+++Börsen-Ticker+++ - Dow Jones weiter im Höhenrausch

An der Wall Street hat sich die Rekordrally auch am Mittwoch fortgesetzt. Börsianer verweisen auf sehr günstige Rahmenbedingungen.
18.10.2017 22:30
Jeden Abend ein Feuerwerk für den Dow Jones.
Jeden Abend ein Feuerwerk für den Dow Jones.
Bild: pixabay.com

22:30

"Wir sind an einem Optimalpunkt, an dem die Wirtschaft nicht zu stark und nicht zu schwach wächst", sagt Chefökonom Scott Brown vom Finanzdienstleister Raymond James. "Die Fed zieht die Zügel an, aber nicht zu schnell, und die Firmenergebnisse legen weiter zu."

Trotz der verheerenden Folgen der Hurrikans im Süden der USA ist die amerikanische Wirtschaft laut der Notenbank Fed weiter in der Wachstumsspur. Von September bis Anfang Oktober habe die Aktivität der Industrie in den meisten Regionen "leicht bis moderat" zugelegt, heisst es im sogenannten Beige Book, das die Fed veröffentlichte. Es basiert auf einer Umfrage unter Firmenvertretern. In den Fed-Bezirken Richmond, Dallas und Atlanta sei es allerdings sturmbedingt zu "grösseren Störungen" gekommen.

Die Fed hat ihre Leitzinsen zuletzt im Juni auf die jetzige Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent angehoben und will noch dieses Jahr nachlegen, wenn die Konjunkturlage es erlaubt.

Der Dow Jones der Standardwerte schliesst 0,7 Prozent höher auf 23'157 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöht sich um 0,1 Prozent auf 2561 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stagniert bei 6624 Punkten.

Unter den Einzelwerten zogen IBM Aufmerksamkeit auf sich. Der weltgrösste IT-Dienstleister übertraf mit seiner Quartalsbilanz die Erwartungen von Analysten. Die IBM-Aktien schiessen 8,9 Prozent in die Höhe.

Der Börsenwert des Pharmakonzerns Abbott steigt 1,3 Prozent. Das Unternehmen erzielte ebenfalls einen überraschend hohen Gewinn und profitierte dabei von einem starken Geschäft mit Medizingeräten.

Auf der Gewinnerliste stehen auch Finanzwerte. Der Branchenindex legt 0,6 Prozent zu.

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17:40

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch zugelegt. Der anhaltende Rekordlauf an der Wall Street, der festere Dollar und mehrheitlich erfreuliche Quartalsberichte stärkten laut Händlern den Risikoappetit der Anleger. Die unsichere Entwicklung in der Katalonien-Krise sei zumindest kurzfristig etwas in den Hintergrund gerückt. Der SMI steigt bis Handelsschluss um 0,4 Prozent 9306 Punkte, zwischenzeitlich erreichte er bei 9318 Punkten ein Jahreshoch. Am Dienstag hatte der Leitindex geringfügig tiefer geschlossen.

Die Unsicherheit über die Zukunft Kataloniens könnte aber schon bald wieder das Geschehen an den Märkten beeinflussen. Am Donnerstag um 10 Uhr läuft das Ultimatum der Madrider Zentralregierung ab. Bis dahin soll die Regionalregierung eindeutig sagen, ob sie vergangene Woche die Unabhängigkeit erklärt hat oder nicht.

Frischen Wind erhoffen sich Händler neben der Bilanzsaison, die am Donnerstag mit den Umsatzzahlen von Roche und Nestlé in der Schweiz richtig Fahrt aufnimmt, auch vom Konjunkturbericht der US-Notenbank. Das "Beige Book" wird nach Börsenschluss in Europa veröffentlicht. Davon werden Hinweise auf den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung in den USA erwartet.

Die Roche-Genussscheine sinken um 0,5 Prozent. Von Reuters befragte Analysten erwarten, dass der Pharmariese den Umsatz im dritten Quartal um 5 Prozent gesteigert hat.

Die Nestlé-Aktien steigen um 1,0 Prozent. Analysten wetten darauf, dass der Nahrungsmittelriese im dritten Quartal das Wachstum beschleunigt hat. "Viel Neues kann man eigentlich nicht erwarten", sagt ein Händler und verweist darauf, dass Nestlé sich ja vor kurzem erst auf einer Investorenpräsentation ausführlich geäussert habe.

Die Aktien des dritten SMI-Riesen Novartis gewinnen 0,7 Prozent. Das Novartis-Medikament Revolade hat in einer Langzeitstudie Wirkung gezeigt und bei Patienten mit Thrombozytopenie die Blutungsneigung verringert.

