+++Börsen-Ticker+++ - Schweizer Börse nimmt Rekordjagd wieder auf

Die Schweizer Börse ist zum Wochenstart auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Wegen der auf die globale Konjunktur zukommenden Belastungen blieben die Investoren allerdings vorsichtig.
17.02.2020 17:39
Schriftzug am Eingang der Schweizer Börse SIX in Zürich.
Schriftzug am Eingang der Schweizer Börse SIX in Zürich.
Bild: cash / pz

17:40

Der Bluechip-Index SMI zog vorübergehend bis auf 11'181 Punkte an, bevor die Kauflust der Anleger abebbte. Zuletzt notierte der SMI noch um 0,4 Prozent höher bei 110'168 Zählern. Für gute Stimmung sorgten neue Wirtschaftsstimuli in China zur Bewältigung der Folgen des Coronavirus-Ausbruchs. Wegen der auf die globale Konjunktur zukommenden Belastungen blieben die Investoren allerdings vorsichtig.

Gefragt blieben die Zurich-Aktien mit 1,1 Prozent Anstieg. Nach dem vergangene Woche veröffentlichten Gewinn- und Dividendenplus hoben weitere Banken und Broker das Kursziel für den Versicherer an. Eine Kurszielerhöhung durch die UBS verhalf dem Lebensmittelriesen Nestle zu einem Kursplus von 0,3 Prozent.

Ein leichtes Minus gab es beim Pharmaschwergewicht Novartis nachdem Citigroup die Anlageempfehlung auf "Neutral" von "Buy" zurückgenommen hat. Die Titel der Luxusgüter-Hersteller Richemont und Swatch gaben 0,4 und 0,1 Prozent nach. Der Branche droht wegen der Unruhen in Hongkong und dem Coronavirus-Ausbruch in China - zwei der wichtigsten Absatzmärkte - ein tristes Jahr.

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15:00

Die geplante Übernahme der Zugsparte des angeschlagenen Rivalen Bombardier hievt die Aktien von Alstom auf den höchsten Stand seit mehr als elf Jahren. Die Papiere des französischen TGV-Herstellers steigen um 4,2 Prozent auf 50,64 Euro

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14:55

Nach der wochenlangen Hausse ist der Bitcoin erstmal wieder deutlich gefallen. Nachdem er in den letzten drei Wochen einen Kurszuwachs um 25 Prozent verzeichnen konnte (seit Anfang Jahr sogar 45 %) und bis auf 10'522 Dollar anstieg, rutschte er bereits gestern wieder unter die 10'000-Dollar-Marke. 

Derzeit notiert er deutlich darunter bei 9'5700 Dollar. Wie so oft bei Kryptowährungen sind genauere Gründe für den Kursabfall nur schwer auszumachen. Ein Grund könnten Gewinnmitnahmen sein. "Eine Konsolidierung tut vor dem Hintergrund der heiß gelaufenen Kursen not", sagt Analyst Timo Emden von Emden Research. "Die Anleger stellen sich nun die Frage, inwieweit die derzeitige Preisrally von Beständigkeit geprägt oder lediglich ein Strohfeuer ist." 

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14:00

Die US-Aktienbörsen bleiben an diesem Montag übrigens wegen des Feiertags "Presidents' Day" geschlossen. 

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13:15

Die Aussicht auf massive chinesische Hilfen für Unternehmen zur Bewältigung wirtschaftlicher Folgen durch das Coronavirus lässt europäische Anleger bei Aktien zugreifen.  Der deutsche Leitindex Dax erzielte in der ersten Handelsstunde mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 13.795,24 Punkte das vierte Rekordhoch in fünf Handelstagen und notierte im weiteren Verlauf 0,2 Prozent im Plus.

Der EuroStoxx50 lag ebenfalls 0,2 Prozent höher. "Es bleibt die Frage, welchen Umfang der Impuls angesichts der finanzpolitischen Lage des Landes haben muss", sagte Analyst Sean Darby von der Investmentbank Jefferies.

