+++Börsen-Ticker+++ - Dow und S&P trotz Kursverlusten bei Banken auf Rekordhoch

Schwache Inflationsdaten und Kursgewinne bei Technologiewerten haben die US-Börsen am Freitag gestützt. Die ersten Quartalsbilanzen der grossen US-Banken bremsten dagegen die Wall Street.
14.07.2017 22:35
An der Wall Street wurden am Freitag neue Rekorde erreicht.
An der Wall Street wurden am Freitag neue Rekorde erreicht.
Bild: Bloomberg

22:35

Ein sinkender Inflationsdruck macht rasche Zinserhöhungen in den USA unwahrscheinlicher. Die Konsumentenpreise stiegen im Juni mit 1,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum so schwach wie seit Oktober 2016 nicht mehr. Im Mai lag die Teuerungsrate noch bei 1,9 Prozent. Gleichzeitig nahmen die US-Detailhändler weniger Geld ein: Ihr Umsatz fiel im Juni 0,2 Prozent niedriger aus als im Vormonat. Dies war bereits der zweite Rückgang in Folge.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 21'637 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,5 Prozent auf 2459 Zähler vor. Beide Marktbarometer beendeten den Handel auf einem Rekordhoch. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,6 Prozent auf 6312 Punkte. Im Wochenvergleich stieg der Dow um 1,1 Prozent, der S&P um 1,4 und der Nasdaq um 2,6 Prozent.

Die amerikanischen Grossbanken J.P. Morgan, Wells Fargo und Citigroup brachten trotz Milliardengewinnen im Quartal nicht den erhofften Schwung. Die Aktien der Banken fielen um bis zu 1 Prozent. Zwar profitierten sie von steigenden Leitzinsen und der robusten Konjunktur. Allerdings blieben die Einnahmen im Handel teils hinter den Erwartungen zurück. Der Banken-Index sank um 0,5 Prozent. Bank of America, Goldman Sachs and Morgan Stanley legen ihre Quartalszahlen in der nächsten Woche vor.

Nutanix-Anteilsscheine schossen mehr als 9 Prozent in die Höhe. Zuvor hatte die Investmentbank Goldman Sachs die Aktien des Cloud-Anbieters auf ihre Liste mit Kaufempfehlungen gesetzt. Microsoft verteuerten sich um 1,4 Prozent und Apple um 0,9 Prozent und stützten damit die Nasdaq.

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17:40

Durchwachsene Konjunkturdaten aus den USA haben am Freitag die Stimmung an der Schweizer Börse gedämpft. Selbst Milliardengewinne der grossen US-Banken im zweiten Quartal sorgten nicht für Begeisterung. Vielmehr trennten sich die Anleger am Ende der Börsenwoche von Finanztiteln. Der Leitindex SMI liegt 0,3 Prozent im Plus bei 9035 Punkten. Am Donnerstag war er leicht gefallen.

Viele Investoren seien unsicher, wie rasch die US-Notenbank Fed die Zinsen anheben wird, sagen Marktbeobachter. In den vergangenen Tagen hatte Kommentare der Fed-Chefin Janet Yellen den Anlegern Mut gemacht. Sie hatte erklärt, die Fed wolle an ihrem vorsichtigen Kurs festhalten. Die Notenbank erwarte, dass die Wirtschaftslage behutsame Anhebungen der Zinsen erlauben werde. Im Juni hat die Inflation in den USA jedoch überraschend deutlich nachgelassen, wie am Freitag veröffentlichte Statistiken zeigen: Die Konsumentenpreise stiegen nur noch um 1,6 Prozent. Das ist das kleinste Plus seit Oktober 2016. Händlern zufolge könnte die erwartete Zinserhöhung damit in weitere Ferne rücken. Zudem verbuchten die US-Detailhändler zum Ende des ersten Halbjahres überraschend sinkende Umsätze. Die US-Industrie hingegen hat ihre Produktion leicht gesteigert.

