+++Börsen-Ticker+++New Yorker Börsen verdrängen Nordkorea-Sorgen

Bemühungen um eine Entspannung im Atomstreit zwischen den USA und Nordkorea haben die US-Börsen zum Wochenstart angeschoben.
14.08.2017 22:45
Die Stimmung an der Wall Street hat sich am Montag aufgehellt, die grössten Spannungen im Nordkorea-Konflikt sind abgebaut.
Die Stimmung an der Wall Street hat sich am Montag aufgehellt, die grössten Spannungen im Nordkorea-Konflikt sind abgebaut.
Bild: Bloomberg

22:45

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schliesst am Montag 0,6 Prozent höher auf 21’993 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöht sich um 1 Prozent auf 2465 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbessert sich um 1,3 Prozent auf 6340 Punkte.

In der vergangenen Woche hatten Sorgen vor einer Zuspitzung des Streits die Kurse gedrückt. US-Präsident Donald Trump hatte Nordkorea für den Fall weiterer Provokationen "Feuer und Zorn" angekündigt. Die Führung in Pjöngjang drohte daraufhin mit einem Präventivschlag und einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam. "Der Ausverkauf hing mit Nordkorea und der eskalierenden Rhetorik zusammen", sagt Caroline Simmons, Analystin bei UBS Wealth Management in London. "Das scheint nun etwas zu verpuffen."

Bei den Einzelwerten steigen Tesla um 1,7 Prozent. Morgan Stanley hob das Kursziel für den Elektroautohersteller an. Netflix-Papiere geben dagegen 0,2 Prozent nach. Nach Einschätzung des Finanznachrichtenanbieters Barron's könnten die Aktien der Online-Videothek bis Ende des Jahrzehnts mehr als die Hälfte an Wert verlieren, da unter anderem Walt Disney einen eigenen Streamingdienst plane.

Alibaba-Aktien rücken 1,9 Prozent vor, nachdem der Hedgefonds Third Point des Finanzinvestors Daniel Loeb 4,5 Millionen Papiere des chinesischen Online-Händlers erworben hat.

Facebook verbessern sich um 1,6 Prozent. Das Unternehmen bringt seine Verkaufsplattform Marketplace nach Europa und macht damit dem Internet-Händler Ebay Konkurrenz.

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17:40

Die Schweizer Börse ist am Montag unter Führung von Finanz- und zyklischen Werten kräftig gestiegen. Händler sprechen von einer technischen Erholung. Die Anleger seien wegen der Spannungen zwischen den USA und Nordkorea zwar weiterhin ein wenig nervös. Wegen der Bemühungen um eine Entspannung im Konflikt der beiden Länder schöpften sie aber Hoffnung und wagten sich zunehmend aus der Deckung. Im Fahrwasser anziehender Kurse im frühen Handel an der Wall Street baute der SMI die Gewinne noch aus.

Der SMI steigt bis Börsenschluss um 1,7 Prozent auf 9031 Punkte. In der vergangenen Woche hat der Leitindex mit einem Minus von 3,2 Prozent den grössten Wochenverlust in diesem Jahr eingefahren.

Kursbewegende Nachrichten von Unternehmensseite gab es in der sich dem Ende zuneigenden Berichtssaison kaum. Am Mittwoch und Donnerstag wollen mit Geberit, Swiss Life und Swisscom die letzten drei Bluechips-Unternehmen über den Geschäftsgang informieren. Zudem stehen Zwischenberichte von zahlreichen Firmen aus dem breiten Markt auf dem Programm.

Im Zentrum des Interesses sehen Marktteilnehmer allerdings die Zentralbanken: Am Mittwoch wird die US-Notenbank die Mitschnitte der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses veröffentlichen. Am Donnerstag publiziert die Europäische Zentralbank (EZB) das entsprechende Protokoll. Davon erhoffen sich die Marktteilnehmer Aufschluss über eine mögliche Straffung der Geldpolitik.

An die Spitze der Standardwerte setzen sich die Bankaktien Julius Bär, Credit Suisse und UBS sowie die Versicherer Swiss Life und Zurich mit Kursgewinnen von 1,5 bis 3,5 Prozent.

