+++Börsen-Ticker+++ - Internet-Aktien lassen US-Börsen tauchen

Kursverluste bei Hochtechnologiewerten haben die US-Börsen zum Wochenauftakt weiter belastet.
30.07.2018 22:20
Auch zum Wochenstart verlieren Aktien von Social-Media-Unternehmen an der Wall Street massiv an Wert.
Auch zum Wochenstart verlieren Aktien von Social-Media-Unternehmen an der Wall Street massiv an Wert.
Bild: Bloomberg

22:20

Händler machen dafür Zweifel verantwortlich, ob der hochbewertete High-Tech-Sektor seinen rasanten Wachstumskurs fortsetzen kann. Der Dow Jones der Standardwerte schliesst 0,6 Prozent tiefer auf 25'306 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sinkt 0,6 Prozent auf 2802 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringert sich um 1,4 Prozent auf 7630 Punkte.

Die Papiere des Kurznachrichtendiensts Twitter brechen mehr als 8 Prozent ein, nachdem sie am Freitag nach enttäuschenden Geschäftszahlen schon um 20 Prozent abgestürzt waren. Auch das soziale Netzwerk Facebook setzte seine Talfahrt fort und verliert gut 2 Prozent. Bei dem Online-Filmportal Netflix gehts es knapp 6 Prozent bergab.

Nach einer Gewinnwarnung fallen die Titel des grössten US-Fleischproduzenten Tyson um mehr als 7 Prozent. Da wegen des Zollstreits mit China die Nachfrage aus dem asiatischen Land zurückgehe, gerieten die Fleischpreise in den USA ins Rutschen, begründete Tyson die niedrigeren Erwartungen.

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17:40

Die Schweizer Börse hat am Montag wenig verändert tendiert. Die Anleger hielten sich vor einer Welle von Firmenergebnissen, der Veröffentlichung der Beschlüsse der US-Notenbank und dem Schweizer Nationalfeiertag zurück. Im Fokus der Anleger standen laut Händlern Spezialsituationen. "Es war relativ ruhig", sagt ein Börsianer. Der SMI notiert mit 9163 Zählern um 0,1 Prozent tiefer als am Freitag.

Im Mittelpunkt der Anleger stand der Anlagenbauer Oerlikon. Die Aktien steigen um 2,4 Prozent. Das Unternehmen verkauft seine Getriebesparte für rund 600 Millionen Franken an den amerikanischen Automobilzulieferer Dana.

Unter Druck standen die Papiere der MCH Group. Sie brechen um 11,3 Prozent ein. Der Uhrenhersteller Swatch zieht sich von der internationalen Uhren- und Schmuckmesse in Basel zurück. Die Swatch-Aktien verlieren 1,9 Prozent. Die Titel von Rivalin Richemont sind gehalten.

Die Anteile der Versicherer rücken rund 1 Prozent vor. Swiss Re gewinnen 1,2 Prozent. Den Aktien von Bâloise verhilft eine Kaufempfehlung von Kepler Cheuvreux zu einem Kursplus von 2,6 Prozent. Bei den Aktien der Grossbanken steigen Credit Suisse um 0,8 Prozent. UBS wurden um 0,2 Prozent höher gehandelt.

Die Inficon-Anteile sinken um 4,3 Prozent und die von Autoneum um 6,7 Prozent. Credit Suisse hat das Kursziel für die beiden Aktien gesenkt. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Montag.)

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15:50

Die Anleger in New York lassen es am Montag angesichts der laufenden Bilanzsaison und einer Fed-Sitzung im Wochenverlauf ruhig angehen. Der Dow Jones und der S&P 500 starten kaum verändert, der Nasdaq-Composite gibt 0,1 Prozent nach. Von der US-Notenbank werden zwar keine unmittelbaren Zinsänderungen erwartet. Aber die Fed dürfte am Mittwoch Hinweise auf zwei weitere Zinserhöhungen im laufenden Jahr geben, sagen Börsianer.

