+++Börsen-Ticker+++ - Gute Konjunkturdaten verhelfen Wall Street zu Kursgewinnen

Gute Konjunkturdaten und Kursgewinne bei den Hochtechnologiewerten haben am Donnerstag die Kurse an der Wall Street gestützt.
27.09.2018 23:16
Wegweiser zur Börse in New York.
Wegweiser zur Börse in New York.
Bild: Bloomberg

23:00

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent höher auf 26'439 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 2914 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,7 Prozent auf 8041 Punkte.

Die Zinserhöhung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend habe der Markt gut weggesteckt, sagten Händler. Schließlich sei damit gerechnet worden. Eine Rückkehr der Geldpolitik in die Normalität werde schon länger erwartet. Und schließlich sei es auch für die Unternehmen gut, wenn die Konjunktur brumme.

Die vorgelegten Konjunkturdaten bestätigten laut Analysten die Zuversicht der Börsianer. So wuchs die US-Wirtschaft im Frühjahr so stark wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Zwischen April und Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 4,2 Prozent. Die US-Auftragseingänge für langlebige Güter zogen im August um 4,5 Prozent an - Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Plus von zwei Prozent gerechnet. "Damit wird das positive Wachstumsszenario bestätigt", sagte ein Händler.

Zu den Gewinnern zählten die Aktien von Apple mit einem Plus von 2,1 Prozent. Die Analysten von JP Morgen haben die Titel mit "overweight" in ihre Beobachtung aufgenommen.

Amazon legten 1,9 Prozent zu. Der Online-Händler will ausserhalb seines angestammten Geschäfts weiter Fuß fassen und eröffnet in New York einen neuen Laden.

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18:15

Der Schweizer Aktienmarkt hat den guten Lauf der vergangenen Handelssitzungen fortgesetzt und das Geschäft am Donnerstag im Plus abgeschlossen.  Der Swiss Market Index (SMI) gewann am Ende 0,35 Prozent auf 9'112,22 Punkte. Dies nachdem das Barometer im frühen Handel für kurze Zeit sogar unter die Marke von 9'000 Zählern gefallen war.

Die deutlichsten Kursgewinne gingen bei den Blue Chips auf das Konto von LafargeHolcim (+2,7%), ohne dass es zum Zementkonzern News gegeben hätte. Aber auch weitere Zykliker wie Schindler (PS: +1,8%), Sika (+0,7%) oder Lonza (+0,6%) waren gefragt.

Am stärksten stützten die Papiere von Novartis mit einem Plus von 0,9 Prozent den Gesamtmarkt. Der Pharmakonzern ist mit dem chinesischen Biopharmaunternehmen Cellular Biomedicine Group (CBMG) eine Lizenz- und Kooperationsabkommen zur Produktion der Zelltherapie Kymriah in China eingegangen, was am Markt gut aufgenommen wurde. Nestlé und die Genussscheine von Roche gaben dem SMI mit je +0,5 Prozent zusätzlich Rückenwind.

Auf der Gegenseite rutschten AMS mit 6,4 Prozent deutlich ab. Die UBS hatte das Kursziel gesenkt. Zwar seien die Verkäufe der neuen iPhones des Apple-Konzerns, der von AMS beliefert wird, scheinbar gut angelaufen, so die UBS-Analysten. Doch seien die Wachstumsaussichten mit Unsicherheiten behaftet.

Die Bankenaktien verloren ebenfalls an Wert und folgten damit den am Mittwoch nach dem Zinsentscheid schwächeren US-Finanzwerten. Credit Suisse (-0,5%), UBS (-0,7%) und Julius Bär (-0,6%) gaben in etwa gleich stark nach.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:50

Der Dow Jones stieg zu Handelsbeginn um 0,3 Prozent auf 26'462 Punkte, grenzte dann aber seine Gewinne ein. Der S&P 500 und der Nasdaq-Composite zogen ebenfalls leicht an. Die Zinserhöhung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend habe der Markt gut weggesteckt, sagten Händler. Schliesslich sei damit gerechnet worden. Eine Rückkehr der Geldpolitik in die Normalität werde schon länger erwartet. Und schliesslich sei es auch für die Unternehmen gut, wenn die Konjunktur brumme.

