+++Börsen-Ticker+++ - Facebook-Datenaffäre schickt US-Börsen auf Talfahrt

Die Datenaffäre von Facebook sowie Unsicherheit über den Kurs der US-Notenbank haben die Wall Street am Montag ins Minus gedrückt.
19.03.2018 23:12
Facebook zieht die US-Börsen ins Minus.
Facebook zieht die US-Börsen ins Minus.
Bild: Bloomberg

22.30

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor 1,35 Prozent auf 24'610 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 1,4 Prozent auf 2712 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 1,8 Prozent auf 7344 Stellen.

Für kräftigen Druck auf die Kurse sorgte das Eingeständnis von Facebook, dass die Datenanalysefirma Cambridge Analytica und einige Forscher die Auflagen des weltgrössten Internet-Netzwerks verletzt hätten. Anleger befürchten, dass damit die Geschäftsmodelle einer ganzen Branche stärker ins Visier geraten. "Alle Tech-Firmen nutzen Daten in der einen oder anderen Weise für ihre Geschäfte. Sie werden nun viel stärker beobachtet, welche Daten sie sammeln und wie sie diese nutzen", sagte Handelsexperte Shawn Cruz vom Broker TD Ameritrade.

Alle Augen richteten sich auf die Facebook-Titel, die 6,8 Prozent abstürzten. In ihrem Sog büssten auch andere wichtige Technologiekonzerne an Börsenwert ein. Amazon verloren 1,7 Prozent, Apple 1,5 Prozent, Netflix 1,6 Prozent und die Google-Mutter Alphabet drei Prozent.

Bei Alphabet dürfte auch der tödliche Unfall eines selbstfahrenden Autos des Chauffeurdienstes Uber zum Kursverlust beigetragen haben. Der Zwischenfall könnte eine Debatte über die Wagen insgesamt auslösen, die auch von Alphabet oder Autokonzernen entwickelt werden.

Die Fed entscheidet am Mittwoch über ihren Leitzins. Eine Anhebung um 0,25 Prozentpunkte gilt als sicher. Mit Spannung werden daher nun die Signale zur weiteren Zinspolitik erwartet. Die Frage ist, ob die Fed wegen des Wirtschaftsaufschwungs für dieses Jahr insgesamt vier statt der bislang in Aussicht gestellten drei Erhöhungen andeuten könnte.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Montag schwächer tendiert. Die Angst vor einem Handelskrieg mit den USA und die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank verunsicherten die Anleger, sagten Händler.

Der SMI ermässigte sich um 0,8 Prozent auf 8811 Punkte. Die Standardwerte gaben überwiegend nach. Gegen den Trend legten die Aktien von Swatch 2,2 Prozent zu. Morgan Stanley hat die Empfehlung für den Uhrenhersteller auf "Overweight" von "Equal-Weight" angehoben und ein Kursziel von 475 Franken genannt.

Von den eher als defensive Anlage geltenden SMI-Schwergewichten gaben die Roche-Scheine 0,3 Prozent nach. Die Aktien von Nestle und Novartis dagegen gaben 0,8 Prozent nach.

Bei den Banken schwächten sich die Aktien der Credit Suisse und der UBS um 1,6 und 1,7 Prozent ab. Die Rechtsstreitigkeiten um ein komplexes Finanzprodukt der Credit Suisse weiten sich aus. Versicherungstitel schwächten ebenfalls ab.

Am breiten Markt fielen die Aktien von Bachem mit 4,7 Prozent Kursabschlag auf.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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16:45

Bitcoin & Co. setzen am Montag zur Erholung an.

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16:07

Die Datenaffäre drückt Facebook immer tiefer in die Knie: Die Titel fallen um 6,5 Prozent auf 173 Dollar.

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15:59

An der Wall Street verlieren der Dow Jones und der S&P 500 je gut ein Prozent, während der Nasdaq-Composite sogar um 1,6 Prozent fällt. Dies drückt auch den Dax tiefer ins Minus, der 1,3 Prozent schwächer auf 12'229 Punkten notiert.