Die Aktien der Credit Suisse steigen um 0,4 Prozent. Das Interesse der Anleger an der Grossbank sei ungebrochen, nachdem der aktivistische Investor RBR Capital die zweitgrösste Bank des Landes ins Visier genommen hat. Grossaktionär Harris Associates will einem Bericht der "Financial Times" zufolge das Management der Schweizer Bank dazu drängen, die RBR-Forderungen genauer zu prüfen. Zwar billige Harris dem Vorhaben von RBR insgesamt wenig Wert zu, schreibt die Zeitung in ihrer Online-Ausgabe. Doch einige Punkte rechtfertigen eine nochmalige Überlegung, wie Harris-Manager David Herro sagte.

Die Titel von Richemont ziehen 1,1 Prozent an. Der Luxusgüterkonzern hatte am Dienstag einen um 80 Prozent höheren Halbjahresgewinn in Aussicht gestellt. Die Anteile von Rivalin Swatch gewinnen 0,6 Prozent.

Die Adecco-Aktien steigen um 1,3 Prozent auf 76,65 Franken. HSBC empfiehlt den Personalvermittler mit einem Kursziel von 99 Franken zum Kauf. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Mittwoch.)

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15:40

An der Wall Street setzt sich die Rekordrally auch am Mittwoch fort. Börsianer verweisen auf sehr günstige Rahmenbedingungen. "Wir sind an einem Optimalpunkt, an dem die Wirtschaft nicht zu stark und nicht zu schwach wächst", sagt Chefökonom Scott Brown vom Finanzdienstleister Raymond James. "Die Fed zieht die Zügel an, aber nicht zu schnell, und die Firmenergebnisse legen weiter zu." Für den Abend (20 Uhr MESZ) wird der Konjunkturbericht der US-Notenbank Fed - das sogenannte Beige Book - erwartet. An den Finanzmärkten gilt es als sehr wahrscheinlich, dass die Fed den Leitzins im Dezember trotz der schwachen Inflation weiter anheben wird.

Der Dow Jones der Standardwerte notiert im frühen New Yorker Handel 0,5 Prozent höher auf 23'116 Punkten, nachdem er die 23'000er Marke am Dienstag erstmals übersprungen hatte. Der breiter gefasste S&P 500 steigt 0,2 Prozent auf 2564 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq klettert ebenfalls 0,2 Prozent auf 6634 Stellen.

Unter den Einzelwerten ziehen IBM Aufmerksamkeit auf sich. Der weltgrösste IT-Dienstleister übertraf mit seiner Quartalsbilanz die Erwartungen von Analysten. Die IBM-Aktien schiessen 7,8 Prozent in die Höhe.

Der Börsenwert des Pharmakonzerns Abbott steigt 1,8 Prozent. Das Unternehmen erzielte ebenfalls einen überraschend hohen Gewinn und profitierte dabei von einem starken Geschäft mit Medizingeräten.

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12:45

Der Schweizer Aktienmarkt präsentiert sich am Mittwochmittag freundlich und hat damit seit dem Morgen zugelegt. Das Leitbarometer Swiss Market Index (SMI) ist dabei wieder über 9300 Punkte gestiegen. Die Bandbreite ist wie an den vergangenen Tagen allerdings relativ eng. Händler erhoffen sich von der nun anlaufenden Berichtssaison frischen Wind. Diesbezüglich herrscht zur Wochenmitte zwar noch Flaute. Doch wenn am Donnerstag mit Nestlé und Roche zwei Grosskonzerne zum Zahlenrapport antreten, dürfte dies den Markt durchaus in die eine oder andere Richtung bewegen.

Impulse von der Makroebene blieben bislang aus. Mit Spannung wurde eine Rede von EZB-Präsident Mario Draghi verfolgt, in der er die Staaten der Euro-Zone erneut zu wirtschaftlichen Reformen aufrief. Zum weiteren Kurs der EZB äusserte er sich nicht. Dies dürfte aber in der kommenden Woche der Fall sein, wenn die nächste Sitzung des EZB-Rats und anschliessend wie gewohnt eine Medienkonferenz stattfindet. Gerüchten zufolge soll es zu einer Halbierung des Anleihekaufvolumens ab Januar 2018 kommen.

Der SMI gewinnt gegen Mittag 0,3% auf 9299 Punkten, das Jahreshoch liegt bei 9313. Der 30 Aktien umfassende SLI legt 0,3% auf 1495 und der breite SPI 0,4% auf 10'630 Zähler zu. Von den 30 wichtigsten Titeln stehen 24 im Plus, 5 im Minus und UBS unverändert.

