+++Börsen-Ticker+++Nordkorea-Krise macht New Yorker Börsen zu schaffen

Die zunehmenden Spannungen in der Korea-Krise haben die Kurse an den US-Börsen am Dienstag gedrückt.
05.09.2017 22:33
Ein Trader an der Börse in New York greift sich an den Kopf. Die Nordkorea-Krise lastet auf den Börsen.
Ein Trader an der Börse in New York greift sich an den Kopf. Die Nordkorea-Krise lastet auf den Börsen.
Bild: Bloomberg

22:30

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,1 Prozent tiefer auf 21.753 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,8 Prozent auf 2457 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich um 0,9 Prozent auf 6375 Punkte.

Bei den Einzelwerten sorgte eine Fusion für Aufsehen. Flugzeugindustrie-Zulieferer United Technologies (UTC) kauft für 30 Milliarden Dollar den Konkurrenten Rockwell Collins. UTC-Titel rutschten daraufhin um knapp sechs Prozent ab, Rockwell gewannen 0,3 Prozent.

Zu den größten Verlierern zählten die Finanzwerte, deren Index um 2,2 Prozent fiel. Zuvor hatte die US-Notenbankdirektorin Lael Brainard zur Zurückhaltung bei weiteren Zinserhöhungen gemahnt. "Wir sollten beim Straffen der Geldpolitik Vorsicht walten lassen bis wir zuversichtlich sein können, dass die Inflation sich auf unser Ziel zubewegt", sagte die Währungshüterin.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Dienstag zugelegt. Der SMI stieg um knapp 0,1 Prozent auf 8870 Punkte. Nach den Vortagesverlusten hatten Händler allerdings auf eine stärkere Erholung gesetzt.  Die anhaltenden Sorgen im Zusammenhang mit der Nordkorea-Krise bremsten die Kauflust der Anleger merklich. "Nordkorea bleibt das Thema", sagte ein Händler. Eine Entspannung zeichnet sich nicht ab.

Gefragt waren die Aktien von Index-Schwergewicht Nestle mit einem Plus von 0,9 Prozent. Novartis gewann knapp 0,1 Prozent an Wert. Unterstützung kam von guten Produktnachrichten.

Ein uneinheitliches Bild zeigte sich bei den zyklischen Werten.  Die Titel der Grossbanken Credit Suisse und UBS schwächten sich ab. Auch Versicherungstitel tendierten schwächer.

Den ausführlichen Schlussbericht lesen Sie hier.

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16:51

Die Aktien von Vifor Pharma stossen am frühen Dienstagabend vorübergehend in den dreistelligen Kursbereich vor. Beobachtern zufolge decken ausländische Leerverkäufer ihre Wetten gegen die Valoren des Pharmaherstellers aus Bern.

Um 16.46 Uhr gewinnen Vifor Namen noch 2,3% auf 99,25 CHF. Die zuvor erklommenen Tageshöchstkurse liegen gar bei 100,40 CHF. Der Gesamtmarkt (SPI) notiert im Gegenzug um 0,2% über dem Schlussstand vom Vortag. Nicht nur in den Basiswerten, auch im Call-Warrant ist von auffälligem Kaufinteresse die Rede.

Wie es im hiesigen Handel heisst, gehörten die Aktien von Vifor Pharma am Schweizer Markt noch bis vor wenigen Wochen zu den am häufigsten leerverkauften Aktien.

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15:45

Die steigenden Spannungen in der Korea-Krise haben die Kurse an den US-Börsen am Dienstag gedrückt. "Wir sehen aber bislang keine Panik", sagte Peter Cardillo, Chefökonom bei First Standard Financial. "Es ist mehr die Ruhe vor dem Sturm, die Anleger sind vorsichtig."

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte eröffnete mit einem Abschlag von 0,4 Prozent auf 21.902 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,3 Prozent auf 2469 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor ebenfalls 0,3 Prozent auf 6415 Stellen.

Bei den Einzelwerten stand eine Mega-Übernahme bei Flugzeug-Zulieferern im Blick. United Technologies kauft für rund 30 Milliarden Dollar Rockwell Collins, einen Hersteller von Bordelektronik und Innenausstattung. United zahlt mit 140 Dollar in Bar einen Aufschlag von 18 Prozent auf den Aktienkurs vom 4. August. Damals war das Vorhaben bekanntgeworden. United-Aktien verloren am Dienstag rund 2,7 Prozent.

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13:28

Die Schweizer Börse ist auf vorsichtigem Erholungskurs. Die jüngsten BIP-Daten haben dem Franken aber etwas zugesetzt.  Die Wirtschaftsleistung der Schweiz ist im zweiten Quartal nur um 0,3% zum Vorquartal gewachsen. Ökonomen hatten hingegen mit einem Zuwachs von 0,5% gerechnet. Der Eurokurs stieg daraufhin zeitweise bis auf 1,1421 Franken, nachdem er zuvor noch zeitweise bei 1,1368 Franken notiert hatte. Zuletzt wurden 1,1407 CHF bezahlt.

