+++Börsen-Ticker+++ - Dow kaum verändert - Tech-Werte erholen sich

Treten auf der Stelle: Zur Wochenmitte wollte wegen anhaltender politischer Unsicherheiten bei den Standardwerten an den US-Börsen keine rechte Kauflaune aufkommen. Tesla schmiert ab.
05.07.2017 23:00
Wegweiser zur Börse in New York.
Wegweiser zur Börse in New York.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow Jones Industrial ging nach einer feiertagsbedingten Pause unweit seines Schlusskurses vom Montag ins Ziel, als er bei 21 562 Punkten zwischenzeitlich noch eine Rekordmarke setzen konnte. Am Ende stand der Leitindex denkbar knapp mit 0,01 Prozent im Minus bei 21 478,17 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index dagegen behauptete sich 0,15 Prozent höher bei 2432,54 Punkten.

Die zuletzt gebeutelten Technologiewerte an der Nasdaq setzten jedoch zu einer deutlichen Erholungsbewegung an: Ihr Auswahlindex Nasdaq 100 rückte um 0,93 Prozent auf 5648,82 Punkte vor. Stützend wirkten sich dort vor allem Kursgewinne bei Halbleiterwerten aus: Micron Technology und Nvidia gehörten mit Aufschlägen von 4,7 und 2,7 Prozent zu den grössten Gewinnern. An der Dow-Spitze rückten auch Intel um 2,63 Prozent vor.

Schwächer zeigten sich dagegen Ölwerte, nachdem der Ölpreis zur Wochenmitte wieder deutlich unter Druck geriet.

Die Aktien von Tesla setzten ihre Talfahrt ungebrochen fort. Mit einem Rutsch um nochmals 7,2 Prozent erreichten sie den tiefsten Stand seit Ende Mai, weil sich der Markt nach den jüngst vorgelegten Auslieferungszahlen verstärkt um die Ziele des Elektroautobauers sorgt. Die Experten von Goldman Sachs hatten sich nun zur Wochenmitte pessimistisch geäussert: Ihr neues Kursziel sehen sie mit 180 Dollar bei gut der Hälfte des aktuellen Niveaus von 327 Dollar.

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17:30

Kursverluste der Index-Schwergewichte haben die Schweizer Börse am Mittwoch ins Minus gedrückt.

Händlern zufolge fehlten über weiter Strecken auch Impulse, weil in den USA die Finanzmärkte am Dienstag wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen blieben. Ausserdem scheuten viele Anleger vor der Veröffentlichung des Protokolls des jüngsten Offenmarkt-Treffens der US-Notenbank das Risiko. Auch der bevorstehende G20-Gipfel, der am Freitag in Hamburg beginnt, dämpfe die Kaufbereitschaft der Anleger. Der SMI sank um 0,2 Prozent auf 8954 Punkte.

Weitere Hinweise auf US-Konjunktur und die Geldpolitik der Fed erhoffen sich die Marktteilnehmer von den Arbeitsmarktdaten und dem ISM-Einkaufsmanagerindex, die am Donnerstag und Freitag auf dem Programm stehen.

Der Indexrückgang war überwiegend den Kurseinbussen der drei SMI-Riesen Nestle, Novartis und Roche geschuldet. Die Novartis-Aktie lagen 0,3 Prozent im Minus bei 80,15 Franken.

Anteile zyklischer Firmen tendierten meist höher. Gefragt waren die Titel von Swatch mit 1,1 Prozent Plus. "Möglicherweise positionieren sich manche Anleger in den Uhrenaktien, weil sie auf eine positive Überraschung im Halbjahresbericht wetten", sagte ein Händler.

Den ausführlichen Börsen-Schlussbericht lesen Sie hier.

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16:05

Nach dem Unabhängigkeitstag ist die Wall Street am Mittwoch positiv in den Handel zurückgekehrt, hat dann aber sofort ins Minus gedreht.

Wegen der anhaltenden politischen Unsicherheit nach dem Raketentest Nordkoreas und der Zurückhaltung vor dem am Abend veröffentlichten Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed hielt sich die Kaufbereitschaft aber in Grenzen. Auch auf frische Wirtschaftsdaten aus der US-Industrie wird kurz nach dem Auftakt noch gewartet.

Der Dow Jones Industrial pendelte im frühen Geschäft um den Schlusskurs vom Montag, als er bei 21'562 Punkten eine neue Rekordmarke setzen konnte. Zuletzt lag er knapp mit 0,16 Prozent im Minus bei 21'444,84 Punkten. Der marktbreite S&P-500-Index gab noch knapper um 0,06 Prozent auf 2'427,60 Punkte nach.

Unter den zuletzt gebeutelten Technologiebörse Nasdaq kam es hingegen zu einer kleinen Erholungsbewegung: Ihr Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,39 Prozent auf 5'618,65 Punkte. Vor allem Chipwerte gaben dort mit Gewinnen die Richtung vor.