Vor allem die Kursgewinne der beiden Schwergewichte Nestlé (+0,8%) und Novartis (+0,3%) sind wegweisend für den Gesamtmarkt. Während Novartis bereits am Morgen eine Stütze waren, notierten Nestlé im frühen Handel noch knapp gehalten. Seit Ende September hat sich der Titel relativ gut entwickelt. Am (morgigen) Donnerstag wird sich zeigen, ob dies von den Unternehmenszahlen untermauert wird. Der Pharmakonzern Novartis wiederum vermeldete am Mittwoch Langfristdaten für sein Medikament Revolade bei der Behandlung der Autoimmunkrankheit ITP, die von ZKB-Analyst Michael Nawrath als leicht positiv gewertet werden.

Im grösseren Stil werden auch Logitech (+0,9%), Sonova (+0,9%) nach dem Investorentag am Dienstag sowie die volatilen Aryzta (+0,9%) nachgefragt. CS (+0,6%) knüpfen an eine starke Entwicklung vom Vortag an. Für Kursphantasie hatte der Einstieg des aktivistischen Investors Rudolf Bohli gesorgt, der die Aufspaltung der Grossbank fordert. Gemäss dem jüngsten Bericht der Financial Times will CS-Grossaktionär Harris Associates das Management der Bank dazu drängen, die Forderungen genauer zu prüfen.

Die grössten Verluste verzeichnen auf der Gegenseite mit Abstand Dufry (-1,5%). Die Analysten von Kepler Cheuvreux erwarten für das dritte Quartal des Reisedetailhändlers höhere Konzessionsgebühren, was sich negativ auf die Gewinnentwicklung auswirke.

Neben ABB (-0,3%) verzeichnen noch die schwergewichtigen Roche (-0,2%) am Tag vor dem Zahlenrapport nennenswerte Abgaben. Für die Pharma-Aktien hat Citigroup das Rating auf "Neutral" gesenkt und die Titel zugleich von ihrer vielbeachteten "Focus"-Liste gestrichen.

Am breiten Markt fallen die kleineren Pharmawerte wie Addex (+9,5%), Newron (+3,8%) und Santhera (+3,1%) sowie die Aktien der teils in ähnlichen Bereichen tätigen Evolva (+8,8%) auf. Auch die Nahrungsmittelwerte Hügli (+2,4%) und Emmi (+1,8%) sind nachrichtenlos gesucht. VAT (+2,7%) erholen sich vom Kursrutsch des Vortags nach der Zahlenvorlage. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:55

Die Kurse an der Schweizer Börse bewegen sich am Mittwochmorgen in engen Spannen. Die Stimmung sei aber grundsätzlich gut, sagen Händler. Vor der am Donnerstag in der Schweiz so richtig Fahrt aufnehmenden Bilanzsaison liessen die Anleger allerdings Vorsicht walten. Der SMI notiert mit 9292 Punkten 0,2 Prozent über dem Vortagesniveau. Am Dienstag hatte der Leitindex geringfügig tiefer geschlossen.

Frischen Wind erhoffen sich Händler neben der Bilanzsaison auch vom Konjunkturbericht "Beige Book" der US-Notenbank, der nach Börsenschluss in Europa veröffentlicht wird. Davon werden Hinweise auf den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung in der weltgrössten Volkswirtschaft erwartet.

Im Mittelpunkt steht erneut die Credit Suisse, die ins Visier des aktivistischen Investors RBR Capital geraten ist. Grossaktionär Harris Associates will einem Bericht der "Financial Times" zufolge das Management der zweitgrössten Schweizer Bank dazu drängen, die RBR-Forderungen genauer zu prüfen. Zwar billige Harris dem Vorhaben von RBR insgesamt wenig Wert zu, schreibt die Zeitung in ihrer Online-Ausgabe. Doch einige Punkte rechtfertigen eine nochmalige Überlegung, wie Harris-Manager David Herro sagte. Bei der Bank war vorerst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Die CS-Aktien ziehen 0,8 Prozent an.

Finanzwerte sind allgemein eher auf der Gewinnerseite zu finden. Die Aneile der UBS steigen um 0,3 Prozent, die des Vermögensverwalters Julius Bär 0,4 Pozent. Die Versicherungswerte Swiss Life und Zurich sind kaum verändert.

Die Titel des Indexschwergewichts Nestlé gewinnen 0,5 Prozent, jene von Roche geben 0,2 Prozent nach. Der Nahrungsmittelkonzern und der Pharmariese wollen am Donnerstag Umsatzzahlen veröffentlichen. Die Aktien des dritten SMI-Riesen Novartis legen 0,3 Prozent zu. Das Novartis-Medikament Revolade hat in einer Langzeitstudie Wirkung gezeigt und bei Patienten mit Thrombozytopenie die Blutungsneigung verringert.

