+++Börsen-Ticker+++ - Rally beim Dow geht weiter - Nasdaq schwächer

Die Kurse an der Wall Street haben ihre jüngste Rally zum Wochenschluss fortgesetzt.
12.05.2018 00:32
Trader in der Börse an der Wallstreet in New York.
Trader in der Börse an der Wallstreet in New York.
Bild: Bloomberg

23:00

Der Dow Jones Industrial legte am Freitag um 0,37 Prozent auf 24 831,17 Punkte zu - und beendete so den siebten Handelstag in Folge mit positivem Ergebnis, was die längste Gewinnstrecke seit November bedeutet. Im Wochenvergleich hat der Leitindex damit um gut 2,3 Prozent zugelegt.

Im Schlepptau der Standardwerte im Dow ging es am Freitag für den breit gefassten S&P 500 um 0,17 Prozent auf 2727,72 Zähler nach oben. Für den Nasdaq 100 jedoch war das Vorzeichen negativ: das technologielastige Kursbarometer gab um 0,16 Prozent auf 6952,56 Punkte nach. Marktbeobachtern zufolge kommt ein kleiner Rücksetzer nach einer zuletzt starken Entwicklung bei den Technologiewerten aber nicht überraschend.

Nach den Inflationsdaten vom Vortag deuteten auch die zu Wochenschluss veröffentlichten Einfuhrpreise darauf hin, dass die US-Notenbank Fed bei ihrem Zinserhöhungskurs nicht aufs Gaspedal drücken muss. "Der Preisdruck ist weiterhin moderat", resümierte die Helaba. Laut Marktanalyst David Madden von CMC Markets trugen ausserdem Zahlen zum Konsumklima in den USA zum positiven Wochenausklang beim Dow bei. Ein von Analysten erwarteter Rückgang der Verbraucherstimmung war im Mai ausgeblieben.

Im Dow waren die Aktien von Verizon mit einem Anstieg um 3 Prozent der Spitzenreiter. Hier half ein optimistischer Kommentar von JPMorgan -Analyst Philip Cusick, der bei dem Mobilfunkanbieter auf die Chancen durch den neuen Mobilfunkstandard 5G verwies. Er stufte die Aktien auf "Overweight" hoch.

Ansonsten waren die Blicke auf den Pharmasektor gerichtet, wo sich die Anleger mit Plänen von Donald Trump zur Senkung der Medikamentenpreise beschäftigten. Aktien wie Merck & Co oder Pfizer gehörten im Dow mit Kursgewinnen von 2,8 und 1,3 Prozent zu den Gewinnern.

Unter Druck standen dagegen die Apple -Aktien, bei denen Investoren einen Tag nach ihrem erstmaligen Sprung über die Marke von 190 US-Dollar erst einmal Kasse machten. Sie fielen letztlich um 0,76 Prozent auf 188,59 Dollar.

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17:30

Die Schweizer Börse hat am Freitag wenig verändert tendiert. Geprägt war der insgesamt eher ruhige Handel laut Händlern von Spezialsituationen.  Der Leitindex notierte mit 8994 Zählern marginal höher. Damit steuert der SMI auf den fünften Wochengewinn in Folge hin.

Im Fokus der Anleger standen die Anteile von Sika. Die Aktie schnellte um 8,3 Prozent nach oben. Die Börse reagierte mit Erleichterung, dass der seit Jahren auf der Firma lasteten Übernahmestreit mit der französischen Saint-Gobain erledigt ist. Damit sei eine grosse Unsicherheit ausgeräumt. Gleichzeitig spekulierten Analysten, dass Sika längerfristig ins Visier eines anderen Käufers geraten könnte.

Gefragt waren auch Bankaktien: Credit Suisse stiegen 2,1 Prozent, UBS gewannen 1,3 Prozent und Julius Bär 2 Prozent. Die Bank J.Safra Sarasin empfiehlt in ihrem "CIO Update" vom Freitag Bankaktien, da der Sektor in den vergangenen Monaten zu Unrecht abgestraft worden sei. Die Aktien der Versicherer waren höher, hinkten den Banken aber hinterher.

