+++Börsen-Ticker+++ - Fed-Chefin pusht New Yorker Börsen zu neuen Rekorden

Signale von US-Notenbankchefin Janet Yellen für behutsame Zinserhöhungen haben die Wall Street am Mittwoch beflügelt.
12.07.2017 22:25
Gut gelaunte Händler an der Börse in New York nach neuen Rekordständen am Mittwoch.
Gut gelaunte Händler an der Börse in New York nach neuen Rekordständen am Mittwoch.
Bild: Bloomberg

22:25

"Der Weg zurück in die geldpolitische Normalität, geschweige denn zu Zinsniveaus der vergangenen Jahre, sollte sehr, sehr lang werden", schloss Marktstratege Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets aus ihren Äusserungen. Gleichzeitig bescheinigte Yellen bei ihrer Anhörung im Kongress der US-Wirtschaft ein solides Wachstum. "Was will das Anleger-Herz mehr?", ergänzte Stanzl. Mit dem Abbau ihrer im Zuge der Finanzkrise aufgeblähten Bilanz will die Notenbank wahrscheinlich noch dieses Jahr beginnen.

Die US-Wirtschaft blieb nach einer Umfrage der Notenbank Fed in den vergangenen Wochen auf Expansionskurs. Die Wirtschaftsaktivität habe in allen zwölf Fed-Bezirken im Juni zugelegt, teilte die US-Notenbank in ihrem Beige Book mit. Die Fed bezeichnete darin das Wachstumstempo in den Regionen als leicht bis moderat.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf einem Rekordhoch von 21'532 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,7 Prozent auf 2443 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 1,1 Prozent auf 6261 Punkte.

Bei den Einzelwerten legten die Twitter-Aktien 3,3 Prozent zu. Der Kurznachrichtendienst hat einen neuen Finanzvorstand gefunden. Ab Ende August wird Ned Segal die Position übernehmen. Der 43-Jährige kommt vom Software-Hersteller Intuit und arbeitete davor für die US-Investmentbank Goldman Sachs.

Amazon-Anteilsscheine verteuerten sich um 1,2 Prozent. Der Online-Händler stellte an seinem Verkaufstag Prime Day einen neuen Rekord auf.

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17:40

Die Schweizer Börse hat zur Wochenmitte erfolgreich einen neuen Anlauf auf die 9000er Marke genommen. Nachdem Ausführungen von US-Notenbankchefin Janet Yellen am Nachmittag für kräftigen Schub sorgten, steigt der Leitindex SMI bis Börsenschluss um 1,6 Prozent auf 9016 Punkte, das Tageshoch lag gar bei 9024 Punkten. Bislang war die Woche in Zürich von einem Zickzackkurs geprägt: Am Dienstag hatte das Bluechip-Barometer 0,8 Prozent verloren, nachdem es mit einem deutlichen Plus in die Woche gestartet war.

Yellens Rede vor dem US-Kongress wurde an den Finanzmärkten als Signal für ein vorsichtiges Vorgehen bei Zinserhöhungen gesehen. Die Fed-Chefin sagte laut Redetext, dass die Notenbank damit rechne, dass die Wirtschaftslage weitere behutsame Anhebungen der Leitzinsen erlauben werde. Zudem stellte die Zentralbank in Aussicht, dass sie wahrscheinlich noch dieses Jahr mit dem Abbau ihrer im Zuge der Finanzkrise aufgeblähten Bilanz beginnen werde.

Marktteilnehmer sehen derzeit vor allem die Spekulationen über das weitere Vorgehen der Währungshüter als treibende Faktoren der Märkte. "Wir bewegen uns im Spannungsfeld der Geldpolitik", sagt ein Marktstratege. "Die Investoren sind hin und hergerissen. Es geht sicher nicht friktionslos über die Bühne, wenn die Notenbanken von ihrer ultra-lockeren Geldpolitik abrücken."

