+++Börsen-Ticker+++ - Konjunkturoptimisten dominieren die US-Börsen

An der Wall Street hat der Konjunkturoptimismus der Anleger am Dienstag für Kursgewinne gesorgt.
21.08.2018 22:30
Es geht weiter nordwärts: Händler an der Wall Street am Dienstag.
Es geht weiter nordwärts: Händler an der Wall Street am Dienstag.
Bild: Bloomberg

22:30

Das Börsenbarometer S&P 500 stieg auf ein Rekordhoch. "Wir haben eine Fortsetzung starker Firmenergebnisse und Anzeichen eines stärkeren Wirtschaftswachstums", sagt Anlagestrategin Kate Warne vom Finanzdienstleister Edward Jones. Ausserdem seien Investoren inzwischen optimistischer, dass sich die Probleme im internationalen Handel lösen liessen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst 0,3 Prozent höher auf 25'822 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöht sich um 0,2 Prozent auf 2862 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbessert sich um 0,5 Prozent auf 7859 Punkte.

Zu den Gewinnern an der Wall Street zählen Bankentitel. J.P. Morgan etwa klettern 0,6 Prozent, Bank of America 0,5 Prozent und Citigroup rund 1 Prozent.

Unter den Favoriten sind ferner Toll Brothers. Die Papiere des Anbieters von Luxus-Eigenheimen schiessen dank eines 30-prozentigen Gewinnsprungs um rund 14 Prozent in die Höhe.

Die Aktien von Coty rutschen dagegen um mehr als 7 Prozent ab. Wegen eines Streiks brasilianischer Lastwagenfahrer verpasste der Kosmetikkonzern beim Quartalsumsatz die Markterwartungen.

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17:40

Die Schweizer Börse hat am Dienstag angezogen. Händler sagen, der US-Präsident habe mit der Kritik an der Notenbank Spekulationen ausgelöst, dass die Währungshüter vom Kurs zur Straffung der Geldpolitik abrücken könnten. Der SMI steigt um 0,3 Prozent auf 9083 Punkte. Während der Handel mit Standardwerten vergleichsweise ruhig und unauffällig verlief, kam es am breiten Markt vereinzelt zu grösseren Kursausschlägen.

Die Anleger konzentrierten sich auf die Firmen, die Zwischenberichte vorlegten. So schiessen die Anteile von Komax 18 Prozent in die Höhe. Die Titel von Huber+Suhner klettern um 10,3 Prozent.

Dagegen enttäuschte Implenia mit einer gesenkten Prognose. Die Aktien des Baukonzerns fallen um 8,3 Prozent. Auch bei der VP Bank reagierten die Anleger ungnädig. Die Titel brechen um 13 Prozent ein.

Bei den meist festeren Standardwerten verlieren die Luxusgüterhersteller Swatch und Richemont 0,9 und 0,6 Prozent an Wert. 

Die Anteile der Grossbanken Credit Suisse und UBS rücken 0,7 und 0,8 Prozent vor. Auch Versicherungswerte waren gefragt. Die Aktien des Rückversicherers Swiss Re steigen um 0,4 Prozent. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Dienstag.)

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15:55

Spekulationen auf eine Annährung im Zollstreit zwischen den USA und China locken Anleger an die Wall Street. Der US-Standardwerte-Index Dow Jones steigt im frühen Handel um 0,3 Prozent auf 25'840 Punkte. Es herrsche weiterhin Optimismus, dass bei den geplanten Gesprächen Fortschritte erzielt werden, sagt Andre Bakhos, Geschäftsführer des Vermögensberaters New Vines. US-Präsident Donald Trump äusserte sich in einem Reuters-Interview allerdings zurückhaltend über die Erfolgsaussichten der Verhandlungen mit China.

Der breit gefasste Aktienindex S&P 500 gewinnt 0,2 Prozent und stellt den Rekord für die längste Hausse an der Wall Street ein. Seit dem 9. März 2009 ging es für den US-Aktienmarkt ohne grössere Rückschläge bergauf. Der S&P 500 hat seinen Kurs seither mehr als vervierfacht. Den bislang längsten Aufschwung verzeichnete die Wall Street zwischen Oktober 1990 und März 2000. Damals dauerte der sogenannte Bullenmarkt 3452 Tage.