Die Genussscheine von Roche büssten 1,7 Prozent ein, was den Gesamtmarkt belastete. Der Pharmariese hat mit der Immuntherapie Tecentriq in Kombination mit Cotellic bei metastasierendem Dickdarmkrebs einen Rückschlag erlitten.

Den ausführlichen SMI-Schlussbericht lesen Sie hier.

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15:45

Die US-Börsen sind am Freitag in Schwung geblieben.  Der Dow-Jones-Index mit den Standardwerten lag kurz nach Handelsbeginn 0,3 Prozent höher bei 24'811 Punkten, der S&P500 gewann 0,1 Prozent. Am Donnerstag hatten moderate Inflationsdaten Zinsspekulationen gedämpft und den Börsen ordentlich Rückenwind verliehen.

Zum Wochenausklang musste allerdings der Technologie-Index Federn lassen. Aktien des Grafikkarten-Herstellers Nvidia fielen nach enttäuschenden Quartalszahlen um 2,5 Prozent. Vor allem die Umsätze mit cloud-basierten Diensten für Kunden wie Amazon oder Microsoft wuchsen nicht so stark wie von Analysten erwartet. Auch Titel des Chip-Herstellers AMD kamen unter die Räder.

Symantec, die vor allem für die Anti-Virus-Software Norton bekannt sind, brachen um zehn Prozent ein. Der Konzern schnitt im abgelaufenen Geschäftsjahr schwächer ab als gedacht.

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14:45

Der SMI tendiert im nachmittäglichen Handel weiterhin tiefer, weil der Roche-Bon ziemlich zurückfällt. Böse abgestraft wird auch Cosmo. Sika hingegen begeistert die Märkte weiterhin.  Der Schweizer Aktienmarkt zeigt etwas schwächer, nachdem am Vortag die Schweizer Börse wegen Auffahrt geschlossen war. Der SMI tendiert bei 8978 Punkten leicht tiefer. Im frühen Handel war der Index über 9000 Punkte geklettert. Rückenwind lieferten zwar die guten Vorgaben aus den USA und Asien, aber das Börsenschwergewicht Roche (-1,9 Prozent) erweist sich weiterhin als Klotz am Bein.

Vermeintliche Belastungsfaktoren wie die Spannungen zwischen Israel und dem Iran, die politischen Unsicherheiten in Italien und den weiterhin drohenden Handelskrieg vor allem zwischen den USA und China blendeten die Anleger aus, sagt ein Marktteilnehmer.

Im Fokus stehen die Aktien von Sika (+8,7 Prozent auf 8160 Franken). Beim Bauchemiekonzern haben die Konzernleitung sowie die mit dem französischen Sika-Konkurrenten Saint-Gobain verbündete Besitzerfamilie Burkard ihren jahrelangen Machtkampf einvernehmlich beendet. Sika behält die Unabhängigkeit. Dies gefällt der Finanzgemeinde. Die jahrelange Unsicherheit sei damit weg, freuen sich die Marktteilnehmer. In einen Interview mit AWP sagte Sika-Präsident Paul Hälg am Mittag, es könnten jetzt auch wieder über Übernahmen gesprochen werden. Die jahrelange Unsicherheit habe gewisse Partner von Transaktionen abgehalten.

 

 

Roche musste einen Misserfolg für sein Medikament Tecentriq (atezolizumab) vermelden. Eine Phase-III-Studie, welche die Wirkung einer Kombination der Medikamente Tecentriq und Cotellic bei Personen mit fortgeschrittenem oder metastasierendem Dickdarmkrebs geprüft hat, hat ihren primären Endpunkt nicht erreicht. Zudem hat Bernstein sein Rating für Roche von "Outperform" auf "Market Perform" gesenkt. Der Kursknick sei aber übertrieben, meinen einige Händler. Roche habe es in der Vergangenheit immer wieder geschafft, auslaufende Patente erfolgreich zu ersetzen.

Konkurrentin Novartis (-0,4 Prozent) wird in Sippenhaft genommen. Novartis bekomme immer noch die zu früherem Zeitpunkt beendete Zusammenarbeit mit der Firma eines Anwalts von US-Präsident Donald Trump zu spüren, über die Zahlungen an die Pornodarstellerin Stormy Daniels geflossen sind.