Bei den Einzelwerten standen Aktien von Bayer und BASF im Fokus, die wegen eines US-Urteils zu einer millionenschweren Schadenersatzzahlung um 2,4 sowie 1,2 Prozent nachgaben. Der Leverkusener Agrar- und Pharmakonzern sowie der Chemieriese BASF waren von einer US-Jury im Rechtsstreit um das Unkrautvernichtungsmittel Dicamba zu einer Zahlung von 265 Millionen Dollar verurteilt worden.

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11:35

Am Schweizer Aktienmarkt hält der Aufwärtsdrang auch zu Beginn der neuen Woche an. Nachdem der Leitindex SMI mittlerweile annähernd 5 Prozent innerhalb der vorangegangenen zwei Handelswochen hinzugewonnen hat, geht es aktuell etwas gemächlicher aufwärts. 

Der SMI gewinnt gegen 11.35 Uhr 0,34 Prozent auf 11'167,10 Punkte hinzu und damit knapp unter seiner kurz zuvor gesetzten Bestmarke von 11'174 Zählern. Der umfassende SPI steigt um 0,26 Prozent auf 13'455,25 Zähler und der SLI, in dem die 30 wichtigsten Werte enthalten sind, um 0,17 Prozent auf 1'713,84 Zähler. Von den 30 SLI-Titel gewinnen 13 hinzu, 15 fallen und zwei sind unverändert.

Die beiden Schwergewichte Nestlé (+1,0%) und Roche (+0,2%) leisten einen massgeblichen Beitrag zum freundlichen Verlauf. Sie zusammen stehen für mehr als die Hälfte der insgesamt 38 Punkte, die der SMI zulegt. Während Nestlé damit an die starke Performance von Freitag anknüpfen, ist es bei Roche eine Hochstufung auf "Buy" durch die Citigroup, die den Aktien Schubkraft gibt.

Derweil haben die Experten der US-Bank ihr Votum für den Konkurrenten Novartis (-0,12%) auf "Neutral" gesenkt, was am Markt über weite Strecken mit Kursverlusten quittiert wird.

Am Ende der Kurstafel finden sich abgeschlagen mit -3,2 Prozent die AMS-Aktien. Temenos (-1,1%) und Logitech (-0,3%) folgen als weitere Vertreter der Technologiebranche mit einigem Abstand.

Schwächer sind auch Sika-Aktien (-0,7%). Der Bauchemie-Konzern wird am Freitag seine Jahreszahlen veröffentlichen. Mit Schindler (-1,4%), SGS (-0,4%) und Kühne + Nagel (-0,34%) stehen noch weitere Zykliker auf den Verkaufslisten.

Zum ausführlichen Mittags-Report geht es hier

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10:45

Der Euro hat sich am Montag gegenüber dem US-Dollar und Franken etwas von seinen Kursverlusten in den vergangenen Wochen erholt. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,0835 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Freitag. Zuletzt war der Euro zum Dollar auf einen dreijährigen Tiefstand bei etwas mehr als 1,08 Dollar gefallen.

Auch zum Franken präsentiert sich der Euro bei Kursen um die 1,0642 Franken stabilisiert. In der Vergangenen Woche war das Euro/Franken-Paar zeitweise bis auf 1,0608 gefallen, ein Niveau, das man zuletzt im Sommer 2015 gesehen hat. Auch der US-Dollar hat sich mit 0,9822 Franken wieder etwas erholt seit vergangener Woche. 

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09:55

In Hoffnung auf eine wieder anziehende China-Nachfrage decken sich Anleger mit Industriemetallen ein. Kupfer verteuert sich um ein Prozent auf 5814 Dollar je Tonne, der chinesische Terminkontrakt auf Eisenerz gewinnt zwei Prozent auf 675,50 Yuan (96,78 Dollar). 

