+++Börsen-Ticker+++ - Fed-Ansage lässt die Wall Street kalt

Nach der Zinsentscheidung der US-Notenbank hat die Wall Street ihre Gewinne am Mittwoch verteidigt.
01.11.2017 21:30
Der Fed-Zinsentscheid überrascht die Händler an der Wall Street nicht, die Aktienkurse reagieren kaum.
Der Fed-Zinsentscheid überrascht die Händler an der Wall Street nicht, die Aktienkurse reagieren kaum.
Bild: Bloomberg

21:30

Die Währungshüter um Fed-Chefin Janet Yellen beliessen die Zinsen wie erwartet in der Spanne zwischen 1,0 und 1,25 Prozent. Zugleich hält sich die Zentralbank die Tür für eine Zinserhöhung im Dezember offen. Die Wirtschaft zeige sich trotz der Wirbelstürme in einer starken Verfassung.

Für Optimismus sorgten bei Investoren weiter die Quartalszahlen, die bei den meisten Firmen stärker als angenommen ausfallen. "Gewinne treiben die Märkte an. Und sie sind weiter wirklich gut", sagt der Marktstratege JJ Kinahan vom Onlinebroker TD Ameritrade.

Auch robuste Zahlen vom US-Arbeitsmarkt und die höheren Ölpreise sorgten für Optimismus. So kostet ein Barrel der Nordseesorte Brent weiter mehr als 60 Dollar. Dementsprechend waren Energieaktien besonders gefragt.

Der Dow Jones geht mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 23'435 Punkten aus dem Handel. Beim S&P 500 beträgt der Zuwachs 0,2 Prozent auf 2579 Stellen. Dagegen gab es beim Nasdaq ein Minus von 0,2 Prozent auf 6716 Zähler. Auf dem Index lasten Apple-Aktien, die um 1,3 Prozent nachgeben. Vor dem Verkaufsstart des neuen iPhone X machten viele Anleger offenbar Kasse. Innerhalb eines Monats waren die Anteilsscheine des kalifornischen Unternehmens um mehr als 8 Prozent gestiegen, während das Plus beim Nasdaq gut 3 Prozent betrug.

Bei anderen Einzelwerten stehen die Aktien des Kosmetikkonzerns Estee Lauder im Blickpunkt: Das Unternehmen konzentriert sich auf jüngere Kunden und konnte im abgelaufenen Quartal den Gewinn verdoppeln. Die Aktie steigt um 9,2 Prozent. Auch der Stahlkocher US Steel und der Navigationsexperte Garmin legten Zahlen vor, die stärker als erwartet ausfielen. Die Kurse legen um 7,8 beziehungsweise 5,6 Prozent zu.

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17:40

Starke Firmenergebnisse und gute Konjunkturzahlen haben am Mittwoch der Schweizer Börse Auftrieb verliehen. "Wir sind auf dem Weg Richtung Jahreshoch", sagt ein Händler. Wegen des Allerheiligen-Feiertags in Teilen der Schweiz und Europas war das Geschäft aber ruhiger als zum Monatsanfang sonst üblich. Auch wegen der nach Börsenschluss in Europa auf dem Programm stehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank fuhr manch ein Anleger mit angezogener Handbremse. Eine Zinserhöhung der Fed wird allerdings frühestens im Dezember erwartet.

Der SMI steigt um 0,3 Prozent auf 9268 Punkte. Mitte Oktober hatte der Leitindex ein Jahrhoch von 9318 Zählern erreicht.

Händler erwarten, dass der Aufwärtstrend anhält. Die Beteiligungspapiere seien angesichts der guten Unternehmensergebnisse und Konjunkturzahlen auch nach dem bereits kräftigen Anstieg nicht überbewertet. "Fundamental sind wir auf dem richtigen Weg. Und solange die Zinsen so tief sind, führt einfach kein Weg an Aktien vorbei", sagt ein Börsianer. Nach Angaben des privaten US-Arbeitsvermittlers ADP wurden im Oktober in der Privatwirtschaft mit 235'000 neue Stellen geschaffen und damit mehr als von Ökonomen erwartetet. Nun setzen die Marktteilnehmer auf eine positive Überraschung bei der stark beachteten amtlichen Jobstatistik am Freitag.