Handelsimpulse waren rar. Bei den Bluechips sorgten die drei Index-Schwergewichte für Schub. Die beiden Pharmawerte Novartis und Roche ziehen mehr als 2 Prozent an. Novartis kann sich nach den Worten von Präsident Jörg Reinhardt auch grössere Zukäufe im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich vorstellen. Die Nestlé-Aktien rücken 1,7 Prozent vor. Den drei SMI-Riesen hilft oder schadet ihre Stellung, wenn Investoren in den Schweizer Markt einsteigen oder ihm den Rücken kehren. "Zuletzt gab es ein bisschen eine Absetzbewegung internationaler Investoren", sagt ein Händler.

Gefragt waren auch konjunkturzyklische Titel, während die Finanzwerte etwas hinterherhinkten. ABB, Lafarge-Holcim und die beiden Luxusgüter-Hersteller Richemont und Swatch gewinnen bis zu 2 Prozent an Wert, der Tagessieger Sika legt gar um 3,2 Prozent zu. Credit Suisse steigen um 0,4 Prozent, während UBS als einziger SMI-Wert um 0,2 Prozent ins Minus rutscht. Auch Versicherungstitel mit Ausnahme von Zurich, die um 1 Prozent stiegen, hinken hinterher.

Am breiten Markt waren Technologiewerte wie AMS, Meyer Burger, Inficon und VAT gefragt und steigen zum Teil mehr als 4 Prozent. Die Logitech-Aktien ziehen 4,2 Prozent an. Der Computerzubehörkonzern kauft die Firma Astro, einen Hersteller von Kopfhörern für Computerspiele, für 85 Millionen Dollar in bar. Im Jahr 2018 werde der Zukauf zum Umsatz beitragen, sich aber wegen Investitionen in die neue Tochter leicht negativ auf den Gewinn auswirken.

Die Vifor-Titel sind um 3,6 Prozent fester. Die Pharmafirma will in drei weiteren Studien die Wirksamkeit des Medikaments Ferinject bei Herzproblemen prüfen. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Mittwoch.)

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15:50

Die US-Notenbankchefin hat den US-Börsen am Mittwoch Auftrieb verliehen. Janet Yellen signalisierte angesichts der robusten Konjunkturentwicklung eine Fortsetzung ihres Kurses behutsamer Zinserhöhungen und dämpfte damit Sorgen vor einer kräftigeren Eindämmung der Flut an billigen Geldes. Zudem stellte sie laut eines vorab veröffentlichten Textes einer Rede vor einem Kongressausschuss in Aussicht, dass die Federal Reserve wahrscheinlich noch dieses Jahr mit dem Abbau ihrer im Zuge der Finanzkrise aufgeblähten Bilanz beginnen werde. Yellens Festhalten am bisherigen Kurs ermutigte die Anleger.

US-Notenbankchefin Janet Yellen: «Weitere Zinsanhebungen angemessen»

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte in den ersten Handelsminuten 0,6 Prozent auf 21'538 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P 500 stieg um 0,7 Prozent auf 2441 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,8 Prozent auf 6242 Punkte.

Analyst Peter Cardillo vom Broker First Standard Financial warnte aber, dass es am Markt weiter unruhig zugehen dürfte. Die innenpolitischen Unsicherheiten in den USA wie etwa die Russland-Affäre um Präsident Donald Trump könnten immer wieder für Gegenwind sorgen. Die Affäre war am Dienstag wieder hochgekocht mit der Veröffentlichung eines E-Mail-Verkehrs, in dem sich Trumps Sohn erfreut über die Aussicht gezeigt hatte, von Russland angeblich belastendes Material über die demokratische Kandidatin Hillary Clinton erhalten zu können.

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12:40

Der Schweizer Aktienmarkt liegt zur Wochenmitte nach einem schwachen Vortag gut im Trend. Dem Leitindex SMI gelang es, die Schwelle von 8900 Punkten zurückzuerobern. Gute Vorgaben aus den USA, wo die Wall Street am Vorabend nach Europa-Schluss die Trump-Sorgen um die Russland-Affäre abschütteln konnte, sorgten von Beginn weg für freundliche Stimmung an den europäischen Finanzmärkten. Die Anschuldigung möglicher Wahlhilfe Russlands für Präsident Trump schwebe aber weiterhin wie ein Damoklesschwert über den Börsen, warnt ein Händler.

