+++Börsen-Ticker+++ - Konjunkturdaten heizen Rekordjagd des Dow an

Gute Konjunkturnachrichten haben die Rekordjagd an der Wall Street weiter angeheizt. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial erreichte am Mittwoch einmal mehr eine Bestmarke und schloss erstmals über 26 000 Punkten.
17.01.2018 22:49
Wegweiser zur Börse in New York.
Wegweiser zur Börse in New York.
Bild: Pixabay

22:45

Der Dow zog am Ende um 1,25 Prozent auf 26 115,65 Punkte an. Sein Rekordhoch liegt nun bei 26 130,45 Punkten. Der S&P 500 stieg um 0,94 Prozent auf 2802,56 Punkte und für den Auswahlindex der Technologiewerte, den Nasdaq 100 , ging es um 1,09 Prozent auf 6810,28 Punkte nach oben.

In den USA war die Industrieproduktion im Dezember stärker als erwartet gestiegen. Die Zahlen wiesen zusammen mit den erfreulich soliden Einzelhandelsumsätzen vom vergangenen Freitag auf eine fortgesetzte Belebung der US-Konjunktur hin, schrieb Analyst Bernd Krampen von der Landesbank NordLB.

Zudem dürfte sich die US-Wirtschaft den amerikanischen Währungshütern zufolge weiterhin gut entwickeln. In fast allen Distrikten sei zuletzt ein moderates bis mässiges Wachstum verzeichnet worden, hiess es in dem Konjunkturbericht der Notenbank Fed ("Beige Book"). Die meisten befragten Unternehmen bleiben demnach für das laufende Jahr optimistisch.

Auf Unternehmensseite standen Banken mit ihren jüngsten Bilanzen im Fokus. So fiel der Aktienkurs der Wall-Street-Grösse Goldman Sachs um 1,86 Prozent. In der einstigen Paradedisziplin - dem Handel mit Rohstoffen, Währungen und Anleihen - war es schlechter gelaufen als von Analysten gedacht. Zudem hatte die Investmentbank wegen der von Präsident Donald Trump vorangetriebenen Steuerreform im Schlussquartal 2017 ein Minus von 1,9 Milliarden US-Dollar nach einem Gewinn von mehr als 2,3 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor verbucht.

Die US-Steuerreform hatte auch die Bank of America gebremst. Die Papiere gaben leicht nach.

An der Dow-Spitze blieben die Anteilscheine des Flugzeugbauers Boeing auf Rekordkurs und gewannen knapp 5 Prozent. Den zweiten Platz sicherten sich die Aktien von IBM mit einem Plus von rund 3 Prozent. Zuvor hatte sich die britische Investmentbank Barclays positiv zu den Papieren des IT-Urgesteins geäussert.

Unter den weiteren Favoriten legten die Aktien von Apple um fast 2 Prozent zu. Der Technologiekonzern will nach der US-Steuerreform den Grossteil seiner gewaltigen Geldreserven ins Heimatland bringen.

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18:00

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch Terrain eingebüsst. Kursverluste der Pharmaschwergewicht Roche und Novartis sowie der Grossbanken lasteten auf dem Markt.  Der SMI notierte zum dritten Tag hintereinander schwächer und verlor 0,3 Prozent auf 9440 Punkte. Damit liegt der SMI nur noch um rund 50 Zähler über dem Jahresanfang.

Die Anleger verhielten sich vorsichtig, nachdem sich der Dow Jones am Vortag nicht auf dem erreichten Rekordniveau von mehr als 26'000 Punkten habe halten können. Zudem seien manche Anleger nervös, weil die Kryptowährung Bitcoin seit dem Rekordhoch im Dezember mehr als die Hälfte ihres Werts verloren hat.

Die Genussscheine von Roche büssten 1,1 Prozent ein. Roche-Konzernchef Schwan hatte sich in einem Interview mit der "Financial Times" vorsichtig geäussert und wegen des Patentablaufs wichtiger Medikamente realistische Erwartungen für die Leistung des Unternehmens angemahnt.

