+++Börsen-Ticker+++ - Rekordjagd an der Wall Street

In der Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung der Notenbank Fed sind Anleger am Mittwoch in die US-Aktienmärkte eingestiegen.
03.07.2019 19:50
Freude bei den Händlern an der Wall Street am Mittwoch: Alle Indizes erklimmen Höchstwerte.
Freude bei den Händlern an der Wall Street am Mittwoch: Alle Indizes erklimmen Höchstwerte.
Bild: Bloomberg

19:50

Alle drei Indizes schliessen nach einer verkürzten Sitzung auf Rekordständen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte steigt um 0,7 Prozent auf 26'966 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500 verbessert sich um 0,8 Prozent auf 2995 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq erhöht sich um 0,8 Prozent auf 8170 Punkte. Am Donnerstag bleibt die Wall Street aufgrund eines Feiertags geschlossen.

Genährt wurden die Zinssenkungsspekulationen unter anderem von schwachen Zahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP, die einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag liefern. Statt der erhofften 140'000 schufen US-Firmen im Juni nur 102'000 neue Stellen. Knapp ein Viertel der Investoren rechnet inzwischen damit, dass die Fed den Leitzins Ende Juli um einen halben Prozentpunkt senken wird. Vor den ADP-Zahlen lag die Quote bei rund 20 Prozent.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählte Tesla mit einem Kursplus von 4,6 Prozent. Der Elektroautopionier habe im abgelaufenen Quartal überraschend viele Fahrzeuge ausgeliefert, schreibt Analyst Jeffrey Osborne vom Vermögensverwalter Cowen.

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17:40

Die Aussicht auf weiterhin billiges Geld hat am Mittwoch der Schweizer Börse im Einklang mit anderen europäischen Aktienmärkten Auftrieb gegeben. Der SMI steigt um 0,5 Prozent auf 10'067 Punkte. Vorübergehend erreichte das Bluechips-Barometer bei 10'091 Zählern ein Rekordhoch. Für Kauflaune sorgte die Nominierung von Christine Lagarde als künftige Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB). Marktteilnehmer setzen darauf, dass die aktuelle Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) die lockere Geldpolitik von EZB-Chef Mario fortführen wird.

Ein Branchentrend ist nicht zu erkennen. An der Spitze der überwiegend festeren SMI-Werte sind mit einem Kursplus von 1 Prozent und mehr die Grossbank Credit Suisse, der Aromenhersteller Givaudan, der Zementkonzern LafargeHolcim und der Augenheilkonzern Alcon zu finden.

Die Scheine des Pharmaschwergewichts Roche rücken 0,8 Prozent vor. Das Grippemittel Xofluza hat sich in einer klinischen Studie bei Kindern als sicher und wirksam erwiesen und könnte daher bald breiter eingesetzt werden.

Die rote Laterne hält ABB. Der Elektrotechnikkonzern verliert nach einer verhaltenen Bewertung und Kurszielsenkung durch die Jefferies-Analysten 1,1 Prozent an Wert.

Am breiten Markt ziehen die Gurit-Aktien 3,5 Prozent an. Der Hersteller von Verbundwerkstoffen hat von einem Windturbinenhersteller einen Auftrag mit einem Volumen von 175 bis 200 Millionen Franken erhalten.

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16:00

In der Hoffnung auf eine baldige Zinssenkung der Notenbank Fed steigen Anleger in die US-Aktienmärkte ein. Vor dem Feiertag wolle sich aber niemand zu weit aus dem Fenster lehnen, sagen Börsianer. Der Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 steigen zur Eröffnung des verkürzten Handels am Mittwoch um jeweils 0,3 Prozent. Der S&P 500 markiert mit 2982 Punkten sogar ein Rekordhoch.

