+++Börsen-Ticker+++ - Konjunkturdaten helfen US-Börsen - Korea-Sorgen bleiben

Starke US-Konjunkturdaten haben die Wall Street am Mittwoch angetrieben. Die weltgrösste Volkswirtschaft wuchs im zweiten Quartal überraschend stark um drei Prozent.
30.08.2017 22:50
Goldman Sachs New World Headquarters, New York. Die Bankaktien waren am Mittwoch gefragt.
Goldman Sachs New World Headquarters, New York. Die Bankaktien waren am Mittwoch gefragt.
Bild: iNg

22:45

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 0,1 Prozent auf 21.890 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,5 Prozent auf 2457 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte um 1,1 Prozent auf 6368 Stellen. In Frankfurt schloss der Dax 0,5 Prozent fester mit 12.002 Punkten.

Börsianern zufolge erhöhen die guten Wirtschaftsdaten vom Mittwoch Daten die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinsanhebung durch die US-Notenbank noch in diesem Jahr. Dies gab den Aktienkursen von Banken Auftrieb, denn diese würden von höheren Zinsen profitieren. Die Titel von Goldman Sachs etwa legten zu.

Mit Spannung hatten Anleger am Mittwoch zudem eine Rede Trumps zu seinen Steuerreform-Plänen verfolgt. Allerdings bekräftigte Trump dort lediglich sein Ziel einer Senkung der Unternehmens-Steuern auf 15 Prozent. Einen neuen Plan legte er nicht vor.

Den ausführlichen Schlussbericht aus New York lesen Sie hier.

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17:30

Die Schweizer Börse ist am Mittwoch auf Erholungskurs gegangen und hat mehrheitlich fester tendiert. Der SMI stieg um 0,4 Prozent auf 8851 Punkte. Am Dienstag war der Leitindex um 0,6 Prozent gesunken. Positiv bewerteten Marktteilnehmer, dass der SMI wieder in die seit Monaten gültige, von 8800 bis 9200 Zähler reichende Handelsspanne zurückgekehrt sei.

Starke Impulse lieferten die US-Konjunkturzahlen: Die weltgrösste Volkswirtschaft wuchs im zweiten Quartal überraschend stark um drei Prozent. Zudem schuf die US-Privatwirtschaft im August 237.000 neue Stellen - rund ein Viertel mehr als erwartet. Am Freitag wird die amtliche Jobstatistik veröffentlicht. Diese gebe Hinweise auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen.

Gefragt waren die Baloise-Aktien. Die Titel des Versicherers wurden nach einem vorübergehenden Anstieg bis auf 159,60 Franken - den höchsten Stand seit 16 Jahren - noch um 1,3 Prozent höher mit 151,60 Franken gehandelt.

Ein Anstieg der Anleihenrenditen ermutigte die Anleger zu Käufen der jüngst unter die Räder gekommenen Bankaktien: Die Titel der Credit Suisse und die der UBS rückten um 0,6 und 0,8 Prozent vor.

Am breiten Markt stachen die Goldbach-Anteile mit einem Kurssprung um 6,5 Prozent hervor. Die Werbefirma hat den Halbjahresgewinn um 24 Prozent auf 4,6 Millionen Franken gesteigert und für das gesamte Jahr mehr Nettoergebnis als bislang in Aussicht gestellt - zehn bis zwölf Millionen Franken.

Den ausführlichen Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:45

Eine neue Runde im verbalen Schlagabtausch zwischen Donald Trump und Nordkorea überlagert an der Wall Street erfreuliche US-Konjunkturdaten.  Die Aktienindizes Dow Jones und S&P 500 notierten zur Eröffnung am Mittwoch jeweils knapp im Minus. Der Nasdaq hielt sich knapp über seinem Schlusskurs vom Dienstag.

Börsianer hatten zunächst auf eine diplomatischere Reaktion der USA auf den nordkoreanischen Raketentest vom Dienstag gehofft. Präsident Trump verkündete allerdings über den Kurznachrichtendienst Twitter: "Die USA reden seit 25 Jahren mit Nordkorea und zahlen ausserordentliche Beträge. Gespräche sind nicht die Antwort!"

Ein Ausverkauf an den Aktienmärkten sei bislang aber nicht zu befürchten, sagte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Brokerhauses First Standard Financial.

Die weltgrösste Volkswirtschaft wuchs im zweiten Quartal überraschend stark um drei Prozent. Zudem schuf die US-Privatwirtschaft im August 237'000 neue Stellen - rund ein Viertel mehr als erwartet.

Im Fokus liegen Bank of America: Die Aktien legten 0,7 Prozent zu. Star-Investor Warren Buffett ist mit seiner Beteiligungsfirma Berkshire Hathaway zum grössten Eigner des Geldhauses aufgestiegen.

