+++Börsen-Ticker+++ - Nasdaq 100 auf Rekordhoch

Die Wall Street hat sich am Donnerstag sichtlich vom Kursrutsch des Vortags erholt. An der Technologiebörse Nasdaq reichte es sogar für Rekordstände.
12.07.2018 22:35
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Bild: Bloomberg

22:30

Zum Schluss stand der US-Leitindex Dow Jones Industrial 0,91 Prozent im Plus bei 24 924,89 Punkten, womit er seinen Vortagsverlust wettmachte. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,87 Prozent auf 2798,29 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 schaffte es bei 7368,72 Punkten auf eine Bestmarke und rückte letztlich um 1,69 Prozent auf 7366,25 Punkte vor. Ihm halfen eine Milliarden-Übernahme sowie Rekordstände der beiden Schwergewichte Amazon und Microsoft .

Die Aktien des Softwarekonzerns CA Technologies schossen dank einer Kaufofferte um 18,65 Prozent auf 44,15 US-Dollar hoch und waren damit so teuer wie zuletzt zur Jahrtausendwende. Beim Interessenten handelt es sich um den Chip-Riesen Broadcom - er einigte sich nach dem gescheiterten Kauf des Rivalen Qualcomm mit CA auf einen Übernahmepreis von 44,50 Dollar pro Aktie in bar, wie beide Unternehmen mitteilten. Damit würde Broadcom insgesamt 18,9 Milliarden Dollar zahlen. Die Broadcom-Titel sackten um 13,76 Prozent auf 209,98 Dollar ab, was den tiefsten Stand seit Februar 2017 bedeutete.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag zu einer Aufholjagd angesetzt. Nach der Talfahrt vom Vortag griffen einige Anleger wieder zu Beteiligungspapieren, sagte ein Marktbeobachter.  Der Leitindex SMI legte 1,6 Prozent zu auf 8819 Punkte. Grund dafür waren hauptsächlich Kursgewinne bei den Indexschwergewichten aus dem Pharmasektor. Denn allzu weit aus dem Fenster lehnen wollten sich die Anleger nicht - angesichts des weiterhin heftigen Schlagabtausches zwischen den USA und China im Handelsstreit. Am Mittwoch war der Leitindex um ein Prozent gefallen.

"Viele haben Angst, dass der Handelskonflikt eskalieren könnte und die Weltwirtschaft in Mitleidenschaft gezogen wird. Aber es ist alles vage und man hofft auf Verhandlungslösungen", sagte ein Börsenstratege. Die EU-Kommission hat wegen des Handelsstreits ihre Wachstumsprognose gesenkt.

Grösster Gewinner unter den Schweizer Standardwerten waren die Titel von Roche mit einem Plus von 3,2 Prozent. Der Pharmakonzern hat bei der US-Arzneimittelbehörde FDA die Zulassung des Medikaments Venclexta für bislang unbehandelten Patienten mit akuter myeloischer Leukämie, die nicht für eine Chemotherapie infrage kommen, beantragt. Die Novartis-Titel legten 4,1 Prozent zu. Das dritte Schwergewicht Nestle war 0,4 Prozent im Plus.

Auf den Verkaufszetteln standen im SMI einzig die Titel von Julius Bär mit einem Minus von 1,8 Prozent. Alle anderen Finanzwerte wie die Grossbanken UBS und Credit Suisse sowie die Versicherungen holten ihre frühen Einbussen bis zum Mittag wieder auf und legten bis Börsenschluss zu.

In den kommenden Tagen dürften die Anleger ihr Augenmerk neben Äusserungen der Politiker vor allem auf die Halbjahreszahlen der Unternehmen richten. "Es hilft, dass die Unternehmen gute Gewinne machen und die Aussichten gut sind", sagte ein Händler. Das gebe den Aktienmärkten trotz der angespannten politischen Lage weiterhin Auftrieb. In der Schweiz nimmt die Berichtssaison in der kommenden Woche mit ABB, dem Duft- und Aromenherstellers Givaudan, Novartis und der Prüffirma SGS Fahrt auf.

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16:29

Knapp eine Stunde nach Handelsbeginn legte der US-Leitindex Dow Jones Industrial um 0,64 Prozent auf 24 858,09 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,49 Prozent auf 2787,74 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 schaffte es bei 7315 Punkten sogar auf eine Bestmarke und rückte zuletzt noch um 0,95 Prozent auf 7312,86 Punkte vor. Ihm halfen eine Übernahme sowie Rekordstände der beiden Schwergewichte Amazon und Microsoft.

