+++Börsen-Ticker+++ - GE und Energietitel ziehen Wall Street nach unten

Sinkende Ölpreise haben am Dienstag die US-Börsen unter Druck gesetzt. Neben Energieaktien zählten ferner die Papiere des vor einem Konzernumbau stehenden General Electric (GE) zu den Verlierern.
14.11.2017 22:32
Firmenzeichen von General Electric in Fort Wayne, Indiana.
Firmenzeichen von General Electric in Fort Wayne, Indiana.
Bild: iNg

22:30

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent tiefer auf 23'^409 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,2 Prozent auf 2578 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,3 Prozent auf 6737 Punkte. In Frankfurt ging der Dax ebenfalls 0,3 Prozent tiefer mit 13'033 Punkten aus dem Handel.

Erneut im Fokus standen GE-Anteilsscheine, deren Kurs den zweiten Tag in Folge abstürzte. Das Minus betrug knapp sechs Prozent. Der Industrieriese will sich künftig auf drei Kern-Geschäftsbereiche spezialisieren. Zudem hatte er am Montag seine Gewinnprognose für nächstes Jahr gesenkt.

Im Sog der fallenden Ölpreise gaben Exxon 0,8 Prozent nach. ConocoPhillips sackten 2,5 Prozent ab.

Marktbeobachtern zufolge sorgen sich Anleger, dass die Notenbank (Fed) die Zinsen zu stark anziehen und damit das Wirtschaftswachstum abwürgen könnte. Ausserdem warten die Investoren auf eine Einigung in den Kongress-Verhandlungen über die Steuerreformpläne von Präsident Donald Trump.

+++

17:30

Der Schweizer Börse hat am Dienstag eine Verschnaufpause eingelegt. Nach einem festeren Start bröckelten die Kurse im Tagesverlauf ab.  Der SMI schloss am Dienstag knapp 0,4 Prozent im Minus bei 9130 Punkten. Am Montag hatte der Leitindex 0,3 Prozent fester geschlossen.

Mit einem Ende des mittelfristigen Aufwärtstrends an den Aktienmärkten rechneten viele Experten dennoch nicht. Der weltgrösste Vermögensverwalter Blackrock sieht die globalen Finanzmärkte derzeit im Lot. Auch für die Schweizer Unternehmen seien die Aussichten derzeit so gut wie seit dem Frankenschock Anfang 2015 nicht - so das Ergebnis einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Deloitte unter Finanzchefs. Sowohl Umsätze, wie auch Margen und Investitionen würden steigen.

An der Schweizer Börse hielten sich Gewinner und Verlierer in etwa die Waage. Credit Suisse schlossen nach einer Berg- und Talfahrt 0,2 knapp im Plus. Die Grossbank kann einen weiteren Rechtsstreit abhaken.

Die Titel der Konkurrentin UBS gaben 0,3 Prozent nach, jene der Vermögensverwalterin Julius Bär legten 0,3 Prozent zu.

Die Titel des Pharma-Schwergewichts Novartis gaben 0,6 Prozent nach - obwohl die Generika-Tochter Sandoz gute Studienergebnisse für die Biosimilars Adalimumab gegen Psoriasis und Rituximab gegen rheumatoide Arthritis veröffentlicht hat. Die Titel von Roche waren 0,1 Prozent höher.

Zu den Verlierern zählte auch das dritte Indexschwergewicht Nestle mit einem Minus von 0,5 Prozent. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns hatten am Montag stark zugelegt.

Auf den Verkaufszetteln standen darüber hinaus die Papiere des Elektrokonzerns ABB und des Zementherstellers LafargeHolcim.

Am breiten Markt liess eine Kaufempfehlung von Vontobel die Anleger zudem zu Idorsia greifen. Die Titel der forschenden Biotech-Firma legten 3,4 Prozent auf 19,85 Franken zu.

+++

17:24

Der Eurokurs hat am Dienstag von einem überraschend starken Wirtschaftswachstum in Deutschland profitiert. Am Nachmittag erreichte er mit 1,1764 US-Dollar ein Tageshoch. Im frühen Handel hatte der Eurokurs noch rund einen Cent niedriger gelegen.

Auch zum Franken konnte die Gemeinschaftswährung zulegen, wenn auch moderater. Ein Euro kostet derzeit 1,1656 CHF nach 1,1633 am Morgen. Der US-Dollar geht mit 0,9917 CHF nach 0,9969 am Morgen um.

