+++Börsen-Ticker+++ - Ölpreisfall belastet Dow Jones - Nasdaq erholt

Schwache Ölpreise haben den Dow Jones Industrial am Mittwoch abermals belastet. Zudem blieben die Investoren an der Wall Street nach den jüngsten Kursschwankungen auf hohem Niveau vorsichtig.
21.06.2017 23:36
Blick auf die Anzeigetafel der Börse in New York.
Blick auf die Anzeigetafel der Börse in New York.
Bild: Bloomberg

23:30

Der US-Leitindex knüpfte an seine Vortagesverluste an und schloss 0,27 Prozent im Minus mit 21'410,03 Punkten. Bei 21'535 Zählern hatte er tags zuvor noch ein Rekordhoch erreicht, bevor Gewinnmitnahmen im Sog schwacher Ölpreise und politischer Risiken etwa in Nahost ihn letztlich ins Minus drückten.

Ölwerte wie ExxonMobil oder Chevron gerieten im Sog des Ölpreisrutsches abermals unter Druck. Exxon Mobil büssten mehr als 1 Prozent ein und Chevron fielen um 1,87 Prozent. Spitzenreiter im Dow Jones waren die Anteilscheine des Sportwarenherstellers Nike mit einem Plus von 2 Prozent.

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17:30

Gewinnmitnahmen haben am Mittwoch die Schweizer Börse belastet. Im Fahrwasser besserer Daten vom US-Immobilienmarkt und der im frühen Geschäft stabilen Wall Street wurden die Verluste wieder etwas eingegrenzt.  Der SMI, der zunächst bis 8932 Zähler gefallen war, notierte zuletzt um 0,4 Prozent tiefer auf 8986 Punkten. Das Angstbarometer der Börse, der Volatilitätsindex, stieg um mehr als sechs Prozent.

Für Verunsicherung sorgten zusätzlich fallende Rohstoff- und Erdölpreise.

Bei den Standardwerten büsste der Uhrenhersteller Swatch 0,7 Prozent ein. Die Anteile von Rivale Richemont fielen um 0,3 Prozent.

Der stärkste Druck auf den Leitindex ging von den schwergewichtigen Nestle-Aktien aus, die nach einem Rekordhoch am Dienstag um 1,4 Prozent tiefer notierten.

Unter Abgabedruck standen die Versicherungsaktien Swiss Life, Zurich und Swiss Re.

Die Aktien der Grossbanken holten die Kursabschläge zum Teil auf. Credit Suisse notierten gar 0,3 Prozent höher, während die Anteile der UBS gar 0,4 Prozent im Plus lagen.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

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16:54

Die Ölpreis ist am Mittwoch nach einem Rückgang der wöchentlichen US-Lagerbestände gestiegen.  Die Rohölbestände der USA sind in der vergangenen Woche deutlicher als erwartet gefallen. Die Vorräte sanken um 2,5 Millionen auf 509,1 Millionen Barrel (je 159 Liter), wie das Energieministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten einen Rückgang um 1,0 Millionen Barrel erwartet.

Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1,3 Prozent auf 46,63 Dollar.

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15:45

Die US-Börsen sind am Mittwoch wenig verändert in den Handel gestartet. Auf die Stimmung drückte der Rückgang der Ölpreise, die seit Jahresbeginn rund 20 Prozent gesunken sind.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte in den ersten Minuten knapp 0,1 Prozent höher bei 21.484 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gewann ebenfalls 0,1 Prozent auf 2440 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 0,24 Prozent auf 6203 Stellen.

Aktien von Ölproduzenten standen wegen der geringeren Preise unter Druck. Chevron-Papiere büßten 0,6 Prozent ein, Exxon-Titel 0,7 Prozent.

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14:02

Die Ölpreise arbeiten sich langsam wieder nach oben. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um 0,4 Prozent auf 46,20 Dollar je Barrel (159 Liter). Nach Aussagen des iranischen Ölministers könnte die Opec stärkere Förderkürzungen in Betracht ziehen. Allerdings dürfte sie damit voraussichtlich noch warten, zitierte ihn die iranische Nachrichtenagentur Shana.

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13:00

Der Schweizer Aktienmarkt bewegt sich am Mittwochmittag weiter in der Verlustzone. Der Leitindex SMI war bereits tiefer in den Handel gestartet und hat die Abgaben nochmals etwas ausgebaut. Eingeleitet wurden die sinkenden Kurse durch den schwachen Ölpreis, der insbesondere die Standardwerte an der Wall Street belastete. Hierzulande sind insbesondere Versicherungen und Bankwerte unter Druck und auch die Schwergewichte können nicht Gegensteuer geben. Im weiteren Tagesverlauf werden in den USA Daten zum Hausmarkt und der wöchentliche Ölbericht veröffentlicht.