Nun bleibe abzuwarten, was die mit Spannung erwartete Anhörung von Notenbankpräsidentin Janet Yellen vor dem US-Kongress bringe, heisst es weiter. Im Fokus stehen nicht nur mögliche weitere Zinserhöhungen, sondern auch Aussagen zum Abbau der aufgeblähten Bilanz der Fed. Die Skizzierung eines konkreten Zeitplans dazu wäre allerdings eine grosse Überraschung, dämpft ein Experte die Erwartungen. Erst nach Europa-Schluss steht der jüngsten Konjunkturbericht des Fed, das Beige Book, zur Veröffentlichung an.

Bis am Mittag gewinnt der SMI 0,7% auf 8939 Punkte. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, steigt um 0,7% auf 1420 Zähler und der breite SPI um 0,7% auf 10'173 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln stehen nur Swiss Re (-0,4%) im Minus.

Vifor Pharma (+2,4%) haben sich nach bereits gutem Start an die Spitze der Bluechips vorgearbeitet. Der nun eigenständige Pharmabereich der Galenica-Gruppe hat für die Behandlung von systolischer Herzinsuffizienz mit dem Blockbuster-Kandidaten Ferinject in Studien einen positiven Einfluss auf die Erkrankungs- und die Sterblichkeitsrate festgestellt. Mit drei verschiedenen Studien soll nun die Wirksamkeit von Ferinject bei diesen Herz-Patienten getestet werden.

Die Pharma-Schwergewichte Novartis (+1,3%) und Roche (+0,8%) bieten dem Gesamtmarkt eine kräftige Stütze nachdem der Trend bei den beiden Papieren in den letzten Tagen nach unten gezeigt hatte. Am Berichtstag hat Jefferies das Kursziel für die Roche-Genussscheine zwar gesenkt, die "Kaufempfehlung" jedoch bekräftigt. Nestlé gewinnen am Berichtstag 0,5% hinzu.

Einer guten Nachfrage erfreuen sich die Titel von Sika (+1,5%), Aryzta (+1,3%) oder Swatch (+1,2%). Die Grossbanken UBS (+0,7%) und vor allem Credit Suisse (+1,1%) sind ebenfalls weit vorne in der Tabelle zu finden. Goldman Sachs hat zwar die Kursziele für beide Titel im Rahmen einer Branchenstudie gesenkt, sieht aber CS nach wie vor als einen "Kauf" und belässt die Einschätzung für UBS auf "Neutral".

Am breiten Markt ziehen Sulzer mit der "Buy"-Empfehlung der Bank Vontobel um 3,4% an. Der Industriekonzern sei gut positioniert, um von der nächsten Erholung des Öl- und Gasmarkts überproportional zu profitieren, so die Begründung. Das Rating für Valora (+4,4%) wurde von der CS auf "Overweight" erhöht. Der neu zuständige Analyst glaubt, dass die Aktien des Kioskbetreibers derzeit einen günstigen Einstiegspunkt bieten.

Logitech (+2,5%) hat für 85 Millionen Dollar den Spezialisten für Kopfhörer für professionelle Spieler, Astro Gaming, übernommen. Die Akquisition komplettiere Logitechs starke Marktstellung mit einer der "herausragendsten" Marken unter Gamern überhaupt nun auch im Bereich Spielkonsolen, kommentiert die ZKB.

Börsenneuling Idorsia (+6,1%) erholt sich etwas von den zuletzt erlittenen Einbussen und Banque Profil de Gestion (+2,7%) überzeugt die Anleger mit einer positiven Ergebnis-Guidance fürs erste Halbjahr. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar am Mittag.)

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11:25

Die Schweizer Börse legt bis Wochenmitte einen regelrechten Zickzackkurs vor. Der Leitindex SMI steigt am Mittwoch um 0,6 Prozent auf 8930 Punkte. Am Dienstag verlor das Bluechip-Barometer 0,8 Prozent, nachdem es mit einem deutlichen Plus in die Woche gestartet war. Marktteilnehmer sehen vor allem die Unsicherheit über die Geldpolitik als treibenden Faktor. "Wir bewegen uns im Spannungsfeld der Geldpolitik", sagt ein Marktstratege. "Die Investoren sind hin und hergerissen. Es geht sicher nicht friktionslos über die Bühne, wenn die Notenbanken von ihrer ultra-lockeren Geldpolitik abrücken."

