+++Börsen-Ticker+++ -  Dow und S&P 500 leicht im Plus

Die US-Börsen haben am Donnerstag moderat zugelegt. Kurz vor Handelsschluss bröckelten die Gewinne allerdings etwas ab.
21.12.2017 22:37
Blick auf ein Schriftzug der Nasdaq in New York.
Blick auf ein Schriftzug der Nasdaq in New York.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow Jones Industrial beendete den Tag mit einem Plus von 0,23 Prozent auf 24 782,29 Punkten. Am Montag noch hatte er in der Erwartung der bevorstehenden Verabschiedung der Steuerreform ein Rekordhoch bei 24 876 Punkten erklommen. Auch der S&P 500 und die Nasdaq-Börsen hatten Bestmarken erreicht, bevor es dann wieder leicht abwärts gegangen war. Nun kletterte der marktbreite S&P 500 wieder um 0,20 Prozent auf 2684,57 Punkte nach oben. Der Nasdaq 100 schloss prozentual unverändert bei 6472,69 Zählern.

Von den Konjunkturdaten gingen keine klaren Impulse aus: So wuchs die US-Wirtschaft im dritten Quartal etwas schwächer als bisher geschätzt. In der vergangenen Woche gab es zudem mehr Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe als erwartet. Dagegen hellte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Dezember überraschend auf, und im Oktober waren die Hauspreise stärker gestiegen als erwartet.

Unter den Einzelwerten rückten die Papiere von Boeing in den Blick und fielen mit minus 0,96 Prozent schliesslich an die drittletzte Stelle im Dow. Der weltgrösste Flugzeugbauer spricht mit seinem brasilianischen Konkurrenten Embraer über eine Übernahme. Mit dem Deal würde Boeing in den Markt für kleinere Jets vorstossen.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag nach einem verhaltenen Start kräftig zugelegt. Als Zugpferde erwiesen sich die Indexschwergewichte Nestle, Novartis und Roche. Kurz vor Weihnachten bewegte sich der Handel aber in ruhigen Bahnen. "Viele Marktteilnehmer sind gar nicht mehr anwesend", sagte ein Börsianer. Der Leitindex SMI stieg um 1,2 Prozent auf 9425 Punkte.

Als ein Kurstreiber erwies sich der Anstieg des Euro auf 1,1745 Franken - den höchsten Stand seit der Abkehr vom Euro-Mindestkurs Anfang 2015, sagten Händler. Allerdings fällt mit der Verabschiedung der US-Steuerreform auch ein wichtiger Impulsgeber weg.

Zu den Gewinnern zählten Firmen, die in den USA ein grosses Geschäft haben. "Das könnte ein Grund sein, warum die zwei Pharmariesen Novartis und Roche und der Nahrungsmittelmulti Nestle heute gesucht sind", sagte ein Händler. Nestle, Novartis und Roche gewannen je über ein Prozent und trugen damit massgeblich zum SMI-Anstieg bei.

Am breiten Markt stiegen die Basilea-Aktien um 1,5 Prozent. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Antibiotikum Ceftobiprol QDIP-Status zur Behandlung von Staphylococcus-aureus-Bakteriämie verliehen.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:00

Ein überraschend starker Rückgang der US-Bestände verteuert Erdgas. Der Future dreht ins Plus und liegt 1,1 Prozent im Plus bei 2,665 Dollar je Million BTU. Zuvor hatte er mit 2,568 Dollar ein Zehn-Monats-Tief markiert.

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15:45

Ein anhaltend starkes Wirtschaftswachstum ermuntert Anleger zum Einstieg bei US-Firmen. Nach Verabschiedung der grössten US-Steuerreform seit den 1980er Jahren, in deren Vorfeld die Aktienindizes von Rekord zu Rekord geeilt waren, hielten sich die Kursgewinne an der Wall Street zum Handelsstart am Donnerstag aber in Grenzen. Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 legten jeweils 0,3 Prozent zu.