Zudem wollen viele Anleger die Bilanzsaison weiter abwarten. Unter anderem wird Apple am Dienstag seinen Quartalsbericht veröffentlichen. Die Quartalsergebnisse seien zwar insgesamt mehr als gut, sagt Fondsmanager Alessandro Balsotti vom Vermögensverwalter JCI. "Die Märkte scheinen aber sensibler auf die sporadischen negativen Berichte zu reagieren." Anleger setzen am Montag überwiegend auf gute Apple-Zahlen: Die Aktien ziehen um ein halbes Prozent an.

Die Papiere von Twitter verlieren 2 Prozent, nachdem sie am Freitag nach enttäuschenden Geschäftszahlen schon um 20 Prozent abgestürzt waren. Auch Dow-Mitgleid Intel bleiben unter Druck und verlieren rund 1 Prozent. Sie waren nach der Bilanzvorlage am Freitag ebenfalls unter die Räder gekommen und hatten 8,6 Prozent verloren.

Nach der Prognoseanhebung greifen die Anleger bei Caterpillar zu. Die im Dow gelisteten Aktien des weltgrössten Baumaschinenherstellers steigen um rund 2 Prozent. Nach einer Gewinnwarnung stehen die Titel des grössten US-Fleischproduzenten Tyson dagegen unter Druck und fallen um 8 Prozent. Da wegen des Zollstreits mit China die Nachfrage aus dem asiatischen Land zurückgehe, gerieten die Fleischpreise in den USA ins Rutschen, begründet Tyson die niedrigeren Erwartungen.

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15:30

Aus Frucht vor Lieferengpässen decken sich Anleger erneut mit Rohöl ein. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich am Montag um 1 Prozent auf 75,05 Dollar je Barrel und das US-Öl WTI kostete mit 70,32 Dollar sogar 2,4 Prozent mehr als am Freitag. Unter den zahlreichen Faktoren für die Preisentwicklung sei der Streit zwischen den USA und dem Iran der entscheidende, sagt Analyst Tamas Varga vom Brokerhaus PVM.

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12:20

Der Schweizer Aktienmarkt tritt am Montagmittag mehr oder weniger auf der Stelle. Nachdem der Leitindex SMI zunächst den schwachen Vorgaben aus Übersee gefolgt war und leichter in den Handel gestartet war, hat er im weiteren Verlauf sein moderates Minus abgebaut und notiert nun knapp oberhalb seines Schlusskurses vom Freitag. Wirkliche Kurstreiber sind laut Händlern nicht auszumachen.

Der SMI steht kurz nach Mittag um 0,1 Prozent höher bei 9185 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI gewinnt 0,2 Prozent auf 1506 Punkte hinzu und der breite SPI 0,1 Prozent auf 10'933 Zähler.

Mit den Aktien von Bâloise (+2,1%) und Swisscom (+0,9%) sind Titel bei den grössten Gewinnern, die zuvor positive Analystenkommentare geerntet haben.

Auf der Gewinnerliste sind auch die Aktien der Credit Suisse (+0,7%) zu finden, die am morgigen Dienstag ihre Quartalsbilanz veröffentlicht. Die Titel von Konkurrentin UBS ziehen um 0,4 Prozent an.

Für Gesprächsstoff sorgt der Uhrenhersteller Swatch (-0,8%) und löst mit seiner Ankündigung, ab 2019 nicht mehr auf der Branchenmesse "Baselworld" vertreten zu sein, bei den Papieren der MCH Group einen Kurssturz um 9,3 Prozent aus.

Im breiten Markt fallen zudem die Aktien von Oerlikon mit einem Plus von 4,4 Prozent auf. Der Industriekonzern trennt sich nach dem geplatzten Börsengang auf anderem Wege von seiner Getriebesparte. Er verkauft das Segment Drive Systems an den US-Konzern Dana. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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11:15

Die Schweizer Börse fasst am Montag nach einer schwächeren Eröffnung Tritt und legt leicht zu. Das Geschäft verlaufe aber relativ ruhig, sagt ein Händler. Da am Mittwoch, an dem die Börse wegen des Schweizer Nationalfeiertags geschlossen bleibt, die US-Notenbank die Ergebnisse ihrer geldpolitischen Beratungen veröffentlicht, hielten sich die Anleger zurück. "Ein nächster Zinsschritt in den USA gilt derzeit als ausgemacht. Dies aber erst im September", kommentiert die Thurgauer Kantonalbank.

