+++Börsen-Ticker+++ - Einzelhändler und Versicherer setzen Wall Street zu

Kursverluste von Einzelhändlern und Krankenversicherern haben die US-Aktienmärkte zum Wochenauftakt schwer belastet.
17.12.2018 23:01
Trader in der Börse von New York.
Trader in der Börse von New York.
Bild: Bloomberg

23:00

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 2,1 Prozent auf 23'592 Punkte. Auch der breiter gefasste S&P-500 gab 2,1 Prozent nach auf 2545 Zähler - den niedrigsten Schlusskurs seit rund 14 Monaten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sackte um 2,3 Prozent auf 6753 Stellen ab. In den letzten Handelsminuten hatten sich die Kurse dabei von ihren Tagestiefs noch erholt, indem etwa der Dow noch rund 120 und die Nasdaq noch rund 40 Punkte gutmachten. 

Für Verunsicherung sorgte eine Gewinnwarnung des britischen Online-Modehändlers Asos. "Die Anleger sind ängstlich", sagte Fondsmanagerin Kim Forrest vom Vermögensverwalter Fort Pitt Capital Group. Die Gewinnwarnung werfe Fragen auf, wie stark das Weihnachtsgeschäft des Einzelhandels ausfallen werde.

Mit einem Kursrutsch von 4,5 Prozent standen an der Wall Street insbesondere Amazon unter Druck, die unter den Nachrichten von Asos litten.

Im Minus notierten auch Versicherer. UnitedHealth etwa gaben 2,6 Prozent nach. Auslöser war die Entscheidung eines Richters in Texas, der die Gesundheitsreform Obamacare als nicht verfassungskonform einstufte. "Die Ertragskraft des Gesundheitsgeschäfts ist ein großes Fragezeichen, und Investoren hassen Fragezeichen", kommentierte Forrest. Den Experten des Research-Hauses Evercore ISI zufolge sorgt das Urteil zwar für Verunsicherung. Es werde aber sicher in höherer Instanz kassiert.

Goldman Sachs verloren 2,8 Prozent. Malaysia hat die Investmentbank wegen deren Verstrickung in die Korruptionsaffäre um den Staatsfonds 1MDB angeklagt. Das Land fordert Schadenersatz in Milliardenhöhe.

Twitter-Aktien rauschten um knapp sieben Prozent in den Keller. Die Kurznachrichten-Plattform hatte über einen möglichen Hacker-Angriff berichtet.

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18:15

Die Stimmung am Schweizer Aktienmarkt war auch zum Wochenbeginn getrübt und knüpfte an die negative Tendenz der Vorwoche an.  Der Leitindex SMI war bereits am Montagmorgen mit Abgaben gestartet und baute diese bis zum Handelsschluss deutlich aus. Zeitweise fiel der SMI unter die Marke von 8'600 Punkten. Damit befand er sich in guter Gesellschaft - auch andere wichtige europäische Märkte schlossen klar tiefer. Die Investoren würden sich vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch zurückhalten, hiess es von Marktteilnehmern.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 1,27 Prozent tiefer auf 8'602,61 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gab 1,48 Prozent auf 1'319,86 Zähler nach und der breite Swiss Performance Index (SPI) 1,35 Prozent auf 10'038,49. Von den 30 Blue Chips im SLI schlossen bis auf zwei alle im Minus.

Zum Wochenauftakt standen ABB (-1,8%) mit einem Milliardendeal im Rampenlicht. Der Industriekonzern hat sich mit dem japanischen Hitachi-Konzern über den Verkauf der Stromnetzsparte geeinigt. Bereits in der vergangenen Woche hatte es darüber Spekulationen gegeben. In einem ersten Schritt übernehmen die Japaner rund 80 Prozent der Sparte. ABB will sich in der Folge neu aufstellen. Die Reaktion der Analysten und des Aktienkurses fielen verhalten aus.

Die Verliererliste wurde von Vifor Pharma (-5,9%) angeführt. Tief im roten Bereich schlossen auch Clariant (-4,3%), Temenos (-5,4%), Sika (-2,5%), Lonza (-2,7%) und Dufry (-2,4%). Auch die Uhrenhersteller Swatch (-2,6%) und Richemont (-1,5%) hatten erneut einen schweren Stand.