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12:42

Für den Schweizer Aktienmarkt geht es auch am Mittwoch abwärts. Ausschlaggebend dafür sind vor allem die Kursverluste der drei Schwergewichte Novartis, Roche und Nestlé.  Der Swiss Market Index (SMI) verliert gegen 11.50 Uhr 0,37% auf 8'937,99 Punkte. Sein bisheriges Tagestief hatte er in den ersten Handelsminuten bei 8'908,85 Zählern markiert.

Wie ein Händler betont, stellt der Schweizer Markt gegenüber den meisten europäischen Börsen einen negativen Ausreisser zur Wochenmitte dar. Das sei allein den Kursverlusten der drei Schwergewichte geschuldet, allen voran Novartis (-1,2%). Die Experten der Credit Suisse haben ihre Bewertung für die Titel auf "Underperform" gesenkt.

Die Kursverluste der anderen beiden Schwergewichte Roche (-0,7%) und Nestlé (-0,5%) tragen weiterhin zum insgesamt negativen Bild bei.

Die beiden Grossbanken Credit Suisse (+0,8%) und UBS (+0,1%) notieren mittlerweile beide in der Gewinnzone. Hier heisst es von Händlerseite, die Aktien der CS stünden nach den jüngst vollzogenen Massnahmen und einigen Expertenkommentaren etwas höher in der Gunst des Marktes als die Anteilsscheine der UBS.

Den ausführlichen Mittagsbericht lesen Sie hier.

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12:30

Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre Klettertour der vergangenen zwei Wochen vorerst beendet und deutlich nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete am Mittag 48,90 US-Dollar. Das waren 71 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung fiel um 73 Cent auf 46,34 Dollar.

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10:15

Der Schweizer Aktienmarkt knüpft zur Wochenmitte an seine schwächere Vortagestendenz an und startet mit Verlusten in den Handel.  Neben den eher verhaltenen Vorgaben aus Asien und einer gestiegenen Nervosität nach dem Raketentest Nordkoreas am Vortag erweisen sich vor allem die drei Schwergewichte Novartis, Roche und Nestlé für den Leitindex SMI als Belastungsfaktor.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 09.30 Uhr 0,39% tiefer bei 8'936,40 Punkten. Die Aktien von Novartis (-1,1%) erweisen sich als die grösste Belastung für den Markt. Die Kursverluste der anderen beiden Schwergewichte Roche und Nestlé (beide -0,4%) tragen zum insgesamt negativen Bild bei.

Die beiden Grossbanken Credit Suisse (+0,1%) und UBS (-0,2%) wiederholen zunächst das Muster vom Vortag. Bei der CS dürfte ein Analystenkommentar stützen.

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09:15

Der Swiss Market Index startet negativ in den Handel. Grösste Verlierer sind Novartis- und Adecco-Titel.

Der Swiss Market Index (SMI) startet mit -0,6 Prozent bei 8915 Punkten. Marktteilnehmer heben die zuletzt sehr niedrige Volatilität hervor. Dieses Thema hatte zuletzt die US-Investmentbank Goldman Sachs beleuchtet und geschrieben, dass es immer wieder längere Phasen mit einer niedrigen Volatilität gegeben habe. Ihr Ende sei meist durch unvorhergesehene Ereignisse bestimmt worden, nicht zuletzt Schock-Situationen. Angesichts der Lage um Nordkorea sollten an solchen Tagen sichere Häfen wie Bonds und auch der Schweizer Franken beobachtet werden. Mit Spannung warten Anleger zudem auf Arbeitsmarktdaten aus den USA am Nachmittag und das Sitzungsprotokoll der Fed am Abend.

Mit Novartis (-1,2 Prozent) ist es erneut eines der drei Schwergewichte, das massgeblich für den schwächeren Leitindex verantwortlich ist. Die Papiere leiden unter einer Abstufung durch die Experten der Credit Suisse, die den Titel neu mit "Underperform" einstufen. Auch Roche (-0,5 Prozent) und Nestlé (-0,6 Prozent) geben nach.

Lesen Sie auch: Novartis-Aktie kostet den SMI Punkte

Schwächer präsentieren sich auch Zykliker wie ABB (-0,2 Prozent), Adecco (-0,9 Prozent) und LafargeHolcim (-0,3 Prozent), die bereits am Vortag zu den grösseren Verlieren gezählt hatten. Für Adecco hat zudem KeplerCheuvreux an diesem Morgen das Kursziel etwas reduziert.

Die beiden Grossbanken Credit Suisse (-0,2 Prozent)und UBS ( -0,1 Prozent) geben ebenfalls nach. UBS knüpfen damit an den schwächeren Vortagestrend an, während die Aktien der CS am Dienstag noch zulegen konnten.