Genährt wurden die Zinssenkungsspekulationen unter anderem von schwachen Zahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP, die einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag liefern. Statt der erhofften 140'000 schufen US-Firmen im Juni nur 102'000 neue Stellen. Knapp ein Viertel der Investoren rechnet inzwischen mit einer Zinssenkung der Notenbank Fed Ende Juli von einem halben Prozentpunkt. Vor den ADP-Zahlen lag die Quote bei rund 20 Prozent. Vor diesem Hintergrund rentierten die zehnjährigen US-Bonds mit 1,939 Prozent so niedrig wie zuletzt vor mehr als zweieinhalb Jahren.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt zählt Tesla mit einem Kursplus von 6,6 Prozent. Der Elektroautopionier habe im abgelaufenen Quartal überraschend viele Fahrzeuge ausgeliefert, schreibt Analyst Jeffrey Osborne vom Vermögensverwalter Cowen. Der anhaltende Margendruck bereite ihm aber Sorgen. Ausserdem stehe ein Fragezeichen hinter der Nachfrage im zweiten Halbjahr, da die Ziele für 2019 nicht bekräftigt worden seien.

Abwärts gehts dagegen für Canopy Groth. Die in den USA notierten Titel des weltgrössten Cannabis-Anbieters fallen angesichts des überraschenden Abgangs von Co-Chef Bruce Linton um 4,4 Prozent. Linton, der als treibende Kraft hinter dem Börsengang und der Expansion von Canopy gilt, wurde nach eigenen Angaben gefeuert.

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14:00

Schnäppchenjäger nutzen die Talfahrt der vergangenen Tage zum Einstieg bei Bitcoin. Die Cyber-Devise verteuert sich um 8,4 Prozent auf 11'600 Dollar. Die Käufer seien aber meist kurzfristig orientiert, sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Die Gefahr von empfindlichen Preisrückschlägen bleibt präsent."

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11:40

Der Schweizer Aktienmarkt legt am Mittwoch weiter zu und knüpft damit an die vier positiven Vortage an. Der SMI zeigt somit weiterhin keine Ermüdungserscheinungen, nachdem er am Vortag erstmals über 10'000 Punkten geschlossen hatte. Der Leitindex gewinnt gegen 11 Uhr 0,5 Prozent auf 10'068 Punkte. Der 30 Aktien umfassende SLI gewinnt 0,5 Prozent auf 1545 Punkte und der breite SPI 0,5 Prozent auf 12'181 Punkte.

Mittlerweile liegen Sonova mit einem Plus von 2,4 Prozent an der Tabellenspitze, dahinter folgen mit Vifor Pharma (+1,8%) und Alcon (+1,2%) zwei Unternehmen aus dem Gesundheitswesen.

Gesucht sind zudem Swatch (+1,1%) nach einer Kurszielerhöhung durch die Citigroup, welche gleichzeitig die Empfehlung "Buy" bekräftigt hat.

Auch Logitech (+1,3%) legen solid zu. Der starke Mann und langjährige Verwaltungsratspräsident Guerrino De Luca gibt seinen Posten auf die kommende GV hin ab.

Nebst Richemont sind ABB (-1,2%) die einzigen Verlierer. Gebremst wird der Titel nach einem guten Juni von einem kritischen Kommentar und einer Kurszielsenkung von Jefferies. (lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht am Mittag.)

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09:10

Der Swiss Market Index (SMI) legt unmittelbar nach Handelseröffnung um 0,2 Prozent auf 10'041 Punkte zu. Der SMI setzt damit seinen Rekordlauf fort, nachdem er am Vortag zum ersten Mal über 10'000 Punkten geschlossen hatte. Die Vorgaben aus den USA sind leicht positiv, in Asien hingegen steht am Berichtstag eine Mehrheit der Aktien im roten Bereich.

Für etwas Bewegung könnten im Tagesverlauf verschiedene Konjunkturdaten sorgen. So sind in Europa Daten zu den Einkaufsmanagerindizes angesagt und in den USA der Arbeitsmarktbericht ADP, welcher als Indikator für den am Freitag folgenden offiziellen Arbeitsmarktbericht gilt, oder ebenfalls Angaben zur Stimmung unter den Einkaufsmanagern.

Stark präsentieren sich aus dem SMI SGS (+0,8 Prozent) und Alcon (+0,5 Prozent). Auch Nestlé (+0,3 Prozent) legt zu. Sowohl Jefferies als auch Goldman Sachs haben ihre Kursziele für die Aktien des Nahrungsmittelkonzerns erhöht und dabei die Empfehlung "Buy" bestätigt.

Roche legen ebenfalls 0,3 Prozent zu. Der Pharmakonzern hat über positive Studienresultate mit einem Grippemittel für Kinder berichtet.