Von den Schwergewichten Roche (-0,7%), Novartis (-1,4%) und Nestlé (-1,2%) erhielt der Gesamtmarkt keine Stütze. Der Lebensmittelkonzern schliesst ein Werk in Deutschland. Die Bankwerte UBS (-1,4%), Credit Suisse (-1,1%) und Julius Bär (-1,8%) bewegten sich im Mittelfeld.

Den ausfürhlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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16:00

Die Furcht vor einer Konjunkturabkühlung schmälert Börsianern zufolge die Chance auf eine Weihnachtsrally an der Wall Street.  Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung am Montag um jeweils gut ein Prozent. "Wenn der Weihnachtsmann nicht sehr bald auftaucht, werden die US-Aktien das Börsenjahr wohl im Minus beenden", konstatierten die Analysten der Rabobank.

Gleichzeitig wuchs wegen der anstehenden geldpolitischen Beratungen der Notenbank (Fed) die Anspannung. Allgemein werde mit einer Zinserhöhung gerechnet, sagte Analyst Ricardo Evangelista vom Brokerhaus ActivTrades. Wichtiger sei daher der Ausblick der Notenbanker. Für Unruhe sorgte allerdings US-Präsident Donald Trump, der via Twitter davor warnte, überhaupt über eine Zinserhöhung nachzudenken.

Zu den Verlieren am US-Aktienmarkt gehörte Goldman Sachs. Die Titel der Investmentbank fielen um etwa zwei Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief von 169,20 Dollar, nachdem Malaysia das Institut wegen der Verstrickung in die Korruptionsaffäre um den Staatsfonds 1MDB angeklagt hatte. Das Land fordert Schadenersatz in Milliardenhöhe.

Wegen des Skandals um angeblich mit Asbest verseuchtes Babypuder flogen die Papiere von Johnson & Johnson erneut aus den Depots der Anleger und verloren 2,5 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur Reuters nach Auswertung von Firmenunterlagen, internen Berichten und vertraulichen Dokumenten berichtet hatte, wusste der Hersteller von Penaten-Babypflege offenbar schon seit Jahrzehnten von der Existenz des gesundheitsschädlichen Inhaltsstoffes in seinen Pudern. (

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15:38

Die Warnung des britischen Online-Modehändlers Asos setzte Aktionäre, die bei Zalando SE seit dem Börsengang dabei sind, am Montag zwischenzeitlich zurück auf Null. Zalando-Aktien sanken um bis zu 18 Prozent auf 20,99 Euro und damit unter den Ausgabepreis von 21,50 Euro, den Zalando pro Anteilsschein bei seinem Börsendebüt 2014 berechnet hatte - zum ersten Mal seit dem Jahr des IPO. Die Aktie erholte sich im Tagesverlauf wieder etwas, nachdem ein Sprecher sagte, das 4. Quartal erfülle bislang die Erwartungen des Unternehmens.

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14:55

An der Schweizer Börse hat sich am Montag noch keine vorweihnachtliche Ruhe eingestellt: Die Unklarheit über den geplanten Brexit trieb die Anleger weiter um, sagten Händler.  "Die Lage an den Aktienmärkten bleibt schwierig einzuschätzen. Die Wachstumsängste unter den Investoren sind weiterhin gross", erklärten die Experten der Zürcher Kantonalbank. Der Leitindex SMI sackte bis zum Nachmittag ein Prozent ab auf 8626 Punkte. Auch am Freitag hatte er an Boden verloren.

"Typischerweise sind die letzten Wochen des Jahres nicht die spannendsten für die Märkte - aber mit dem anhaltenden Gepolter um den Brexit und den Treffen der Fed und der Bank of England dürften wir noch nicht in den Feiertagsmodus eintauchen", erklärte Oanda-Analyst Craig Erlam. Angesichts des eher dünnen Handelsvolumen könne das zu "interessanten Kursbewegungen" führen.

Bei den Unternehmen standen die Aktien von ABB im Mittelpunkt: Der Elektrotechnikkonzern stösst seine zweitgrösste Sparte ab und verkauft das Stromnetz-Geschäft an den japanischen Rivalen Hitachi. Für den 80-Prozent-Anteil erhält ABB rund 9,1 Milliarden Dollar. Zudem hat das Zürcher Unternehmen eine Option, die restlichen Anteile innerhalb von drei Jahren nach Abschluss der Transaktion ebenfalls zu veräußern. Den Erlös aus dem Deal will ABB an die Aktionäre ausschütten. An der Börse kamen die Pläne zunächst gut an und die Aktie legte über zwei Prozent zu. Im Handelsverlauf rutschte die ABB-Aktie jedoch leicht ins Minus. Die Analysten der Bank Vontobel werteten die Abspaltungspläne positiv - auch weil ein Aktienrückkauf aus den Verkaufserlösen den Kurs stützen dürfte.

