+++Börsen-Ticker+++Rekordstände an der Wall Street nach starken Jobdaten

Starke Daten vom US-Arbeitsmarkt haben am Donnerstag für neue Rekordstände an der Wall Street gesorgt. Die Börsenbarometer S&P 500 und Nasdaq schlossen so hoch wie nie zuvor.
01.06.2017 22:30
Grosser Tag für die Auto-Aktien am Donnerstag an der Wall Street. So legten etwa Ford 2,6 Prozent an Wert zu.
Grosser Tag für die Auto-Aktien am Donnerstag an der Wall Street. So legten etwa Ford 2,6 Prozent an Wert zu.
Bild: Bloomberg

22:30

Anleger zeigten sich erfreut über die monatliche Statistik des Personaldienstleisters ADP. Demnach schuf die Privatwirtschaft im Mai deutlich mehr neue Stellen als erwartet. Mehr Aufschluss über die Verfassung des Jobmarktes gibt am Freitag der Monatsbericht der Regierung, der auch die Stellen im Staatssektor umfasst.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,6 Prozent höher auf 21’144 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 erhöhte sich um 0,8 Prozent auf 2430 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,8 Prozent auf 6246 Punkte.

Unter den Einzelwerten zog Deere die Aufmerksamkeit auf sich. Die Aktien schnellten 1,8 Prozent nach oben. Der Traktor- und Baumaschinenhersteller kauft für rund 4,6 Milliarden Euro den deutschen Strassenbaumaschinen-Spezialisten Wirtgen Group.

Im Fokus standen zudem Autowerte, nachdem die Hersteller ihre Monatsstatistiken zum Autoabsatz in den USA vorlegten. Ford gelang es im Mai, den Rivalen General Motors (GM) bei den Neuwagenverkäufen zu überholen. Der Kurs von Ford stieg 2,6 Prozent, der von GM 1,5 Prozent und der von Fiat Chrysler 5,4 Prozent.

Zu den Gewinnern zählten ferner Palo Alto Networks, die 17 Prozent nach oben schossen. Der Sicherheitssoftware-Anbieter erfreute die Investoren mit einer überraschend optimistischen Geschäftsprognose.

Unter Druck standen dagegen die Papiere von Hewlett Packard Enterprise, die um knapp 7 Prozent absackten. Der Umsatz des IT-Konzerns ging im abgelaufenen Quartal deutlich zurück.

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17:40

Die Schweizer Börse hat am Donnerstag fester tendiert. Im Verlauf verlor der Markt aber trotz guter Konjunkturzahlen aus dem In- und Ausland an Schwung. Vor dem mit Spannung erwarteten monatlichen US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht wird, schlugen die Anleger eine vorsichtigere Gangart ein. Der SMI, der zunächst bis 9074 Punkte gestiegen war, notiert zum Börsenschluss mit 9025 Zählern nur noch um 0,1 Prozent höher. Auch am Mittwoch hatte der Leitindex 0,1 Prozent höher geschlossen.

Firmenspezifische Impulse waren rar. Die Standardwerte legten meist zu. Gefragt waren vor allem Aktien zyklischer Firmen wie etwa des Bauchemie-Unternehmens Sika, des Personalvermittlers Adecco, des Elektrokonzerns ABB oder der Prüffirma SGS.

Die als eher defensive Anlage geltenden Index-Schwergewichte büssen die Gewinne praktisch ein. Während Nestlé ein bescheidenes Plus von 0,2 Prozent retten kann, büssen Novartis die Kursgewinne fast ganz ein und Roche rutschen gar 0,4 Prozent in die Minuszone ab.

Bei den Aktien der Banken schmolzen die Gewinne teilweise ab: Credit Suisse sind um 0,2 Prozent tiefer, UBS dagegen gewinnen 0,7 Prozent. Händler sagen, CS hinke wegen des noch bis am Freitag dauernden Anrechthandels der laufenden Kapitalerhöhung hinter der Sektorentwicklung her. "Nächste Woche dürfte der Druck aber weg sein und der Kurs Luft nach oben haben", sagt ein Händler.