Von der Konjunktur komme zwar Rückenwind für die Aktien. Doch viele Börsen bewegten sich auf oder nahe an Rekordständen. Und sollten die Renditen weiter steigen, könnten Anleihen wieder eine Alternative für die Investoren werden. Bis es wirklich soweit sei, müssten die Zinsen aber wohl noch kräftig anziehen. "Momentan sind das immer noch Renditen, die mit der Lupe gesucht werden müssen", sagt der Marktstratege.

Für Gesprächsstoff in der Schweiz sorgt Landis+Gyr. Das Messtechnik-Unternehmen will noch im Juli den Sprung aufs Börsenparkett in Zürich wagen und hat die Spanne für den Ausgabepreis mit 70 bis 82 Franken je Aktie festgelegt. Die Traditionsfirma, die momentan dem angeschlagenen japanischen Technologiekonzern Toshiba und dem staatlich unterstützte Investmentfonds Innovation Network Corp of Japan gehört, wäre damit bis zu 2,4 Milliarden Franken wert. Die Erstnotiz ist für den 21. Juli geplant. Landis+Gyr wäre der fünfte Neuzugang an der SIX in diesem Jahr.

Andere Handelsimpulse sind rar. Bei den Bluechips sorgen die drei Index-Schwergewichte für Schub. Die beiden Pharmawerte Novartis und Roche ziehen jeweils 0,9 Prozent an. Novartis kann sich nach den Worten von Präsident Jörg Reinhardt auch grössere Zukäufe im niedrigen zweistelligen Milliardenbereich vorstellen.

Nestlé sind mit 0,3 Prozent Kursplus etwas hinterher. Den drei SMI-Riesen hilft oder schadet ihre Stellung, wenn Investoren in den Schweizer Markt einsteigen oder ihm den Rücken kehren. "Zuletzt gab es ein bisschen eine Absetzbewegung internationaler Investoren", sagt ein Händler.

Gefragt sind auch Finanzwerte und konjunkturzyklische Titel. Credit Suisse, UBS, Zurich Insurance, ABB, Richemont und Swatch gewinnen bis zu gut 1,2 Prozent an Wert. Lediglich Swiss Re werden unter den SMI-Werten leicht schwächer gehandelt.

Am breiten Markt sind Technologiewerte wie AMS, Meyer Burger, Inficon und VAT gefragt und stiegen zum Teil um mehr als 3 Prozent. Die Logitech-Aktien ziehen 2,4 Prozent an. Der Computerzubehör-Konzern kauft die Firma Astro, einen Hersteller von Kopfhörern für Computerspiele, für 85 Millionen Dollar in bar.

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10:30

Die Aktien des Industriekonzerns Sulzer legen am Mittwochmorgen deutlich zu. Hauptverantwortlich für diesen Kursanstieg sei eine Hochstufung durch die Bank Vontobel, heisst es in Marktkreisen. Sulzer erhalten damit im Vorfeld der Publikation der Halbjahreszahlen willkommenen Auftrieb, denn seit dem Jahreshoch bei 118,50 Franken Ende April hatte die Aktie stetig nachgegeben. Zurzeit steht die Sulzer-Aktie um 3,4 Prozent höher bei 111,10 Franken, das Tageshoch lag gar bei 113,80 Franken. Gehandelt sind bereits rund 70'000 Titel und damit schon deutlich mehr als ein durchschnittliches Tagesvolumen. Der Gesamtmarkt (SPI) steht 0,6% höher.

Die Bank Vontobel hat die Einstufung für Sulzer auf "Buy" von zuvor "Hold" hochgenommen und gleichzeitig das Kursziel auf 130 von 115 Franken erhöht. Sulzer sei gut positioniert, um auf der nächsten Öl- und Gas-Welle mitzureiten, begründet die Bank ihre positive Einschätzung. Die Bank sieht den Abschwung des Sektors als demnächst abgeschlossen. Das Unternehmen werde davon unter anderem wegen des Transformationsprogramms SFP (Sulzer Full Potential) profitieren, das Sulzer in eine schlankere und effizientere Gesellschaft verwandeln werde.

