+++Börsen-Ticker+++ - Hoffnung auf Handelseinigung treibt Wall Street an

Die Hoffnung auf eine Lösung im Handelsstreit hat den US-Börsen zur Wochenmitte zu Kursgewinnen geholfen.
09.01.2019 22:49
Handelsstreit: Ist Entspannung in Sicht?
Handelsstreit: Ist Entspannung in Sicht?
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 23'879 Punkten. Auch der breiter gefasste S&P-500 rückte um 0,4 Prozent auf 2584 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,9 Prozent auf 6957 Stellen. Damit lag die Wall Street den vierten Tag in Folge im Plus.

Bei den Einzelwerten waren Aktien von Unternehmen mit einem grossen China-Geschäft gefragt. Hierzu gehört der Flugzeugbauer Boeing, dessen Dividendenpapiere rund ein Prozent gewannen.

Bei den Einzelwerten stand zudem Apple im Fokus der Anleger. Wegen der schwächelnden Nachfrage vor allem in China sollen einem Medienbericht zufolge zunächst weniger iPhones hergestellt werden. Von Januar bis März seien rund zehn Prozent weniger Smartphones angefordert als zunächst geplant, meldete die "Nikkei Asian Review" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Apple-Aktien verteuerten sich dennoch um 1,7 Prozent.

Aktien von Constellation Brands fielen dagegen mehr als zwölf Prozent, nachdem der Corona-Bier-Produzent seinen Gewinnausblick für 2019 gesenkt hatte.

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18:05

Die Schweizer Börse hat ihre Erholung am Mittwoch fortgesetzt. Viele Anleger zeigten sich zunehmend optimistisch für eine mögliche Einigung im Zollstreit zwischen den USA und China, sagten Händler.  Der SMI stieg um 0,7 Prozent und schloss bei 8688 Punkten. Nach US-Angaben war es in den Gesprächen um Wege gegangen, wie Fairness und Ausgewogenheit in den Handelsbeziehungen beider Länder erreicht werden könnten. Das sorgte für Zuversicht an den Finanzmärkten.

Fast alle Standardwerte schlossen im Plus - allen voran der Bauchemiekonzern Sika, der 5,7 Prozent zulegte und damit die Vortagesverluste mehr als wettmachte. Zu den grössten Gewinnern zählten zudem Aktien, deren Geschäftserfolg an der Wirtschaftsentwicklung hängt. Der Zementkonzern LafargeHolcim profitierte zusätzlich von einer Hochstufung durch Davy Research und gewann 2,6 Prozent an Wert.

Die Titel von Clariant legten 2,4 Prozent zu. Der Spezialchemiekonzern hat Insidern zufolge mit dem Verkauf seines Pigment-Geschäfts begonnen: Das Unternehmen habe die Deutsche Bank mit der Suche nach einem Käufer beauftragt, berichtete Reuters.

Die Index-Schwergewichte Roche, Novartis und Nestle schlossen nur wenig im Plus - ebenso wie die Banken. Der Vermögensverwalter Julius Bär verlor 0,6 Prozent an Wert.

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17:06

Der Eurokurs ist am Mittwochnachmittag nach Aussagen eines US-Notenbankers zur Zinspolitik über die Marke von 1,15 US-Dollar gestiegen. Die Gemeinschaftswährung kletterte am Nachmittag bis auf 1,1539 US-Dollar und notierte damit etwa einen Cent höher als im Mittagshandel. Aktuell steht der Kurs bei 1,1518.

Auch zum Franken schwächte sich die US-Währung ab. Der USD/CHF-Kurs fiel dabei wieder unter die Marke von 0,98 und notiert aktuell bei 0,9762. Der EUR/CHF-Kurs zeigt sich derweil relativ stabil (1,1243).

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17:03

Der DAX entfernt sich wieder etwas von der 11'000-Punkte-Marke. Der deutsche Leitindex liegt 0,7 Prozent im Plus bei 10.876 Punkten. Das Tageshoch markierte er bei 10.961 Zählern. Auch die Wall Street grenzt ihre Gewinne ein: Der Dow-Jones-Index liegt noch 0,2 Prozent höher, der S&P-Index pendelt um seinen Vortagesschluss.

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16:47

Die Rohölbestände in den USA sind zuletzt weniger stark zurückgegangen als erwartet. Der Preis für die führende Nordseesorte Brent gab am Mittwoch daraufhin einen Teil seiner Gewinne ab und lag 2,4 Prozent höher bei 60,10 Dollar je Barrel. Zuvor hatte sich Brent-Öl bis auf 60,52 Dollar verteuert.

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15:58

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte am Mittwoch 0,5 Prozent auf 23'907 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,3 Prozent auf 2583 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,5 Prozent auf 6931 Punkte zu. Damit lag die Wall Street den vierten Tag in Folge im Plus.

