+++Börsen-Ticker+++ - Hoffnung auf Steuerreform treibt Wall Street auf Rekordhöhen

Die Hoffnung auf eine Steuerreform in den USA hat zum Wochenbeginn die Wall Street auf Rekordhöhen getrieben.
02.10.2017 22:30
Alle wichtigen Indices markieren am Montag Rekordstände: Wegweiser zur US-Börse in New York.
Alle wichtigen Indices markieren am Montag Rekordstände: Wegweiser zur US-Börse in New York.
Bild: Pixabay

22:30

Zum Optimismus trugen auch Konjunkturdaten bei: Die US-Industrie erhöhte im September ihr ohnehin schon kräftiges Wachstum noch einmal.

US-Präsident Donald Trump macht sich für eine Steuerreform stark, nach der für Unternehmen maximal ein Satz von 20 Prozent statt bisher 35 Prozent gelten soll. Anleger seien optimistisch, dass auf dem Gebiet etwas passiere, sagt die Aktienexpertin Nadia Lovell von J.P. Morgan. Zudem hätten bei einer Umsetzung auch Konsumenten mehr Geld in der Tasche, das sie wieder in die Wirtschaft stecken könnten. Trump hat auch vorgeschlagen, die Steuersätze für Privatleute zu senken. Kritiker bemängeln aber eine unzureichende Finanzierung.

Der Dow Jones mit den 30 Standardwerten legt um 0,7 Prozent auf 22'557 Punkte zu. Beim breiter aufgestellten S&P 500 beträgt das Plus 0,4 Prozent auf 2529 Zähler, während der Nasdaq um 0,3 Prozent auf 6516 Stellen steigt. Bei allen drei Indizes handelt es sich um Rekordschlussstände.

Bei den Einzelwerten waren vor allem Technologie- und Pharmaaktien gefragt. So steigen Papiere von Johnson & Johnson um 0,9 Prozent.

Die Pläne von General Motors für Elektroautos versetzten Anleger ebenfalls in Kauflaune. Die Aktien steigen um 4,4 Prozent. GM kündigte an, in fünf Jahren 20 neue Elektrobetriebene und Brennstoffzellenautos auf den Markt zu bringen.

Wegen des Massakers von Las Vegas standen auch Waffenhersteller im Blick: Die Papiere waren wie bei ähnlichen Taten in der Vergangenheit gefragt, weil sich viele Bürger in Erwartung schärferer Gesetze mit Schusswaffen eindecken könnten. Der Mutterkonzern von Smith & Wesson, American Outdoor Brands, legt um 3,2 Prozent zu. Aktien von Sturm Ruger stehen 3,5 Prozent im Plus.

Dagegen geben die Anteilsscheine von Casinobetreibern nach: Die Besitzerin des Hotels Mandalay Bay in Las Vegas, MGM Resorts, muss einen Verlust von 5,6 Prozent verbuchen. Von dort hatte der Attentäter auf die Konzertbesucher gefeuert. Für den Konkurrenten Wynn Resorts gehts es um 1,2 Prozent abwärts.

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17:45

Die Schweizer Börse ist mit Unterstützung durch den festeren Dollar und Kursgewinnen der Indexschwergewichte mit höheren Kursen in das Schlussquartal gestartet. Der SMI rückt bis Börsenschluss um 0,9 Prozent auf 9242 Punkte vor. Der Leitindex steigt damit auf den höchsten Stand seit August 2015 und knackt den charttechnischen Widerstand um 9200 Zähler. Der breite SPI markiert mit 10'540 Punkten gar ein Rekordhoch. Zum Quartalsanfang sei stets mit frischem Geld an den Märkten zu rechnen, erklärt ein Händler. "Neues Quartal - neues Glück."

Sollte sich der SMI über der seit Monaten geltenden Handelsspanne von 8800 bis 9200 Zähler etablieren können, sei Platz nach oben bis zum Allzeithoch von 9548 Punkten aus dem Jahr 2007. Die Chartexperten der Zürcher Kantonalbank gehen davon aus, dass sich der Aufwärtstrend mittelfristig fortsetzt.

