+++Börsen-Ticker+++ - Richemont und Swatch schliessen im Minus

Wie sich schon den Tag durch gezeigt hat, schliessen die Aktien von Richemont und Swatch mit dem grössten Verlust. Der SMI bleibt leicht im Plus.
18.09.2019 18:18
Cartier-Store von Richemont in Peking.
Cartier-Store von Richemont in Peking.
Bild: Bloomberg

18:05

Der Swiss Market Index schliesst am Mittwochabend mit einem Plus von 0,05 Prozent und 10'018 Punkten. Die grössten Verlierer bleiben heute Richemont und Swatch mit einem Minus von 6,2 beziehungsweise 3,7 Prozent. Die grössten positiven Werte zeigen die Aktien von LaFargeHolcim (+1,3 %), Lonza (+1,2 %) und Geberit (1,11 %).

Auch der SPI schliesst mit einem leichten Plus von 0,13 Prozent. Gewinner vom Mittwoch sind hier Relief Therapeutics (16,7 %) und APTG (12,8 %). Ins Minus fielen die Aktien von Perfect Holding (-11,8 %) und Richemont (-6,2 %).

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17:35

Der Eurokurs ist am Mittwoch vor geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank Fed etwas gesunken. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1059 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte der Euro noch etwas höher notiert.

Gegenüber dem Schweizer Franken legte der Euro am Mittwoch zu und kletterte wieder über die Marke von 1,10 Franken. Am späten Nachmittag ging der Euro bei 1,1010 Franken um. Der US-Dollar erzielte zum Franken ebenfalls Gewinne. Er kostete am Nachmittag 0,9956 Franken.

Kurz vor der Veröffentlichung der Zinsentscheidung ist ein plötzlicher Liquiditätsengpass am Geldmarkt in den USA in den Fokus gerückt. Dort handeln die Banken mit überschüssigem Geld. Die Ursache der Knappheit bleibt vorerst unklar. Experten vermuten Steuerzahlungen der Unternehmen und Käufe neuer Staatsanleihen durch amerikanische Banken. Nach Interventionen der Fed am Geldmarkt entspannte sich die Lage etwas.

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16:18

An der Schweizer Börse haben sich die Anleger am Mittwoch bedeckt gehalten. Der SMI stieg um 0,1 Prozent auf 10'027 Punkte. Vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank, die nach Börsenschluss in Europa bekanntgegeben wird, wollten sich die Investoren nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. An den Finanzmärkten wird davon ausgegangen, dass die Fed den Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahr senken wird.

Gefragt waren in diesem Umfeld vor allem konjunktursensitive Werte. Der Zementkonzern LafargeHolcim, die Sanitärtechnik-Firma Geberit und das Bauchemie-Unternehmen Sika gewannen mehr als ein Prozent an Wert. Geschuldet war das Indexplus in erster Linie aber Roche: Das Pharmaschwergewicht stieg um 0,7 Prozent.

Unter die Räder kamen die Luxusgüterwerte: Die Aktien von Richemont sackten gut fünf Prozent ab und die von Swatch mehr als drei Prozent. UBS hat für die beiden Unternehmen Verkaufsempfehlungen ausgesprochen. Am breiten Markt fielen die Anteile von Schmolz+Bickenbach um gut vier Prozent, nachdem Moody's die Bonitätsnote für den Stahlproduzenten gesenkt und vor einer weiteren Zurückstufung gewarnt hatte.

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15:45

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial startet mit einem Minus in den Handel. Einige Minuten nach der Börsenöffnung in New York liegt das Kursbarometer der wichigsten US-Aktien um 0,27 Prozent tiefer bei 27'035 Punkten. Vor dem Fed-Zinsentscheid verhalten sich die Anleger offensichtlich vorsichtig. 

An den Finanzmärkten wird fest damit gerechnet, dass die Notenbanker um Fed-Chef Jerome Powell das Leitzinsband um weitere 0,25 Prozentpunkte verringern. Der Zentralbankzins würde dann in einer Spanne von 1,75 bis 2,0 Prozent liegen. Ende Juli hatte die Fed das Zinsniveau erstmals seit mehr als zehn Jahren verringert.

