+++Börsen-Ticker+++ - Job-Daten und Energie-Aktien belasten New Yorker Börsen

Der erste Rückgang der US-Beschäftigung seit sieben Jahren hat die Stimmung an der Wall Street am Freitag leicht gedrückt.
06.10.2017 22:30
Die September-Statistik für den US-Arbeitsmarkt stimmt die Händler an der Wall Street nicht optimistisch.
Die September-Statistik für den US-Arbeitsmarkt stimmt die Händler an der Wall Street nicht optimistisch.
Bild: Bloomberg

22:30

Wegen der Verwüstungen durch die Wirbelstürme "Harvey" und "Irma" gingen im September in den USA ausserhalb der Landwirtschaft 33'000 Jobs verloren. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Plus von 90'000 Stellen gerechnet. "So trostlos die Zahl oberflächlich betrachtet ist, sie ändert nichts an der Einschätzung, dass die US-Konjunktur stark ist", betont Jacob Deppe, Chef-Händler des Online-Brokers Infinox. "Die Arbeitslosenquote liegt mit 4,2 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit Februar 2001, während die Stundenlöhne stark gestiegen sind und damit den Inflationsdruck erhöhen." Damit steige die Wahrscheinlichkeit einer baldigen US-Zinserhöhung.

Belastend wirkten sich auch die Kursverluste bei den Energiewerten aus. Der S&P-Energie-Index gab 0,8 Prozent nach. Nach wochenlangem Anstieg erwarten Experten einen Rückgang bei den Ölpreisen wegen Gewinnmitnahmen und Sorgen vor einem Überangebot.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte trat zum Schluss bei 22'773 Punkten auf der Stelle. Der breiter gefasste S&P 500 sinkt 0,1 Prozent auf 2549 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöht sich dagegen um 0,1 Prozent auf 6590 Punkte. Im Wochenvergleich ergibt sich für den Dow ein Plus von 1,6 Prozent, für den S&P ein Gewinn von 1,2 Prozent und für die Nasdaq ein Zuwachs von 1,5 Prozent.

Bei den US-Einzelwerten brechen die Aktien von Costco fast 6 Prozent ein, obwohl der Detailhändler ein Quartalsergebnis über Markterwartungen vorlegte. Analysten bemängeln die schrumpfenden Gewinnmargen, die vor allem auf den Einstieg des Unternehmens in den Online-Lebensmittelhandel zurückgehen. Mittelfristig erschliesse das neue Angebot aber zusätzliche Kundenschichten und könne sich dadurch positiv auf Umsatz und Gewinn auswirken, betont Analyst Daniel Binder von der Investmentbank Jefferies.

Die Papiere der Softwarefirma Synchronoss schnellen rund 32 Prozent in die Höhe, nachdem die Verkaufsgespräche mit dem Grossaktionär Siris Capital wieder gestartet wurden.

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17:45

Die Schweizer Börse hat am Freitag leicht schwächer tendiert. Die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten beeinflussten den Markt kaum, sagen Händler. Der SMI notiert bei Börsenschluss mit 9252 Zählern 0,1 Prozent tiefer gegenüber dem Vortag. Am Morgen war der Leitindex noch auf das neue Zwei-Jahre-Hoch von 9289 Punkten gestiegen. Der SMI verzeichnet damit die vierte Woche hintereinander höhere Kurse.

Händler sagen, trotz der auf den ersten Blick enttäuschenden Arbeitsmarktdaten seien Zinsspekulationen aufgekommen. Von diesen profitieren einmal mehr Finanzwerte, da höhere Zinsen auch bessere Verdienst- und Anlagemöglichkeiten darstellen würden, sagt ein Händler.

Die Aktien der Credit Suisse legen 1,4 Prozent zu. Die Royal Bank of Canada hat die Aktien der Grossbank auf "Outperform" von "Sector Perform" hochgestuft. Dass die CS-Aktie über das alte Jahreshoch gestiegen sei, wurde laut Händlern als charttechnisches Kaufsignal interpretiert. Der Titel von Rivalin UBS sinkt dagegen 0,2 Prozent.