Von den Anteilen zyklischer Firmen ziehen Richemont, Swatch, Geberit, Sika, Adecco, Lafarge-Holcim und ABB um 1 bis 2 Prozent an.

Aber auch die an sich eher als defensive Anlagen geltenden Index-Schwergewichte rücken vor. Die Pharmawerte Roche und Novartis steigen um 0,9 und 2,0 Prozent.

Die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestlé wurden um 1,9 Prozent fester gehandelt. "Der Sektor ist wegen eines Zeitungsberichts über einen Übernahmeangriff auf den Konkurrenten Danone ins Blickfeld der Anleger geraten", sagt ein Händler. Die Titel des französischen Joghurt-Herstellers Danone gewinnen 1,6 Prozent, nachdem die "New York Post" unter Berufung auf einen Insider über ein mögliches Angebot von Kraft Heinz oder Coca-Cola berichtete.

Am breiten Markt waren die Titel von Landis+Gyr mit einem Plus von 3,1 Prozent gefragt. Die Messtechnik-Firma schloss das Quartal per Ende Juni mit einem bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) von 54,6 Millionen Dollar ab. Den Quartalsumsatz bezifferte die im Juli vom angeschlagenen japanischen Toshiba-Konzern an die Börse gebrachte Messtechnikfirma mit 433 Millionen Dollar.

Die Evolva-Aktien sacken um 6,5 Prozent ab. Der Hersteller von Nahrungsmittelzusätzen weitete den Verlust im ersten Halbjahr auf 20,3 von 18,8 Millionen Franken im Vorjahreszeitraum aus. Evolva rechnet 2017 mit einem stabilen Barmittelabfluss, der nach Firmenangaben durch die liquiden Mittel und die Finanzierungsfazilität von Yorkville gedeckt ist. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Montag.)

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15:45

Bemühungen um eine Entspannung im Atomstreit zwischen den USA und Nordkorea schieben die US-Börsen zum Wochenstart an. US-Generalstabschef Joseph Dunford sagte in einem Gespräch mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In, man wolle mit Diplomatie und Wirtschaftssanktionen vorankommen. Es würden aber militärische Optionen vorbereitet, falls diese Bemühungen scheitern sollten. Der Chef des US-Geheimdienstes CIA, Mike Pompeo, hatte bereits am Sonntag erklärt, er halte Sorgen für übertrieben, man stehe vor einem Atomkrieg. Moon mahnte eine politische Lösung an: "Es darf keinen weiteren Krieg auf der koreanischen Halbinsel geben."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnet 0,6 Prozent fester bei 21'987 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 steigt um 0,7 Prozent auf 2458 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legt 0,8 Prozent auf 6313 Stellen zu.

Bei den Einzelwerten steigen Tesla um 2,3 Prozent. Morgan Stanley hob das Kursziel für den Elektroautohersteller an.

Netflix-Papiere geben indes 1,1 Prozent nach. Der Finanzthemenanbieter Barron's hatte am Samstag geschrieben, die Aktien der Online-Videothek könnten bis Ende des Jahrzehnts mehr als die Hälfte an Wert verlieren, da unter anderem Walt Disney einen eigenen Streamingdienst plane.

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12:45

Der Schweizer Aktienmarkt ist freundlich in die neue Woche gestartet und erholt sich etwas von den zuletzt erlittenen Einbussen. Der Leitindex SMI legt bis am Mittag um über 1 Prozent zu, nachdem er in der Vorwoche von den Sorgen um die Nordkorea-Krise belastet um mehr als 3 Prozent zurückgefallen war. Händler sprechen von einer technischen Reaktion. Angeführt wird die breit abgestützte Markterholung von Finanzaktien, doch auch die Schwergewichte Nestlé und Novartis tragen den Aufschwung mit.

Die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA bleiben auch zu Beginn der neuen Woche im Fokus der Anleger. Zwar sei der verbale Konflikt über das Wochenende nicht weiter eskaliert, doch dürfe dies angesichts bevorstehender Militärmanöver der USA und geplanter Raketentests in Nordkorea nicht als Entspannung gewertet werden, warnt ein Händler. Auf der anderen Seite glauben Marktbeobachter nicht, dass Nordkoreas Machthaber einen Krieg riskieren wird. Kommt hinzu, dass China mit der Umsetzung der neuen UN-Sanktionen Nordkorea zum Einlenken bewegen will.

