+++Börsen-Ticker+++ - Schweizer Börse gibt nach – Nestlé und Pharmawerte schwach

Die Schweizer Börse hat am Dienstag nachgegeben. Vor allem die defensiven Schwergewichte zogen den Schweizer Leitindex SMI nach unten.
10.09.2019 17:42
Die Aktien des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé verlor erneut deutlich.
Die Aktien des Nahrungsmittelkonzerns Nestlé verlor erneut deutlich.
Bild: Bloomberg

17:40

Die Schweizer Börse hat am Dienstag nachgegeben. Der Leitindex SMI, der zum Wochenauftakt noch ein neues Rekordhoch erklommen hatte, sank um 0,4 Prozent auf 10'020 Punkte.

Vor der Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) agierten viele Anleger vorsichtig, um nicht auf dem falschen Fuss erwischt zu werden. Zudem sei manch ein Investor inzwischen skeptisch, dass weitere Zinslockerungen die strauchelnde Konjunktur stimulieren können.

Auf dem Index lasteten in erster Linie kräftige Einbussen der Schwergewichte. So rutschten die Anteile der Pharmakonzerne Novartis und Roche 1,4 und 0,31 Prozent ab. Auch die Aktien des Lebensmittelkonzerns Nestle ermässigten sich um 1,62 Prozent. Diese als defensiv geltenden Anlagen waren in den letzten Wochen wegen der Unsicherheiten im Zusammenhang etwa mit dem US-chinesischen Zollstreit oder dem Brexit gefragt. An die Spitze der Verlierer setzte sich der Pharmazulieferer Lonza mit einem Kursabschlag von 5,26 Prozent.

Zu den Gewinnern gehörten die Bankaktien UBS (+ 3 Prozent) und Credit Suisse (+2,3 Prozent) sowie konjunktursensitive Titel wie der Elektrotechnikkonzern ABB (+1,62 Prozent), der Personaldienstleister Adecco (+2,4 Prozent) und der Zementhersteller LafargeHolcim (+1,9 Prozent).

Am breiten Markt stiegen die Sunrise-Aktien um 2,3 Prozent. Mitten im Streit um die milliardenschwere Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC hat der Telekomkonzern einem Insider zufolge einen streitbaren neuen Grossaktionär bekommen - den aktivistischen Investor Active Ownership Capital (AOC).

+++

16:10

Die Anleger an der Wall Street bleiben am Dienstag nach zuletzt gutem Lauf erst einmal in Deckung. Vor den wichtigen Zinsentscheiden, die in den kommenden Tagen für die Börsen als richtungsweisend gelten, gab der Dow Jones Industrial im frühen Handel um 0,27 Prozent auf 26'762,51 Punkte nach. Zuletzt hatte es für ihn vier Tage in Folge mit teils klaren Kursgewinnen gegeben, die ihn erstmals seit Anfang August wieder der 27 000-Punkte-Marke näher brachten.

Die Erwartungen an die Währungshüter gelten auf beiden Seiten des Atlantiks mittlerweile als recht hoch, was die Gefahr von Enttäuschungen mit sich bringt. Bei der EZB am Donnerstag wird mit neuen lockernden Massnahmen gerechnet, gestellt wird hier jedoch die Frage nach deren Umfang. Bei der Fed in der kommenden Woche rechnet der Markt stark mit der nächsten Zinssenkung.

Der marktbreite S&P 500 folgte dem Dow um 0,59 Prozent auf 2960,97 Punkte nach unten. Der technologielastige Nasdaq 100 verlor sogar 0,92 Prozent auf 7760,53 Punkte. 

+++

14:55

Die Aktie der UBS legt weiter zu. Mittlerweile resultiert ein Plus von fast 5 Prozent, die Aktie erreicht mit 11,43 Franken den höchsten Stand seit sechs Wochen. Auch die Aktien der CS und Julius Bär halten sich mit einem plus von je rund 3 prozent weiterhin gut.