Unter Druck standen auch die Aktien der Banken. Credit Suisse sackten um 1,9 Prozent ab und UBS verloren 0,8 Prozent. Die beiden US-Konkurrenten Goldman Sachs und Bank of America verbuchten 2017 wegen Einmalkosten durch die US-Steuerreform Milliardenverluste.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:45

Die US-Börsen haben am Mittwoch fester eröffnet. Im Mittelpunkt standen die Quartalszahlen grosser US-Banken und Technologie-Werte. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte lag kurz nach Eröffnung 0,4 Prozent höher bei 25.913 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte um 0,2 Prozent auf 2782 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte um 0,3 Prozent auf 7241 Stellen zu.

Goldman Sachs verloren 0,8 Prozent, nachdem die Investmentbank unter dem Strich wegen Einmalkosten durch die US-Steuerreform tief in die Verlustzone gerutscht ist. IBM stiegen indes um 3,1 Prozent. Die Bank Barclays hat den weltgrössten IT-Dienstleister gleich um zwei Schritte von "untergewichten" auf "übergewichten" hochgestuft und das mit den guten IBM-Aussichten im Cloud-Geschäft begründet.

Apple gaben 0,1 Prozent nach. Die Analysten von Longbow Research haben die Papiere auf "neutral" zurückgestuft und erklärt, dem Konzern stünden gute, aber nicht grossartige Geschäfte mit dem iPhone bevor.

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15:20

Wie gewonnen, so zerronnen: Wegen der ungewissen Zukunft des Handels mit Krypto-Währungen rutschte der Bitcoin-Kurs an der weltgrössten Börse Bitstamp am Mittwoch unter die psychologisch wichtige 10'000er-Marke. "Es herrscht eine Menge Panik am Markt", sagte Charles Hyter, Gründer des Branchendienstes Cryptocompare. "Die Leute versuchen, um jeden Preis aus Krypto-Währungen auszusteigen."

Die Gründe für den Bitcoin-Absturz

Bitcoin verliert heute Mittwoch an der Börse Bitstamp mehr als 13 Prozent auf 9853 Dollar. Am Dienstag war die Cyber-Devise, die kurz vor Weihnachten noch doppelt so viel gekostet hatte, zeitweise um mehr als ein Viertel eingebrochen.

Auch der Bitcoin-Future an der Chicagoer CBOE rutscht auf 9460 Dollar ab, ein Abschlag von über 14 Prozent. Sein CME-Rivale verliert ähnlich stark auf 9535 Dollar. An der luxemburgischen Börse BitStamp fällt der Kurs des digitalen Geldes um 16 Prozent auf 9559 Dollar.

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14:04

Wie gewonnen, so zerronnen: In gut zwei Monaten verdoppelte sich der Bitcoin-Kurs auf 20'000 Dollar und rutschte jetzt wieder ab. Die Cyber-Devise verbilligte sich am Mittwoch um sieben Prozent auf genau 10'000 Dollar. Trotz der aktuellen Verluste kostet die Krypto-Währung noch fast zehn Mal so viel wie vor Jahresfrist.

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13:04

Die Ölpreise sind am Mittwoch gefallen. Im Mittagshandel kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März 68,77 US-Dollar. Das waren 38 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Februar sank um 27 Cent auf 63,46 Dollar.

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12:28

Der Schweizer Aktienmarkt steht am Mittwochmittag leicht im Minus und knüpft damit an die beiden schwachen Vortage an. Wie schon am Vortag belasten insbesondere die zur Schwäche tendierenden Roche den Gesamtmarkt, aber auch die beiden Grossbanken geben erneut nach. Dagegen stützen Nestlé nach dem Verkauf des US-Süsswarengeschäfts etwas. Mit den neuerlichen Verlusten hat der SMI nun auch die Marke bei 9'500 Punkten deutlich unterschritten und seit dem Allzeithoch bei 9'611 vor einer Woche um über 150 Punkte eingebüsst.

Insgesamt habe sich die Stimmung nach dem beinahe euphorischen Start in den Januar hin zu einer etwas vorsichtigeren Haltung gewendet, hiess es am Markt. Dies sei aber noch kaum der Beginn einer Baisse sondern lediglich eine leichte Korrektur.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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11:41

Der SMI grenzt seine Startverluste leicht ein, kommt aber weiterhin nicht vom Fleck und steht gegen Mittag nach wie vor im Minus (-0,3 Prozent) bei 9438 Punkten.

