+++Börsen-Ticker+++ - Gewinnmitnahmen belasten US-Börsen

Nach fünf Tagen mit Kursgewinnen in Folge haben einige US-Anleger am Freitag Gewinne eingestrichen.
12.01.2019 00:23
Trader an der Börse in New York.
Trader an der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

23:59

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss kaum verändert bei 23.995 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 stagnierte bei 2596 Zählern. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,2 Prozent auf 6971 Punkte. Im Wochenvergleich ergab sich für den Dow ein Plus von 2,4 Prozent, den S&P ein Aufschlag von 2,5 Prozent und den Nasdaq ein Gewinn von 3,5 Prozent.

Fehlende Details zu den Ergebnissen der jüngsten Gespräche zwischen den USA und China zur Beilegung des Zollstreits hielten Anleger von weiteren Käufen ab, sagten Börsianer.

Bei den Einzelwerten zählten Activision Blizzard mit einem Kursminus von rund neun Prozent zu den grössten Verlierern.

ür die Papiere von General Motors (GM) ging es dagegen um mehr als sieben Prozent nach oben. Der Autobauer stellte für das abgelaufene Jahr einen Gewinn über den bisherigen Erwartungen in Aussicht und peilt 2019 einen weiteren Anstieg an. Im Windschatten von GM gewannen die Titel von Ford rund 1,7 Prozent.

Netflix-Scheine verteuerten sich um vier Prozent. Zuvor hatten sich Analysten positiv über die Zahl der Neukunden bei dem Internet-Filmdienst geäußert.

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18:00

 Die Schweizer Börse hat den Aufwärtstrend am Freitag fortgesetzt und die vierte Sitzung in Folge fester geschlossen.

Der SMI legte um 0,3 Prozent auf 8828 Punkte zu. Mit einem Plus von 2,6 Prozent verbuchte die Schweizer Börse damit die beste Woche seit Anfang November. Hoffnungen auf eine Beilegung des Zollstreits zwischen den USA und China hätten weitere Käufer angezogen, erklärten Händler. Zudem stütze die jüngste Abschwächung des Frankens die Kurse exportorientierter Firmen.

Motor des Anstiegs waren die Aktien von Unternehmen, die stark von der Konjunktur abhängen. Tagesgewinner im SMI waren die Titel von Richemont, die 2,8 Prozent zulegten. Zwar bremsten die Proteste der "Gelbwesten" in Frankreich den Luxusgüterkonzern im Weihnachtsquartal. Dank Zuwächsen in China stieg der Umsatz im dritten Geschäftsquartal bereinigt um Zukäufe und Währungsschwankungen dennoch um fünf Prozent. LafargeHolcim rückten 1,4 Prozent vor. Der Zementkonzern profitierte von einer Kaufempfehlung der Bank of America Merrill Lynch. Die Aktien der Credit Suisse gewannen 0,9 Prozent. Die Grossbank will demnächst ihr Aktienrückkaufprogramm im Umfang von bis zu 1,5 Milliarden Franken beginnen. Am breiten Markt verloren die Aktien der Technologiefirma Inficon nach der Vorlage vorläufiger Jahreszahlen 3,6 Prozent.

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16:54

Der US-Dollar hat am Freitagnachmittag zum Euro deutlich zugelegt. Die Gemeinschaftswährung fiel um rund einen halben Cent auf zuletzt 1,1471. Auch der Franken verlor etwas Terrain gegenüber dem "Greenback". Dieser verteuerte sich zwischenzeitlich bis auf 0,9856 Franken, aktuell notiert das Währungspaar bei 0,9842. Entsprechend fiel der Euro auch zum Franken auf 1,1288 zurück.

Für die starke Aufwärtsbewegung der US-Währung machten Marktbeobachter technische Gründe verantwortlich. Der Euro habe es nicht geschafft, zum Dollar dauerhaft über eine charttechnisch wichtige Marke zu steigen. Dadurch habe die Käufer der Mut verlassen, was Händlern zufolge starke Verkäufe auslöste.

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16:12

Der Höhenflug des Rohöls ist vorerst beendet. Brent verbilligt sich um zwei Prozent auf 60,43 Dollar je Barrel, ist damit aber immer noch rund zwölf Prozent teurer als zu Jahresbeginn. Neben Gewinnmitnahmen setzten auch fehlende handfeste Ergebnisse der jüngsten Handelsgespräche zwischen den USA und China sowie Spekulationen auf eine Konjunkturabkühlung dem Rohöl zu, sagt Analyst Abhishek Kumar vom Branchendienst Interfax Energy.