Worum es bei Cosmo geht: FDA sieht Mängel bei der Zulassung Schlüsselmedikament

Im breiten Markt stürzen Cosmo um 20,2 Prozent ab. Die US-Medikamentenzulassungsbehörde FDA hat Mängel bei der Zulassung des Mittels Methylenblau MMX festgestellt. Dies würde eine Fortsetzung der Diskussion über die Kennzeichnungs- und Postmarketing-Anforderungen/Verpflichtungen zum jetzigen Zeitpunkt ausschliessen, schrieb die FDA. Berenberg hat das Kursziel für Cosmo auf 174 Fr. von 240 Franken gesenkt. Allerdings bleibt das Rating bei "Kaufen".

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11:45

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 11.20 Uhr um 0,12 Prozent im Minus bei 8'984,10 Punkten. Ganz kurz schleppte sich der SMI im frühen Handel über die Marke von 9'000 Punkten, bevor die Kurse dann wieder abbröckelten.

Im Fokus stehen die Aktien von Sika (+9,4 Prozent auf 8'210 Fr.). Beim Bauchemiekonzern haben die Konzernleitung sowie die mit dem französischen Sika-Konkurrenten Saint-Gobain verbündete Besitzerfamilie Burkard ihren jahrelangen Machtkampf einvernehmlich beendet.

Der Pharmakonzern Roche taucht um 1,7 Prozent auf 222,20 Franken. Der Basler Pharmakonzern musste einen Misserfolg für sein Medikament Tecentriq (atezolizumab) vermelden. Konkurrentin Novartis (-0,5 Prozent) wird in Sippenhaft genommen.

Ansonsten ist die Nachrichtenlage sehr dünn. LafargeHolcim geben um 3,8 Prozent nach. Allerdings werden die Titel erstmals nach Auszahlung der Dividende gehandelt. Ebenfalls nach Abschlag der Dividende werden Panalpina (-0,3 Prozent) sowie Kühne+Nagel (-2,3 Prozent) gehandelt.

Die Bankaktien sind auf der Gewinnerseite. Julius Bär legen um 1,6 Prozent zu, CS um 1,1 Prozent. CS profitierte immer noch von einer Kaufempfehlung in dieser Woche, sagt ein Börsenhändler. UBS (+0,8 Prozent) würden noch Boden gutmachen.

Den ausführlichen Bericht zur Schweizer Bröse am Mittag lesen Sie hier.

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10:05

Nach einem Rückschlag im Zusammenhang mit der Zulassung des Hoffnungsträgers Methylenblau MMX in den USA haben die Anleger die Aktien von Cosmo Pharmaceuticals auf den Markt geworfen. Der Titel der Pharmafirma brach am Freitag in einem wenig veränderten Markt um 21 Prozent auf 117,90 Franken ein. Methylenblau ist ein Kontrastmittel, mit dem die Darmschleimhaut gefärbt wird, um präkanzeröse Läsionen und Polypen zu entdecken.

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09:50

Ein Quartalsergebnis über Markterwartungen und ein optimistischer Ausblick gibt ArcelorMittal Auftrieb. Die Aktien gewinnen in Amsterdam 4,1 Prozent und sind mit 30,76 Euro so teuer wie zuletzt Mitte Januar.

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09:10

Der SMI geht wenig verändert in den Handel. Während die Pharmaschwergewichte den Leitindex drücken, zünden Einzelaktien wie Sika Kursfeuerwerke.  Der SMI geht bei 8990 Punkten praktisch unverändert in den Handel. Grundsätzlichen Rückenwind liefern dem Schweizer Leitindex die guten Vorgaben von der Wall Street. In den USA war die befürchtete Beschleunigung der Inflation im April ausgeblieben, was laut Händlern Druck von der US-Notenbank Fed nimmt, die Leitzinsen schneller zu erhöhen als geplant. Dies hilft den Aktienkursen. In der Folge legen die Börsen in Asien deutlich zu.

