+++Börsen-Ticker+++ -  Nasdaq-Rally verhilft auch Dow zu Gewinnen

Kräftige Gewinne an der technologielastigen Nasdaq-Börse haben am Donnerstag auch die Wall Street ins Plus gezogen.
16.11.2018 00:25
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Anzeigetafeln an der New Yorker Börse Nasdaq.
Bild: Bloomberg

23:00

Der Dow Jones Industrial drehte nach seiner anfänglich fortgesetzten Talfahrt in die Gewinnzone und legte schliesslich um 0,83 Prozent auf 25 289,27 Punkte zu. Von den gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten gingen keine wegweisenden Impulse aus.

Der S&P 500 stieg um 1,06 Prozent auf 2730,20 Zähler. Der Auswahlindex Nasdaq 100 rückte zugleich um 1,78 Prozent auf 6890,45 Punkte vor.

Der Empire-State-Index war zwar besser als erwartet ausgefallen, der Philly-Fed-Index und die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zeigten aber ein schwächer als erwartetes Bild. Die Einzelhandelsdaten konnten ebenfalls nicht ganz überzeugen. Die Umsätze waren zwar insgesamt gesehen etwas stärker als vorhergesagt gestiegen, doch ohne Autoverkäufe und Erlöse an den Tankstellen fielen sie laut Goldman Sachs schwächer aus. Alles in allem zeige das insgesamt gemischte Bild dennoch weiter ein solides Wachstumstempo, hiess es.

Unter den Gewinnern im Dow ragten die Aktien von Cisco mit plus 5,5 Prozent an der Index-Spitze heraus. Der Netzwerk-Spezialist hatte seine Anleger mit einem überraschend gut verlaufenen ersten Geschäftsquartal erfreut. Unter dem Strich hatte der Gewinn um fast 50 Prozent zugelegt.

Für die Papiere von 3M ging es an zweiter Stelle um 3,5 Prozent nach oben. Der Mischkonzern rechnet in den kommenden Jahren mit einem kräftigen Gewinnwachstum. Pro Aktie dürfte der Überschuss in den kommenden fünf Jahren um jährlich 8 bis 11 Prozent zulegen.

Die Anteile von JPMorgan profitierten mit plus 2,6 Prozent vom Einstieg des Starinvestors Warren Buffett. Dieser hatte sich durch seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway mit einer beachtlichen Summe an der grössten US-Bank beteiligt. Im dritten Quartal hatte die Investment-Holding des 88-jährigen Börsengurus mehr als 35 Millionen JPMorgan-Aktien gekauft und so einen Anteil im Wert von rund vier Milliarden Dollar aufgebaut.

Die Aktien von Walmart verloren indes am Dow-Ende 2,0 Prozent. Der Handelskonzern hatte ein starkes drittes Quartal gemeldet und blickt auch optimistisch auf das Weihnachtsgeschäft.

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17:50

Die Angst vor einem chaotischen Brexit hat am Donnerstag die Anleger an der Schweizer Börse verschreckt.  Der SMI schloss 0,7 Prozent im Minus bei 8870 Zählern. Die grössten Kursabschläge gab es bei zyklischen Werten und Finanztiteln. Bereits am Vortag hatten die vielen offenen Fragen beim Brexit sowie der Showdown im Budgetstreit zwischen Italien und der EU die Anleger in die Flucht geschlagen.

Zwar hatte das britische Kabinett am Mittwochabend grünes Licht für den EU-Ausstiegsvertrag gegeben. Doch am Donnerstag legten Brexit-Minister Dominic Raab, Arbeitsministerin Esther McVey und mehrere Staatssekretäre aus Protest gegen die Vereinbarung ihre Ämter nieder. Premierministerin Theresa May verliert damit dieses Jahr schon den zweiten Brexit-Minister und steuert auf eine Regierungskrise zu. Dem finalen Entwurf müssen das britische und das Europäische Parlament zustimmen. "Die grosse Hürde ist das britische Parlament", sagte ein Aktienstratege. "Das Brexit-Thema ist überhaupt nicht vom Tisch." Dem Pfund Sterling brockte die Krise den grössten Kursrutsch seit eineinhalb Jahren ein.