Am breiten Markt schnellen die Aktien von Evolva 4,6 Prozent hoch. Die Firma hat mit der US-Behörde BARDA eine nicht näher spezifizierte Zusammenarbeit vereinbart, um einen Wirkstoff zur Abwehr von Moskitos zu entwickeln, die das Zika-Virus übertragen. Zudem griffen die Anleger zu Werten, die jüngst unter die Räder gekommen waren. Dazu zählen etwa die Derivat-Boutique Leonteq und der Backwarenhersteller Aryzta. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenkommentar zum Donnerstag.)

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15:45

Starke Daten vom US-Arbeitsmarkt haben am Donnerstag zum Handelsstart die Wall Street gestützt. Börsianer zeigten sich erfreut über die monatliche Statistik des Personaldienstleisters ADP. Demnach schuf die Privatwirtschaft im Mai deutlich mehr neue Stellen als erwartet. Mehr Aufschluss über die Verfassung des Jobmarktes gibt am Freitag der Monatsbericht der Regierung, der auch die Stellen im Staatssektor umfasst.

Die Zahlen liefern Investoren wichtige Hinweise auf die künftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed. "Ich glaube, die Fed hat sich schon entschieden", sagte Marktökonom Peter Cardillo vom Investmenthaus First Standard Financial. "Wenn wir morgen keine ausgesprochen schwachen Beschäftigungsdaten haben, dürfte die Fed im Juni die Zinsen anheben." Diese Einschätzung entspricht der allgemeinen Erwartung an den Märkten. Die nächste Zinssitzung ist am 14. Juni.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte notierte in den ersten Minuten 0,1 Prozent höher bei 21'027 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 stieg 0,2 Prozent auf 2416 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,3 Prozent auf 6220 Stellen.

Unter den Einzelwerten zog Deere die Aufmerksamkeit auf sich. Die Aktien schnellten 2 Prozent nach oben. Der Traktor- und Baumaschinenhersteller kauft für rund 4,6 Milliarden Euro den deutschen Strassenbaumaschinen-Spezialisten Wirtgen Group.

Goodyear Tire gewannen 6 Prozent an Börsenwert, nachdem die Analysten von Morgan Stanley die Papiere des Reifenherstellers hochgestuft hatten.

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12:55

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Donnerstagmittag freundlich. Am Markt wird auf eine Reihe positiver Konjunkturdaten vor allem aus Europa verwiesen. So ist die Stimmung der Einkaufsmanager in der Euro-Zone im Mai auf den höchsten Stand seit mehr als sechs Jahren gestiegen. Das Szenario eines positiven wirtschaftlichen Umfelds mit gleichzeitig expansiven Zentralbanken böten für die Aktienmärkte eigentlich ein gutes Umfeld, so ein Kommentator. Die Schweizer Wirtschaft ist gemäss den neuen Seco-Zahlen im ersten Quartal moderat gewachsen.

Der SMI notiert kurz nach Mittag 0,5% höher bei 9065 Punkten. Der 30 Aktien umfassende SLI, in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, gewinnt 0,7% auf 1426 Zähler und der breite SPI legt 0,6% auf 10'308 Punkte hinzu. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren bis auf Vifor alle im Plus.

An der Spitze des SLI stehen Clariant (+2,6%), die von positiven Kommentaren im Anschluss nach einer Analysten-Veranstaltung zur geplanten Fusion mit dem US-Unternehmen Huntsman gestützt werden. Baader Helvea etwa sieht attraktives Aufwärtspotential für die Aktie, auch wenn es laut dem Analyst bessere Optionen für das Unternehmen als den Zusammenschluss mit Huntsman gegeben hätte.

Die zuletzt schwachen Aryzta (+2,5%) stoppen den Abwärtstrend diese Woche. Deutlich im Plus notieren auch Zykliker wie Dufry (+2,5%), Adecco (+1,7%) sowie Sika (+1,4%). Zulegen können auch die Grossbankenaktien von UBS (+1,3%) und CS (+0,8%) wie auch die Titel der Vermögensverwalterin Partners Group (+0,9%).

Im breiten Markt ziehen Evolva (+4,6%) deutlich an. Das Biotechnologie-Unternehmen hat Verhandlungen mit dem US-Gesundheitsministerium über eine Finanzierung seines Aromastoffes Nootkatone vermeldet. (Lesen Sie den ausführlichen Börsenbericht zum Mittag.)

