+++Börsen-Ticker+++ - Ölpreisrückgang setzt US-Aktienmärkten zu

Der Ölpreisrückgang hat zum Wochenschluss die US-Aktienmärkte belastet. Für Unsicherheit sorgten auch mögliche Auswirkungen der jüngsten Renditenanstiege am Anleihemarkt auf die Aktien.
21.04.2018 00:01
Blick auf die Börse an der Wall Street in New York.
Blick auf die Börse an der Wall Street in New York.
Bild: Pixabay

23:00

Der Dow Jones schloss 0,8 Prozent schwächer bei 24.462 Punkten. Der S&P500-Index notierte mit 2670 Zählern 0,85 Prozent tiefer, der Index der Technologie-Börse Nasdaq verlor 1,3 Prozent auf 7146 Stellen. Auf Wochensicht reichte es beim Dow zu einem Plus von 0,4 Prozent, beim S&P zu plus 0,5 Prozent, beim Nasdaq-Index zu plus 0,6 Prozent. In Frankfurt ging der Dax 0,21 Prozent schwächer bei 12.540,5 Punkten aus dem Handel.

Für Nervosität sorgte der Anstieg der Anleiherenditen. Die zehnjährige US-Staatsanleihe rentierte mit 2,963 Prozent und damit so hoch wie seit dem 21. März nicht mehr. Steigen die Renditen, lockt das Investoren in den Markt, die lieber festverzinsliche Wertpapiere als Aktien wie Immobilienfirmen oder Versorger kaufen.

Der Ölpreis gab nach, nachdem US-Präsident Donald Trump über den Kurznachrichtendienst Twitter das Ölkartell Opec kritisiert hatte.

Auch Technologiewerte gehörten zu den Verlierern. Die Apple-Papiere gaben vier Prozent nach und waren damit die stärkste Bremse für den Dow Jones. Die Morgan-Stanley-Experten verwiesen auf eine schwache Nachfrage nach den jüngsten iPhones, das löste bei Investoren Verkäufe aus. Es steige die Nervosität, was die Geschäftszahlen bei den anderen Unternehmen angehe, sagte Daniel Morgan, Fondsmanager bei Synovus Trust. In der kommenden Woche legen Alphabet, Facebook, Intel und Microsoft ihre Zahlen vor.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Freitag Terrain eingebüsst. Händler machten bei den Marktteilnehmern zunehmend Sorgen über den Anstieg der Öl- und Rohstoffpreise aus. Der SMI verlor 0,3 Prozent auf 8810 Punkte. Zur Vorwoche bedeutet das für den Index aber noch ein kleines Plus.

Bei den 20 Standardwerten notierten zehn höher und zehn tiefer. Erneut wurde der Leitindex vor allem von den Schwergewichten Novartis und Nestle gedrückt.

Die Aktien des Elektrotechnikkonzerns ABB profitierten von Anschlusskäufen an das am Vortag vorgelegte Ergebnis und stiegen um 0,3 Prozent.

Am breiten Markt stachen die Anteile von Inficon mit einem Kursplus von 4 Prozent hervor. Die Vakuum-Technik-Firma hat den Betriebsgewinn im ersten Quartal um fast ein Fünftel gesteigert.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:40

Die aktuelle Schwäche der Rohölwerte überschattet die starken Geschäftszahlen einiger Großkonzerne. Die Aktienindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 kamen zur Eröffnung am Freitag kaum vom Fleck. Die Aktien von Ölförderern wie Exxon Mobil oder Chevron gaben bis zu 0,3 Prozent nach. Sie litten unter dem Rückgang des Ölpreises, ausgelöst durch eine Wortmeldung von US-Präsident Donald Trump auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Dieser kritisierte die Opec für die Preissteigerungen der vergangenen Wochen. "Das ist nicht gut und wird nicht akzeptiert!" Die US-Sorte WTI, die sich zunächst auf knapp einem Dollar ihrem Dreieinhalb-Jahres-Hoch von 69,56 Dollar je Barrel (159 Liter) angenähert hatte, verlor daraufhin bis zu ein Prozent auf 67,62 Dollar.

