+++Börsen-Ticker+++ - Schweizer Börse in Rekordlaune

Die Schweizer Börse hat ihren Rekordlauf zu Wochenbeginn fortgesetzt.
28.10.2019 15:16
Die Aktien des Luxusgüterkonzerns Richemont konnten heute einen kräftigen Kurszuwachs verzeichnen.
Die Aktien des Luxusgüterkonzerns Richemont konnten heute einen kräftigen Kurszuwachs verzeichnen.
Bild: unsplash.com

17:35

Der Leitindex SMI erreichte am Montag ein neues Allzeithoch bei 10'254 Punkten und schloss um 0,3 Prozent höher als am Freitag bei 10'231 Punkten. 

An die Spitze der Bluechips setzte sich Richemont mit einem Kursplus von 2,4 Prozent. Die Pläne des französischen Luxusgüter-Weltmarktführers LVMH zur Übernahme des US-Edeljuweliers Tiffany schürten die Fantasie in der Branche. Die Anteile des Uhrenkonzerns Swatch zogen 0,6 Prozent an.

Gefragt waren zudem konjunktursensitive Titel und Finanzwerte: Die Papiere der Bauchemiefirma Sika stiegen um 2 Prozent; jene der Grossbanken Credit Suisse und UBS sowie der Lebensversicherer Swiss Life gewannen 1,4 Prozent und mehr.

Dagegen liessen die Investoren die Finger von den defensiven Anlagen: Die Pharmariesen Novartis und Roche blieben unverändert und der Lebensmittelkonzern Nestle hinkte mit -0,2 Prozent dem Markt hinterher.

Am breiten Markt sanken die AMS-Titel um 2,9 Prozent. Die österreichische Chip- und Sensorfirma hat ein neues Übernahmeangebot für den deutschen Lichtkonzern Osram in Höhe von 4,6 Milliarden Euro angekündigt. 

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15:05

Dem Leitindex Dow Jones Industrial gelang es, erneut die Hürde von 27 000 Punkten zu überwinden. Auftrieb gaben Aussagen des US-Präsidenten zum Verlauf der Handelsgespräche mit China. Donald Trump sagte vor Journalisten. "Wir sind dem Zeitplan voraus." Das stimmte die Anleger optimistisch.

Im frühen Handel rückte der Dow um 0,71 Prozent auf 27 150,81 Punkte vor. Bis zu seinem bisherigen Rekord bei knapp unter 27 400 Punkten aus dem Monat Juli ist damit nicht mehr weit. Neue Höhen erklommen indes der marktbreite S&P 500 und die technologielastigen Nasdaq-Indizes: Der S&P 500 gewann zuletzt 0,64 Prozent auf 3041,79 Punkte. Der Nasdaq-Auswahlindex 100 kletterte um 0,71 Prozent auf 8085,90 Punkte.

Von den Einzelaktien stechen Microsoft (+2,8 Prozent) und Goldman Sachs (+1,5 Prozent) positiv hervor.

Zum Börsendebüt an der New York Stock Exchange kam heute Virgin Galactic, ein US-Raumfahrtsunternehmen, welches von Milliardär Richard Branson gegründet wurde.

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14:20

Das Handelshaus IG taxierte den US-Leitindex Dow Jones Industrial zu Wochenbeginn ein halbes Prozent höher auf 27 088 Punkte und damit wieder über der Marke von 27 000 Zählern. Am Freitag war er dort zunächst noch gescheitert. Er bleibt nun auf Kurs zu seinem bisherigen Rekord bei 27 398 Punkten, der aus dem Juli datiert.

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13:50

Der Euro hat am Montag leicht zugelegt. Am Mittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1054 Franken und damit etwas mehr als am Morgen. Der US-Dollar wird ebenfalls leicht stärker und kostet aktuell 0,9967 Franken.

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12:40

Der Standardwerteindex SMI zeigt sich gegen 12.40 Uhr mit +0,3 Prozent auf 10'228 Zähler fester.

Spitzenreiter sind die beiden Uhrenhersteller Richemont (+2,4 Prozent) und Swatch (+1,4 Prozent). Beide Titel profitierten von einer gewissen Konsolidierungsfantasie. Am Wochenende hatte es Berichte gegeben, wonach LVMH dem US-Traditions-Juwelier Tiffany eine Kaufofferte in Höhe von 14,5 Milliarden Dollar unterbreitet habe. Laut Händlern wird nun über eine Gegenofferte etwa von Kering spekuliert.

Bei Richemont gab es darüber hinaus zwar verschiedene Kurszielsenkungen, alle Analysten zeigen sich aber für die längerfristigen Aussichten des Konzerns weiter zuversichtlich.

Fester zeigen sich auch die Aktien der Grossbanken CS (+1,1 Prozent) und UBS (+1,2 Prozent). Schon in der Vorwoche hatten die Papiere überdurchschnittlich zugelegt.

Derweil werden die Aktien vom Logistiker Kühne+Nagel (-1,3 Prozent) verstärkt aus den Depots geworfen. Der Logistiker war am Morgen von den Bernstein-Experten auf "Market Perform" von "Outperform" gesenkt worden. Sie begründen dies vor allem mit dem jüngsten Kursanstieg.

Im breiten Markt fallen einmal mehr Polyphor auf, die mit +4,9 Prozent ihren Höhenflug der vorangegangenen zwei Handelstage fortsetzen. Auslöser war ein Bericht, wonach die Gesellschaft zusammen mit Zürcher Forschenden eine neue Antibiotika-Klasse entdeckt hat.