Der grösste Teil des Tagesgewinns war Novartis geschuldet. Das Pharmaschwergewicht gewinnt 1,6 Prozent an Wert. Die Anteile von Rivale Roche hinken mit einem Kursplus von 0,5 Prozent hinterher, obwohl sich die britische Behörde NICE, die über den Einsatz von Medikamenten im nationalen Gesundheitssystem befindet, für eine Behandlung von bestimmten Blutkrebspatienten mit der Roche-Arznei Tecentriq aussprach. Zudem will im Norden Englands eine Gruppe von Ärzten entgegen der offiziellen Richtlinie lieber das Roche-Krebsmedikament Avastin zur Behandlung der Augenerkrankung AMD einsetzen, als das deutlich teurere Mittel Lucentis. Novartis vertreibt das von der Roche-Tochter Genentech entwickelte Lucentis in Europa.

Uneinheitlich zeigten sich zyklische Werte. Die Aktien von ABB steigen um 0,7 Prozent auf 26,26 Franken, nachdem Kepler Cheuvreux die Empfehlung für den Elektrotechnikkonzern auf "Buy" von "Hold" angehoben hat. Der Broker nannte ein Kursziel von 28 Franken.

Die Aktien des Personalvermittlers Adecco, des Prüfkonzerns SGS und des Zementproduzenten Lafarge-Holcim schwächen sich ab.

Die Geberit-Titel verlieren 2,3 Prozent. Die Sanitärtechnikfirma hatte am Dienstag die Anleger mit einer tieferen Wachstumsprognose vergrault.

Die Anteile des in einem Machtkampf mit seinem grössten Aktionär stehenden Chemikalienherstellers Clariant legen 1,2 Prozent zu.

Für Gesprächsstoff sorgt APG. Die Aktien der Aussenwerbefirma schiessen nach einem Grossauftrag der SBB 8,7 Prozent nach oben. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Mittwoch.)

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14:45

Die US-Börsen haben am Mittwoch mit Zugewinnen eröffnet. Starke Firmenbilanzen treiben die Kurse ebenso an wie besser als erwartete Arbeitsmarktdaten. "Wir sind in einem sehr positiven Umfeld", sagt Andre Bakhos, Direktor bei Janlyn Capital. "Die Wirtschaftsdaten und die Quartalszahlen bleiben ein Grund für Optimismus." Alle drei grossen Indizes liegen kurz nach der Eröffnung rund 0,4 Prozent im Plus.

Die US-Firmen haben zuletzt mehr Personal eingestellt als erwartet. Im Oktober entstanden dem Personaldienstleister ADP zufolge 235'000 neue Jobs, Experten hatten lediglich mit 200'000 gerechnet.

Anleger warten auch auf die Bekanntgabe der Ergebnisse der jüngsten Fed-Sitzung am Abend (19 Uhr MEZ). Dabei wird allerdings nicht damit gerechnet, dass die US-Notenbank erneut die Zinsen anheben wird. Dieser Schritt wird frühestens im Dezember erwartet. Auch die künftige Besetzung des Fed-Chefpostens ist in dieser Woche noch Thema. Das Weisse Haus hat eine Entscheidung von US-Präsident Donald Trump dazu für Donnerstag angekündigt.

Bei den Quartalsbilanzen stechen US Steel hervor. Der Stahlhersteller übertraf im Quartal die Gewinn- und Umsatzerwartungen. Die Aktie steigt um 10,5 Prozent.

Papiere von Facebook legen 1,2 Prozent zu. Der Internet-Konzern wird seine Zahlen allerdings erst nach Börsenschluss bekanntgeben.