+++

14:15

Der Abbruch der Fusionsverhandlungen setzt Fiat Chrysler und Renault zu. Die Aktien des italienischen Autobauers drehen ins Minus und verlieren 1,9 Prozent auf 12,48 Euro. Die Titel des französischen Konkurrenten grenzen ihre Gewinne ein und notieren nur noch 0,3 Prozent im Plus bei 55,60 Euro.

+++

13:10

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 62,95 US-Dollar. Das waren 36 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 35 Cent auf 58,20 Dollar.

Am frühen Morgen hatten der US-Ölpreis bei 58,39 Dollar und der Brent-Preis bei 63,12 Dollar zeitweise jeweils den höchsten Stand seit etwa sechs Wochen erreicht.

Nach Einschätzung des Experten Carsten Fritsch von der Commerzbank profitieren die Ölpreise von einer allgemein höheren Risikofreude der Anleger an den Finanzmärkten. Ausserdem stützten weiterhin Aussagen des neuen Ölministers von Saudi-Arabien, Prinz Abdulasis bin Salman. Dieser hatte am vergangenen Wochenende klargestellt, dass es keinen radikalen Wechsel in der Förderpolitik des führenden Opec-Landes geben werde.

Die Aussagen des neuen saudischen Ölministers kommen nicht überraschend, sagte Experte Fritsch. Er verwies auf jüngste Verhandlungen der Mitgliedsstaaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) mit verbündeten Förderstaaten, darunter Russland. Bin Salman habe nämlich das aktuelle Kürzungsabkommen der in der sogenannten "OPEC+" zusammengefassten Staaten mit ausgehandelt.

+++

13:00

Gegenüber dem Schweizer Franken verliert der Euro etwas an Wert. Zuletzt kostete er 1,0939 Franken nach 1,0961 am Montagabend. Der Dollar schwächte sich ebenfalls leicht ab auf 0,9905 Franken.

+++

12:00

Der Swiss Market Index (SMI) notiert 0,60 Prozent tiefer bei 9'998,71 Punkten. Die Gewinnmitnahmen in den defensiven Schwergewichten halten an, während sich die Bankentitel einer verstärkten Nachfrage erfreuen. "Wir sehen eine Sektorrotation hinaus aus defensiven und hinein in Finanzwerte und Zykliker", sagte ein Händler. Ob es sich dabei um wirkliche Neupositionierungen handelt, muss sich noch zeigen. "Die definitive Richtung des Marktes dürfte wohl erst am Donnerstag mit den Beschlüssen der EZB festgelegt werden", so der Händler.

Die Erwartungen an die Europäische Zentralbank (EZB) sind hoch. Erwartet werden neben einer Zinssenkung ein Anleihenkaufprogramm und weitere geldpolitische Lockerungen. Zuletzt ist die EZB aber auf Widerstand aus den eigenen Reihen und zunehmend auch in der Politik gestossen. Dies sorgte an den Bondmärkten zuletzt für fallende Kurse und steigende Renditen. Neben der EZB bleibt auch der Brexit ein Thema. In der vergangenen Nacht erlitt der britische Premierminister Boris Johnson eine weitere Niederlage, indem er zum zweiten Mal mit seinem Antrag auf eine Neuwahl gescheitert ist. "Daher werden die Anleger keine unnötigen Risiken eingehen", sagte ein Händler.

Die Aktien der Grossbanken befinen sich im Hoch. Der Titel der Credit Suisse steigt bis 1,7 Prozent und erreicht mit 12,69 Franken den höchsten Stand seit dem 8. Mai 2019. Die Aktie der UBS steigt 2 Prozent und erreicht ein Fünf-Wochen-Hoch. Die Analysten von Kepler Cheuvreux haben die Empfehlung für die Grossbanktitel auf "Buy" von "Hold" hochgestuft.