Zu den Favoriten der Wall Street gehörte General Electric (GE). Der Siemens-Rivale verdreifachte seinen Gewinn auf 369 Millionen Dollar und übertraf damit die Markterwartungen. Die Aktien des Mischkonzerns stiegen zur Eröffnung um sieben Prozent. Das ist der grösste Kurssprung seit drei Jahren.

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14:54

Der Euro hat seinen morgendlichen Ausflug über die Marke von 1,20 Franken beendet. Bis auf 1,2008 Franken trug ihn dieser, bevor die Anschlusskäufe ausblieben und erste Gewinnmitnahmen einsetzten. Seither büsste die Gemeinschaftswährung rund einen viertel Rappen und steht gegen 14 Uhr bei 1,1974 Franken.

SNB-Präsident Thomas Jordan hatte am Morgen nachgeholfen: Die Nationalbank habe es "nicht eilig", ihre Geldpolitik anzupassen, sagte er in einem Interview mit Bloomberg TV. Der jetzige Rückgang des Frankens gehe zwar in die "richtige Richtung", die Schweizer Währung ist aber in der Einschätzung nach immer noch ein "sicherer Hafen".

Markttechniker denken zudem, dass der einstige Mindestkurs mehr als bloss eine psychologische Hürde ist. In dieser Region verliefen auch stärkere Widerstände.

Auch zum US-Dollar ist der Euro am Freitag gefallen. Am frühen Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2308 US-Dollar gehandelt und damit rund einen halben Cent niedriger als am Morgen. Zwischenzeitlich fiel der Kurs sogar unter 1,23 Dollar. Die Euro-Schwäche war weitgehend auf eine Stärke des Dollar zurückzuführen.

Der US-Dollar legte dagegen auch zum Franken etwas zu. Er kostet am Freitag zur Tagesmitte 0,9731 Franken.

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14:15

Die Ölpreise sind nach einem Tweet von US-Präsident Donald Trump auf dem Rückzug. Brent verliert gut ein Prozent auf 72,95 Dollar je Barrel (159 Liter), WTI gibt ebenfalls ein Prozent auf 67,62 Dollar je Fass nach. Trump hatte getwittert, es sehe so aus, als ob der Ölpreis künstlich hochgetrieben werde und die Opec Spielchen spiele. Dies werde nicht akzeptiert werden.

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12:57

Die Schweizer Börse hat am Freitag Terrain eingebüsst. Händler machten bei den Marktteilnehmern zunehmend Sorgen über den Anstieg der Öl- und Rohstoffpreise aus.  Der SMI notierte mit 8810 Punkten um 0,3 Prozent im Minus. Gegenüber der Vorwoche bedeutet das für den Index aber noch einen Anstieg von 0,4 Prozent.

Positiv sei, dass der Franken weiter im Abwärtstrend sei. Erstmals seit der Aufhebung der Euro-Untergrenze durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) im Januar 2015 kostete ein Euro wieder 1,20 Franken. "Wenn der Franken sich weiter abschwächt, verbessert sich die Situation für die zahlreichen stark auf Europa ausgerichteten Industriefirmen", sagte ein Händler. "Der schwächere Franken hat zum Teil auch schon Auswirkungen auf die Schätzungen von Analysten, was wiederum die Kurse bewegen könnte", kommentierte die Valiant Bank.

Bei den 20 Standardwerten waren zehn höher und zehn tiefer. Erneut wurde der Leitindex vor allem von den beiden Schwergewichten Novartis und Nestle gedrückt. Sie belasteten den Index mit insgesamt 30 Zählern.

Den ausführlichen SMI-Mittagsbericht lesen Sie hier.

