+++Börsen-Ticker+++ - New Yorker Börsen legen vor Präsidenten-Treffen zu

Vor dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping hat die Wall Street leicht zugelegt.
28.06.2019 22:35
Zuversicht für eine Lösung im Handelsstreit mit China prägte das Handelsgeschehen am Freitag an der Wall Street.
Zuversicht für eine Lösung im Handelsstreit mit China prägte das Handelsgeschehen am Freitag an der Wall Street.
Bild: Bloomberg

22:35

Die Anleger blieben am Freitag jedoch vorsichtig, da die Erwartungen an einen Druchbruch bei den Handelsgesprächen gering seien, sagt Konstantinos Anthis, Chef-Analyst der Brokerhauses ADSS. Für Trump und Xi sei die für Samstag geplante Zusammenkunft eine Chance, eine gemeinsame Gesprächsgrundlage zu finden. "Wenn sie das nicht schaffen, werden die Aktienkurse fallen. Längerfristige gegenseitige Strafzölle werden von beiden Ländern und der Weltwirtschaft einen hohen Tribut fordern."

Der Dow-Jones-Index schliesst 0,3 Prozent höher auf 26'599 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückt um 0,6 Prozent auf 2941 Zähler vor. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbessert sich um 0,5 Prozent auf 8006 Punkte.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählten die grossen Banken Citigroup, Bank of America und J.P. Morgan, die den zweiten Teil des Stresstests der Notenbank Fed bestanden haben. Deren Aktien gewinnen bis zu 2,8 Prozent.

Für Apple gehts dagegen 0,9 Prozent bergab. Der Elektronikanbieter verliert seinen Design-Chef Jony Ive, der unter anderem für das Aussehen von iPhones und iPads verantwortlich zeichnete. Ive gründet den Angaben zufolge ein eigenes Design-Büro, das auch für Apple arbeiten soll.

Ein Quartalsumsatz über Markterwartungen ermunterte Anleger zum Einstieg bei Constellation Brands. Die Aktien des Anbieters von "Corona"-Bier legen 4,6 Prozent zu. Die Erlöse des Bier- und Spirituosen-Herstellers stiegen den Angaben zufolge um 2,4 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich mit 2,07 Milliarden Dollar gerechnet.

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18:15

Der Schweizer Aktienmarkt schliess eine durchzogene Handelswoche am Freitag mit leichten Gewinnen ab. Bei dünnen Handelsvolumen war der Leitindex SMI am Morgen noch mit Abgaben in den Handelstag gestartet und drehte erst am Nachmittag mit den freundlich eröffnenden US-Börsen ins Plus. Im Blickfeld der Investoren steht der beginnende G20-Gipfel im japanischen Osaka.

Der SMI gewinnt bis Börsenschluss 0,4 Prozent auf 9898 Punkte. Auf Wochensicht resultiert ein kleiner Rückgang um 0,3 Prozent. Für das erste Halbjahr ist die Bilanz des SMI mit einem Anstieg um gut 17 Prozent aber weiterhin klar positiv.

Klar im Plus schliessen einige zyklische Werte wie Kühne+Nagel (+3,5%), Logitech (+2,5%) und die volatilen AMS (+5,4%), die damit ihren Anstieg der vergangenen Tage fortsetzten. Marktteilnehmer verwiesen auf gute Nachrichten aus der US-Halbleiterbranche. Auch Vifor Pharma (+2,8%) und Alcon (+2,6%) verzeichneten klare Gewinne.

Bei den Finanzwerten konnten Julius Bär (+1,5%) von einer Hochstufung durch Macquarie auf "Outperform" profitieren. Uneinheitlich schliessen die Grossbankenwerte UBS (+0,2%) und CS (-0,4%).

Zu den weiteren Verlierern unter den Bluechips gehören die Titel des Zementkonzerns LafargeHolcim (-0,5%). Deutlichere Abgaben erlitten auch die SGS-Titel (-0,8%).

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16:00

Vor dem Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem chinesischen Kollegen Xi Jinping legt die Wall Street zu. Der Dow-Jones-Index steht zwar faktisch unverändert bei 26'532 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legt aber um 0,4 Prozent auf 2935 Stellen zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewinnt 0,3 Prozent auf 7994 Zähler.