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15:45

Auch an der Wall Street haben die Anleger am Donnerstag wieder Land gesehen. Die Kurse legen zu. Der Dow-Jones-Index legte 0,8 Prozent auf 24'900 Punkte zu. Der S&P 500 und der Nasdaq-Composite gewannen jeweils etwa ein halbes Prozent. Vor allem die Aussicht auf gute Firmenbilanzen mache vielen Anlegern Mut, sagte ein Händler. Man setze darauf, dass die jüngsten Steuersenkungen die Gewinne der Unternehmen sprudeln ließen. Allerdings werde man auch mit Argusaugen die Ausblicke prüfen, um zu sehen, ob der Handelskonflikt Spuren hinterlassen habe.

Beim chinesisch-amerikanischen Zollstreit setzt der Markt auf eine Entspannung. "Es gibt noch die Hoffnung, dass sich am Ende der gesunde Menschenverstand durchsetzen wird und ein ausgewachsener Handelskrieg vermieden wird", sagte Analyst Craig Erlam vom Onlinebroker Oanda.

Der Anstieg der US-Konsumentenpreise stützte Spekulationen auf weiter steigende US-Zinsen. Mit einer Jahresrate von 2,9 Prozent ist die Inflation in den USA wieder so hoch wie zuletzt im Februar 2012.

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15:07

Die Titel von Novartis und Roche ziehen am frühen Donnerstagnachmittag kräftig an.  Ein Händler verwies darauf, dass der SMI in den vergangenen Tagen einen Boden gefunden hätte und insbesondere die Exportwerte von den Bewegungen von US-Dollar und Euro gegenüber dem Franken gestützt würden. Das Bekenntnis von Präsident Donald Trump am Nato-Gipfel zum Bündnis sei zudem mit Erleichterung aufgenommen worden und habe den Markt insgesamt angeschoben.

Hierzuland ziehen die Aktien von Novartis um 14.40 Uhr um 2,9 Prozent auf 78,08 Franken an und die Roche-Genussscheine um 2,1 Prozezent auf 228,05 Franken. Sie sind damit die stärksten Titel im SMI/SLI. Auch Vifor Pharma liegt mit +2,1 Prozent auf 179,80 Franken klar im Plus.

Charttechnisch hätten sowohl Novartis als auch Roche noch vor drei Wochen angeschlagen ausgesehen. Seitdem habe sich das Bild jedoch deutlich aufgehellt, hiess es.

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12:37

Während der Aussagen von US-Präsident Donald Trump, in der er sich zur Nato bekennt und Deutschland Respekt zollt, weitet der Dax seine Gewinne aus. Er notiert mit 12.493 Punkten 0,6 Prozent höher. Händler hatten in den vergangenen Tagen erklärt, dass die Unsicherheit vor dem Nato-Gipfel Anleger verunsichere.

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12:00

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt am Donnerstagvormittag eine leichte Erholung nach den deutlichen Kursverlusten des Vortags.Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 12 Uhr um 0,5 Prozent im Plus auf 8'730 Punkten.

Gestützt werden die Indizes weiterhin vor allem von klaren Avancen der schwergewichtigen Roche (+1,9%), die von einer Kaufempfehlung durch das Berenberg-Aktienresearch profitieren.

Auch die Titel des Roche-Konkurrenten Novartis (+1,3%) legen deutlich zu. Erneut gesucht sind zudem die seit längerem steigenden Titel des Pharmaunternehmens Vifor (+1,7%), die im Verlauf des Vormittags erneut neue Höchststände markiert haben.

Bei den zyklischen Werten geben ABB (-0,8%) deutlich nach. Bei den Grossbanken geben CS (-0,5%) leicht nach während UBS etwa auf dem Vortagesschluss notieren. Deutlichere Abgaben setzt es für die Titel der Privatbank Julius Bär (-2,5%) und für die Aktien des Asset Managers Partners Group (-2,1%), der am Morgen Halbjahreszahlen vorgelegt hat.

Auch am breiten Markt stehen die Finanzwerte unter Druck. So sind die Aktien der Bank Vontobel mit einem Minus von 6 Prozent schwächste Werte im SPI.

Mehr zum SMI am Mittag lesen Sie hier.

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10:17

Die Ölpreise machen wieder etwas Boden gut. Brent verteuerte sich um bis zu 2,1 Prozent auf 74,96 Dollar je Fass, US-Leichtöl WTI gewann 0,9 Prozent auf 71,01 Dollar. Der Brent-Preis hatte am Mittwoch knapp sieben Prozent nachgegeben - der größte Tagesverlust seit zwei Jahren.