"Der Markt schaut auf Faktoren jenseits der Steuerreform", sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Brokerhauses First Standard Financial. Ermutigende Konjunkturdaten hellten die Stimmung der Anleger auf. Die weltgrößte Volkswirtschaft wuchs im dritten Quartal mit einem Plus von 3,2 Prozent zwar etwas weniger kräftig als gedacht. Dennoch war es der stärkste Anstieg seit Anfang 2015.

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14:50

Der geplante Verkauf von Waren gegen Bitcoin & Co. beschert Nova LifeStyle einen der grössten Kurssprünge der Firmengeschichte. Die Aktien des amerikanischen Möbelhändlers stiegen am Donnerstag im vorbörslichen US-Handel um 38 Prozent auf 3,35 Dollar. Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, künftig Bitcoin und andere große Kryptowährungen als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

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13:23

Der Kurs des Euro hat sich am Donnerstag wenig bewegt. Nachdem die Gemeinschaftswährung am Mittwoch kurzzeitig über 1,19 US-Dollar gestiegen war, kostete sie am Donnerstagmittag mit 1,1868 Dollar in etwa so viel wie am Morgen. Etwas schwächer zeigte sich indes der Franken. Der Euro stieg auf 1,1733 nach 1,1704 CHF am Morgen, der Dollar war mit 0,9886 nach zuvor 0,9860 auch etwas mehr wert. Der Schweizer Aussenhandel gewann derweil im November erneut an Schwung - die Ausfuhren stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,5%, die Importe kletterten gar um 16,4%.

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13:00

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 11.50 Uhr 0,47% höher bei 9'358,86 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 0,51% auf 1'515,57 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,42% auf 10'716,34.

Insbesondere die Erholung bei den Schwergewichten und Grossbanken hat den Richtungswechsel ausgelöst. So gewinnen Roche nun 0,4% hinzu. Die Vortagesverlierer Novartis (+0,7%) können sich von dem Abgaben etwas erholen. Die schwergewichtigen Titel hatten nachrichtenlos am Mittwoch -2,3% abgegeben.

Das dritte Schwergewicht Nestlé (+0,4%) gewinnt ebenfalls hinzu und auch die Banken CS (+0,8%), UBS und Julius Bär (je+ 0,6%) sind allesamt ins Plus gedreht.

Nach positiven Uhrenexportdaten vom November stehen zudem Swatch (+0,5%) und Richemont (+0,7%) im Fokus.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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11:00

Bei den Parlamentswahlen in Katalonien setzen Anleger auf einen Sieg der Pro-Spanien-Kräfte. Sie deckten sich deswegen am Donnerstag mit spanischen Staatsanleihen ein. Analysten werteten dies als Zeichen, dass Anleger das Risiko neuer separatistischer Initiativen als gering einschätzen. Selbst wenn bei den Wahlen die Separatisten gewinnen sollten, würde das wohl nur zu Verhandlungen über mehr Autonomie der Region führen, schrieben die Analysten der Bank Mizuho in einem Marktkommentar. Sollten die Anhänger der Einheit Spaniens eine Mehrheit erhalten, würde die Wirtschaft des ganzen Landes davon profitieren und spanische Anleihen noch interessanter für Anleger werden.

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10:25

Die Schweizer Börse hat sich am Donnerstag kaum bewegt. Der Leitindex SMI notierte mit 9318 Punkten geringfügig höher als am Mittwoch. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen rechnen Händler kaum noch mit einer Belebung. "Viele Marktteilnehmer sind gar nicht mehr anwesend", sagte ein Börsianer. Auch könnte der drohende Streit über einen neuen US-Zwischenhaushalt die Stimmung dämpfen. Dieser muss bis Freitag stehen, um eine Zahlungsunfähigkeit der Regierung zu verhindern. Impulse werden allenfalls noch von den US-Wirtschaftsdaten am Nachmittag erwartet. Veröffentlicht werden unter anderen das Konjunkturbarometer der Notenbank von Philadelphia, die wöchentliche Arbeitsmarktstatistik und die Frühindikatoren.