"Anleger bleiben vorsichtig, da die Erwartungen an einen Druchbruch bei den Handelsgesprächen gering sind", sagt Konstantinos Anthis, Chef-Analyst der Brokerhauses ADSS. Für Trump und Xi sei die für Samstag geplante Zusammenkunft eine Chance, eine gemeinsame Gesprächsgrundlage zu finden. "Wenn sie das nicht schaffen, werden die Aktienkurse fallen. Längerfristige gegenseitige Strafzölle werden von beiden Ländern und der Weltwirtschaft einen hohen Tribut fordern."

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählen die grossen Banken Citigroup, Bank of America und J.P. Morgan, die den zweiten Teil des Stresstests der Notenbank Fed bestanden haben. Ihre Aktien gewinnen bis zu 3,1 Prozent.

Für Apple gehts dagegen 0,5 Prozent bergab. Der Elektronikanbieter verliert seinen Design-Chef Jony Ive, der unter anderem für das Aussehen von iPhones und iPads verantwortlich zeichnet. Ive gründet den Angaben zufolge ein eigenes Design-Büro, das auch für Apple arbeiten soll. Der Abgang sei ein Zeichen für den Wandel des Konzerns, schreibt Analyst Krish Sankar vom Vermögensverwalter Cowen. Das Gewicht verlagere sich von der Hardware hin zu Dienstleistungen.

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12:30

Der Handel am Schweizer Aktienmarkt will zum Wochenschluss nicht so recht in Schwung kommen. Nachdem der Leitindex SMI schon leichter in den Handel gestartet war, bewegte er sich im Laufe des Vormittags mehr oder weniger seitwärts. Händler sprechen von einem volumenarmen Handel.

Der SMI verliert gegen 11.30 Uhr 0,4 Prozent auf 9824 Punkte. Der 30 Aktien umfassende SLI fällt um 0,2 Prozent auf 1509 Punkte und der breite SPI um 0,2 Prozent auf 11'893 Zähler.

Dass der Markt aktuell tiefer steht, ist vor allem den drei Schwergewichten geschuldet. So fallen RocheNovartis und Nestlé zwischen 0,6 und 0,3 Prozent zurück. Schon am Vortag hatten sie einen eher schwachen Stand bei den Anlegern gehabt.

Die Aktien der beiden Grossbanken CS (-0,8%) und UBS (-0,4%) gehören nach einem zunächst noch freundlichen Start mittlerweile ebenfalls zu den grössten Verlieren.

Auf der Gewinnerseite sind dagegen erneut die Aktien vom Halbleiterhersteller AMS (+2,6%) zu finden, die damit ihren guten Lauf der letzten Tage fortsetzen. Von der freundlichen Stimmung der Branche gegenüber profitieren auch Logitech (+0,9%) und Temenos (+0,2%). (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) gibt unmittelbar nach Börseneröffnung 0,3 Prozent auf 9834 Punkte nach. Mit dem Start des G20-Gipfels nimmt auch die Vorsicht der Investoren zu. Von Händlern heisst es, unter Marktteilnehmern wachse die Skepsis, dass die für den morgigen Samstag geplanten Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Xi Jinping zu einem Ende des Handelsstreits führen werden.

Bei SGS (-1,9 Prozent) sorgen Analystenkommentare für Zurückhaltung. So haben die Experten von Goldman Sachs das Kursziel auf 2'300 von 2400 Franken gesenkt und empfehlen weiter, die Aktien zu verkaufen. Die Experten begründen dies mit ihrer Annahme, dass das Unternehmen im ersten Halbjahr langsamer gewachsen sein dürfte. Zudem sollen die Experten der Bank of America Merrill Lynch das Rating gesenkt haben.

Positiv präsentieren sich Swatch (+0,5 Prozent), Sika (+0,4 Prozent) und LafargeHolcim (+0,3 Prozent), während die Schwergewichte Roche (-0,5 Prozent), Novartis (-0,4 Prozent) und Nestlé (-0,1 Prozent) allesamt Abschläge aufweisen.