+++

15:45

Die Wall Street ist am Dienstag schwächer in den Handelstag gestartet. Nach wie vor drückt die Steuerdebatte bei den Republikanern um Präsident Donald Trump auf die Stimmung. Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten notierte in den ersten Minuten 0,3 Prozent im Minus bei 23.362 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,4 Prozent auf 2573 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,44 Prozent auf 6728 Stellen.

Die im vorbörslichen Handel wegen unerwartet guter Bilanzzahlen im Plus gehandelten Papiere der Baumarktkette Home Depot konnten sich dem Abwärtstrend nicht entziehen und starteten 0,4 Prozent niedriger.

+++

14:08

Die Ölpreise sind am Dienstag etwas gefallen. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar kostete im Mittagshandel 62,98 US-Dollar. Das waren 18 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember fiel um 21 Cent auf 56,55 Dollar.

+++

12:40

Der Swiss Market Index (SMI) notiert kurz vor 12 Uhr 0,29% tiefer bei 9'136,18 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,11% auf 1'480,20 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) geht 0,30% auf 9143,30 zurück.

Aus Händlerkreisen hiess es, dass die Anleger derzeit an der Seitenlinie stünden. Der Handel am bisherigen Tag verlaufe eher lustlos und man verspüre eine gewisse Vorsicht der Marktteilnehmer. Die generelle Stimmung sei dabei aber nach wie vor gut. Die Furcht vor einer grösseren Korrektur gehe nicht um, die Hoffnung auf eine Jahresendrallye bestehe noch weiter.

Den grössten Ausschlag bei den Blue Chips verzeichnen Clariant, deren Aktien um deutliche 2,7% nach oben schnellen. Die Dividendenpapiere des Chemiekonzerns profitieren dabei von der Aufnahme in den viel beachteten MSCI Equity Switzerland Index.

Bei den Banktiteln stehen Credit Suisse (-0,4%) etwas im Fokus. Am Vorabend hatte die Bank im Devisenskandal einen Vergleich in den USA gemeldet. Auch Aktien der anderen Grossbank UBS (-0,2%) notieren leichter, derweil Julius Bär (+0,4%) sich noch im Plus halten.

Im breiten Markt richten sich die Augen auf den Immobilienkonzern PSP (-0,1%), der Drittquartalszahlen gezeigt hat. Diese sind im Rahmen der Erwartungen ausgefallen.

Den ausführlichen Mittagsbericht der Schweizer Börse lesen Sie hier.

+++

10:38

Schwächer als erwartet ausgefallene britische Inflationsdaten belasten das Pfund Sterling. Es verbilligt sich auf 1,3073 Dollar von 1,3115 Dollar. Der Londoner Auswahlindex baut seine Gewinne im Gegenzug aus.

+++

09:38

Analysten der Deutschen Bank raten zu Zurückhaltung bei Investitionen in deutsche Aktien. Sie stufen deutsche Wertpapiere auf "underweight" von "overweight" zurück und raten stattdessen dazu, Aktien aus der Schweiz im Portfolio überzugewichten. Den dortigen Aktienmarkt stufen sie auf "overweight" von "benchmark" nach oben.

+++

09:15

Der Swiss Market Index verzeichnet am Dienstag nach einer wenig veränderten Eröffnung leichte Aufschläge. Er notiert 0,22 Prozent höher. Die Dividendenpapiere hatten schon am Vortag mit einer Gegenbewegung auf die jüngst schwache Entwicklung reagiert. Die Vorgaben sind mehr oder weniger neutral. So fielen etwa die Daten zur chinesischen Industrieproduktion für Oktober im Rahmen der Erwartungen aus. Überraschend robust fiel hingegen das Wirtschaftswachstum in Deutschland aus.

Für das positivste SMI-Zeichen sorgen die Aufschläge um 1,3 Prozent bei Sika. 0,5 Prozent Plus gibts bei der Credit Suisse. Die Grossbank hat im Devisenskandal einen Vergleich in den USA geschlossen. Sie verständigte sich im Streit um mutmassliche Manipulationen auf eine Vergleichszahlung von 135 Millionen Franken. Die UBS-Aktien steigen in der selben Höhe (0,5 Prozent). Das Institut hat im Millionen-Streit mit den deutschen Kommunalen Wasserwerken Leipzig (KWL) erneut Rechtsmittel eingelegt. Die UBS war in dem Fall bereits zweimal unterlegen. Die Bank verlangt von den Wasserwerken eine Haftung über rund 350 Millionen Euro für geplatzte Kreditversicherungs-Deals.