Die Standardwerte gaben mehrheitlich nach. An die Spitze der Verlierer setzten sich die beiden Luxusgüterhersteller Richemont und Swatch, deren Aktien 2,4 und 1,9 Prozent nachgaben. Die Anleger trennten sich auch von Bankaktien: Credit Suisse-Titel gaben 1,7 Prozent nach. Die Bank bringt Insidern zufolge eine der letzten Phasen ihres laufenden Stellenabbau-Programms in der Schweiz über die Bühne. Credit Suisse habe vor einigen Wochen angekündigt, eine niedrige dreistellige Zahl an Personal abbauen zu wollen, sagten zwei mit dem Vorgehen vertraute Personen am Donnerstag zu Reuters.

Die Titel der Konkurrentin UBS sackten knapp 1,6 Prozent ab. Die Schweizer Wettbewerbshüter gehen wegen eines möglichen Boykotts mobiler Bezahldienste gegen Credit Suisse und UBS vor. Die Behörde untersucht, ob es Absprachen zwischen den Finanzhäusern gegeben hat, um mobile Bezahllösungen internationaler Anbieter wie Apple Pay und Samsung Pay zu boykottieren.

Auf den Verkaufslisten standen darüber hinaus weitere zyklische Werte wie der Elektrokonzern ABB, der Personalvermittler Adecco, der Zementriese LafargeHolcim sowie die Sanitärtechnikfirma Geberit, die teilweise mehr als ein Prozent verloren.

Auch die Indexschwergewichte schlossen schwächer: Nestle verlor 0,2 Prozent. Die Pharma-Werte Roche und Novartis rutschten 0,5 und 0,4 Prozent ab. Novartis wies einen Zeitungsbericht zurück, wonach der Arzneimittelhersteller aus Basel eine Abspaltung seiner Generika-Sparte vorbereite. "Wir sind dem Sandoz-Geschäft hundertprozentig verpflichtet", sagte ein Sprecher.

Zu den Gewinnern zählten lediglich die Titel des Aromenherstellers Givaudan mit einem Plus von 1,5 Prozent und Sika mit Plus 0,4 Prozent.

Am breiten Markt kamen die Titel von EFG International unter die Räder, die 6,3 Prozent nachgaben. Die Privatbank hatte mitgeteilt, dass das Neugeldwachstum im bisherigen Jahresverlauf am unteren Rand des Zielkorridors von drei bis sechs Prozent liege und sich die Ertragsmarge gemessen am ersten Halbjahr abgeschwächt habe. Die Analysten der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erklärten: "Die vorgelegten Indikationen sind für das aktuelle Marktumfeld okay, aber nicht berauschend."

Die Aktien von AMS schlossen nach einer Berg- und Talfahrt knapp ein Prozent im Minus. Der Chip- und Sensorhersteller senkt angesichts einer veränderten Nachfrage eines Grosskunden den Ausblick für das vierte Quartal. Neu streben die Österreicher einen Umsatz von 480 bis 520 Millionen Dollar an. "Viele Zulieferer von Apple haben bereits Gewinnwarnungen ausgesprochen", schrieben die ZKB-Analysten. In der Folge hatten die Valoren von AMS stark Terrain eingebüsst. "Ein Grossteil dürfte bereits eingepreist sein."a

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17:21

Die Regierungskrise in London macht Großbritannien-Anleger nervös. Die Absicherung eines zehn Millionen Dollar schweren Pakets britischer Anleihen gegen Zahlungsausfall verteuert sich um 3000 auf 34.000 Dollar, teilt der Datenanbieter Markit mit. Damit stünden die Kosten vor einem Zwei-Jahres-Hoch.