Der Swiss Market Index (SMI) verliert bis 11.50 Uhr 0,90% auf 8'942,45 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gibt 0,84% auf 1'412,92 Zähler ab und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,82% auf 10'187,86 Punkte.

Den detaillierten Börsen-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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11:38

Der anhaltende Preisverfall beim Rohöl hat Aktienanleger am Mittwoch nervös gemacht. Sie gehen auf Nummer sicher und nehmen Gewinne mit: Dax und EuroStoxx50 verloren jeweils etwa 0,7 Prozent auf 12'740 beziehungsweise 3534 Punkte. "Grundsätzlich bleibt der kurzfristige Ausblick aber positiv", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus AxiTrader. "Mit einer grösseren Rally sollte man bis zum Ende der Handelswoche aber nicht rechnen." Der SMI steht 0,9 Prozent im Minus bei 8945 Punkten.

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11:05

Das Biotechunternehmen Kuros hat grünes Licht, um in Europa ein zweites Produkt zu vertreiben. Sein bei Schädeloperationen als Hirnhautverschluss eingesetzter Dichtungsstoff Neuroseal hat die CE-Kennzeichnung erhalten. An der Börse wird applaudiert.

Die wenig liquide Kuros-Aktie schiesst gegen 11 Uhr bei überdurchschnittlichem Volumen 10,8% auf 15,95 CHF hoch und war im bisherigen Tageshoch gar bis auf 16,45 CHF gestiegen.

Der Anstieg erfolgt allerdings von einem tiefen Niveau aus. Zu Wochenbeginn war der Titel bis auf 13,40 CHF zurückgefallen - dem bisherigen Jahrestief.

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10:15

Weiter negative Vorzeichen an der Schweizer Börse: Der Swiss Market Index (SMI) verliert bis 09.30 Uhr 0,85% auf 8'946,95 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gibt 0,84% auf 1'412,90 Zähler ab und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,83% auf 10'187,02 Punkte.

Die grössten Abgaben weisen unter den Blue Chips die Aktien der Luxusgüterhersteller Swatch (-1,5%) auf. Ebenfalls schwach zeigen sich die Finanzwerte.

Den ausführlichen Beitrag zur Börseneröffnung lesen Sie hier.

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) gibt nach der Eröffnung 0,6 Prozent auf 8970 Punkte nach. Die Schwäche des Ölpreises setzt somit die Aktienanleger am Mittwoch erneut in Unruhe.

Am deutlichsten geben im SMI die Titel von Swatch nach (-1,3 Prozent). Unverändert notieren Novartis. Das Migräne-Medikament Erenumab des Basler Pharmakonzerns hat eine wichtige regulatorische Hürde genommen. Die europäische Medikamentenbehörde EMA hat den Zulassungsantrag für das Mittel akzeptiert. Für die Aktien hat zudem die Deutsche Bank das Kursziel um drei auf 78 Franken angehoben bei unveränderter "Hold"-Bewertung.

Das neben Novartis zweite Pharma-Schwergewicht Roche (GS -0,6 Prozent) zeigt sich unterdessen mit dem Markt schwächer. Dem Gesamttrend folgen auch Nestlé (-0,8 Prozent), nachdem die Aktien des Lebensmittelkonzerns am Vortag noch ein Allzeithoch bei 84,30 Franken markiert hatten.

ABB (-0,9 Prozent) soll laut Medienberichten mit dem indischen Konzern Larsen & Toubro über den Kauf von deren Energie- und Automationssparte verhandeln. Als möglicher Kaufpreis wird eine Summe von bis zu 2,7 Mrd CHF genannt.

Die Finanzwerte zeigen sich nach ihrer Schwäche am Vortag mit UBS (-0,3 Prozent), CS (-0,5 Prozent) und Julius Bär (-0,7 Prozent) vorbörslich erneut auf der Abgabenseite. Bei den Versicherern geben Zurich Insurance (-0,8 Prozent) etwas deutlicher nach. Hier hat Main First laut Händlern die Bewertung auf "Neutral" gesenkt, bei einem Kursziel von 300 CHF.

Am breiten Markt hat Oerlikon (Kurs unverändert) einen wichtigen Schritt im Wachstumsmarkt Additive Manufacturing gemeldet. Mit dem Industrieriesen GE wurde eine Partnerschaft vereinbart, bei dem der US-Konzern 3-D-Druck Produktionssysteme und Dienstleistungen und Oerlikon als Komponentenfertiger und Werkstofflieferant einbringen. In der Forschung und Entwicklung von additiven Produktionssystemen und Materialien wurde eine Zusammenarbeit vereinbart.