Zu den Profiteuren der bisherigen Zinserhöhungen der Fed zählen die US-Banken: J.P. Morgan, Citigroup und Wells Fargo schlugen sich im zweiten Quartal besser als erwartet. Dennoch geben ihre Aktien nach. Auch in Europa und an der Schweizer Börse zählen Finanztitel zu den Verlierern: Die Papiere der Grossbanken Credit Suisse und UBS geben 0,8 und 0,1 Prozent nach. Die Titel des drittgrössten Schweizer Vermögensverwalters Julius Bär verlieren 1,1 Prozent. Alle drei Institute legen ihre Halbjahresbilanzen in der übernächsten Woche vor.

Die schwergewichtigen Pharmakonzerne Roche und Novartis zählen am Freitag mit einem Plus von 1,2 und 0,3 Prozent zu den Gewinnern. Das dritte Index-Schwergewicht Nestlé macht anfängliche Verluste wett und legt 0,2 Prozent zu.

Die zyklischen Werte tendierten uneinheitlich. Während der Elektrokonzern ABB gehalten ist und der Zementkonzern Lafarge-Holcim nachgibt, legen der Personalvermittler Adecco und die Sanitärtechnikfirma Geberit bis ein halbes Prozent zu. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Freitag.)

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15:55

Die ersten Quartalsbilanzen der grossen US-Banken verleihen der Wall Street am Freitag keine Impulse. Trotz Ergebnissteigerungen sind die Aktien der Institute auf Talfahrt. Schwache Inflationsdaten dürften zudem die Entschlossenheit der US-Notenbank Fed testen, bald weitere Zinserhöhungen folgen zu lassen. Während die Fed mit der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sehr zufrieden sein kann, liegt die Teuerung weiterhin unter dem Ziel der Notenbank von 2 Prozent.

Die US-Regierung veröffentlicht erneut eher enttäuschende Konjunkturdaten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte tendiert weitgehend unverändert bei 21'560 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legt 0,1 Prozent auf 2450 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,2 Prozent auf 6287 Punkte.

Die US-Banken profitieren von den steigenden Zinsen in den USA. J.P. Morgan, Wells Fargo und die Citigroup verdienten im zweiten Quartal jeweils mehr als im Jahr zuvor, US-Marktführer J.P. Morgan mit einem Plus von 13 Prozent dabei am deutlichsten. Bei Wells Fargo enttäuschte allerdings der Umsatz. J.P.-Morgan-Titel büssen mehr als 2 Prozent an Wert ein, genauso wie Wells Fargo. Bei der Citigroup sinds 1 Prozent.

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12:40

Der Schweizer Aktienmarkt bewegt sich am Freitagmittag weiter im positiven Terrain. Der SMI legte im frühen Handel vorerst etwas deutlicher zu, schwenkte dann jedoch in eine Seitwärtsbewegung mit moderaten Gewinnen ein. Unterstützung kommt insbesondere von festeren Pharmawerten. Angesichts der am Nachmittag anstehenden wichtigen US-Makrodaten verlaufe das Geschäft allerdings in ruhigen Bahnen, heisst es im Handel.

Fed-Chefin Janet Yellen hatte bereits am Mittwoch moderate geldpolitischen Signale gesendet und für ein Rekordhoch beim Dow Jones gesorgt. Die Erholung beim Ölpreis gab zudem Auftrieb. Der sich gegenüber Dollar und Euro abschwächende Franken stütze hierzulande zudem die Ergebniserwartungen. Am Nachmittag stehen aus den USA Kennzahlen wie etwa Konsumentpreise, Detailhandelsumsatz oder Industrieproduktion auf der Agenda. Zudem könnten die US-Banken Citi, J.P. Morgan und Wells Fargo mit ihren Quartalszahlen für Impulse sorgen.

Der SMI notiert gegen Mittag 0,3% höher bei 9033 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich aktuell ein Plus von rund 1,7%. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, steigt um 0,3% auf 1434 Zähler und der breite SPI um 0,3% auf 10'272 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 18 im Plus, 11 im Minus und Partners Group unverändert.

Die Pharmatitel Novartis (Aktie +0,6%) und Roche (GS +1,0%) geben dem Gesamtmarkt Rückenwind. Das dritte Schwergewicht Nestlé (-0,2%) bindet den SMI etwas zurück. Zulegen können nach Kurszielanhebungen durch Goldman Sachs auch Givaudan (+0,8%) und Clariant (+0,9%). Für die Aktien des Aromen und Riechstoffherstellers wurde das Ziel auf 1895 (1882) Franken angehoben für die Chemietitel auf 26,80 (26,00) Franken.

