22:25

Vor allem ein Medienbericht über einen neuen chinesisch-amerikanischen Anlauf zur Vermeidung eines Handelskriegs lockte Anleger. Allerdings dämpfte die Unsicherheit über die Entwicklung im US-Technologiesektor nach dem Ausverkauf der vergangenen Woche die Kauflaune etwas. Im Fokus standen schon vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen die Aktien von Apple.

Der Dow Jones der Standardwerte schloss 0,4 Prozent höher auf 25'415 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,5 Prozent auf 2816 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,5 Prozent auf 7671 Punkte.

Twitter und Facebook erholten sich um bis zu 1,5 Prozent nach Verlusten von knapp 30 beziehungsweise 20 Prozent in den vergangenen fünf Handelstagen. Apple-Aktien verteuerten sich kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen um 0,2 Prozent.

Mit dem Beginn eines Aktienrückkaufprogramms lockte der Chiphersteller Qualcomm die Anleger an: Die Aktien stiegen um rund 3 Prozent.

Pfizer konnte bei den Anlegern mit seinem Zwischenbericht punkten. Die Aktien des Pharmakonzerns stiegen um mehr als 3 Prozent.

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17:40

Die Schweizer Börse hat sich am Dienstag wenig bewegt. Zwischenzeitlich höhere Gewinne am Nachmittag gab der SMI zum Handelsschluss wieder ab. Er steigt um 0,1 Prozent auf 9174 Punkte. Das Geschäft verlief trotz einer Fülle von Firmenbilanzen in ruhigen Bahnen.

Im Mittelpunkt stand die Credit Suisse. Bei der Grossbank zahlt sich der jahrelange Umbau von einer Investmentbank zu einem Vermögensverwalter für reiche Privatkunden zunehmend aus. Das zweitgrösste Schweizer Institut verdoppelte vor allem dank eines Ertragswachstums den Gewinn im zweiten Quartal. Die Aktien steigen um 1,1 Prozent. Die Anteile von Rivalin UBS rücken 0,8 Prozent vor.

Dagegen warfen die Anleger die Titel der GAM Holding auf den Markt. Der Assetmanager verliert 12,6 Prozent an Wert. Der Halbjahresgewinn des Unternehmens brach um 62 Prozent auf 24,5 Millionen Franken ein.

Dagegen griffen die Anleger zu den Swissquote-Aktien. Nach einem kräftigen Gewinnanstieg hob die Onlinebank ihre Prognose an. Die Titel schnellen über 10 Prozent hoch.

Gewinnmitnahmen, so Händler, drückten die Anteile von Logitech 4,7 Prozent ins Minus. Der Computerzubehör-Hersteller steigerte den Gewinn im ersten Geschäftsquartal stärker als erwartet und übertraf die Analystenerwartungen. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Dienstag.)

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15:50

Nach den Verlusten vom Wochenanfang stabilisieren sich die Kurse an der Wall Street am Dienstag zu Handelsbeginn etwas. Der Dow Jones und der S&P 500 legen zur Eröffnung 0,4 Prozent zu, der Nasdaq-Composite zieht um 0,7 Prozent an. Unterstützt werden die Käufe von einem Bericht über einen neuen Versuch der Entspannung zwischen den USA und China. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, beide Seiten wollten darüber sprechen, wie ein ausgewachsener Handelskrieg vermieden werden könnte. Dies schob auch die europäischen Aktienkurse kurz vor der US-Eröffnung an.

Viele Investoren setzen auch darauf, dass Apple die Anleger nicht enttäuschen wird, sagt ein Händler. Zuletzt hatten Kursstürze von Facebook und Twitter nach enttäuschenden Zwischenberichten die Anleger verunsichert. Apple notieren 0,5 Prozent höher. Der Smartphone-Hersteller wird nach US-Handelsschluss seine Ergebnisse veröffentlichen.

Daneben legten weitere Unternehmen aus dem Dow Jones ihre Bilanz vor: Pfizer hob nach einem starken Ergebniswachstum im zweiten Quartal seine Gewinnprognose an, senkte aber zugleich wegen des starken Dollar seine Umsatzprognose. Die Aktien beginnen kaum verändert. Die Papiere von Procter & Gamble geben nach den Zahlen leicht nach.