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) startet mit einem Plus von 0,4 Prozent und 8905 Punkten in den Handel. Am Dienstag verlor der Leitindex 0,8 Prozent. Heute Mittwoch richtet sich der Fokus der Anleger auf Janet Yellen. Die Chefin der US-Notenbank (Fed) wird am Mittwoch vor dem Kongress Rede und Antwort stehen. Im Fokus stehen dabei nicht nur mögliche weitere Leitzinserhöhungen, sondern auch Aussagen zum Abbau der aufgeblähten Bilanz der Fed. Bis dahin dürften sich die Anleger - auch mangels anderer Impulse - in Warteposition begeben, so ein Händler. Ausserdem warte man in der laufenden Wochen gespannt auf erste Geschäftszahlen zum zweiten Quartal, insbesondere am Freitag aus dem US-Bankensektor.

Mit einem Plus von rund 0,2 Prozent werden die Bankentitel der UBS und Credit Suisse gehandelt. Goldman Sachs hat zwar die Kursziele für die beiden Papiere im Rahmen einer Branchenstudie gesenkt, sieht aber CS nach wie vor als einen "Kauf" und belässt die Einschätzung für UBS auf "Neutral". Die Index-Schwergewichte Roche (+0,5 Prozent), Novartis (+0,2 Prozent) und Nestlé (+0,2 Prozent) starten ebenfalls positiv.

Auch Swisscom notieren leicht höher. Der Telekomkonzern erlitt im Kampf um die Eishockey-TV-Rechte, die sich die Kabelnetzbetreiberin UPC gesichert hatte, eine vorläufige Niederlage. Derweil veröffentlichte Vifor Pharma (+0,8 Prozent) für den Blockbuster-Kandidaten Ferinject weitere positive Studiendaten für die Behandlung von Herzinsuffizienz-Patienten.

Am breiten Markt macht Logitech (+1,5 Prozent) mit einem Zukauf von sich Reden. Der Hersteller von Computerzubehör und Unterhaltungselektronik übernimmt für 85 Mio USD Astro Gaming, einen Spezialisten für Kopfhörer für professionelle Spieler. Weiter sicherte sich die auf Luxusimmobilien spezialisierte Peach Property (+0,5 Prozent) einen Kredit von bis zu 60 Mio EUR. Die Mittel sollen in den Ausbau des Immobilienportfolios in Deutschland fliessen.

Landis+Gyr gab am heutigen Mittwoch Details zum geplanten Börsengang bekannt. Die Titel sollen voraussichtlich ab 21. Juli an der Schweizer Börse gehandelt werden, wobei für den Ausgabepreis der Aktien eine Bandbreite von 70 und 82 CHF gesetzt wurde. Dies entspricht einer Marktkapitalisierung von 2,1 bis 2,4 Mrd CHF.

 

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08:30

Mittlerweile sind die Börsen in Asien geschlossen. Sie haben keine gemeinsame Richtung gefunden. In Tokio gab der Nikkei-Index 0,5 Prozent nach auf 20.098 Punkte. Vor allem Exportfirmen standen wegen des anziehenden Yens auf der Verkaufsliste. Auch der Index in Shanghai notierte schwächer. Dagegen zogen die Kurse in Hongkong an. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans lag rund 0,2 Prozent im Plus.

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Indikatoren der Bank Julius Bär 0,1 Prozent höher bei 8879 Punkten gehandelt. Am Dienstag ging der Leitindex mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 8875 Punkten aus dem Handel.

Die SMI-Einzeltitel bewegen sich dabei kaum.  Grösste Gewinnerin ist ABB (+0,1 Prozent). Am breiten Markt fallen Clariant (+0,3 Prozent) und Logitech (+0,6 Prozent) auf. Der Hersteller von Computerzubehör hat die Übernahme von Astro Gaming bekannt gegeben.