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14:53

Die Kritik von US-Präsident Donald Trump an der erwarteten Zinserhöhung der Notenbank Fed erhöht den Druck auf den Dollar. Der Euro baut im Gegenzug seine Gewinne aus und kostet 1,1353 Dollar.

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14:10

Die steigende Neuverschuldung Frankreichs kommt bei Anlegern am Anleihemarkt nicht gut an. Sie trennten sich am Montag von Staatspapieren, die Rendite der zehnjährigen Titel stieg im Gegenzug auf 0,72 Prozent. Der Risikoaufschlag zu der vergleichbaren Bundesanleihe notierte mit 46 Basispunkten in der Nähe eines vergangene Woche erreichten Eineinhalb-Jahres-Hochs. "Der Fokus am Anleihemarkt liegt jetzt verstärkt auf Frankreich", sagte Marktstratege Cyril Regnat von der Bank Natixis. Anleiheanleger blicken bislang auf Italien, das wegen seiner Schuldenpläne im Clinch mit der EU-Kommission liegt. Frankreichs Regierung machte zuletzt aber Zugeständnisse für höhere Sozialausgaben nach wochenlangen Protesten gegen die Steuer- und Reformpolitik von Präsident Emmanuel Macron.

Der französische Ministerpräsident Edouard Philippe sagte der Zeitung "Les Echos", die Neuverschuldung seines Landes werde 2019 wohl bei rund 3,2 Prozent der Wirtschaftsleistung liegen. Erlaubt sind in der Europäischen Union drei Prozent. Die Regierung in Rom streitet sich mit der EU über ein geplantes Defizit im Bereich von etwa zwei bis 2,4 Prozent. Die Behörde droht deshalb mit einem Strafverfahren für Italien.

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12:30

Die Stimmung am Schweizer Aktienmarkt bleibt getrübt. Der SMI war bereits mit leichten Verlusten in die letzte komplette Handleswoche in diesem Jahr gestartet und hat diese im Laufe des Vormittags leicht ausgebaut.  Der SMI knüpft damit an seiner leichtere Tendenz der Vorwoche an. Laut Marktteilnehmern nehmen die Chancen auf einen starken Lauf in Richtung Jahresende weiter ab. Dies liege nicht zuletzt daran, dass die Unsicherheitsfaktoren der letzten Wochen weiterhin Bestand hätten. Neben den Sorgen um die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China und den möglichen Auswirkung auf die Weltwirtschaft gehören auch der Brexit und die italienischen Staatsausgaben zu den beherrschenden Themen.

Der Swiss Market Index (SMI) verliert gegen 11.15 Uhr 0,45 Prozent auf 8'674,73 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) fällt um 0,60 Prozent auf 1'331,59 Punkte. Der breite Swiss Performance Index (SPI) taucht um 0,52 Prozent auf 10'122,58 Punkte. Von den 30 Blue Chips im SLI gewinnen aktuell gerade einmal fünf hinzu. Der Rest gibt nach.

Auf Nachrichtenseite steht der Industriekonzern ABB im Rampenlicht. Nach den Spekulationen in der vergangenen Woche, wurde an diesem Morgen bestätigt, dass ABB sich mit dem japanischen Hitachi-Konzern über den Verkauf der Stromnetzsparte geeinigt hat. In einem ersten Schritt übernehmen die Japaner etwas mehr als 80 Prozent der Sparte. ABB will sich in der Folge neu aufstellen. Die Reaktion der Analysten fällt eher verhalten aus. Das gilt auch für die Aktien: Mittlerweile stehen sie zwar wieder mit 0,9 Prozent im Plus, zuvor waren sie aber auch schon ins Minus gedreht.

Ohne Nachrichten fester präsentieren sich auch die beiden defensiven Titel Swisscom und Swiss Re (beide +0,3%). Die Papiere des Telekomkonzerns hatten schon am Freitag als einziger Blue Chip im Plus geschlossen.

