Börsen-Ticker - Roche hievt Schweizer Börse auf Jahreshoch

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch fester tendiert. Vor allem ein kräftiger Kursgewinn des Index-Schwergewichts Roche hievte den Markt hoch.
03.05.2017 17:36
Die Anleger greifen nach den Aktien von Roche.
Die Anleger greifen nach den Aktien von Roche.
Bild: cash

17:30

Der SMI steigt um knapp 0,3 Prozent auf 8891 Punkte. Vorübergehend erreichte der Leitindex bei 8899 Punkten den höchsten Stand seit Ende 2015.

Vor der Veröffentlichung der geldpolitischen Beschlüsse der US-Notenbank hielten sich die Anleger aber zurück. "Wir sind nahe den Höchstkursen. Die Luft ist allmählich dünn und es gibt politische Risiken, die Gewinnmitnahmen auslösen könnten", sagte ein Händler. 

Die Aktien von Swisscom legten 1,7 Prozent zu. Der Telekomkonzern hat im ersten Quartal bei einem um 1,9 Prozent tieferen Umsatz von 2,83 Milliarden Franken den Reingewinn um 2,5 Prozent auf 373 Millionen Franken gesteigert und damit die Analystenerwartungen von 355 Millionen Franken übertroffen.

Die Roche-Scheine rückten 1 Prozent auf 265,10 Franken vor und zeichneten damit für einen Gutteil des SMI-Anstiegs verantwortlich. Der Pharmakonzern hat von der US-Arzneimittelbehörde FDA grünes Licht für den Einsatz eines Biomarker-Tests bei Blasenkrebs erhalten.

Die Aktien von Rivale Novartis waren um 0,3 Prozent tiefer, die Anteile des Lebensmittelkonzerns Nestle notierten um 0,41 Prozent höher.

Die Aktien von LafargeHolcim gaben trotz eines guten Quartalsergebnisses 2,3 Prozent nach. Der Zementkonzern erzielte dank Preiserhöhungen und Einsparungen in den ersten drei Monaten einen Gewinn von 226 Millionen Franken nach einem Verlust von 107 Millionen vor Jahresfrist.

Bankaktien waren gefragt. UBS stiegen um 0,8 Prozent und Credit Suisse rückten 0,7 Prozent vor. Bei den Versicherungen waren die Anteile von Swiss Re am Tag vor der Quartalsbilanz um ein Prozent fester.

Den ausführlichen Schlussbericht lesen Sie hier.

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16:36

Ein überraschend geringer Rückgang der US-Reserven setzt dem Ölpreis zu. Brent dreht ins Minus und verliert 0,5 Prozent auf 50,22 Dollar je Barrel.

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16:00

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verlor in den ersten Handelsminuten 0,2 Prozent auf 20'909 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 fiel ebenfalls um 0,2 Prozent auf 2385 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank um 0,4 Prozent auf 6069 Stellen.

Apple-Aktien büssten rund 1,6 Prozent ein. Der Technologiekonzern verlor damit binnen eines Tages etwa zwölf Milliarden Dollar an Börsenwert. Er hat zuletzt weniger iPhones abgesetzt und lag mit seiner Umsatzprognose für das laufende Quartal unter den Markterwartungen.

Positiv wurden dagegen Zahlen der New York Times aufgenommen. Die Zeitung schrieb zu Jahresbeginn dank 308.000 neuer Digital-Abos wieder schwarze Zahlen. Die Aktie verteuerte sich um fast sechs Prozent.

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13:30

Am Tag des TV-Duells von Emmanuel Macron und Marine Le Pen greifen Investoren bei französischen Staatsanleihen zu: Im Gegenzug fallen die Renditen der zehnjährigen Papiere bis auf 0,737 Prozent von zuvor 0,750 Prozent. Ein Macron-Sieg würde aus Anlegersicht die Währungsunion und den konjunkturellen Aufschwung bestätigen

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13:00

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 11.50 Uhr 0,1% höher bei 8'877,46 Punkten. Neues Jahreshoch markierte er bei 8'886 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, steigt um 0,03% auf 1'419,77 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,04% auf 10'062,78 Stellen. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren im Plus und im Minus.

