+++Börsen-Ticker+++ - Konjunktur und Steuerreform-Hoffnungen helfen Wall Street

Ermutigende Konjunkturdaten und die Aussicht auf eine Steuerreform noch in diesem Jahr haben den US-Börsen am Donnerstag Auftrieb gegeben.
31.08.2017 23:01
Blick auf das figurengeschmückte Tympanon des New Yorker Börsengebäudes an der Wall Street.
Blick auf das figurengeschmückte Tympanon des New Yorker Börsengebäudes an der Wall Street.
Bild: Pixabay

22:30

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte um 0,3 Prozent auf 21.951 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,6 Prozent auf 2471 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um ein Prozent auf 6428 Stellen. Für den Monat August ergibt sich damit für den Dow ein Plus von 0,3 Prozent, für den S&P von 0,1 und für die Nasdaq von 1,3 Prozent. Zu den Gewinnern zählten dagegen insbesondere Aktien aus der Gesundheitsindustrie.

Finanzminister Steven Mnuchin machte manchem Anleger Mut mit Blick die eine Steuerreform - eines der grossen Vorhaben von US-Präsident Donald Trump. Er sagte, die Regierung habe einen detaillierten Plan und sei auf gutem Wege, ihr Vorhaben bis zum Jahresende umzusetzen.

Den  ausführlichen Bericht zur New Yorker Börse finden Sie hier.

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17:45

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag erneut zugelegt. Der SMI stieg um 0,8 Prozent auf 8925 Punkte. Kräftige Kursgewinne der Index-Schwergewichte, der schwächere Franken und die Aussicht auf weiterhin sprudelnde Notenbankgelder gaben den Beteiligungspapieren Auftrieb. Der nach wie vor schwelende Nordkorea-Konflikt trat etwas in den Hintergrund.

Die Aussicht auf eine weiterhin lockere Geldpolitik erhielt neuen Auftrieb.

Die Novartis-Aktien stiegen um 2,1 Prozent. Der Pharmakonzern hat mit einer neuartigen Gentherapie den Anschluss in der als Durchbruch geltenden Krebs-Immunbehandlung geschafft. Die Roche-Anteile rückten 1 Prozent vor. Die Aktien des dritten SMI-Schwergewichts Nestle rückten 0,5 Prozent vor.

Die Vontobel-Aktien rutschten 0,4 Prozent ab, obwohl der Vermögensverwalter bis 2020 mehr Neugeldwachstum anpeilt als bislang.

Den ausführlichen Schlussbericht der Schweizer Börse lesen Sie hier.

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15:45

Die gesunkene Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinsanhebung der US-Notenbank (Fed) in diesem Jahr hat der Wall Street am Donnerstag zum Handelsstart zu Kursgewinnen verholfen.

Kurssteigerungen an der Wallstreet: Auslöser waren neue Inflationsdaten. Demnach rutschte die von der Fed besonders verfolgte Teuerungsrate im Juli etwas ab auf 1,4 Prozent und entfernte sich damit vom Zwei-Prozent-Ziel der Notenbanker. Dies verringert nach Einschätzung von Börsianern die Chancen, dass die Fed den Leitzins noch 2017 ein weiteres Mal nach oben setzt.

Nun richten sich die Blicke der Investoren auf den Arbeitsmarktbericht der Regierung für August, der am Freitag ansteht. "Wir gehen davon aus, dass die Reaktion des Gesamtmarktes zurückhaltend bleibt vor den morgigen Jobdaten", sagte Marktanalyst Naeem Aslam vom Online-Handelshaus Think Markets UK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte in den ersten Minuten 0,2 Prozent höher bei 21.941 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann 0,3 Prozent auf 2464 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg ebenfalls 0,3 Prozent auf 6389 Stellen.

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15:29

Bitcoin legt weiter zu...

 

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13:05

Die Ölpreise sind am Donnerstag gestiegen. Nachdem die Preise am Morgen noch an die teilweise starken Vortagesverluste angeknüpft hatten, drehten sie am Vormittag in die Gewinnzone und setzten zu einer Erholung an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete gegen Mittag 51,21 US-Dollar. Das waren 35 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 30 Cent auf 46,26 Dollar.

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12:54

Der Schweizer Aktienmarkt setzt am Donnerstag die leichte Erholung nach dem eher schwachen Start in die laufende Börsenwoche fort. Weitere Erholung, wenn auch in kleinen Schritten: Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt bis um 12 Uhr 0,75% auf 8'917,51 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legt 0,57% auf 1'421,64 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,72% auf 10'168,34 Zähler zu.

In einem insgesamt ruhigen Geschäft richtet sich der Fokus bereits auf den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht. Sofern die Arbeitsmarktdaten so gut seien wie in den privaten ADP-Vorabschätzungen vom Mittwoch indiziert, sei mit einer weiteren Aufwärtsbewegung an den Börsen zu rechnen, meint ein Händler.