Die Anteile von Swiss Re gewinnen 1,0 Prozent. Der Rückversicherer hat für den Teilbereich für geschlossene Lebensversicherungsbestände, Re Assure, die japanische Versicherungsgruppe MS&AD ins Boot geholt. MS&AD werde bis zu einer Milliarde Franken investieren. Die Analysten von Vontobel und ZKB begrüssen die Transaktion als sinnvollen strategischen Schritt.

Den Blick richteten viele Marktteilnehmer zudem auf Leonteq. Der Titel der Derivateboutique legt bei guten Umsätzen 7,3 Prozent auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr zu. Bei Leonteq zieht sich der langjährige Chef und Firmengründer Jan Schoch aus der Geschäftsleitung zurück und steht der Firma noch als Berater zur Verfügung. Vorübergehend wird sein Stellvertreter und Finanzchef Marco Amato die Führung übernehmen. Die Personalrochade zeige, dass Leonteq weiterhin kämpfen müsse, kommentiert Michael Kunz von der ZKB. Der Umbau trage die Handschrift von Grossaktionär Rainer-Marc Frey, der im März bei Leonteq eingestiegen ist, heisst es am Markt.

Bei den Standardwerten büssen die Aktien von Sika mit minus 2,1 Prozent am meisten ein. Händler sagen, die Empfehlungssenkung auf "Neutral" von "Buy" der UBS vom Donnerstag belaste den Bauchemietitel erneut.

Unter Druck standen auch die Aktien des Uhrenproduzenten Swatch und des Luxusgüterherstellers Richemont, die 1,1 und 1,6 Prozent einbüssen. Die Papiere des Personalvermittlers Adecco sinken um 0,9 Prozent. Der Elektrotechnikkonzern ABB dagegen macht anfängliche Einbussen fast wett.

Die Aktien der Ems-Chemie verlieren 3,4 Prozent. Der Spezialchemiehersteller hat in den ersten drei Quartalen den Umsatz wie von Analysten erwartet um 6,7 Prozent auf 1,6 Milliarden Franken gesteigert. Zudem bestätigte Ems die Prognosen, warnte aber vor steigenden Rohstoffpreisen. Dies habe Marktteilnehmer zu Gewinnmitnahmen veranlasst, heisst es am Markt. Seit Jahresanfang hat der Kurs 22 Prozent zugelegt. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Freitag.)

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17:00

Der aktivistische Grossaktionär White Tale baut seine Beteiligung am Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant weiter aus. "Wir besitzen bereits mehr als 15 Prozent – und sind noch nicht am Ende", sagen die White-Tale-Vertreter David Millstone und David Winter in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Zeitung "Finanz und Wirtschaft". Die beiden wollten nicht sagen, wie hoch ihr Anteil am Basler Unternehmen zur Zeit sei, er liege aber deutlich über 15 Prozent. "Die nächste Meldeschwelle liegt bei 20 Prozent." Ihren Anteil wolle White Tale einsetzen, um die geplante Fusion mit dem US-Rivalen Huntsman zu verhindern.

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15:40

Die Aussicht auf höhere Zinsen in den USA lässt die US-Börsen zum Wochenschluss fallen. Zwar baute die US-Wirtschaft im September wegen der Wirbelstürme "Harvey" und "Irma" erstmals seit sieben Jahren Stellen ab. Zugleich sank die Arbeitslosenquote aber auf den niedrigsten Wert seit 2001, und die Stundenlöhne stiegen stärker als erwartet, was die Inflation in die Höhe treiben dürfte.

"Ich denke, der Arbeitsmarkt zieht weiter an", sagte der Chef der Fed von Dallas, Robert Kaplan. Er sei offen für eine Zinserhöhung im Dezember. Am Markt gilt inzwischen ein solcher Schritt als sicher. Die US-Notenbank hatte den Leitzins zuletzt im Juni auf die Spanne von 1,0 bis 1,25 Prozent angehoben.