Marktteilnehmer warnen allerdings vor zu viel Optimismus. Die Steuersenkungspläne von US-Präsident Donald Trump, mit denen die positive Stimmung an den Märkten vor allem begründet wird, würden Potenzial für Enttäuschungen bergen, heisst es. Auch sorgte das von massiver Polizeigewalt überschatteten Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien und die schwierigen Koalitionsverhandlungen in Deutschland für Verunsicherung.

In der Schweiz stand Nebenwert Evolva im Mittelpunkt. Der Aktienkurs der auf Nahrungsmittelzusätze spezialisierten Firma bricht nach der Ankündigung einer massiven Kapitalerhöhung um 10 Prozent auf 0,36 Franken ein. Die Firma will brutto etwa 80 Millionen Franken einsammeln und das Geld in die Forschung und Entwicklung investieren. Insgesamt will sich der Verwaltungsrat bei einer ausserordentlichen Generalversammlung die Ausgabe von bis zu 360 Millionen Aktien genehmigen lassen. Würden alle Aktien platziert, entspräche das fast einer Kapitalverdopplung.

Bei den Standardwerten überwiegen die Gewinner deutlich. Den stärksten Anstieg verbuchen die Titel des Pharma-Schwergewichts Novartis  mit einem Plus von 1,6 Prozent. Rivalin Roche legt 1,3 Prozent zu. Mit Nestlé gewinnt der dritte SMI-Riese 1,5 Prozent an Wert. Die Titel des Pharmazulieferers Lonza  legen ebenfalls um 1,5 Prozent zu.

Die Anteile der Grossbank UBS notieren 0,4 Prozent höher, diejenigen von Credit Suisse und Julius Bär um 0,1 Prozent. Die Aktien des Vermögensverwalters Vontobel geben 0,3 Prozent nach. Die meisten Versicherungswerte traten auf der Stelle.

Gefragt waren dagegen Anteile konjunkturzyklischer Firmen. Die Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB steigen um 1 Prozent. Auch die Titel des Chemikalienherstellers Clariant und des Uhrenherstellers Swatch gewinnen an Wert. Die Anteile des Zementproduzenten Lafarge-Holcim verlieren dagegen 1,5 Prozent.

Am breiten Markt setzte Von Roll den Aufwärtstrend vom vergangenen Freitag fort und gewann weitere 7,9 Prozent an Wert. Die Aktien der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gewinnen 2,7 Prozent.

Die Anteile von Alpiq sinken um 3,8 Prozent. Der Stromkonzern hat von der rumänischen Steuerbehörde ANAF für die Jahre 2010 bis 2014 eine Steuerrechnung in Höhe von umgerechnet rund 197 Millionen Franken erhalten. Alpiq will den Entscheid anfechten. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Montag.)

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15:55

Zu Beginn des neuen Quartals setzen die Kurse an der Wall Street ihren Rekordkurs in Trippelschritten fort. Der Dow-Jones-Index und der Index der Technologiebörse Nasdaq steigen am Montag zu Handelsbeginn um 0,2 Prozent auf 22'439 beziehungsweise 6511 Punkte, der S&P 500 legt 0,1 Prozent auf 2522 Zähler zu. Alle drei Indizes übertreffen ihre jüngsten Höchststände damit noch ein wenig. Viele Anleger setzen auf sprudelnde Gewinne grosser Konzerne angesichts der Steuerpläne von Donald Trump. Der US-Präsident hatte in der vorigen Woche Entlastungen für vermögende Privatleute und Unternehmen in Aussicht gestellt.