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16:00

Nach fünf Tagen mit Kursgewinnen in Folge streichen einige US-Anleger Gewinne ein.  Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 fielen zur Eröffnung am Freitag um bis zu 0,7 Prozent. Abwarten und Tee trinken sei derzeit das Motto, sagte Mark Grant, Chef-Anlagestratege der Investmentbank B. Riley FBR.

Fehlende Details zu den Ergebnissen der jüngsten Gespräche zwischen den USA und China zur Beilegung des Zollstreits hielten Anleger von weiteren Käufen zurück, sagten Börsianer.

Zu den grössten Verlierern am US-Aktienmarkt zählte Activision Blizzard mit einem Kursminus von zwölf Prozent. Die Macher von "Call of Duty" und "Candy Crush" reichen ihre Computerspiel-Reihe "Destiny" an den Konkurrenten Bungie weiter. Dies könnte die Activision-Bilanz 2019 und 2020 beeinträchtigen, warnten die Analysten des Vermögensverwalters Cowen.

Für die Papiere von General Motors (GM) ging es dagegen um mehr als sieben Prozent nach oben. Der Autobauer stellte für das abgelaufene Jahr einen Gewinn über den bisherigen Erwartungen in Aussicht und peilt 2019 einen weiteren Anstieg an. Im Windschatten von GM gewannen die Titel von Ford 2,7 Prozent.

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15:55

Der grösste US-Autobauer General Motors (GM) blickt überraschend zuversichtlich ins neue Geschäftsjahr - das kommt an der Börse gut an. Das Unternehmen stellte Investoren am Freitag ein bereinigtes Ergebnis von 6,5 bis 7,0 US-Dollar pro Aktie für 2019 in Aussicht und übertraf die Erwartungen der Wall Street damit deutlich. Zudem gab GM bekannt, im abgelaufenen Geschäftsjahr besser als angenommen abgeschnitten zu haben. Die Nachrichten wurden von den Anlegern positiv aufgenommen - die Aktie legte vorbörslich zunächst um mehr als sechs Prozent zu.

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15:28

Das Bekenntnis eines Grossaktionärs zu der Beteiligung an Tilray beschert dem Unternehmen einen Kurssprung. Die in den USA notierten Aktien des kanadischen Cannabis-Herstellers, für den unter anderem der ehemalige Bundesaussenminister Joschka Fischer arbeitet, steigen vorbörslich um 20 Prozent. Finanzinvestor Pioneer will seine Tilray-Anteile nach eigenen Angaben mindestens bis Ende des ersten Halbjahres 2019 halten. Kommende Woche läuft die Mindesthaltefrist für die Papiere im Pioneer-Depot aus.

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12:12

Schwindende Furcht vor einem chaotischen Brexit gibt dem Pfund Sterling Auftrieb. Der Kurs der Währung steigt binnen Minuten um rund einen US-Cent auf ein Sechs-Wochen-Hoch von 1,2850 Dollar. Ein britischer Kabinettsminister hatte in einem Interview eine Verschiebung des Austritts Grossbritanniens aus der EU als wahrscheinlich bezeichnet.

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12:00

Der Schweizer Aktienmarkt baut seine anfänglichen Kursgewinne zum Wochenschluss noch etwas weiter aus. Am späten Freitagvormittag zeichnet sich für den Leitindex SMI somit ein Wochenplus von annähernd 3 Prozent ab. Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 12 Uhr 0,5 Prozent auf 8'843 Punkte hinzu.

Mehrere Händler nennen den Devisenmarkt zum Wochenschluss als eine wichtige Stütze für die festere Tendenz des Schweizer Marktes. Immerhin sei der Franken zum Euro auf ein Niveau zurückgekommen, das es seit Weihnachten nicht mehr gegeben hatte. Vielmehr war der Franken gerade mit dem turbulenten Jahresauftakt wieder als sicherer Hafen gesehen worden.

Auf Aktienseite wiederum besetzen die Anteilsscheine von Richemont einen der Spitzenplätze. Sie legen nach Umsatzzahlen zum dritten Quartal um 2 Prozent zu. Mit den heutigen Kursgewinnen setzen sich Richemont weiter von den Ende Dezember erzielten 52-Wochen-Tiefst ab.

Die weitere Gewinnerliste ist bunt gemischt. Mit Logitech (+2%), LafargeHolcim (+2,3%) und Geberit (+0,6%) gewinnen etwa diverse Zykliker hinzu.