Der S&P 500 gibt zur Eröffnung 0,2 Prozent auf 2547 Zähler nach. Der Dow Jones sinkt 0,1 Prozent auf 22'747 Punkte, der Index der Technologiebörse Nasdaq verliert 0,3 Prozent auf 6568 Stellen.

Bei den Einzelwerten geben die Aktien des Einzelhändlers Costco 5,4 Prozent nach. Das Unternehmen spürt den zunehmenden Preiskampf in der Branche, die Gewinnmargen gingen zurück.

Die Papiere der Softwarefirma Synchronoss schnellen mehr als ein Viertel in die Höhe, nachdem die Verkaufsgespräche mit dem Grossaktionär Siris Capital wieder gestartet wurden.

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15:15

US-Staatsanleihen sind nach neuen Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt unter Druck geraten. Im Gegenzug stiegen die Renditen. Der Zins für zehnjährige Staatspapiere klettert mit rund 2,4 Prozent auf den höchsten Stand seit Mai.

Auslöser war ein deutlicher Anstieg der Stundenlöhne im September. Im Monatsvergleich stiegen die Löhne so stark wie seit fast neun Jahren nicht mehr. Die Lohnentwicklung gilt als mitentscheidend für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed, weil die nach wie vor verhaltene Preisentwicklung erheblich durch die Lohnentwicklung beeinflusst wird. Stärker steigende Löhne gelten als eine wesentliche Bedingung für weitere Zinsanhebungen durch die Fed.

Die schwache Beschäftigungsentwicklung wurde dagegen an den Märkten weniger stark beachtet. Die Daten gelten wegen der beiden schweren Wirbelstürme "Harvey" und "Irma" als verzerrt. Auch das Arbeitsministerium sprach von einer belastenden Wirkung, ohne diese jedoch genau beziffern zu können.

Zweijährige Anleihen fielen um 1/32 Punkte auf 99 23/32 Punkte. Sie rentieren mit 1,52 Prozent. Fünfjährige Anleihen sanken um 6/32 Punkte auf 99 14/32 Punkte. Sie rentieren mit 1,99 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen verloren 11/32 Punkte auf 98 25/32 Punkte. Sie rentieren mit 2,39 Prozent. 30-jährige Papiere sanken um 14/32 Punkte auf 96 24/32 Punkte. Sie rentieren mit 2,91 Prozent.

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12:45

Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Freitagmittag knapp über Vortagesschluss. Zwar sind die Vorgaben der US-Leitbörse positiv, der Dow Jones Industrial hat gestern Kurs auf die Marke von 22'800 Punkten genommen und der S&P 500 schloss zum sechsten Mal in Folge auf einem neuen Allzeithoch, dennoch sind die Investoren in Erwartung wichtiger Daten in Deckung gegangen. So sind es mittlerweile vor allem die defensiven Schwergewichte, die den hiesigen Leitindex im Plus halten.

Denn am Nachmittag steht das Hauptereignis dieser Börsenwoche an: die Publikation des US-Jobberichts für den Monat September. Dieser ist ein zentraler Gradmesser für den Zustand der US-Konjunktur. Experten befürchten, dass die Daten wegen der Hurrikan-Katastrophen in Texas und Florida etwas verzerrt und daher schwierig interpretierbar sein könnten. Gestützt wird die Stimmung vom Devisenmarkt. Dort klopft der Dollar an der Marke von 98 Rappen an.

Der SMI steht kurz nach Mittag 0,1% höher bei 9276 Punkte, das neue Jahreshoch wurde im frühen Handel bei 9289 markiert. Der 30 Aktien umfassende und noch stärker gekappte SLI fällt hingegen um 0,1% auf 1488 Zähler, während der breite SPI 0,1% auf 10'587 steigt. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 23 im Minus und nur noch 7 im Plus.