Auch die Ölpreise zogen in Erwartung einer Entspannung im Zollstreit um mehr als zwei Prozent an, was Energietitel beflügelte. Papiere von Exxon und Schlumberger lagen bis zu 1,4 Prozent höher.

Bei den Einzelwerten stand zudem Apple im Fokus der Anleger. Wegen der schwächelnden Nachfrage vor allem in China sollen einem Medienbericht zufolge zunächst weniger iPhones hergestellt werden. Von Januar bis März seien rund zehn Prozent weniger Smartphones angefordert als zunächst geplant, meldete die "Nikkei Asian Review" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Apple-Aktien lagen 0,1 Prozent im Minus.

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13:41

Die Ölpreise sind am Mittwoch im Zuge einer allgemein freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten gestiegen. Hinweise auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China liessen den Preis für US-Öl erstmals seit Dezember wieder über die Marke von 50 US-Dollar und den Brent-Preis zeitweise wieder über 60 Dollar steigen.

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13:23

Die Aktien von Deutsche Bank haben am Mittwoch die rote Laterne im Dax gehalten. Die Aktien verloren bis zu 3,2 Prozent auf 7,38 Euro.

Einer Analyse des Vermögensverwalters MainFirst zufolge könnte das abgelaufene Quartal für das Kreditinstitut wenig erfreulich verlaufen sein. Die Bank habe im Gespräch mit den Analysten signalisiert, dass das Schlussquartal 2018 "schwierig" gewesen sei, hieß es in der Studie.

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12:00

Der Schweizer Aktienmarkt notiert zur Wochenmitte im Plus. Die Anleger würden nach der Verlängerung der Handelsgespräche zwischen den USA und China auf einen positiven Ausgang spekulieren, heisst es am Markt.  Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 12 Uhr 0,3 Prozent auf 8'658 Punkte. Unternehmensnews sind am Mittwoch dünn gesät. Deutlich legen Sika zu (+3,2%). Die Titel haben am Vortag 4 Prozent verloren, nachdem Angaben zur Profitabilität markant unter den Erwartungen ausgefallen waren.

Zu den grössten Gewinnern gehören des weiteren Temenos (+3,2%), Logitech (+3,4%) und Vifor (+3,2%). Auch LafargeHolcim (+2,9%) sind überdurchschnittlich gefragt. Laut Händlern stuft Davy das Papier neu mit "Neutral" ein nach zuvor "Underperform".

Die volatilen AMS (-0,1%) geben etwas von den Gewinnen vom Vortag wieder ab, konnten die Verluste mittlerweile aber deutlich eingrenzen. Am Vortag hatten die Titel 11 Prozent fester schlossen.

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09:55

Mögliche Verzögerungen bei der geplanten Privatisierung schicken Aeroports de Paris (ADP) auf Talfahrt. Die Aktien des französischen Flughafen-Betreibers fielen am Mittwoch um bis zu 6,8 Prozent und steuerten auf den grössten Tagesverlust seit siebeneinhalb Jahren zu. Einem Medienbericht zufolge will die französische Regierung, die knapp 51 Prozent an ADP hält, den Verkauf von Anteilen verschieben. Gründe hierfür seien die jüngsten Kursturbulenzen an den Börsen sowie die Proteste gegen die Politik von Staatspräsident Emmanuel Macron.

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09:10

Der Swiss Market Index steht am Mittwoch nach Handelsbeginn 0,17 Prozent höher. Am Vortag hatten die US-Indizes nach Europa-Schluss die Gewinne noch klar ausgebaut. Auch in Asien sprechen steigende Kurse für eine weitere Entspannung bei den Anlegern. Die Verhandlungen zwischen den USA und China scheinen vielversprechend zu verlaufen, kommentiert ein Marktbeobachter am Mittwoch. Beide Seiten hatten eigentlich nur zwei Tage verhandeln wollen, dann aber beschlossen, die Gespräche auszuweiten. Offenbar kommen sich die Unterhändler näher, sagte ein Händler. Zudem bekämen die Finanzmärkte Schützenhilfe von der US-Notenbank, die sich in diesem Jahr mit weiteren Zinserhöhungen zurückhalten könnte, heisst es.

Bereits am Vortag legte der SMI klar zu. Aus charttechnischer Sicht handle es sich im Augenblick allerdings lediglich um eine Erholung innerhalb eines intakten Abwärtstrends, so ein Börsianer. Die Gegenbewegung müsse sich noch als nachhaltig herausstellen.

Unternehmensnews sind am Mittwoch dünn gesät. Fester notieren Geberit (+1,1 Prozent), die am Vortag von einer Verkaufsempfehlung belastet 3,8 Prozent abgaben. Zu den überdurchschnittlichen Gewinnern gehören zudem Lonza (+2,3 Prozent), Sika (1,6 Prozent) sowie Richemont (+1,2 Prozent). Nestlé und Novartis notieren dagegen leicht negativ.