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14:55

Deutliche Kursverluste der Facebook-Aktie sowie Unsicherheit über den Kurs der US-Notenbank haben die Wall Street zu Handelsbeginn am Montag ins Minus gedrückt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte in den ersten Minuten 0,5 Prozent schwächer bei 24'824 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor ebenfalls 0,5 Prozent auf 2737 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank ein Prozent auf 7411 Stellen.

Alle Augen richteten sich auf die Facebook-Titel, die 4,8 Prozent abstürzten. Der Konzern hatte am Freitagabend eingeräumt, dass die Datenanalysefirma Cambridge Analytica und einige Forscher die Auflagen des weltgrößten Internet-Netzwerks verletzt hätten. Medienberichten zufolge wertete Cambridge Analytica private Informationen von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern aus und unterstützte mit den Ergebnissen den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump.

Die Papiere des Facebook-Rivalen Twitter gaben 1,2 Prozent nach. Der Kurs des Snapchat-Betreibers Snap verloren 0,2 Prozent ab.

Die Federal Reserve entscheidet am Mittwoch über ihren Leitzins. Eine Anhebung um 25 Basispunkte gilt als sicher. Mit Spannung werden daher nun die Signale zur weiteren Zinspolitik erwartet. Die Frage ist, ob die Fed wegen des kräftigen Wirtschaftsaufschwungs für dieses Jahr insgesamt vier statt der bislang in Aussicht gestellten drei Erhöhungen andeuten könnte.

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13:32

Nach der Einigung zwischen der EU und Grossbritannien auf eine Übergangsperiode für die Zeit nach dem Brexit in einem Jahr rutscht der Dollar-Index um 0,3 Prozent ab. Laut Insidern debattiert die EZB zudem ein weiteres Abrücken vom ultralockeren Geldkurs. Im Gegenzug steigt der Euro auf 1,2318 von etwa 1,2285 Dollar zuvor.

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13:19

Die Einigung zwischen der EU und Großbritannien auf eine Übergangsperiode für die Zeit nach dem Brexit in einem Jahr gibt dem Pfund Sterling Rückenwind: Die britische Währung wertet gegenüber dem Dollar um rund ein Prozent auf und steigt auf 1,4087 Dollar.

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13:00

Berg- und Talfahrt zum Wochenstart: Die Schweizer Börse ist mit leichten Abschlägen gestartet, hat die Verluste dann schnell ausgebaut und bis Mittag wieder eingedämmt.  Der Swiss Market Index (SMI) verliert gegen 12.00 Uhr 0,50% auf 8'837,76 Punkte. Swatch verzeichnet mit einem Kursplus von 2,8% den stärksten Kursausschlag unter den Blue Chips. Die Experten von Morgan Stanley haben die Titel auf "Overweight" von "Equal Weight" hochgestuft und auch das Kursziel angehoben.

Deutlich zulegen können auch die insgesamt eher volatilen Aryzta-Aktien (+2,3%), Partners Group (+0,8%) sowie LafargeHolcim und Logitech (beide +0,3%).

Am anderen Ende des Kurstableaus stehen am Mittag die Aktien von ABB, Swisscom (beide -1,0%) und Sonova (-0,9%). Bei ABB sorgt eine Analyse von Liberum für eine gewisse Zurückhaltung.

Im breiten Markt fallen die Papiere von Sunrise (-3,0%) mit einem überdurchschnittlichen Abschlag auf. Die Experten der Citigroup haben für Sunrise neu eine Verkaufsempfehlung ausgesprochen, die den Kurs nun belastet.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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11:09

Zwei Tage vor dem Fed-Zinsentscheid steigt die Anspannung der Anleger. Zinserhöhung der US-Notenbank um 0,25 Prozentpunkte gilt an der Börse als ausgemacht.