Die vorgelegten Konjunkturdaten bestätigten laut Analysten die Zuversicht der Börsianer. So wuchs die US-Wirtschaft im Frühjahr so stark wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Zwischen April und Juni stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 4,2 Prozent. Die US-Auftragseingänge für langlebige Güter zogen im August um 4,5 Prozent an - Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Plus von zwei Prozent gerechnet. "Damit wird das positive Wachstumsszenario bestätigt", sagte ein Händler.

Zu den Gewinnern zählten die Aktien von Apple mit einem Plus von 2,1 Prozent. Die Analysten von JP Morgen haben die Titel mit "overweight" in ihre Beobachtung aufgenommen.

Amazon legten 1,3 Prozent zu. Der Online-Händler will außerhalb seines angestammten Geschäfts weiter Fuss fassen und eröffnet in New York einen neuen Laden.

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14:30

Der Euro ist am Donnerstag bis am frühen Nachmittag gegenüber dem US-Dollar gesunken. Gegenüber dem Schweizer Franken konnte Gemeinschaftswährung dagegen leicht zulegen. Am frühen Nachmittag notiert der Euro damit auf 1,1702 Dollar, nachdem der Kurs zwischenzeitlich gar unter 1,17 gefallen ist.

Zum Franken notiert der Euro nach Verlusten im frühen Handel mit 1,1364 wieder etwas höher als am Vorabend. Der Dollar/Franken-Kurs kletterte derweil wieder über die Marke von 0,97 und liegt mit 0,9711 deutlich im Plus gegenüber dem Dienstagabend.

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13:45

Die Ölpreise haben am Donnerstag zugelegt und die Verluste zur Wochenmitte wieder wettgemacht. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 81,87 US-Dollar und damit 53 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung stieg um 77 Cent auf 72,34 Dollar.

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11:40

Der Schweizer Aktienmarkt ist im Verlaufe des Donnerstagvormittags tiefer in die Verlustzone geraten. Der gestrige Zinsentscheid der US-Notenbank hat Spuren hinterlassen. Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 11.40 Uhr um 0,7 Prozent tiefer bei 9'013 Punkten.

Die stärksten Kursverluste weisen AMS (-6,3%), Dufry (-4,4%) - letztere waren bereits gestern mit -4 Prozent aus dem Handel gegangen - und Adecco (-2,4%) auf. Bei AMS und Adecco belasteten eine Kurszielsenkung durch die UBS respektive eine Ratingsenkung auf Reduce durch Kepler Cheuvreux die Kurse.

Deutlich Abgaben verzeichnen auch die Bankenvaloren, die damit den gestern nach dem Zinsentscheid schwächeren US-Finanzwerten folgen: Credit Suisse 1,8 Prozent, UBS und Julius Bär jeweils 1,5 Prozent.

1,5 Prozent verlieren auch Clariant, die damit nicht von einer Kursziel- und Ratinganhebung durch Mainfirst profitieren.

Zurich Insurance büssen 0,6 Prozent ein. Der Versicherer übernimmt mit einem 80-Prozent-Anteil die Kontroll-Mehrheit am indonesischen Versicher PT Asuransi Adira Dinamika (Adira). Die Nachricht war bereits am Mittwoch durchgesickert.

Im breiten Markt fallen Relief Therapeutics mit einem Minus von 10,3 Prozent und Meyer Burger mit -7,6 Prozent auf. Die Börse SIX eröffnet eine Untersuchung gegen das Relief Therapeutics wegen möglicher Verletzung der Regelmeldepflichten.

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10:24

Eine Verkaufsempfehlung drückt die Aktien von Lufthansa auf ein Zwei-Monats-Tief. Die Papiere fielen um bis zu 4,4 Prozent auf 21,07 Euro und hielten die rote Laterne im Dax. Kepler Cheuvreux stufte sie herunter auf "Reduce" von "Hold" und senkte das Kursziel auf 19,30 Euro von zuvor 22,50 Euro.

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09:56

Die schwedische Bekleidungskette H&M hat Anleger am Donnerstag mit ihren Quartalszahlen überzeugt. Die Aktien kletterten um bis zu 13 Prozent auf den höchsten Stand seit knapp neun Monaten.