Das Plus des Leitindex kommt dank der Avancen einiger weniger Aktien zustande. Allen vor Credit Suisse steigen um 1,6%. Für die Papiere der Grossbank hat die Royal Bank of Canada ihr Votum auf "Outperform" von "Sector Perform" hochgeschraubt. Für die UBS (-0,5%) und den Vermögensverwalter Julius Bär (-0,6%) gab es ein höheres Kursziel bei bestätigter Kaufempfehlung, was aber keine Wirkung zeigt.

Die volatilen Aryzta-Aktien ziehen gar um 2,4% an. Händlern zufolge wird über anstehende positive Nachrichten des Backwarenherstellers spekuliert. Für die Valoren steht aber immer noch ein Minus von 30% im laufenden Jahr zu Buche.

Die defensiven Schwergewichte notieren allesamt höher. Novartis (+0,2%) meldete eine europäische CE-Kennzeichnung für die Intraokularlinse Clareon und Roche (+0,4%) eine FDA-Zulassung für Bluttests zur Prüfung des Zika-Virus - beides wenig kursrelevante Nachrichten. Und für Nestlé (+0,8% auf 83,75 Franken) hat die Deutsche Bank ihr Kursziel um 5 auf 95 Franken erhöht und ihre Kaufempfehlung bestätigt.

Lonza (-0,6% auf 257,80 Franken) profitieren hingegen nicht von einem positiven Votum aus dem Hause J.P. Morgan. Die Amerikaner erhöhen ihr Kursziel für die Basler auf 285 von 265 Franken und belassen die Einstufung auf "Overweight". Die grössten Abgaben erleiden zuletzt gut gelaufene zyklische Werte wie Sika (-1,5%), Richemont (-1,2%), Givaudan (-0,9%), Kühne+Nagel (-0,8%) oder Swatch (-0,8%).

Im breiten Markt kam es beim Derivatespezialisten Leonteq zu einem Paukenschlag: Der CEO und Firmengründer Jan Schoch tritt zurück. Einige Marktteilnehmer sagen, er sei rausgeschmissen worden. Wie auch immer die Wahrheit lautet: Die Börse reagiert mit einem Plus von 3,0% auf 62,75 Franken. Unter Schoch erlebten die Aktionäre eine tiefe Krise bei Leonteq und einen Fall der Aktie von über 230 auf fast 25 Franken.

Ems-Chemie (-2,8%) reagieren negativ auf die Umsatzzahlen zu den ersten neun Monaten 2017. Der Spezialchemiekonzern hat zwar die Erwartungen der Analysten auf den Punkt genau erfüllt - und damit seit langem wieder einmal nicht positiv überrascht. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10.25

Die Schweizer Börse legt dank positiver Vorgaben aus den USA und Japan leicht zu. Vor den am Nachmittag erwarteten US-Arbeitsmarktdaten dürften sich die Anleger aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, sagen Börsianer. Von Reuters befragte Experten gehen davon aus, dass die dortigen Firmen wegen der Serie von Wirbelstürmen, die Teile des Landes verwüstet haben, im September nur 90'000 neue Jobs geschaffen haben. Aus den Zahlen wollen Anleger Rückschlüsse auf die Geldpolitik der US-Notenbank ziehen.

Der SMI steigt um 0,2 Prozent auf 9280 Zähler. Am Donnerstag war der Leitindex um 0,2 Prozent gesunken.

Im Blick haben die Anleger die Aktien von Leonteq. Der Titel klettert um 3,9 Prozent, zwischenzeitlich erreichte er bei 63,95 Franken gar ein Jahreshoch. Bei der Derivateboutique kommt es zu einem Führungswechsel. Der bisherige Geschäftsleiter und Mitgründer Jan Schoch zieht sich aus der Geschäftsleitung zurück. Sein Nachfolger ad interim wird sein Stellvertreter und Finanzchef Marco Amato. Weiter heisst es, das dritte Quartal sei profitabel gewesen. Die Personalrochade zeige, dass Leonteq weiterhin kämpfen müsse, kommentiert Michael Kunz von der Zürcher Kantonalbank.