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08:40

Asiens Börsen haben sich am Mittwoch von dem ersten Schock nach dem jüngsten nordkoreanischen Raketentest erholt. Gegen Handelsende standen mit Ausnahme von Australien alle wichtigen Börsen der Region im Plus.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 schüttelte im Handelsverlauf seine frühen Verluste ab und schloss 0,25 Prozent im Plus bei 20 081,63 Punkten. Dabei halfen jüngsten Konjunkturdaten: Der Nikkei Einkaufsmanagerindex für die Dienstleistungsbranche war auf den höchsten Stand seit August 2015 gestiegen.

Allerdings bleibt die politische Lage nach dem Test einer Interkontinentalrakete durch Nordkorea angespannt. Für den Nachmittag ist von den USA eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt worden.

Der Hang-Seng-Index in Hongkong erholte sich etwas von seinem Rutsch am Vortag, als sich Verluste in wichtigen Einzelwerten zu einer breiten Verkaufswelle ausgeweitet hatten. Dies hatte auch die Märkte in Shanghai und Shenzhen beeinflusst.

Der CSI-300-Index , der die grössten Werte vom chinesischen Festland beinhaltet, berappelte sich nun ebenfalls und stieg bis zum späten Handel um 0,62 Prozent auf 3642,55 Punkte. Dabei hatten die Konjunkturerwartungen im Land einen leichten Dämpfer erhalten: Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Stimmungsindex für die Dienstleistungsbranche fiel auf den tiefsten Stand seit etwas mehr als einem Jahr.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) gibt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse 0,3 Prozent nach. Am US-Unabhängigkeitstag am Dienstag hatten sich die Anleger in Europa kaum aus der Deckung gewagt. Der SMI schloss gestern um 0,4 Prozent tiefer bei 8973 Punkten.

Mit -0,7 Prozent geben die Titel von Novartis am deutlichsten nach. Die Credit Suisse spricht heute eine Verkaufsempfehlung für die Aktie aus. Die weiteren SMI-Werte geben in der Spanne von -0,1 bis -0,3 Prozent nach.

Mit Blick auf die politische Lage weltweit kurz vor dem G-20-Gipfel in Hamburg ab Freitag herrsche Nervosität in den Handelssälen, sagten Händler. Der Raketentest Nordkoreas ausgerechnet am Independence Day war als bewusste Provokation betrachtet worden, zumal US-Präsident Donald Trump ein entschlossenes Vorgehen gegen die Führung in Pjöngjang angekündigt hatte. Die USA und Südkorea reagierten mit einem gemeinsamen Militärmanöver.

Auf der Konjunkturseite könnte die US-Geldpolitik in den Fokus rücken. Die Notenbank Federal Reserve veröffentlicht am Abend das Protokoll der Juni-Sitzung, auf der eine Zinserhöhung beschlossen worden war. Zuvor werden am Nachmittag die Auftragseingänge der Industrie im Mai veröffentlicht. Mit Blick auf die amtlichen Arbeitsmarktdaten am Freitag würden sämtliche Zahlenreihen durchkämmt, sagten Börsianer.

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08:00

Der Euro erreicht gegen den Franken mit 1,0959 ein neues Zwei-Monate-Hoch. 

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07:20

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch im frühen Handel so gut wie nicht von der Stelle bewegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete am Morgen 49,54 US-Dollar. Das waren sieben Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung fiel ebenfalls geringfügig um neun Cent auf 46,98 Dollar.

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06:35

Einen Tag nach dem nordkoreanischen Raketentest haben sich Anleger in Fernost kaum aus der Deckung gewagt. Gefragt bei Investoren waren als sicher geltende Anlagen wie Gold oder Anleihen. An den japanischen Aktienmärkten war die Stimmung dagegen gedämpft. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Mittag 0,3 Prozent schwächer bei 19.971 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index notierte nahezu unverändert bei 1609 Zählern. Die Einschätzung, dass Nordkorea eine Interkontinentalrakete getestet habe, habe Anleger dazu bewegt, sich vorsichtig zu verhalten, sagte Masahiro Ichikawa, Stratege bei Sumitomo Mitsui Asset Management. Insgesamt reagiere der Markt aber vergleichsweise ruhig. US-Außenminister Rex Tillerson forderte nach dem Raketentest die internationale Gemeinschaft zum gemeinsamen Vorgehen auf. Die USA und Südkorea starteten als Reaktion ein Militärmanöver.

Ausserhalb Japans legten die Kurse etwas zu. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans gewann 0,2 Prozent und machte damit einen Teil der Verluste vom Dienstag wett. Der Index der Börse in Seoul behauptete sich.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verhalfen der japanischen Währung zu Gewinnen. Der Dollar gab 0,2 Prozent nach auf 113,04 Yen. Gold legte 0,3 Prozent zu auf 1227,3 Dollar je Feinunze. Der Euro wurde etwas fester als im späten New Yorker Handel mit 1,1357 Dollar gehandelt. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9647 Franken je Dollar und 1,0955 Franken je Euro gehandelt.

(cash/AWP/Reuters)