auch am Donnerstag sind die Anleger an den US-Aktienmärkten in der Defensive geblieben. Dabei machten die wichtigsten Indizes ihre anfänglichen Verluste auch dank steigender Ölpreise im Verlauf grösstenteils wieder wett.
11.05.2017 22:46
Eine Erdöl-Pumpe im Morgenlicht: Die Ölpreise sind am Donnerstag angestiegen.
Eine Erdöl-Pumpe im Morgenlicht: Die Ölpreise sind am Donnerstag angestiegen.
Bild: Pixabay

22:45

Der Dow Jones Industrial setzt seine leichte Abwärtsbewegung der beiden Vortage fort und schliesst 0,11 Prozent tiefer bei 20 919,42 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500-Index sinkt um 0,22 Prozent auf 2394,44 Punkte. Für den Technologieindex Nasdaq 100 geht es um 0,13 Prozent auf 5674,22 Zähler nach unten.

Unter den Einzelwerten fallen Snap-Aktien mit einem Verlust von 21,5 Prozent auf. Damit näherten sie sich nach nur gut zwei Monaten an der Börse wieder ihrem Ausgabepreis von 17 Dollar. Anfang April waren die Papiere noch bis an die Marke von 30 Dollar herangelaufen.

Ebenfalls schlecht läuft es für die Titel von Macy's, die rund 17 Prozent verlieren.

Den Ausführlichen US-Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:30

Der SMI bewegte sich in einer engen Spanne und notierte zuletzt mit 9065 Punkten um 0,3 Prozent niedriger. 

Obwohl viele Marktteilnehmer das Kursniveau als hoch bezeichneten, blieben sie relativ sorglos, sagte ein Börsianer. Dies zeige der tiefe Volatilitätsindex. 

Bei den Standardwerten schnitten die Aktien von Zurich mit plus 0,2 Prozent verhältnismässig gut ab. Eine gesetzlich vorgeschriebene Reserveaufstockung in Teilen Grossbritanniens brockte dem Versicherer zwar einen Gewinnrückgang um fast ein Drittel ein. Analysten beurteilten den Jahresstart aber trotzdem als solide. 

Die meisten anderen Finanzwerte gaben nach. Die Aktien der Grossbanken UBS und Credit Suisse verloren um ein Prozent. Schwächer waren auch die Anteile des Rückversicherers Swiss Re mit minus 1,2 Prozent. 

Die Anteile des Elektrokonzerns ABB, des Uhrenherstellers Swatch, des Zementkonzerns LafargeHolcim und der Chemiefirma Clariant gaben nach.

Die Papiere von Richemont waren eine Spur höher. Der Luxusgüterkonzern veröffentlicht am Freitag den Jahresabschluss 2016/17.

Den ausführlichen Börsenbericht lesen Sie hier.

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15:45

Die Aktienindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 verlieren zur Eröffnung bis zu 0,3 Prozent. Weitere grössere Kurs-Rücksetzer seien aber nicht zu erwarten, sagte Adam Sarhan, Chef des Vermögensberaters 50 Park. "Der Markt schaut auf die Wirtschaft, und bislang gab es keine Katastrophen, daher wird die Rally weitergehen."

Macy's stürzen allerdings um zehn Prozent ab und waren mit 26,40 Dollar so billig wie zuletzt vor fünfeinhalb Jahren. Der Gewinn des grössten US-Kaufhausbetreiber lag im abgelaufenen Quartal unter den Markterwartungen. Im Sog von Macy's büssen die Konkurrenten Dillard's und JCPenney bis zu 8,3 Prozent ein.

Die Aktien von Snap brechen sogar um knapp ein Viertel ein. Der Betreiber des Kurznachrichtendienstes Snapchat enttäuschte mit den ersten Geschäftszahlen nach dem Börsengang im März. Das Nutzerwachstum fiel auf 36,1 von 47,7 Prozent. 

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12:30

Der Leitindex SMI hat die Marke von 9'100 Punkten wieder überschritten, wobei die Gewinne vor allem auf das Plus beim nach Marktkapitalisierung grössten Titel Nestlé zurückführen sind. Für etwas Bewegung sorgen könnten laut Händlern am Nachmittag noch anstehende US-Makrozahlen, ansonsten sei nicht mehr allzu viel zu erwarten.

Der Swiss Market Index (SMI) avanciert zur Mittagszeit 0,20% auf 9'107,63 Punkte und notiert damit knapp 15 Punkte unter dem Jahres- bzw. 21-Mte-Hoch vom letzten Dienstag bei 9121,10. Der SMI wird in erster Linie von Nestlé (+0,7%) nach oben gezogen. Gut zwei Drittel des SMI-Plus ist den erneuten Avancen beim weltgrössten Nahrungsmittelhersteller geschuldet, wobei sich Analysten mit den Gründen etwas schwer tun.