Zudem könnte er mit Kevin Warsh einen Ökonomen zum Nachfolger von Fed-Chefin Janet Yellen ernennen, der für eine straffere Geldpolitik steht. Dies gibt den Bankenwerten weiteren Rückenwind. Die Aktien von Bank of America, J.P. Morgan und Citigroup steigen um je etwa 0,5 Prozent. Goldman Sachs und Morgan Stanley gewinnen 0,2 Prozent. Dagegen verlieren die Papiere der Ölkonzerne Chevron und Exxon Mobile wegen des fallenden Ölpreises je etwa 1 Prozent.

Unter Druck stehen nach einem bewaffneten Angriff auf ein Musikfestival in Las Vegas mit mindestens 50 Toten und 200 Verletzten die Aktien von Kasinobetreibern. MGM Resorts International fallen um fast 4 Prozent. Die Titel von Melco Resorts & Entertainment, Wynn und Las Vegas Sands geben 1 bis 2 Prozent nach. Viele Anleger erwarten zudem, dass nach dem Angriff die Nachfrage nach Waffen steigen wird, da sich die Bürger schützen wollen. Smith-&-Wesson-Hersteller American Outdoor Brands steigen im Eröffnungsgeschäft um 5,8 Prozent, Sturm Ruger & Co und Vista Outdoor legen 5 und 2,7 Prozent zu.

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15:00

Leclanché hat von der Börsenbetreiberin SIX Swiss Exchange einen Aufschub für die Publikation der Halbjahreszahlen erhalten. Spätestens bis am Freitagabend, 13. Oktober 2017, müssen diese veröffentlicht werden, teilt der Anbieter von Energiespeicherlösungen am Montag mit. Die SIX stimmte einem entsprechenden Antrag des Unternehmens zu.

An der SIX kotierte Unternehmen müssen ihre Halbjahreszahlen bis Ende September vorlegen. Leclanché hatte diese Frist verpasst. Die Aktien wurden am Montagmorgen von der SIX vom Handel suspendiert. Um 15.00 Uhr wurde dieser wieder aufgenommen, wie die SIX am Nachmittag mitteilte.

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13:45

Nach dem bewaffneten Angriff auf ein Musikfestival in Las Vegas mit mindestens 50 Toten und 200 Verletzten gehen die Aktien von Kasinobetreibern auf Talfahrt. MGM Resorts International fielen am Montag im vorbörslichen Handel an der Wall Street um mehr als fünf Prozent. Die Titel von Melco Resorts & Entertainment, Wynn und Las Vegas Sands gaben je rund 2 Prozent nach.

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12:45

Gleich zu Beginn des vierten Quartals setzt der Schweizer Aktienmarkt die Latte hoch und markiert ein Jahreshoch. Am frühen Mittag ist der SMI nach einem ohnehin schon freundlichen Start bis auf 9204 Punkte gestiegen. Eine insgesamt gute Stimmung sowie gute Daten hätten dem Markt geholfen, erklärt ein Händler. Nachdem in Asien die jüngsten Konjunkturdaten bereits ein überwiegend freundliches Bild über die Stimmung in der japanischen und chinesischen Wirtschaft gezeichnet hatten, ist auch hierzulande die Stimmung der Einkaufsmanager im September weiter gestiegen. Und auch in den Industriebetrieben des Euro-Raums ist der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe auf dem höchsten Stand seit über sechseinhalb Jahren geklettert. Die Daten zusammen mit dem zuletzt klar abgeschwächten Franken stütze den hiesigen Markt gut ab, so der Börsianer.

Der SMI notiert gegen Mittag um 0,5% höher bei 9199 Punkten und damit knapp unter dem bisherigen Tages- und Jahreshoch bei 9204,29 Zählern. Auf Intraday-Basis hatte der Leitindex zuletzt Anfang August bei 9198,45 Punkte eine neue Bestmarke gesetzt. Der 30 Aktien umfassende und noch stärker gekappte SLI notiert um 0,3% höher bei 1478 Punkten und der breite SPI steigt um 0,4% auf 10'488 Zähler. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 14 im Plus, 15 Minus und Bâloise sind unverändert.

