+++Börsen-Ticker+++ - Hoffnung im Handelsstreit treibt New Yorker Börsen an

Positive Töne im US-Handelsstreit mit China haben die amerikanischen Börsen am Freitag beflügelt. US-Finanzminister Steven Mnuchin bezeichnete die Gespräche mit China als «konstruktiv».
29.03.2019 21:41
Trader an der Börse in New York.
Trader an der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

21:30

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,8 Prozent höher auf 25.928 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 0,7 Prozent auf 2834 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,8 Prozent auf 7729 Punkte. Im Wochenvergleich ergab sich für den Dow ein Plus von 1,7 Prozent, den S&P ein Aufschlag von 1,2 Prozent und den Nasdaq ein Zugewinn von 1,1 Prozent.

Zu den größten Gewinnern am Aktienmarkt gehörten konjunkturabhängige Titel wie Caterpillar mit einem Kursaufschlag von 2,4 Prozent.

Der US-Mitfahrdienst und Uber-Konkurrent Lyft feierte einen erfolgreichen Einstand an der Börse. Die Aktien schossen bei ihrem Debut an der Nasdaq um rund 21 Prozent auf 87,24 Dollar nach oben. Am Ende stand ein Plus von knapp neun Prozent auf 78,29 Dollar. Die Anteilsscheine von Lyft waren im Vorfeld begehrt gewesen, weswegen der Ausgabepreis am oberen Ende der Preisspanne von 70 bis 72 Dollar gelegen hatte. Das Unternehmen kam damit auf eine Marktbewertung von rund 24 Milliarden Dollar.

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17:50

Die Schweizer Börse hat die Woche mit einem Schlussspurt beendet. Und: In den USA feiert der Mitfahrdienst Lyft ein erfolgreiches Börsendebut. Der US-Mitfahrdienst und Uber-Konkurrent Lyft hat am Freitag einen erfolgreichen Einstand an der Börse gefeiert. Die Aktien schossen bei ihrem Debut an der US-Technologiebörse Nasdaq um rund 21 Prozent auf 87,24 Dollar nach oben.

Die Aktien von Lyft waren im Vorfeld begehrt gewesen, weswegen der Ausgabepreis am oberen Ende der Preisspanne von 70 bis 72 Dollar gelegen hatte. Das Unternehmen kam damit auf eine Marktbewertung von rund 24 Milliarden Dollar.

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17:30

Der SMI stieg um 0,8 Prozent auf 9478 Punkte. Händler erklärten, Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Zollstreits zwischen den USA und China hätten bei den Anlegern Kaufbereitschaft ausgelöst. Im Verlauf Gesamtwoche verbuchte der SMI damit ein Plus von rund 1,6 Prozent.

Aussagen von US-Finanzminister Steven Mnuchin, wonach die Gespräche zur Beilegung des Handelsstreits mit China "konstruktiv" verliefen, sorgten vor allem bei den Aktien von Firmen für Schub, die stark von Konjunktur abhängen. Der Personalvermittler Adecco und der Uhrenhersteller Swatch rückten 2,2 und 2,4 Prozent vor. Auch die Banken Julius Bär, Credit Suisse und UBS gehörten zu den Gewinnern.

Verlierer unter den Standardwerten waren der Aromenhersteller Givaudan sowie Nestle. Der Nahrungsmittelkonzern sieht sich in den USA mit einem Rechtsstreit um die Wassermarke Poland Spring konfrontiert. Bei den Nebenwerten kletterten Cosmo trotz einer Ausweitung des Betriebsverlust im vergangenen Jahr um 5,8 Prozent. Die Pharmafirma will 2020 wieder profitabel sein.

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16:21

Die erneute Ablehnung des Brexit-Vertrags treibt Anleger aus dem Pfund Sterling.  Die britische Währung verbilligte sich am Freitag auf bis zu 1,2976 Dollar von zuvor 1,3030 Dollar. Damit markierte die britische Devise den tiefsten Stand seit Mitte März. Zuvor war die von Premierministerin Theresa May ausgehandelte Scheidungsvereinbarung mit der EU ein drittes Mal im britischen Parlament durchgefallen.

344 Abgeordnete stimmten am Freitag im Londoner Unterhaus gegen das Abkommen, 286 dafür. Damit rückt ein ungeregelter Brexit des Landes am 12. April mit unabsehbaren wirtschaftlichen Folgen näher. EU-Ratspräsident Donald Tusk setzte umgehend einen EU-Gipfel für den 10. April an.

