+++Börsen-Ticker+++ - Pharmawerte und Nestle lasten auf der Schweizer Börse

Die Schweizer Börse ist am Montag abgebröckelt. Wegen eines Feiertags in China und in den USA vermissten Händler richtungsweisende Impulse und das Geschäft verlief bei dünnen Umsätzen in ruhigen Bahnen.
19.02.2018 17:35
Pharmawerte und Nestle lasten auf der Schweizer Börse
Bild: cash

17:30

Der SMI sank um 0,9 Prozent auf 8908 Punkte. In der Vorwoche hatte der Leitindex mit einem Kursplus von 3,5 Prozent die stärkste Woche seit Anfang Dezember 2016 verbucht. Die Mehrheit der Standardwerte notierte schwächer. Der grösste Druck ging von den schwergewichtigen Pharmawerten Novartis und Roche aus, die gut ein Prozent einbüssten. Auch Nestle verlor gut ein Prozent. Damit war der grösste Teil des Indexrückgangs den drei Schwergewichten geschuldet.

Gefragt waren die Anteile von Versicherern. Swiss Re stiegen um 0,7 Prozent. Der japanische Mischkonzern Softbank würde einen Einstieg bei dem Rückversicherer selbst finanzieren und nicht über sein Investmentvehikel, berichtete die "Finanical Times".

Eine Kaufempfehlung der UBS schob die Aktien von Swiss Life 1,3 Prozent hoch.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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17:16

Trotz der Aussicht auf eine weiter steigende US-Ölförderung sind die Ölpreise am Montag gestiegen. Nordseeöl der Sorte Brent verteuerte sich um 0,9 Prozent auf 65,45 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI kostete mit 62,28 Dollar ein Prozent mehr. Allerdings waren angesichts eines US-Feiertags die Umsätze nicht sehr hoch. Auslöser der Käufe seien unter anderem neue Spannungen im Nahen Osten, sagten Händler. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Wochenende Iran als die grösste Bedrohung der Welt bezeichnet.

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15:40

Vor der nächsten Flut an Firmenbilanzen haben sich die Anleger an den europäischen Aktienbörsen am Montag bedeckt gehalten. Die US-Börse bleibt wegen eines Feiertages geschlossen. Zu Wochenbeginn rutschten Dax und EuroStoxx50 um je 0,3 Prozent auf 12'416 und 3415 Punkte ab. Auch die Schweizer Börse steht im Minus. Der SMI baut die Verluste am Nachmittag etwas aus auf knapp minus 0,5 Prozent. Impulse aus den USA fehlten, da die Wall Street feiertagsbedingt geschlossen bleibt.

Die weitere Kursentwicklung dürfte aber stark von der Stimmung in New York abhängen. "Jegliche deutliche Abweichungen vom aktuellen Kursniveau dürften morgen mit dem nach dem US-Feiertag zurückkehrenden Volumen noch einmal auf die Probe gestellt werden", sagte Marktanalyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC-Markets.

"Insgesamt befinden sich die Aktienmärkte weiter auf Richtungssuche", sagte Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTrader. Die grosse Frage sei, ob die Firmen mit ihren Geschäftsergebnissen die Sorgen von Aktionären vor steigenden Zinsen in den Hintergrund drängen könnten.

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12:59

Die Ölpreise haben am Montag zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete gegen Mittag 65,26 US-Dollar. Das waren 42 Cent mehr als am Freitag. Die Ölpreise haben damit ihre in der vergangenen Woche begonnene Erholung fortgesetzt. Nach einer Talfahrt legen die Notierungen seit Mittwoch wieder zu. Rohstoffexperten der Commerzbank erklärten die steigenden Ölpreise mit einer freundlichen Stimmung an den Aktienmärkten, die auch am Ölmarkt für mehr Kauflaune sorge.

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12:55

 Der Schweizer Aktienmarkt hat zu Beginn der neuen Woche nach der zuletzt kräftigen Erholung eine Verschnaufpause eingelegt. Nachdem der Leitindex SMI in der Vorwoche mit einem Plus von 3,5% zurück bis an die Schwelle von 9'000 Punkten geklettert war, büsst er nun leicht an Wert ein. Belastend wirken vor allem die Kurseinbussen der Index-Schwergewichte, dagegen rücken Finanzaktien weiterhin vor. 

Der Swiss Market Index (SMI) verliert bis um 12.10 Uhr 0,20% auf 8'969,02 Punkte.