Für die Experten der VP Bank sind die neusten BIP-Zahlen eine klare Enttäuschung. "Das Wachstum enttäuscht, zumal auch die Zuwachsrate für das erste Quartal nach unten revidiert wurde", erklären sie. Gemessen an wichtigen Konjunkturvorlaufindikatoren habe sogar die Hoffnung auf eine Überraschung auf der Oberseite bestanden. Doch: "Von letzterer kann keine Rede sein." Die Hoffnungen würden nun auf dem zweiten Halbjahr liegen.

Auch zum Dollar gab der Franken etwas nach. Der Greenback kostete entsprechend im Mittagehandel 0,9592 nach 0,9563 am Morgen.

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13:26

Die Ölpreise sind am Dienstag gestiegen. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 52,67 US-Dollar. Das waren 33 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 63 Cent auf 47,92 Dollar.

Der Sturm "Harvey" hatte vor wenigen Tagen zahlreiche Raffinerien im Golf von Mexiko zu zeitweiligen Stilllegungen gezwungen. Mittlerweile läuft der Betrieb dort wieder Zug um Zug an. Am Montag waren laut Experten der Commerzbank nur noch 11,4 Prozent der betreffenden Raffinieriekapazitäten geschlossen.

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12:51

Terminkontrakte deuten auf Verluste zu Handelsstart an der Wall Street hin. Die US-Futures geben nach und liegen 0,3 Prozent im Minus. Der Dax büsst einen Teil seiner Gewinne ein und notiert bei 12.157 Punkten noch 0,4 Prozent im Plus, nachdem er zuvor noch bis auf 12.210 Zähler gestiegen war.

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12:44

Anhaltender Aufwärtstrend an der Schweizer Börse: "Es verläuft meist ähnlich bei politischen Märkten. Die erste Reaktion ist die stärkste und danach verblasst ihr Einfluss. Aber die Anleger bleiben dem Geschehen fern", sagte ein Händler. Der SMI notierte zu Mittag um 0,4 Prozent höher mit 8900 Punkten. Am Montag war der Leitindex um 0,9 Prozent gefallen.

Gefragt waren die schwergewichtigen Nestle-Aktien. Das Papier legte 0,7 Prozent zu. Händler sagten, möglicherweise komme nun Bewegung in die Pläne des Nahrungsmittelriesen.

Gefragt waren darüber hinaus einzelne zyklische Werte wie jene des Elektrokonzerns ABB, der Inspektionsfirma SGS und des Sanitärtechnikkonzerns Geberit.

Den ausführlichen Mittagsbörsenbericht lesen Sie hier.

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11:00

Weitere Aufwärtsbewegung an der Schweizer Börse, wenn auch nach wie vor etwas zaghaft. Der SMI steht um 11 Uhr 0,6 Prozent im Plus bei 8915 Punkten. Der SPI schafft ein Plus von 0,5 Prozent auf 10'171 Punkte. Das sind die aktuellen Top-Flop-Aktien im SMI:

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10:46

Der wieder unter 1,19 Dollar notierende Euro weckt bei den Anlegern Spekulationen auf bessere Geschäfte von VW, BMW und Daimler auf dem Weltmarkt. Die Aktien legen zwei bis drei Prozent zu und fahren damit im Dax ganz vorne mit. Auch Peugeot und Renault gewinnen 1,6 und ein Prozent.

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09:55

Erholung an der Börse auch ennet der Grenze: Der Dax hat nach seinem trüben Wochenstart am Dienstag wieder den Vorwärtsgang eingelegt, wenn auch nur langsam. In der ersten Handelsstunde legte der deutsche Leitindex um 0,42 Prozent auf 12 153,63 Punkte zu.

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09:52

Der Euro zieht sich wieder unter 1,19 Dollar zurück und fällt auf 1,1870 Dollar von 1,1911 Dollar im frühen Handel. Händler haben vor allem die EZB-Sitzung am Donnerstag im Fokus.

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09:15

Der Swiss Market Index steigt am Dienstag im frühen Handel um 0,2 Prozent. Getragen wird der SMI vor allem durch die Schwergewichte Nestle (plus 0,2 Prozent) und Novartis (plus 0,25 Prozent). Das Multiple Sklerose Medikament Fingolimod von Novartis hat in einer Phase III-Studie mit Kindern das Hauptziel erreicht. Die Stimmung an den Finanzmärkten dürfte aber weiterhin von dem Atombombentest Nordkoreas und damit von Vorsicht gezeichnet sein. Am Berichtstag fehlen auch die Vorgaben der feiertagsbedingt geschlossenen US-Börse. Eine grössere Relevanz für den Finanzmarkt dürften die Makrozahlen aus der EU (PMI Dienste, Einzelhandelsumsatz) am Vormittag sowie den USA (Industrieaufträge) in der zweiten Tageshälfte haben. 