Mit Verlusten startet AMS (-3,4 Prozent), nachdem die Titel am Vortag 11 Prozent fester schlossen. Die Credit Suisse senkte derweil das Rating auf "Underperform" nach zuvor "Neutral". Und laut einem Medienbericht fährt Apple die Produktion neuer iPhone-Modelle zurück.

Am breiten Markt werden Flughafen Zürich (+2,5 Prozent) von einem Rating unterstützt. Barclays erhöhte das Rating im Rahmen einer Branchenstudie auf "Overweight" von "Equal Weight".

Kudelski (+5 Prozent) legen zu, dies nach der Verkündung den Grosskunden Telefonica mit der neuesten Verschlüsselungstechnologie für TV-Empfangsgeräte auszurüsten.

Die Aktie von Hochdorf legt 4 Prozent zu. Sie bestätigt damit die Gewinne der letzten Tage:

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08:10

Der Swiss Market Index steigt an der Vorbörse 0,43 Prozent. Der SMI-Future zog ebenfalls 0,4 Prozent auf 8589 Zähler an. Am Dienstag hatte der Leitindex 1,1 Prozent fester geschlossen. Damit dürfte die Schweizer Börse dürfte Händlern zufolge die Erholung am Mittwoch fortsetzen. Bei den Anlegern mache sich zunehmend Optimismus bezüglich einer möglichen Einigung im Zollstreit zwischen den USA und China breit, sagten Händler.

Sämtliche 20 Schweizer Standardwerte wurden etwas fester indiziert, die Zugewinne hielten sich mit einem Anstiegen von maximal einem Prozent aber in Grenzen. Die grössten Avancen verzeichnen die Aktien von LafargeHolcim und Richemeont mit einem Plus von je 0,9 Prozent.

Bei den Mid Caps verlieren die Aktien von AMS nach einer Herunterstufung 3,6 Prozent. Basilea rückten 4,4 Prozent vor. Der Krebsmedikamente-Kandidat Derazantinib der Biotechfirma hat in einer Phase-II-Studie positive Ergebnisse erzielt.

Den weiteren Handelsverlauf dürfte die Veröffentlichung der Fed-Protokolle am Abend (MEZ) beeinflussen. Von den Mitschriften der jüngsten geldpolitischen Beratungen der US-Notenbank erhoffen sich Anleger Hinweise auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten Zinserhöhungen. Führende Notenbanker hatten zuletzt für eine behutsamere Gangart plädiert.

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07:45

Die Ölpreise sind am Mittwoch im Zuge einer allgemein freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten gestiegen. Hinweise auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China liessen den Preis für US-Öl erstmals seit Dezember wieder über die Marke von 50 US-Dollar steigen. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg um 71 Cent auf 50,49 Dollar. Ein Barrel der Nordseesorte Brent (159 Liter) kostete am Morgen 59,48 US-Dollar. Das waren 76 Cent mehr als am Vortag.

An den Finanzmärkten schöpften die Anleger wieder mehr Mut, denn im Handelsstreit zwischen den USA und China stehen die Zeichen auf Entspannung. Zuletzt wurden Gespräche für ein Handelsabkommen der beiden grössten Volkswirtschaften der Welt überraschend verlängert. Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump verkündet, die Verhandlungen liefen "sehr gut". Im Zuge deutlicher Kursgewinne an den asiatischen Aktienbörsen konnten auch die Ölpreise zulegen.

Gestützt wurden die Ölpreise ausserdem durch einen Rückgang der Ölreserven in den USA. Am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) davon ausgeht, dass die amerikanischen Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 6,13 Millionen Barrel gefallen waren. Am Nachmittag stehen die offiziellen Lagerdaten der US-Regierung auf dem Programm, wobei der Markt hier ebenfalls einen Rückgang der Ölreserven erwartet. Fallende Lagerbestände geben den Ölpreisen in der Regel Auftrieb.

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06:30

Der Nikkei-Index mit den 225 führenden Werten legte den dritten Tag in Folge zu. Er stieg um 1,1 Prozent auf 20'416 Punkte. Der breiter gefasste Topix kletterte ähnlich stark auf 1535 Zähler.

In Peking werden die Gespräche im Handelsstreit zwischen den USA und China am Mittwoch fortgesetzt. Der Konflikt belastet auch exportorientierte Staaten wie Japan und Deutschland. Vertreter der USA und China äußerten sich positiv zu den Verhandlungen. Insider sagten Reuters jedoch, dass es bei einigen Punkten noch immer deutliche Unterschiede gebe.

Gefragt waren in Tokio unter anderem Exportwerte. Panasonic-Aktien verteuerten sich zum Beispiel um mehr als drei Prozent.

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06:25

Der Euro wertete im fernöstlichen Handel um 0,13 Prozent auf. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete 1,1245. Der Dollar notiert wenig verändert bei 98,14 Rappen.

(cash/AWP/Reuters)