Bei den Standardwerten überwiegen die Verlierer leicht. Den stärksten Anstieg verbuchen die Aktien von Credit Suisse mit plus 1,7 Prozent. Die Royal Bank of Canada hat die Aktien der Grossbank auf "Outperform" von "Sector Perform" hochgestuft. Der Titel von Rivalin UBS geben dagegen 0,2 Prozent nach.

Die Anteile von Swiss Re gewinnen 0,7 Prozent. Der Rückversicherer hat für den Teilbereich für geschlossene Lebensversicherungsbestände Re Assure die japanische Versicherungsgruppe MS&AD ins Boot geholt. MS&AD werde bis zu 800 Millionen Pfund (gut 1 Milliarde Franken) investieren. Die Analysten von Vontobel und ZKB begrüssen die Transaktion als sinnvollen strategischen Schritt.

Die Papiere der als krisenresistent geltenden Schwergewichte Nestlé, Roche und Novartis legen zwischen 0,7 und 0,2 Prozent zu und geben damit dem Gesamtmarkt eine Stütze.

Die Titel zyklischer Firmen geben meist nach. Der Uhrenhersteller Swatch und der Luxusgüterhersteller Richemont büssen rund 1 Prozent ihres Werts ein. Die Papiere des Personalvermittlers Adecco sinken um 0,6 Prozent. Der Elektrotechnikkonzern ABB kann sich knapp behaupten.

Die Aktien der Ems-Chemie verlieren 2,9 Prozent. Der Spezialchemiehersteller hat in den ersten drei Quartalen den Umsatz wie von Analysten erwartet um 6,7 Prozent auf 1,6 Milliarden Franken gesteigert. Zudem bestätigt EMS die Prognosen, warnt aber vor steigenden Rohstoffpreisen. Dies veranlasse Marktteilnehmer zu Gewinnmitnahmen, heisst es am Markt.

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09:15

Der Swiss Market Index (SMI) legt um 0,2 Prozent auf 9281 Punkte zu.

Unternehmensnachrichten sind zu Wochenschluss Mangelware, daher erhalten Analystenvoten umso mehr Gewicht. So hat etwa die Deutsche Bank ihr Kursziel für Nestlé um fünf auf 95 Franken erhöht und ihre Kaufempfehlung bestätigt. Die Aktie legt 0,3 Prozent zu.

Für die Grossbankenaktien Credit Suisse (1,4 Prozent) und UBS (-0,2 Prozent) hat die Royal Bank of Canada Positives geäussert. Das Votum für die CS wurde auf "Outperform" von "Sector Perform" hochgeschraubt, für die UBS (Outperform) gibt es ein höheres Kursziel. Gleiches gilt für den Vermögensverwalter Julius Bär (-0,2 Prozent).

Swiss Re (+0,8 Prozent) hat sich derweil mit der japanischen Versicherungsgruppe MS&AD Insurance einen strategischen Investor an Bord geholt. Die Japaner steigen in das Geschäftssegment für Lebensversicherungen ein.

Im breiten Markt kam es beim Derivatespezialisten Leonteq zu einem Paukenschlag: Der CEO und Firmengründer Jan Schoch tritt zurück. Einige Marktteilnehmer sagen, er sei rausgeschmissen worden. Die Aktie legt um 3,8 Prozent zu.

Ems-Chemie (-0,5 Prozent) reagieren nicht auf die Umsatzzahlen zu den ersten neun Monaten 2017. Der Spezialchemiekonzern hat die Erwartungen der Analysten auf den Punkt genau erfüllt.