Bei den Blue Chips geben nach wie vor die Schwergewichte Nestlé (+0,9%) und Novartis (+1,2%) den Takt an.

Im breiten Markt legen Edmond de Rothschild (+3,4%) und Investis (+1,9%) nach Halbjahreszahlen beide klar zu.

An Dynamik verloren haben Landis+Gyr (+0,4% auf 73,55 CHF). Gleich vier Banken haben ihre Einstufung für die vor einigen Wochen an die Börse gekommenen Titel aufgenommen. UBS und CS starten je mit 'Buy', während JP Morgan und Morgan Stanley mit der Einstufung 'Neutral', respektive 'Equal Weight' und Kurszielen beginnen.

Den ausführlichen Mittagsbericht lesen Sie hier.

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12:47

Eine Kaufempfehlung von Baader Helvea hat den Aktien von U-Blox am Donnerstag Schub gegeben. Die Titel des GPS-Chip-Herstellers kletterte in einem festeren Markt um 5,5 Prozent auf 174 Franken.

Baader Helvea stufte U-Blox auf "Buy" von "Hold" hoch. Das Kursziel lautet auf 198 Franken.

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10:35

Starke China-Daten treiben den Stahl- und Kupferpreis: In der Hoffnung auf eine anhaltend hohe Nachfrage aus China haben sich Anleger am Donnerstag mit Industriemetallen eingedeckt. An der Börse Shanghai verteuerte sich Stahl um 1,8 Prozent auf 3927 Yuan (595 Dollar) je Tonne. Der Preis für Eisenerz legte sogar 3,9 Prozent auf 573 Yuan (87 Dollar) zu. Der Kupfer -Preis stieg an der Metallbörse LME um bis zu 1,5 Prozent auf ein frisches Drei-Jahres-Hoch von 6872 Dollar je Tonne. Die positive Entwicklung der chinesischen Konjunktur biete den Rohstoffen Rückenwind, der nicht länger unterschätzt werden dürfe, sagte Analystin Helen Lau vom Brokerhaus Argonaut.

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10:20

Die Schweizer Börse knüpft am Donnerstag an ihre Kursgewinne vom Vortag an. Besonders gefragt sind die Aktien der Banken und von Novartis. Die Entspannung hält an: Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 10:20 Uhr 0,45% auf 8892 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legt 0,4% auf 1'419 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,47% auf 10'143 Zähler zu.

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09:06

Der Swiss Market Index (SMI) startet mit einem Plus von 0,5 Prozent bei 8896 Punkten in den Handel und knüpft damit an die Erholung des Vortages an. Unterstützung kommt am Morgen laut Händlern vor allem von der japanischen Börse, wo der weiter schwächelnde Yen dem Leitindex Nikkei 225 (+0,7%) nach oben verhalf.

Die geopolitischen Risiken seien zu gross und der Euro zu stark, auch wenn letzterer seit dem jüngsten Hoch wieder etwas eingebüsst habe. Beide Belastungsfaktoren könnten die Anleger durchaus noch eine Weile beschäftigen und für einen turbulenten Herbst sorgen, glaubt der Analyst.

 

Überdurchschnittlich gesucht sind vor allem die drei Bankenwerte Julius Bär (+1,5%), UBS (+0,9%) und CS (+0,6%). Für Aufwind sorgen dürfte hier u.a. eine Sektorstudie von Exane BNP Paribas sorgen, welche erstere zwei Schweizer Banken mit 'Outperform' und letztere mit 'Neutral' einstuft. Auch Bâloise (+1,3%) werden am Tag nach der Zahlenveröffentlichung von Analystenkommentaren angetrieben. So haben etwa Bergenberg, Kepler und Baader ihre jeweiligen Kursziele für die Aktie des Erstversicherers erhöht. 

Für Interesse sorgt ausserdem eine Meldung von Novartis (+1,1%). Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte am Vorabend die Zulassung des Mitteln Kymriah zur Behandlung einer bestimmten Form von Leukämie (ALL) bei Kindern und Jugendlichen erteilt. Es handelt sich dabei um die erste Gentherapie, die in den USA zugelassen wurde. Die anderen Schwergewichte Nestlé und Roche (je +0,1%) legen weniger deutlich zu.

Im breiten Markt könnte unter anderen Vontobel (+1,1%) im Fokus stehen. Die Privatbank hat am Morgen anlässlich eines Investorentages neue "ehrgeizige Wachstumsziele bis 2020" veröffentlicht. Bei VAT ist derweil der Grossaktionär Capvis ganz ausgestiegen. Die Private Equity Firma, die VAT zusammen mit PartnersGroup letztes Jahr an die Börse gebracht hatte, verkaufte ihren verbleibenden Anteil von knapp 5% über Nacht zu 120 CHF pro Aktie, dies bei einem Schlusskurs am Vortag von 122,90 CHF.