Der SMI steht am Mittag 1,2% höher bei 8991 Punkten, wobei das Tageshoch nicht weit weg bei 8999 Stellen liegt. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewinnt 1,2% auf 1433 und der breite SPI 1,2% auf 10'235 Stellen. Von den 30 SMI/SLI-Titel liegen bis auf Vifor Pharma alle im Plus.

Finanztitel werden am Montag nach den starken Einbussen der Vorwoche gut nachgefragt und die Julius-Bär-Papiere verzeichnen unter den Bluechips mit 2,9% die grössten Kursgewinne. Doch auch UBS und Credit Suisse rücken um 1,7% respektive 1,1% vor. Bei den Versicherern klettern Swiss Life um 1,8% und Bâloise um 1,4% in die Höhe. Die Swiss Life rückt dann zur Wochenmitte mit Halbjahreszahlen in den Fokus.

Branchennachbar Zurich Insurance (Aktie: +1,4% auf 293,30 Franken) hatte am Donnerstag ein solides Zahlenset vorgelegt. Nun hebt die CS das Kursziel um 10 auf 335 Franken an und bestätigt das "Outperform"-Rating. Der Analyst rechnet beim Umbau des Sachgeschäfts mit weiteren Fortschritten. Damit steige die Chance auf eine Dividendenerhöhung, heisst es. Kepler Cheuvreux erhöht das Rating auf "Hold" mit einem neuen Kursziel von 290 Franken. Auch hier wird auf die gestiegene Erwartung an die Ausschüttung verwiesen.

Die Schwergewichte Novartis und Nestlé ziehen um je 1,4% an, wogegen Roche lediglich 0,7% dazugewinnen. Bei Nestlé verweisen Händler auf wiedererwachte Übernahmespekulationen in der europäischen Nahrungsmittelindustrie. Auslöser sei ein Artikel in der New York Post, wonach Nestlé-Konkurrent Danone ins Visier finanzkräftiger US-Rivalen geraten sei. Die Spekulationen seien allerdings "bestenfalls lauwarm", schränken Händler ein.

Einzige Verlierer unter den Bluechips sind die Titel von Vifor Pharma (-0,1% auf 92,55 Franken), die bereits in der Vorwoche um 4,5% zurückgenommen wurden. Für sie hat die CS das Kursziel auf 106 von bislang 114 Franken gesenkt. Wie schon in anderen Instituten, sorgt man sich auch bei der CS um die Profitabilität bei Vifor.

Am breiten Markt büssen Evolva 2,2% nach Vorlage enttäuschender Halbjahreszahlen ein. Das Management überprüft die Strategie und will "zeitnah" wieder Gewinne schreiben. Orell Füssli (-1,7%) musste im Halbjahr sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis einen Rückgang hinnehmen. Derweil sieht sich Alpiq (-1,5%) in Rumänien mit einer nachträglichen Forderung der Steuerbehörde im Umfang von 175 Millionen Euro konfrontiert. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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11:10

Zudem lassen die anziehenden US-Aktienfutures einen freundliche Wochenstart der Wall Street erwarten, heisst es. Die Anleger seien wegen der Spannungen zwischen den USA und Nordkorea aber weiterhin nervös.

Der SMI steigt um 1,2 Prozent auf 8994 Punkte. In der vergangenen Woche hatte der Leitindex mit einem Minus von gut 3 Prozent den grössten Wochenverlust in diesem Jahr eingefahren.

Kursbewegende Nachrichten von Unternehmensseite gibts in der sich zum Ende neigenden Berichtssaison kaum. Am Mittwoch und Donnerstag wollen mit Geberit, Swiss Life und Swisscom die letzten drei Bluechips-Unternehmen über den Geschäftsgang informieren. Ausserdem stehen die Zwischenberichte einiger Firmen aus dem breiten Markt auf dem Programm. Im Zentrum des Interesses sehen Marktteilnehmer allerdings die Zentralbanken: Am Mittwoch wird die US-Notenbank die Mitschnitte der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses veröffentlichen. Am Donnerstag publiziert die Europäische Zentralbank (EZB) das entsprechende Protokoll.