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12:35

Die Schweizer Börse tendiert am Dienstagmittag eine Spur freundlicher tendiert. Getragen wird die leichte Avance vor allem von den Bankaktien. Insgesamt verläuft das Geschäft trotz einer Fülle von Firmenbilanzen in ruhigen Bahnen. Am Tag vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed und dem Schweizer Nationalfeiertag, an dem die Börse geschlossen bleibt, verhalten sich die Marktteilnehmer vorsichtig.

Der SMI zieht gegen Mittag 0,1 Prozent auf 9174 Punkte an. Am Montag war der Leitindex um 0,1 Prozent gesunken.

Das Interesse der Anleger beschränkt sich auf Firmen, die Zwischenberichte veröffentlichten. Im Mittelpunkt stehen die Credit Suisse. Die Grossbank verzeichnete im zweiten Quartal 2018 dank eines starken Vermögensverwaltungsgeschäfts einen Gewinnsprung. Die Aktien steigen um 1,6 Prozent und führen die Gewinnerliste bei den Bluechips an. Die Anteile von Rivalin UBS rücken 0,9 Prozent vor.

Dagegen werfen die Anleger die Titel der GAM Holding auf den Markt. Der Assetmanager verliert ein Fünftel an Wert. Der Halbjahresgewinn des Unternehmens brach um 62 Prozent auf 24,5 Millionen Franken ein.

Dagegen greifen die Anleger zu den Swissquote-Aktien. Nach einem kräftigen Gewinnanstieg hob die Onlinebank ihre Prognose an. Die Titel schnellen 9 Prozent hoch.

Am breiten Markt steigen die Klingelnberg-Aktien um 2,6 Prozent. Credit Suisse und Vontobel haben die Analyse des Maschinenbauers mit den Empfehlung "Outperform" beziehungsweise "Buy" aufgenommen. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:55

Die Schweizer Börse trat am Dienstag nach Handelbeginn auf der Stelle. Mittlerweile tendiert der SMI positiv. Er notiert mit 9187 Punkten 0,3 prozent höher. Am Vortag war der Leitindex um 0,1 Prozent gesunken.

Die Anleger beschränken sich auf Aktien von Firmen, die ihren Zwischenbericht veröffentlicht haben. Dabei stehen Credit Suisse im Mittelpunkt. Die Grossbank hat im zweiten Quartal 2018 dank eines starken Vermögensverwaltungsgeschäfts einen Gewinnsprung verzeichnet. Die Aktie steigt um 1,3 Prozent und führt die Gewinner unter den SMI-Werten an.

Ein unerwartet gutes Ergebnis und die Anhebung der Prognose konnten die Aktie von Logitech nur kurzzeitig beflügeln. Nach einem Plus von mehr als 2 Prozent setzten Gewinnmitnahmen ein und der Titel ist noch knapp gehalten.

Logitech übertrifft selbst die höchsten Erwartungen

Massiv unter Druck stehen die Aktien der GAM Holding mit minus 17,4 Prozent. Der Reingewinn des Assetmanagers ist im ersten Halbjahr um 62 Prozent auf 24,5 Millionen Franken eingebrochen.

Dagegen greifen die Anleger nach den Aktien von Swissquote. Nach einem starken Gewinnanstieg hob die Onlinebank die Prognose an. Der Titel gewinnt 9 Prozent.

Klingelnberg steigen um 2,5 Prozent auf 48,50 Franken. Vontobel hat die Abdeckung des Maschinenbauers mit der Empfehlung "Buy" und dem Kursziel 55 Franken aufgenommen.

Die Aktien der MCH Group sacken um weitere 5,3 Prozent ab. Die Papiere des Messebetreibers stehen unter Druck, weil der grösste Uhrenhersteller Swatch 2019 nicht mehr an der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld teilnimmt.