Grösster Gewinner sind derweil aktuell LafargeHolcim (+0,8%). Die Titel werden gestützt von einer Branchenstudie der Citigroup. Auch die Pharmakonzerne Roche GS (+0,2%) und Novartis (+0,1%) können leicht zulegen. Die Roche-Titel haben bekanntlich am Vortag nach schlechten News für das Immuntherapeutikum Tecentriq 1,8% eingebüsst.

News gibt es sonst noch von Zurich Insurance: Der Erstversicherer hat mit seinen Quartalszahlen etwas unter den Erwartungen abgeschnitten, was denn auch etwas auf den Kurs drückt (-0,4%).

Den ausführlichen Börsenbericht lesen Sie hier.

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12:15

Der überraschend starke Rückgang der US-Rohölbestände hat am Donnerstag den Ölpreisen einen weiteren Schub nach oben gegeben. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich am Terminmarkt um 1,5 Prozent auf 50,96 Dollar je Barrel (159 Liter). Die psychologisch wie technisch wichtige 50-Dollar-Marke eroberte der Future damit bequem zurück. Erst am Dienstag war Brent unter 49 Dollar gerutscht und hatte damit so niedrig wie zuletzt kurz vor dem Opec-Beschluss zur Förderkürzung im ersten Halbjahr 2017 Ende November notiert. US-Leichtöl WTI kostete mit 48,06 Dollar 1,5 Prozent mehr.

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10:15

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.30 Uhr 0,01% auf tiefer bei 9'088,96 Punkten, das neue Jahres- bzw. 21-Mte-Hoch vom Dienstag liegt bei 9121,10 Zählern. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, verliert 0,09% auf 1'444,47 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,04% auf 10'316,98 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln stehen zur Berichtszeit 19 im Minus und 11 im Plus.

An kursbewegenden News gibt es im Blue Chips Bereich nur wenige. Eine Ausnahmen ist Zurich Insurance: Der Erstversicherer hat mit seinen vorbörslich präsentierten Geschäftszahlen für das erste Quartal etwas unter den Erwartungen abgeschnitten, was denn auch etwas auf den Kurs drückt. 

An der Spitze der Tabelle sind derweil einige konjunktursensitive Titel wie Dufry (+0,9%), Swatch (+0,7%) oder LafargeHolcim (+0,6% auf 56,80 CHF) zu finden. 

Bei den Schwergewichten stehen Roche GS (-0,2%) weiter leicht unter Druck. Die Titel hatten am Vortag nach schlechten News für das Immuntherapeutikum Tecentriq 1,8% eingebüsst.

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09:10

Der SMI steigt mit einem Plus von 0,005 in den Handel. Dies bringt den Leitindex auf 9094 Punkte. Vor allem wegen eines deutlichen Kursrücksetzers des Schwergewichtes Roche hatte der SMI gestern etwas an Wert eingebüsst und war leicht unter die Marke von 9'100 Punkten gefallen. Damit bewegt sich der Schweizer Leitindex aber weiterhin auf dem höchsten Stand seit August 2015.

Die Zurich Insurance-Aktie (+0,04 Prozent) geht praktisch unverändert ind en Handel. Der Erstversicherer hat mit seinen Geschäftszahlen für das erste Quartal eher etwas unter den Erwartungen abgeschnitten hat. Es gebe denn auch einige Fragezeichen bezüglich Prämienvolumen und Ausgaben, generell seien die Zahlen aber solid, meint die Deutsche Bank in einer ersten Einschätzung.

Hervorstechend sind auch LafargeHolcim (+0,8 Prozent auf 56,90 Franken), wobei die Titel laut Händlern u.a. von einer Neueinstufung der Analysten von Citigroup gestützt werden dürften. Die US-Analysten nehmen die Abdeckung des weltgrössten Zementherstellers neu mit 'Buy' und einem Kursziel von 69 Franken auf.

Die Roche-GS (+0,2 Prozent) welche am Vortag nach schlechten News für das Immuntherapeutikum Tecentriq 1,8 Prozent eingebüsst hatten, könnten demnach zu einer leichten Erholung ansetzen. Der Pharmakonzern will am diesjährigen Jahrestreffen der wichtigen US-Onkologiegesellschaft ASCO Daten zu rund 20 Wirkstoffen präsentieren, wie er am Morgen mitteilte.

Ausserdem sieht sich der Konzern einer Patentklage in den USA gegenüber. Der US-Pharmakonzern Baxalta wirft den beiden Roche-Töchtern Genentech und Chugai vor, bei seinem Produktkandidaten Emicizumab gegen Hämophilie eines seiner Patente zu verletzen. Eine ähnliche Klage hatte Baxalta allerdings bereits vor einem Jahr in Japan eingereicht. Chugai sehe denn auch keinen Anlass, die Prognosen für das laufende Jahr anzupassen, hiess es aus Japan.