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10:45

Die Verschiebung des Brexit auf Ende Januar 2020 hilft dem Pfund Sterling kaum. Die Zustimmung der EU zum britischen Antrag sei schliesslich allgemein erwartet worden, sagen Börsianer. Die britische Währung notiert weiterhin fast unverändert bei 1,2835 Dollar und 1,1571 Euro.

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09:15

Der Swiss Market Index zeigt sich unmittelbar nach Handelseröffnung minim höher bei 10'204 Punkten. Am Freitag hatte er bei einem Schlussstand von 10'197,09 Punkten auf Rekordniveau geschlossen, dieses wurde nun also weiter überboten. Die abgelaufene Woche hatte der Leitindex mit einem Kursgewinn von 2,3 Prozent beendet.

Insgesamt gehen viele Marktteilnehmer von einer richtungsweisenden Handelswoche aus, in der einmal mehr der US-Markt den Kurs bestimmen dürfte. Neben der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed stehen jenseits des Atlantiks zum Wochenschluss dann die neuesten Daten vom Arbeitsmarkt an, die einen massgeblichen Einfluss auf die Notenbankpolitik haben. Aber auch der Ton, den Fed-Chef Jerome Powell anschlägt, wird als kursrelevant gewertet. Darüber hinaus werden den Quartalszahlen vom iPhone-Hersteller Apple eine weitreichende Wirkung zugeschrieben.

Diverse Kommentare gibt es für Richemont (+1,2 Prozent). Verschiedene Analyse-Häuser haben zum Wochenstart das Kursziel für den Uhrenhersteller angepasst. Allerdings sind die Senkungen durch die Bank eher moderat. Die anhaltenden Unruhen in Hongkong bereiten den meisten Experten zwar Sorgen, dennoch zeigen sich für die längerfristigen Aussichten des Konzerns weiter zuversichtlich. Noch deutlicher ziehen die Papiere vom Branchenkollegen Swatch (+1,4 Prozent) an.

Etwas fester zeigen sich zudem die Aktien der Credit Suisse, die um 0,4 Prozent zulegen. Die Grossbank wird zur Wochenmitte über den Geschäftsverlauf im dritten Quartal berichten. Mit Abschlägen notieren hingegen die defensiven Schwergewichte Roche (-0,6 Prozent), Nestlé (-0,4 Prozent) und Novartis (-0,2 Prozent).

 Kühne+Nagel verlieren 1,4 Prozent. Der Logistiker war am Morgen von den Bernstein-Experten auf "Market Perform" von "Outperform" gesenkt worden. Sie begründen dies vor allem mit dem jüngsten Kursanstieg.

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08:30

Den asiatischen Börsen ist am Montag ein solider Wochenstart gelungen. Der japanische Nikkei festigte mit einem Anstieg um 0,3 Prozent auf 22'867 Punkte sein Hoch seit einem Jahr. Er verbuchte so den sechsten positiven Handelstag in Folge.

Allgemein gingen die Anleger in Asien auf einem zuletzt gestiegenen Kursniveau eher vorsichtig in die neue ereignisreiche Woche. Am Markt hiess es, sie blickten nun bereits gespannt auf den US-Zinsentscheid am Mittwoch, bei dem sich die Erwartung einer nächsten Zinssenkung verfestigt hat. Ausserdem steht im Wochenverlauf weltweit die Berichtssaison im Mittelpunkt.

In China war der Schwung etwas grösser, der CSI 300 mit den 300 wichtigsten Aktien an den chinesischen Festlandbörsen stieg um 0,76 Prozent auf 3926,58 Punkte. Hier verbreitete die Hoffung auf ein baldiges "Phase eins"-Teilabkommen im Handelsstreit mit den USA positive Stimmung. Der Hang-Seng-Index lag in Hongkong zuletzt sogar mit 0,89 Prozent in der Gewinnzone.

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08:08

Der Swiss Market Index (SMI) gibt in der von Julius Bär berechneten Vorbörse um 0,1 Prozent zu. Am Freitag schloss der Leitindex auf einem neuen Allzeithoch bei 10'197 Punkten.

Am deutlichsten legen vorbörslich LafargeHolcim (+0,4 Prozent) zu. Als einziger SMI-Wert geben Richemont nach (-0,2 Prozent).

Kühne+Nagel verlieren 0,7 Prozent. Bernstein Research hat die Aktie auf Market Perform (Outperform) heruntergestuft. Das Kursziel lautet weiterhin 165 Franken.

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07:55

Die Ölpreise haben am Montag im frühen Handel leicht nachgegeben. Starke Impulse gab es zunächst nicht. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 61,91 US-Dollar. Das waren elf Cent weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel ebenfalls geringfügig um zwölf Cent auf 56,54 Dollar.

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06:35

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,3 Prozent höher bei 22.862 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 0,1 Prozent und lag bei 1650 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag 0,6 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans stieg um 0,1 Prozent.

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06:30

Der US-Dollar stagnierte in Erwartung eines US-Zinsentscheids.

Im asiatischen Devisenhandel gewann der Dollar 0,1 Prozent auf 108,75 Yen und gab 0,1 Prozent auf 7,0603 Yuan nach. Zur Schweizer Währung notierte er 0,1 Prozent höher bei 0,9954 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1080 Dollar und zog um 0,1 Prozent auf 1,1032 Franken an. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,2817 Dollar.

(cash/AWP/Reuters)

 

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