Starke Verluste verbuchen Partners Group (minus 4,2 Prozent). Der auf alternative Anlagen spezialisierte Vermögensverwalter hat mit seinem Halbjahresabschluss die Markterwartungen verfehlt. Manche Anleger nützten nun das Ergebnis als Rechtfertigung, Gewinne zu realisieren, heisst es.

Gewinnmitnahmen erfassen auch den Pharmazulieferer Lonza (minus 3,2 Prozent) und den Bankensoftware-Hersteller Temenos (minus 4 Prozent). Und auch bei Nestle (minus 1,4 Prozent) halten die Gewinnmitnahmen an. Der Lebensmittelriese hat aufgrund seiner hohen Marktkapitalisierung mit dem Kursanstieg von 40 Prozent im laufenden Jahr einen Gutteil zur Performance des Gesamtmarktes beigetragen.

Bei den Pharmariesen Roche (minus 1,3 Prozent) und Novartis (minus 1,2 Prozent) werden neben den erwähnten Umschichtungen auch die immer wieder aufkeimenden Diskussionen um die Ausgestaltung der Medikamentenpreise in den USA erwähnt. Laut Händlern kursiert in US-Parlamentskreisen ein Entwurf, der weiter gehen soll als die Pläne der US-Regierung.

Zum ausführlichen Bericht geht es hier.

+++

10:45

Zwei Tage vor dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) steigt die Nervosität unter den Anlegern. "Viele haben Angst, jetzt neue Positionen einzugehen und dann auf dem falschen Fuß erwischt zu werden", führte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners aus. Dax und EuroStoxx50 verloren am Dienstag jeweils etwa 0,3 Prozent auf 12.197 beziehungsweise 3484 Punkte.

+++

10:35

Ein Gewinnanstieg hievt JD Sports auf ein Rekordhoch. Die Aktien des größten britischen Sportartikel-Händlers stiegen am Dienstag um bis zu 6,4 Prozent auf 673 Pence. Unter anderem dank einer hohen Nachfrage nach Fitness-Bekleidung stieg der Vorsteuergewinn den Angaben zufolge im ersten Halbjahr um 6,6 Prozent auf umgerechnet 145 Millionen Euro. Der Umsatz auf vergleichbarer Basis legte zwölf Prozent zu. Vor dem Hintergrund des schwierigen Branchenumfelds bezeichneten die Analysten des Brokerhauses Peel Hunt die Zahlen von JD Sports als ausgezeichnet. An der Attraktivität der Firma für Kunden und Investoren werde sich auf absehbare Zeit nichts ändern. 

+++

09:15

Die Schweizer Börse tut sich schwer zum Start. Die Vorgaben aus den USA und aus Fernost seien wenig richtungsweisend, heisst es am Markt. Nach wie stehen laut Händlern die Beschlüsse der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag im Mittelpunkt. Zudem sorgt auch der Brexit für Zurückhaltung. In der vergangenen Nacht erlitt der britische Premierminister Boris Johnson eine weitere Niederlage, indem er zum zweiten Mal mit seinem Antrag auf eine Neuwahl gescheitert ist. "Daher werden die Anleger keine unnötigen Risiken eingehen", sagte ein Händler.

Gegen 09:15 Uhr steht der SMI um 0,5 Prozent tiefer bei 10'004  Zählern. Am Vortag hat der Leitindex 0,14 Prozent verloren. Ob der Leitindex, der am Montag eine neue Rekordmarke bei 10'109,29 Punkten gesetzt hatte, rasch wieder an diese herankommt, müsse sich erst noch zeigen, heisst es am Markt.

Vor allem die Schwergewichte ziehen den SMI derzeit herunter. Sowohl Nestle (-0,65 Prozent), Novartis (-0,82 Prozent) als auch Roche (-1 Prozent) verlieren deutlich. Positiv fällt vor allem die UBS (+1,3 Prozent) auf. Die Analysten von Kepler Cheuvreux haben die Empfehlung für die Grossbanktitel auf "Buy" von "Hold" mit Kursziel 13,00 Franken hochgestuft.

