+++Börsen-Ticker+++ - Firmenbilanzen beflügeln US-Börsen

Eine Reihe ermutigender Unternehmensergebnisse hat den US-Börsen am Dienstag Auftrieb gegeben. Zudem profitierten die Märkte von Hoffnungen, dass US-Präsident Donald Trump mit seiner Steuerreform vorankommt.
24.10.2017 22:35
Eine der Unternehmen, deren Aktien am Dienstag an der Wall Street vom guten Quartalsergebnis profitieren: Caterpillar.
Eine der Unternehmen, deren Aktien am Dienstag an der Wall Street vom guten Quartalsergebnis profitieren: Caterpillar.
Bild: Bloomberg

22:35

Der Standardwerteindex Dow Jones schliesst 0,7 Prozent höher auf einem Rekordhoch von 23'441 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 2569 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbessert sich um 0,2 Prozent auf 6598 Punkte.

Zu den Favoriten gehörten die Aktien von General Motors, die rund 3 Prozent zulegen. Der Verkauf der deutschen Tochter Opel riss zwar ein tiefes Loch in die Bilanz, operativ verdiente der grösste US-Autobauer aber mehr als erwartet.

Die Aktien von Caterpillar springen knapp 5 Prozent in die Höhe. Dank eines überraschend starken Quartalsergebnisses hob der weltgrösste Baumaschinenhersteller seine Ziele für das Gesamtjahr zum dritten Mal an.

Der Industriekonzern United Technologies verdiente dagegen im dritten Quartal weniger. Der Gewinn fiel um 7,8 Prozent auf 1,33 Milliarden Dollar, obwohl der Umsatz um 5 Prozent auf 15 Milliarden Dollar stieg. Hintergrund waren höhere Ausgaben zum Hochfahren der Produktion von treibstoffsparenden Triebwerken. Die United-Aktie liess gegen den allgemeinen Markttrend 1 Prozent Federn.

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17:40

Ein deftiger Kurstaucher des Marktschwergewichts Novartis hat am Dienstag die Schweizer Börse nach unten gezogen. Der SMI fällt um 0,6 Prozent auf 9195 Punkte. Am Montag war der Leitindex um 0,1 Prozent gestiegen. "Ohne Novartis hätte sich der SMI so gut wie andere Märkte geschlagen", sagt ein Händler. In Frankfurt und Paris waren die Börsen gehalten.

Die Anleger trauten sich trotz des anhaltenden Rekordlaufs der Wall Street, wegen der Katalonien-Krise und vor der am Donnerstag anstehenden Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht aus der Deckung, heisst es am Markt.

Die Aktien von Novartis büssen 3 Prozent ein, was den Leitindex um gut 50 Zähler nach unten zieht. Das Quartalsergebnis sei wie erwartet ausgefallen. "Enttäuschend ist, dass der Entscheid über Alcon vertagt worden ist", sagt ein Händler. Der Pharmakonzern signalisierte einen Börsengang für die Augenheilsparte. Eine mögliche Transaktion solle aber erst in 2019 durchgeführt werden. Operativ sieht sich Novartis nach drei Quartalen auf Kurs. Der Gewinn stieg um 7 Prozent auf 2,08 Milliarden Dollar.

Den grössten Gewinn unter den Bluechips verbucht die Aktie der Grossbank Credit Suisse mit 0,9 Prozent. Rivalin UBS wurde um 0,5 Prozent teurer gehandelt. Die Versicherungsaktien zeigen sich uneinheitlich: Die Aktien von Swiss Re fallen um 0,8 Prozent, Zurich steigen 0,2 Prozent und Swiss Life rücken um 0,4 Prozent vor.

Bei den Aktien zyklischer Firmen stechen Adecco mit einem Minus von 1,7 Prozent heraus. Händler verweisen auf die Anteile von Hauptkonkurrent Randstad, die nach der Ergebnisvorlage um 5 Prozent einbrachen.

Am breiten Markt ragen die Aktien von AMS heraus, die um mehr als ein Fünftel in die Höhe schiessen. Der Chip- und Sensorenhersteller hat im dritten Quartal besser als erwartet abgeschnitten und für das laufende Quartal eine unerwartet starke Prognose abgegeben.