Bei den Einzelwerten gehören Toll Brothers zu den Favoriten. Die Papiere des Anbieters von Luxus-Eigenheimen steigen dank eines 30-prozentigen Gewinnsprungs um gut 10 Prozent. Das ist der grösste Kurssprung seit sieben Jahren. Im Windschatten von Toll legen die Papiere der Konkurrenten Lennard und Pulte Group bis zu 3,3 Prozent zu.

Die Aktien von Coty rutschen dagegen um 5,4 Prozent ab. Wegen eines Streiks brasilianischer Lastwagenfahrer verpasste der zum Reich der deutschen Milliardärsfamilie Reimann gehörende Kosmetikkonzern beim Quartalsumsatz die Markterwartungen.

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15:35

Aus Furcht vor einer Beeinträchtigung iranischer Exporte durch die US-Sanktionen decken sich Anleger mit Rohöl ein. Die Sorte Brent verteuert sich um 0,9 Prozent auf 72,83 Dollar je Barrel. WTI legt sogar 2 Prozent auf 67,79 Dollar zu.

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12:15

Der Schweizer Aktienmarkt ist zwar mit Kursabgaben in die Sitzung vom Dienstag gestartet, hat die Verluste aber schnell wettgemacht und notiert am Mittag knapp im positiven Bereich. Händler sprechen von einem weiteren ruhigen Handelstag, wobei diverse Werte aus dem Small- und Midcaps-Sektor im Fokus stünden.

Der SMI notiert um die Mittagszeit 0,2 Prozent höher bei 9077 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI avanciert derweil um 0,2 Prozent auf 1478 und der breite SPI 0,2 Prozent auf 10'815 Punkte.

Dass der SMI im Plus notiert, hat vor allem auch mit den beiden Schwergewichten Novartis und Roche zu tun, die 0,3 und 0,4 Prozent höher gehandelt werden. Nestlé (+0,1%) als drittes Schwergewicht kann da nicht ganz mithalten.

Grösse Kursveränderungen - zum Teil sogar mit zweistelligen Prozentzahlen - gibt es derweil im Segment der kleinere und mittleren Werte. Diverse Gesellschaften haben ihre Halbjahreszahlen vorbörslich veröffentlicht und dabei entsprechend positiv oder negativ überrascht.

Stärkster Wert ist dabei Komax (+13,6%) mit Zahlen klar über den Erwartungen. Auch für die Aktien von Huber+Suhner (+10,3%) geht es nach starken Zahlen kräftig nach oben. Fast zweistellig avancieren nach Halbjahreszahlen auch Von Roll (+8,3%).

Negativ überrascht mit den Halbjahreszahlen hat dagegen der Baukonzern Implenia (-7,8%). Trotz des starken Umsatzwachstums hätten sich die operativen Verbesserungen nicht im erhofften Ausmass eingestellt, heisst es dazu. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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11:00

Die Schweizer Börse erobert am Dienstagmorgen nach anfänglichen Verlusten wieder positives Terrain. Der SMI steigt um 0,1 Prozent auf 9071 Zähler. Am Vortag war der Leitindex um 0,6 Prozent gestiegen.

Im Fokus der Anleger stehen die Aktien der Firmen, die ihre Ergebnisse vorgelegt haben. Dabei öffneten nur Firmen aus dem breiten Markt ihre Bücher. Die Anteile von Komax schiessen um 13,3 Prozent in die Höhe. Der Kabelmaschinenhersteller hat den Halbjahresgewinn dank des Wegfalls von ausserordentlichen Aufwendungen um 52 Prozent auf 28,3 Millionen Franken gesteigert. Das Ergebnis sei deutlich besser als erwartet, heisst es am Markt.

Die Anteile von Huber+Suhner klettern um 10,3 Prozent nach oben. Der Kabelhersteller hat im ersten Halbjahr den Gewinn um 32 Prozent auf 31,6 Millionen Franken gesteigert. Auch Huber+Suhner habe die Erwartungen klar geschlagen, sagen Händler.

Dagegen enttäuschte der Baukonzern Implenia den Markt mit einer gesenkten Prognose, die Aktie bricht um 8,4 Prozent ein. Auch bei den Anteilen der VP Bank reagieren die Anleger ungnädig. Der Titel gibt 6,9 Prozent nach. Der Gewinn ging auf 29,3 (Vorjahresperiode 31,5) Millionen Franken zurück. Das Netto-Neugeld belief sich auf 603 Millionen Franken. Dies sei enttäuschend, heisst es bei der ZKB.

