+++Börsen-Ticker+++ - Dow Jones steigt über 24'000 Punkte

Die Wall Street hat am Donnerstag ihre über weite Strecken moderaten Verluste im späten Handel wettgemacht und damit zum fünften Mal in Folge im Plus geschlossen.
10.01.2019 22:45
Die Börse an der Wall Street in New York.
Die Börse an der Wall Street in New York.
Bild: Pixabay

22:30

Der Dow Jones Industrial schwang sich in den letzten Handelsminuten über die von vielen Anlegern stärker beachtete Marke von 24 000 Punkten und schloss mit einem Anstieg von 0,51 Prozent bei 24 001,92 Zählern. Damit baute er seine Gewinnserie seit vergangenen Donnerstag auf fast 6 Prozent aus. Die Marktbeobachter von Index-Radar sehen den US-Leitindex bei rund 24 100 Punkten aber vor einer markttechnischen Barriere, die einen weiteren Anstieg zunächst stark erschweren dürfte.

Der marktbreite S&P 500 stieg am Donnerstag um 0,45 Prozent auf 2596,64 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,31 Prozent auf 6620,94 Punkte.

Bei den Einzelwerten machten die Aktien von Macy's mit einem Kursrutsch von fast 18 Prozent negative Schlagzeilen. Der Kaufhausbetreiber sah sich nach einer schwachen Umsatzentwicklung im Weihnachtsquartal dazu gezwungen, die bisherigen Jahresziele aufzugeben.

Im Dow waren die Industriewerte Boeing und Caterpillar mit Gewinnen von 2,6 beziehungsweise 2,1 Prozent am stärksten gefragt. Dagegen standen die Pharmaaktien von Pfizer und Merck & Co mit Verlusten von 2,4 beziehungsweise 1,2 Prozent ganz unten im Leitindex. Auslöser dafür war eine Twitter-Nachricht des US-Senators Bernie Sanders, der sich mit einigen Volksvertretern der demokratischen Partei über einen Gesetzesvorschlag für eine deutliche Senkung der Medikamentenpreise in den USA ausgetauscht hatte.

Die Titel von American Airlines verloren gut 4 Prozent. Zuvor hatte die Fluggesellschaft eine Umsatzwarnung für das vierte Quartal herausgegeben und auch ihr Gewinnziel für das Gesamtjahr 2018 reduziert.

Bei den Anlegern von Ford kam es weniger positiv an, dass der US-Autobauer sein Europa-Geschäft einer Schlankheitskur unterziehen will.

Twitter stiegen um 2,6 Prozent. Rückenwind erhielten die Aktien des Kurznachrichtendienstes von einer Kaufempfehlung der Analysten der US-Investmentbank Merrill Lynch. Diese sehen auf dem aktuellen Niveau etwa 20 Prozent Kurspotenzial.

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18:00

Die Schweizer Börse hat sich am Donnerstag mit einem deutlichen Kursplus von den übrigen europäischen Börsen abgesetzt. Grund dafür war Händlern zufolge der im Vergleich zu Euro und Dollar schwächere Franken.  Der SMI schloss 1,3 Prozent im Plus bei 8801 Punkten. An vielen anderen europäischen Börsen machte sich hingegen Ernüchterung breit, nachdem sich im Zollstreit zunächst keine neuen Entwicklungen abgezeichnet hatten.

Zu den grössten Gewinnern zählten international tätige Firmen, wie die Pharmariesen Novartis und Roche und der Lebensmittelkonzern Nestle. Auch Banken und Versicherungen waren gefragt - darunter die Privatbank Julius Bär mit einem Kursplus von 3,3 Prozent.

Am breiten Markt fielen die Ascom-Titel um sieben Prozent. Die Betriebsgewinnmarge (Ebitda) des Telekomausrüsters sank im Jahr 2018 auf rund zwölf von 14,1 Prozent. "Ascom konnte die eigenen hohen Erwartungen nicht ganz erfüllen und enttäuschte bezüglich Profitabilität", erklärte ZKB-Analyst Andreas Müller.

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15:55

Die Euphorie an den US-Börsen über die Annäherung im Handelsstreit mit China ist am Donnerstag abgeflaut.  Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor im frühen Handel 0,7 Prozent auf 23'707 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 gab 0,8 Prozent auf 2563 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel um ein Prozent auf 6891 Punkte.

China zufolge waren die dreitägigen Gespräche zur Beilegung des Zollstreits mit den USA "umfangreich, tief und detailliert". Dies bilde die Grundlage für eine Klärung der Bedenken, die beide Seiten hegten. Börsianer hatten sich allerdings konkretere Aussagen erhofft.

Bei den Einzelwerten gerieten die Aktien des Buchhändlers Barnes & Noble nach einem enttäuschenden Ausblick auf das vierte Quartal unter Druck. Sie brachen um mehr als zwölf Prozent ein.

Auch die Fluglinie American Airline rechnet mit weniger Umsatzwachstum als erhofft im Schlussquartal und schickte ihre Aktien auf Talfahrt. Die Papiere gaben mehr als neun Prozent nach. Andere Airlines wie JetBlue und Southwest verzeichneten Kursabschläge von mehr als vier Prozent.