Die Aktien von Huber+Suhner büssen 6 Prozent ein. Der Kabelhersteller hat die Prognosen gesenkt.

Gewinnmitnahmen drücken die Aktien von Logitech um 5,3 Prozent ins Minus. Der Reingewinn stieg im zweiten Geschäftsquartal auf 57,4 Millionen Dollar von 47 Millionen im Vorjahresquartal. Der Hersteller von Zubehör für die Unterhaltungselektronik übertraf die Erwartungen. Die Zahlen seien gut und die Aussichten ebenso. "Nach einem Kursgewinn von mehr als 40 Prozent im laufenden Jahr sind Gewinnmitnahmen in einem unsicheren Umfeld aber verständlich", sagt ein Händler. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Dienstag.)

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15:45

Eine Reihe ermutigender Unternehmensergebnisse gibt den US-Börsen am Dienstag Auftrieb. Der Standardwerteindex Dow Jones stieg zur Eröffnung an der Wall Street um rund 0,8 Prozent und markiert mit 23'465 Punkten den dritten Handelstag in Folge ein Rekordhoch. Der breiter gefasste S&P 500 legt 0,2 Prozent auf 2569 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewinnt 0,1 Prozent auf 6591 Punkte.

Zu den Favoriten gehören die Aktien von General Motors (GM), die 3 Prozent zulegen und mit 46,51 Dollar ebenfalls so hoch notieren wie noch nie. Der Verkauf der deutschen Tochter Opel riss zwar ein tiefes Loch in die Bilanz, operativ verdiente der grösste US-Autobauer aber mehr als erwartet.

Die Papiere von Caterpillar gewinnen sogar 6,6 Prozent auf 140,40 Dollar - auch ein Bestwert. Dank eines überraschend starken Quartalsergebnisses hob der weltgrösste Baumaschinenhersteller seine Ziele für das Gesamtjahr zum dritten Mal an.

Bei Eli Lilly reagieren Anleger erleichtert auf die Zwischenbilanz. Der Gewinn des Pharmakonzerns brach weniger stark ein als befürchtet. Ausserdem denkt das Unternehmen über einen Verkauf oder Börsengang der Tiergesundheitssparte nach. Eli-Lilly-Titel steigen um 0,9 Prozent.

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14:10

Mit seinen unerwartet hohen Gewinn- und Umsatzwachstum sowie der dritten Anhebung der Umsatzprognose im laufenden Jahr löst Caterpillar im vorbörslichen US-Handel einen Run auf seine Aktien aus: Die im Dow Jones gelisteten Aktien steigen um rund 7 Prozent auf 141 Dollar und könnten damit gleich zur Eröffnung ein Allzeithoch aufstellen.

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12:55

Der Schweizer Aktienmarkt präsentiert sich am Dienstag um die Mittagszeit relativ schwach. Neben enttäuschenden Stimmungsdaten aus der Euro-Wirtschaft lasten hierzulande vor allem die Abgaben bei den schwerkapitalisierten Novartis-Aktien auf dem Gesamtmarkt. Der Leitindex SMI notiert aktuell praktisch auf dem im bisherigen Tagesverlauf gesehenen Tiefstand und steht nur noch wenige Zähler über der derzeit psychologisch wichtigen Linie von 9200 Punkten.

Nach dem jüngsten Aktienrally sei der Markt anfällig für Rückschläge, heisst es im Handel. Und die am Berichtstag vorgelegten Unternehmenszahlen hierzulande seien offensichtlich nur zum Teil nach dem Geschmack der Investoren. Mit Spannung warten die Akteure nun auf Donnerstag, wenn EZB-Chef Mario Draghi die neuesten geldpolitischen Entscheide verkündet. Dass das Volumen des Anleihenkaufprogramm verringert wird, gilt unter Ökonomen als ausgemachte Sache. Draghi habe so lange gezögert und die Entscheidung über den Fortgang des Anleihekaufprogramms aufgeschoben, dass die Märkte jetzt Fakten sehen wollten, heisst es bei CMC Markets.

Der SMI verliert kurz vor Mittag 0,4% auf 9211 Punkte. Der 30 Aktien umfassende SLI gibt 0,4% auf 1492 Zähler nach und der breite SPI 0,3% auf 10'539. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 18 im Minus, 10 im Plus und 2 unverändert.