 

 

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08:30

An den Aktienmärkten in Fernost hat am Mittwoch der gesunkene Ölpreis den Investoren die Kauflaune verdorben. Wie schon zuvor an der New Yorker Wall Street schürte der Preisrückgang Konjunktursorgen. Anleger befürchteten, dass die Nachfrage versiegen und das globale Wirtschaftswachstum abnehmen könnte. Dies überschattete auch die Aufnahme Chinas in den vielbeachteten MSCI-Index für Schwellenländer, die der Volksrepublik erst im vierten Anlauf gelang.

Der japanische Leitindex Nikkei gab 0,45 Prozent auf 20.138 Punkte nach. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans rutschte 0,8 Prozent ab. Zu den grössten Verlierern gehörte der rohstofflastige Index in Australien. Auch die Märkte in Hongkong und im südkoreanischen Seoul gaben nach. Die Börse in Shanghai notierte dagegen wenig verändert.

Bei den Einzelwerten standen Toshiba-Aktien im Fokus. Der angeschlagene japanische Technologiekonzern hat ein von der heimischen Regierung angeführtes Konsortium als bevorzugten Bieter für seine florierende Chipsparte ausgewählt. Anleger zeigten sich dennoch unsicher darüber, ob der Deal schnell über die Bühne gehen kann. Toshiba-Papiere gaben rund zwei Prozent nach.

Der Euro bewegte sich am Devisenmarkt in Fernost kaum. Er trat bei 1,1131 Dollar auf der Stelle. Zur japanischen Währung gab der Dollar dagegen leicht auf 111,19 Yen nach. 

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) zeigt sich in der von Julius Bär berechneten Vorbörse unverändert. Am Vortag  schloss der Leitindex mit 9024 Punkten geringfügig unter dem Vortagsschluss.

Vorbörslich sind aus dem SMI nur die Titel von Novartis (+0,4 Prozent) und Swisscom (+1,2 Prozent) im Plus. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat den Zulassungsantrag von Novartis für das Medikament AMG334 zur Behandlung von Migräne angenommen. Bei Swisscom liegen ausser der Ernennung von Urs Lehner zum Leiter des Geschäftskundensegments keine News vor. Die weiteren Aktien aus dem Leitindex geben in der Spanne von 0,1 bis 0,2 Prozent nach.

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07:30

Die Ölpreise sind am Mittwoch nach der Talfahrt der vergangenen Handelstage weiter gesunken. Allerdings ging es am Morgen nur noch leicht nach unten. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 45,95 Dollar und damit sieben Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um zwei Cent auf 43,49 Dollar.

Am Markt schwindet das Vertrauen, dass die Förderkürzung der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) das Überangebot an Rohöl eindämmen kann. Dies hat den Preis für Brent-Öl am Vortag noch auf 45,42 Dollar fallen lassen und damit auf den tiefsten Stand seit vergangenen November. Im weiteren Tagesverlauf dürften neuen Daten zu den US-Ölreserven in den Fokus rücken. Experten rechnen mit einem leichten Rückgang der Lagerbestände an Rohöl.

 

 

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06:40

Der japanische Leitindex Nikkei gab bis zum frühen Nachmittag 0,5 Prozent auf 20.136 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 0,4 Prozent auf 1610 Zähler. Zu den Verlieren gehörte etwa der Elektronikkonzern Sony mit einem Abschlag von 1,3 Prozent.

Der Ölpreisrückgang lastete auch auf den meisten anderen Börsen in Fernost. Anleger sorgen sich, dass die Nachfrage versiegt und das globale Wirtschaftswachstum abnimmt. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans rutschte 0,8 Prozent ab. Auch die Märkte in Hongkong und im südkoreanischen Seoul gaben nach. Die chinesische Börse in Shanghai legte dagegen leicht zu. China war zuvor im vierten Anlauf die Aufnahme in den vielbeachteten MSCI-Index für Schwellenländer gelungen.

Der Euro bewegte sich am Devisenmarkt in Fernost kaum. Er trat bei 1,1138 Dollar auf der Stelle. Zur japanischen Währung gab der Dollar dagegen leicht auf 111,19 Yen nach. Der Schweizer Franken lag zum Euro ebenfalls wenig verändert bei 1,0849 wie auch zum Dollar bei 0,9742.

(cash/AWP/Reuters)