Anleger zeigten sich verunsichert und griffen zu den als sicher geltenden Staatsanleihen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen fiel im Gegenzug um zwei Basispunkte auf minus 0,07 Prozent. An der Londoner Börse grenzte der britische Leitindex seine Gewinne ein und lag noch 0,6 Prozent höher bei 1450 Punkten. Der Dax gab ebenfalls etwas nach und lag noch 0,6 Prozent im Plus bei 11.493 Punkten.

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15:40

Der Dow Jones Industrial und der S&P 500 stehen kurz vor der Vollendung ihrer stärksten Jahresauftakt-Quartale seit vielen Jahren.  Sollten die beiden weltweit am meisten beachteten Indizes am Freitag ihre frühen Gewinne halten können, dürfte an der Wall Street der Leitindex Dow das stärkste erste Quartal seit 2013 beschliessen und der S&P 500 sogar das stärkste seit 21 Jahren. Beiden winkt zurzeit ein prozentual zweistelliger Dreimonatsgewinn.

Stützend wirken aktuell die von den USA als "konstruktiv" bezeichneten Handelsgespräche mit China, die in der neuen Woche fortgesetzt werden sollen. Zudem lieferten überwiegend positiv bewertete Wirtschaftsdaten weiteren Schub. Im frühen Handel gewann der Dow 0,50 Prozent auf 25 845,13 Punkte, womit auch ein freundlicher Wochenausklang mit aktuell 1,4 Prozent Zugewinn ansteht. Der den breiten Markt abdeckende S&P 500 rückte zuletzt um 0,46 Prozent auf 2828,31 Punkte vor. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,64 Prozent auf 7367,05 Zähler.

Mit Blick auf die Wirtschaftsdaten deuten die im Februar wieder deutlich gestiegenen Neubauverkäufe eine Belebung des Immobiliensektors an, wie es seitens der Helaba hiess. Zudem verwies Analyst Ulrich Wortberg auf den nach oben revidierten Michigan-Index, der als wichtiges Barometer für die Wirtschaftsstimmung gilt. Dagegen hatte sich das Stimmungsbarometer der wichtigen Wirtschaftsregion Chicago im März deutlicher als erwartet abgeschwächt, so dass laut dem Helaba-Kollegen Patrick Boldt die momentanen Wirtschaftssorgen weiterhin nicht abklingen dürften.

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14:54

Positive Töne im US-Handelsstreit mit China haben die amerikanischen Börsen am Freitag beflügelt.  Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 legten jeweils 0,4 Prozent auf 25'815 und 2828 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,6 Prozent auf 7713 Punkte.

US-Finanzminister Steven Mnuchin bezeichnete die Gespräche mit China als "konstruktiv". Das nährte die Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Zollstreits. "Wenn es eine Handelseinigung gibt, werden die Anleger sich besser fühlen, denn dann fällt eine Sorge weg", sagte Portfoliomanager Robert Pavlik vom Vermögensverwalter SlateStone Wealth.

Zu den grössten Gewinnern am Aktienmarkt gehörten konjunkturabhängige Titel wie Caterpillar. Die Aktien des US-Chemiekonzerns DowDuPont gaben hingegen 2,7 Prozent nach. Der Konzern schraubte seine Umsatzerwartungen für das erste Quartal nach unten.

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12:38

An der Wall Street zeichnet sich eine festere Eröffnung ab. Das hilft den europäischen Börsen weiter nach oben. Dax und EuroStoxx50 liegen jeweils 0,8 Prozent höher bei 11'527 und 3346 Punkten.

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12:19

Das Pfund zieht an und steigt um 0,7 Prozent auf ein Tageshoch von 1,3134 Dollar. Die Zeitung "The Sun" berichtete, dass Ex-Brexit-Minister Dominic Raab das von der britischen Premierministerin Theresa May ausgehandelte Abkommen für einen Ausstieg aus der EU nun doch unterstützen könnte.

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11:50

Der Schweizer Aktienmarkt tendiert zum Wochenschluss auf breiter Front fester.  Der Swiss Market Index (SMI) weist gegen 11.30 Uhr ein Plus von 0,31 Prozent auf 9'435,16 Punkte auf.