Die Grossbankentitel UBS (+0,8%) und CS (+0,3%) können an die Gewinne vom Vortag anschliessen, während Julius Bär (-0,2%) leicht abgibt.

ABB (-0,4%, 24,02 Franken) stehen leicht im Minus. Einer Kurszielanhebung auf 25 (24) Franken durch Goldman Sachs bringt keinen Rückenwind. Auch für Geberit (Aktien +0,6%) und Schindler (+0,2%) hat die US-Bank die Kursziele nach oben angepasst.

Grösste Verlierer sind zudem Aryzta (-0,8%), Lindt&Sprüngli (-0,6%) und Vifor (-0,5%).

Im breiten Markt hat Dormakaba (+0,5%) den Bereich Trennwände mit dem Kauf der kanadischen Skyfold in Nordamerika verstärkt. Vontobel sieht durch den Kauf neuen Schwung für das Segment Movable Walls.

Zudem hat Ems-Chemie (Aktie +0,7%) im Halbjahr erneut Wachstum verbucht, konnte die hohen Margen jedoch nicht ganz halten. Schlatter (Aktie +7,4%) hat im ersten Semester bei Betriebsergebnis und Nettogewinn die eigenen Erwartungen mit einer deutlichen Verbesserung übertroffen.

Auffällig sind die Avancen bei Meyer Burger von 5,7%. Hier zirkulieren laut Marktteilnehmern Übernahmefantasien und Spekulationen über den Einstieg von aktivistischen Aktionären. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:35

Die Schweizer Börse macht am Freitagmorgen keine grossen Sprünge. Vor dem Beginn der US-Bilanzsaison und angesichts der ansteheden Konjunkturdaten aus den USA wagen sich die Anleger nicht aus der Deckung. Der Leitindex SMI legt 0,3 Prozent auf 9028 Zähler zu und hält sich damit über der psychologisch wichtigen 9000er Marke, der er am Donnerstag bedrohlich nahe gekommen war.

Für Handelsimpulse könnten im Lauf des Tages die Halbjahresbilanzen der US-Banken Wells Fargo, Citi und J.P. Morgan sorgen. Sie eröffnen mit ihren Zahlenwerken die Bilanzsaison. Zudem werden aktuelle Daten zu den Konsumentenpreisen und der Industrieproduktion in den USA erwartet, sowie der Bericht zum Konsumentenvertrauen der Uni Michigan. Investoren erhoffen sich davon Rückschlüsse auf die Verfassung der amerikanischen Wirtschaft und damit auf das Tempo der erwarteten weiteren Zinserhöhungen.

In der Schweiz stehen Richemont im Vordergrund. Der Luxusgüterkonzern verliert den Chef der Uhrenproduktion: Georges Kern, Leiter der Sparte Watchmaking, Marketing und Digital, tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Die Aktie legt dennoch 0,5 Prozent zu. Die Analysten von Vontobel erwarten nicht, dass sich die Personalie auf das Uhrengeschäft des Konzerns auswirkt. Mit Kern verliere das Unternehmen jedoch eine sehr sachkundige, starke Persönlichkeit und einen möglichen Kandidaten für den Posten des Firmenchefs, sagen die Experten.

Zu den grössten Kursgewinnern zählen die Pharmakonzerne Roche und Novartis mit einem Kursplus von 0,7 Prozent. Das dritte Index-Schwergewicht Nestlé ist gehalten.

Auf den Verkaufszetteln stehen hingegen ABB und SGS. Die Einbussen bei dem Elektrokonzern und der Prüftechnikfirma halten sich mit weniger als einem halben Prozent aber in Grenzen. Beide Firmen wollen kommende Woche ihre Halbjahresbilanzen vorlegen. Bei ABB erwarten Analysten einen stagnierenden Auftragseingang. Der Gewinn von SGS dürfte nach Einschätzung der Experten leicht steigen.

Ebenfalls leichte Verluste verzeichnet die Aktie des Personalvermittlers Adecco. Andere zyklischen Werte wie die Sanitärtechnikfirma Geberit und der Zementkonzern Lafarge-Holcim legen leicht zu.