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12:50

Der Schweizer Aktienmarkt legt am Mittwoch zur Mittagszeit weiter - im Zuge guter Börsenvorgaben aus Übersee - leicht zu. Die Wall Street stehe auf dem Sprung zu neuen Hochs, und die Börse in Japan brach ebenfalls nach oben aus, kommentiert ein Analyst. Von grösserem Interesse dürfte am frühen Nachmittag der ADP-Arbeitsmarktbericht sein, der als Vorbote für den Job-Report der US-Regierung gilt.

Der US-Zinsentscheid am Abend sei derweil eher ein "Non-Event", heisst es am Markt. Es wäre schon eine sehr grosse Überraschung, wenn der für Dezember erwartete Zinsschritt schon am Mittwoch käme. Viel spannender sei derzeit, wer die Nachfolge von Janet Yellen als Fed-Chefin antreten wird. Derzeitiger Favorit des US-Präsidenten Donald Trump ist angeblich Jerome Powell, der seit 2012 im Board of Governors sitzt und eher als Vertreter des bisherigen Kurses gilt. In dieser Woche soll entschieden werden. Die hiesige Berichtssaison pausiert derweil einen Tag und nimmt dann erst wieder am Donnerstag volle Fahrt auf.

Der SMI gewinnt gegen Mittag 0,4% auf 9281 Punkte. Im Oktober legte der SMI - nach dem guten Lauf im September - unter dem Strich noch lediglich knapp 1% zu. Der 30 Aktien umfassende SLI steigt aktuell 0,3% auf 1509 Stellen und der breite SPI 0,4% auf 10'650. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 21 im Plus, 8 im Minus und 1 unverändert.

ABB (+1,3% auf 26,41 Franken) stehen klar fester, nachdem Kepler Cheuvreux das Rating für die Titel auf "Buy" von "Hold" hochgestuft hat. Die Ergebnisse zum dritten Quartal markierten beim Industriekonzern einen Wendepunkt, schreibt der zuständige Analyst. Er sieht Potenzial, dass die Aktien bis 2020 einen Wert von 35 Franken erreichen könnten. ABB legten bereits am Dienstag - im Zuge einer Kaufempfehlung durch Goldman Sachs - als grösste Gewinner unter den Bluechips - mehr als 3% zu.

Besondere Schubkraft verleihen dem SMI zur Berichtszeit jedoch die schwergewichtigen Pharmawerte Novartis (+1,2%) und Roche (+0,7%). Für Novartis bestätigte Jefferies die Kaufempfehlung, wobei sich die Analysten im Nachgang der Zahlenvorlage von vergangener Woche recht zuversichtlich geben. Nächster Katalysator sei unter anderem der Investorentag am 13. November. Am Berichtstag vermeldete Bloomberg zudem, dass sich der Pharmakonzern offenbar von seinem weniger profitablen Generika-Geschäft im Bereich der Dermatologie, das mit bis zu 1,5 Milliarden Dollar bewertet werden könnte, trennen will. Nestlé (+0,2%) tendieren derweil moderat fester.

Hingegen geht es für Geberit (-1,1%) nach deutlichen Verlusten nach Zahlen am Vortag weiter abwärts. Die Aktie hatte zuletzt Anfang August bei mehr als 480 Franken ein neues Allzeithoch markiert.

Deutlich unter Druck sind zudem Dufry (-1,5%). Die Titel wurden ebenfalls nach Zahlen bereits am Vortag abgestraft. Nun senkte im Nachgang noch die UBS das Kursziel. Das EBITDA-Margenziel für 2018 sei mit Blick auf das Risiko von steigenden Konzessionsgebühren ambitioniert, heisst es. Auch die Konsenserwartungen für den EBITDA seien zu hoch. Im Handel heisst es zudem, dass Skepsis in Bezug auf die HNA-Übernahme bestehe. Es würden regulatorische Hürden befürchtet, vor welchen die potenziellen Übernehmer aus China offenbar zurückschreckten.