"Interessanter ist, ob die Fed ihre Wachstums- und Inflationsprognosen nach oben korrigiert und drei weitere Zinsschritte für dieses Jahr in Aussicht stellt", sagte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank. Bislang hatte die Fed für 2018 insgesamt drei Schritte signalisiert.

Die Analysten der Bank JP Morgan warnten, dass der frisch gebackene Fed-Chef Jerome Powell am Mittwoch auch für 2019 vier statt drei Zinserhöhungen andeuten könne. "Das wäre für die Märkte ein Problem." Spekulationen auf eine aggressivere US-Geldpolitik hatten die Börsen in den vergangenen Wochen mehrfach in Turbulenzen gestürzt.

Am Devisenmarkt behauptete der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, seinen jüngsten Zuwachs und notierte bei 90,221 Punkten. Der Euro stagnierte bei 1,2281 Dollar.

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10:15

 

Der Swiss Market Index (SMI) verliert bis um 09.30 Uhr 0,82% auf 8'809,90 Punkte. Neben den eher durchwachsenen Vorgaben aus Übersee sei es vor allem der erst im weiteren Wochenverlauf gut gefüllte Kalender, der bei Investoren zum Wochenauftakt für eine gewisse Zurückhaltung sorge, heisst es von Händlerseite.

Bei Swatch (+1,5%) sorgt eine Hochstufung durch Morgan Stanley für das deutliche Kursplus. Für Richemont (-0,4%) haben die Experten zwar das Kursziel erhöht, die Aktien zeigen sich davon aber wenig beeindruckt.

Zu den grössten Verlierern zählen hingegen erneut die Aktien von Dufry (-1,4%).

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09:10

Der Swiss Market Index ist am Montag mit leichten Abschlägen in den Handel gegangen. Der Swiss Market Index fällt im frühen Handel am Montag um 0,2 Prozent. Die einzigen positiven Aktien sind diejenigen von Swatch und der Credit Suisse.

Am Markt heisst es, der Fokus der Investoren richte sich schon jetzt auf den weiteren Wochenverlauf. Zur Wochenmitte steht in den USA der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed an. Bevor es aber so weit ist, steht gerade für die hiesigen Investoren noch eine stark gefüllte Agenda am morgigen Dienstag an. Entsprechend rechne man im Vorfeld zum Wochenauftakt mit einem eher ruhigen Verlauf. Für Gesprächsstoff könnte das G-20-Treffen Finanzminister und Notenbankchefs in Buenos Aires sorgen.

Die Aktie von Swatch steigt um 1,2 Prozent. Laut Händlern haben die Experten von Morgan Stanley das Rating für die Aktien auf "Overweight" erhöht. Für Richemont (-0,4 Prozent) haben sie demnach das Kursziel angehoben, was die Aktien aber ebenso wenig bewegt wie der nun veröffentlichte Angebotsprospekt für die YNAP-Vollübernahme.

Bei der Credit Suisse (+0,2 Prozent) hat CEO Tidjane Thiam in einem Interview mit dem US-Fernsehsender CNBC erklärt, die Bank werde nach den Aufräumarbeiten sehr profitabel sein. Mit Kursverlusten von etwa 0,5 Prozent fallen vorbörslich noch Zykliker wie ABB, Adecco und LafargeHolcim auf. Novartis fallen 0,4 Prozent.

Etwas deutlichere Kursbewegungen sind am Morgen zunächst im breiten Markt zu beobachten. Hier haben laut Händlern die Experten der Citigroup für die Papiere von Sunrise (-1,6 Prozent) neu eine Verkaufsempfehlung ausgesprochen. Für die Anteilsscheine von EFG geht es trotz einer Ratingänderung der UBS abwärts (-1,1 Prozent).