Aber auch weniger zyklische Titel wie Sonova, und die drei Schwergewichte Novartis, Nestlé und Roche stützen den Markt mit Kursaufschlägen von 1,9 bis 0,5 Prozent.

Deutlich aufwärts geht es auch erneut für Werte aus der Finanzbranche. Neben Swiss Life (+0,7%) rücken auch Partners Group, Zurich, Swiss Re und Julius Bär weiter vor.

Auf der Verliererseite fallen ABB mit -2,1 Prozent besonders stark zurück. AMS (-0,7%) unterbrechen ihre jüngste Kurserholung, während die UBS mit -0,1 Prozent gegen den freundlichen Trend bei den Finanzwerten schwimmt.

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10:07

Der chinesische Investor und Geely-Eigner Li Shufu hat einen Bericht über eine Senkung seines Daimler-Anteils dementiert. "Als langfristiger Investor hat die Zhejiang Geely Holding keine Pläne, ihre Beteiligung an Daimler zu liquidieren", teilte ein Geely-Sprecher am Freitag auf Reuters-Anfrage mit. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte zuvor unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen berichtet, Geely habe seinen vor weniger als einem Jahr erworbenen Anteil von 9,7 Prozent um mehr als die Hälfte reduziert. Der Hintergrund der Transaktion wurde nicht erläutert.

Daimler lehnte eine Stellungnahme ab. Aus einer Stimmrechtsmitteilung an der Börse ging hervor, dass die Investmentbank Morgan Stanley über Finanzinstrumente knapp 5,4 Prozent der Stimmrechte an dem Stuttgarter Autobauer hält. Li Shufu hatte seinen Daimler-Einstieg im Februar vergangenen Jahres über die Investmentbank abgewickelt. Geely hatte im Februar vergangenen Jahres 9,69 Prozent an Daimler erworben. Der überraschende Einstieg hatte damals eine Debatte ausgelöst, ob Transparenzregeln verschärft werden sollen.

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09:40

Der Franken hat sich am Freitag weiter abgeschwächt. Ein Euro stieg zum Ende der Woche zeitweise auf 1,1335 Franken. Damit ist der Franken zur wichtigsten Exportwährung so schwach wie seit den Weihnachtsfeiertagen nicht mehr. Über den Jahreswechsel hat die Schweizer Währung, die bei Investoren als "sicherer Hafen" gilt, dann angesichts der Börsenturbulenzen an Wert gewonnen. Es gebe keine Hinweise, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) hinter der Abwertung stecke, erklärten die Analysten der Commerzbank.

Der Notenbank kommt der schwache Franken entgegen, weil er die exportorientierte Wirtschaft stützt. "Doch aufatmen kann die SNB damit noch lange nicht", erklärten die Commerzbank-Experten. "Mit der bevorstehenden Brexit-Abstimmung steht bereits kommende Woche ein Risikoevent bevor, dass die Nachfrage nach dem Franken wieder hochtreiben könnte."

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09:36

Aktien des indischen Autokonzerns Tata Motors fallen wegen gesunkener Verkaufszahlen um mehr als drei Prozent. Im Dezember gingen die Absätze der Gruppe weltweit insgesamt um 13,9 Prozent zurück.

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09:34

Der chinesische Investor und Geely-Eigner Li Shufu hat seinen Daimler-Anteil weniger als ein Jahr nach dem Einstieg einem Medienbericht zufolge reduziert. Geely habe die Beteiligung von 9,7 Prozent um mehr als die Hälfte verringert, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg mit dem Vorgang vertraute Personen. Gründe für den Teilrückzug wurden nicht genannt. Daimler lehnte einen Kommentar dazu am Freitag ab.

Geely hatte sich im Februar vergangenen Jahres mit 9,69 Prozent an dem Stuttgarter Autobauer beteiligt. Der überraschende Einstieg hatte damals eine Debatte ausgelöst, ob Transparenzregeln verschärft werden sollen.09:40

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09:15

Der Swiss Market Index steigt nach Handelsbeginn 0,38 Prozent auf 8834 Punkte. Rückenwind erhält der Leitindex dabei von der guten Vorgaben aus Übersee. So ist es der Wall Street im späten Handel gelungen, bis zur Schlussglocke ein moderates Plus zu erzielen. Auch in Asien überwiegen zum Wochenschluss die Krsgewinne.