An die Spitze der Standardwerte setzen sich die Bankaktien Julius Bär und Credit Suisse sowie der Lebensversicherer Swiss Life mit Kursgewinnen von mehr als 1,5 Prozent. Von den Anteilen zyklischer Firmen ziehen Adecco, Geberit, Lafarge-Holcim und Swatch mehr als 1 Prozent an.

Aber auch die an sich eher als defensive Anlagen geltenden Index-Schwergewichte rücken zum Teil kräftig vor. Die Pharmawerte Novartis und Roche steigen um 1,4 und 0,8 Prozent. Die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestlé werden um 0,7 Prozent fester gehandelt.

Am breiten Markt sind die Titel von Landis+Gyr mit einem Plus von 3 Prozent gefragt. Die Messtechnikfirma schloss das Quartal per Ende Juni mit einem bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) von 54,6 Millionen Dollar ab. Den Quartalsumsatz bezifferte die im Juli vom angeschlagenen japanischen Toshiba-Konzern an die Börse gebrachte Messtechnik-Firma mit 433 Millionen Dollar.

Die Evolva-Aktien fallen um 4,4 Prozent. Der Hersteller von Nahrungsmittelzusätzen weitete den Verlust im ersten Halbjahr auf 20,3 Millionen Franken aus von 18,8 Millionen Franken Fehlbetrag im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank um 3 Prozent auf 3,6 Millionen Franken. Evolva rechnet 2017 mit einem stabilen Barmittelabfluss, der nach Firmenangaben durch die liquiden Mittel und die Finanzierungsfazilität von Yorkville gedeckt ist.

Die Aktien des Hotel- und Bauunternehmens Orascom steigen am Tag vor dem Halbjahresbericht um 6,3 Prozent.

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09:10

Der Swiss Market Index steigt im frühen Handel um 0,9 Prozent auf 8962 Punkte. Vergangene Woche hatte der SMI mit Blick auf die schwelende Nordkorea-Krise 3,2 Prozent verloren und rutschte unter die Marke von 8'900 Punkten. Die Spannungen zwischen Nordkorea und den USA bleiben auch in der neuen Woche im Blick der Anleger.

Der Finanzsektor konnte am Montag etwas deutlicher als der Gesamtmarkt von der allgemeinen Erholung profitieren, gehörte allerdings in der Vorwoche auch zur Verliererbranche im SMI. Die Titel der Grossbanken UBS und Credit Suisse steigen am Montag vorbörslich um 1,2 Prozent bzw. 1,8 Prozent, die Aktien der Versicherer Bâloise und Zurich klettern je um 1 Prozent. GAM steigen über 2 Prozent, Julius Bär 1,8 Prozent.

Zu den Gewinnern zählen auch Zykliker wie Clariant (plus 0,7 Prozent) oder Adecco (plus 1 Prozent). Die Aktien des Personalvermittlers waren in der Vorwoche nach Vorlage eines enttäuschenden Quartalsberichts um über 7 Prozent abgesackt. Von den Schwergewichten notiert Novartis am höchsten (plus 1 Prozent).

Am breiten Markt hat die in den Bereichen Gesundheits-, Ernährungs- und Wellness-Produkte aktive Evolva den Umsatz im ersten Halbjahr 2017 in etwa stabil gehalten, dabei aber den Verlust ausgeweitet. Die Aktie sinkt 2 Prozent.

Weiter meldete die Industrie- und Handelsgruppe Orell Füssli sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis einen Rückgang. Die Aktie gibt 0,5 Prozent nach. Börsenneuling Landis+Gyr präsentierte Eckwerte zu dem per Ende Juni gelaufenen ersten Quartal des Geschäftsjahres 2017/18. Die Aktie legt 2,4 Prozent zu. Derweil sieht sich Alpiq in Rumänien von einer nachträglichen Forderung der Steuerbehörde im Umfang von 175 Mio EUR konfrontiert. Der Titel sinkt 0,2 Prozent.