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13:32

Die Aktien von Fiat Chrysler geben in der Spitze um 2,7 Prozent nach. Insidern zufolge will der Autobauer den Streit mit US-Justizministerium und Fahrzeugbesitzern über zu hohe Abgasemissionen mit der Zahlung von mehr als 700 Millionen Dollar beilegen.

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13:24

Angesichts des wachsendenden Drucks auf die britische Regierung in der Brexit-Debatte lassen Devisenanleger die Finger vom Pfund. Die britische Währung fiel am Donnerstag um bis zu 0,5 Prozent auf 1,2729 Dollar.

Der britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn fordert eine Neuwahl, sollte das Parlament den von Premierministerin Theresa May und der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag ablehnen. Eine Neuwahl des Parlaments müsse Vorrang vor einem zweiten Referendum über einen Ausstieg Grossbritanniens aus der Europäischen Union haben, sagte Labour-Chef Corbyn.

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10:50

Der Schweizer Aktienmarkt verzeichnet am Donnerstag leichte Einbussen, vermochte diese im Verlauf des Vormittags aber etwas einzudämmen. Der Swiss Market Index (SMI) verliert um 10.50 Uhr 0,17 Prozent auf 8'672,61 Punkte.

Die deutlichsten Einbussen bei den Blue Chips erleiden Clariant (-2,6% auf 18,98 Fr.), nachdem die US-Bank JP Morgan das Rating auf "Underweight" von "Neutral" und das Kursziel (19 Fr.) gesenkt hat. Er habe dem Chemiesektor gegenüber eine eher vorsichtige Haltung eingenommen, meinte der zuständige Analyst. Er hält den Titel ausserdem für hoch bewertet.

Dahinter geben Dufry (-1,9%) und Vifor Pharma (-1,6%) am stärksten nach.

Auch UBS (-1,6% auf 12,55 Fr.) zählen zu den grössten Verlierern, nachdem sie sich schon am Vortag unterdurchschnittlich entwickelt hatten.

Die CS-Aktien notieren unverändert, jene von Julius Bär (+0,6%) haben sich sogar bei den Gewinnern eingereiht.

Die Aktien der beiden Uhrenhersteller Swatch (-1,2%) und Richemont (-1,3%) gehören ebenfalls zu den grösseren Verlieren.Relativ gut halten sich auf der anderen Seite defensive Werte. So notieren die Schwergewichte Nestlé und Novartis (je +0,2) leicht im Plus, und der dritte Top-3-Wert Roche gibt nur um 0,1 Prozent nach.

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09:45

An der Börse wird das leicht über den Erwartungen liegende Wachstum von Bossard mit steigenden Kursen belohnt. Die Aktie rückt bis um 09.40 Uhr in einem schwächer tendierenden Markt um 5,1 Prozent auf 161,50 Franken vor (SPI: -0,38%). Seit Jahresbeginn haben die Titel somit die deutlichen Verluste des Dezembers beinahe aufgeholt.

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09:25

Die Aktien von Clariant fallen am Donnerstag deutlich zurück, nachdem die Analysten von JPMorgan ihr Rating für die Papiere abgestuft haben.  Die Clariant-Papiere sacken in einem ohnehin negativ tendierenden Gesamtmarkt bis 09.22 Uhr um 3,7 Prozent auf 18,77 Franken ab. Der Gesamtmarkt gemessen am SPI liegt 0,45 Prozent im Minus. Vor einem Jahr hatten die Valoren noch fast 30 Franken gekostet.

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09:10

Nach zwei Tagen mit deutlichen Kursgewinnen legt die Schweizer Börse am Donnerstag eine Verschnaufpause ein. Der SMI startet mit einem Minus von 0,7 Prozent. Händler erklären sich die Verluste mit einer Verschnaufpause, nachdem der Markt zwei Tage in Folge deutlich angezogen hatte. Die US-Vorgaben sind derweil neutral, jene aus Asien neutral bis leicht negativ.

 

Überdurchschnittliche Verluste erleiden die Luxusgüterhersteller Richemont (-1,2 Prozent) und Swatch (-1,8 Prozent). Händler verweisen auf neue Daten zur Preisentwicklung im Schlüsselmarkt China. Zudem liegt zu beiden Titeln eine negative Einschätzung von Berenberg vor. Nach einer Rating-Änderung geht es auch mit den UBS-Papieren (-2,3 Prozent) abwärts.

Die Zurich-Aktien (-0,4 Prozent) zeigen derweil keine grosse Reaktion auf die Nachricht, dass der US-Nahrungsmittelkonzern Mondelez eine Klage gegen die Versicherung eingereicht hat. Die Schwergewichte Nestlé (-0,2 Prozent), Novartis (-0,5 Prozent) und Roche (-0,5 Prozent) starten unterschiedlich.

Etwas stärkere Verluste drohen Clariant (-4,3 Prozent), nachdem die US-Bank JP Morgan das Rating auf "Underweight" von "Neutral" und das Kursziel gesenkt hat. Er habe dem Chemiesektor gegenüber eine eher vorsichtige Haltung eingenommen, meinte der zuständige Analyst. Er hält den Titel ausserdem für hoch bewertet.