Wenig gefragt sind Finanzwerte: UBS und Credit Suisse sind kaum verändert, ebenso wie der Versicherungswert Swiss Re. Swiss Life und Zurich Insurance legen hingegen 0,6 und 0,5 Prozent zu. 

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) startet praktisch unverändert bei 9003 Punkten. Am Donnerstag hatte der Leitindex mit einem Minus von 0,1 Prozent geschlossen. Damit steuert der SMI nach den Avancen vom Mittwoch weiter auf einen positiven Wochenabschluss zu. Die Vorgaben sind moderat positiv: Am Vorabend hatte der US-Leitindex Dow Jones erneut leicht zugelegt und auch die Märkte in Asien zeigen leicht nach oben. Angesichts der am Nachmittag anstehenden wichtigen US-Makrodaten rechnen Marktteilnehmer jedoch mit Zurückhaltung bei den Anlegern.

Nachdem am Vortag bei den Pharmatiteln Novartis (Aktie -0,2%) den Markt belastet hatten, zeigen sich nun Roche (+0,1%) nachrichtenlos nur wenig im Plus. Nestlé (-0,2%) starten ebenfalls tiefer.

Die Titel des Luxusgüterkonzerns Richemont (+0,1%) tendieren leicht höher. Hier verlässt Geschäftsleitungsmitglied und Leiter Uhrenproduktion Georges Kern das Unternehmen. Ihm sei eine spannende Gelegenheit für die Tätigkeit als Unternehmer angeboten worden, heisst es zu den Gründen. Die Aktien des Wettbewerbers Swatch (+0,1%) tendieren demgegenüber im Marktschnitt.

Die Grossbankentitel UBS und CS (je +0,1%) tendieren nach der leichten Erholung vom Vortag unauffällig leicht positiv. Am Nachmittag könnten hier die US-Banken Citi, J.P. Morgan und Wells Fargo mit ihren Quartalszahlen für Impulse sorgen.

Für Partners Group (+0,5%) geht es offenbar weiter bergauf. Hier hat HSBC im Nachgang der Halbjahreszahlen vom Vortag das Kursziel auf 671 (601) CHF angehoben und bewertet weiter mit "Buy".  Goldman Sachs hat eine Reihe von Kurszielen für Schweizer Zykliker nach oben angepasst, was jedoch kaum für Ausschläge sorgt. So etwa für Geberit (-0,2%) auf 440 (430) CHF, ABB (-0,4%) auf 25 (24) CHF und Schindler (-0,1%) auf 212 (206) CHF. Auch bei Givaudan (+0,2%) wurde das Ziel auf 1'895 (1'882) CHF und bei Clariant (Aktie unverändert) auf 26,80 (26,00) CHF angehoben.

Auch Sonova (-0,2%) hat einen Abgang aus der Geschäftsleitung gemeldet. Der Leiter e-Marketing Franz Petermann will sich privaten Investitionen und Geschäftsaktivitäten widmen, heisst es. Im breiten Markt hat Dormakaba (+0,5%) den Bereich Trennwände mit dem Kauf der kanadischen Skyfold in Nordamerika verstärkt. Das Segment erreiche damit die kritische Grösse, so das Unternehmen.

Bei den am Vortag nachrichtenlos starken Dufry (-0,9%) deutet sich eine Abgabe der Gewinne an. Zudem hat Ems-Chemie (+0,9%) im Halbjahr erneut Wachstum verbucht, konnte die hohen Margen jedoch nicht ganz halten. Schlatter (+2,1%) hat im ersten Semester bei Betriebsergebnis und Nettogewinn die eigenen Erwartungen mit einer deutlichen Verbesserung übertroffen.

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08:29

Mittlerweile sind die asiatischen Aktienmärkte geschlossen. In Tokio verabschiedete sich der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,1 Prozent höher bei 20.118 Punkten in den Feierabend. Grösster Verlierer in Tokio war der Einzelhändler Fast Retailing mit einem Kursabschlag von 4,6 Prozent. Der Konzern mit der Modekette Uniqlo verdiente im vergangenen Quartal weniger als erwartet.