Am breiten Markt legen Idorsia (+5,3%) nach einem Plus von 10% am Dienstag weiter kräftig zu. Händlern zufolge gibt es ein grosses Kaufticket von einer Londoner Adresse, zudem würden wohl einige Marktteilnehmer "short" stehen und sich nun eindecken müssen. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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11:30

Ein Grossauftrag der SBB verleiht den Aktien von APG am Mittwoch kräftig Schub. Die Titel der Werbefirma schnellen an der festeren Börse 7,1 Prozent auf 433 Franken hoch. Vor der Bekanntgabe des SBB-Auftrags war APG vom Handel suspendiert.

Das Unternehmen wird ab Anfang 2019 für fünf bis zehn Jahre die analoge und digitale Werbung der SBB in den Bahnhöfen und Zügen übernehmen. Einen Auftragswert nannten APG und SBB nicht. Ein Analyst schätzt den Auftragswert auf rund 30 Millionen Franken oder mehr als 10 Prozent des APG-Jahresumsatzes.

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10:35

Die Schweizer Börse tendiert hat am Mittwochmorgen fester. Die Anleger zeigen sich nach starken Firmenergebnissen und guten Konjunkturzahlen wieder etwas risikofreudiger, sagen Händler. Wegen des Allerheiligen-Feiertags in Teilen der Schweiz und Europas dürfte das Geschäft etwas ruhiger verlaufen als sonst zum Monatsanfang üblich. Der SMI steigt um 0,5 Prozent auf 9289 Punkte. Am Dienstag hatte der Leitindex um 0,7 Prozent zugelegt.

Im weiteren Verlauf dürften vor allem Konjunkturzahlen aus den USA für frischen Wind sorgen. Vom Arbeitsmarktbericht des privaten Arbeitsvermittlers ADP erhoffen sich die Anleger erste Hinweise auf die stark beachtete amtlichen Jobstatistik am Freitag. Am Abend nach Börsenschluss in Europa steht zudem die Zinsentscheidung der US-Notenbank auf dem Programm. Überwiegend wird erst im Dezember eine weitere Zinserhöhung der Fed erwartet.

Bei den Standardwerten wird der Aufwärtstrend von ABB angeführt. Die Aktien des Elektrotechnikkonzerns profitieren von einer Kaufempfehlung und steigen um 1,3 Prozent auf 26,42 Franken. Kepler Cheuvreux hob die Empfehlung auf "Buy" von "Hold" an und nannte ein Kursziel von 28 Franken.

Unterstützung erhält der Markt auch von den Pharmaschwergewichten Novartis und Roche, deren Anteile 1,3 beziehungsweise 0,9 Prozent anziehen. Die britische Behörde NICE, die über den Einsatz von Medikamenten im nationalen Gesundheitssystem entscheidet, hat sich für eine Behandlung von bestimmten Blutkrebspatienten mit der Roche-Arznei Tecentriq ausgesprochen. Zudem will im Norden Englands eine Gruppe von Ärzten entgegen der offiziellen Richtlinie lieber das Roche-Krebsmedikament Avastin zur Behandlung der Augenerkrankung AMD einsetzen, als das deutlich teurere Mittel Lucentis. Novartis vertreibt das von der Roche-Tochter Genentech entwickelte Lucentis in Europa.

Das dritte Indexschwergewicht Nestlé ist unverändert.

Bei den Banken geben die Aktien der Credit Suisse am Tag vor der Quartalsbilanz 0,1 Prozent nach. Die UBS-Titel sinken um 0,5 Prozent. Versicherungstitel rücken meist vor. Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re, der ebenfalls am Donnerstag über den Geschäftsverlauf informieren will, ziehen 0,6 Prozent an.

Gefragt sind zudem Aktien von zyklischen Firmen wie des Personalvermittlers Adecco und des Prüfkonzerns SGS. Die Anteile des in einem Machtkampf mit seinem grössten Aktionär stehenden Chemikalienherstellers Clariant legen 1,4 Prozent zu. Die Anteile der Sanitärtechnikfirma Geberit dagegen setzen ihren Talgang vom Vortag fort und verlieren weitere 1,1 Prozent.

Für Gesprächsstoff am Markt sorgt die Suspendierung der APG-Aktien vom Handel. Die Aussenwerbefirma informierte am Vormittag dann über einen Grossauftrag der SBB.