 

 

Unterdessen machen weitere Unternehmensnews die Runde: Am Vorabend hatte der Logistikkonzern Fedex für einen Paukenschlag gesorgt mit enttäuschenden Prognosen für das laufende Geschäftsjahr. Die Aktie verliert nach Handelsbeginn 12,2 Prozent. Fedex begründete den pessimistischen Ausblick mit Spannungen im globalen Handel und einer sich abschwächenden Konjunktur.

Auch beim Software-Spezialisten Adobe Systems (-3,5 Prozent) blieben die Prognosen hinter den Erwartungen des Marktes zurück. Beim Lebensmittelriesen General Mills (-0,4 Prozent) - bekannt für Marken wie Häagen-Dazs-Eis und Knack & Back - ging der Umsatz zuletzt erstmals seit zwei Jahren zurück.

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15:15

Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Mittwoch vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank gestiegen. In allen Laufzeiten gaben die Renditen im Gegenzug nach.

Die meisten Analysten erwarten von der Fed einen Zinsschritt um 0,25 Prozentpunkte. Einige Experten wollten aber auch eine stärkere Zinssenkung nicht ausschliessen. Derzeit liegt der amerikanische Leitzins in einer Spanne zwischen 2,0 und 2,25 Prozent.

Besser als erwartet ausgefallene Daten vom amerikanischen Immobilienmarkt konnten die Kurse zum Handelsauftakt nicht belasten. Im August war die Zahl der Baubeginne unerwartet stark gestiegen und die Baugenehmigungen hatten unerwartet zugelegt.

Zweijährige Anleihen stiegen um 1/32 Punkte auf 99 19/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,70 Prozent. Fünfjährige Papiere erhöhten sich um 3/32 Punkte auf 98 5/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,63 Prozent.

Richtungsweisende zehnjährige Anleihen gewannen 8/32 Punkte auf 98 20/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,77 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreissig Jahren stiegen um 21/32 Punkte auf 100 8/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,24 Prozent.

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13:10

In einem offiziellen Schreiben an die USA hat das iranische Aussenministerium jegliche Beteiligung an den Angriffen auf saudische Ölanlagen zurückgewiesen. "Der Iran hat mit dem Angriff nichts zu tun", heisst es in dem Brief, der den USA über die Schweizer Botschaft in Teheran zugestellt wurde. Die Schweiz vertritt im Iran die diplomatischen Interessen der USA.

Nach dem steilen Anstieg des Ölpreises auf 68 Dollar (Nordseesorte Brent) vor einigen Tagen ist der Preis wieder etwas zurückgekommen. Im Tageshandel tendiert Röhol bei 64,36 Dollar um 0,3 Prozent stärker.

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12:50

Der Swiss Market Index (SMI) notiert bei 10'028 Punkten. Auch der breite Swiss Performance Index (SPI) zieht um 0,08 Prozent auf 12'171 Punkte an. Nach verhaltenem Start hat der SMI mittlerweile die Gewinnzone erreicht. Die Aktivitäten seitens der Kunden seien aber sehr gering, sagte ein Händler in Zürich. 

Die grössten Verluste weisen Richemont (-5 Prozent) auf. Der Titel wird einerseits ex Dividende von 2 Franken gehandelt, andererseits belastet eine Rückstufung durch die UBS auf "Sell". Die Bank macht unter anderem zunehmende Anzeichen einer Verlangsamung bei der grössten Marke Cartier in China geltend. Die UBS hat dabei die gesamte Luxusgüter-Branche abgestuft. Unmittelbar hinter Richemont fallen denn auch Swatch (-3,2 Prozent) deutlich stärker als der Gesamtmarkt zurück. Für diesen Titel hat die UBS das Kursziel deutlich gesenkt und die Empfehlung "Sell" bestätigt. 

Unter Druck stehen weiter Kühne+Nagel (-2,3 Prozent). MainFirst hat die Titel des Transportunternehmens heute Mittwoch auf "Neutral" abgestuft. Gemäss MainFirst hat die Logistik-Branche noch immer mit verstärktem Gegenwind zu kämpfen. 

Mehr zu AMS und Kühne+Nagel:

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Aktien von Kühne+Nagel geben nach Downgrade nach

Gesicht sind dagegen die Aktien des österreichischen Halbleiterhersteller AMS (+1,9 Prozent). In Marktkreisen wird über eine gemäss den Vorbestellungen gute Nachfrage für das neue IPhone von Apple berichtet, was auch andere Tech-Werte in Europa stützt. Dies wäre natürlich auch für AMS sehr positiv, sagte ein Händler. Denn es ist ein offenes Geheimnis, dass der US-Konzern der wichtigste Kunde von AMS ist - auch wenn dies offiziell nicht bestätigt wird.