Im Blick sind Novartis, die um die Mittagszeit 2,1% tiefer stehen und damit seit dem Morgen noch etwas weiter abgerutscht sind. Der Pharmakonzern schnitt im dritten Quartal bei Umsatz und Gewinn allerdings leicht über den Erwartungen ab. Für lange Gesichter unter den Investoren sorgt hingegen, dass sich die Konzernleitung mit dem Entscheid zu einer möglichen Abspaltung der Augenheilsparte Alcon mehr Zeit lässt als erwartet. Dass die Novartis-Papiere in den letzten Wochen gut im Markt lagen, habe zu einem grossen Teil auch mit Spekulationen rund um Alcon zu tun gehabt, heisst es.

Klar im Angebot liegen zudem Logitech (-2,9%) und Adecco (-2,6%). Der Grund für die Kursschwäche bei den Aktien des Computerzubehörstellers Logitech ist im Handel nicht ganz klar. Der vorgelegte Zahlenkranz sei "stark" und über den Erwartungen ausgefallen. Einige Anleger hätten sich aber wohl klar positive Anhaltspunkte für das anstehende wichtige Weihnachtsgeschäft gewünscht, heisst es. Dies sei jedoch ausgeblieben, was Gewinnmitnahmen ausgelöst habe.

Schindler (PS -1,3%) haben mittlerweile das Vorzeichen gewechselt, nachdem der Titel im frühen Handel noch in Führung lag und neue Allzeithochstände erreicht hatte. Offenbar hielten sich die Aktionäre an die Devise "sell on good news", heisst es im Handel. Denn der Lift- und Rolltreppenhersteller übertraf mit dem Zahlenkranz insgesamt die Analystenerwartungen.

Grössere Abgaben verzeichnen noch Aryzta (-0,9%), Partners Group (-0,7%) Swiss Re (-0,7%) und ABB (-0,6%).

Auf der Gegenseite rücken Bâloise (+0,5%), Vifor Pharma (+0,4%) sowie die schwergewichtigen Nestlé (+0,4%) etwas deutlicher vor. Die Titel des Nahrungsmittelherstellers hatten sich nach dem in der vergangenen Woche präsentierten Quartalsausweis von hohem Niveau aus abgeschwächt.

Am breiten Markt schwingen AMS (+17,9%) nach dem Zahlenausweis zum dritten Quartal oben aus. Der Chiphersteller hat dabei die Markterwartungen teilweise übertroffen und die Prognose angehoben. Nach Zahlen gesucht sind zudem Gurit (+1,4%) sowie - mittlerweile aber nur noch leicht - Idorsia (+0,3%). (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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12:25

Novartis will sich im Fall eines Börsengangs seiner Augenheiltochter Alcon vollständig von der Sparte verabschieden. "Nach der strategische Überprüfung des Geschäfts sieht es so aus, als ob die 100-prozentige Trennung von Alcon den Aktionären erheblichen Mehrwert bringen würde", sagte CEO Joseph Jimenez der Nachrichtenagentur Reuters. "Novartis würde in diesem Fall keine Aktien behalten, wir würden die Aktien zu 100 Prozent unseren Aktionäre zuteilen." Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, betonte der US-Manager, der den Arzneimittelhersteller aus Basel nach acht Jahren an der Spitze Ende Januar verlassen wird. 

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11:05

Die Schweizer Börse büsst am Dienstagmorgen Terrain ein. Kursverluste der schwergewichtigen Novartis-Aktien sowie negative Vorgaben aus den USA lasten laut Händlern auf den Beteiligungspapieren. Der SMI sinkt um 0,3 Prozent auf 9224 Zähler. Am Montag war der Leitindex um 0,1 Prozent gestiegen.

Erstmals seit längerem kam es in den USA zu Gewinnmitnahmen, nachdem massive Kursverluste bei den Aktien von General Electric die Stimmung der Anleger getrübt hatten.

Wegen der Katalonien-Krise und vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag verhielten sich die Anleger vorsichtig. "Das könnte die wichtigste Sitzung der EZB im ganzen Jahr sein", sagt ein Händler.