Die US-Töchter von UBS und CS (beide Aktien je -0,3 Prozent), wie auch alle weiteren getesteten Institute, haben zwar den zweiten Teil des US-Belastungsstresstests grosser Geldhäuser bestanden. Allerdings wird die US-Tochter der CS aufgefordert, "begrenzte Schwächen zu beseitigen".

Bei den Aktien von Julius Bär (+0,7 Prozent) ist es dagegen eine Hochstufung durch die australische Macquarie-Bank, die den Aktien Schwung verleiht.

Im breiten Markt ziehen vor allem die Aktien von VAT (+2,8 Prozent) an. Der Vakuumventilhersteller VAT sieht den Tiefpunkt der Marktschwäche im Chipgeschäft erreicht und hebt die im Oktober 2018 in Haag eingeführte Kurzarbeit auf.

Mit dem Handelsstart erfolgte zudem auch der Börsengang von Aluflexpack. Das Unternehmen hat den Emissionspreis am Vorabend auf 21 Franken festgelegt.

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08:40

Der CSI 300, der die 300 grössten börsennotierten Unternehmen vom chinesischen Festland beinhaltet, fiel kurz vor Handelsschluss um 0,63 Prozent. An der Hongkonger Börse, wo auch ausländische Marktteilnehmer uneingeschränkt handeln können, lag der Hang-Seng-Index zuletzt ähnlich deutlich im Minus.

In Japan schloss der Nikkei 225 0,29 Prozent niedriger bei 21 275,92 Punkten. Auf Wochensicht ergibt dies ein minimales Plus, während die Monatsbilanz mit einem Gewinn von gut 3 Prozent erfreulicher ausfällt. Seit Jahresbeginn gerechnet fällt der Zuwachs noch höher aus, allerdings haben der Hang Seng und vor allem der CSI 300 in diesem Zeitraum den japanischen Leitindex klar hinter sich gelassen.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse mit plus 0,07 Prozent nur sehr minim zu. Gestern gewann der Leitindex 0,2 Prozent auf 9858 Punkte.

Praktisch alles SMI-Werte legen in der engen Spanne zwischen 0 bis 0,15 Prozent zu. Mit einer Ausnahme: Der Warenprüf- und Inspektionskonzern SGS gibt 1,9 Prozent nach.

Von den Mid-Caps fallen VAT mit plus 1,6 Prozent aus der Reihe. Der Vakuumventilhersteller hebt in Haag die Kurzarbeit auf.

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06:35

In Tokio notierte der Leitindex Nikkei im Verlauf 0,34 Prozent schwächer. Der MSCI-Index für die asiatischen Märkte ohne Japan verlor 0,3 Prozent. Trump und Xi treffen sich am Samstag im Rahmen des G20-Treffens im japanischen Osaka zu Handelsgesprächen.

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06:30

Zum Franken ist der Euro wieder unter die 1,11er-Marke gefallen und kostet im Moment 1,1092 Franken

Am Devisenmarkt in Fernost notierte der Euro zum Dollar kaum verändert mit 1,1368 Dollar. Zur japanischen Währung verlor der Dollar leicht auf 17,57 (107,97) Yen

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06:00

Bei der Cyberwährung Bitcoin haben sich die Verkäufe am Donnerstag beschleunigt. Das digitale Zahlungsmittel fiel auf der Plattform Bitstamp unter die Marke von 11'000 Dollar.

Dies geschah nach einem Eineinhalb-Jahres-Hoch von fast 14'000 Dollar wenige Tage zuvor. Zuletzt notierte die Digitalwährung rund 16 Prozent tiefer auf 10'836 Dollar.

Experten zufolge hatten die Pläne von Facebook zur Einführung eines eigenen Digital-Geldes in den vergangenen Tagen das Interesse an Kryptowährungen wieder aufflammen lassen. Ausserdem drängten institutionelle Investoren verstärkt in den Markt. Einige Analysten warnten aber vor einer neuen Spekulationsblase, die jederzeit platzen könne.

(cash/AWP/Reuters)