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15:50

Durchwachsene Firmenbilanzen haben der Wall Street am Donnerstag zugesetzt. Wieder aufkeimende Hoffnungen auf eine Lösung für den Handelskonflikt zwischen den USA und China verhinderten aber grössere Kursverluste.  Die Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 gaben zur Eröffnung bis zu 0,4 Prozent nach.

Die Regierung in Peking lieferte US-Regierungskreisen zufolge eine schriftliche Antwort auf die Washingtoner Forderung nach weitreichenden Änderungen in der Handelspolitik. Ob das Schreiben genug Zugeständnisse enthielt, blieb zunächst offen.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählte Cisco mit einem Kursplus von 6,2 Prozent. Der Netzwerkausrüster verdiente im abgelaufenen Quartal überraschend viel. Die gestiegenen Zölle hätten offenbar keinen Einfluss auf die Nachfrage, schrieben die Analysten der Bank Morgan Stanley.

Die Titel von JC Penney fielen dagegen um gut zwölf Prozent auf ein Rekordtief von 1,07 Dollar. Der Umsatz der kriselnden Kaufhauskette ging stärker zurück als befürchtet. Vor diesem Hintergrund schraubte das Unternehmen seine Geschäftsziele zurück. Im Sog von JC Penney gaben die Papiere des Konkurrenten Macy's 2,4 Prozent nach.

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13:50

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag nach rasanter Talfahrt weiter stabilisiert. Nachdem sich die Notierungen am Morgen noch kaum verändert hatten, legten sie im Mittagshandel etwas zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 66,63 US-Dollar. Das waren 51 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um sieben Cent auf 56,32 Dollar.

Bis zum späten Dienstagabend waren die Ölpreise noch auf Talfahrt gewesen und konnten sich erst zur Wochenmitte stabilisieren. Seit Anfang Oktober hatte sich US-Öl um fast 20 Dollar verbilligt. Als Ursache für den Einbruch gelten vor allem zahlreiche Ausnahmeregelungen bei den US-Sanktionen gegen das Opec-Land Iran, die eine höhere Exportmenge des Landes ermöglichen.

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12:00

Der SMI verzeichnet am Donnerstag leichte Verluste. Nachdem sich der Markt Hoffnungen auf einen doch noch geordneten Austritt Grossbritanniens aus der EU gemacht hatte, sieht nun vieles wieder schlechter aus. Der Swiss Market Index (SMI) verliert gegen 12 Uhr 0,15 Prozent auf 8'917 Punkte. AMS (+2,9%) zeigen sich einmal mehr extrem volatil. Nach einer deutlich tieferen Eröffnung und einem neuen Jahrestief bei 25,22 Franken (-9,5%), notieren sie mittlerweile als grösster Gewinner.

Gestützt wird der Markt indes besonders von den schwergewichtigen Nestlé (+0,7%) und Novartis (+0,2%). Der Pharmakonzern Novartis widersprach Spekulationen über eine Abspaltung von Sandoz. Die Generika-Sparte solle ein Pfeiler bleiben, ein Verkauf sei derzeit nicht geplant, sagte ein Sprecher. Roche (-0,2%) hingegen geben etwas ab.

Deutlich zulegen können zudem noch Temenos (+3,2%).

Derweil ermittelt die Wettbewerbskommission gegen Schweizer Finanzinstitute wegen des mutmasslichen Boykotts von Apple Pay und Samsung Pay. Die Behörde führte etwa bei Credit Suisse (-1,2%) und UBS (-0,9%) Razzien durch.

Die Wirren um den Brexit liegen den Anlegern auf dem Magen. Der britische Brexit-Minister aus Protest gegen die Pläne von Premierministerin Theresa May von seinem Amt zurückgetreten. Auch die Arbeitsministerin trat kurze Zeit später zurück, und britische Medien rechnen mit weiteren Rücktritten von Politikern in diesen Tagen, etwa des Handelsministers oder der Entwicklungshilfeministerin. "Was in einer Stunde möglich erscheint, ist wenige Stunden später schon wieder hinfällig", kommentiert ein Marktbeobachter am Donnerstag die Verhandlungen. Im Brexit gelte es jetzt, ein drohendes Chaos abzuwenden. Die britische Regierung hatte am Mittwochabend den Entwurf eines Austrittsvertrags mit der EU gebilligt, dem noch das Parlament zustimmen muss.