Die Hoffnungen im Zollstreit schieben vor allem zyklische und Finanzwerte an. Starke Gewinne verbuchen die Aktien des Uhrenkonzerns Swatch (+1,9%), des Liftproduzenten Schindler (+1,7%) und des Arbeitsvermittlers Adecco (+1,4%). Die Technologiefirma Logitech und die Reisedetailhandelsfirma Dufry steigen um je 1,5 Prozent.

Richemont (+0,8%) hinkt dem Rivale Swatch leicht hinterher. Die Luxusgüterhersteller erfreuten sich laut Händlern europaweit steigender Kurse. Das Ende des Zollstreits und die Hoffnung auf ein gutes erstes Quartal weckten das Interesse der Anleger, sagt ein Händler. Mittelfristig dürfte es der Branche helfen, dass sich in China und Indien die Mittelschichten vergrössern. "Der Sektor steht denn auch bei einigen Analysten hoch im Kurs", sagt ein Händler.

Bei den Banken rückten Credit Suisse (+1,4) und Julius Bär um 1,5 Prozent vor und UBS folgen mit plus 1,2 Prozent. Eine Kaufempfehlung von Morgan Stanley verhilft Partners Group zu einem Plus von zwei Prozent.

Bei den Versicherungen steigen Swiss Life um mehr als ein Prozent, während Helvetia (+0,1%), Swiss Re (+0,4%) und Zurich (+0,4%) deutlich weniger gut performen.

Wenig gefragt sind die als wenig konjunktursensitiv geltenden Schwergewichte: Nestle (-0,3%), Novartis (-0,2%) und Givaudan (-0,2%) geben leicht nach. Roche steigt im Verlauf um 0,3 Prozent und Swisscom um 0,1 Prozent. Diese Werte gelten wegen ihres stabilen Geschäftsmodells als sehr defensiv und wenig konjunkturabhängig.

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10:30

Vor den türkische Kommunalwahlen steigt die Anspannung der Anleger. Die Währung des Landes setzte ihre Talfahrt am Freitag fort. Im Gegenzug verteuerte sich der Dollar um bis zu zwei Prozent auf 5,6579 Lira, nachdem er am Donnerstag gut vier Prozent zugelegt hatte. Der Euro legte 1,8 Prozent auf 6,3550 Lira zu.

Börsianer bezeichneten den erneuten Rückgang des Lira-Kurses als Zeichen einer Normalisierung des Devisenmarktes. Zu Wochenbeginn hatten türkische Banken auf Anweisung der Regierung ausländischen Instituten keine Lira mehr geliehen, um weitere Wetten auf einen Verfall der Währung zu verhindern. Dadurch schoss der Zins für Lira-Übernachtkredite an der Londoner Börse am Mittwoch auf bis zu 1200 Prozent. Am Freitag lag er mit 23,5 Prozent wieder auf dem üblichen Niveau.

Sollte die Regierungspartei AKP von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan bei den Kommunalwahlen am Wochenende schlecht abschneiden, müsse mit weiteren Lira-Verlusten gerechnet werden, sagte Commerzbank-Analyst Tatha Ghose. Außerdem könnte sich mit der Normalisierung am Londoner Lira-Markt aufgestauter Verkaufsdruck entladen.

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09:45

Ein geringer als befürchtet ausgefallener Gewinnrückgang beschert Hennes & Mauritz (H&M) den grössten Kurssprung seit einem halben Jahr. Die Aktien steigen um knapp 16 Prozent. In ihrem Schlepptau ziehen die Titel der "Zara"-Mutter Inditex 1,5 Prozent an.

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09:20

Der Swiss Market Index (SMI) legt unmittelbar nach Börseneröffnung um 0,3 Prozent auf 9431 Punkte zu.

Aus dem Leitindex legen Swatch (+1,7 Prozent), Adecco (+1,4 Prozent) und Credit Suisse (+1,3 Prozent) am deutlichsten zu. RBC reduziert bei Richemont das Kursziel auf 83 von 85 Franken, die Aktie legt aber trotzdem 1 Prozent zu.

Mit einem Plus von 1,4 Prozent verbucht auch der auf alternative Anlagen spezialisierte Vermögensverwalter Partners Group einen Anstieg. Morgan Stanley hat die Empfehlung für die Aktie auf "Overweight" hochgestuft.