Das Bild am Schweizer Markt ist in erster Linie von den Einbussen der Schwergewichte geprägt: Sowohl Roche (-0,4%), Novartis (-0,5%) als auch Nestlé (-0,7%) stehen unter Druck. Beim Nahrungsmittelkonzern hat die CS im Anschluss an den enttäuschenden Zahlenausweis von vergangener Woche das Kursziel gesenkt und das "Underperform"-Rating bestätigt. Zuletzt habe Nestlé an Wettbewerbsfähigkeit eingebüsst und Marktanteile verloren, heisst es. Belasten dürfte ausserdem auch der Streit mit verschiedenen europäischen Detailhändlern (u.a. Coop), die für bessere Einkaufskonditionen kämpfen.

Lonza fallen mit 1,2% bei den Blue Chips am stärksten zurück. Gut nachgefragt werden dagegen Swiss Re (+1,9%). Softbank will sich - wie bekannt - mit bis zu 30% an der Swiss Re beteiligen.

Den ausführlichen Bericht zur Schweizer Börse am Mittag lesen Sie hier.

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12:50

Nach einem freundlichen Start in die neue Woche sind die europäischen Aktienmärkte bis zum Montagmittag zumeist ins Minus gerutscht. Marktteilnehmer erklärten das ruhige und von dünnen Umsätzen geprägte Geschäft mit den fehlenden Impulsen aus den USA. Dort wird wegen des Feiertags "Presidents’ Day" am Montag nicht gehandelt. Der Euro tendierte wenig zum Dollar verändert, Staatsanleihen aus dem gemeinsamen Währungsgebiet gaben nach.

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10:51

Die Erhöhung der Empfehlung auf "Buy" von "Neutral" durch die Grossbank UBS hat die Investoren nach den Aktien von Swiss Life greifen lassen.  Titel des Lebensversicherers gewann am Montag in einem leichteren Markt um 2,6 Prozent auf 344,40 Franken. Das Kursziel nannte die Bank mit 365 Franken.

Auch die Titel des Versicherers Helvetia profitierten von einer Hochstufung der UBS und stiegen um 2,2 Prozent auf 566,50 Franken. UBS hob den Titel auf "Neutral" von "Sell". Für Rivale Baloise, dessen Aktien um 0,7 Prozent höher waren, bestätigte UBS die Buy-Empfehlung.

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10:50

Ein positiver Analystenkommentar ermuntert Anleger zum Einstieg bei der Deutschen Bank. Die Aktien steigen um zwei Prozent auf 13,18 Euro. Die Experten der Bank of America Merrill Lynch stufen die Titel unter Hinweis auf das verbesserte Geschäft im Investmentbanking auf "Neutral" von "Underperform" hoch und heben das Kursziel auf 15 von zwölf Euro an.

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09:08

Zum Auftakt der Börsenwoche gibt die Schweizer Börse nach. Gesucht sind jedoch die Titel von Swiss Life und Swiss Re. Der Swiss Market Index (SMI) gibt unmittelbar nach Börseneröffnung 0,4 Prozent auf 8950 Punkte nach. Zu Wochenbeginn sind noch kaum Unternehmensnews auszumachen und auch auf der Konjunkturagenda steht wenig zur Publikation an. Daher ist mit einem eher ruhigen Handel zu rechnen, zumal das Geschäft in den USA feiertagsbedingt pausiert.

Nachgefragt werden bei den Blue Chips die Aktien der Swiss Re (+0,3 Prozent). Der Rückversicherer, der am Freitag über das abgelaufene Geschäftsjahr berichten wird, kommt laut Zeitungsberichten in den Gesprächen mit der Softbank voran. Softbank will sich - wie bekannt - mit bis zu 30 Prozent an der Swiss Re beteiligen. Wie die "Financial Times" schreibt, geht es in den Verhandlungen zwischen Swiss Re und Softbank in erster Linie um mehrere Sitze im Verwaltungsrat für die Japaner.

Swiss Life legen gar um 1,3 Prozent zu. Die UBS hat das Rating für den Lebensversicherer auf "Buy" von zuvor "Neutral" angehoben. Swiss Life sei für die Zukunft gut positioniert und am Markt werde nun mit höheren Kapitalrückflüssen gerechnet als bislang erwartet, lautet die Begründung.

Die drei Schwergewichte  Roche (-0,2 Prozent), Novartis (-0,4 Prozent) und Nestlé (-0,9 Prozent) geben allesamt nach. Beim Nahrungsmittelkonzern hat die CS im Anschluss an den eher enttäuschenden Zahlenausweis von vergangener Woche das Kursziel gesenkt und das "Underperform"-Rating bestätigt. Zuletzt habe Nestlé an Wettbewerbsfähigkeit eingebüsst und Marktanteilen verloren, heisst es. CEO Mark Schneider werde wohl weiter an seiner Wachstumsstrategie festhalten statt Wachstums- und Margenziele gleichzeitig anzugehen.