Am breiten Markt gibt es Zahlen zu Ascom. Die Titel könnten unter die Räder kommen, nachdem das Unternehmen seine eigenen Ziele für 2018 verfehlt hat. Zahlen haben ausserdem Bossard (Aktie unverändert) und Swissquote (-2,7 Prozent) vorgelegt.

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08:33

Der Nikkei-Index mit den 225 führenden Werten verlor nach zuvor drei positiven Handelstagen in Folge 1,3 Prozent auf 20.163 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab 0,9 Prozent nach. Der Dollar fiel in der Spitze um 0,4 Prozent auf 107,77 Yen. Ein stärkerer Yen ist schlecht für die exportabhängige japanische Wirtschaft, deren Waren dadurch im Ausland teurer werden. Experten machten für die Yen-Aufwertung den wachsenden Druck auf die US-Notenbank Fed verantwortlich, eine Pause in ihrem Zinsanhebungszyklus einzulegen. Nach vier Zinserhöhungen im vergangenen Jahr will es die US-Notenbank Fed nun ruhiger angehen lassen.

Unter den Einzelwerten hatten vor allem Exportwerte wie Sony das Nachsehen. Deren Aktien verloren drei Prozent. Die Titel des Elektronikteile-Herstellers TDK gaben 2,5 Prozent nach. In China rutschte der CSI-300-Index , der die 300 wichtigsten Werte an den Börsen des chinesischen Festlands abdeckt, erst im späten Handel knapp 0,19 Prozent ins Minus ab auf 3072,69 Punkte. Dort stand eine zum Jahresende enttäuschende Entwicklung der Erzeuger- und Verbraucherpreise im Mittelpunkt.

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08:15

Die Ölpreise haben am Donnerstag den starken Anstieg der vergangenen Handelstage vorerst nicht weiter fortgesetzt. Der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI fiel um 59 Cent auf 51,77 US-Dollar. Ein Fass der Nordseesorte Brent (159 Liter) kostete am Morgen 60,87 Dollar. Das waren 57 Cent weniger als am Vortag.

Am Ölmarkt wurden die Erwartungen an ein schnelles Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China gedämpft. Am Ölmarkt wurden die Erwartungen an ein schnelles Ende des Handelsstreits zwischen den USA und China gedämpft.

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08:06

Der Swiss Market Index (SMI) wird von der Bank Julius Bär vorbörslich bei 8661 Punkten (-0,3 Prozent) berechnet. Der Zollstreit zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften dürfte auch weiterhin im Fokus der Anleger stehen. China und die USA haben ihre jüngste Gesprächsrunde über eine Lösung des Handelstreits in Peking beendet und wollten in Kürze Ergebnisse präsentieren. Für Gesprächsstoff dürfte zudem die Fed sorgen: Nach dem Zinsstakkato im vergangenen Jahr will es die US-Notenbank nun ruhiger angehen lassen.

Die grössten Verluste am SMI verzeichnen UBS (-0,9 Prozent) sowie Richemont und Swatch (je -0,6 Prozent). Die drei Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche verlieren vorbörslich rund 0,2 Prozent. Am breiten Markt fallen Ascom (-6,3 Prozent) und Clariant (-1,3 Prozent) auf.

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07:50

Der Euro hat am Donnerstag an die starken Kursgewinne vom Vortag angeknüpft und weiter zugelegt. Am frühen Morgen stieg die Gemeinschaftswährung zeitweise bis auf 1,1570 US-Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Mitte Oktober. Zuletzt wurde sie wieder etwas tiefer bei 1,1553 Dollar gehandelt.

Auch der Franken legte zum US-Dollar nochmals leicht zu. Das Währungspaar USD/CHF notiert bei 0,9733, nachdem es am Vorabend bei 0,9750 und am Mittwochmorgen noch über der 0,98er-Marke gestanden hatte. Das Duo EUR/CHF wurde zuletzt wenig verändert bei 1,1245 gehandelt. Analysten sprechen von einer breitangelegten Dollar-Schwäche. Am Devisenmarkt spielt die Geldpolitik in den USA eine entscheidende Rolle. Die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen werden immer weiter nach unten geschraubt.

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06:45

Der Nikkei-Index mit den 225 führenden Werten verlor nach zuvor drei positiven Handelstagen in Folge rund 1,5 Prozent auf 20.121 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab zur Handelsmitte um 1,0 Prozent auf 1519 Zähler nach.

Der Yen wertete im Vergleich zum Dollar auf. Experten machten dafür den wachsenden Druck auf die US-Notenbank Fed verantwortlich, eine Pause in ihrem Zinsanhebungszyklus einzulegen. Ein stärkerer Yen ist schlecht für die exportabhängige japanische Wirtschaft, deren Waren dadurch im Ausland teurer werden. Exportwerte wie Sony verloren drei Prozent, TDK um 2,7 Prozent und Daikin Industries um 2,3 Prozent.

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06:30

Der Euro wertete im fernöstlichen Handel um 0,15 Prozent auf. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,1559 Dollar.

(cash/Reuters/AWP)