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09:30

Die Börsen in Festlandchina haben ihre jüngste Erholung schwungvoll fortgesetzt. Die Leitindizes stiegen am Montag auf das höchste Niveau seit mehr als zwei Wochen - trotz des sich ausbreitenden Coronavirus. So schloss der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörse 2,25 Prozent höher. Der Hang Seng in Hongkong rückte zuletzt um 0,5 Prozent vor.

Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss zum Wochenstart indes 0,69 Prozent tiefer mit 23 523,24 Punkten. Die Wirtschaft des Landes war zum Jahresende vor allem wegen der Erhöhung der Mehrwertsteuer stärker geschrumpft als ohnehin befürchtet.

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09:10

Am Schweizer Aktienmarkt stehen die Ampeln am Montag auf grün.  Der SMI gewinnt gegen 09:10 Uhr 0,3 Prozent hinzu auf 11'165 Punkte und notiert damit knapp unter seiner kurz zuvor gesetzt Bestmarke von 11'170 Zählern. In der vergangenen Woche war der Leitindex unter dem Strich um etwa 1,2 Prozent gestiegen und hat bei 11'152 Zählern denn auch abermals eine Bestmarke gesetzt.

Der breitere SPI notiert ebenfalls 0,3 Prozent im Plus und steht bei 13'458 Punkten und der SLI, in dem die 30 wichtigsten Werte enthalten sind, legt um 0,28 Prozent zu auf 1'705 Zähler.

Der Nachrichtenfluss gestaltet sich zum Wochenstart eher mau. Gesprächsstoff bieten Berichte aus der Wochenendpresse. Da  ist etwa der Bericht über den UBS-Chef (+0,4%) Sergio Ermotti. So hat sich nun auch der "Tagesanzeiger" unter Berufung auf "verschiedene Quellen" in die Spekulationen über sein mögliches Ausscheiden im Laufe dieses Jahres eingeschaltet.

Daneben gewinnen Zykliker wie ABB (+0,35 %) und die zweite Grossbank Credit Suisse mit Aufschlägen von 0,7 Prozent etwas stärker als der Markt hinzu.

Für die Genussscheine von Roche (+0,3%) geht es ebenfalls aufwärts. Die Experten der Citigroup haben ihr Votum für die Titel auf "Buy" erhöht und auch das Kursziel auf 395 Franken klar nach oben angepasst. Branchenkollege Novartis (-0,2%) wird dagegen auf "Neutral" zurückgestuft, was den Kurs belastet.

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08:10

Der Schweizer Aktienmarkt wird laut vorbörslichen Daten der Bank Julius Bär freundlich in die neue Handelswoche starten. Der SMI notiert mit 0,16 Prozent im Plus.

Sämtliche Bluechips verzeichnen ein vorbörsliches Plus mit Ausnahme von Novartis. Der Pharmariese wurde am Morgen von der Citigroup heruntergestuft, während Konkurrent Roche heraufgestuft wurde (+0,9%). 

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06:30

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,8 Prozent tiefer bei 23.492 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,8 Prozent auf 1688 Punkte. Negative Zahlen zur japanischen Wirtschaft lasten auf den Märkten. Die japanische Wirtschaft ist im Schlussquartal 2019 so stark geschrumpft wie seit 2014 nicht mehr.

In der Summe ging die Wirtschaftsleistung (BIP) zwischen Oktober und Dezember um 6,3 Prozent zurück, wie von der Regierung vorgelegte Zahlen vom Montag zeigten. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Minus von 3,7 Prozent gerechnet. 

Die Daten sorgten auch an anderen Handelsplätzen in Fernost zunächst für Enttäuschung. In den Vordergrund rückte dann aber die Freude der Investoren über eine Zinssenkung in China zur Abmilderung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise.

Die Börse in Shanghai legte um 1,5 Prozent zu. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 1,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,1 Prozent.

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06:20

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 109,83 Yen und gab 0,2 Prozent auf 6,9755 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9822 Franken. Parallel dazu stieg der Euro um 0,1 Prozent auf 1,0838 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,0645 Franken an.

(cash/AWP/Reuters)