Zwar ging der Gewinn im dritten Quartal wegen Ergebnisbelastungen durch ein neues Logistiksystem um 20 Prozent zurück. Dafür sei die Bruttomarge aber etwas höher ausgefallen als erwartet, urteilten die Analysten von Morgan Stanley. Investoren gefiel zudem, dass die Umsätze auf vergleichbarer Basis sich positiv entwickelten. Credit Suisse sagte, es gebe Anzeichen einer Erholung bei dem Modekonzern.

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09:49

Wenige Stunden vor der geplanten Vorstellung des italienischen Haushaltsplans hat sich unter den Euro-Anlegern Nervosität breitgemacht. Die Gemeinschaftswährung rutschte unter die Marke von 1,17 Dollar und notierte zeitweise 0,4 Prozent schwächer bei 1,1687 Dollar. Die Tageszeitung "La Stampa" berichtete, der parteilose Wirtschaftsminister Giovanni Tria sei wegen des Streits über den Haushaltsentwurf bereit, seinen Rücktritt einzureichen. Eine Sprecherin Trias dementierte dies.

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09:10

Der SMI startet mit einem Abschlag von 0,4 Prozent bei 9041 Punkten. Die US-Notenbank Fed hat gestern wie erwartet das Leitzinszielband zum dritten Mal in diesem Jahr angehoben. Damit ist etwas Spannung an den Märkten verloren gegangen, die Wall Street schloss etwas tiefer. 

Deutliche Kursverluste weisen die Bankenvaloren aus, die damit den gestern nach dem Zinsentscheid schwächeren US-Finanzwerten folgen: UBS und Credit Suisse büssen je 1,4 Prozent ein und Julius Bär verlieren 0,8 Prozent. Die Zürcher Private Banking-Gruppe geht eine strategische Partnerschaft mit der japanischen Bank Nomura ein. Diese erwirbt eine Aktienbeteiligung von 40 Prozent an Julius Bär Wealth Management.

Ebenfalls deutlich im Minus starten Adecoo (-1,5 Prozent). Zurich Insurance büssen 0,5 Prozent ein. Der Versicherer übernimmt mit einem 80-Prozent-Anteil die Kontroll-Mehrheit am grössten indonesischen Versicher PT Asuransi Adira Dinamika (Adira). Vergleichsweise robust zeigen sich die Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche mit Abschlägen um 0,3 Prozent herum. 

 

Deutliche 2,3 Prozent verlieren auch AMS, nachdem die UBS das Kursziel für die Aktien gesenkt hat.Clariant verlieren 0,7 Prozent und profitieren damit nicht von einer Kursziel- und Ratinganhebung durch Mainfirst. Gegen das Biotechunternehmen Relief Therapeutics (Aktie -7,7 Prozent) hat die Börse SIX eine Untersuchung wegen möglicher Verletzung der Regelmeldepflichten eröffnet. 

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08:45

Mittlerweile sind die asiatischen Aktienmärkte geschlossen. Die Tokioter Börse verlor ein Prozent auf 23'796 Zähler, der Topix gab 1,2 Prozent nach. Die chinesische Börse in Shanghai fiel um 0,5 Prozent. Die Fed schraubt den Leitzins weiter in die Höhe und will bis Ende 2019 noch vier Mal nachlegen.

"Die Fed musste jetzt handeln. Denn der heiss gelaufene Jobmarkt mit dem starken Arbeitsplatzaufbau macht eine Straffung derzeit nötig, auch wenn es von der Inflation und dem Lohnwachstum her weniger zwingende Gründe gibt", sagte Ökonom Nathan Sheets vom Vermögensverwalter Pgim Asset Management. Die Wall Street schloss nach dem Fed-Entscheid mit leichten Kursabschlägen und dämpfte daher auch die Kauflaune in Asien. 

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08:26

Die Ölpreise haben am Donnerstag im frühen Handel zugelegt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 82,07 US-Dollar und damit 73 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung stieg um 78 Cent auf 72,35 Dollar.