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10:45

Wachsende Zweifel an einer Zinserhöhung im Mai haben dem Pfund erneut zu schaffen gemacht. Die Währung des Vereinigten Königreichs fiel am Freitag um 0,4 Prozent auf ein Zwei-Wochen-Tief von 1,4033 Dollar. Der Chef der britischen Notenbank, Mark Carney, hatte in einem Interview am Donnerstag Erwartungen gedämpft, dass die Bank of England nächsten Monat aktiv werden könnte. Die Zweifel an einem Zinsschritt im Mai könnten nächste Woche noch zunehmen, wenn die britischen BIP-Daten für das erste Quartal enttäuschend ausfielen, erklärten die Analysten der BayernB.

Von Reuters befragte Analysten hatten mehrheitlich damit gerechnet, dass die Notenbank bei ihrer Sitzung am 10. Mai den Leitzins auf 0,75 von derzeit 0,5 Prozent anheben wird. Nach Carneys Äusserungen hatte das britische Pfund am Donnerstag gut einen US-Cent zum Dollar nachgeben.

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10:15

Am Schweizer Aktienmarkt ist nach einer bewegten ersten Wochenhälfte zum Ende hin Ruhe eingekehrt.  Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 10:15 Uhr um 0,2 Prozent tiefer bei 8'817 Punkten womit sich zum Vergleich zur Vorwoche ein Plus gut einem halben Prozent errechnet.

Geprägt wird das Marktgeschehen von den Abgaben der Index-Schwergewichte Nestlé (-0,5%) und Novartis (-1,0%), die beide am Donnerstag Quartalszahlen vorgelegt hatten. Während Nestlé am Donnerstag leicht zugelegt hatten, wurden Novartis um beinahe 2 Prozent zurückgenommen.

ABB zündeten am Donnerstag nach Zahlen ein Kursfeuerwerk und weiten am Berichtstag die Avancen um 1,1% aus.

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09:31

Anleger decken sich nach einem deutlich geschrumpften Verlust mit Aktien von Ericsson ein. Die Titel steigen an der Börse in Stockholm um 16 Prozent auf ein Elf-Monats-Hoch von 64,56 schwedische Kronen.

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09:10

Zum Abschluss der Börsenwoche startet der Swiss Market Index praktisch unverändert in den Handel starten. Der Swiss Market Index (SMI) startet unverändert bei 8833 Punkten. Die Anleger suchen weiterhin nach einer Richtung, meint ein Marktbeobachter. Ob die Anfang April begonnene Erholung weitergehe, oder nur ein "Intermezzo" gewesen sei, bleibe vorerst offen. Während geopolitische Sorgen wie etwa der Handelsdisput zwischen den USA und China etwas in den Hintergrund gerückt seien, würden mit den steigenden Rohstoffpreisen Zinsängste an die Märkte zurückkehren und das Kaufverhalten vorerst dämpfen, heisst es. Mit Blick auf den Handelsverlauf stehen konjunkturseitig kaum Impulsgeber auf dem Programm.

Die Index-Schwergewichte Novartis (-0,6 Prozent), Nestlé (-0,3 Prozent) und Roche (+0,1 Prozent) starten verhalten bis leicht negativ. Die Novartis-Aktie gibt somit weiter nach, nachdem bereits am Vortag deutlichen Abgaben von beinahe 2 Prozent zu Buche standen. Beim Pharmakonzern haben sich unter Anlegern anlässlich der Publikation der Quartalszahlen die Zweifel an der Produktpipeline aufgebaut. Barclays hat in der Folge das Kursziel gesenkt und verweist etwa auf die schwache Entwicklung des Schuppenflechtemittels Cosentyx.

Nestlé hatten am Donnerstag mit den Zahlen zum ersten Quartal leicht zugelegt und ABB zündeten gar ein Kursfeuerwerk. Sowohl UBS als auch Société Générale erhöhten mit Blick auf die verbesserten Aussichten ihre Kurszielschätzungen. ABB liegen heute erneut im Plus (+0,9 Prozent).

Am breiten Markt hat Implenia (Kurs unverändert) einen weiteren Auftrag gewonnen. Das Bauunternehmen darf das Parking im Kunstmuseum Basel bauen. Derweil hat das Messtechnikunternehmen Inficon (noch kein Kurs) im ersten Quartal bei Umsatz und Betriebsgewinn Rekordwerte erreicht.