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11:50

Schwindende Hoffnungen von Anlegern auf Steuererleichterungen für die Autobranche in China brachten die Aktien von europäischen Autowerten ins Straucheln. Die Titel von Volkswagen, Daimler, BMW und Continental rutschten um zwei bis drei Prozent ab und standen damit auf der Verliererseite im Dax ganz oben. In Frankreich gaben die Papiere von Peugeot und Renault bis zu 2,3 Prozent nach. Die Aktien von Fiat Chrysler fielen an der Börse in Mailand zeitweise um 1,2 Prozent. Die Regierung in Peking will die beim Autokauf anfallenden Steuern von zehn Prozent doch nicht auf fünf Prozent reduzieren. Dies war ursprünglich einmal im Gespräch, um den schwächelnden Automarkt in der Volksrepublik anzukurbeln.

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11:28

Der Euro hat am Donnerstag seine Kursgewinne aus dem frühen Handel nicht halten können. Im Handelsverlauf spielte die jüngste politische Entwicklung in Grossbritannien die bestimmende Rolle. Nach dem Rücktritt des britischen Brexit-Ministers Dominic Raab geriet die Gemeinschaftswährung unter Druck. Der Kurs fiel zuletzt auf 1,1271 US-Dollar. Am Morgen war der Euro noch bei 1,1351 Dollar gehandelt worden. Auch zum Franken notiert der Euro bei 1,1364 Franken und damit tiefer als am Morgen mit einem Kurs bei über 1,14 Franken. Der US-Dollar zum Franken legte derweil auf 1,0072 zu.

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11:16

Die Rendite der fünfjährigen britischen Staatsanleihe verliert 15 Basispunkte auf 0,921 Prozent und steuert auf den grössten Tagesverlust seit dem 27. Juni 2016 zu.

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10:58

Die Anleger an der Schweizer Börse haben sich am Donnerstag im Eröffnungsgeschäft bedeckt gehalten. Der SMI gab in der ersten Handelsstunde 0,2 Prozent auf 8913 Punkte nach. Am Vortag hatten die Brexit-Frage und der Showdown im Budgetstreit zwischen Italien und der EU die Anleger in die Flucht getrieben und der Leitindex war um 0,9 Prozent abgerutscht.

Die Standardwerte gaben mehrheitlich nach. An die Spitze der Verlierer setzten sich die beiden Luxusgüterhersteller und Banken. Die Anteile von Richemont und Swatch büssten je 1,4 Prozent ein. Die Aktien von Credit Suisse, Julius Bär und UBS verloren jeweils rund ein Prozent. Auch konjunkturzyklische Unternehmen wie der Elektrotechnikkonzern ABB, der Personaldienstleister Adecco und der Zementproduzent LafargeHolcim verloren an Wert.

Für Unterstützung sorgten zwei Indexschwergewichte: Die Aktien von Nestle und Novartis rückten 0,6 beziehungsweise 0,3 Prozent vor. Novartis trat einem Zeitungsbericht entgegen, der Pharmakonzern bereite eine Abspaltung seiner Generika-Sparte Sandoz vor.

Am breiten Markt zeigten sich die AMS-Anteile sehr volatil und notierten zuletzt um 3,2 Prozent höher, nachdem sie vorübergehend bis auf ein Jahrestief von 25,22 Prozent gefallen waren. Der Chip- und Sensorhersteller senkt angesichts einer veränderten Nachfrage eines Grosskunden den Ausblick für das vierte Quartal. Neu streben die Österreicher einen Umsatz von 480 bis 520 Millionen Dollar an.