Dabei wird der Markt massgeblich durch die Kursgewinne der drei Schwergewichte gestützt. So legen Roche und Novartis beide um je 0,8% zu, während Nestlé in etwa mit dem Markt 0,5% hinzugewinnen. Unternehmensnachrichten gab es allerdings nur von Novartis, deren Augen-Tochter Alcon an einem Fachkongress neue Produkte vorstellen wird.

Mit Lonza (+1,5%) und Sonova (+1,0%) ziehen noch weitere Unternehmen aus der breit gefassten Gesundheitsbranche überdurchschnittlich an. Beim Hörsystemhersteller Sonova wirkt sich ein angehobenes Kursziel durch die Experten von Bernstein stützend aus.

Dass es sich um eine breit abgestützte Aufwärtsbewegung handelt, wird durch die Kursgewinne von Zyklikern wie Kühne+Nagel (+1,0%), ABB (+0,8%) und Geberit (+0,5%) untermauert. Während Kühne+Nagel im Zuge der Aufwärtsbewegung ein Rekordhoch erreichen, reagieren ABB auf ein Interview der Schwedischen "Dagens Industri" mit CEO Ulrich Spiesshofer. Darin soll der Manger in Aussicht gestellt haben, im Jahr 2020 womöglich das obere Ende der angepeilten Gewinne zu erreichen.

Die stärksten Bewegungen sind aber im breiten Markt zu beobachten. Dort sacken Evolva um 10% ab, nachdem das Unternehmen über seine strategische Neuausrichtung und Finanzierungspläne informierte hat. Im Schlepptau fallen weiter Biotechwerte wie Addex Therapeutics, Molecular Partners und Kuros um 4,3 bis 1,1% zurück.

Die Papiere der Beteiligungsgesellschaft 5EL (-8,2%) fallen nach Zahlen und Details zum Umbau ebenfalls deutlich und auch für den Stromproduzenten Alpiq (-3,9%) geht es nach Berichten überdurchschnittlich abwärts. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:50

Auf Anfrage von AWP wollte sich die SIX nicht zu den Gründen für die Handelsaussetzung äussern und verwies auf das Unternehmen. Bei Leclanché hiess es auf Anfrage von AWP, die Ursache für den Handelsstopp sei dem Unternehmen nicht bekannt.

Bekannt ist jedoch, dass Ende September die Frist zur Publikation der Halbjahreszahlen abgelaufen ist und dass Leclanché diese noch nicht veröffentlicht hat. Gegenüber AWP nannte Leclanché den 13. Oktober 2017 als geplanten Publikationstermin.

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10:15

Nach der überraschenden Insolvenz-Erklärung der britischen Fluggesellschaft Monarch steigen in Europa die Aktien anderer Airlines. Die Lufthansa-Aktien kletterten um bis zu 3,3 Prozent auf 24,28 Euro und erreichten damit den höchsten Stand seit Februar 2001. Die Titel der British-Airways-Mutter IAG zogen um 2,4 Prozent an auf 607,50 Pence. Für Easyjet ging es zeitweise sogar um 5,3 Prozent auf 1282 Pence nach oben. An der Börse in Paris zogen Air France KLM um ein Prozent auf 13,49 Euro an. Der irische Billiganbieter Ryanair rückte um 3,6 Prozent auf 16,90 Euro vor.

"Es gibt immer weniger Airlines und die Ticketpreise dürften tendenziell steigen", sagte ein Händler am Montag. "Passagiere werden sich beim nächsten Mal fragen, ob sie nicht lieber eine der etablierten Fluggesellschaften buchen." Durch die Pleite sind 110'000 Passagiere im Ausland gestrandet und werden nun im Auftrag der britischen Regierung zurückgeholt.

