+++Börsen-Ticker+++ - Ölpreisrutsch belastet nach Dow-Rekord

Der Ölpreisverfall hat die Anleger an der Wall Street nach der jüngsten Rekordrally am Dienstag vorsichtiger gestimmt.
20.06.2017 23:12
Der sinkende Ölpreis belastet die US-Börsen.
Der sinkende Ölpreis belastet die US-Börsen.
Bild: pixabay.com

22:45

Für den Dow Jones Industrial reichte es im frühen Handel zwar für einen kleinen Sprung auf ein Rekordhoch bei 21'535 Punkten, anschliessend fiel er aber wieder ins Minus zurück. Rund zwei Stunden vor dem Handelsende notierte er 0,07 Prozent im Minus bei 21'513,24 Zählern.

Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es nach einem Rekordhoch zum Wochenstart nun um 0,40 Prozent auf 2'443,66 Punkte nach unten. Der technologiewertelastige Nasdaq 100 fiel nach seiner Vortageserholung um 0,40 Prozent auf 5'749,40 Punkte. Verluste bei Tech-Werten hatten zuletzt Bedenken unter Anlegern in puncto deren hoher Bewertungen geweckt.

Zu den grössten Verlierern im Dow Jones zählten angesichts schwacher Ölpreise die Papiere der Ölkonzerne Chevron und Exxon Mobil. Sie fielen jeweils um 1,22 Prozent beziehungsweise 0,69 Prozent. Für die Anteilscheine von McDonalds ging es hingegen um 0,63 Prozent nach oben, nachdem das Investmenthaus Cowen sie hochgestuft hatte.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Dienstag anfängliche Kursgewinne wieder preisgegeben. Die Anleger habe der Mut verlassen, sagten Händler. Die SMI-Gewinne schmelzen zum Börsenschluss hin wieder weg. "Wir sind stark gestiegen und die Entwicklung an den Märkten verläuft allmählich etwas harzig", sagte ein Börsianer. "Vielleicht ist es an der Zeit, ein paar Chips vom Tisch zu nehmen." Der SMI schliesst mit 9024 Punkten geringfügig unter dem Vortagsschluss. Vorübergehend war der Leitindex bis auf 9067 Zähler gestiegen.

Vor allem Kursgewinne der Index-Schwergewichte Nestle und Novartis hielten den Markt in der Gewinnzone. Die Anteile von Nestle zogen 0,7 Prozent an. Die Novartis-Aktien stiegen um 0,8 Prozent.

Die Aktien der Banken rutschten im Verlauf ins Minus. UBS gund Credit Suisse schwächten sich um 1,1 Prozent ab.

Den ausführlichen Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:45

An der Wall Street zeigen sich die Anleger nach neuen Rekordständen zurückhaltend: Die wichtigen US-Börsenbarometer starteten am Dienstag etwas tiefer in den Handel.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte in den ersten Minuten 0,1 Prozent schwächer bei 21.518 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 sank 0,2 Prozent auf 2448 Zähler. Beide waren am Montag auf neue Höchstwerte gestiegen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verlor 0,3 Prozent auf 6223 Stellen. Er hatte zu Wochenbeginn besonders deutlich zugelegt.

Auf die Stimmung drückte der Rückgang der Ölpreise. Sie rutschten auf den tiefsten Stand seit mehr als sieben Monaten, weil Anleger auf eine Fortsetzung der Ölschwemme spekulierten.

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12:50

Die Schweizer Börse hat am Dienstag an den Aufwärtstrend der vergangenen Tage angeschlossen. Vor allem Kursgewinne der Index-Schwergewichte Nestle und Novartis hievten den Markt hoch. Die Stimmung hoben Händlern zufolge auch die guten Vorgaben aus den USA und Japan sowie der Hoffnung auf umfassende Reformen der neuen Regierung in Frankreich. Der SMI legte 0,2 Prozent auf 9050 Punkte zu.

Die Anteile von Nestle zogen 0,7 Prozent an. Der Lebensmittelkonzern baut sein Geschäft weiter um und beteiligt sich an der New Yorker Firma Freshly, einem Anbieter von frisch zubereiteten Mahlzeiten.

Die Novartis-Aktien stiegen um 1,2 Prozent. Vielversprechende Testergebnisse versprechen Schub für das in der Entwicklung steckende Augenmedikament RTH258. Roche hingegen gibt 1,2 Prozent nach, Händler sprechen von Umschichtungen in Richtung Novartis.

