+++Börsen-Ticker+++ - Nordkorea-Konflikt vergrault Schweizer Anleger

Aus Angst vor einer Eskalation der Nordkorea-Krise haben die Schweizer Anleger zu Wochenbeginn Aktien nur mit spitzen Fingern angefasst.
04.09.2017 17:49
Die Schweizer Börse im Hardturmpark.
Die Schweizer Börse im Hardturmpark.
Bild: ZVG

17:30

Der SMI büsste 0,9 Prozent auf 8864 Zähler ein. Da in den USA wegen des Labor-Day-Feiertags die Börsen geschlossen blieben, hätten sich die Aktivitäten in Grenzen gehalten.

Im Fokus der Anleger standen die Aktien von Novartis. Die schwergewichtigen Papiere büssten 1 Prozent ein. An der Spitze des Pharmakonzerns kommt es zu einem Wechsel. Chef Joseph Jimenez übergibt den Staffelstab nach acht Jahren Anfang 2018 an Vasant Narasimhan.

Die Aktien von Swatch führten die Verliererliste bei den Bluechips an. Laut einem Bericht der "NZZ am Sonntag" will der Uhrenkonzern mit seiner Tochter Belenos nach Verzögerungen im kommenden Jahr mit der Produktion von Batterien für Elektroautos beginnen. Die Aktie büssten 2,2 Prozent ein. Die Scheine von Rivale Richemont sanken um 1,3 Prozent.

Die Finanzwerte büssten meist rund ein Prozent ein. Die Aktien der Grossbank Credit Suisse fielen um 1,2 Prozent und UBS schwächten sich um 0,6 Prozent ab. Die Versicherer sanken um mehr als ein Prozent.

Den ausführlichen Börsenschlussbericht lesen Sie hier.

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17:23

Die Ölpreise haben am Montag keine klare Richtung gefunden. Während der Preis für Nordseeöl moderat fiel, kostete US-Rohöl etwas mehr. Die US-Benzinpreise fielen dagegen recht deutlich zurück.

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17:01

Die Angst vor einer Eskalation der Nordkorea-Krise hat am Montag der Obligationenbörse Auftrieb verliehen. Die Anleger fragten laut Händlern vermehrt nach sicheren Anleihen. Doch nicht nur die Obligationen der Eidgenossenschaft oder deutsche Bundesanleihen seien gefragt gewesen. Auch die üblichen sicheren Häfen wie der Franken oder Gold erfreuten sich reger Nachfrage.

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12:40

Der Atomtest in Nordkorea habe die Anlegerstimmung merklich getrübt. Gefragt seien daher die als sicher geltenden Staatsanleihen, der Franken sowie Gold, hiess es am Markt.

Die Nervosität der Anleger sei zwar ein wenig gestiegen, sagte ein Händler - sie seien aber nicht sehr beunruhigt. "Von Panikverkäufen sind wir weit entfernt. Aber die Leute sind einfach vorsichtig". Das Angstbarometer der Börse, der Volatilitätsindex, stieg um sieben Prozent auf 13,8 Punkte. "Damit sind wir aber noch um einiges vom Jahreshoch von über 18 Punkten entfernt, das wir Mitte August erreicht hatten", sagte ein Börsianer.

Der SMI büsse bis am Mittag 0,75 Prozent auf 8875 Punkte ein. Am Freitag war der Leitindex um 0,2 Prozent gestiegen.

Im Fokus der Anleger standen die Aktien von Novartis. Die schwergewichtigen Papiere büssten knapp ein Prozent ein. An der Spitze des Pharmakonzerns kommt es zu einem Wechsel. Chef Joseph Jimenez übergibt den Staffelstab nach acht Jahren Anfang 2018 an Vasant Narasimhan.

Bei den Papieren zyklischer Firmen stachen Clariant mit einem Kursplus von 0,5 Prozent hervor. Gemäss einem Bericht der "SonntagsZeitung" strebt die gegen die Fusion des Chemiekonzerns mit dem Konkurrent Huntsman opponierende Aktionärsgruppe White Tale die Zerlegung von Clariant an.

Den ausführlichen Mittagsbörsen-Bericht lesen Sie hier.

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10:30

Weiterhin sinkende Kurse - der SMI baut seinen Verlust vom Börsenstart im Morgenhandel leicht aus und steht um 10.30 Uhr 0,8 Prozent im Minus bei 8870 Punkten.

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09:14

Der Schweizer Aktienmarkt reagiert mit Abgaben auf den neuerlichen Atombombentest Nordkoreas am Wochenende. Der SMI rutscht wieder unter 8900 Punkte. Der Swiss Market Index (SMI) geht mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 8886 Punkten in den Handel. Die militärischen Drohgebärden dürften bei den Anlegern erneut für Verunsicherung sorgen. Die Demonstration militärischer Schlagkraft durch Südkorea mit einem simulierten Angriff auf das Atomgelände des nördlichen Nachbarn und die Drohung einer "massiven militärischen Antwort" durch US-Verteidigungsminister James Mattis deuten noch nicht auf Deeskalation hin.

Die Novartis-Papiere reagieren mit einem Minus von 0,4 Prozent auf den angekündigten Wechsel auf dem Chefposten. Die beiden anderen Schwergewichte Roche (-0,6 Prozent) und Nestle (-0,8 Prozent) geben in ähnlicher Grössenordnung ab.

 

Zykliker, Versicherungswerte und Banken leiden deutlicher unter der eingetrübten Marktstimmung. Dem kann sich am breiten Markt Helvetia (-1,1 Prozent) mit positiven Zahlen zum Halbjahr nicht entziehen. Der Konzern hat den Erwartungen entsprechend abgeschnitten und mehr verdient als vor Jahresfrist. 