Die Aktien der Industriegruppe Von Roll gewinnen 7,8 Prozent. Von Roll hat im ersten Halbjahr 2018 ein Betriebsergebnis von 8,8 (Vorjahr: 7,5) Millionen Franken erzielt. Der Gewinn stieg auf eine (0,4) Millionen Franken.

Bei den Standardwerten führen die Aktien des Uhrenherstellers Swatch die Verlierer mit Abschlägen von 0,6 Prozent an. Der Titel von Rivale Richemont sinkt um 0,1 Prozent.

Bei den Aktien zyklischer Firmen setzt sich ein positiver Trend durch. LafargeHolcim, ABB und Adecco ziehen bis zu einem halben Prozent an.

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09:15

Der Swiss Market Index fällt im frühen Handel um 0,17 Prozent auf 9044 Punkte. Die höher aus dem Handel gegangene Wallstreet und die Kursavancen der asiatischen Märkte sorgen zwar für freundliche Vorgaben. Denn die Marktteilnehmer geben sich derzeit der Hoffnung hin, dass sich die USA und China in den am Mittwoch stattfindenden Gesprächen im Handelsstreit einigen könnten, hiess es im Markt. Doch US-Präsident Donald Trump selbst hatte jedoch in einem Interview erklärt, er selbst erwarte wenig von den Gesprächen.

Impulse erhält der heimische Markt am Dienstag von zahlreichen Halbjahresabschlüssen von Unternehmen im breiten Markt. Dazu zählen der Baukonzern Implenia (-5 Prozent), der Pharmazulieferer Siegfried (+0,8 Prozent), die Industrieunternehmen Huber+Suhner (+10 Prozent) und Komax (+8 Prozent) oder auch Banken wie die Luzerner Kantonalbank (unverändert) und die VP Bank (-4,5 Prozent). 

Bei den Bluechips sinken die Aktien von Swatch (-1,1 Prozent) und Richemont (-0,6 Prozent) am deutlichsten. Im Juli stiegen die Uhrenexporte nominal um 6,6 Prozent auf 1,82 Milliarden Franken. Die Zürcher Kantonalbank hatte aber ein Plus von 6,2 Prozent erwartet. Leicht im Plus bei den SMI-Aktien sind bloss die Grossbanken UBS und Credit Suisse sowie Roche, Lonza und LafargeHolcim.

Im SLI leiden Aryzta (-1 Prozent) unter einer deutlichen Kurszielsenkung durch Goldman Sachs. Die vom Backwarenkonzern angekündigte Kapitalerhöhung helfe zwar beim Schuldenabbau, doch die Herausforderungen im operativen Geschäft blieben unverändert hoch.

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08:50

Asiens Börsen haben am Dienstag ihren Erholungskurs überwiegend fortgesetzt. Besonders deutliche Gewinne verzeichneten erneut vor allem die Festlandbörsen Chinas. Sie hatten bereits zu Wochenbeginn von staatlich gestützten Fonds profitiert, die Aktien kauften, um den Markt zu stabilisieren. Im Fokus an den Börsen stand nach wie vor der Handelskonflikt der USA mit China. Der US-Präsident habe allerdings Hoffnungen auf eine Einigung zunächst einmal wieder gebremst, hiess es etwa seitens der Helaba. Die Experten verwiesen dafür auf Aussagen von Donald Trump, dass bei Verhandlungen wohl nicht viel herauskommen dürfte.

An den Märkten allgemein wird aber dennoch fest damit gerechnet, dass es vor den Zwischenwahlen im November in den USA zu einer Einigung kommen werde, denn dann müsse Trump Erfolge vorweisen.

An den chinesischen Festlandbörsen gewann der CSI-300-Index zuletzt 1,84 Prozent auf 3327,51 Punkte und verringerte damit seine etwas mehr als fünfprozentigen Verluste aus der Vorwoche weiter spürbar. In Hongkong, wo ebenfalls noch gehandelt wurde, kletterte der Hang-Seng-Index zuletzt um 0,50 Prozent auf 27 735,81 Punkte und stieg damit den dritten Tag in Folge. Diesmal stützten die Kursgewinne des Schwergewichts AIA Group. Die Papiere der grössten börsennotierten panasiatischen Lebensversicherungsgruppe rückten zuletzt um 1,6 Prozent vor.