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13:45

Die Ölpreise sind am Mittwoch gesunken. Damit setzten sich die tendenziellen Verluste am Ölmarkt seit Wochenbeginn fort.  Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete gegen Mittag 51,62 US-Dollar. Das waren 38 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 20 Cent auf 46,24 Dollar.

"Der zum Tropensturm abgestufte Hurrikan Harvey hält den Ölmarkt weiter in Atem", hiess es in einer Analyse von Rohstoffexperten der Commerzbank. Seit Montag belasten die Auswirkungen durch den Wirbelsturm die Ölpreise. Teile der Ölindustrie an der Südküste der USA sind durch Überschwemmungen ausgefallen. Analysten gehen davon aus, dass derzeit etwa 22 Prozent der Kapazität der Raffinerien in den USA nicht zur Verfügung stehe.

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12:18

Die Schweizer Börse ist am Mittwoch auf einen zaghaften Erholungskurs eingeschwenkt. Händler zeigten sich zum Teil enttäuscht, dass die Kurse nach den guten Vorgaben aus den USA und aus Asien nicht stärker anzogen. Der SMI stieg um 0,2 Prozent auf 8835 Punkte. Am Dienstag war der Leitindex um 0,6 Prozent gesunken. Positiv bewerteten Marktteilnehmer, dass der SMI wieder in die seit einiger Zeit gültige, von 8800 bis 9200 Zähler reichende Handelsspanne zurückgekehrt sei.

Zur besseren Stimmung trug auch bei, dass die Nordkorea-Krise nicht weiter eskalierte. Der Konflikt schwele aber weiter, warnten Händler.

Frische Impulse erhoffen Händler am Nachmittag vom Beschäftigungsbericht der privaten US-Arbeitsagentur ADP. Sie werden einen Vorgeschmack auf die amtliche Jobstatistik liefern, die am Freitag auf dem Programm steht und Hinweise auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen geben soll.

Gefragt waren die Baloise-Aktien. Die Titel des Versicherers wurden nach einem vorübergehenden Anstieg bis auf 159,60 Franken - den höchsten Stand seit 16 Jahren - noch um 1,5 Prozent höher mit 151,90 Franken gehandelt. Andere Versicherer gaben anfängliche Kursgewinne weitgehend wieder preis.

Ein Anstieg der Anleihenrenditen ermutigte die Anleger zu Käufen der jüngst unter die Räder gekommenen Bankaktien: Die Titel der Credit Suisse legten 0,4 Prozent zu und die der UBS 0,5 Prozent.

Die Anteile der als krisensicher geltenden Pharmakonzerne Novartis und Roche zogen 0,1 und 0,3 Prozent an. Mit Nestle gewann auch das dritte Index-Schwergewicht leicht an Wert.

Den ausführlichen Mittagsbörsenbericht lesen Sie hier.

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10:36

Mit den abebbenden Sorgen um den Nordkorea-Konflikt haben die Anleger am Mittwoch sich wieder mit Dollar eingedeckt. Die US-Währung machte zum Euro und zum Yen Boden gut. Die Gemeinschaftswährung rutschte auf 1,1940 Dollar und lag damit mehr als einen US-Cent unter dem am Dienstag erreichten Zweieinhalb-Jahres-Hoch von 1,2069 Dollar. Zum Yen stieg der Greenback auf 110,09 Yen von 109,02 Yen am Dienstagabend in New York. Auch der Dollar-Index holte 0,3 Prozent auf. Viele Anleger fuhren ihre Euro-Positionen auch vor einer Reihe von Konjunkturdaten zurück. Wirklich wohl scheine dem Markt angesichts der hohen Euro-Notierungen nicht zu sein, sagte Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. Und: Viele Investoren seien erleichtert, dass US-Präsident Donald Trump auf den Raketenabschuss Nordkoreas über Japan am Dienstag weniger aggressiv und etwas diplomatischer als zuletzt reagiert habe, sagte ein Händler.

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09:20

Der Schweizer Aktienmarkt kann sich zum Handelsstart am Mittwoch von den Verlusten der Vortage erholen. Der Swiss Market Index steigt am Mittwoch im frühen Handel um 0,6 Prozent. Die beste Aktie ist dabei Adecco mit einem Plus von  1,3 Prozent. Positiver Ausreisser sind Bâloise (+5 Prozent). Denn mit den am Morgen vorgelegten Kennzahlen hat der Versicherer die Erwartungen der Analysten übertroffen. 