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09:45

Die Absetzung der Kaufempfehlung durch Baader Helvea schickt die Aktien der Bank Vontobel auf Talfahrt. Der Titel des Vermögensverwalters sackt in einem knapp gehaltenen Markt um 3,1 Prozent auf 70,15 Franken ab. Baader Helvea stufte das Rating auf "Hold" von "Buy" herab und fixierte das Kursziel mit 76 Franken. Nach der starken Entwicklung sei es Zeit für eine Atempause, so die Bank.

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09:10

Der SMI startet bei 9159 Punkten (-0,04 Prozent). Jenseits der Berichtssaison gilt es an diesem Morgen vor allem, die jüngsten Konjunkturdaten und Notenbankentscheide in Asien zu verarbeiten. So hat sich die Stimmung in Chinas Industrie verschlechtert, wie der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) des herstellenden Gewerbes zeigt. Mit mehr Spannung ist aber der Entscheid der japanischen Notenbank erwartet worden. Sie bleibt bei ihrer ultra-lockeren Geldpolitik, will ihr Programm von Anleihekäufen jedoch flexibler gestalten.

Die Credit Suisse (+2,2 Prozent) ist weiter auf Erholungskurs und hat im zweiten Quartal 2018 deutlich mehr verdient und den Reingewinn gar mehr als verdoppelt. Konkurrentin UBS (+0,4 Prozent) startet ebenfalls im Plus. Daneben werden auch Nestlé (+0,2 Prozent) leicht höher gestellt. Das grösste Minus unter den SMI-Titlen verzeichnen Swatch (-0,8 Prozent).

Die Swisscom (-0,2 Prozent) verstärkt ihr Italiengeschäft. Die Tochtergesellschaft Fastweb übernimmt vom Anbieter Tiscali ein bestimmtes Frequenzband, das bei der nächsten Mobilfunkgeneration 5G eine wichtige Rolle spielen dürfte. Gewinne verzeichnen mit einem Plus von 0,8 Prozent die Aktien von Logitech. Der Computerzubehörhersteller ist zum Auftakt seines Geschäftsjahres 2018/19 überraschend stark gewachsen.

Im breiten Markt kommt zudem noch der Vermögensverwalter GAM (-5,2 Prozent) mit seinen vorgelegten Zahlen nicht gut an. Auch Lem (-0,5 Prozent), Hersteller von Elektronik-Komponenten, sowie die Onlinebank Swissquote haben Unternehmenszahlen vorgelegt.

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08:48

Nach der Zinsentscheidung der japanischen Notenbank haben sich Anleger in Tokio zurückgehalten. Der 225 Werte umfassende Aktien-Leitindex Nikkei schloss den Handel am Dienstag unverändert bei 22'553 Punkten, der breiter gefasste Topix-Index gab 0,8 Prozent auf 1753 Zähler nach. An den Anleihemärkten war die Ankündigung der Bank of Japan, die Zinsen noch lang "sehr niedrig" zu halten und das Anleihen-Kaufprogramm flexibler zu gestalten, ebenfalls zu spüren. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Japan-Anleihen gab um drei Basispunkte nach, die der 40-jährigen Staatsanleihen fiel um knapp neun Basispunkte. 

Am chinesischen Aktienmarkt sank der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an den Börsen des chinesische Festlands um zuletzt 0,16 Prozent auf 3509,50 Punkte. Der Hang Seng in Hongkong verlor 0,49 Prozent auf 28 591,03 Zähler. In China hatte sich die Stimmung in den grossen und staatlichen Industriekonzernen im Juli weiter und etwas deutlicher als erwartet verschlechtert.

An der Börse in Südkorea gerieten Papiere von Firmen mit einem Engagement in Nordkorea unter die Räder, nachdem die "Washington Post" berichtet hatte, US-Geheimdienste hätten Anzeichen für den Bau von Interkontinentalraketen in der Nähe der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. So gaben etwa die Titel der Zementhersteller Hyundai Cement und Korea Cement zwischen vier und sechs Prozent nach. 

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08:27

Die Ölpreise haben am Dienstag im frühen Handel leicht nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 74,70 Dollar. Das waren 27 Cent weniger als am Montag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 22 Cent auf 69,90 Dollar.