 

Vor dem Start der Bilanzsaison in den USA haben sich Anleger in Asien mit grösseren Engagements zurückgehalten. Zwar hofften die Investoren darauf, dass die Firmen mit ihren Quartalsergebnissen die Prognosen der Analysten übertreffen würden, sagte Analyst Ric Spooner vom Brokerhaus CMC Markets in Sydney. Aber weil in Japan ein langes Wochenende vor der Tür stehe und aus den USA noch zahlreiche Konjunkturdaten erwartet würden, trauten sich viele Investoren nicht richtig vom Fleck.

Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,2 Prozent und legte damit den fünften Handelstag in Folge zu. Am kommenden Montag bleiben die Börsen in Tokio wegen eines Feiertags geschlossen. Der chinesische Shanghai Composite notierte kaum verändert bei 3214 Punkten. Der CSI 300 legte 0,2 Prozent zu.

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Indikatoren der Bank Julius Bär 0,1 Prozent tiefer bei 9000 Punkten starten. Zum Wochenausklang können die Anleger auf Impulse aus den USA hoffen. Dort legen die drei Banken Wells Fargo, Citi und J.P. Morgan ihre Zahlen zum zweiten Quartal vor und geben damit den Startschuss für die US-Bilanzsaison.

Unter den SMI-Einzeltiteln fallen Richemont (-0,7 Prozent) auf. Dort hat der Uhrenchef Georges Kern seinen Rücktritt bekannt gegeben. Auch Roche (-0,4 Prozent) stehen vorbörslich im Minus. Am breiten Markt steigen Dormakaba (+1,1 Prozent) nach einer Übernahme. Dufry hingegen verlieren 0,9 Prozent.

Auch von Seiten der Konjunktur werden Anleger einiges zu verdauen haben. Unter anderem kommen aktuelle Daten zu den Verbraucherpreisen und der Industrieproduktion in den USA, zudem legt die Uni Michigan ihren Bericht zum Verbrauchervertrauen vor. Der Präsident der Notenbank von Dallas, Robert Kaplan, hält im Tagesverlauf eine Rede. Anleger werden seine Aussagen und die Konjunkturdaten auf Hinweise abklopfen, wie es um die US-Wirtschaft bestellt ist und wie es mit der Zinspolitik in den USA weitergeht.

An der Wall Street schloss der Dow Jones 0,1 Prozent höher bei 21.553 Zählern. Der Nasdaq und der S&P500 stiegen jeweils um 0,2 Prozent. In Tokio zog der Nikkei-Index am Freitag um 0,2 Prozent auf 20.135 Zähler an. Der chinesische Shanghai Composite fiel um 0,2 Prozent auf 3213 Punkte.

 

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07:26

Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel geringfügig nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 48,37 US-Dollar. Das waren fünf Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung sank um acht Cent auf 46,00 Dollar.

Zuletzt gab es unterschiedliche Signale zur Balance am Ölmarkt. Einerseits gibt ein starker Rückgang der US-Ölreserven Hinweise auf ein gesunkenes Angebot. Andererseits sieht die Internationale Energieagentur (IEA) nach wie vor keinen Ausgleich von Angebot und Nachfrage, nachdem sie sich zuvor noch zuversichtlicher zum Abbau des Überangebots geäussert hatte.

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07:09

Der Euro hält sich auch am Freitagmorgen über der Marke von 1,10 Franken. Der Euro-Franken-Kurs steht derzeit bei 1,1028. Zum Dollar steht die Gemeinschaftswährung bei 1,1406. Händler sprechen von einem richtungslosen Handel. Eine zweite Schätzung zur Inflation in Deutschland fiel ohne Überraschungen aus und gab dem Euro keine Impulse. Wirtschaftsdaten aus den USA bewegten den Markt ebenfalls kaum. 

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06:45

In den USA sollten im Tagesverlauf die Banken J.P. Morgan Chase, Citigroup and Wells Fargo ihre Quartalsberichte präsentieren. Ausserdem profitierten die Aktienmärkte weiter von den jüngsten Äusserungen der US-Notenbankchefin Janet Yellen, die auf ein behutsames Vorgehen bei den anstehenden Zinsanhebungen hindeuten. In Tokio lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,2 Prozent höher bei 20.145 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um ebenfalls 0,2 Prozent und legte damit den fünften Handelstag in Folge zu.

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(cash/Reuters/AWP)