Die Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche (alle etwa +0,5 Prozent) tendieren allesamt im Rahmen des Gesamtmarkts. Swiss Re (+0,9 Prozent) und Zurich (+0,7 Prozent) notieren ebenfalls höher, nachdem sie am Vortag noch wegen der allgemein schlechten Börsenstimmung, aber auch wegen des in den USA wütenden Sturms "Harvey" belastet waren. Auch die Grossbankentitel Credit Suisse (+1,1 Prozent) und UBS (+0,6 Prozent) stehen wieder besser da

Am breiten Markt zeigen sich GAM (+1,4 Prozent) etwas fester als die breite Masse. Die UBS erhöhte für die Aktie des Asset Managers das Kursziel, belässt die Einstufung allerdings auf "Neutral". Die Aktie des Werbevermarkters Goldbach legt wegen der Halbjahreszahlen 3 Prozent zu.

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08:25

Mittlerweile ist der Aktienhandel in Asien beendet. Die dortigen Börsen haben sich von dem Schrecken eines neuen nordkoreanischen Raketentestes über Japan erholt. Vor allem in Tokio zogen die Kurse wieder an. Der Nikkei-Index schloss mit 19'506 Zählern 0,8 Prozent höher. Am Dienstag war er wegen des jüngsten Raketentests von Nordkorea zeitweise auf den niedrigsten Stand seit fast vier Monaten gefallen. Der breiter gefasste Topix legte 0,6 Prozent zu. Gefragt waren unter anderem Exportwerte, nachdem der Yen wieder nachgab. Isuzu Motors und Panasonic Corp stiegen um je knapp ein Prozent. An den chinesischen Festlands-Börsen kamen die Kurse kaum vom Fleck. Der Bluechip-Index und der Shanhai-Composite notierten kaum verändert.

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08:10

Banken und Broker sagten für die Eröffnung ein Plus von etwa 0,4 Prozent im Swiss Market Index voraus. Allerdings schwele der Konflikt weiter, warnten Händler. Nordkorea kündigte weitere Maßnahmen gegen die USA an, während der UN-Sicherheitsrat den Test vom Montag als ungeheuerliche Gefahr bezeichne. Aktien mit den deutlichsten Avancen im SMI sind ABB und UBS mit je plus 0,32 Prozent. Bei den Mid-Caps steigen Baloise nach der Vorlage der Halbjahreszahlen 2,2 Prozent. 

Daneben halten eine Reihe von Konjunkturdaten die Anleger auf Trab. In den USA warten Börsianer gespannt auf den Beschäftigungsbericht der privaten Arbeitsagentur ADP. Sie geben einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag, von denen sich Investoren Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen versprechen. Zudem steht die zweite Schätzung zum US-Wachstum im zweiten Quartal an.

An der Wall Street drehten am Dienstag nach Handelsschluss in Europa die großen Indizes leicht ins Plus: Der Dow Jones und der Nasdaq schlossen je 0,3 Prozent höher, der S&P500 legte 0,1 Prozent zu.

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07:30

Die Ölpreise sind am Mittwoch weiter gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Morgen 51,79 US-Dollar. Das waren 0,4 Prozent weniger als am Vortag. Seit Beginn der Woche belasten die Auswirkungen durch den tropischen Wirbelsturm "Harvey" die Ölpreise. Teile der Ölindustrie an der Südküste der USA sind durch Überschwemmungen ausgefallen. Analysten gehen davon aus, dass derzeit etwa 22 Prozent der Kapazität der Raffinerien in den USA nicht zur Verfügung stehe. Dies habe starke Auswirkungen auf die Nachfrage nach Rohöl.

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07:15

Der sichere "sichere Hafen" Gold bleibt nach Nordkoreas Raketenversuch vom Dienstag gefragt. Die Feinunze kostete am Mittwochmorgen im zuletzt 0,2 Prozent mehr bei 1312 US-Dollar. Das bleibt das höchste Niveau seit fast einem Jahr. Einige Banken sehen Gold noch weiter steigen: 

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06:33

Der Nikkei-Index mit den Standardwerten gewann 0,55 Prozent auf 19'468 Punkte. Am Dienstag war er wegen des jüngsten Raketentests Nordkoreas zeitweise auf den niedrigsten Stand seit fast vier Monaten gefallen. "Sofern es keinen Militärschlag von Nordkorea oder den USA gibt, wird sich der Markt wahrscheinlich sehr schnell wieder berappeln", sagte Toru Ibayashi von der UBS-Vermögensverwaltung in Tokio.

Der breiter gefasste Topix legte um 0,4 Prozent auf 1604 Zähler zu. Gefragt waren unter anderem Exportwerte, weil der Yen an Wert einbüßte und auch von den US-Aktienmärkten gute Vorgaben kamen.

(cash/Reuters/AWP)