Die Abgaben sind am Tag des Dividendenabgangs bei Cembra (-3,5 Prozent), Georg Fischer (-1,5 Prozent) oder Vontobel (-3,0 Prozent) nicht erstaunlich.

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08:30

Deutliche Kursverluste bei Technologie-Werten haben Asiens Börsen am Freitag in den Keller gezogen. Der bedeutende taiwanische Chiphersteller TSMC hatte einen unerwartet schwachen Umsatzausblick gegeben, was Sorgen um die Geschäfte in der ganzen Smartphone-Branche auslöste. TSMC gehört zu den wichtigsten Zulieferern von Apple und anderen namhaften Herstellern.

Während sich Japans Börse noch einigermassen stabil halten konnte, fielen die Leitindizes in China und vor allem Taiwan um bis zu 2 Prozent. TSMC selbst - die Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. - büsste im laufenden Handel um mehr als 6 Prozent ein. Das Unternehmen rechnet im laufenden Quartal mit 1 Milliarde US-Dollar weniger Umsatz als Analysten bislang erwartet hatten. Zugleich kappte TSMC seine Wachstumserwartungen an den Gesamtmarkt.

Der Chiphersteller gilt angesichts der namhaften Kundenliste, auf der auch Qualcomm oder Nvidia stehen, als Gradmesser für die Branche. So waren Apple-Aktien nach dem enttäuschenden Umsatzausblick im US-Handel um annähernd 3 Prozent abgerutscht.

Der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Werten aus Schanghai und Shenzhen büsste vor diesem Hintergrund im späten Handel fast anderthalb Prozent ein. Der Hang Seng in Hongkong fiel um ein halbes Prozent. Am heftigsten traf die Tech-Verkaufswelle aber Taiwans Taiex, der bis zum Handelsschluss um 1,75 Prozent einknickte.

Dagegen konnte sich der japanische Leitindex Nikkei 225 mit 22 162,24 Punkten letztlich annähernd stabil halten. Das Minus lag bei 0,1 Prozent. Ein schwächerer Yen half den Kursen, weil dies die Exportaussichten für Japans Industrie aufhellt.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse mit plus 0,06 Prozent nur minim zu. Bereits im gestrigen Handel schloss der Leitindex praktisch unverändert bei 8833 Punkten.

Von den SMI-Firmen liegen heute Vormittag keine kursrelevanten Informationen vor, deshalb fällt auch kein Titel auf oder ab. Sämtliche Werte haben vorbörsliche Zuwächse in der Spanne zwischen 0,03 bis 0,09 Prozent.

Mit einem Dividendenabschlag gehandelt werden die Papiere von Georg Fischer, Cembra und Vontobel.

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07:30

Es ist geschafft: Die von Charttechnikern als schwierige Hürde angesehene Marke von 1,20 wurde überboten. Der Euro ist derzeit 1.2003 Franken wert.

Hier die Entwicklung des Euro-Franken-Kurses im heutigen Handel:

06:40

Der Euro wurde kaum verändert mit 1,2336 Dollar gehandelt. Zum Yen notierte die US-Währung bei 107,63 Yen. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9720 Franken je Dollar und 1,1998 Franken je Euro gehandelt.

Lesen Sie zum Thema Währungen auch: Warum der Yen so beliebt ist

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06:35

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte im Nachmittagshandel 0,1 Prozent im Minus bei 22.168 Punkten.

Auf den Verkaufslisten standen Technologieaktien wie Tokyo Electron-Papiere, die 2,4 Prozent nachgaben. Auslöser war eine gedämpfte Einschätzung des Apple-Zulieferers Taiwan Semiconductor (TSMC) zur weltweiten Smartphone-Nachfrage. Davon wurden auch andere Chip-Aktien in Mitleidenschaft gezogen. Ausgeglichen wurden die Verluste mehr oder weniger durch Gewinne von Finanztiteln.

(cash/AWP/Reuters)