Unter die Räder kam EFG International mit einem Kursabschlag von 6,3 Prozent. Die Privatbank hatte mitgeteilt, dass das Neugeldwachstum im bisherigen Jahresverlauf am unteren Rand des Zielkorridors von drei bis sechs Prozent liege und sich die Ertragsmarge gemessen am ersten Halbjahr abgeschwächt habe.

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10:50

Das britische Pfund ist nach dem Rücktritt des britischen Brexit-Ministers Dominic Raab am Donnerstag erheblich unter Druck geraten. Sowohl zum amerikanischen Dollar als auch zum Euro ging es für das Pfund um gut einen Prozent nach unten. Sichere Anlagen waren dagegen gefragt: Die Kurse von britischen Staatsanleihen zogen an, im Gegenzug ermässigten sich ihre Renditen.

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09:45

Enttäuschende Wachstumszahlen der Privatbank EFG International haben die Anleger am Donnerstag vergrault. Die Aktien des Vermögensverwalters sanken um 2,8 Prozent auf 6,94 Franken. Zuvor hatte EFG mitgeteilt, dass das Neugeldwachstum im bisherigen Jahresverlauf am unteren Rand des Zielkorridors von drei bis sechs Prozent liege. Die Bank verwies auf den geringeren Risikoappetit der asiatischen Kunden. Die Ertragsmarge habe sich gemessen am ersten Halbjahr abgeschwächt. Vontobel-Analyst Andreas Venditti erklärte, möglicherweise werde er seine Ertragsschätzungen leicht senken müssen.

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09:37

Anleger sehen den Fortschritt bei den Brexit-Verhandlungen nicht als Durchbruch und bleiben weiterhin vorsichtig mit Anlagen im Pfund Sterling. Eine nennenswerte positive Reaktion für die britische Währung werde es erst geben, sobald ein von allen Seiten abgesegnetes und unterzeichnetes Abkommen auf dem Tisch liege, sagte Analystin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. Am Donnerstag verbilligte sich das Pfund zeitweise um 0,3 Prozent auf 1,2958 Dollar. Bereits am Mittwoch hatte es eine Berg- und Talfahrt hingelegt und je nach Stimmungslage zwischen einem Kurs von über 1,30 Dollar und unter 1,29 Dollar gependelt.

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09:10

Der Swiss Market Index geht am Donnerstag unverändert mit 8931 Punkten in den Handel. Am Vortag hatten die Brexit-Frage und der Showdown im Budgetstreit zwischen Italien und der EU die Anlegern in die Flucht getrieben und der Leitindex war um 0,9 Prozent abgerutscht.

Die Chancen auf einen geordneten Brexit sind deutlich gestiegen. Die britische Regierung billigte am Mittwochabend den Entwurf eines Austrittsvertrags mit der Europäischen Union. Positive Signale kommen laut einem Marktbeobachter auch aus Peking. "Mit ersten Zugeständnissen gehen die Chinesen auf Donald Trump zu", sagte er mit Blick auf den schwelenden Handelskonflikt. Allerdings verunsichert weiterhin die Verhärtung der Fronten zwischen Rom und Brüssel im Streit um den italienischen Haushalt. Marktteilnehmer befürchten eine neue Eurokrise. 

Die Aktien des SMI handeln uninheitlich. Das deutlichste Plus hat die Aktie von Givaudan (+0,4 Prozent). Die Uhrentitel Swatch (-0,5 Prozent) und Richemont (-0,3 Prozent) haben dagegen Abschläge. Novartis hat offenbar Pläne, seine Generika-Tochtergesellschaft Sandoz ganz abzustossen. Die Aktie ist unverändert.

AMS (-8 Prozent) stechen mit einem grossen Minus hervor. Der Halbleiterhersteller AMS muss wegen der schleppenden Nachfrage seine Umsatz- und Gewinnziele deutlich zurückschrauben. Die UBS überprüft nun das bisherige Rating "Neutral". Nach den Gewinnwarnungen anderer Apple-Zulieferer sei AMS allerdings nicht unerwartet gefolgt, schreibt der zuständige Analyst. Die neue Guidance sei weniger konkret und dürfte von den Investoren als erreichbarer eingeschätzt werden.