Die Rohölmärkte stehen nach wie vor im Bann von Angebots- wie Nachfragerisiken. Auf der Angebotsseite sorgte zuletzt ein Streik auf drei Ölplattformen in der Nordsee für Beunruhigung. Hinzu kommen die Spannungen zwischen den USA und dem grossen Förderland Iran. Auf der Nachfrageseite ist nach wie vor Ungewiss, wie sich der Handelsstreit zwischen den USA und zahlreichen anderen grossen Volkswirtschaften wie China weiter entwickeln und auf die globale Konjunktur auswirken wird.

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08:06

Der Swiss Market Index (SMI) wird von der Bank Julius Bär vorbörslich bei 9166 Punkten (+0,03 Prozent) berechnet. Grösste Aufmerksamkeit gilt der CS-Aktie. Nach einem Gewinnsprung steigt der Titel vorbörslich 1,9 Prozent. Logitech (+4,4 Prozent) werden nach Zahlen ebenfalls höher gestellt. Daneben haben auch GAM (+1,9 Prozent) und Lem (kein vorbörslicher Kurs) Zahlen vorgelegt. Zudem meldet Swisscom (+0,5 Prozent) eine Stärkung des Italiengeschäfts. Die drei Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche bewegen sich im Rahmen des Gesamtmarktes.

Auf der Konjunkturseite widmen sich die Anleger nach der Zinsentscheidung der Bank of Japan den zweitätigen Beratungen der US-Notenbank Fed, deren Ergebnisse aber erst am Mittwochabend (MESZ) veröffentlicht werden. In den USA werden zudem der Einkaufsmanagerindex für den Großraum Chicago und das Verbrauchervertrauen - beides für Juli - veröffentlicht.

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07:48

Der Euro hält sich am Dienstagmorgen gegenüber dem US-Dollar über der Marke von 1,17 US-Dollar. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,1713 Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Zum Franken notiert der Euro bei 1,1568 weiterhin klar unter der 1,16er Marke und auch der US-Dollar kommt zum Franken auf 0,9876 weiter zurück.

Der japanische Yen reagiert mit sichtbaren Kursschwankungen auf neue Entscheidungen der Bank of Japan. Die Notenbank bestätigte einerseits ihre lockere Geldpolitik, gestaltet diese jedoch andererseits etwas flexibler aus.

Am Dienstag stehen sowohl im Euroraum als auch in den USA zahlreiche Wirtschaftsdaten zur Veröffentlichung an. Diesseits des Atlantiks werden etwa Inflations- und Wachstumsdaten für die Eurozone erwartet. In den Vereinigten Staaten steht das von der amerikanischen Notenbank präferierte Inflationsmass zur Veröffentlichung an. Ausserdem beginnt die Zentralbank mit ihrer zweitägigen Sitzung, deren Ergebnisse am Mittwochabend erwartet werden.

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06:45

In Japan notierte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index am 0,01 Prozent tiefer bei 22'541 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,9 Prozent nach auf 1752 Zähler. In den USA hatten Kursverluste bei Hochtechnologiewerten die Börsen belastet. Händler machten dafür Zweifel verantwortlich, ob der hochbewertete High-Tech-Sektor seinen rasanten Wachstumskurs fortsetzen kann.

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06:36

Der Yen legte leicht zu, ein Dollar kostete 111,00 Yen. Die Analysten von NAB sagten, die Kursgewinne vor dem Zinsentscheid liefen nun langsam aus. "Wenn man in die Zukunft blickt, wird eine Bank von Japan, die noch lange Zeit sehr konjunkturstimulierend vorgeht, unsere Erwartung weiterer Kursgewinne beim Yen angesichts seiner historisch niedrigen Bewertung und der Annahme eines schwächeren Dollar infrage stellen."

Der Euro wurde kaum verändert zum späten New Yorker Handel mit 1,1703 Dollar gehandelt. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9878 Franken je Dollar und 1,1564 Franken je Euro gehandelt. 

(cash/Reuters/AWP)