Am breiten Markt steigen die Aktien der Bank Cler um 2,3 Prozent. Die Aktien des Solarindustrie-Zulieferers Meyer Burger sowie des Bau- und Hotelkonzerns Orascom sinken nach den jüngst kräftigen Kursanstiegen um 1,6 beziehungsweise 1,7 Prozent.

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09:15

Der SMI geht mit einem Plus von 0,4 Prozent bei 9275 Punkten in den Handel. Unterstützung kommt dabei von der Wall Street, und auch an den Börsen Asiens ging es zur Wochenmitte überwiegend nach oben. Die hiesige Berichtssaison pausiert einen Tag und nimmt dann wieder am Donnerstag volle Fahrt auf. 

Auffällig notieren ABB (+0,7 Prozent), nachdem Kepler Cheuvreux das Rating für die Titel auf "Buy" von "Hold" hochgestuft hat. Lafarge-Holcim (+0,4 Prozent) tendieren ebenfalls höher. HSBC senkte das Rating auf "Hold" von zuvor "Buy", das Kursziel lautet aber trotz Senkung noch 60 CHF. 

Dufry (-1,7 Prozent) und Sika (-0,5 Prozent) notieren nach News negativer. Der Reisedetailhändler Dufry hat seine Konzession am internationalen Flughafen in Malta verlängert. Ausserdem soll die Verkaufsfläche um mehr als 20 Prozent ausgebaut werden. Der Bauchemiekonzern Sika vermeldete zudem einen kleine Akquisition: Das Geschäft in den USA wird ausgebaut im Bereich Betonverarbeitung. Gekauft wird Butterfield, mit einem Umsatz von 20 Mio CHF 2016.

Die Schwergewichte Nestlé (+0,2 Prozent), Roche (+0,6 Prozent) und Novartis (+0,7 Prozent) tendieren allesamt positiv. Im Fall von Roche hat die britische Behörde NICE, die über den Einsatz von Medikamenten im nationalen Gesundheitssystem entscheidet, sich für den Einsatz des Roche-Mittels Tecentriq zur Behandlung von bestimmten Patienten mit Blutkrebs ausgesprochen. Die Grossbankenwerte UBS (-0,2 Prozent) und CS (+0,5 Prozent)starten unterschiedlich. Letztere legen am (morgigen) Donnerstag Zahlen zum dritten Quartal vor.

Der Zinsentscheid des Fed am Abend sei derweil eher ein "Non-Event", und der Markt dürfte diesen guten Gewissens vernachlässigen, heisst es in einem Kommentar. Denn an der Einschätzung zur Lage habe sich nichts geändert, und es gebe weder neue Projektionen noch eine Pressekonferenz. Viel spannender sei, "bei welchem Kandidaten für den Fed-Vorsitz Präsident Donald Trump diese Woche den Buzzer drücken wird".

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08:20

In der Zwischenzeit sind die Börsen in Asien geschlossen. Ermutigende Unternehmensbilanzen haben Anleger am Mittwoch angelockt. Vor allem Technologiewerte waren gefragt. "Hoffnungen auf US-Steuererleichterungen und steigende Ölpreise helfen asiatischen Aktien", ergänzte Stratege Yukino Yamada von Daiwa Securities.

In Tokio markierte der Leitindex Nikkei zwischenzeitlich ein neues 21-Jahres-Hoch und schloss 1,9 Prozent höher bei 22.327 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 1,2 Prozent auf 1786 Zähler zu. Zu den grössten Kursgewinnern zählten Sony. Die Papiere des Elektronikkonzerns kletterten um 11,4 Prozent auf den höchsten Stand seit neun Jahren. Nach einem Gewinnsprung im abgelaufenen Quartal hatte das Management am Dienstag für das Geschäftsjahr bis Ende März ein Rekordergebnis angekündigt. Auch bei Tokyo Electron laufen die Geschäfte rund. Der Chipausrüster hob seine Jahresprognose an. Die Aktien stiegen daraufhin um mehr als 13 Prozent.