Die Schweizer Standardwerte schwächten sich mehrheitlich ab. Die Kursänderungen waren mit deutlich weniger als ein Prozent aber gering. Zu den Gewinnern zählten die Aktien des Pharmazulieferers Lonza und des Nahrungsmittelkonzerns Nestle.

Den stärksten Abschlag verbuchten mit einem Minus von 0,6 Prozent die Anteile des Elektrotechnikkonzerns ABB.

Bei den Banken neigte UBS zur Schwäche, während die Titel der Credit Suisse etwas anzogen. Die Versicherungswerte büssten meist Terrain ein.

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09:15

Der Swiss Market Index gibt kurz nach Börseneröffnung 0,1 Prozent auf 9302 Punkte nach. Die Luft sei nach der Verabschiedung der US-Steuerreform von Präsident Donald Trump am Vortag etwas raus, heisst es im Handel. Auch die Wall Street hatte bereits einen ruhigen späten Handel verbucht und sich im Vergleich zum Europa-Schluss kaum noch bewegt.

Welche Auswirkungen die Reform auf die US-Wirtschaft haben wird, bleibt unter Experten umstritten. Ob die Entlastung der Privathaushalte als positiver Stimulus oder die Haushaltsbelastung für den Staat als negative Konsequenz am Ende überwiegen werden, werde erst nach einiger Zeit zu beurteilen sein, heisst es. In Europa haben die Steuerpläne eher dämpfende Wirkung. Die Wirtschaftsverbände rechnen mit einer Verschlechterung ihrer Wettbewerbsposition. Am Nachmittag steht nochmals ein ganzer Reigen wichtiger US-Makrodaten zur Veröffentlichung an.

Der Pharmariese Roche kann Zulassungserfolge in der Onkologie verbuchen. Die FDA hat Perjeta bei HER2-positivem Brustkrebs zugelassen, Alecensa (Alectinib) wurde in der EU bei ALK-positivem Lungenkrebs genehmigt. Zudem hat Barclays das Kursziel auf 305 von zuvor 295 CHF erhöht und die Bewertung "Overweight" bestätigt. Dennoch gibt die Aktie 0,1 Prozent nach.

Die Vortagesverlierer Novartis geben erneut 0,3 Prozent nach. Die schwergewichtigen Titel hatten am Mittwoch nachrichtenlos mit -2,3 Prozent deutlich abgegeben. Das dritte Schwergewicht Nestlé kann hingegen 0,3 Prozent zulegen.

Bei den Blue Chips stehen nach positiven Uhrenexportdaten vom November zudem Swatch (+0,5 Prozent) und Richemont (-0,5 Prozent) im Fokus. Die Daten hatten aufgrund der schwachen Vergleichszahlen aus dem Vorjahr deutlich zugelegt, der positive Trend habe sich jedoch bestätigt, heisst es in ersten Kommentaren.

Im breiten Markt hat Basilea (Kurs unverändert) für seinen Produktkandidaten Ceftobiprol in den USA den Status eines Qualified Infectious Disease Product (QIDP) erhalten. Das Mittel dient der potenziellen Behandlung bakterieller Blutbahninfektionen.

Sulzer (+0,2 Prozent) übernimmt in den USA den Abwasser-Spezialisten JWC Environmental. Der Umsatz des Unternehmens wird für das laufende Jahr auf 82 Mio USD geschätzt. Der Wert des Unternehmens wird auf 215 Mio veranschlagt.

Wisekey (+1,3 Prozent) nimmt nach den jüngsten Akquisitionen Veränderungen in der Organisationsstruktur und im Management vor.

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08:15

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse mit plus 0,1 Prozent nur leicht zu. Gestern schloss der Leitindex 0,90 Prozent tiefer bei 9'314,83 Punkten. 

Ihre Aufmerksamkeit richten Anleger unter anderem auf die anstehenden US-Wirtschaftsdaten. Auf dem Terminplan stehen das Konjunkturbarometer der Federal Reserve Bank von Philadelphia (Philly Fed) und die Frühindikatoren. Im Blickpunkt der Börsianer steht auch wieder die abtrünnige spanische Region Katalonien. Dort sind 5,5 Millionen Katalanen aufgerufen, ein neues Regionalparlament zu wählen. So soll die Regierungskrise beendet werden.