Die Aktien von Novartis sacken um 1,6 Prozent ab. Das Quartalsergebnis sei wie erwartet ausgefallen. "Enttäuschend ist, dass der Entscheid über Alcon vertagt worden ist", sagt ein Händler. Der Pharmakonzern signalisiert einen Börsengang für die Augenheilsparte. Eine mögliche Transaktion solle aber erst in 2019 durchgeführt werden.

Der Genussschein von Rivale Roche legt dagegen leicht zu. Nestlé, ein weiteres Schwergewicht, gewinnt 0,4 Prozent an Wert.

Bei den Aktien zyklischer Firmen stechen Adecco mit einem Minus von 2,3 Prozent heraus. Händler verweisen auf die Anteile von Hauptkonkurrent Randstad, die nach Ergebnisvorlage um 5 Prozent einbrachen.

Wenig verändert sind die Aktien der Banken: Credit Suisse sind um 0,3 Prozent höher und UBS gehalten. Die Versicherungsaktien neigen meist zur Schwäche.

Am breiten Markt ragen die Aktien von AMS heraus, die um 21 Prozent nach oben schnellen. Der Chip- und Sensorenhersteller hat im dritten Quartal besser als erwartet abgeschnitten und für das laufende Quartal eine unerwartet starke Prognose abgegeben.

Gefragt sind ausserdem die Aktien von Gurit. Der Umsatzrückgang des Kunststoffherstellers sei weniger stark als befürchtet ausgefallen, heisst es am Markt.

Die Aktien von Huber+Suhner büssen 2,5 Prozent ein. Der Kabelhersteller hat die Prognosen gesenkt.

Gewinnmitnahmen lasten auf den Aktien von Logitech. Der Reingewinn stieg im zweiten Geschäftsquartal auf 57,4 Millionen Dollar von 47 Millionen im Vorjahresquartal. Der Hersteller von Zubehör für die Unterhaltungselektronik übertraf die Erwartungen. Die Zahlen seien gut und die Aussichten ebenso. "Nach einem Kursgewinn von mehr als 40 Prozent im laufenden Jahr sind Gewinnmitnahmen in einem unsicheren Umfeld aber verständlich", sagt ein Händler.

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09:15

Der Swiss Market Index steht nach Handelseröffnung 0,22 Prozent tiefer. Die Vorgaben von den Aktienmärkten aus Übersee hatten einen eher negativen Grundton. In den USA gaben die Kurse nach dem gestrigen Börsenschluss in Europa moderat nach und in Asien tat sich per Saldo nicht viel. Nach dem Aktienrally im September warten Investoren hierzulande gespannt, ob Unternehmensresultate die Kursanstiege untermauern.

Kurskapriolen betreiben die Aktien von Novartis, die nach positiven vorbörslichen Kursen bis 1,6 Prozent îns Negative drehen. Das Pharmaunternehmen schnitt im dritten Quartal bei Umsatz und Gewinn leicht über den Erwartungen ab. Gespannter haben die Investoren aber auf die Aussagen zur Zukunft der Augensparte Alcon gewartet. Ein definitiver Entscheid wurde zwar nicht gefällt. Die Konzernleitung merkt aber an, dass Alcon als selbständiges Unternehmen an die Börse gebracht werden könnte. 

Der Genusschein von Roche ist ebenfalls negativ (minus 0,2 Prozent), das andere Indexschwergewicht Nestlé notiert dagegen im Plus (0,5 Prozent). 

Gegen den schwachen Trend behaupten sich die Anteilsscheine von Schindler (plus 1,3 Prozent). Der Lift- und Rolltreppenhersteller setzte in den ersten neun Monaten 2017 mehr um, steigerte den Gewinn gegenüber dem Vorjahr deutlich und übertraf insgesamt die Analystenerwartungen. Logitech hat im per September beendeten zweiten Quartal Umsatz und Gewinn stärker gesteigert als von Analysten erwartet, die Aktie fällt allerdings (minus 0,8 Prozent).

Die Aktien des Personalvermittlers Adecco (minus 1 Prozent) geben nach der Zahlenvorlage der niederländische Rivalin Randstad nach.