Am breiten Markt steigen die Aktien von Cosmo 1,7 Prozent. Das Pharmaunternehmen hat 2018 den Verlust auf 18,1 von 32,5 Millionen Euro im Jahr zuvor reduziert. 2019 stehe die Einigung mit der US-Gesundheitsbehörde FDA im Zusammenhang mit dem Kontrastmittel Methylenblau MMX im Fokus.

Auf der anderen Seite verlieren die Aktien von VAT 0,5 Prozent. Die Hochtechnologiefirma spürt weiterhin eine Flaute im Markt für Halbleiter-Produktionsanlagen und verlängert die Kurzarbeit für rund 400 Mitarbeitende im sankt-gallischen Haag nochmals um drei Monate bis Mitte Jahr.

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08:35

In der Hoffnung auf ein baldiges Ende im Zollstreit zwischen den USA und China steigen Anleger wieder in die asiatischen Aktienmärkte ein. Der japanische Nikkei-Index stieg am Freitag um 0,8 Prozent auf 21.206 Punkte. Die Börse Shanghai gewann sogar 3,2 Prozent auf 3091 Zähler.

US-Finanzminister Steven Mnuchin äusserte sich am Rande einer neuen Verhandlungsrunde mit der Regierung in Peking positiv zum Verlauf der Gespräche. Der oberste Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Larry Kudlow, hatte am Donnerstag zudem angedeutet, bei einem Abkommen könnten einige Zölle aufgehoben werden.

Vor diesem Hintergrund griffen Investoren bei Reedereien wie Kawasaki Kisen oder Anlagenbauern wie Fanuc oder Yaskawa Electric zu, deren Aktien bis zu 2,4 Prozent gewannen. In Shanghai stiegen die Titel von Kweichow Moutai zeitweise auf ein Rekordhoch von 866,68 Yuan. Der Spirituosen-Hersteller steigerte den Gewinn 2018 um 30 Prozent auf umgerechnet 4,7 Milliarden Euro

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08:09

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,3 Prozent zu. Im gestrigen Handel schloss der Leitindex um 0,2 Prozent höher bei 9406 Punkten.

Mit Ausnahme von Richemont (-0,6 Prozent) sind sämtliche SMI-Werte im Plus. Am deutlichsten ist die Zunahme bei ABB, Adecco, LafargeHolcim und UBS (alle je +0,5 Prozent).

Im breiteren Markt fällt vobörslich Partners Group auf (+1,9 Prozent). Morgan Stanley stuft die Aktie auf "Overweight" herauf.

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08:00

Die Ölpreise sind am Freitag im frühen Handel leicht gestiegen. Starke Impulse gab es zunächst nicht. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 68,04 US-Dollar. Das waren 22 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 28 Cent auf 59,58 Dollar.

Am Vortag hatte US-Präsident Donald Trump für Aufsehen gesorgt, weil er sich zum wiederholten Male zur Förderpolitik der Opec geäussert hatte. Angesichts steigender Rohölpreise forderte er das Ölkartell auf, die Produktion auszuweiten. Die Opec befindet sich derzeit jedoch auf gegensätzlichem Kurs, mit dem sie auf einen Preiseinbruch vom vergangenen Herbst reagiert.

Die Opec und insbesondere ihr mächtigstes Mitglied Saudi-Arabien sind ein gebranntes Kind, was das Eingehen auf Forderungen Trumps angeht. Schon einmal wurde die Produktion hochgefahren, nachdem Trump öffentlich Druck aufgebaut hatte. Diese Förderausweitung war ein Auslöser des scharfen Preiseinbruchs vom Herbst.

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06:35

Der Leitindex Nikkei tendierte am frühen Nachmittag in Tokio knapp ein Prozent im Plus bei 21.232 Punkten. Der breiter gefasste Topix legte 0,6 Prozent zu auf 1592 Zähler.

Besonders gefragt waren die Papiere von Daiichi Sankyo. Sie verteuerten sich um 16 Prozent, nachdem bekannt wurde, das der Pharmakonzern und AstraZeneca ein potenziell multimilliardenschweres Abkommen vereinbarten.

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06:30

Der Euro notierte im fernöstlichen Devisenhandel kaum verändert bei 1,1228 Dollar und bei 1,1188 Franken. Zur japanischen Währung lag die US-Devise bei 110,785 Yen.

(cash/AWP/Reuters)