Uneinheitlich zeigten sich zyklische Werte. Die Aktien der Banken waren wenig verändert. UBS rückten leicht vor, während sich Credit Suisse geringfügig abschwächten.

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12:45

Spekulationen auf ein anhaltendes Überangebot drücken die Ölpreise tiefer. Brent verbilligt sich um 2,3 Prozent auf 45,85 Dollar je Barrel. Das ist der tiefste Stand seit mehr als sieben Monaten. WTI gibt 2,2 Prozent auf 43,22 Dollar ab - ebenfalls ein Sieben-Monats-Tief.

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10:17

Spekulationen auf eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank Fed haben dem Dollar am Dienstag weiter Auftrieb gegeben. Der Dollar-Index, der den Wert des "Greenback" im Vergleich zu anderen wichtigen Währungen misst, stieg um 0,1 Prozent auf ein Drei-Wochen-Hoch von 97,62 Punkten.

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10:10

Es geht weiter aufwärts an der Schweizer Börse: Der Swiss Market Index (SMI) zieht bis 09.30 Uhr um 0,30% auf 9'057,80 Punkte an. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewinnt 0,33% auf 1'434,49 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,30% auf 10'320,19 Zähler.

Nestlé steigen um 0,6% und erklimmen ein neues Allzeithoch. Dem stehen Abgaben von 0,9% auf 253,10 CHF in Roche gegenüber. Exane BNP Paribas hat das Rating die Genussscheine auf "Neutral" von "Outperform" gesenkt und reduziert das Kursziel auf 250 von 290 CHF.

Die Bankaktien Credit Suisse (+0,3%), Julius Bär (+0,4%) und UBS (+0,4%) tendieren mehr oder weniger mit dem Gesamtmarkt. Die Versicherer haben mit Swiss Life (+1,2%), Swiss Re (+1,3%) und Zurich Insurance (+0,7%) die Nase vorne.

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09:43

Eine Senkung der Anlageempfehlung hat bei den Aktien von DKSH eine Verkaufswelle ausgelöst. Der Aktienkurs des Marktexpansionsdienstleisters büßte am Dienstag in einem festeren Markt vier Prozent auf 78,25 Franken ein.

Credit Suisse stufte den Titel auf "Neutral" von "Outperform" herab. Das Kursziel wurde auf 82 von 83 Franken gesenkt. Bei der Bank of America Merlyll Lynch lautet die Empfehlung neu "Neutral" nach "Buy" und das Kursziel 88 Franken.

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09:30

Der deutsche Leitindex Dax ist derweil nicht zu bremsen: Das Frankfurter Börsenbarometer eröffnet den Handel um 0,4 Prozent höher mit 12'937 Punkten - das war so hoch wie noch nie.

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09:25

Eine Viertelstunde nach Handelsbeginn liegt der SMI um 0,3 Prozent bei 9056 Punkten höher. Bei Novartis (+1 Prozent) hält der positive Newsflow auch am Dienstag an: Gemeldet wurden gute Daten zum Augenmittel RTH258 zur Behandlung von altersbedingter neovaskulärer Makula-Degeneration. Swiss Life (+1,1 Prozent) und Swiss Re (+1 Prozent) steigen ebenfalls deutlich, wobei letztere von einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank profitiert. Zurich steigen um 0,7 Prozent.

Aryzta sinken derweil um 0,3 Prozent. Der Backwarenkonzern hat Keith Cooper zum CEO des Amerika-Geschäftes auf einer ad-Interim Basis ernannt. Aryzta ist nach einer schweren Krise und dem Abgang von CEO, CFO und CEO Americas seit einiger Zeit mehr oder weniger führungslos. Zudem wurde bekannt, dass sich der spanische Fondsmanager Francisco Garcia Parames via Cobas Asset Management mit 3,16 Prozent an Aryzta beteiligt hat.

Clariant ziehen hingegen um 1,7 Prozent an, nachdem Société Générale das Rating den Chemiekonzern auf "Buy" von "Hold" und das Kursziel auf 25 von 20 Franken erhöht hat. Der zuständige Analyst rechnet mit einer Erholung in den Kerngeschäften. Und die Synergien und das künftige Transformationspotenzial werde den zyklischeren Produktemix wettmachen, den Clariant nun mit der Fusion mit Huntsman erhalte.