Swisscom (+1,9%) können mit der Zahlenvorlage vom Morgen offenbar überzeugen und legen kräftig zu. Der Telekommunikationskonzern hat mit den für Januar bis März präsentierten Gewinnzahlen die Erwartungen der Analysten auch dank einem verbesserten Finanzergebnis zum Teil deutlich übertroffen und bekräftigt die Ziele für das laufende Jahr. Hingegen sorgt die Ergebnisqualität für Gesprächsstoff.

Noch fester stehen aktuell nur Aryzta (+2,5%). Geberit (+1,7%) tendieren wieder mit positiven Vorzeichen, nachdem am Vortag der Quartalsausweis noch Verkäufe ausgelöst hatte. Und Clariant (+0,6%) profitieren von einer Kursziel-Erhöhung durch Barclays beim unveränderten Anlagevotum "Equal Weight".

LafargeHolcim (-1,3%) geben trotz erfreulicher Ergebnisse im ersten Quartal hingegen deutlich ab. Den Titeln bleiben somit Anschlusskäufe nach einem guten Vortag verwehrt.

Die Bankenpapiere Credit Suisse (+0,1%), UBS (+0,6%) und Julius Bär (+0,4%) tendieren eher unauffällig.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

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10:15

Der Swiss Market Index (SMI) steht 0,05% tiefer bei 8'864,45 Punkten. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, sinkt um 0,17% auf 1'416,99 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,07% auf 10'051,84 Stellen.

LafargeHolcim fallen nach Erstquartalszahlen um 2,1%; ihnen bleiben somit Anschlusskäufe nach einem guten Vortag verwehrt. Swisscom notieren hingegen 0,9% fester. Der Telekommunikationskonzern hat mit den für Januar bis März präsentierten Gewinnzahlen die Erwartungen der Analysten auch dank einem verbesserten Finanzergebnis zum Teil deutlich übertroffen und bekräftigt die Ziele für das laufende Jahr.

Die Bankenpapiere Credit Suisse (-0,5%) und UBS (+0,2%) tendieren uneinheitlich, während Julius Bär um 0,5% nachgeben. Die Versicherer sehen die grössten Rückschläge bei Zurich Insurance (-0,4%), während das Minus bei der Bâloise (-2,2% oder 3,20 CHF) auf den Dividendenabgang von 5,20 CHF zurückgeführt werden kann.

Gestützt wird der Gesamtmarkt von den Pharma-Schwergewichten Novartis (+0,2%) und Roche (+0,5%).

Den ausführlichen Börsenbericht finden Sie hier.

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09:22

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt im frühen Handel 0,1 Prozent auf 8860 Punkte. Vorsichtige Zurückhaltung lautet für viele Akteure an den Finanzmärkten die Devise. Denn im späteren Tagesverlauf steht die Zinsentscheidung der US-Notenbank auf dem Programm, am Freitag werden die neuesten US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht und am Sonntag wird in Frankreich darüber entschieden, wer der neue Präsident wird. Auch die Vorgaben der Börsen in Übersee liefern zu Wochenmitte nur wenig Orientierung. 

LafargeHolcim geben nach Erstquartalszahlen um 1,1 Roche ab. Anders als über weite Strecken letzten Jahres wartete das Unternehmen mit einem besser als erwartet ausgefallenen Umsatz, gleichzeitig aber auch mit geringeren Margenverbesserungen auf. Die bisherigen Jahresvorgaben werden durch das Unternehmen bestätigt.

Swisscom notieren 0,4 Roche fester. Der Telekommunikationskonzern hat mit den für Januar bis März präsentierten Gewinnzahlen die Erwartungen der Analysten auch dank einem verbesserten Finanzergebnis zum Teil deutlich übertroffen und bekräftigt die Ziele für das laufende Jahr.

Daneben fallen die Papiere des Warenprüfers SGS mit einem Plus von 0,1 Roche auf. Händlern zufolge hat Morgan Stanley sein Anlagevotum erhöht. Die schwergewichtigen Nestlé (-0,3 Roche), Novartis (+0,1 Roche) und Roche (+0,3 Roche) starten unterschiedlich in den Tag.