An den chinesischen Börsen herrschte nach mauen Konjunkturdaten hingegen Zurückhaltung. Der Schanghaier Index trat auf der Stelle, der CSI300-Index der Standartwerte gab 0,3 Prozent nach. Das Wachstum der chinesischen Industrie hat sich angesichts härterer Auflagen im Kampf gegen die Umweltverschmutzung zuletzt überraschend kräftig abgekühlt. 

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Daten der Bank Julius Bär 0,1 Prozent höher bei 9250 Punkten gehandelt. Besonders starke Ausschläge zeigen sich bei ABB (+0,8 Prozent) und Lafarge-Holcim (-0,2 Prozent). Bei beiden Titeln liegen neue Analystenratings vor. Die restlichen SMI-Titel werden vorbörslich in der Region von +0,1 Prozent gehandelt. Am breiten Markt steigen Dormakaba (+0,3 Prozent) und Sunrise (+0,6 Prozent) überdurchschnittlich.

Aufgrund ermutigender Firmenbilanzen und starker Konjunkturzahlen hofften die Händler auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends vom Vortag. Da in Teilen der Schweiz, Deutschlands sowie in Österreich der Feiertag Allerheiligen begangen wird, könnte das Geschäft wohl aber etwas ruhiger verlaufen als an einem anderen Monatsanfang.

Auf der Konjunkturseite steht mit dem Arbeitsmarktbericht des privaten US-Arbeitsvermittlers ADP ein erster Vorbote der amtlichen Monatsdaten vom US-Jobmarkt, die am Freitag anstehen, im Terminkalender. Ungeachtet dessen dürften die Anleger aber auf der Hut bleiben, denn am Abend nach Handelsschluss in Europa wird gegen 19.00 Uhr (MEZ) die Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) erwartet. Überwiegend wird erst für Dezember mit einer weiteren Zinserhöhung gerechnet.

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07:55

Der Kurs der Digitalwährung Bitcoin befindet sich weiterhin in der Region seines Allzeithochs. Laut Daten von coinmarketcap.com kostet ein Bitcoin derzeit 6418 Dollar. Zum Vergleich: Anfang stand Bitcoin bei 964 Dollar.

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07:46

Der Euro ist am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar leicht gesunken. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1637 US-Dollar gehandelt und damit etwas tiefer als am Vorabend. Zum Franken hält sich der Euro aktuell mit 1,1619 CHF weiter oberhalb der 1,16er Marke, um die er zuletzt in einer engeren Spanne gependelt ist. Der US-Dollar zeigt sich bei einem Stand von 0,9984 CHF gut behauptet.

Marktbeobachter sprechen von einem zunächst vergleichsweise impulsarmen Handel. In der Eurozone werden kaum wichtige Konjunkturdaten veröffentlicht, an denen sich die Anleger orientieren könnten. Erst am Nachmittag dürften wichtige US-Konjunkturdaten und eine Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed für mehr Bewegung am Devisenmarkt sorgen.

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07:17

Die verschiedenen Ölpreise bewegen sich am Mittwochmorgen in unterschiedliche Richtungen. Während der Preis für die Sorte Brent um 0,4 Prozent günstiger bei 61,11 Dollar notiert, kostet WTI 54,62 Dollar (+0,4 Prozent).

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06:45

Der Leitindex Nikkei markierte ein neues 21-Jahres-Hoch und stieg bis zum frühen Nachmittag um 1,4 Prozent auf 22.327 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index legte ein Prozent auf 1783 Zähler zu.

Zu den grössten Gewinnern zählte Sony. Die Papiere des Elektronikkonzerns kletterten um rund zehn Prozent auf den höchsten Stand seit neun Jahren. Nach einem Gewinnsprung im abgelaufenen Quartal hatte das Management am Dienstag für das Geschäftsjahr bis Ende März ein Rekordergebnis angekündigt. Auch bei Tokyo Electron laufen die Geschäfte rund. Der Chipausrüster hob seine Jahresprognose an. Die Aktien stiegen daraufhin um mehr als neun Prozent.

(cash/Reuters/AWP)