Bei den Einzeltiteln fällt mit plus 0,5 Prozent einzige Roche etwas aus der Reihe. Die US-Gesundheitsbehörde FDA das Genentech-Mittel Perjeta für eine postoperative Behandlung bei einer bestimmten Art von Brustkrebs genehmigt. Gleichzeitig vermeldet der Pharma-Konzer auch eine Genehmigung von der EU-Kommission: Für das Mittel Alecensa zur Behandlung einer bestimmten Form von Lungenkrebs genehmigt.

Die restlichen SMI-Werte legen in der engen Spanne zwischen 0,03 bis 0,08 Prozent zu.

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08:10

Wenige Tage vor Weihnachten ist an den Börsen in Asien die Luft raus. Die Verabschiedung der grössten Steuerreform in den USA seit den 1980er Jahren liess Anleger kalt. Selbst die Aussicht auf weiterhin ultraniedrige Leitzinsen in Japan konnte sie nicht in ihrer vorweihnachtlichen Ruhe stören. Die Bank of Japan (BoJ) beliess den Strafzins auf Einlagen von Finanzinstituten am Donnerstag bei 0,1 Prozent. Zudem strebt sie weiter eine Rendite von etwa null Prozent bei zehnjährigen Staatsanleihen an.

Der japanische Leitindex Nikkei schloss mit 22.866 Punkten kaum verändert. Die Börsen in China legten rund ein halbes Prozent zu. Der MSCI-Index für Aktien ausserhalb Japans verlor 0,2 Prozent auf 557 Zähler. Für Unruhe sorgte die US-Steuerreform am Anleihemarkt: Investoren befürchten, dass ein Konjunkturpaket zu einem Zeitpunkt, zu dem die Wirtschaft ohnehin auf Hochtouren läuft, nur die US-Notenbank Fed zu weiteren Zinserhöhungen bewegen dürfte. Zudem geht die Sorge um, dass die Staatsverschuldung der USA drastisch steigt und die Regierung künftig mehr Anleihen begeben wird, wodurch Druck auf die Preise entstehen könnte.

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07:35

Der Euro hat am Donnerstag weiter unterhalb der Marke von 1,19 US-Dollar notiert. Nachdem die Gemeinschaftswährung am Mittwoch kurzzeitig über diese Marke gestiegen war, kostete sie am Donnerstagmorgen 1,1869 US-Dollar. Das war etwas weniger als am späten Vorabend. Zum Franken hält sich der Euro mit 1,1704 knapp über der Marke von 1,17 CHF. Der Dollar kostete derweil kaum veränderte 0,9860 CHF.

Starke Impulse blieben im frühen Handel zunächst aus. Am Vormittag stehen Daten zum Schweizer Aussenhandel mit den für die Branche wichtigen Uhrenexporten auf der Agenda, am Nachmittag dürften amerikanische Konjunkturdaten für Interesse sorgen. Es wird eine ganze Reihe an Zahlen veröffentlicht, darunter Wachstumsdaten aus dem dritten Quartal. Ausserdem stehen einige Stimmungsindikatoren an.

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06:35

Die asiatischen Aktienmärkte haben sich am Donnerstag kaum bewegt. Für Unruhe sorgte das Gesetzespaket dagegen am Anleihemarkt: Investoren befürchten, dass ein Konjunkturpaket zu einem Zeitpunkt, zu dem die Wirtschaft ohnehin auf Hochtouren läuft, nur die US-Notenbank Fed zu weiteren Zinserhöhungen bewegen dürfte.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Nachmittag leicht im Minus bei 22.887 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index notierte leicht höher bei 1822 Zählern. Vor allem die Aktien von Immobilienfirmen und Einzelhändlern gaben nach.

Auch ausserhalb Japans bewegten sich die Kurse kaum. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans notierte unverändert.

(cash/AWP/Reuters)