Einen Blick wert sind die Aktien des Lifesciencekonzerns Lonza (-1,3 Roche), die mit heutigem Datum wieder Aufnahme im prestigeträchtigen Leitindex SMI gefunden haben. Am Vortag hatten die Papiere der Basler mit dem Start des Bezugsrechtehandels für eine milliardenschwere Kapitalerhöhung um deutliche 6,5 Roche nachgegeben.

Am breiten Markt stehen nach Zahlen etwa Valiant (-0,4 Roche) oder Schmolz+Bickenbach (Aktie unverändert) im Fokus. Beim Pharmazulieferer Siegfried (+0,7 Roche) wurde zudem bekannt, dass der Investor Rainer-Marc Frey seine Beteiligung signifikant auf 2,76 Roche abgebaut hat, nach 8,63 Roche per Ende 2016.

 

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08:06

Die Schweizer Börse wird am Mittwoch wenig verändert erwartet. Vor der Veröffentlichung der geldpolitischen Beschlüsse der US-Notenbank Fed dürften keine dicken Stricke zerrissen werden, sagte ein Händler. Zudem seien die Vorgaben aus den USA wenig richtungsweisend und in Tokio war die Börse wegen eines Feiertags geschlossen. Darüber hinaus habe der iPhone-Herstellers Apple die Anleger enttäuscht. Die Apple-Aktien verloren nachbörslich zwei Prozent.

Die Bank Julius Bär berechnete den SMI um 0,15 Prozent höher mit 8881 Punkten. Der SMI Future notierte mit 8828 Zählern um 0,3 Prozent fester. Am Dienstag war der Leitindex um 0,6 Prozent gestiegen und hatte auf Jahreshoch geschlossen.

Unter den SMI-Einzeltiteln fallen LafargeHolcim (+2 Prozent) und Swisscom (+1 Prozent) auf.  Der Zementkonzern LafargeHolcim hat im ersten Quartal 2017 dank Preiserhöhungen und Einsparungen einen Gewinn von 226 Millionen Franken erreicht nach einem Verlust von 107 Millionen vor Jahresfrist. 

Swisscom hat im ersten Quartal 2017 einen um 1,9 Prozent tieferen Umsatz von 2,83 Milliarden Franken verbucht, den Reingewinn aber um 2,5 Prozent auf 373 Millionen Franken gesteigert.

Am breiten Markt werden die Aktien von Baloise und Helvetia mit Dividendenabaschlag gehandelt.

Eine Zinserhöhung der Fed gilt als ausgeschlossen, Experten erwarten aber ein Signal für einen solchen Schritt im Juni. Weitere Hinweise erhoffen sich Börsianer von den Beschäftigtenzahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP, die einen Vorgeschmack auf die offiziellen Zahlen am Freitag geben. Analysten rechnen für April mit 175.000 neu geschaffenen Stellen, nach einem Plus von 263.000 im Vormonat.

An der Wall Street hatten sich die grossen Indizes am Dienstag nach Handelsschluss in Europa kaum mehr bewegt. Dabei dämpften vor allem enttäuschende Autoabsatzzahlen die Stimmung. . Die nach Börsenschluss veröffentlichten Zahlen von Apple kamen ebenfalls nicht gut an: Die Aktien des iPhone-Herstellers verloren nachbörslich zwei Prozent.

In China tendierten die Börsen am Mittwoch schwächer, der Shanghai-Composite lag 0,3 Prozent im Minus. In Tokio bleibt die Börse von Mittwoch bis Freitag wegen der nationalen Feiertage ("Goldene Woche") geschlossen. 

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07:55

Die Ölpreise haben sich am Mittwoch etwas von den Verlusten der vergangenen Handelstage erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli kostete im frühen Handel 50,88 US-Dollar. Das waren 42 Cent mehr als am Dienstag. 

Am Vortag hatte die Sorge vor einem zu hohen Angebot die Preise für US-Öl und für Brent-Öl jeweils auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen gedrückt. Die aktuelle Preiserholung erklärten Marktbeobachter mit jüngsten Daten zu den Lagerbeständen an Rohöl in den USA.

 

(cash/AWP/Reuters)