Im Fokus stehen die Aktien von Sika (+10 Prozent). Beim Bauchemiekonzern ist der jahrelange Machtkampf zwischen der Konzernleitung auf der einen Seite und der Besitzerfamilie Burkard, die mit dem französischen Sika-Konkurrenten Saint Gobain im Boot sitzt, auf der anderen Seite zu Ende gegangen. Sika behält die Unabhängigkeit. Saint Gobain verzichtet auf die Übernahme der Stimmenmehrheit und wird im Gegenzug finanziell entschädigt. Die Familienholding Schenker-Winkler (SWH) verkauft ihre Aktien zu einem 500 Millionen Franken höheren Preis und zieht sich aus dem Unternehmen zurück.

Bei Roche (-1,1 Prozent) notieren die Papiere deutlich im Minus. Der Basler Pharmakonzern musste einen Misserfolg für sein Medikament Tecentriq (atezolizumab) vermelden. Eine Phase-III-Studie, welche die Wirkung einer Kombination der Medikamente Tecentriq und Cotellic bei Personen mit fortgeschrittenem oder metastasierendem Dickdarmkrebs geprüft hat, hat ihren primären Endpunkt nicht erreicht. Zudem hat Bernstein sein Rating für Roche von "Outperform" auf "Market Perform" gesenkt. Auch die Novartis-Aktie (-0,2 Prozent) ist im Minus.

LafargeHolcim geben um 2,9 Prozent nach. Allerdings werden die Titel erstmals nach Auszahlung der Dividende gehandelt. Ebenfalls nach Abschlag der Dividende werden Panalpina (-2,2Prozent) sowie Kühne+Nagel (-2,4 Prozent) gehandelt.

Im breiten Markt stürzten Cosmo vorbörslich um 20 Prozent ab (nach Handelsstart besteht noch kein Kurs). Die US-Medikamentenzulassungsbehörde FDA hat Mängel bei der Zulassung von Methylenblau MMX festgestellt. Dies würde eine Fortsetzung der Diskussion über die Kennzeichnungs- und Postmarketing-Anforderungen/Verpflichtungen zum jetzigen Zeitpunkt ausschliessen, schrieb die FDA. Berenberg hat das Kursziel für Cosmo auf 174 Franken von 240 Franken gesenkt. Allerdings bleibt das Rating bei "Kaufen".

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08:10

Der SMI wird vor der Börsenöffnung trotz des heutigen Brückentags um 0,7 Prozent höher gestellt. Der Leitindex kommt damit auf 9045 Punkte. Das Kursplus bei allen Aktien beläuft sich mindestens auf 0,5 Prozent. Ausnahme ist LafargeHolcim (-2,8 Prozent), wo ex Dividende gehandelt wird (zu den vorbörslichen Kursen).

 

 

Massiv im Plus ist die Aktie von Sika (+6,3 Prozent), nachdem der jahrelange Streit zwischen Verwaltungsrat, Familienerben und der übernahmewilligen Saint-Gobain beendet worden ist. Ein deutliches Plus verzeichnet aber auch die Aktie der UBS (+1,2 Prozent).

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06:40

Im Sog der Wall Street und beflügelt von positiven Geschäftszahlen grosser Unternehmen hat die Tokioter Börse am Freitag auf ein Dreimonatshoch zugelegt. Der japanische Leitindex Nikkei gewinnt 1 Prozent auf 22'727 Punkte.

Zu den Gewinnern an der Tokioter Börse gehörte der Autobauer Suzuki, der mit seinem Jahresgewinn die Analystenerwartungen übertroffen hatte. Suzuki-Aktien legten um sieben Prozent zu.

Zur guten Stimmung der Anleger trugen auch niedriger als erwartete Inflationsdaten in den USA bei, die die Sorge vor einer Beschleunigung bei den Zinsschritten durch die Fed dämpfte.

 

 

Im fernöstlichen Devisenhandel erholte sich der Euro von seinem am Mittwoch verzeichneten Viermonatstief auf 1,11918. Dollar. Der Dollar gab zum Yen auf 109,40 Yen nach.

(cash/AWP/Reuters)