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10:45

Die Schweizer Börse zieht am Donnerstagmorgen an. Händlern zufolge greiffen die Anleger zum Monatsanfang zu. "Jeden Monat erhalten die Investoren frisches Kapital, das sie anlegen müssen", sagt ein Händler. Davon würden sie einen guten Teil in Indexprodukte lenken. Angesichts des Geldzuflusses rücken die politischen Unsicherheitsfaktoren etwas in den Hintergrund. Der SMI steigt um 0,5 Prozent auf 9060 Zähler. Am Mittwoch hatte der Leitindex um 0,1 Prozent höher geschlossen.

Wohlwollend aufgenommen würden die Schweizer BIP-Zahlen, heisst es am Markt. Die Wirtschaftsleistung nahm in den ersten drei Monaten im Vergleich zum Vorquartal um 0,3 Prozent zu. Die Stimmung in der Industrie trübte sich im Mai allerdings ein. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) sank gegenüber dem Vormonat um 1,8 Zähler auf 55,6 Punkte, hielt sich allerdings über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern und lag auch über dem langjährigen Durchschnittswert von 53,7 Punkten.

Firmenspezifische Impulse bleiben dagegen rar. Am breiten Markt steigen die Aktien von Evolva um 2,3 Prozent. Die Firma hat mit der US-Behörde Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA) eine nicht näher spezifizierte Zusammenarbeit vereinbart, um einen Wirkstoff zur Abwehr von Moskitos zu entwickeln, die das Zika-Virus übertragen.

Die Standardwerte legen ausnahmslos zu. Gefragt sind vor allem Aktien zyklischer Firmen wie etwa des Bauchemie-Unternehmens Sika, des Personalvermittlers Adecco, des Elektrokonzerns ABB oder der Prüffirma SGS.

Aber auch die als eher defensive Anlage geltenden Index-Schwergewichte legen zu. Die Kursgewinne von Nestlé, Novartis und Roche liegen allerdings unter einem halben Prozent.

Die Aktien der Credit Suisse und der UBS steigen 0,6 und 1 Prozent. Die Anteile der Kreditbank Cembra Money Bank klettern um 0,9 Prozent. Die Privatbank Vontobel gewinnt 0,7 Prozent an Wert. Auch Versicherungstitel ziehen an.

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09:05

Der Swiss Market Index (SMI) startet ohne klare Richtung bei 9014 Punkten. Insgesamt fehlen dem Markt entscheidende Impulse für eine klare Richtung. Die Vorgaben aus den USA sind in etwa neutral, dafür zeigten sich in China und vor allem in Japan die Aktien am Donnerstag stärker. Als eher belastend für das Börsensentiment wird die anhaltende Schwäche des Ölpreises hervorgehoben.

Unter den SMI-Einzeltiteln finden keine grossen Veränderungen statt. Die grössten Gewinne verzeichnet zu Handelsstart Swatch (+0,5 Prozent). Die Grossbanken CS  und UBS bewegen sich kaum. Die Titel der Schwergewichte Nestlé (-0,2 Prozent), Novartis (+0,3 Prozent) und Roche (+0,2 Prozent) starten unterschiedlich in den Handel. Novartis haben am Vortag klar überdurchschnittlich zugelegt. Nestlé hat vor dem Europäischen Patentamt eine Niederlage gegen EEC in einem schon länger dauernden Patentstreit erlitten.

Clariant fallen mit einem deutlicheren Plus von 0,9 Prozent auf. Der Titel erhält von positiven Kommentaren im Anschluss an eine Veranstaltung für Analysten im Zusammenhang mit dem geplanten Merger mit Huntsman etwas Unterstützung. 

So etwa auch bei Kühne+Nagel (+1 Prozent) nach einer Kurszielerhöhung durch die Deutsche Bank bei unverändertem Rating "Hold". Die Bank hat die Annahmen für das Volumenwachstum sowohl für die Bereiche See- und Luftfracht leicht angehoben. Anlässlich einer Branchenstudie hat die Deutsche Bank auch das Kursziel für Panalpina (Aktie unverändert) leicht erhöht, hier aber die Empfehlung "Sell" bestätigt. Angesichts des anhaltenden Margendrucks in der Branche seien die Titel hoch bewertet.