Derweil sind es die Aktien des Halbleiterkonzerns AMS, die mit einem Kursgewinn von 2,1 Prozent an diesem Morgen Spitzenreiter sind. Am Freitag waren sie als grösster Verlierer aus dem Handel gegangen.

Den ausführlichen Bericht zum SMI am Mittag lesen Sie hier.

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11:00

Die Inflation in der Euro-Zone ist im November erstmals seit einem halben Jahr wieder unter die Zwei-Prozent-Marke gefallen. Die Konsumentenpreise stiegen um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte. Eine erste Schätzung hatte noch 2,0 Prozent ergeben, nachdem es im Oktober 2,2 Prozent waren. Damit liegt die Teuerungsrate jetzt wieder im Zielbereich der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie sieht Werte von knapp zwei Prozent als ideal für die Wirtschaft an.

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10:00

Nach einer Gewinnwarnung des britischen Online-Modehändlers Asos haben die Anleger des deutschen Rivalen Zalando am Montag die Notbremse gezogen. Die im Nebenwerteindex MDax notierten Aktien brachen um bis zu 17,8 Prozent auf ein Vier-Jahres-Tief von 20,99 Euro ein. Die Titel von Asos sackten an der Börse in London um 38,5 Prozent auf 2574 Pence ab und erreichten den tiefsten Stand seit drei Jahren.

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09:59

Die Haushaltspläne des neuen mexikanischen Präsidenten Andres Manuel Lopez Obrador kommen am Devisenmarkt gut an. Anleger deckten sich am Montag mit der Währung des Landes ein. Im Gegenzug verbilligte sich der Dollar um ein Prozent auf 20,06 Peso. Die Pläne zu Staatsausgaben und Neuverschuldung kämen am Markt gut an und seien geringer als erwartet, erklärten die Analysten der US-bank Citi. Das werde auch Ratingagenturen erst einmal davon abhalten, an den Bonitätsnoten Mexikos zu rütteln.

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09:10

Der Schweizer Aktienmarkt startet tiefer in die letzte vollständige Handelswoche dieses Jahres. Die Chancen auf ein Jahresend-Rally werden von Marktteilnehmern zunehmend als unwahrscheinlich erachtet. Der Swiss Market Index sinkt im frühen Handel am Montag 0,3 Prozent. Dabei bekommt er nur wenig Orientierungshilfe von den Börsen in Übersee. Denn während die Wall Street nach Europaschluss noch weiter nachgegeben hatte, finden die Börsen in Asien keine einheitliche Richtung. Wie es im Handel heisst, nehmen die Sorgen vor eine Konjunktur-Abschwächung weiter zu. Sorgen um eine Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China trügen hierzu ebenso bei wie die nach wie vor unklare Lage beim Brexit und das italienische Budget. Diese offenen Fragen werden demnach auch weiterhin das Marktgeschehen massgeblich beeinflussen. Die Chancen auf ein Jahresend-Rally werden von Marktteilnehmern zunehmend als eher unwahrscheinlich erachtet.

Unter den SMI-Titeln gibt es nur einen deutlichen Gewinner: ABB. Der Industriekonzern hat sich mit dem japanischen Hitachi-Konzern über den Verkauf der Stromnetzsparte geeinigt. In einem ersten Schritt übernehmen die Japaner etwas mehr als 80 Prozent der Sparte. ABB will sich in der Folge neu aufstellen. An der Börse sorgt dies für ein Plus von 2,6 Prozent.

Dagegen geht es für die Aktien der beiden Uhrenhersteller Richemont und Swatch um jeweils überdurchschnittliche 0,9 bzw. 1,6 Prozent abwärts. Laut Händlern haben die Analysten von Morgan Stanley die Ratings für beide Aktien gesenkt.

Bei den übrigen Blue Chips sticht die negative Performance der Banken heraus. UBS verlieren 0,9 Prozent, Credit Suisse 0,7 Prozent. Julius Bär notiert ebenfalls 0,7 Prozent tiefer.

Im breiten Markt steigen die Aktien des Autozulieferers Autoneum 4 Prozent, obwohl der Titel von Kepler runtergestuft wurde. Im Zuge einer weiteren Gewinnwarnung war die Aktie am Freitag 30 Prozent eingebrochen. Die Aktien des gebeutelten Vermögensverwalters GAM legen dagegen um 12 Prozent zu.