Der japanische Nikkei 225 beendete den Handel am Dienstag kaum verändert mit plus 0,09 Prozent auf 22 219,73 Punkte. Der breite Topix verlor 0,40 Prozent.

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08:10

Der Swiss Market Index wird vorbörslich 0,06 Prozent tiefer geschätzt.  Der SMI Future notierte mit 9030 Punkten um 0,3 Prozent schwächer. Am Vortag war der Leitindex um 0,6 Prozent gestiegen.

Händler sagten, Präsident Donald Trump habe die Hoffnung auf eine Entspannung des Handelsstreits der USA mit China, die die Märkte zu Wochenbeginn angeschoben hatte, gedämpft. In einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters signalisierte er, in dem Streit um höhere Zölle einen langen Atem zu haben. Bei den Verhandlungen diese Woche in Washington zwischen einer chinesischen und einer amerikanischen Delegation werde wohl nicht viel herauskommen.

Die Aktie von Sika legt mit 0,43 Prozent am deutlichsten zu. Vorbörslich wurden auch die Aktien der Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch etwas höher indiziert. Im Juli stiegen die Uhrenexporte nominal um 6,6 Prozent auf 1,82 Milliarden Franken. Die Zürcher Kantonalbank hatte ein Plus von 6,2 Prozent erwartet.

Bei den Mid Caps sticht Komax mit einem Sprung von +5,6 Prozent am deutlichsten hervor. Der Kabelmaschinenhersteller hat den Halbjahresgewinn dank des Wegfalls von ausserordentlichen Aufwendungen um 52 Prozent auf 28,3 Millionen Franken gesteigert. Für das zweite Halbjahr rechnet die Kabelmaschinen-Firma mit einem Ergebnis im Rahmen der ersten sechs Monate. Das Ergebnis sei deutlich besser als erwartet, hiess es am Markt.

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07:55

Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gestiegen. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 72,31 Dollar. Das waren zehn Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September stieg um 26 Cent auf 66,69 Dollar.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern warten die Anleger am Ölmarkt auf ein Treffen von Vertretern der USA und von China und hoffen auf Fortschritte zur Beilegung des Handelsstreits der beiden grössten Volkswirtschaften der Welt. Nach einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Wall Street Journal" sind die Gespräche für Mittwoch und Donnerstag geplant. Zuletzt hatte die Sorge vor einer weiteren Eskalation des Streits die Ölpreise mehrfach belastet.

Gebremst werden die Ölpreise durch jüngste Pläne der US-Regierung, die das Anzapfen der strategischen Ölreserve der Vereinigten Staaten vorsehen. Mit der Massnahme sollen Angebotsausfälle in Folge von US-Sanktionen gegen das wichtige Förderland Iran ausgeglichen werden. Wie aus einer Mitteilung des US-Energieministeriums hervorgeht, sehen die Planungen vor, 11 Millionen Barrel aus der Reserve in den Monaten Oktober und November freizugegeben.

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06:30

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert 0,33 Prozent höher bei 22'272 Punkten. Zuvor lag der Nikkei leicht in Minus.

Grund dafür: Der Dollar fiel um 0,18 Prozent auf 109,87 Yen. Damit wurde die psychologisch wichtige Marke von 110 Yen erstmals seit Ende Juni wieder unterschritten.

Die Kritik von US-Präsident Donald Trump an den Zinserhöhungen der amerikanischen Notenbank Fed schwächte den Dollar. Trump dämpfte auch die Hoffnungen auf eine Entspannung im Handelsstreit mit China.

Der Dow Jones schloss am Abend zuvor 0,4 Prozent höher auf 25'758 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,2 Prozent auf 2857 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,1 Prozent auf 7821 Punkte.

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06:25

Ein Euro wurde in Fernost mit 1,1518 Dollar gehandelt, deutlich im Plus gegenüber dem späten New Yorker Handel am Montag. Der Euro handel kaum verändert bei 1,1397 Franken. Der Dollar handelt bei 98,80 Rappen.

(cash/AWP/Reuters)