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09:11

Am Mittwoch bremsen schwache Vorgaben aus den USA und aus Japan die Schweizer Börse. Der SMI geht mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 9430 Punkten in den Handel. Nach dem schwungvollen Start ins neue Jahr ist der Aufwärtstrend schon in der Vorwoche ins Stocken geraten und hat sich mittlerweile in eine kleine Abwärtsspirale verwandelt. Keine Unterstützung kommt für die hiesigen Aktien von der Währungsfront, wo der Franken vor allem zum US-Dollar in den vergangenen Tagen zugelegt hat. 

Allen voran sind Nestlé hervorzuheben, welche 0,1 Prozent tiefer gestellt werden. Dem Nahrungsmittelhersteller ist der schon länger angestrebte und somit auch erwartete Schritt gelungen, dass Süsswarengeschäft in den USA zu verkaufen. 

 

Auch Novartis (-0,3 Prozent) verlieren an Wert. Das Pharmaunternehmen hat von der FDA im Zulassungsprozess für die personalisierte Zelltherapie Kymriah den Status Priority Review erhalten. Auch Branchenrivalin Roche (-0,9 Prozent) verliert.

ABB (-0,7 Prozent) wurden von Berenberg auf "Hold" von "Sell" aufgestuft, was die Bank insbesondere mit dem verbesserten Gewinn-Ausblick der Division Industrieautomation und Antriebe sowie mit dem anhaltenden Wachstum im Niederspannungs- und Robotik-Geschäft begründet. Auch Sika (+0,6 Prozent) werden von einer Ratingänderung gestützt, konkret hat Baader Helvea die Aktien auf "Buy" von "Hold" genommen. Zudem fallen die Credit Suisse (-1,1 Prozent) und UBS (-0,8 Prozent) mit überdurchschnittlichen Verlusten auf.

Im breiten Markt verlieren Autoneum (-0,5 Prozent) trotz einer deutlichen Kurszielerhöhung und der Bestätigung des Ratings "Buy" durch Kepler Cheuvreux. Ascom meldet den Einstieg eines neuen Aktionärs und einen Auftrag in den USA. Lindt&Sprüngli PS knüpfen mit einem etwas auffälligeren Minus von 0,8 Prozent an die schwache Performance des Vortages (-3,3 Prozent) im Anschluss an enttäuschende Umsatzdaten an.

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08:55

Mittlerweile sind die Börsen in Asien geschlössen. Verluste bei Aktien aus dem Öl- und Bergbausektor haben die Börsen in Japan am Mittwoch belastet. Der Nikkei-Index verlor 0,4 Prozent auf 23'868 Punkte. Der MSCI-Index für Asien/Pazifik unter Ausschluss Japans gab 0,2 Prozent nach.

Getrübt wurde die Stimmung auch durch den schwächelnden Bitcoin, der an der Luxemburger Handelsplattform Bitstamp zeitweise um sieben Prozent auf 10.567 Dollar abrutschte. Die Digitalwährung stand weiter unter Druck wegen Befürchtungen, dass sie Ziel strengerer Regulierungsmaßnahmen werden könnte. Aktien von Remixpoint, die ihr Geschäft mit dem virtuellen Handel der Währung machen, verloren vier Prozent.

Am Ölmarkt gaben die Preise nach der Rally der letzten Woche zeitweise leicht nach. Werte aus dem Öl - und Bergbausektor verloren an der japanischen Börse 2,8 und 1,3 Prozent. 

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut Daten der Bank Julius Bär vorbörslich mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 9477 Punkten gehandelt. Geprägt wird der Handel von Kursgewinnen bei ABB (+0,3 Prozent), Nestlé (+0,9 Prozent) und Novartis (+0,3 Prozent). Nestlé verkauft das US-Süsswarengeschäft an Ferrero. Eine Zelltherapie von Novartis steht vor Zulassung. Am breiten Markt fallen die Titel von Autoneum (+0,8 Prozent) und Kudelski (-1,7 Prozent) auf. 