ABB (-0,4 Prozent) fallen dagegen nach einem kritischen Kommentar von Jefferies verbunden mit einer Kurszielsenkung zurück. Auch die Bankaktien UBS und Credit Suisse (beide je minus 0,6 Prozent) geben nach.

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08:50

Ein stärkerer Yen und Gewinnmitnahmen haben an den asiatischen Börsen am Mittwoch zu Kursverlusten geführt. Zudem hielten sich die Anleger vor dem Feiertag in den USA am 4. Juli und in Erwartung von Konjunkturdaten aus den USA mit Engagements am Aktienmarkt zurück, sagten Analysten.

Der Nikkei-Index fiel um 0,7 Prozent auf 21.612 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab ebenfalls 0,7 Prozent nach. Ein festerer Yen belastete vor allem Exportwerte, wie etwa Autoaktien. Nissan, Mitsubishi, Mazda und Honda verloren bis zu 2,2 Prozent. In China gab der Shanghaier Index 0,9 Prozent nach. Jüngste Konjunkturdaten schürten Händlern zufolge die Angst vor negativen Folgen des amerikanisch-chinesischen Handelsstreits. 

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08:10

Der Swiss Market Index notiert an der Vorbörse 0,21 Prozent höher. Alle 20 Aktien, ausser ABB, stehen im Plus. Am deutlichsten steigt der Titel von Nestlé (plus 0,58 Prozent). Die Aktie profitiert von Hochstufungen durch Analysten.

An der Wall Street hatten die Leitindizes nach Börsenschluss in Europa etwas Boden gutgemacht und leicht im Plus geschlossen. Ihr Hauptaugenmerk richten Investoren zur Wochenmitte auf die Beschäftigungszahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP. Sie liefern einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag. Von diesen wiederum erhoffen sich Anleger Rückschlüsse auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinssenkungen. Ein solcher Schritt bei der kommenden Fed-Sitzung Ende Juli gilt an der Börse als fast sicher. Daneben stehen am Mittwoch die Auftragseingänge für langlebige US-Güter auf dem Terminplan.

Auch am Mittwoch dürften einige Tech-Werte im Mittelpunkt stehen.

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07:30

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch nach Kursverlusten am Vortag stabilisiert. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 62,52 Dollar. Das waren 12 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 14 Cent auf 56,39 Dollar.

Am Dienstag hatte sich das Ölkartell Opec und weitere Staaten (Opec+) auf eine Beibehaltung des Öl-Förderlimits für neun Monate geeinigt. Dies war erwartet worden, nachdem sich Russland und Saudi-Arabien bereits am Wochenende auf dem G20-Gipfel auf eine Fortführung der Kürzungspolitik verständigt hatten. Die 14 Opec-Staaten und die 10 Nicht-Opec-Länder wollen so den Ölpreis stabil halten.

Am Ölmarkt verursachen zudem die bestehenden Handelsstreitigkeiten Unruhe. Während sich der Streit zwischen den USA und China entspannt, goss die US-Regierung im Konflikt mit der Europäischen Union (EU) neues Öl ins Feuer. Zu Wochenbeginn stellte die US-Regierung eine Liste mit milliardenschweren Sonderzöllen auf europäische Exporte zusammen, die sie wegen verbotener Flugzeugsubventionen verhängen könnte. Ein Handelskonflikt zwischen der EU und den USA würde das Weltwirtschaftswachstum belasten und könnte die Nachfrage nach Rohöl dämpfen.

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06:10

Der Nikkei-Index fällt um 0,7 Prozent auf 21'608 Punkte. Der breiter gefasste Topix gab um 0,9 Prozent nach auf 1575 Punkte. Der stärkere Yen belastete vor allem Exportwerte, wie etwa Autoaktien. Nissan, Mitsubishi, Mazda und Honda verloren je rund zwei Prozent. Die Anleger halten sich auch vor dem Feiertag in den USA am 4. Juli mit Engagements am Aktienmarkt zurück, sagten Analysten.

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06:05

Der Franken ist im asiatischen Handel leicht stärker. Zum Euro steht er bei 1,1123 und zum Dollar bei 98,53 Rappen.

(cash/Reuters/AWP)