Dahinter folgen LafargeHolcim (+1,7 Prozent) mit etwas höheren Plus. Der Zementhersteller hatte am Morgen über Investitionen zur Verbesserung der Effizienz seiner Fabriken in Europa berichtet. Getragen wird der Gesamtmarkt indes vor allem von den erneut starken Roche (+0,8 Prozent).

Im breiten Markt legen Implenia um 2,5 Prozent zu. Der Mitbegründer des Grossaktionärs Veraison, Gregor Greber, hatte in einem Interview die Aufspaltung des Baukonzerns in das Entwicklungs- und Baugeschäft gefordert. 

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11:25

Anleger nutzen die jüngste Rally des Pfund Sterling für Gewinnmitnahmen. Die britische Währung verbilligte sich am Mittwoch auf 1,2446 Dollar, nachdem sie am Dienstag wegen Spekulationen auf ein Brexit-Abkommen in letzter Minute auf ein Zwei-Monats-Hoch von 1,2526 Dollar gestiegen war.

Die Hoffnung auf eine Einigung oder zumindest eine erneute Verschiebung des Brexit-Termins verhindere derzeit größere Kursrücksetzer, schrieben die Analysten der Bank Mitsubishi UFJ in einem Kommentar. Die Furcht vor einem ungeordneten EU-Austritt Großbritanniens schwinde.

 

 

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10:30

Die Aktien von Richemont und Swatch geben  deutlich nach. In einer Studie der UBS vom Mittwoch wird die Luxusgüter-Branche abgestuft. Die Grossbank empfiehlt denn auch Richemont neu und Swatch weiterhin zum Verkauf. Richemont werden zudem ex-Dividende gehandelt.

Bei Richemont fällt die Aktie um 4,3 Prozent, bei Swatch sind es 2,5 Prozent. Gemäss der UBS sind die Aktien der Luxusgüter-Hersteller derzeit ein Luxus, den man sich nicht länger leisten sollte. Entsprechend stufen die Experten den Sektor auf "Neutral von bisher "Overweight" zurück. Im bisherigen Jahresverlauf hätten die Aktien der Branche den Markttrend übertroffen und seien mittlerweile technisch gesehen überkauft.

Gleichzeitig senken die UBS-Experten das Rating für Richemont auf "Sell" von bisher "Neutral" und das Kursziel auf 68 von 71 Franken. Im Aktienkurs seien die zunehmenden Anzeichen einer Verlangsamung in China der grössten Marke Cartier noch zu wenig abgebildet. Bei Swatch wiederum sehen die Analyten die Verlangsamung der profitablen Marke Omega zu wenig im Kurs reflektiert. Denn Omega verliere auf dem chinesischen Markt derzeit schnell an Dynamik. 

Die Inhaber-Titel von Swatch werden von der UBS denn auch weiter mit dem Rating "Sell" eingestuft und das Kursziel auf 217 von 240 Franken gesenkt.

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09:08

Der Swiss Market Index (SMI) gibt unmittelbar nach Handelseröffnung 0,1 Prozent auf 10'006 Punkte nach.

Am deutlichsten im Minus stehen derzeit Richemont (-4,5 Prozent). Der Titel wird einerseits ex Dividende von 2 Franken gehandelt, andererseits belastet eine Rückstufung durch die UBS auf "Sell". Die Bank macht unter anderem zunehmende Anzeichen einer Verlangsamung bei der grössten Marke Cartier in China geltend.

Auch Swatch (-2,5 Prozent) geben überdurchschnittlich nach. Für diesen Titel, für den wie Richemont China ein wichtiger Markt ist, hat die UBS das Kursziel deutlich gesenkt und die Empfehlung "Sell" bestätigt. Auch hier wird die Einschätzung mit der abnehmenden Dynamik in China begründet.

Kühne+Nagel (-1,7 Prozent) werden von einer Abstufung durch MainFirst etwas gebremst. Dafür erhalten Swisscom, welche gegen den Trend 0,3 Prozent zulegen, von einer deutlichen Kurszielerhöhung durch JPMorgan Unterstützung.