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10:10

Trotz einer weiteren Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China hat der Schweizer Aktienmarkt am Donnerstag einen leichten Erholungsversuch gestartet. Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt um 10.10 Uhr 0,2 Prozent auf knapp 8700 Punkte.

Roche ziehen dank einer Hochstufung durch Berenberg um 1,1 Prozent an, zudem hat der Pharmakonzern eine ergänzende US-Zulassung für sein Leukämie-Mittel Venclaxta eingereicht. Die beiden anderen Schwergewichte Novartis (+0,5%) und Nestlé (+0,1%) legen etwas moderater zu.

Dagegen verlieren die zyklischen ABB 0,9 Prozent. LafargeHolcim liegen ebenfalls mit 0,9 Prozent im Minus. Goldman Sachs sieht anhaltenden Gegenwind aus den Schwellenländern für den Zementkonzern.

Im Blick stehen einige Unternehmen mit Halbjahresergebnissen. So verlieren Partners Group am SLI-Ende 3,2 Prozent.

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10:04

Zinsspekulationen haben die türkische Lira am Donnerstag auf ein frisches Rekordtief gedrückt. Der Dollar lag am Vormittag 0,6 Prozent höher bei 4,8350 Lira, nachdem er zuvor bis auf 4,9767 Lira geklettert war.

Auslöser waren Händlern zufolge Aussagen zur Zinsentwicklung von Präsident Recep Tayyip Erdogan, der sich Anfang der Woche per Dekret eine stärkere Kontrolle über die Zentralbank verschafft hatte. "Wir haben viele Instrumente. Ich denke, wir werden die Zinsen in nächster Zeit fallen sehen", zitierte ihn die Zeitung "Hürriyet". "Ich bin mir sicher, nicht nur unsere staatlichen Banken, sondern auch unsere privaten Banken werden Verantwortung übernehmen, falls notwendig." Der Regent sieht sich als "Gegner von Zinsen" und dringt seit längerem auf niedrigere Leitzinsen.

Investoren treiben die Sorgen vor einer politischen Einflussnahme auf die Zentralbank seit Monaten um. Seit Jahresbeginn hat die Lira rund 22 Prozent abgewertet. Die Zentralbank versuchte zuletzt der hohen Inflation und dem Kurssturz der Landeswährung mit Zinserhöhungen gegenzusteuern.

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09:14

Der Swiss Market Index (SMI) legt unmittelbar nach Börseneröffnung um 0,2 Prozent auf 8698 Punkte zu. Am Vortag wurde der Leitindex noch auf Talfahrt geschickt. Händler zeigen sich zunehmend besorgt. "Wir rücken immer näher an einen echten Handelskrieg heran", heisst es von CMC Markets.

Sollten sich die jüngsten Drohungen bewahrheiten, könne dies das chinesische Wachstum deutlich schwächen. Die Börsen in Asien ignorierten dies aber und zeigten sich im Plus. Marktteilnehmer hoffen nun, dass sich der Fokus am Nachmittag wieder verstärkt auf Konjunkturdaten verschiebt. Zudem kommt die Berichtssaison langsam in Fahrt.

Roche stechen dank einer Hochstufung durch Berenberg auf "Buy" von "Hold" etwas heraus und liegen mit 0,6 Prozent im Plus. Auch Lonza kann 0,6 Prozent zulegen.

Einige Unternehmen rücken mit ihren Halbjahreszahlen in den Fokus. So legte der Asset Manager Partners Group einen Zwischenbericht vor. Während die Kundennachfrage die Markterwartungen verfehlte, überzeugten die verwalteten Vermögen. Die Aktie verliert 2,1 Prozent.

DKSH schraubte seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr zurück. Zudem schrammte das Unternehmen beim organischen Wachstum deutlich an den Konsensschätzungen vorbei, der EBIT fiel allerdings höher als erwartet aus. Die Aktie gibt 0,1 Prozent nach.

Hingegen überzeugte Bossard (noch kein Kurs) mit einem neuen Umsatz- und Gewinnrekord. Insbesondere das Europageschäft lief rund, aber auch Amerika und Asien zeigten eine positive Entwicklung.

LLB (-1,6 Prozent) überraschte mit Eckdaten zum ersten Semester. Die Bank erwartet einen rund 24 Prozent tieferen Gewinn als im Vorjahr. Derweil wurden Valiant von einer zurückhaltenden Studie der Credit Suisse gebremst und büssen 1,2 Prozent ein. Vontobel wurden laut Händlern von der Citigroup abgestuft und verlieren 4,3 Prozent.