Auch die Assekuranzen Bâloise, Zürich (-1,1 Prozent), Swiss Re (-0,8 Prozent) und Swiss Life (-1 Prozent) tendieren tiefer. Ebenfalls deutlich sind die Abschläge bei den Grossbanken UBS (-0,6 Prozent) und CS (-0,9 Prozent). Auch gewichtige Zykliker wie ABB (-0,7 Prozent), Adecco, LafargeHolcim oder Lonza zeigen sich im frühen Handel belastet. Bei Givaudan (+0,2 Prozent) hat die Société Générale das Rating und Kursziel erhöht, für Zurich (-0,5 Prozent) sieht HSBC ein höheres Kursziel.

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08:28

Mittlerweile sind die Aktienmärkte in Asien geschlossen. Der japanische Leitindex Nikkei rutschte um 0,9 Prozent auf 19.508,25 Punkte ab. Der breiter gefasste Topix-Index gab ein Prozent nach. Der Auswahlindex in Südkorea verlor 1,2 Prozent auf 2330 Zähler. Auch die Währung des Landes, der Won, kam unter Druck und gab zum Dollar deutlich nach. 

Die Regierung in Südkorea reagierte mit einer Militärübung auf den Atomtest des Nachbarstaates Nordkorea. Im Laufe des Tages sollte der UN-Sicherheitsrat zu einer Sondersitzung zusammentreten. US-Präsident Donald Trump erwägt darüber hinaus einen Abbruch der Handelsbeziehungen zu allen Staaten, die Geschäfte mit Nordkorea machen. "Ein Handelskrieg zwischen den USA und China wäre ein Albtraumszenario für den Aktienmarkt", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. 

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08:09

Die geopolitischen Spannungen rund um Nordkorea stärken den Schweizer Franken. Der Euro-Franken-Kurs sinkt um 0,3 Prozent auf aktuell 1,1404. Zum Dollar ist die Aufwertung noch grösser. Der Dollar-Franken-Kurs notiert bei 0,958 (-0,7 Prozent).

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08:05

Der Swiss Market Index (SMI) wird laut vorbörslichen Daten der Bank Julius Bär am Montag 0,4 Prozent tiefer bei 8911 Punkten gehandelt. Am Freitag ging der Leitindex mit einem Plus von 0,2 Prozent aus dem Handel. Meldung des Morgens ist der Rücktritt von Novartis-CEO Joseph Jimenez per Ende Januar 2018. Die Novartis-Aktie verliert vorbörslich 0,4 Prozent.

Daneben rückt an den Börsen der Nordkorea-Konflikt wieder in den Fokus. Auch asiatische Aktien standen unter Druck, nachdem Nordkorea am Wochenende eine Atombombe getestet hat. Unter den SMI-Einzeltiteln verzeichnen ABB, Adecco, Credit Suisse und UBS (alle -0,5 Prozent) die grössten Einbussen.

Anleger suchten am Montag sichere Anlagemöglichkeiten und griffen zu Gold, das sich um 0,7 Prozent auf 1334 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) verteuerte. Auch der Schweizer Franken, der japanische Yen und deutsche Staatsanleihen waren gefragt. Börsianer erwarteten einen vergleichsweise ruhigen Handel, da die Wall Street wegen eines Feiertags geschlossen bleibt.

 

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07:56

Aus Sorge vor einem Nordkorea-Krieg decken sich Anleger am Montag mit der "Anti-Krisenwährung" Gold ein. Der Preis für das Edelmetall steigt um 0,9 Prozent auf ein Zehn-Monats-Hoch von 1336,88 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

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07:25

Die Ölpreise sind am Montag ohne klare Richtung in die neue Handelswoche gestartet. Am Markt war die Rede von fehlenden Impulsen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete am Montagmorgen 52,52 US-Dollar.  Das waren 23 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg dagegen um 15 Cent auf 47,44 Dollar. Die Benzinpreise in den USA, die seit der Sturmflut in Texas deutlich gestiegen waren, gingen unterdessen etwas zurück. Experten erklärten dies damit, dass einige amerikanische Raffinerien im Golf von Mexiko angekündigt hätten, ihren Betrieb wieder aufnehmen zu wollen. Dies spricht für ein höheres Angebot.

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07:11

Chefwechsel beim Schweizer Börsengiganten Novartis: CEO Joseph Jimenez tritt per Ende Januar 2018 zurück. Sein Nachfolger soll Vasant Narasimhan werden. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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06:45

Der Nikkei in Japan und der Kospi in Südkorea gaben im frühen Handel nach. Experten sprachen allerdings von begrenzten Verlusten: Die Händler hätten im vergangenen Monat immer wieder auf Nachrichten aus Nordkorea überreagiert und seien dafür bestraft worden, erklärte Nicholas Young von Conventus Capital. Der Markt scheine daher inzwischen desensibilisiert zu sein, besonders ohne "eine echte Reaktion der USA". Der Währungsstratege Sean Callow von Westpac stimmte dem zu. "In diesem Jahr war es keine erfolgreiche Strategie, vom schlimmsten Fall auf der koreanischen Halbinsel auszugehen", sagte er.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag rund eine Stunde vor Handelsschluss 0,9 Prozent tiefer bei 19'508 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank ebenfalls um 0,7 Prozent und lag bei 1608 Punkten. Der südkoreanische Kopsi-Index verlor fast 0,9 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans fiel um 0,5 Prozent.

Ein Euro wurde mit 1,1880 Dollar bewertet nach 1,1857 Dollar zuletzt in den USA. Der Dollar wurde mit 109,78 Yen gehandelt nach 110,25 Yen.

 

(cash/Reuters/AWP)