Zwar sind die US-Ölreserven offiziellen Zahlen vom Vortag zufolge gestiegen, nachdem Experten einen Rückgang erwartet hatten. Dieser Hinweis auf ein höheres Angebot konnte aber nur zwischenzeitlich auf die Preise drücken. Händler verwiesen mit Blick auf den anschliessenden Preisanstieg auf Aussagen von US-Energieminister Rick Perry, wonach die Nutzung der nationalen Öl-Notreserven kein geeigneter Weg sei, um eine mögliche Knappheit am Ölmarkt in Folge der Iran-Sanktionen abzufedern.

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08:06

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Berechnungen der Bank Julius Bär mit 9025 Punkten (-0,6 Prozent) angegeben. Die Schweizer Börse folgt somit den negativen Vorgaben der Wall Street und der asiatischen Märkte nach der jüngsten Zinserhöhung in den USA. Neben der US-Zinspolitik dürfte im Tagesverlauf auch die Budgetdebatte in Italien in den Fokus rücken. In Rom tritt am Abend um 18.00 Uhr das Kabinett zusammen, um den italienischen Haushalt zu beraten. 

Die grössten Abschläge erfahren Adecco, Richemont, Credit Suisse, Julius Bär und UBS. Sie alle verlieren vorbörslich klar mehr als 1 Prozent. Vergleichsweise stabil zeigen sich die drei Schwergewichte Nestlé (-0,3 Prozent), Novartis (-0,5 Prozent) und Roche (-0,4 Prozent). Zurich (-0,8 Prozent) vermeldet den Einstieg bei einem grossen indonesischen Versicherer. Am breiten Markt verlieren Vontobel (-1,3 Prozent) am meisten.

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07:37

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag im frühen Handel gesunken. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1718 US-Dollar gehandelt und damit unter dem Niveau vom Vorabend. Zum Franken notiert der Euro bei aktuell 1,1325 ebenfalls etwas tiefer als am Mittwochabend. Der US-Dollar ist bei einem Stand von 0,9665 Franken dagegen etwas stärker.

Die achte Leitzinserhöhung der US-Notenbank Fed seit Beginn der Zinswende Ende 2015 konnte am Vorabend für keine klare Richtung am Devisenmarkt sorgen. US-Präsident Donald Trump kritisierte die abermalige Zinserhöhung. Die Fed signalisierte aber, ihren Kurs moderater Zinsanhebungen auch im kommenden Jahr beizubehalten.

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06:45

An der Tokioter Börse notierte der Leitindex Nikkei zuletzt 0,5 Prozent im Minus bei 23'902 Punkten, der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans legte geringfügig um 0,3 Prozent zu. Die chinesische Börse in Shanghai verlor 0,2 Prozent, der australische Markt tendierte seitwärts. 

 

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06:36

Am Devisenmarkt in Fernost lag der Euro kaum verändert bei 1,1749 Dollar. Zur japanischen Währung zog der Dollar wieder leicht auf 113,14 Yen an.

(cash/Reuters/AWP)

 
Aktuell+/-%
DOW JONES30'932.37-1.50%
S&P 5003'811.15-0.48%
NASDAQ13'192.35+0.56%
Apple Rg121.26+0.22%
Amazon.Com Rg3'092.93+1.17%
SMI10'522.22-1.28%
LafargeHolcim N50.16-2.49%
Schindler Hldg N242.20-3.27%
Sika N240.20-2.12%
Lonza Grp N573.80-1.71%
Novartis N78.19-1.08%
Nestle N95.00-1.25%
Roche Hldg G297.95+0.30%
ams I21.38-1.61%
UBS Group N14.100-2.62%
CS Group N13.125-1.69%
Julius Baer Grp N55.80-1.31%
USD/JPY106.5625+0.00%
EUR/USD1.2089+0.14%
EUR/CHF1.0980+0.12%
Ölpreis (Brent)64.40-2.56%
Ölpreis (WTI)61.61-2.82%
Dufry N62.16+1.24%
Clariant N19.010-1.40%
Zurich Insur Gr N371.50-2.00%
RELIEF THER Hlg N0.318-0.63%
Meyer Burger N0.444-2.20%
Dt Lufthansa N12.335+3.14%
DAX13'786.29-0.67%
Hennes & Mauritz-B-199.35+1.09%
Morgan Stanley Rg76.87-1.99%
CieFinRichemont N87.58-1.02%
Vontobel Holding N69.10-1.43%
NIKKEI29'637.55+2.32%

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