Am breiten Markt hat Implenia (-0,3 Prozent) auf sich aufmerksam gemacht. Der Baukonzern hat von Swiss Prime Site einen Grossauftrag im Umfang von 300 Mio Franken erhalten. Der Projektplan sieht den Bau neuer Immobilien in Genf bis 2021 vor. Der Jahresumsatz von Implenia lag letztes Jahr bei 3,27 Mrd Franken.

Der Neuzugang der Versandapotheke Zur Rose konkretisiert sich. Am Vorabend schufen ihre Aktionäre an einer ausserordentlichen Generalversammlung die Voraussetzungen für einen Börsengang geschaffen.

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09:15

Der Leitindex Nikkei kletterte am Dienstag auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren und ging mit einem Plus von 0,8 Prozent mit 20.230 Punkten aus dem Handel. An vielen anderen Börsen in Fernost waren Investoren dagegen zurückhaltender. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans trat auf der Stelle.

Während der technologielastige Index in Taiwan anzog, gaben die Kurse in Australien nach. In China notierte der Index wenig verändert. Viele Investoren warteten dort auf eine Entscheidung des Index-Anbieters MSCI über die Aufnahme chinesischer Aktien in den Index für Schwellenländer.

Bei den Einzelwerten zählte in Tokio der Elektronikkonzern Panasonic, mit einem Plus von rund zwei Prozent zu den Gewinnern. Nach Auffassung von Analyst Mutsumi Kagawa vom Broker Rakuten Securities habe es zwar eine Korrektur bei den High-Tech-Werten gegeben. Angesichts der Wachstums- und Gewinnaussichten von Technologie-Unternehmen wäre es aber verfrüht zu sagen, die Rally in der Branche sei vorüber.

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08:25

Der SMI steigt vorbörslich um 0,7 Prozent auf 9036 Punkte. Sämtlich der 20 Grosskonzern-Aktien stehen im Plus. Am deutlichsten steigt der Kurs bei Swiss Re (+0,58 Prozent), nach einer Kaufempfehlung durch die Deutsche Bank.

Findet die Kaufempfehlung für die Swiss-Re-Aktie Nachahmer?

An diesem nachrichtenarmen Tag sind ansonsten keine Ausreissser zu beoachten. Tendenziell stärker als der Markt steigen Zykliker wie ABB, Adecco (beide +0,12 Prozent) sowie Givaudan und LafargeHolcim (+0,11 Prozent) sowie die Grossbanken Credit Suisse (+0,14 Prozent) und UBS (+0,12 Prozent).

Die Vorbörsen-Kurse des SMI finden sich hier.

Gestern herrschte an der Börse gute Stimmung, weil der reformorientierte französische Präsident Emmanuel Macron eine Parlamentsmehrheit erhielt. Heute richten Investoren ihre Aufmerksamkeit unter anderem auf die Zahlen zur Leistungsbilanz der Euro-Zone und der USA. Von diesen erhoffen sie sich Hinweise auf die Geldpolitik der US-Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB).

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07:40

Die Ölpreise haben sich am Dienstag nicht verändert - trotz Spannungen am Persischen Golf. Am frühen Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent wie am Vortag 46,91 US-Dollar. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) verharrte bei 44,20 Dollar. Nach Einschätzung von Experten spielt das Überangebot an Rohöl weiterhin die entscheidende Rolle am Ölmarkt.

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06:45

Der Leitindex Nikkei 225 setzte seine jüngste Rally fort und stieg auf den höchsten Stand seit Mitte 2015. Kurz nach der Handelspause zum Mittag in Tokio gewann er 1,13 Prozent auf 20 294 Punkte.

Damit baute er seine jüngste Gewinnserie aus - seit dem Zwischentief vor knapp zwei Monaten legte der Nikkei 225 zirka 2000 Punkte oder rund elf Prozent zu. Auf Jahressicht summiert sich das Plus auf gut 35 Prozent. Damit entwickelte sich der bekannteste japanische Aktienindex besser als der US-Leitindex Dow Jones.

 

 

An den meisten anderen Börsen in Fernost gab es dagegen wenig Bewegung. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans trat ebenso auf der Stelle wie die chinesische Börse in Shanghai sowie die Märkte in Hongkong und im südkoreanischen Seoul.

Auch am Devisenmarkt bleib es ruhig. Der Euro notierte kaum verändert bei 1,1157 Dollar. Der Dollar legte zur japanischen Währung leicht zu auf 111,66 Yen. Der Schweizer Franken lag zum Euro ebenfalls wenig verändert bei 1,0877 wie auch zum Dollar bei 0,9749.

(AWP/Reuters/cash)