Am breiten Markt sind zudem EFG International (-2 Prozent) unter Druck. Der Vermögensverwalter vermeldete einen Rückgang der verwalteten Vermögen per Ende Oktober. Gründe sind laut Unternehmen ein negativer Einfluss von Marktbewertungen und der Abfluss von 1,4 Milliarden Franken Vermögen durch die Integration der Tessiner Bank BSI. Der Rückgang liege im Rahmen der Erwartungen, hiess es.

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08:10

Der Swiss Market Index notiert im vorbörslichen Handel 0,1 Prozent höher. Die grössten Avancen hat die Aktie der Credit Suisse mit einem Plus von 0,16 Prozent. Am breiten Markt fallen die Titel von AMS nach einer Gewinnwarnung rund 10 Prozent. 

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07:50

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag nach einer rasanten Talfahrt weiter stabilisiert. Am Morgen hielten sich die Notierungen kaum verändert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 66,23 US-Dollar. Das waren elf US-Cent mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel hingegen geringfügig um einen Cent auf 56,24 Dollar.

Bis zum späten Dienstagabend waren die Ölpreise noch auf Talfahrt und konnten sich erst zur Wochenmitte stabilisieren. Seit Anfang Oktober hatte sich US-Öl um fast 20 Dollar verbilligt. Als Ursache für den Einbruch gelten vor allem zahlreiche Ausnahmeregelungen bei den US-Sanktionen gegen das Opec-Land Iran, die eine höhere Exportmenge des Landes ermöglichen.

Im weiteren Handelsverlauf rückt die Entwicklung der Ölreserven in den USA wieder stärker in den Fokus der Anleger. Am Nachmittag stehen offizielle Lagerdaten der Regierung in Washington auf dem Programm, die am Ölmarkt für neue Impulse sorgen dürften. Bereits am Vorabend war bekannt geworden, dass der Interessenverband American Petroleum Institute (API) davon ausgeht, dass die amerikanischen Ölreserven in der vergangenen Woche um rund 8,8 Millionen Barrel gestiegen waren.

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07:45

Kursverluste bei Bankenaktien haben die japanische Börsen am Donnerstag belastet. Der Tokioter Standardwerte-Index Nikkei fiel um 0,2 Prozent auf 21.803 Punkte, der breiter gefasste Topix-Index gab um 0,1 Prozent nach. Händler warfen insbesondere Banken-Titel aus ihren Depots. In China legten die Börsen hingegen bis zu 1,2 Prozent zu. Immobilienwerte gewannen, nachdem die Hauspreise jüngsten Daten zufolge anzogen.

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06:15

Der Standardwerte-Index Nikkei fällt um 0,45 Prozent auf 21'730 Punkte, der breiter gefasste Topix-Index tendierte mit 0,2 Prozent im Minus bei 1638 Zählern. Händler warfen insbesondere Banken-Titel aus ihren Depots. Sumitomo Mitsui Financial Group verloren drei Prozent, Mizuho Financial fast zwei Prozent.

SMFG hatte zwar seinen Gewinn im zweiten Quartal gesteigert, aber seine Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr nicht erhöht und damit die Anleger enttäuscht. Mizuho hatte einen kaum veränderten Quartalsgewinn präsentiert. Auch an der Wall Street standen Finanztitel auf der Verliererseite, wodurch die Stimmung in Japan zusätzlich getrübt wurde.

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06:11

Ein Euro wurde im asiatischen Handel mit 1,1398 Franken bewertet. Zum Dollar steht der Franken bei 1,0056.

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06:05

Nach dem gestrigen Ausverkauf beim Bitcoin hat sich die Digitalwährung am Donnerstag stabilisiert. Sie notiert 2 Prozent höher bei 5700 Dollar. Am Donnerstag war Bitcoin um zwölf Prozent gefallen. Auf diesem Niveau hat die Internetwährung zuletzt im Oktober 2017 notiert. 

(cash/AWP/Reuters)