Investoren sollten AMS im Blick behalten (-1,3 Prozent). In Asien haben zahlreiche Apple-Zuliefere zum Teil Federn gelassen, nachdem der iPhone-Hersteller angekündigt hat, nach eigenen Computerchips nun auch die Technologie der Displays seiner Geräte selbst entwickeln zu wollen.

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08:30

Mittlerweile ist der Aktienhandel in Asien beendet. Der schwindende Rückhalt des japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in der Bevölkerung machte dabei die Anleger in Japan nervös. Der Nikkei-Index fiel am Montag um 0,9 Prozent auf 21'481 Punkte. Einer Umfrage vom Wochenende zufolge sind Abes Zustimmungswerte wegen einer Affäre um angebliche Vetternwirtschaft auf den niedrigsten Wert seit seinem Amtsantritt 2012 gefallen. Auslöser des Skandals ist der Verkauf staatlicher Grundstücke an den Schul-Betreiber Moritomo Gakuen, der Verbindungen zu Abes Frau Akie hat.

In Südkorea verlor die Börse 0,8 Prozent. Ihr setzte ein Kursrutsch von jeweils etwa 3,5 Prozent bei Kia und Hyundai zu. Auslöser des Ausverkaufs sind US-Ermittlungen wegen möglicherweise fehlerhafter Airbags in Fahrzeugen der Autobauer. Hyundai hatte im Januar wegen technischer Probleme mit diesem Bauteil in den USA bereits 150.000 in die Werkstätten gerufen. 

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08:10

Der Swiss Market Index wird im vorbörslichen Handel 0,08 Prozent tiefer gestellt. Die Aktie von Swatch liegt mit 1,15 Prozent als einziger Titel des SMI im Plus. Am breiten Markt legt die Aktie von EFG um 0,6 Prozent zu.

Die Aktien der Credit Suisse handeln um 0,1 Prozent leichter. Die Grossbank will nach dem Umbau wieder sehr profitabel sein, sagte Bankchef Tidjane Thiam zu "CNBC". CS sieht sich zudem in Zusammenhang mit dem Kursverlust bei einem Volatilitätsprodukt mit einer Sammelklage konfrontiert. 

Die Vorgaben sind uneinheitlich. An der Wall Street legten die Aktienkurse zu und in Japan schwächten sie sich ab. "Die Investoren halten sich zurück", sagte ein Händler. Vor der Veröffentlichung der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwochabend wollten die Anleger keine Risiken eingehen, hiess es am Markt.

Vor der Sitzung der US-Währungshüter, die am Dienstag beginnt, werden keine wichtigeren Konjunkturdaten veröffentlicht. Impulse könnten aber vom Treffen der G20-Finanzminister in Buenos Aires ausgehen, wo unter anderem auch die geplanten einseitigen Importzölle der USA auf Stahl- und Aluminiumprodukte diskutiert werden dürften. In Brüssel kommen zudem die EU-Aussenminister zusammen.

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08:05

Bitcoin handelt wieder über der Marke von 8000 Dollar, nachdem die Digitalwährung am Wochenende auf ein Sechs-Wochen-Tief gefallen war. Bitcoin steigt am Montag rund 8 Prozent auf 8300 Dollar.

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06:30

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 1 Prozent tiefer bei 21.452 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank ebenfalls um 0,9 Prozent und lag bei 1721 Punkten. Besonders Export-Titel litten am Montag unter dem jüngsten Anstieg des Yen zum Dollar. Zudem zeigten sich Anleger zurückhaltend vor der mit Spannung erwarteten Zinssitzung der US-Notenbank am Mittwoch.

Die Börse in Shanghai blieb faktisch unverändert. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,2 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel dagegen um 0,3 Prozent.

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06:25

Ein Euro wird mit 1,2265 Dollar bewertet nach 1,2287 Dollar zuletzt in den USA. Ein Euro kostet kaum verändert 1,1697 Franken und ein Dollar ist mit 95,39 bewertet

(cash/AWP/Reuters)