Im Plus sind auch Alcon (+0,9 Prozent) und Lonza (+0,3 Prozent).

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08:30

Der anstehende Zinsentscheid der US-Notenbank hält Anleger von grösseren Engagements an den asiatischen Aktienmärkten ab. Der japanische Nikkei-Index bröckelte am Mittwoch auf 21.969 Punkte ab. Die chinesische Börse in Shanghai legte dagegen 0,4 Prozent auf 2990 Zähler zu. Sie profitierte Börsianern zufolge von Hoffnungen auf eine Annäherung im Zollstreit zwischen den USA und China.

Die Handelsgespräche der beiden weltgrössten Volkswirtschaften sollen demnächst weitergehen. Eine Zinssenkung US-Notenbank Fed um einen viertel Prozentpunkt gilt unter Börsianern als sicher. Viele setzen zudem darauf, dass Notenbank-Chef Jerome Powell weitere Schritte bis zum Jahresende signalisieren wird.

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08:10

Der Swiss Market Index (SMI) gibt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,3 Prozent nach.

Am deutlichsten im Minus ist aus dem Leitindex Richemont (-4,1 Prozent). Die UBS senkt das Rating für den Luxusgüterhersteller auf "Sell". Allerdings wird die Aktie darüber hinaus mit den Dividendenabschlag (2 Franken) gehandelt. Auch Swatch gibt mit minus 2 Prozent deutlich nach.

Einziger positiver SMI-Wert ist Swisscom (+0,2 Prozent).

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08:05

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch zunächst stabilisiert, nachdem sie am Vortag kräftig nachgegeben hatten. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 64,54 US-Dollar. Das war geringfügig weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 29 Cent auf 59,05 Dollar.

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07:55

Gegenüber dem Franken hat sich der Euro der Marke von 1,10 Franken im Vergleich zum Vortag weiter angenähert und diese in der Nacht auf Mittwoch auch bereits einmal kurz überschritten. Zuletzt hatte der Euro Anfang August auf diesem Niveau gestanden. Aktuell liegt der Kurs bei 1.0994.

Hier die Entwicklung des Euro-Franken-Kurses seit gestern morgen:

Quelle:cash.ch

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06:35

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notierte am Mittwoch nahezu unverändert bei 22.009 Punkten. Der breiter gefasste Topix viel um 0,4 Prozent auf 1608 Zähler.

Die Aktien von Öl- und Gasunternehmen, die noch am Tag Kursgewinne verbucht hatten, fielen auf normales Niveau zurück, nachdem sich die Ölpreise weiter abkühlten. Saudi-Arabien hatte erklärt, dass nach dem Angriff auf die grösste Raffinerie des Landes die Ölproduktion bereits Ende September wieder komplett hergestellt sei. "Die Situation am Ölmarkt bleibt angespannt, aber die Angst vor einer anhaltenden Verknappung des Ölangebots hat ich erst einmal abgeschwächt", sagte Edward Moya, Marktanalyst von Oanda. Die Titel von Japans grösstem Öl- und Gasunternehmen Inpex verloren rund fünf Prozent.

Gewinner des gefallenen Ölpreises waren die Fluggesellschaften, für die der Preis für Kraftstoffe ein grosser Kostenfaktor ist: Der Fluglinien-Index stieg um 0,6 Prozent, die Aktien der Fluggesellschaften ANA und Japan Airlines kletterten um 0,8 beziehungsweise 0,5 Prozent.

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06:30

Im asiatischen Devisenhandel fiel der Euro um 0,1 Prozent auf 1,1065 Dollar und notierte kaum verändert bei 1,0996 Franken. Das Pfund Sterling verlor 0,1 Prozent auf 1,2488 Dollar

Parallel dazugewann der Dollar 0,1 Prozent auf 108,22 Yen und stagnierte bei 7,0879 Yuan. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9934 Franken.

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06:25

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss am Vorabend 0,1 Prozent höher auf 27.110 Punkten. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,4 Prozent auf 8186 Punkte vor. Der breit gefasste S&P 500 legte 0,3 Prozent auf 3005 Punkte zu.

Zu den grössten Verlierern an der Wall Street gehörte Corning mit einem Kursminus von rund sechs Prozent. Der Displayglas-Anbieter hatte seine Absatzziele gekappt.

(cash/AWP/Reuters)