 

Der Dow Jones hatte am Dienstag zwar erstmals die Marke von 26'000 Punkten überschritten, im Verlauf seine Gewinne aber wieder eingebüsst. Im Laufe des Tages dürften die Bilanzen von Goldman Sachs und Bank of America im Rampenlicht stehen. Unter den Konjunkturdaten werden die Anleger die endgültigen Daten zu den Verbraucherpreisen in der Euro-Zone im Dezember auf Hinweise zur künftigen Geldpolitik der EZB abklopfen. Ebenfalls im Fokus stehen die Daten zur US-Industrieproduktion am Nachmittag.  

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07:49

Der Euro ist am Mittwoch auf ein neues Dreijahreshoch gestiegen, hat das Niveau aber nicht halten können. In der Nacht auf Mittwoch kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,2323 US-Dollar und damit so viel wie seit Ende 2014 nicht mehr. Bis zum Morgen fiel der Kurs aber wieder auf 1,2245 Dollar zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,2230 Dollar festgesetzt.

Auch der Franken hat nach einem zwischenzeitlichen deutlichen Anstieg auf unter 0,96 wieder an Terrain zum US-Dollar verloren: aktuell notiert das Währungspaar bei 0,9626. EUR/CHF ist am Dienstag im Laufe des Tages unter die Marke von 1,18 zurückgefallen und notiert aktuell mit 1,1787 weiterhin leicht darunter. Am Devisenmarkt war die Rede von einer zuletzt erhöhten und eher ungewöhnlichen Volatilität des Euro-Dollar-Kurses.

Stetige Aufwertung: Der Euro-Franken-Kurs in den letzten zwölf Monaten (Quelle: cash.ch)

Zur Wochenmitte könnten einige Wirtschaftsdaten für zusätzliche Bewegung sorgen. Im Euroraum stehen Inflationszahlen an, aus den USA werden Produktionsdaten aus der Industrie und Zahlen vom Immobilienmarkt erwartet. Am Abend veröffentlicht die US-Notenbank ihren Konjunkturbericht, auch "Beige Book" genannt.

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07:30

Die Ölpreise verlieren am Mittwochmorgen weiter an Wert. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostet derzeit 69,10 (-0,3 Prozent, während die US-Sorte WTI bei 63,69 Dollar (-0,3 Prozent) notiert). Dennoch blickt Rohöl auf einen starken Anstieg in den letzten Monaten zurück.

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06:45

Der Standardwerte-Index Nikkei fiel bis zum Mittag in Tokio um 0,3 Prozent auf 23'881 Punkte, nachdem er am Vortag noch auf den höchsten Stand seit 26 Jahren geklettert war. Auf dem Verkaufszettel standen unter anderem Aktien aus dem Öl- und Bergbausektor. Der MSCI-Index für Asien/Pazifik unter Ausschluss Japans verlor 0,3 Prozent.

Die Digitalwährung Bitcoin stand weiter unter Druck wegen Befürchtungen, dass sie Ziel strengerer Regulierungsmassnahmen werden könnte. Sie fiel auf bis zu 10'162 Dollar. Bis Mittag erholte sie sich aber wieder etwas auf etwa 11'000 Dollar. Auch andere Internetwährungen wie Ethereum, Ripple oder Litecoin verlieren teils massiv an Wert.

 

Der Euro stieg in Fernost zwischenzeitlich auf bis zu 1,2323 Dollar. Das war der höchste Stand seit Dezember 2014. Er profitierte Händlern zufolge unter anderem von nachlassenden Sorgen, dass die Bemühungen in Deutschland um eine Wiederauflage der grossen Koalition scheitern könnten. Gegen Mittag notierte die Gemeinschaftswährung bei 1,2278 Dollar.

Der Dollar gab auch zur japanischen Währung leicht nach. Er kostete 110,41 Yen. Der Schweizer Franken wurde im Vergleich zum Dollar mit 0,9588 und zum Euro mit 1,1786 bewertet.

(cash/Reuters/AWP)