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09:10

Der Swiss Market Index eröffnet am Montag den Handel nach positiven Vorgaben aus Japan und den USA mit einem Plus von 0,3 Prozent. Angesichts des Katalonien-Referendums sollten Investoren vor allem auch den Devisen- und Bondmarkt etwas stärker im Auge behalten. So ist der Euro bereits leicht schwächer. Experten gehen aber davon aus, dass sich die Spannungen über eine Unabhängigkeit der spanischen Region vor allem bei den Festverzinslichen zeigen werden.

Dagegen ist der Nachrichtenfluss auf Unternehmensseite zumindest unter den Blue Chips überschaubar. Im frühen Handel fallen zunächst die Aktien von ABB (+0,7 Prozent) auf. Händler verweisen hier auf ein Interview der Schwedischen "Dagens Industri" mit CEO Ulrich Spiesshofer. Darin soll der Manger in Aussicht gestellt haben, im Jahr 2020 womöglich das obere Ende der angepeilten Gewinne zu erreichen. Unterstützung liefern auch die zwei Schwergewichte Nestlé und Novartis, die um 0,3 Prozent hinzugewinnen.

Die Anteilsscheine der beiden Grossbanken Credit Suisse (+0,1 Prozent) und UBS (+0,2 Prozent) setzen zunächst ihren insgesamt freundlichen Trend der Vorwoche fort. Mit den Versicherern Zurich, Swiss Re (beide +0,1 Prozent) und Swiss Life (+0,3 Prozent) präsentieren sich noch weitere Finanzwerte freundlich. Bei der Zurich hat CEO Mario Greco gegenüber der "Financial Times" erklärt, für ihn habe zunächst die Gewinnentwicklung Priorität.

Nach Handelsstart stehen auch verschiedene Unternehmen aus dem breiten Markt im Fokus. Das Cybersicherheits-Unternehmen Wisekey erwartet aufgrund von vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 14,4 Millionen Dollar für das dritte Quartal. Die Aktie steigt 8 Prozent. Der Titel von Evolva, die über ihre strategische Neuausrichtung und Finanzierungspläne informierte hat, sinken bis 15 Prozent. Die Aktie des Stromproduzenten Alpiq verliert nach Berichten über eine Steuernachzahlung und Medienberichte über Anteilsverkäufe über 4 Prozent.

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08:50

Nach dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien verliert der spanische Leitindex beim Handelsstart 1,3 Prozent. Ebenso verlangen Investoren höhere Risikoaufschläge für spanische Staatsanleihen. Die Rendite für die Papiere mit zehnjähriger Laufzeit legte am Montag um 0,07 Punkte auf 1,69 Prozent zu. Das ist der höchste Wert seit Mitte Juli. Der Aufschlag zur deutschen Bundesanleihe fiel so hoch aus wie seit knapp vier Monaten nicht mehr. In den letzten zwölf Monaten sah die Entwicklung so aus:

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08:20

Mittlerweile ist der Aktienhandel in Asien für den Montag zu Ende. Ermutigende Konjunkturdaten haben dabei den Börsen zu Kursgewinnen verholfen. Allerdings hielt sich die Zuversicht der Aktienanleger wegen der bevorstehenden Neuwahlen in Japan in Grenzen. "Investoren werden sich im Vorfeld der Wahlen genau anschauen, in welche politische Richtung es danach gehen könnte und wie die japanische Währung reagiert", sagte Anlagestratege Masahiro Ichikawa vom Broker Sumitomo Mitsui Asset Management. Der 225 Werte umfassende Nikkei schloss 0,2 Prozent höher bei 20'400 Punkten. Der MSCI-Index für Aktien außerhalb Japans stieg ebenfalls um 0,2 Prozent. In Japan reagierten Anleger erfreut auf die Tankan-Umfrage der Notenbank, die besser ausfiel als erwartet. Demnach ist die Stimmung in den japanischen Industriebetrieben so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr. 