Auch Temenos (+0,5 Prozent) steigen nach einer Kurszielerhöhung durch Goldman Sachs leicht an. Die Evolva-Aktie (+6,8 Prozent) steigt klar. Evolva verhandelt derzeit mit der US-Behörde BARDA im Gesundheitsministerium über eine Finanzierung seines Aromastoffes Nootkatone. Es geht dabei um die Erforschung des Zika-Virus.

 

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08:45

Der Euro hat sich am Donnerstag im frühen Handel zum US-Dollar wie auch zum Schweizer Franken wenig bewegt. Zum Dollar konnte die Gemeinschaftswährung die Gewinne vom Vortag halten und notiert mit 1,1231 USD etwa so hoch wie am Vorabend. Auch zum Schweizer Franken notiert der Euro mit 1,0887 CHF im Bereich des Vorabendniveaus. Der Dollar-Franken-Kurs stieg derweil leicht an auf 0,9693 CHF.

Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es weiterhin beim chinesischen Yuan. Obwohl der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Einkaufsmanagerindex erstmals seit fast einem Jahr unter die wichtige Schwelle von 50 Punkten sank, legte der Yuan wie schon an den vorangegangenen Handelstagen kräftig zu. Der Wertzuwachs in der Nacht lag bei fast einem halben Prozent.

 

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08:45

Mittlerweile haben die Fernostbörsen den Handel beendet. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,1 Prozent höher bei 19'860 Punkten. Die Marke von 20'000 Punkten bleibe im Visier, sagten Analysten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg ebenfalls um 1,1 Prozent und lag bei 1586 Punkten. Zu den Gewinnern gehörte der Kamerahersteller Canon, nachdem das Unternehmen einen umfangreichen Aktienrückkauf bekanntgegeben hatte. Die Titel schlossen rund 3,3 Prozent höher.

Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,1 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,1 Prozent. 

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08:10

Der Swiss Market Index wird vorbörslich kaum verändert bei 9021 Punkten indiziert. Die grössten Abweichungen zeigen die Aktien von ABB und Credit Suisse, die beide 0,08 Prozent zulegen. 

Firmenspezifische Impulse bleiben dünn gesät. Die Ethical Coffee Company hat eigenen Angaben zufolge in einem Patentstreit mit dem Lebensmittelkonzern Nestle um Kaffeekapseln Recht bekommen. Analysten schätzen den Jahresumsatz von Nestle mit Kapselkaffee auf rund fünf Milliarden Franken

Gurit hat von einem italienischen Autohersteller einen Auftrag im Wert von rund neun Millionen Franken für Bauteile aus Kohlenstofffaser erhalten. Evolva hat mit der US-Behörde Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA) eine nicht näher spezifizierte Zusammenarbeit vereinbart, um einen Wirkstoff zur Abwehr von Moskitos zu entwickeln, die das Zika-Virus übertragen.

Ihre Aufmerksamkeit richten Börsianer im Tagesverlauf unter anderem auf die Beschäftigtendaten der privaten US-Arbeitsagentur ADP. Sie geben einen Vorgeschmack auf die offiziellen Job-Zahlen am Freitag. Von diesen erhoffen sich Anleger Hinweise auf Zeitpunkt und Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen.

An der Wall Street grenzten am Mittwoch nach Handelsschluss in Europa die grossen Indizes ihre Verluste etwas ein. Der Dow Jones, der S&P500 und der Technologie-Index Nasdaq gingen mit minimalen Abschlägen aus dem Handel.

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06:35

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Japan notierte zuletzt ein Prozent im Plus bei 19'854 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index legte ebenfalls um ein Prozent auf 1583 Zähler zu. Zu den Gewinnern an der Tokioter Börse zählte der Kamerahersteller Canon, nachdem das Unternehmen einen umfangreichen Aktienrückkauf bekanntgegeben hatte.

Zum Yen machte der Dollar seine Verluste gut und notierte bei 110.96 Yen. Der Euro gab im fernöstlichen Handel um 0,1 Prozent nach und notierte bei 1,1236 Dollar. Der Schweizer Franken wurde mit 0,9681 Franken je Dollar und 1,0884 Franken je Euro gehandelt. 

(cash/AWP/Reuters)