News gab es zudem von Dufry (plus 0,2 Prozent). Der Reisedetailhändler hat die Ausschreibung für Geschäfte an acht schwedischen Flughäfen gewonnen.

Möglicherweise werden sich die Anleger am Dienstag auch bereits in Bâloise (plus 1,4 Prozent) oder in Zurich Insurance (plus 0,2 Prozent) positionieren. Erstere wird am Mittwoch eine Zwischenmitteilung zum dritten Quartal abgeben, letztere ihren Investorentag abhalten. Dort wird der Erstversicherer über Fortschritte zu den laufenden, strategischen Initiativen und den finanziellen Zielen berichten. 

Am breiten Markt richten sich die Augen auf den Immobilienkonzern PSP, der Drittquartalszahlen gezeigt hat (Aktie plus 0,1 Prozent).

+++

08:20

Der Aktienhandel in Asien ist beendet. Dabei ist es an den meisten Börsen leicht bergab gegangen. Die Verluste hielten sich dabei aber in Grenzen. In Japan trat der Leitindex Nikkei 225 zum Handelsschluss mit 22'380 Punkten auf der Stelle. Dieser hatte in den vergangenen Handelstagen schon deutlich eingebüsst. Leicht nach unten ging es in China, wo die aktuell veröffentlichten Daten zum Einzelhandelsumsatz, Industrieproduktion und Investitionen in Sachanlagen alles in allem etwas enttäuschend ausgefallen sind. Zuletzt lag der CSI 300, der die 300 wichtigsten Werte aus Festland-China umfasst 0,76 Prozent im Minus bei 4'096,43 Punkten.

+++

08:10

Der Swiss Market Index wird am Dienstag vorbörslich 0,02 Prozent höher notiert. Nach einem Anstieg von 0,3 Prozent am Montag erwarteten Händler nun wenig veränderte Kursen. Händler begründeten die Seitwärtsbewegung unter anderem mit dem fehlenden Rückenwind von anderen Börsen. An der Wall Street legten die Notierungen marginal zu. In China verloren die Aktien dagegen an Wert.

Die überwiegende Mehrheit der Titel an der Schweizer Börse wurde am Dienstag marginal tiefer indiziert. Die Aktie der Credit Suisse hat mit 0,44 Prozent dagegen den grössten Ansteig. Die Grossbank kann einen weiteren Rechtsstreit abhaken. Das Geldhaus verständigte sich im Streit um mutmaßliche Manipulationen im Devisenhandel in den USA auf eine Vergleichszahlung von 135 Millionen Dollar.

Positiv sind auch Novartis (0,2 Prozent). Der Pharmakonzern will in Europa und den USA noch im laufenden Jahr die Zulassung für das Medikament Canakinumab bei Herzinfarkt-Patienten beantragen. Zudem hat die Generika-Tochter Sandoz gute Studienergebnisse für die Biosimilars Adalimumab gegen Psoriasis und Rituximab gegen rheumatoide Arthritis veröffentlicht.

+++

06:40

Nach vier Tagen mit Verlusten stiegen Investoren am Dienstag wieder ein. In Tokio gewann der Nikkei-Index, der noch im Minus geöffnet hatte, 0,3 Prozent auf 22'445 Punkte. Der breiter aufgestellte Topix verlor dagegen 0,1 Prozent auf 1781 Zähler. Der MSCI-Index für die Region Asien/Pazifik unter Ausschluss Japans ging 0,2 Prozent zurück. Schlechter als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus China belasteten die Märkte in Fernost. Ein Belastungsfaktor sei nach wie vor auch die anhaltende Unsicherheit über die Steuerreformpläne von US-Präsident Donald Trump, hieß es am Markt.

+++

06:30

Am Devisenmarkt lag der Dollar nahezu unverändert bei 113,62 Dollar. Ein Euro kostete 1,1673 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 1,1631 zum Euro und 0,9962 zum Dollar bewertet. 

(cash/AWP/Reuters)