Auch am breiten Markt ist viel los, wobei die Aktien des Chiphersteller AMS mit 15 Prozent plus oben aus schwingen. Der Konzern hat mit dem Zwischenergebnis die Markterwartungen teilweise übertroffen und die Prognose angehoben. Im Blick sind nach der Zahlenvorlage auch Idorsia (-plus 0,3 Prozent) sowie Gurit (plus 2 Prozent) und Huber+Suhner (minus 1,5 Prozent). 

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08:30

Der SMI sinkt vorbörslich um 0,13 Prozent auf 9237 Punkte. Die Schweizer Börse wird am Dienstag aufgrund negativer Vorgaben aus den USA schwächer gesehen. Massive Kursverluste bei dem Schwergewicht General Electric hatten die Anleger an der Wall Street zu Gewinnmitnahmen veranlasst. "Das dürfte auch bei uns Marktteilnehmer zu Abgaben veranlassen", sagte ein Händler. Die Banken und die Zykliker trifft es dabei etwas stärker als die übrigen der 20 Grosskonzern-Aktien. Grösster Verlierer ist die UBS (-0,35 Prozent).

Das Novartis-Resultat im Detail: Novartis übertrifft die Umsatz-Prognose, verschiebt Alcon-Entscheid

Im Plus steht einzig die Aktie von Novartis (+0,36 Prozent). Der Pharmakonzern hat im dritten Quartal die Umsatzerwartungen übertroffen. Ein Entscheid über über die Sorgensparte Alcon wurde allerdings verschoben (zu den vorbörslichen Kursen bei cash.ch). Die Aktie des Mid-Caps Logitech steigt nach guten Zahlen um 1,7 Prozent.

Einen vorbörslichen Kurssprung um fast sechs Prozent verbuchten die Aktien von AMS. Der Sensorenhersteller verzeichnete im dritten Quartal einen Gewinnrückgang auf 20,2 Millionen Euro von 55,9 Millionen im Vorjahr. Für das vierte Quartal stellte AMS aber einen über den bisherigen Erwartungen liegenden Umsatz von 440 bis 480 Millionen Euro in Aussicht.

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06:45

Die Hoffnung auf eine Fortsetzung der bisherigen Wirtschaftspolitik durch den wiedergewählten konservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe hat die Tokioter Börse weiter bei Laune gehalten. Der Nikkei-Index der 225 Standardwerte gwinnt im Vormittagshandel leicht auf 21'705 Punkte.

Eine leichte Abschwächung des Dollar sahen Anleger nicht als Problem an. Die Dollar-Yen-Relation sei weiter positiv, hiess es. Eine weitere lockere Geldpolitik der japanischen Notenbank könne wie bereits zuletzt den Yen schwächen und so Exporteuren helfen.

Der Dollar gab von seinem am Vortag markierten Dreimonatshoch 0,1 Prozent auf 113,36 Yen nach. Der Euro legte in gleicher Höhe zu und notierte bei 1,1754 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9841 Franken je Dollar und 1,1581 Franken je Euro gehandelt.

Das war der fünfzehnte Handelstag in Folge mit einem Gewinn. Damit hielt die Rally länger an als Anfang der 60er Jahre, als der Index 14 Tage hintereinander angestiegen war.

Im bisherigen Jahresverlauf gewann der Nikkei 225, der zu den bekanntesten Aktienindizes der Welt zählt knapp 14 Prozent. Zum Vergleich: Der US-Leitindex Dow Jones legte seit Ende 2016 knapp 18 Prozent zu; der Dax rund 13 Prozent.

Die Aktienmärkte weltweit werden vor allem durch die niedrigen Zinsen getrieben - wegen der niedrigen Renditen der Staatsanleihen suchen Investoren händeringend nach Alternativen. Zudem läuft die Weltwirtschaft ganz gut. Aus diesem Grund blenden Anleger derzeit politische Risiken wie den Nordkorea-Konflikt grösstenteils aus.

In China legte der CSI 300 , in dem die 300 grössten Werte an den Börsen in Shanghai und Shenzhen vertreten sind, um 0,53 Prozent auf 3 951,78 Punkte zu. Mit dem Anstieg am Dienstag baute der Index seine Jahresgewinne auf fast 20 Prozent aus und stieg auf den höchsten Stand seit August 2015.

(cash/AWP/Reuters)