Am breiten Markt stechen Sunrise mit einem  Plus von 2,4 Prozent ins Auge. In der Wochenendpresse wurden Übernahmefantasien um Sunrise geschürt. Denn der Kabelnetzbetreiber UPC will offenbar sein Mobilfunk-Geschäft in der Schweiz mit einem Zukauf stärken. Zu den möglichen Übernahmekandidaten zählen Salt und Sunrise.

Festere Tendenzen sind auch bei Komax (+0,5 Prozent) zu sehen. Helvetia (+0,7 Prozent) profitieren von einer Hochstufung der UBS profitieren. Orell Füssli (-1,8 Prozent) gab zudem bekannt, das man für 2017 ein rückläufiges Ergebnis erwartet, was den Kurs belasten könnte.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,2 Prozent zu. Der Leitindex verzeichnete vergangene Woche mit einem Kursplus von 3,5 Prozent die stärkste Woche seit Dezember 2016.

Experten rechnen mit einem ruhigen Handel. Zum einen bleibt die Wall Street wegen eines US-Feiertags geschlossen. Zum anderen rollt die erwartete Flut der Firmenbilanzen erst in den kommenden Tagen auf die Anleger zu.

Sämtliche SMI-Werte legen zu, am deutlichsten Swiss Life (+1,6 Prozent) und Swiss Re (+1,2 Prozent). Vom Rückversicherer Swiss Re liegen heute Vormittag gleich zwei Meldungen vor: Zum einen wurde das Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen, andererseits sollen gemäss "Financial Times" die Beteiligungsgespräche mit der japanischen Softfbank voran kommen.

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08:05

In der Hoffnung auf einen Konjunkturboom haben sich Anleger in Japan am Montag mit Aktien eingedeckt. Vor allem die Titel von exportorientierten Unternehmen waren gefragt. Sie starteten wegen der anziehenden Nachfrage aus Asien unerwartet gut ins Jahr und steigerten ihre Ausfuhren im Januar um 12,2 Prozent zum Vorjahresmonat. Das deutet auf einen anhaltenden Aufschwung in der nach den USA und China drittgrössten Volkswirtschaft der Welt hin.

Viele Anleger versuchten nun aus den Kursverlusten in der ersten Februarhälfte Kapital zu schlagen und stiegen wieder in die Aktienmärkte ein, sagte Analyst David Madden vom Brokerhaus CMC Markets. Die Sorge vor neuen Turbulenzen an den Börsen sei gesunken.

Der 225 Werte umfassende japanische Leitindex Nikkei kletterte am Montag um zwei Prozent auf 22.149 Punkte, das war der höchste Schlusskurs seit Anfang Februar. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 2,2 Prozent auf 1775 Zähler. Der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans rückte um ein halbes Prozent vor. Die Börsen in China blieben feiertagsbedingt geschlossen.

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07:30

Der Kurs des Euro ist am Montag wenig verändert in die Handelswoche gestartet. Am Morgen stand die Gemeinschaftswährung bei 1,2406 US-Dollar und wurde damit etwa zum gleichen Kurs gehandelt wir am Freitagabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,2464 Dollar festgesetzt.

Auch der Franken bewegte sich zuletzt kaum zu den Hauptwährungen. USD/CHF wurde am Montagmorgen zu 0,9289 gehandelt, dies nach 0,9279 am späten Freitagabend. EUR/CHF notierte derweil etwas höher bei 1,1523 nach 1,1515 am Freitagabend.

Der Euro hatte zuvor noch von einer breitangelegten Dollar-Schwäche profitiert und war am Freitagmorgen zeitweise bis auf ein neues Dreijahreshoch bei 1,2555 Dollar gestiegen. Die Sorge vor einer immer weiter steigenden Staatsverschuldung in den USA hatte nach Einschätzung von Marktbeobachtern den Dollar in der vergangenen Woche belastet und dem Euro im Gegenzug Auftrieb verliehen.

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06:35

In Tokio stieg der 225 Werte umfassende Nikkei-Index bis zum Nachmittag um 1,7 Prozent auf 22.091 Punkte. Für Kauflaune sorgten die Exporteure: Sie erwischten wegen der anziehenden Nachfrage aus Asien einen unerwartet guten Jahresauftakt und steigerten ihre Ausfuhren im Januar um 12,2 Prozent zum Vorjahresmonat. Das deutet auf einen anhaltenden Aufschwung in der nach den USA und China drittgrössten Volkswirtschaft der Welt hin.

Auch anderswo standen Aktien hoch im Kurs. Der MSCI-Index für Aktien aus der Region Asien/Pazifik mit Ausnahme Japans legte 0,44 Prozent zu.

(cash/AWP/Reuters)