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08:50

Asiens Aktienmärkte, die mittlerweile den Handel beenet haben, haben sich am Montag überwiegend von ihren jüngsten Verlusten erholt. Insbesondere in Japan ging es mit den Kursen nach oben. Am Freitag hatte noch die Sorge vor einer deutlichen Abschwächung der Weltwirtschaft die Börsen belastet.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 stieg am Montag um 0,62 Prozent auf 21'506,88 Punkte. Der japanische Leitindex profitierte vom recht schwachen Yen, der Exporte begünstigen kann. Besonders gefragt waren aus Sektorsicht die Aktien von Basiskonsumgüterherstellern.

Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an den Börsen des chinesischen Festlands hingegen gab um 0,15 Prozent nach. In Hongkong legte der Hang Seng zuletzt um 0,20 Prozent zu.

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08:10

Der Swiss Market Index wird im vorbörslichen Handel 0,04 Prozent höher geschätzt.  Der SMI-Future stieg um 0,1 Prozent auf 8729 Zähler. Am Freitag war der Leitindex 1,2 Prozent gefallen.

Viele Investoren wollten sich nicht aus dem Fenster lehnen, sagten Börsianer. Die Stimmung sei angesichts der Unklarheit über den geplante Austritt Großbritanniens aus der Euro-Zone weiterhin gedämpft. 

Im Mittelpunkt steht ABB: Der Elektrotechnikkonzern stößt seine zweitgrößte Sparte ab und verkauft das Stromnetz-Geschäft an die japanische Hitachi. Für den 80-Prozent-Anteil erhalte ABB rund 9,1 Milliarden Dollar. Zudem habe das Zürcher Unternehmen eine Option, die restlichen Anteile innerhalb von drei Jahren nach Abschluss der Transaktion ebenfalls zu veräußern. Den Erlös aus dem Deal wolle ABB an die Aktionäre ausschütten. Vorbörslich legt die ABB-Aktie knapp 4 Prozent zu.

Alle anderen Standardwerte wurden etwas schwächer indiziert - allen voran die Luxusgüterwerte Swatch und Richemont. Für beide Werte hatte Morgan Stanley die Anlageempfehlung gesenkt. Bei den Mid Caps fällt die Aktie von Autoneum um 1,1 Prozent. Der Autozulieferer hatte am Freitag eine neue Gewinnwarnung bekanntgegeben.

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07:55

Die Ölpreise haben sich zu Wochenbeginn zunächst kaum von der Stelle bewegt. Am Markt war von fehlenden Impulsen die Rede. Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 60,23 US-Dollar. Das waren fünf Cent weniger als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg dagegen leicht um sechs Cent auf 51,26 Dollar.

Nach wie vor ist die Skepsis gross, dass die unlängst beschlossene Förderkürzung des Ölkartells Opec und verbündeter Staaten ausreicht, um den Ölmarkt ins Gleichgewicht zu bringen. Derzeit besteht ein Überangebot, das die Rohölpreise seit Anfang Oktober um 30 Prozent hat einbrechen lassen. Die Internationale Energieagentur IEA hatte in der vergangenen Woche gewarnt, dass die Ölmärkte auch im kommenden überversorgt sein könnten.

Zusätzlichen Druck erfahren die Erdölpreise durch die sich eintrübende globale Konjunktur. Dies spricht für eine eher verhaltene Nachfrage nach Öl und Ölprodukten wie Benzin. Zuletzt hatten vor allem Wirtschaftsdaten aus Europa und China enttäuscht, wohingegen sich die Wirtschaft der USA nach wie vor überwiegend robust präsentiert.

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05:40

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte klettert um 0,8 Prozent auf 21'536 Punkte. Der breiter gefasste Topix legt um 0,4 Prozent auf 1598 Zähler zu.

Einige Anleger nutzten die jüngsten Verluste zum Wiedereinstieg. Gefragt waren unter anderem Technologie-Papiere und Aktien von Maschinenbauern. Marktteilnehmer sagten aber, Sorgen vor einer deutlichen Abkühlung der Weltwirtschaft seien weiter präsent.

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05:30

Der Euro handelt wenig verändert zu Franken bei 1,1286. Zum Dollar steht die Schweizer Währung bei 99,80 Rappen.

(cash/AWP/Reuters)