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08:40

Anleger an den asiatischen Börsen haben sich am Donnerstag wieder zurückgetraut. "Der Markt hat die jüngsten Entwicklungen im Handelsstreit verdaut und startet nun einen Erholungsversuch", sagte Stratege Masahiro Ichikawa vom Vermögensverwalter Sumitomo Mitsui Asset Management. Investoren hofften auf eine Entspannung durch Verhandlungserfolge in dem Zollstreit zwischen den USA und China.

Die USA verschärften zuletzt ihren Handelskonflikt mit der Volksrepublik und kündigten zusätzliche Zölle auf Produkte im Wert von 200 Milliarden Dollar an. Unterstützung in Tokio lieferte ein schwächerer Yen. Der Nikkei-Index legte 1,2 Prozent auf 22.187 Punkte zu, der breiter aufgestellte Topix rückte um 0,5 Prozent vor. Konjunkturdaten aus den USA hatten darauf hingedeutet, dass die dortige Notenbank die Zinsen wohl noch zweimal in diesem Jahr erhöhen wird.

Bei den Einzelwerten waren Nahrungsmittelhersteller, Pharmakonzerne und Versorger gefragt. Aktien des Sojasossenanbieters Kikkoman legten 3,5 Prozent zu. In China kletterten der Shanghai-Index sowie der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um zwei Prozent.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,2 Prozent zu. Im gestrigen Handel sank der Leitindex um 0,9 Prozent auf 8684 Punkte.

Sämtliche SMI-Werte notieren leicht positiv, am stärksten ist die Zunahme bei Roche (+0,4 Prozent). Der Pharmakonzern hat bei der US-Arzneimittelbehörde FDA beantragt, dass mit dem Medikament Venclexta künftig auch bislang unbehandelte Patienten mit akuter myeloischer Leukämie behandelt werden können, die nicht für eine Chemotherapie infrage kommen.

Unter den Midcaps fallen nach Halbjahreszahlen Partners Group mit minus 1,4 Prozent etwas ab. Bezüglich der Kundennachfrage enttäuschte die Gesellschaft für einmal aber die hohen Erwartungen des Marktes.

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07:30

Der Euro hat sich am Donnerstag etwas von den Vortagesverlusten erholt. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1685 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Zum Franken zeigte sich der Euro in etwa stabil auf 1,1631 nach 1,1626 Franken am späten Mittwoch. Der Dollar stand mit 0,9955 Franken ebenfalls kaum verändert.

Marktbeobachter sprachen von einer leichten Gegenbewegung. Zur Wochenmitte war der Kurs unter die Marke von 1,17 Dollar gefallen, nachdem jüngste weltpolitische Unsicherheiten den Dollar gestützt und den Euro im Gegenzug belastet hatten. Die Sorge vor einem Handelskrieg und heftige Kritik des US-Präsidenten Donald Trump an Deutschland hatten für eine nervöse Stimmung am Devisenmarkt gesorgt.

06:35

Der Nikkei legte bis zum Nachmittag um 1,3 Prozent auf 22.223 Punkte zu, während der breiter aufgestellte Topix um 0,7 Prozent vorrückte. Der Dollar stieg im Vergleich zur japanischen Währung um 0,3 Prozent und kostete 112,34 Yen. Konjunkturdaten aus den USA hatten darauf hingedeutet, dass die dortige Notenbank die Zinsen wohl noch zweimal in diesem Jahr erhöhen wird.

Zu den Gewinnern zählten an der Tokioter Börse vor allem jene Firmen, die bei einer Eskalation des Handelsstreits nicht so stark in Mitleidenschaft gezogen werden dürften. Dazu gehören Nahrungsmittelhersteller, Pharmakonzerne und Versorger. So legten die Aktien des Sojasossenanbieters Kikkoman um 3,9 Prozent zu. Beim Stromversorger Tokyo Electric Power betrug das Plus 1,2 Prozent.

Die Aktie mit dem höchsten Umsatz war die des Telekomkonzerns SoftBank. Hintergrund ist der Einstieg des US-Hedgefonds Tiger Global, der einem Insider zufolge ein Aktienpaket im Volumen von mehr als einer Milliarde Dollar gekauft hat. Die SoftBank-Aktie legte um 6,4 Prozent zu.

(cash/AWP/Reuters)