Der SMI notiert um 0,1 Prozent höher bei 9182 Zähler. Am Freitag war der Leitindex um 0,4 Prozent gestiegen und hatte die Woche mit einem Plus von 0,4 Prozent beendet.

Im Fokus stehen der Anlagenbauer Oerlikon, dessen Aktien um 3,6 Prozent steigen. Das Unternehmen verkauft seine Getriebesparte für rund 600 Millionen Franken an den amerikanischen Automobilzulieferer Dana. Oerlikon wollte die Getriebe-Tochter ursprünglich an die Schweizer Börse bringen, war mit diesen Plänen im Juli aber an zu geringem Anleger-Interesse gescheitert. "Wir begrüssen diesen Schritt", erklärte Vontobel-Analyst Michael Foeth. Oerlikon erhalte ein schärferes Profil und die klare Ausrichtung etwa auf Oberflächenbehandlung sollte von den Anlegern positiv bewertet werden.

Rund die Hälfte der 20 Standardwerte geben nach. Die Anteile von Swisscom stiegen um 0,8 Prozent auf 465,30 Franken zu. UBS hob die Empfehlung für den Telekomkonzern auf "Buy" von "Neutral" an. Das Kursziel lautet 501 Franken.

Die Aktien von Swatch schwächten sich um 0,4 Prozent ab. Der Uhrenhersteller zieht sich von der internationalen Uhren- und Schmuckmesse in Basel zurück. Baselworld wird von MCH Group organisiert. Die Aktien des Messebetreibers sacken fast 10 Prozent ab.

Die Inficon-Anteile sinken um 4,6 Prozent auf 469,80 Franken. Credit Suisse hat das Kursziel auf 490 von 560 Franken gesenkt. Die Empfehlung lautet "Underperform".

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10:45

Die Aktien der Messebetreiberin MCH Group brechen am Montag morgen regelrecht ein. Grund dafür ist die Ankündigung von Swatch-Chef Nick Hayek, der Uhren- und Schmuckmesse Baselword den Rücken zu kehren. Die Gruppe ist der bisher grösste Aussteller an dem Uhrensalon. Die MCH-Papiere fallen um knapp 13,5 Prozent auf 39 Franken, während der Gesamtmakrt SPI 0,1 Prozent zulegt.

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09:10

Mit 0,3 Prozent im Minus lässt der SMI zum Handelsbeginn relativ deutlich nach. Der Leitindex steht damit bei 9150 Punkten. Das Plus von 2 Prozent aus der Vorwoche hält der Index nicht und folgt den Vorgaben aus den USA und Asien.

Dort hatte die Wall Street zum Wochenschluss unter überwiegend enttäuschenden Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten gelitten. In Asien nahmen die Börsen den roten Faden auf und tendieren am Morgen grösstenteils schwächer.

Hierzulande ist die Handelswoche ohnehin wegen des Nationalfeiertages am 1. August verkürzt. Erst ab dem morgigen Dienstag nehmen die Daten dann zu. Wie Händler betonen, neigen Märkte in dem aktuellen Umfeld stärker zu Ausschlägen: Viele Marktteilnehmer seien in den Sommerferien, das Volumen entsprechend dünn, so dass Reaktionen mitunter etwas übertrieben ausfallen könnten.

Unter den 20 Blue Chips aus dem SMI gewinnen lediglich die Papiere der Swisscom (+1,2 Prozent) hinzu, nachdem die UBS sie neu zum Kauf empfiehlt. Gleichzeitig werden die Papiere von Konkurrent Sunrise auf "Neutral" abgestuft, was zu einer Reaktion von -0,5 Prozent führt. Die drei Schwergewichte Nestlé (unv.), Novartis (-0,2 Prozent) und Roche (-0,4 Prozent) geben dem SMI keinen Impuls nach oben.

Mehr zur Swisscom-Kaufempfehlung: Eine überraschende Kaufempfehlung für die Swisscom-Aktie

Für Gesprächsstoff sorgt Swatch (-0,5 Prozent): Der Uhrenkonzern wird nicht mehr an der Messe Baselworld ausstellen, die jeweils im Frühling stattfindet. Auf den Kurs dürfte diese Entscheidung, die Konzernchef Nick Hayek am Sonntag in einem Zeitungsinterview bekannt gegeben hat, keinen grossen Einfluss haben.