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08:10

Der Swiss Market Index steigt am Montag nach Börseneröffnung um 0,2 Prozent. Die Aktie von ABB erhielt dabei am deutlichsten Auftrieb (plus 0,75 Prozent). Unter Druck geraten könnten Händlern zufolge die Evolva-Aktien. Der Hersteller von Nahrungsmittelzusätzen will mit einer Kapitalerhöhung brutto etwa 80 Millionen Franken einsammeln und in die Forschung und Entwicklung investieren. Das Unternehmen will sich auf die drei Produkte Stevia, Resveratrol und Nootkaton konzentrieren und in vier bis sechs Jahren die Gewinnschwelle erreichen. 

Anleger an den Devisenmärkten waren zwar etwas nervös wegen des Unabhängikeitsreferendums in Katalonien am Sonntag, bei dem es zu Ausschreitungen und Polizeigewalt gekommen war. Nach Angaben der Regionalregierung stimmten 90 Prozent der Wähler für eine Loslösung von Spanien. Aus Deutschland, der Euro-Zone und USA stehen Markit-Einkaufsmanagerindizes für September an. Aus den USA werden zudem die Bauausgaben erwartet.

An der Wall Street ging der Dow-Jones-Index am Freitag mit einem Plus von 0,1 Prozent auf 22.402 Punkte aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,3 Prozent auf 2519 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte 0,6 Prozent auf 6494 Punkte vor. 

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07:55

Die Ölpreise sind am Montag leicht gefallen. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Morgen 56,61 US-Dollar. Das waren 0,32 Prozent weniger als am Freitag. Händler erklärten den leichten Rückgang der Ölpreise mit der jüngsten Entwicklung der Bohrlöcher in den USA. Nach Angaben der Ausrüsterfirma Baker Hughes vom Freitagabend war die Zahl der Bohrlöcher in der vergangenen Woche um sechs auf 750 gestiegen. Es war der erste Zuwachs seit sieben Wochen und könnte ein Hinweis auf ein steigendes Angebot in den USA sein.

Trotz des leichten Rückgangs zum Wochenauftakt bleiben die Ölpreise weiter auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Seit Anfang September ist der US-Ölpreis etwa zwölf Prozent gestiegen, unter anderem weil Experten eine stärke Nachfrage auf dem Weltmarkt prognostiziert hatten.

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06:55

Nach dem umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien ist der Euro an den Devisenmärkten in Fernost unter Druck geraten. Die Gemeinschaftswährung rutschte zeitweise ab auf 1,1776 Dollar. Zum Schweizer Franken notierte der Euro bei 1,1421. Der Handel war allerdings sehr gering, weil die Märkte in China und Sydney feiertagsbedingt geschlossen blieben.

Nach dem von massiver Polizeigewalt überschatteten Unabhängigkeitsreferendum beansprucht die katalanische Regierung einen eigenen Staat für die spanische Region. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy erklärte die vom Verfassungsgericht als illegal eingestufte Abstimmung dagegen für ungültig.

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06:30

In Japan reagierten Anleger am Montag erfreut auf die Tankan-Umfrage der Notenbank, die besser ausfiel als erwartet. Demnach ist die Stimmung in den japanischen Industriebetrieben so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die chinesische Industrie schaffte im September das stärkste Wachstum seit mehr als fünf Jahren, wie aus dem offiziellen Einkaufsmanagerindex hervorgeht.

In Tokio lag der Nikkei-Index 0,1 Prozent höher bei 20'377 Punkten. Als Bremsfaktor machten Börsianer die bevorstehenden Neuwahlen in Japan am 22. Oktober aus, die für politische Unsicherheit sorgten. Unter den Einzelwerten standen Nissan im Rampenlicht. Der Kurs des Autobauers brach um drei Prozent ein. Das Unternehmen hatte zuvor mitgeteilt, Zehntausende neuer Fahrzeuge wegen unzureichender Sicherheitsüberprüfungen nicht verkaufen zu können. Der MSCI-Index für Aktien außerhalb Japans stieg 0,3 Prozent.

(cash/Reuters/AWP)