Gefragt sind zyklische Titel. Die Lonza-Aktien rücken 0,5 Prozent vor. In den vergangenen Tagen hatten die Anleger bei dem Pharmazulieferer, der dieses Jahr mehr als 50 Prozent an Wert gewonnen hat, Gewinn eingestrichen.

Auch die Titel von Richemont ziehen 0,9 Prozent an. Der Luxusgüterkonzern hatte am Dienstag einen um 80 Prozent höheren Halbjahresgewinn in Aussicht gestellt. Die Anteile von Rivalin Swatch notieren gehalten.

Die Adecco-Aktien steigen um 0,8 Prozent auf 76,30 Franken. HSBC empfiehlt den Personalvermittler mit einem Kursziel von 99 Franken zum Kauf.

Am breiten Markt steigen die Aktien VAT nach den kräftigen Einbussen vom Vortag um 2,2 Prozent. Der Quartalsbericht der Vakuumventile-Firma hatte keine neuen Kaufanreize geboten und manch ein Anleger hatte seine Kursgewinne eingestrichen. 

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09:05

Der SMI startet praktisch unverändert bei 9266 Punkten. Der Grundton ist freundlich, nachdem an diversen Leitbörsen neue Rekorde erreicht wurden. Auch an der Börse in Tokio setzte der Nikkei sein Rally zunächst fort und schaffte es erstmals seit 1996 über 21'400 Punkte. 

Die anlaufende Quartalsberichtssaison könnte dem Markt weitere Dynamik verleihen, entweder weiter nach oben oder auch nach unten, heisst es am Markt. Die Erwartungen an die Unternehmensresultate seien nach dem Aktienrally hoch. Bereits kleinere Enttäuschungen könnten daher Kursrücksetzer auslösen.

Auch von der Makroebene sind im weiteren Handelsverlauf kaum Impulse zu erwarten, die Agenda ist diesbezüglich jedenfalls dünn. Von Interesse sind die am frühen Nachmittag (Schweizer Zeit) anstehenden Reden der beiden Fed-Mitglieder Dudley und Kaplan in New York. Mit Spannung wird zudem der Konjunkturbericht der US-Notenbank, das sogenannte Beige Book, am späten Abend erwartet.

Bei den hiesigen Einzeltiteln fallen die beiden Pharma-Schwergewichte Roche (-0,4 Prozent) und Novartis (+0,2 Prozent) auf. Roche werden zur Wochenmitte gemäss Händleraussagen von einem negativen Analystenkommentar belastet. Der Konzern wird zusammen mit dem Nahrungsmittelhersteller Nestlé (Aktie -0,4 Prozent) am Donnerstag die Quartalszahlen veröffentlichen. Novartis profitiert hingegen von Produktnews.

Etwas auffällig zeigen sich noch Adecco mit +0,2 Prozent, nachdem HSBC das Kursziel auf 99 CHF erhöht und die Kaufempfehlung bekräftigt hat. Am breiten Markt geraten Valora (+0,2 Prozent) etwas stärker in den Blick. Die Kapitalerhöhung zur (Teil-)Finanzierung der Backwerk-Übernahme fällt mit 160 Mio CHF etwas grösser aus als im September angekündigt.

Im Blick sind auch VAT (+0,5 Prozent), die am Vortag nach einer leichten Zahlenenttäuschung um fast 5 Prozent zurückgefallen waren, sowie Zur Rose (-0,4 Prozent). Die Titel der Versandapotheke waren am Dienstag nach starken Zahlen um etwa 8 Prozent angesprungen. Der Bankensoftwarespezialist Temenos (Aktie +0,2 Prozent) wird nach dem heutigen Börsenschluss seinen Zahlenausweis zum dritten Quartal veröffentlichen.

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08:55

Die Rally an der japanischen Börse geht weiter. Der Nikkei-Index legte am Mittwoch den zwölften Tag in Folge zu und schloss mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 21.363,05 Punkten auf dem höchsten Stand seit 21 Jahren. "Die Dynamik der US-Börsen schwappt auf die anderen Märkte über", sagte Norihiro Fujito, Anlagestratege der Investmentbank Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

In Erwartung der Parlamentswahlen am Wochenende deckten sich Anleger wieder mit japanischen Papieren ein. Umfragen zufolge kann die Regierung des Ministerpräsidenten Shinzo Abe auf eine Zwei-Drittel-Mehrheit hoffen. Gegen den Trend rutschten Kobe Steel um 3,1 Prozent ab. Damit sind die Papiere wegen des Skandals um gefälschte Produktdaten in den vergangenen beiden Woche rund 40 Prozent abgestürzt. In China richtete sich die Aufmerksamkeit der Börsianer auf den Kongress der Kommunistischen Partei. Wegen der Spekulationen auf eine Abkühlung der Konjunktur warteten sie auf überraschende Reformen zur Ankurbelung der Wirtschaft, sagte Analyst Yan Kaiwen vom Brokerhaus China Fortune.