Fester tendieren die Bankwerte Credit Suisse (plus 0,6 Prozent) und UBS (plus 0,3 Prozent). Die UBS hat im Rahmen einer allgemeinen europäischen Aktienmarktstudie den Bankensektor auf "Overweight" von "Neutral" hochgestuft und im Gegenzug den Pharmasektor auf "Neutral" von "Overweight" zurückgenommen. Roche (minus 0,2 Prozent) tendieren denn auch unter dem Markt.

Im breiten Markt profitieren Sunrise (plus 0,9 Prozent) von einer Kursziel-Erhöhung durch HSBC, welche an ihrer Kaufempfehlung festhält. Und Straumann (plus 2 Prozent) wurde laut Händlern von Merrill Lynch direkt von "Underperform" auf "Buy" hochgestuft.

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08:55

Das Research der HSBC ist den Schweizer Aktien wieder besser gesonnen. Die Bank erhöht das bislang neutral gewichtete Rating auf Schweizer Aktien auf "Overweight" von bislang "Neutral". Hauptargument für die Experten ist die Prognose eines schwächeren Franken. Der Euro/Franken-Kurs dürfte bis Jahresende auf 1,20 steigen, so die Voraussage. Am Dienstag notiert das Währungspaar wieder unter 1,14 Franken, nämlich bei 1,1387.

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08:40

Mittlerweile ist auch der asiatische Aktienhandel beendet. Dabei haben die Unsicherheiten rund um den Nordkorea-Konflikt die Anleger erneut in Schach gehalten. "Solange die Furcht vor weiteren Raketentests bestehen bleibt, werden sich Investoren an die Seitenlinie stellen", sagte Marktstratege Takuya Takahashi vom Brokerhaus Daiwa Securities. Der japanische Leitindex Nikkei ging mit einem Verlust von 0,6 Prozent auf 19'385 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix gab 0,8 Prozent nach. Die Börse in Südkorea gab 0,1 Prozent nach. Börsianer in China blendeten die Nordkorea-Risiken dagegen aus und griffen bei Aktien zu. Die Börse in Shanghai legte 0,2 Prozent auf 3385 Punkte zu. Anleger spekulieren darauf, dass auf dem Kongress der Kommunistischen Partei Mitte Oktober neue Wirtschaftsreformen verkündet werden. 

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08:10

Der Swiss Market Index steigt im vorbörslichen Handel am Dienstag gegen den internationalen Trend um 0,25 Prozent. Stärkste Ausreisserinen nach oben sind die Aktien von Nestlé (plus 0,46 Prozent) und Novartis (plus 0,45 Prozent). Das Multiple Sklerose Medikament Fingolimod von Novartis hat in einer Phase III-Studie mit Kindern das Hauptziel erreicht. Auch Finanzwerte wurden etwas höher indiziert. 

Die Zeichen für Kusranstiege sind eigentlich eher schlecht: Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen (UN), Nikki Haley, sagte am Montag im UN-Sicherheitsrat, der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un bettele mit seinem jüngsten Atomtest um Krieg. Die USA wollten dies nicht, aber ihre Geduld sei nicht grenzenlos. Chefanalyst Ric Spooner vom Brokerhaus CMC Markets sagte, spannend werde nun sein, wie die Börsianer an der Wall Street auf die Verschärfung der Nordkorea-Krise reagieren. Die Börsen blieben dort am Montag wegen eines Feiertags geschlossen.

Anleger dürften sich im Tagesverlauf aber auch wieder den zahlreichen Konjunkturdaten zuwenden. Unter anderem werden die detaillierten Einkaufsmanagerindizes für die Euro-Zone für August erwartet. In den USA stehen die Auftragseingänge für langlebige Güter an. Zudem sprechen noch eine Reihe von US-Notenbankern, darunter Fed-Direktorin Lael Brainard, die im Wirtschaftsklub von New York erwartet wird.

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07:47

Gold steht wegen der geopolitischen Unsicherheiten bei Anlegern weiterhin hoch im Kurs. Das Edelmetall verteuert sich am Dienstag um 0,1 Prozent auf 1335,70 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm).

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07:30

Die Ölpreise haben sich am Dienstag zunächst kaum verändert. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 52,21 US-Dollar. Das waren 0,2 Prozent weniger als am Montag. 

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06:35

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt vor Handelsschluss 0,5 Prozent tiefer bei 19'417 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank ebenfalls um 0,5 Prozent und lag bei 1595 Punkten.Hintergrund waren der jüngste nordkoreanische Atomtest sowie Hinweise darauf, dass ein neuer Raketentest bevorstehen könnte. Der Stratege Takuya Takahashi von Daiwa Securities bezeichnete es als verständlich, dass sich die Investoren in einer solchen Situation zurückhielten.

Die Börse in Shanghai lag 0,1 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,3 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,1 Prozent.

(cash/AWP/Reuters)