Im breiten Markt fallen noch die Aktien von Oerlikon mit einem Plus von 1,9 Prozent auf. der Industriekonzern trennt sich nach dem geplatzten Börsengang auf anderem Wege von seiner Getriebesparte. Er verkauft das Segment Drive Systems an den US-Konzern Dana. Die Getriebesparte wird dabei mit 600 Millionen Franken bewertet.

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08:30

Die Börsen in Asien sind schwächer in die neue Handelwoche gestartet. Vor allem Technologieaktien standen unter Druck. Zudem trauten sich viele Anleger nach Meinung von Börsianern wegen der in dieser Woche anstehenden Zentralbankentscheidungen in den USA und Japan nicht aus der Deckung.

Der japanische Leitindex Nikkei schloss den Handel am Montag 0,7 Prozent schwächer bei 22'544 Punkten. Der technologielastige südkoreanische Aktienindex Kospi gab 0,2 Prozent auf 2291 Zähler nach. Auch in China verzeichneten die wichtigsten Börsen Verluste.

In den kommenden Tagen legen mehr als 140 Firmen aus dem US-Index S&P 500 ihre Geschäftszahlen vor, darunter auch der Smartphone-Hersteller Apple. In der vergangenen Woche hatten US-Technologiefirmen wie Intel, Twitter und Facebook Anleger enttäuscht, die Aktienkurse waren eingebrochen.

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08:10

Die Vorgaben aus den USA und den asiatischen Märkten sind negativ. Julius Bär sieht den SMI bei den vorbörslichen Berechnungen daher tiefer: Der Leitindex geht um 0,5 Prozent auf 9129 Punkte zurück (zum Vorbörsen-Tableau bei cash.ch).

Die Berichtsaison macht heute Pause - erst morgen kommen wieder zahlreiche Zahlen. Daher prägen nur wenige Nachrichten das Geschehen. Als einzige SMI-Aktie steht Swisscom (+0,4 Prozent) im Plus, nachdem die UBS für den Schweizer Telekom-Marktführer eine Kaufempfehlung ausgesprochen hat. Bei den Mid Caps steigt der Kurs von Oerlikon (+1,5 Prozent), nachdem der Verkauf der Getriebesparte an den US-Konzern Dana bekannt gegeben worden ist.

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06:45

Vor den anstehenden Zinsentscheidungen in Japan und den USA sowie einer Reihe von Firmenbilanzen halten sich die Anleger in Asien am Montag zurück. Allein in der kommenden Woche legen mehr als 140 Firmen aus dem S&P 500 ihre Geschäftszahlen vor, darunter auch der Smartphone-Hersteller Apple.

Die US-Notenbank Fed entscheidet zudem am Mittwoch über den Leitzins für die weltweit führende Volkswirtschaft. Fachleute gehen davon aus, dass sie ihre Füsse stillhält und bei ihrer Ankündigung weiterer moderater Schritte bleibt. Die Bank von Japan könnte dagegen ihre Kaufprogramme antasten. "Jeder Schritt in dieser Richtung dürfte als ein Schritt hin zu einer weniger konjunkturstimulierenden Haltung gewertet werden, was den Dollar zum Yen drücken dürfte", sagte Analyst Elias Haddad von der Commonwealth Bank of Australia.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert um 0,63 Prozent bei geringem Handel schwächer bei 22'558 Punkten. Vor allem Technologie- und Energiewerte gaben nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans verlor davor 0,1 Prozent.

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06:40

Die Aussicht auf eine etwas weniger lockere Haltung der japanischen Notenbank hat den Yen in der vergangenen Woche nach oben getrieben. Ein Dollar kostet mit 111,07 Yen in etwa so viel wie am Freitag. Der Euro wird kaum verändert mit 1,1654 Dollar gehandelt.

Der Franken wird zur Stunde mit 0,9949 Franken je Dollar und 1,1596 Franken je Euro gehandelt.

(cash/AWP/Reuters)