08:15

Mittlerweile ist auch der asiatische Aktienhandel beendet. Für den japanischen Leitindex ging es zuletzt 0,96 Prozent abwärts auf 19539,82 Punkte. Wegen der Spannungen zwischen den USA und Nordkorea gab der Dollar nach. Für die japanische Exportwirtschaft verheißt dies schlechte Aussichten, da ein stärkerer Yen die Ausfuhren verteuert. 

Anders sah es in China aus. Für den CSI 300 mit den wichtigsten Aktien der Börsen in Shanghai und Shenzhen ging es im späten Handel um 1,29 Prozent aufwärts auf 3694,14 Punkte. Und dies, obwohl die jüngsten Konjunkturdaten aus der Volksrepublik unter den Erwartungen von Experten geblieben sind. So enttäuschten im Juli neben der Industrieproduktion auch die Daten aus dem Einzelhandel und zu den Sachanlage-Investitionen. Für zusätzliche Belastung könnte allerdings US-Präsident Donald Trump sorgen, der am Montag offiziell eine Untersuchung von Chinas Handelspraktiken einleiten will.

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08:10

Banken und Broker erwarten zu Wochenbeginn leicht steigende Kurse am Schweizer Aktienmarkt. Der Swiss Market Index wird vorbörslich 0,2 Prozent höher indiziert. Die Aktien von Zurich (plus 0,6 Prozent) und ABB (plus 0,4 Prozent) verzeichnen den grössten Zuwachs. Der SMI war im Zuge der wachsenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea deutlich gefallen. Börsianer rechnen nach den kräftigen Kurseinbussen der Vorwoche mit einer technischen Erholung. Zudem sprechen die anziehenden US-Aktienfutures für einen freundliche Wochenstart der Wall Street.

Kursbewegende Nachrichten von Unternehmensseite gibt in der zu Ende gehenden Saison der Quartalsbilanzen kaum. Im Zentrum des Interesses dürften daher die Zentralbanken stehen: Am Mittwoch wird die US-Notenbank die Mitschnitte der jüngsten Sitzung des Offenmarktausschusses veröffentlichen. Am Donnerstag publiziert die Europäische Zentralbank (EZB) das entsprechende Protokoll.

Landis+Gyr hat das Quartal per Ende Juni mit einem bereinigten Betriebsgewinn (Ebitda) von 54,6 Millionen Dollar abgeschlossen. Den Quartalsumsatz bezifferte die im Juli vom angeschlagenen japanischen Toshiba-Konzern an die Börse gebrachte Messtechnik-Firma mit 433 Millionen Dollar. Der Investor Rudolf Maag hält Landis+Gyr zufolge eine Beteiligung 10,2 Prozent.

Die rumänische Steuerbehörde ANAF hat dem Stromkonzern Alpiq provisorisch 175 Millionen Euro Mehrwertsteuer, Gewinnsteuer und Strafsteuern für die Jahre 2010 bis 2014 in Rechnung gestellt. Alpiq bestreitet die Forderung und will eine allfällige endgültige Entscheidung der ANAF anfechten. 

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07:20

Die Ölpreise haben sich zu Beginn der neuen Handelswoche so gut wie nicht von der Stelle bewegt. Am Markt war von fehlenden Impulsen die Rede. Am Montagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 52,01 Dollar. Das waren neun Cent weniger als am Freitag. 

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06:30

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte gegen Ende des Handels 0,84 Prozent tiefer bei 19'564 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 0,82 Prozent auf 1603 Zähler nach. Ein anderes Bild zeigte sich an den Börsen außerhalb Japans. Der betreffende MSCI-Index lag 0,74 Prozent im Plus. Händler machten den stärkeren Kurs des Yen zum Dollar für die Entwicklung verantwortlich. Dieser war im Zuge der wachsenden Spannungen zwischen den USA und Nordkorea gestiegen. Die japanischen Märkte, die am Freitag wegen eines Feiertags geschlossen hatten, holten zudem die Reaktion an den internationalen Börsen nach. Die Yen-Stärke und die geopolitischen Sorgen überlagerten auch die deutlich besser als erwartet ausgefallenen Daten zum japanischen Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal.

Der Euro wurde kaum verändert mit 1,1820 Dollar gehandelt. Zum Yen notierte die US-Währung bei 109,35 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9633 Franken je Dollar und 1,1399 Franken je Euro bewertet. 

(cash/Reuters/AWP)