Börsianer reagieren sichtlich erleichtert über die Fortschritte, die im Handelsstreit zwischen den USA und China gemacht wurden. Dies hatte bei Investoren zuletzt für eine erhöhte Risikobereitschaft gesorgt. Auch die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell sorgten für eine Gewisse Entlastung. Er sehe trotz des Booms am US-Jobmarkt keinen Grund zur Eile auf dem Weg zu höheren Zinsen.

Die Aktien von Richemont steigen 1,5 Prozent. Der Luxusgüterhersteller hat im Weihnachtsquartal mehr teure Uhren und Schmuck verkauft als im Jahr davor. Während das Geschäft in Europa harzte, wuchs Richemont mit Marken wie Cartier, Piaget oder IWC insbesondere in China. Richemont setzte im dritten Quartal insgesamt 3,92 Milliarden Euro um und schnitt damit knapp besser als von Analysten erwartet ab.

Die deutlichsten Gewinne verzeichnet die Aktie von LafargeHolcim mit einem Plus von 2 Prozent. Diese Aktie empfiehlt übrigens Matthias Geissbühler, Anlagechef von Raiffeisen, im cash-Börsen-Talk:

Kursgewinne verzeichnen auch die Aktien der Credit Suisse mit einem Plus von 0,8 Prozent. Die Grossbank hat am Morgen Details zum angekündigten Aktienrückkauf veröffentlicht. Per kommenden Montag werde eine zweite Handelslinie an der Schweizer Börse SIX eingerichtet. Das Aktienrückkaufprogramm läuft ab dann bis spätestens Ende Dezember. UBS gewinnen 0,2 Prozent.

Im breiten Markt fallen die Aktien des Messtechnikunternehmens Inficon mit einem Minus von 3 Prozent auf. Am Vorabend hat Inficon berichtet, 2018 den Umsatz und den Betriebsgewinn deutlich gesteigert zu haben.

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08:30

Die Ölpreise haben sich am Freitag nach starken Gewinnen im Verlauf der vergangenen Handelstagen nur vergleichsweise wenig bewegt. Ein Barrel der Nordseesorte Brent (159 Liter) kostete am Morgen 61,49 Dollar. Das waren 19 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um acht Cent auf 52,51 US-Dollar.

Auf Wochensicht ging es mit den Ölpreisen aber kräftig nach oben. Seit Montag konnte der Preis für US-Öl fast zehn Prozent und der für Brent-Öl etwa acht Prozent zulegen. Das ist der stärkste Anstieg der Ölpreise im Verlauf einer Woche seit mehr als zwei Jahren.

Marktbeobachter sahen zwei Gründe für Schub. Demnach gebe es am Markt die wachsende Zuversicht, dass die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ihre gemeinsam mit anderen Förderländern beschlossene Produktionskürzung in die Tat umsetzt. Nach jüngsten Aussagen des saudischen Energieministers Khalid Al-Falih hat das führende Opec-Land seine Produktion gekürzt.

Der zweite Grund für den starken Anstieg der Ölpreise seit Montag ist die jüngste Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Nach Informationen des "Wall Street Journal" sollen die Gespräche zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt Ende Januar weitergehen. Der chinesische Chefunterhändler und Vizepremier Liu He plane am 30. und 31. Januar eine Reise nach Washington, berichtete die US-amerikanische Zeitung am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

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08:10

Der Swiss Market Index steht im vorbörslichen Handel 0,23 Prozent höher bei 8822 Punkten. Die Aktie der Credit Suisse verzeichnet mit 1,2 Prozent die stärksten Avancen. Das hat seinen Grund: 

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06:30

Der Nikkei-Index mit den 225 führenden Werten kletterte um 1 Prozent auf 20'374 Punkte.

"Der Marktkonsens ist, dass die USA und China zum gegenseitigen Nutzen in gewissem Maße Kompromisse eingehen werden", sagte Analyst Takuya Takahashi von Daiwa Securities. Auch positive Vorgaben von der Wall Street halfen, nachdem US-Notenbankchef Jerome Powell sagte, er sehe keinen Grund zur Eile auf dem Weg zu höheren Zinsen.

Besonders gefragt Waren die Aktien von Technologieunternehmen, Maschinenbauern und Autoherstellern: Advantest kletterten um 3,6 Prozent, Komatsu um 2,2 Prozent und Honda Motor um 1,8 Prozent.

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06:25

Der Euro wertete sich weiter auf. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,1327 Franken. Der Dollar steht bei 98,23 Rappen.

(cash/AWP/Reuters)