Kühne+Nagel (-3,85 Prozent) werden derweil am Berichtstag ex-Dividende von 5,50 Franken gehandelt. Im breiten Markt können Sunrise (+0,4 Prozent) nach Quartalszahlen zulegen. Der zweitgrösste Schweizer Telekomkonzern hat etwas mehr verdient als von Analysten geschätzt. Zahlen hat auch der Komponenten-Hersteller Schaffner publiziert.

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08:35

Ein Anstieg der Ölpreise hat den Aktienmärkten in Fernost am Donnerstag Auftrieb gegeben. Niedrigere Öl-Lagerbestände in den USA und die Aussicht auf eine anhaltende Opec-Produktionsbremse verteuerten das Rohöl. An den Aktienbörsen waren deshalb Energiewerte gefragt. In Tokio hielten sich die Kursgewinne insgesamt allerdings durch die Zögerlichkeit der Anleger in Grenzen. Händler sprachen von einem vorsichtigen Agieren der Investoren bei einem Nikkei-Index nahe der Marke von 20.000 Punkten. Die Kauflust werde erst wiederkommen, wenn die Kurse in den USA stiegen, sagte Analyst Yutaka Miura vom Finanzhaus Mizuho Securities. Der Dow-Jones-Index der US-Standardwerte hatte am Mittwoch im Minus geschlossen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ging mit einem Plus von 0,3 Prozent bei 19.961 aus dem Handel. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,4 Prozent. Gegen den Trend lag die Börse in Shanghai 0,4 Prozent im Minus. Hier bereitete den Anlegern eine strengere Regulierung der Kreditvergabe Sorgen.

Am Tokioter Aktienmarkt musste der VW-Rivale Toyota zeitweise einen Kursrückgang von fast zwei Prozent hinnehmen. Die Investoren verübelten dem Autobauer, dass er sie auf einen 20 Prozent niedrigeren Betriebsgewinn im laufenden Geschäftsjahr einstimmte. Bis zum Handelsschluss drehte der Kurs aber wieder ins Plus, die Papiere notierten schließlich 0,7 Prozent fester.

Nach dem jüngsten Plus von rund drei Prozent ging es an den Ölmärkten weiter nach oben: US-Rohöl wurde 0,7 Prozent höher zu 47,63 Dollar je Barrel gehandelt, die Nordsee-Sorte Brent kostete mit 50,52 Dollar pro Fass 0,6 Prozent mehr. Ein Euro wurde mit 1,0874 Dollar bewertet nach 1,0866 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 114,10 Yen gehandelt nach 114,27 Yen in den USA.

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08:10

Der  SMI legt gemäss den Angaben von Julius Bär um 0,2 Prozent auf 9106 Punkte zu. Die Zykliker und die Grossbanken legen etwas stärker zu als der Markt: LafargeHolcim +0,7 Prozent, Adecco, ABB, Credit Suisse und UBS je +0,1 Prozent (zu den vorbörslichen Kursen).

Den grössen Kursanstieg verzeichnet allerdings die Zurich-Aktie (+1,1 Prozent): Der Konzern hat Quartalszahlen vorgelegt, die zunächst schwierig zu beurteilen waren. Der Gewinn sank, allerdings spielten neue Reserve-Regelungen in Grossbritannien eine wichtige Rolle. Operativ geht es der Gruppe nicht so schlecht.

An der Wall Street hatten sie die Kurse nach Handelsschluss in Europa am Mittwoch kaum mehr bewegt. Der Dow-Jones- und der S&P500-Index gingen wenig verändert aus dem Handel, der Nasdaq-Composite kam auch nur minimal vom Fleck, schloss mit 6129,14 Zählern aber so hoch wie noch nie.

In Fernost tendierten die Börsen am Donnerstag uneinheitlich: Der Nikkei-Index in Tokio lag 0,4 Prozent höher, während in Shanghai der Composite-Index ein Prozent niedriger notierte.

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06:40

Die Kauflust werde erst wiederkommen, wenn die Kurse in den USA stiegen, sagte Analyst Yutaka Miura von Mizuho Securties. Der Dow Jones hatte am Mittwoch im Minus geschlossen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,4 Prozent höher bei 19.973 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,2 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen trat auf der Stelle. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,5 Prozent.

Ein Euro wurde mit 1,0877 Dollar bewertet nach 1,0866 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 114,14 Yen gehandelt nach 114,27 Yen in den USA. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0966 und zum Dollar mit 1,0083.

(Reuters/AWP/cash)