Unter Druck stehen derweil Kudelski (-0,4%) nach einer Kurszielsenkung der UBS auf 10,50 von 14,00 CHF, dies bei zuletzt bezahlten 12,10 CHF. Ausserdem haben drei Banken ihre Einstufung für die vor einigen Wochen an die Börse gekommene Landis+Gyr (aufgenommen. UBS und CS starten je mit 'Buy' und Kursziel 90 CHF, während JP Morgan mit der Einstufung 'Neutral' und dem Kursziel von 74,50 CHF näher am aktuellen Kurs (73,25) ist.

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08:23

Mittlerweile sind die Märkte in Asien geschlossen. In Japan schloss der Leitindex Nikkei 225 0,7 Prozent höher bei 19 646,24 Punkten. In Hongkong verlor der Hang-Seng-Index 0,7 Prozent. Der südkoreanische Kospi und der chinesische CSI 300, der die grössten Werte vom Festland beinhaltet, lagen ebenfalls im Minus.

Das Warten auf den grossen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag wurde verkürzt mit optimistisch stimmenden Daten aus China, wo ein Indikator auf eine wieder bessere Entwicklung der Industrie hinweist. Auf der anderen Seite kühlte sich die Industrieproduktion in Japan stärker ab als erwartet und die Anspannung um Nordkorea hält an.

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Indikatoren der Bank Julius Bär 0,2 Prozent höher be i 8871 Punkten gehandelt. Nach mehreren verlustreichen Handelstagen hatte der Leitindex am Mittwoch 0,4 Prozent zugelegt.  Unter den SMI-Einzeltiteln fallen Credit Suisse (+0,4 Prozent), Julius Bär (+0,9 Prozent) und UBS (+0,8 Prozent) am meisten auf. Am breiten Markt geben hingegen Kudelski (-0,9 Prozent) deutlich ab.

 

Mit Argusaugen verfolgen Anleger weiterhin das Säbelrasseln um Nordkorea. Japan dringt nach dem jüngsten Raketentest auf eine Verschärfung der Sanktionen gegen Nordkorea. Auf der Konjunkturseite stehen neben den europäischen Inflationsdaten eine Reihe von US-Statistiken im Fokus. Unter anderem gibt der Wochenbericht vom Arbeitsmarkt einen weiteren Vorgeschmack auf die amtlichen Monatsdaten am Freitag. Darüber hinaus stehen Zahlen zu den Einkommen und den Ausgaben der US-Verbraucher und der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago auf dem Terminplan.

An der Wall Street hatten die Kurse am Mittwoch nach Handelsschluss in Europa dank guter Konjunkturdaten noch einen Tick zugelegt. In Fernost tendierten die Börsen am Donnerstag uneinheitlich: Der Nikkei-Index in Tokio lag 0,8 Prozent im Plus, während die Börsen auf dem chinesischen Festland 0,5 und 0,7 Prozent niedriger notierten. 

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07:23

Die Ölpreise sind am Donnerstag nach zum Teil deutlichen Verlusten in den vergangenen Handelstagen nur noch leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Morgen 50,82 US-Dollar. Das waren vier Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um sechs Cent auf 45,90 Dollar.

Seit dem vergangenen Wochenende führten Überschwemmungen durch den Tropensturm "Harvey" zum Ausfall von Raffinerien in den USA, was die Nachfrage nach Rohöl senkte. Ein überraschend starker Rückgang der US-Ölreserven in der Vorwoche, den die US-Regierung am Vortag gemeldet hatte, konnte die Ölpreise nur zeitweise stützen.

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07:01

Der Goldpreis legt eine Verschnaufpause ein. Am Donnerstagmorgen kostet eine Unze 1304 Dollar (-0,4 Prozent). Gold hatte in den vergangenen Wochen vor allem von zunehmenden geopolitischen Risiken profitiert.

 

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06:45

Für Optimismus sorgten mehrere gute Konjunkturdaten aus den USA. Dadurch verteuerte sich auch der Dollar zum Yen, was japanischen Firmen auf dem Weltmarkt hilft.

Der Nikkei mit den Standardwerten stieg um 0,8 Prozent auf 19'660 Punkte. Der breiter gefasste Topix legte um 0,6 Prozent auf 1616 Zähler zu.

Die Industrieproduktion Japans fiel dagegen im Juli überraschend stark um 0,8 Prozent zum Vormonat, wie das Wirtschaftsministerium des Landes am Donnerstag mitteilte. Im Juni hatte es noch einen Zuwachs von 2,2 Prozent gegeben.

Im August erwartet das Verarbeitende Gewerbe aber bereits wieder bessere Daten. Die nach den USA und China drittgrösste Volkswirtschaft der Welt war zuletzt im zweiten Quartal mit einer Jahresrate von vier Prozent wieder deutlich gewachsen - vor allem dank kauffreudiger Konsumenten und mehr Investitionen der Unternehmen.

(cash/AWP/Reuters)