 

Für Gesprächsstoff sorgt auch der Messtechnik-Hersteller Landis+Gyr, der noch im Juli an die Börse will. Das Unternehmen hat die Preisspanne für sein Kapitalmarktdebüt auf 70 bis 82 Franken je Aktie festgelegt und ist damit bis zu 2,4 Milliarden Franken wert. Die Erstnotiz an der SIX ist für den 21. Juli geplant. UBS (Aktie unverändert) hat sich im Skandal um Zinsmanipulationen mit US-Privatklägern auf eine Zahlung von 14 Millionen Dollar geeinigt.

Die Anhörung von Janet Yellen beginnt um 16.00 Uhr MESZ, die Rede wird um 14.30 Uhr MESZ veröffentlicht. Anleger erhofften sich mehr Klarheit über Tempo und Ausmass der künftigen Zinserhöhungen und den geplanten Abbau der durch Anleihekäufe während der Finanzkrise aufgeblähten Fed-Bilanz.

Am Abend - nach Börsenschluss in Europa - steht dann noch der Konjunkturbericht der Fed (Beige Book) in den Terminkalendern. Am Dienstag hatten sich die Kurse an der Wall Street nach dem hiesigen Börsenschluss kaum mehr bewegt. Allerdings war in New York die Stimmung durch die Russland-Affäre von US-Präsident Donald Trump belastet worden, in der Trumps gleichnamiger Sohn verstärkt unter Druck gerät.

Dies belastete auch den Dollar und schob im Gegenzug den Euro auf ein 14-Monats-Hoch von 1,1489 Dollar. Der Dow-Jones- und der S&P500-Index waren allerdings nahezu unverändert, der Nasdaq-Composite mit einem leichten Plus von 0,3 Prozent aus dem Handel gegangen. In Tokio lag der Nikkei-Index am Mittwoch 0,5 Prozent im Minus. In Shanghai waren die Kurse kaum verändert.

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07:30

Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 48,21 US-Dollar. Das waren 69 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung stieg um 75 Cent auf 45,79 Dollar.

Ein laut dem privaten Institut API deutlicher Rückgang der US-Ölreserven gab den Preisen in der Nacht auf Mittwoch deutlichen Auftrieb. Die Rohöllagerbestände sind demnach in der vergangenen Woche um über acht Millionen Barrel gesunken und damit viel deutlicher als erwartet. Auch die Benzinbestände gingen zurück. Der API-Bericht gilt als Vorabindikator für die offiziellen Zahlen zu den Ölreserven, die am Mittwochnachmittag veröffentlicht werden.

 

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07:10

Der Euro gewinnt am Mittwochmorgen an Wert. Gegenüber dem Schweizer Franken steht er bei 1,1054 (+0,1 Prozent). Gegenüber dem Dollar sind es 1,149 (+0,2 Prozent). Die Marke von 1,10 CHF hatte der Euro am Freitag zum ersten Mal seit September vergangenen Jahres zurückerobert.

Bei der UBS hiess es in einem aktuellen Kommentar zum Devisenmarkt, der Franken werde derzeit stark verkauft, da viele Investoren ihre Positionen in sichere Häfen auflösen würden. Zum US-Dollar nahm der Euro deutlich Fahrt auf, nachdem er das alte Zwischenhoch von Ende Juni diesen Jahres bei 1,1445 USD überwunden hatte. Bereits zuvor hatten Sorgen um eine Verschärfung der Russland-Affäre rund um den US-Präsidenten Donald Trump die Gemeinschaftswährung gestützt.

Zugute kam dem Euro ferner die robuste Konjunktur in der Eurozone. So hatte die Industrieproduktion in Italien, der drittgrössten Volkswirtschaft der Eurozone, im Mai stärker zugelegt als erwartet. Damit ist in allen vier grossen Volkswirtschaften der Eurozone die Produktion überraschend stark gestiegen.

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06:45

In Tokio lag der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,5 Prozent im Minus bei 20'087 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg dagegen um 0,4 Prozent. Anleger versprechen sich von Yellen weitere Hinweise auf Zeitpunkt und Ausmass der kommenden Zinserhöhungen.

Auf die Stimmung drückte die Russland-Affäre in den USA, in der der gleichnamige Sohn von Präsident Donald Trump verstärkt unter Druck gerät. Dies belastete auch den Kurs des Dollar.

(cash/Reuters/AWP)