 

Am breiten Markt fallen Partners Group (-3,2 Prozent) negativ auf. Der Assetmanager hat mit seinem Halbjahresergebnis für einmal die Erwartungen der Analysten verfehlt.

Auf der anderen Seite stechen die Aktien Siegfried (+2,5 Prozent) positiv heraus. Die Credit Suisse hat die Abdeckung von Siegfried mit dem Rating "Outperform" aufgenommen.

+++

08:10

Der Swiss Market Index (SMI) büsst in der von Julius Bär berechneten Vorbörse leicht um 0,1 Prozent ein. 

Ausser UBS (0,73 Prozent), dessen Titel von Kepler Cheuvreux neu auf BUY gesetzt wurden, und Novartis (+0,1 Prozent) liegen sämtlcihe SMI-Titel im Minus, ohne dass es grössere Ausreisser nach unten gäbe. 

Der breite Martk startet ähnlich verhalten mit einem Minus von 0,16 Prozent. 

 

+++

07:30

Die Ölpreise haben am Dienstag an die deutlichen Gewinne vom Wochenauftakt angeknüpft. Am Morgen ging es mit den Notierungen aber nur noch leicht nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 62,82 US-Dollar. Das waren 23 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 27 Cent auf 58,12 Dollar.

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern werden die Ölpreise weiterhin von Aussagen des neuen Ölministers von Saudi-Arabien, Prinz Abdulasis bin Salman, gestützt. Dieser hatte am vergangenen Wochenende klargestellt, dass es keinen radikalen Wechsel in der Förderpolitik des führenden Opec-Landes geben werde. Damit wird am Markt weiter damit gerechnet, dass Saudi-Arabien mit einer Förderkürzung die Ölpreise stützen will.

Mittlerweile kann der Preis für US-Rohöl bereits den fünften Handelstag in Folge zulegen. Am frühen Morgen wurde bei 58,39 Dollar je Barrel zeitweise der höchste Stand seit Ende Juli erreicht.

+++

06:15

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index notiert  0,3 Prozent fester bei 21'360 Punkten. Der breiter gefasste Topix steigt um 0,4 Prozent auf 1557 Zähler. Anleger griffen etwa bei Papieren von Toyota und Honda zu, nachdem der Yen zum Dollar an Wert verlor.

Auch die Aktien von Nissan verteuerten sich. Sie stiegen um 3,5 Prozent. Grund waren Berichte über den angekündigten Rücktritt des in Ungnade gefallenen Konzernchefs Hiroto Saikawa.

+++

06:10

Der Euro setzt seinen Aufwärtskurs gegen den Franken an. Schon am Montag konnte er deutlich zulegen, am Dienstagmorgen notiert er bei 1,0960 Franken. Das ist ein Wert, der seit Ende Juli nicht mehr erreicht wurde.

+++

06:05

Der Preis von Gold sinkt auch am Dienstag. Die Feinunze gibt 0,64 Prozent nach. Damit hat Gold in den letzten fünf Handelstagen fast 4 Prozent seines Wertes eingebüsst. Auf Sicht der letzten 52 Wochen steht aber immer noch ein Plus von 25 Prozent zu Buche.

+++

06:00

Die Wall Street hatte am Montag nach einem zunächst freundlichen Auftakt uneinheitlich geschlossen. Vor allem Kursverluste bei schwergewichtigen Hochtechnologiewerten wie Microsoft hätten auf die Stimmung gedrückt, sagten Händler. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,1 Prozent höher auf 26'835 Punkten. Der technologielastige Nasdaq gab dagegen 0,2 Prozent auf 8087 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 notierte kaum verändert bei 2978 Punkten. 

(cash/Reuters/AWP)