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08:05

Die Bank Julius Bär berechnet den vorbörslichen Kurs des Swiss Market Index (SMI) bei 9280 Punkten (+0,1 Prozent). Unter den SMI-Einzeltiteln zeichnet sich wenig Bewegung ab. Die grössten Gewinne verzeichnen vorbörslich Adecco (+0,3 Prozent) und Novartis (+0,5 Prozent) nach Produktnews, während Roche (-0,2 Prozent) verliert. 

Handelsimpulse erhoffen sich Händler von der Bilanzsaison, die auch in der Schweiz Fahrt aufnimmt. Am Donnerstag veröffentlichen unter anderem der Pharmakonzern Roche und der Nahrungsmittelkonzern Nestlé Umsatzzahlen. Mittwoch nach Börsenschluss in Europa wird zudem in den USA der Konjunkturbericht "Beige Book" der Notenbank veröffentlicht, von dem Hinweise auf den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung erwartet werden. Daneben stehen die US-Wohnbaubeginne auf dem Terminplan.

An der Wall Street hatten sich die US-Indizes nach Börsenschluss in Deutschland kaum bewegt. Der Dow Jones beendete die Sitzung 0,2 Prozent höher, während der Nasdaq fast unverändert bei 6623,66 Stellen blieb. Der S&P500 stieg um 0,1 Prozent.

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07:41

Der Euro hat sich am Mittwoch nach zum Teil deutlichen Verlusten in den vergangenen Handelstagen vorerst stabilisiert. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung gegenüber dem US-Dollar bei 1,1761 USD gehandelt und damit nur leicht tiefer als am Vortag. Zum Schweizer Franken notiert der Euro auf 1,1510 CHF und damit ebenfalls nur geringfügig tiefer. Der Dollar-Franken-Kurs notiert bei 0,9788 CHF praktisch unverändert. Zuletzt hatten Spekulationen dem Dollar Auftrieb verliehen, dass im kommenden Jahr ein Vertreter einer eher strafferen Geldpolitik mit weiter steigenden Zinsen Nachfolger der US-Notenbankchefin Janet Yellen werden könnte. Im Gegenzug geriet der Euro in der ersten Wochenhälfte unter Druck.

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07:16

Die Preise für Rohöl erholen sich am Mittwochmorgen etwas. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet 58,24 Dollar. Das sind 36 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 20 Cent auf 52,08 Dollar. Die Kursrückgänge setzten am Dienstagnachmittag ein. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, der auf eine Entspannung im Irak-Konflikt hindeutet. Laut dem Fernsehsender Sky News Arabia hat sich die kurdische Peschmerga bereit erklärt, sich hinter die irakischen Grenzen von 2003 zurückzuziehen. Allerdings machte der Sender keine Angaben dazu, woher die Information stammt.

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06:18

Chinas Präsident Xi Jinping betonte in seiner Eröffnungsrede, dass der Markt eine entscheidende Rolle in der Wirtschaft spielen solle. Investoren hoffen auf Signale, welche Wirtschaftsreformen in den kommenden fünf Jahren anstehen könnten, auch wenn in der Vergangenheit bei derartigen Kongressen häufig nur wenige Details genannt wurden.

Die chinesischen Börsen legten etwas zu: Der CSI300 notierte 0,4 Prozent fester, das Barometer der Börse Shanghai gewann 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans notierte kaum verändert.

In Japan hielten sich viele Investoren vor der anstehenden Wahl mit Käufen zurück. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte 0,1 Prozent fester bei 21.354 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index lag mit 1724 Zählern etwa auf dem Vortagesniveau. Einer Umfrage zufolge steuert die Koalition von Ministerpräsident Shinzo Abe auf eine Zweidrittelmehrheit bei der Abstimmung am Sonntag zu.

Der Dollar notierte mit 112,22 Yen kaum verändert. Der Euro bewegte sich ebenfalls kaum. Am Mittwoch steht eine Konferenz der Europäischen Zentralbank (EZB) an, bei der sich eine Reihe von Notenbankern äussern werden. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9776 Franken je Dollar und 1,1510 Franken je Euro gehandelt.

(cash/Reuters/AWP)