08:25

Die Börsen in Asien haben sich von der guten Stimmung in den USA anstecken lassen. Nach dem Durchschnaufen am gestrigen Donnerstag haben fast alle Aktienbörsen am Freitag moderate Gewinne verzeichnet. In Hongkong wird wieder gehandelt, während die Märkte in Festland-China und Korea erneut wegen Feiertagen geschlossen blieben. In Japan legten vor allem Banken und Versicherer zu.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss leicht im Plus mit 0,3 Prozent auf 20 628,56 Punkten. In Hongkong stieg der Hang-Seng-Index nach der Feiertagspause zuletzt um knapp 0,3 Prozent. Im australischen Sydney kletterte der Leitindex ASX 200 zum Handelsschluss um gut ein Prozent nach oben und konnte damit die Verlustserie der vergangenen drei Tage stoppen. Hier stiegen vor allem die Bergbaukonzerne BHP Billiton und Rio Tinto.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,1 Prozent zu. Im gestrigen Handel gab der Leitindex 0,2 Prozent nach.

Sämtliche SMI-Titel legen vorbörslich zwischen 0 bis 0,15 Prozent zu.

Börsenrelevante News gibt es bei der Derivateboutique Leonteq: Mitgründer und Geschäftsleiter Jan Schoch zieht sich aus der Führung der Finanzfirma zurück und übernimmt die neu geschaffene Position als Senior Advisor Strategic Growth Initiatives. Nachfolger wird adinterim Finanzchef Marco Amato. Die Aktie legt vorbörslich 4,1 Prozent zu.

Lesen Sie dazu auch: Der trockene und klanglose Abtritt von Jan Schoch

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07:28

Die Ölpreise sind am Freitag leicht gesunken. Marktbeobachter sprachen von einem eher impulsarmen Handel. Ein Barrel (je 159 Liter) der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im November kostete zuletzt 50,71 Dollar. Das waren acht Cent weniger als am Vortag. Der Preis der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember fiel um sieben Cent auf 56,93 Dollar.

Erstmals seit Anfang September sind die Ölpreise auf Wochensicht wieder gefallen. Unter anderem habe eine steigende Fördermenge in den USA und in den Mitgliedsstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) belastet, hiess es. Ausserdem nimmt ein neuer tropischer Wirbelsturm Kurs auf die Fördergebiete an der Südküste der USA. Zuletzt hatte der Hurrikan "Harvey" massive Ausfälle in der US-Ölindustrie zur Folge.

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06:52

Der Euro hat am Freitagmorgen gegenüber dem Dollar weiter nachgegeben und ist erstmals seit Mitte August unter die Marke von 1,17 USD gefallen. Damit verschärft die europäische Gemeinschaftswährung ihre jüngste durch die Katalonien-Krise ausgelöste Talfahrt. Aktuell kostet ein Euro 1,1696 Dollar und damit etwas weniger als am Donnerstagabend.

Seit Anfang September, als der Kurs bei fast 1,21 Dollar und damit dem höchsten Niveau seit Anfang 2015 gestanden hatte, gab er Euro damit rund vier Cent oder gut 3% nach.

Zum Franken hält sich der Euro bei einem Stand von 1,1454 Franken hingegen vergleichsweise stabil. Gegenüber seinem Jahreshoch von 1,1624 Franken von Ende September ist der Euro allerdings auch zum Franken wieder zurückgekommen. Der Dollar kostet mit 0,9793 Franken geringfügig mehr als am Donnerstagabend.

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06:40

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte zum Ende des Vormittagshandels 0,25 Prozent im Plus bei 20.679 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte 0,23 Prozent auf 1686 Zähler. Händler verwiesen auf die positiven Vorgaben aus New York und den gesunkenen Kurs des Yen zum Dollar. Auch Hoffnungen, dass US-Präsident seine Steuerreformpläne werde umsetzen können, wirkten sich positiv auf die Stimmung aus, sagte Investmentstratege Norihiro Fujito von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

(cash/AWP/Reuters)